Hertha BSC Hertha BSC
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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#1551
10.04.2022 - 22:38 Uhr
Zitat von herthaforlife
Die Stellungnahme ist doch von gestern!!! Also wie hier ein User schon schrieb, tendenziell eher auf das Windhorst/ Gegenbauer Banner gerichtet.

Wo seht ihr denn hier einen Stellungnahme zur gestrigen Nachspielsituation? Nicht falsch verstehen, aber verstehe gerade die Zusammenhänge hier nicht???


In dem Originalpost wurde suggeriert das die Stellungnahme nach dem Spiel entstanden ist, wobei sie davor veröffentlicht wurde.
Fanszene |#1552
10.04.2022 - 23:00 Uhr
Zitat von CAPTAINstonie
Stellungnahme der Ultras/Harlekins

Die langen zwei Jahre der Corona-Pandemie haben uns leider keinen wirklichen Wandel bezüglich der sportlichen Situation unserer Hertha beschert. Sahen wir die Mannschaft im Frühjahr 2020 aufgrund fataler Defizite in der Defensive bedrohlich in Richtung der Abstiegsplätze schlittern, konnte die Saison nicht zuletzt dank einer starken Phase nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor leeren Rängen auf einem soliden 10. Tabellenplatz beendet werden. Mit dem Abstieg schien unsere Alte Dame also erstmal nichts zu tun zu haben.

In der nächsten Spielzeit sollte es dann erneut steil bergab gehen. Nachdem die gesamte Mannschaft sich am Ende für zwei Wochen in Quarantäne befand, wurde im Saisonendspurt durch den Einsatz von Pal Dardai und Zecke von sechs Spielen nur eines verloren und unsere Hertha beendete die Spielzeit auf Platz 14 mit zwei Punkte Abstand auf den Relegationsplatz.

Und auch in dieser Saison steht unsere Hertha zum dritten Mal in Folge unten drin. Nach der 1:2-Niederlage in der letzten Woche in Leverkusen sind wir wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Sportlich ging es also alles andere als voran in den letzten Jahren und auch darüber hinaus gibt es so einiges an Unruhe um unsere Hertha. Unser Verein macht sich öffentlich zum Gespött. Hertha BSC nimmt inzwischen bei der Kommerzialisierung unseres Sports eine tragende Rolle ein. Die sportliche Situation führt zu einer ungebremsten Fortführung des Trainerverschleißes und auch in der Führungsebene herrscht ständig Fluktuation. Hertha BSC ist leider das absolute Gegenteil von Konstanz und Ruhe. Erschwerend kommen die immer aggressiveren Töne des Investors hinzu, dessen Machtabsichten immer offener zutage treten.

Der Einstieg von Lars Windhorst im Sommer 2019 stellte für uns eine Hiobsbotschaft dar. Er investierte bis heute insgesamt knapp 375 Millionen Euro in unsere Alte Dame und sicherte sich somit ein stattliches Stück der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA, also der ausgegliederten Profifußball-Abteilung. Wie wir es von der Berliner Presselandschaft gewohnt sind, wurde schnell von einem Angriff aufs internationale Geschäft fabuliert. Dieser Quatsch wurde von Lars Windhorst auch kräftig mit befeuert, obwohl die Realität spätestens in der Winterpause 19/20 ganz klar Abstiegskampf bedeutete. Dass Hertha trotz dieses Investments aufgrund von sowohl Fehlinvestitionen als auch Altlasten nach wie vor in einer ganz anderen finanziellen Liga spielte als wirklich große Klubs, wurde gekonnt ausgeklammert.

Es wurde von Anfang an eine strikte Trennung propagiert. Lars Windhorst investiere lediglich das Geld, in das sportliche Geschäft werde er sich hingegen nicht einmischen. Dass dem nicht so sein werde, zeigte sich sehr schnell. Schon nach nicht einmal einem halben Jahr wurde mit Jürgen Klinsmann ein enger Vertrauter des Investors auf den Trainerposten berufen. Jürgen Klinsmann hatte außer seinem Namen kaum etwas zu bieten. Unsere Hertha geriet nach dem Jahreswechsel in einen Abwärtsstrudel und nach nicht einmal drei Monaten verabschiedete sich Klinsmann via Social Media von Hertha BSC. Offensichtlich forderte er weitreichende Befugnisse für sich als Trainer, womit ein Vertrauter des Investors im sportlichen Bereich allmächtig gewesen wäre.

