Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Der Verein sollte schnellstens Handeln und die Gruppe rauswerfern. Due Gespräche haben auch in den letzten Wochen kein Ergebnis erzielt.
Wenn nicht bald etwas geschieht, erleben wir beim Abstieg eine ähnliche Situation wie damals gegen Nürnberg und so etwas darf nicht passieren!!!!
Wenn nicht bald etwas geschieht, erleben wir beim Abstieg eine ähnliche Situation wie damals gegen Nürnberg und so etwas darf nicht passieren!!!!
Also die Verachtung gegenüber der organisierten Fanszene hat in diesem Forum und anderen sozialen Netzwerken ja mal ein so unsägliches Level erreicht, dass man glauben könnte, hier handle es sich um irgendeinen Imageclub, der sich nicht mal ein bisschen reiben kann, weil Investoren dann ihr Geld zurückziehen. Mein Gott, hier geht es um den Überlebenskampf eines der größten Traditionsclubs Deutschlands. Dass man da im Affekt über die Stränge schlägt, kann passieren. Aber sich drei Tage später in einem Fanforum noch den Mund fusselig schreiben, wie böse die Ultras doch sind ist dann die feine Art?
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis.
Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
.
Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis. Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
. Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Zitat von MoritzHertha
Also die Verachtung gegenüber der organisierten Fanszene hat in diesem Forum und anderen sozialen Netzwerken ja mal ein so unsägliches Level erreicht, dass man glauben könnte, hier handle es sich um irgendeinen Imageclub, der sich nicht mal ein bisschen reiben kann, weil Investoren dann ihr Geld zurückziehen. Mein Gott, hier geht es um den Überlebenskampf eines der größten Traditionsclubs Deutschlands. Dass man da im Affekt über die Stränge schlägt, kann passieren. Aber sich drei Tage später in einem Fanforum noch den Mund fusselig schreiben, wie böse die Ultras doch sind ist dann die feine Art?
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis.
Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
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Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Also die Verachtung gegenüber der organisierten Fanszene hat in diesem Forum und anderen sozialen Netzwerken ja mal ein so unsägliches Level erreicht, dass man glauben könnte, hier handle es sich um irgendeinen Imageclub, der sich nicht mal ein bisschen reiben kann, weil Investoren dann ihr Geld zurückziehen. Mein Gott, hier geht es um den Überlebenskampf eines der größten Traditionsclubs Deutschlands. Dass man da im Affekt über die Stränge schlägt, kann passieren. Aber sich drei Tage später in einem Fanforum noch den Mund fusselig schreiben, wie böse die Ultras doch sind ist dann die feine Art?
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis. Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
. Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Viele Worte für "Unser Ruf ist Schei*e, also können wir ja auf die Kac*e hauen", statt mal zu betrachten was da passiert ist - und ganz Fußballdeutschland redet über die Aktion der Kurve, keiner übers Spiel.
Ich gehe mal nur auf ein paar Passagen ein...
Auch im Affekt und in Anbetracht der sportlichen Nichtleistung ist es inakzeptabel als Gruppe (oder zumindest im Schutz derer) andere Menschen zu demütigen.
Ich glaube keine dieser Einzelpersonen hätte sich getraut, alleine der Mannschaft so gegenüberzutreten. Du kannst nicht einfach den Fakt ignorieren, dass eine Kurve dahinterstand, die in dem Moment offensichtlich keine Anstalten machte, dagegen vorzugehen.
Die Ultras geben nie rassistische oder sexistische Kommentare von sich? Oder ist es bei ihnen ok?
Dass es unter den Coronabedingungen schwer gewesen sein dürfte, anderweitig für organisierte, gute Stimmung zu sorgen, ist wohl selbsterklärend. Dass viele Fans außerhalb der Ostkurve teilweise aber auch ein anderes Verständnis von guter Stimmung haben, wurde hier schon oft genug dokumentiert, genau wie das jahrelange Unterdrücken von Versuchen anderer Fans, Gesänge anzustimmen. Hinterlässt halt auch Spuren.
Und das mit den Handys und der Filmerei ist ja leider ein Krebsgeschwür in der Gesellschaft, bei jeder Veranstaltung. Geht mir auch auf die Nerven, klar. Aber wenn das sonst nie passiert, woran liegt das? Dass die Ultras freundlich bitten, es zu unterlassen? Die Ultras sind NICHT dazu da, irgendwelche Vorlieben durchzusetzen, schon gar nicht mit Drohungen, Bierduschen oder dergleichen - und davon hört man leider oft genug.
Bengalos sind nun mal einfach verboten und mitunter gefährlich, und es gibt - oh Schande - Leute, die den Einsatz dementsprechend nicht gutheißen. Darf man das eine nun nicht gut finden, ohne das andere zu verurteilen? Das "Dissen des Gegners" wird hier glaube ich auch nicht verurteilt, sondern dass es den Ultras offenbar mehr um sich selbst als den Verein geht. Was genau bringt es der Mannschaft an Unterstützung, wenn in einem x-beliebigen Spiel ohne jeden direkten Kontext gegen die Polizei gesungen wird (und gegen Red Bull, was ja inzwischen bei diesem Gesang implizit auch immer mitschwingt). Was bringt es dem Team, wenn in einem der 16 Nicht-Derbys bei Heimspielen "Scheiß Union" angestimmt wird? S.o., das empfinden bei weitem nicht alle als "gute Stimmung", das ist einfach Selbstdarstellung.
Und nein, ich möchte nicht zu anderen Sportarten oder in die VIP-Lounge wechseln müssen, nur um ein Mindestmaß an Niveau zu erleben.
All diese Punkte sind mir vollkommen egal, ich bin einfach nur verärgert davon, dass diese "Fans" sich immer wieder Dinge rausnehmen, die unter aller Sau sind. Und davon, dass der Verein ihnen das durchgehen lässt.
Alles zu geben bei den Fangesängen oder der Choreo ist doch kein Freifahrtschein für Demütigungen nach Spielende oder Drohungen beim Training.
Auch im Affekt und in Anbetracht der sportlichen Nichtleistung ist es inakzeptabel als Gruppe (oder zumindest im Schutz derer) andere Menschen zu demütigen.
Ich glaube keine dieser Einzelpersonen hätte sich getraut, alleine der Mannschaft so gegenüberzutreten. Du kannst nicht einfach den Fakt ignorieren, dass eine Kurve dahinterstand, die in dem Moment offensichtlich keine Anstalten machte, dagegen vorzugehen.
Zitat von MoritzHertha
miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen.
miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen.
Die Ultras geben nie rassistische oder sexistische Kommentare von sich? Oder ist es bei ihnen ok?
Dass es unter den Coronabedingungen schwer gewesen sein dürfte, anderweitig für organisierte, gute Stimmung zu sorgen, ist wohl selbsterklärend. Dass viele Fans außerhalb der Ostkurve teilweise aber auch ein anderes Verständnis von guter Stimmung haben, wurde hier schon oft genug dokumentiert, genau wie das jahrelange Unterdrücken von Versuchen anderer Fans, Gesänge anzustimmen. Hinterlässt halt auch Spuren.
Und das mit den Handys und der Filmerei ist ja leider ein Krebsgeschwür in der Gesellschaft, bei jeder Veranstaltung. Geht mir auch auf die Nerven, klar. Aber wenn das sonst nie passiert, woran liegt das? Dass die Ultras freundlich bitten, es zu unterlassen? Die Ultras sind NICHT dazu da, irgendwelche Vorlieben durchzusetzen, schon gar nicht mit Drohungen, Bierduschen oder dergleichen - und davon hört man leider oft genug.
Zitat von MoritzHertha
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis. (...) Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. (...)
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis. (...) Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. (...)Bengalos sind nun mal einfach verboten und mitunter gefährlich, und es gibt - oh Schande - Leute, die den Einsatz dementsprechend nicht gutheißen. Darf man das eine nun nicht gut finden, ohne das andere zu verurteilen? Das "Dissen des Gegners" wird hier glaube ich auch nicht verurteilt, sondern dass es den Ultras offenbar mehr um sich selbst als den Verein geht. Was genau bringt es der Mannschaft an Unterstützung, wenn in einem x-beliebigen Spiel ohne jeden direkten Kontext gegen die Polizei gesungen wird (und gegen Red Bull, was ja inzwischen bei diesem Gesang implizit auch immer mitschwingt). Was bringt es dem Team, wenn in einem der 16 Nicht-Derbys bei Heimspielen "Scheiß Union" angestimmt wird? S.o., das empfinden bei weitem nicht alle als "gute Stimmung", das ist einfach Selbstdarstellung.
Und nein, ich möchte nicht zu anderen Sportarten oder in die VIP-Lounge wechseln müssen, nur um ein Mindestmaß an Niveau zu erleben.
Zitat von MoritzHertha
Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
.
Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
.All diese Punkte sind mir vollkommen egal, ich bin einfach nur verärgert davon, dass diese "Fans" sich immer wieder Dinge rausnehmen, die unter aller Sau sind. Und davon, dass der Verein ihnen das durchgehen lässt.
Alles zu geben bei den Fangesängen oder der Choreo ist doch kein Freifahrtschein für Demütigungen nach Spielende oder Drohungen beim Training.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bschuss am 12.04.2022 um 18:29 Uhr bearbeitet Zitat von MoritzHertha
Also die Verachtung gegenüber der organisierten Fanszene hat in diesem Forum und anderen sozialen Netzwerken ja mal ein so unsägliches Level erreicht, dass man glauben könnte, hier handle es sich um irgendeinen Imageclub, der sich nicht mal ein bisschen reiben kann, weil Investoren dann ihr Geld zurückziehen. Mein Gott, hier geht es um den Überlebenskampf eines der größten Traditionsclubs Deutschlands. Dass man da im Affekt über die Stränge schlägt, kann passieren. Aber sich drei Tage später in einem Fanforum noch den Mund fusselig schreiben, wie böse die Ultras doch sind ist dann die feine Art?
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis.
Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
.
Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Also die Verachtung gegenüber der organisierten Fanszene hat in diesem Forum und anderen sozialen Netzwerken ja mal ein so unsägliches Level erreicht, dass man glauben könnte, hier handle es sich um irgendeinen Imageclub, der sich nicht mal ein bisschen reiben kann, weil Investoren dann ihr Geld zurückziehen. Mein Gott, hier geht es um den Überlebenskampf eines der größten Traditionsclubs Deutschlands. Dass man da im Affekt über die Stränge schlägt, kann passieren. Aber sich drei Tage später in einem Fanforum noch den Mund fusselig schreiben, wie böse die Ultras doch sind ist dann die feine Art?
Was hier zu einem Skandal hochstilisiert wird, ist schon der Wahnsinn. Klar war die Trikot-Aktion dumm, darüber diskutiert doch auch niemand. Aber dass selbst Spieler und Trainer dafür mehr Verständnis haben als ihr, sagt einiges über eure Lust an der Empörung aus. Zumal es sich hier lediglich um Einzelpersonen gehandelt hat. Und die Aktion wird in der Szene auch intern nicht undiskutiert bleiben, das ist klar.
Ich bin selbst kein Ultra, stehe und singe aber gerne in der Ostkurve. Und wer die Kurve die letzten zwei Jahre erlebt hat, dem sind vor allem folgende Dinge aufgefallen: miserable Stimmung; rassistische und sexistische Kommentare von Leuten, die sich das sonst nicht trauen würden; Leute, die die Hälfte der Zeit am Handy hängen oder das Spiel filmen. Sowas habe ich zu normalen Zeiten in der OK fast nie erlebt. Wenn das ist, was ihr wollt, gerne. Aber das ist dann nicht mehr mein Verein.
Wie weltfremd mancher hier auftritt, merkt man dann auch an den ganzen Strohmannargumenten. Choreo und die gute Stimmung abfeiern, aber sobald ein paar Bengalos angehen gelten dieselben Leute als "Chaoten", na klar. Dass dann auch noch"Bierduschen" und "Dissen des Gegners" kritisiert werden
- bitte, dann setzt euch in die VIP-Lounge oder geht zum Tennis. Gleiches gilt meines Erachtens übrigens für das Echauffieren über den "Alle Bullen sind Schweine"-Gesang. Dass die Polizei Ultras immer wieder zu Unrecht diskriminiert, drangsaliert, physisch attackiert ist bekannt und durch Umfragen, Fananwälte, Fan- und Polizeiforschung bestätigt. Wer das nicht glauben will, muss einfach mal eine Saison lang auswärts mitfahren. Ich war der Polizei noch nie aggressiv gegenüber, weil ich selbst ein friedliebender Mensch bin. Aber wie oft ich eingekesselt das Spiel verpasst, blaue Flecke von Schlagstöcken bekommen oder Pfeffer im Gesicht hatte, lässt sich schon längst nicht mehr an zwei Händen abzählen; und ich bin 24 und wie gesagt nicht mal in der Ultraszene aktiv. Was ist ein "Alle Bullen sind Schweine" gegen die reale Gewalt, die Fußballfans immer wieder droht?
Ich bin hier nicht sonderlich aktiv, aber das Thema bereitet mir seit Samstag wirklich Bauchschmerzen. Die Tendenzen hier erinnern an das, was man Linken auf Social Media gerne vorwirft: Political Correctness, Lust auf Shitstorms und Empörung. Das scheint sich wohl auch im Fußball durchzusetzen, nur dass die meisten hier politisch wohl in eine andere Richtung tendieren
. Der Eindruck, dass sich hier, aber auch auf Twitter und Facebook viele Schönwetterfans tummeln, die sich die ewige Empörung offenbar zum Hobby gemacht haben, bestätigt sich für mich jedenfalls ein weiteres Mal. Ihr macht euch gerade mit der Bild-Zeitung gemein und merkt es nicht mal. Geht vielleicht mal an die frische Luft statt euren Frust an denen auszulassen, die am Wochenende alles für Hertha gegeben haben.
Und jetzt: Augen nach vorne richten, alle gemeinsam für den Klassenerhalt!
Viele Punkte hat mein Vorredner schon erläutert.
Diskriminierung von Ultras
Ich wohne in Hessen und bin daher bei deutlich mehr Auswärtsspielen dabei. Ich hab in meinen 20 Jahren Hertha nicht einen Schlagstock ab bekommen. Das liegt vielleicht auch etwas am Gegenseitigen Respekt. Wenn man vernünftig mit der Polizei umgeht wird man auch dementsprechend behandelt.
Beim Verhalten unserer Ultras im Auswärtsblock würde ich als Polizist allerdings auch nicht anders vorgehen.
Zitat von chris2207
Der Verein sollte schnellstens Handeln und die Gruppe rauswerfern. Due Gespräche haben auch in den letzten Wochen kein Ergebnis erzielt.
Wenn nicht bald etwas geschieht, erleben wir beim Abstieg eine ähnliche Situation wie damals gegen Nürnberg und so etwas darf nicht passieren!!!!
Der Verein sollte schnellstens Handeln und die Gruppe rauswerfern. Due Gespräche haben auch in den letzten Wochen kein Ergebnis erzielt.
Wenn nicht bald etwas geschieht, erleben wir beim Abstieg eine ähnliche Situation wie damals gegen Nürnberg und so etwas darf nicht passieren!!!!
Ich erwarte vom Verein eine deutliche Ansprache und Konsequenzen. Die Rädelsführer sind zum Teil im Bild festgehalten, die kann man entsprechend mit Stadionverbot belegen. Weitere Meinungsführer sind sicher auf den Videoaufnahmen zu sehen und da man gerade die in der ersten Reihe auch namentlich kennt sollte es kein Problem sein, die auch zu lokalisieren.
Die können dann alle zur "Sektion Stadionverbot" gehen und sich dort ausheulen.
Wir brauchen den positiven Teil der OK, diejenigenb, die nur auf Randale aussind und immer auf "ihre Auftritte" warten, die sollte man ausgrenzen (versuchen).
Das ist nicht nur eine Aufgabe des Vereins, da müssen die Fangruppen mit ins Boot.
Beleidigende Sprechchöhe "Alle Bullen sind Schweine" müssen tabuisiert werden, genauso wie Pyros und Böller.
Wer solche Sprechchöre anstimmt und zündelt gibt zu erkennen, dass er nicht wegen Fussball im Stadion ist.
@chris2207
Ich bin nicht oft bei Auswärtsspielen, aber doch so oft, dass ich Vieles mitgemacht habe. Ich bin in 50 Jahren einmal in Polizeigewahrsam gelandet, da war ich ordentlich bersoffen und habe mich in eine Streiterei zwischen Polizei und noch besoffeneren Fans eingemischt. Polizeigewalt habe ich da nicht mitbekommen, ich wurde in eine Zelle gesteckt und nach dem Spiel (das übrigens ausgefallen ist - war in Hannover) zum Zug gebracht.
Ich schimpf schon mal auf die Polizei, wenn die mich nicht zu meinem Auto lassen oder sonst eine blöde Aktion machen, aber da weiß ich dann schon, wann ich mich etwas zurückhalten muß, wenn ich nicht in der Wanne landen möchte.
Zu Hause hatte ich noch nie größeren Ärger mit der Pol.
Sicher ist das nicht verallgemeinbar. Aber ich will nur sagen: Es gibt bei Gewalt zwischen Fans und Polizei immer beide Seiten und in aller Regel geht die Gewalt von den Fans aus. Die Polizei ist in der Regel froh, wenn alles friedlich bleibt und sie einen ruhigen Nachmittag haben. Ausnahmen von Polizisten mit Schaum vorm Mund - ja, auch die gibt es.
Wie läuft´s denn im Block ab. Wenn es irgendeine illegale Aktion gibt oder Klopperei im Block geht die Polizei rein - ist ihr Job, dafür sind sie im Stadion. Dann solidarisiert sich der Block mit dem oder den Übeltäter/n, weil sie Herthaner sind (ich übrigens auch). Dann gibt es auch Sprechchöre und entsprechende Rufe. Da sich der oder die Übeltäter in aller Regel wehren, oftmals total besoffen oder bekifft, geht´s nicht ohne Gewalt und dann solidarisieren sich noch mehr. Tja, und dann bekommen auch nur am Rande Beteiligte mal was ab und oft auch zu Unrecht. Aber ich fühle mich im Block auswärts geschützt und bei den Gewaltbereiten (die man durchaus erkennt) muß ich nicht stehen.
Ich echauffiere mich nicht über die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fangruppen, ich find´s nicht gut aber wer sich prügeln möchte soll es tun, ich komme zum Fussball. Aber der soll hinterher nicht heulen, wenn er auf´s Maul kriegt und eventuell auch noch ein Stadionverbot aufgebrummt bekommt.
"Alle Bullen sind Schweine" zu intornieren zielt darauf ab die Polizei zu provozieren um dann heulen zu können. Nur - diejenigen, die das intonieren haben noch nicht kapiert, dass sich die Polizei von so etwas schon lange nicht mehr provozieren läßt, schon gar nicht in Berlin. Es ist also nur peinlich, wenn man so etwas im Stadion anstimmt. Wie erklärt der Familienvater das seinem Kind ?
Noch eine Bemerkung. Ich wurde auch eingekesselt, zum Stadion "geleitet", durch lahmars... Kontrollen am Zugang gehindert, aber ich habe noch nie ein Spiel verpasst. Noch nicht einmal in sehr alten Zeiten in Cottbus, als da noch der Baum in unserer Kurve stand.
Aber laß es gut sein, ich will etwas grade rücken, was ich in 50 Jahren Hertha-Fan-sein erlebt habe, das widerspricht einigen Erfahrungen, die Du gemacht hast.
Vielleicht kommt man dann langsam zum Fussballspiel zurück. Ich hoffe, die Ultras - bei aller Kritik - besinnen sich und feuern unser Team in den letzten 5 Spielen bedingungslos an, nur mit unserer aller Unterstützung bekommen wir noch ein gutes Ende der Saison hin. Und - wenn wir tatsächlich absteigen sollten - ich bleibe Herthaner, auch in der 2. Liga. (Muß ich aber nicht haben, ich will 1. Liga sehen mit meiner Hertha.) Und Aktionen gegen die Mannschaft, gegen einzelne Spieler oder gegen die Trainer nutzen uns in dieser Phase der Saison am wenigsten. Wir sollten positiv denken und die Mannschaft unterstützen. Siege gegen Stuttgart und Bielefeld wären eventuell schon der Klassenerhalt.
Ich bin nicht oft bei Auswärtsspielen, aber doch so oft, dass ich Vieles mitgemacht habe. Ich bin in 50 Jahren einmal in Polizeigewahrsam gelandet, da war ich ordentlich bersoffen und habe mich in eine Streiterei zwischen Polizei und noch besoffeneren Fans eingemischt. Polizeigewalt habe ich da nicht mitbekommen, ich wurde in eine Zelle gesteckt und nach dem Spiel (das übrigens ausgefallen ist - war in Hannover) zum Zug gebracht.
Ich schimpf schon mal auf die Polizei, wenn die mich nicht zu meinem Auto lassen oder sonst eine blöde Aktion machen, aber da weiß ich dann schon, wann ich mich etwas zurückhalten muß, wenn ich nicht in der Wanne landen möchte.
Zu Hause hatte ich noch nie größeren Ärger mit der Pol.
Sicher ist das nicht verallgemeinbar. Aber ich will nur sagen: Es gibt bei Gewalt zwischen Fans und Polizei immer beide Seiten und in aller Regel geht die Gewalt von den Fans aus. Die Polizei ist in der Regel froh, wenn alles friedlich bleibt und sie einen ruhigen Nachmittag haben. Ausnahmen von Polizisten mit Schaum vorm Mund - ja, auch die gibt es.
Wie läuft´s denn im Block ab. Wenn es irgendeine illegale Aktion gibt oder Klopperei im Block geht die Polizei rein - ist ihr Job, dafür sind sie im Stadion. Dann solidarisiert sich der Block mit dem oder den Übeltäter/n, weil sie Herthaner sind (ich übrigens auch). Dann gibt es auch Sprechchöre und entsprechende Rufe. Da sich der oder die Übeltäter in aller Regel wehren, oftmals total besoffen oder bekifft, geht´s nicht ohne Gewalt und dann solidarisieren sich noch mehr. Tja, und dann bekommen auch nur am Rande Beteiligte mal was ab und oft auch zu Unrecht. Aber ich fühle mich im Block auswärts geschützt und bei den Gewaltbereiten (die man durchaus erkennt) muß ich nicht stehen.
Ich echauffiere mich nicht über die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fangruppen, ich find´s nicht gut aber wer sich prügeln möchte soll es tun, ich komme zum Fussball. Aber der soll hinterher nicht heulen, wenn er auf´s Maul kriegt und eventuell auch noch ein Stadionverbot aufgebrummt bekommt.
"Alle Bullen sind Schweine" zu intornieren zielt darauf ab die Polizei zu provozieren um dann heulen zu können. Nur - diejenigen, die das intonieren haben noch nicht kapiert, dass sich die Polizei von so etwas schon lange nicht mehr provozieren läßt, schon gar nicht in Berlin. Es ist also nur peinlich, wenn man so etwas im Stadion anstimmt. Wie erklärt der Familienvater das seinem Kind ?
Noch eine Bemerkung. Ich wurde auch eingekesselt, zum Stadion "geleitet", durch lahmars... Kontrollen am Zugang gehindert, aber ich habe noch nie ein Spiel verpasst. Noch nicht einmal in sehr alten Zeiten in Cottbus, als da noch der Baum in unserer Kurve stand.
Aber laß es gut sein, ich will etwas grade rücken, was ich in 50 Jahren Hertha-Fan-sein erlebt habe, das widerspricht einigen Erfahrungen, die Du gemacht hast.
Vielleicht kommt man dann langsam zum Fussballspiel zurück. Ich hoffe, die Ultras - bei aller Kritik - besinnen sich und feuern unser Team in den letzten 5 Spielen bedingungslos an, nur mit unserer aller Unterstützung bekommen wir noch ein gutes Ende der Saison hin. Und - wenn wir tatsächlich absteigen sollten - ich bleibe Herthaner, auch in der 2. Liga. (Muß ich aber nicht haben, ich will 1. Liga sehen mit meiner Hertha.) Und Aktionen gegen die Mannschaft, gegen einzelne Spieler oder gegen die Trainer nutzen uns in dieser Phase der Saison am wenigsten. Wir sollten positiv denken und die Mannschaft unterstützen. Siege gegen Stuttgart und Bielefeld wären eventuell schon der Klassenerhalt.
https://youtu.be/fcsmRE5zlfM
Reif ist live über die Trikotaktion
Reif ist live über die Trikotaktion
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hahohe91 am 13.04.2022 um 07:28 Uhr bearbeitet
Auf dem Weg ist es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis einige wirklich durchdrehen und die Spieler tätlich angreifen. Wenn man diesen Leuten nicht langsam mal die Grenzen aufzeigt, macht man sich sogar als Verein mitschuldig. Es ist einfach nur noch der Wahnsinn, was da abgeht.
Aber es müssen sich die Bilder von damals aus Gelsenkirchen wohl erst wiederholen, oder die jagt erfolgreich sein, damit der Verein aufwacht.
Aber es müssen sich die Bilder von damals aus Gelsenkirchen wohl erst wiederholen, oder die jagt erfolgreich sein, damit der Verein aufwacht.
Vielleicht nochmal ein paar Punkte zur Klarstellung, weil wir hier gefühlt ein bisschen aneinander vorbeireden. Das sollte hier keine Apologie der Ultraszene sein. Mit "darüber diskutiert doch auch niemand" in Bezug auf die Trikot-Aktion war gemeint, dass es dazu kaum zwei Meinungen zu geben darf. Ich gehe mit, dass das total drüber war und hier auch Konsequenzen notwendig sind. Mein Problem ist, wie diese Aktion jetzt sinnbildhaft für alle Fehler und Schwächen innerhalb der aktiven Fanszene herhalten muss und einige hier nicht differenzieren können, dass eben auch sehr viel Gutes von Ultra-Seite kommt. Schwarz/weiß-Denken auf BILD-Niveau eben.
Zum Punkt Rassismus und Sexismus in der Kurve: Ich sage nicht, dass die Ultras Vorzeigedeutsche sind. Aber ich habe das selbst mitbekommen und das spiegelt sich auch in Aussagen von Freunden (aus Bremen, Rostock, Hamburg, ...), dass die Stimmung in der Coronazeit teils extreme Züge angekommen hat. Da ist von Affenlauten zu hören, übergriffigem Verhalten gegenüber weiblichen Fans, ich habe H*tlergrüße in Block T beobachtet. Das ist bei Hansa Rostock z.B. noch wesentlich krasser, aber auch unsere Fanszene hat eine rechtsradikale Geschichte und es waren nicht zuletzt die Ultras der Grund, warum sich Hertha Frösche & Co nicht mehr in der Ostkurve blicken lassen.
Und beim Thema Polizei verbitte ich mir, persönliche Erfahrungen sowie Studien ihren Wert abzusprechen, nur weil man vielleicht selbst (noch?) nichts abbekommen hat. Eingekesselt das Spiel verpasst habe ich alleine in Bremen schon drei Mal, Pfefferspray im Auge und blaue Flecke wie gesagt auch schon öfters, jedes Mal ohne selbst an einem Handgemenge oder ähnlichem teilgehabt zu haben.
Irgendwie werden hier auch gerade viele Dinge einfach vermischt. Aber was solls, Thema Bengalos: Das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik sorgt eigentlich NIE für Verletzte. Es ist natürlich was komplett anderes, wenn diese in Richtung der gegnerischen Fans geworfen wird, das hat am Wochenende aber auf keiner der beiden Seiten stattgefunden. An Silvester verkriechen sich doch auch nicht alle zu Hause, zumal Böller etc. viel gefährlicher sind. Ich verstehe sogar, wenn man da nicht in der Nähe stehen möchte. Aber da die Pyro ausschließlich im Umfeld der Ultras gezündet wurde, hatten die "normalen" Fans damit doch gar nichts zu tun.
Zum Punkt "Was bringt es dem Team, wenn in einem der 16 Nicht-Derbys bei Heimspielen "Scheiß Union" angestimmt wird?" (@bschuss) - da seid du und die Ultras euch doch einig. Die Heimspiele davor war die Szene doch gar nicht im Stadion und am Wochenende wurde fast ausschließlich für uns statt gegen Union gesungen. Das Problem an einem vereinzelten "Scheiß Union"-Sprechchor sehe ich allerdings trotzdem nicht.
Entweder zusammen den Abstieg verhindern oder gespalten absteigen. Das gilt nicht nur für Spieler und Ultras, sondern auch einige von euch.
Zum Punkt Rassismus und Sexismus in der Kurve: Ich sage nicht, dass die Ultras Vorzeigedeutsche sind. Aber ich habe das selbst mitbekommen und das spiegelt sich auch in Aussagen von Freunden (aus Bremen, Rostock, Hamburg, ...), dass die Stimmung in der Coronazeit teils extreme Züge angekommen hat. Da ist von Affenlauten zu hören, übergriffigem Verhalten gegenüber weiblichen Fans, ich habe H*tlergrüße in Block T beobachtet. Das ist bei Hansa Rostock z.B. noch wesentlich krasser, aber auch unsere Fanszene hat eine rechtsradikale Geschichte und es waren nicht zuletzt die Ultras der Grund, warum sich Hertha Frösche & Co nicht mehr in der Ostkurve blicken lassen.
Und beim Thema Polizei verbitte ich mir, persönliche Erfahrungen sowie Studien ihren Wert abzusprechen, nur weil man vielleicht selbst (noch?) nichts abbekommen hat. Eingekesselt das Spiel verpasst habe ich alleine in Bremen schon drei Mal, Pfefferspray im Auge und blaue Flecke wie gesagt auch schon öfters, jedes Mal ohne selbst an einem Handgemenge oder ähnlichem teilgehabt zu haben.
Irgendwie werden hier auch gerade viele Dinge einfach vermischt. Aber was solls, Thema Bengalos: Das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik sorgt eigentlich NIE für Verletzte. Es ist natürlich was komplett anderes, wenn diese in Richtung der gegnerischen Fans geworfen wird, das hat am Wochenende aber auf keiner der beiden Seiten stattgefunden. An Silvester verkriechen sich doch auch nicht alle zu Hause, zumal Böller etc. viel gefährlicher sind. Ich verstehe sogar, wenn man da nicht in der Nähe stehen möchte. Aber da die Pyro ausschließlich im Umfeld der Ultras gezündet wurde, hatten die "normalen" Fans damit doch gar nichts zu tun.
Zum Punkt "Was bringt es dem Team, wenn in einem der 16 Nicht-Derbys bei Heimspielen "Scheiß Union" angestimmt wird?" (@bschuss) - da seid du und die Ultras euch doch einig. Die Heimspiele davor war die Szene doch gar nicht im Stadion und am Wochenende wurde fast ausschließlich für uns statt gegen Union gesungen. Das Problem an einem vereinzelten "Scheiß Union"-Sprechchor sehe ich allerdings trotzdem nicht.
Entweder zusammen den Abstieg verhindern oder gespalten absteigen. Das gilt nicht nur für Spieler und Ultras, sondern auch einige von euch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MoritzHertha am 13.04.2022 um 13:54 Uhr bearbeitet
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