Mit den Millionen, die Lars Windhorst bereitgestellt hatte, wurde auf dem Transfermarkt mächtig um sich geworfen und jegliche finanzielle Disziplin, die Hertha BSC lange Zeit ausgezeichnet hatte, vollkommen vergessen. Stattdessen genossen die Verantwortlichen scheinbar den vermeintlichen Glanz neuer Rekordablösesummen und neuer Rekordgehälter. Auf ein Konzept hatte in der Kaderplanung offenbar keiner geachtet und so ging die sportliche Entwicklungskurve trotz enormer Investitionen weiterhin nur in eine Richtung: Nach unten! Denn der teuer zusammengebastelte Kader hatte nach wie vor viele Schwachstellen. Fehlende Führungsspieler wurden als ein Problem für den sportlichen Niedergang ebenso verantwortlich gemacht wie zu starke Umbrüche aufgrund zu vieler Wechsel in jeder Transferperiode – was die Verantwortlichen jedoch nicht davon abhielt weiterhin munter in jeder Transferperiode riesige Kaderumbrüche stattfinden zu lassen. Wie sich so eine eingespielte Mannschaft finden soll, ist fraglich.

Von den hunderten Millionen investierten Euro ist heute wohl nur noch wenig übrig. Teure Fehleinkäufe, neue Rekordgehälter standen auf der einen Seite. Auf der anderen stand die Corona-Pandemie, die aufgrund von Zuschauerbeschränkungen im Rahmen von Geisterspielen oder einer Maximalauslastung des Olympiastadions mit 25.000 Zuschauern ebenso Löcher in die Kassen spülte. Während deutschlandweit gelockert wurde und Spiele teilweise schon wieder vor recht vollen Stadien ausgetragen wurden, wollte das Land Berlin offensichtlich zu den restriktivsten Bundesländern gehören und hielt beinahe die gesamte Zeit eine Kapazitätsbeschränkung von zunächst 3.000 Anwesenden und später 25.000 Zuschauern aufrecht. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Stadien in Berlin war Hertha BSC hiervon deutlich stärker betroffen als andere Fußballvereine. Hertha zahlte also die teure Stadionmiete für das landeseigene Olympiastadion und konnte das Stadion zeitgleich nicht mal annähernd füllen. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass diese Wettbewerbsverzerrung Hertha BSC getroffen hat. Dies soll aber keinesfalls davon ablenken, dass die Hauptschuld für die Entwicklung bei den Verantwortlichen von Hertha BSC sowie in der Entscheidung der Partnerschaft mit einem unseriösen Investor zu suchen ist. Trotz der investierten Summe hat Hertha BSC es vollbracht, durch mangelnde finanzielle Disziplin, Größenwahn und eine katastrophale Kaderplanung so angeschlagen zu sein, dass der Verein staatliche Corona-Hilfen in Höhe von 7 Millionen Euro bewilligt bekam. Eine Bittstellerposition die auf vergangenen Mitgliedersammlungen noch zurückgewiesen wurde.

Diese finanzielle Notsituation wird vom Investor nun schamlos ausgenutzt, um vereinspolitisch Druck auszuüben. Dass Lars Windhorst sich nicht aus den sportlichen Belangen heraushält, war spätestens nach dem Intermezzo mit Jürgen Klinsmann klar. Dazu ist er seit Beginn seines Investments ständig medial präsent und setzt Ziele wie das Erreichen der Champions League, während die Profifußballer von Hertha BSC gegen den Abstieg kämpfen. Lars Windhorst hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass es ihm um Macht in unserem Verein geht. Öffentlichkeitswirksam hat er sich nun mit dem Präsidenten Werner Gegenbauer überworfen und bekanntgegeben, dass er von der Mitgliederversammlung des Hertha BSC e.V. dessen Abwahl einfordert. Wenn ein Handlanger von Lars Windhorst neuer Präsident wird, dann ist er bereit, weitere Millionen in Hertha BSC zu investieren. Und dann kommt auch der große Erfolg – ganz sicher.

Werner Gegenbauer wiederum ist seit einer gefühlten Ewigkeit Präsident des e.V.. Er hat es in all den Jahren nicht vollbracht, dass Hertha BSC in Berlin in irgendeiner Form positiv wahrgenommen wird. Es ist ihm als oberstem Vertreter unserer Hertha in mehreren Jahren nicht gelungen, eine Lösung für die Standortfrage bezüglich des Neubaus eines Herthastadions zu erreichen. Das Tischtuch zwischen Hertha BSC und der Berliner Landespolitik, von der Hertha BSC für den Bau auf einer öffentlichen Fläche dummerweise abhängig ist, war stattdessen nach der einseitigen und unabgesprochenen Veröffentlichung des Vorhabens von Hertha BSC, bis zum 25. Juli 2025 ein eigenes Stadion im Olympiapark zu bauen, komplett zerschnitten. Jegliche Fortschritte im Hinblick auf eine Einigung auf einen Standort sind daher zuallererst der ehrenamtlichen Netzwerkarbeit von Herthafans der Initiative Blau Weißes Stadion zu verdanken. Diese mussten in einem langwierigen Prozess Politik und Hertha überhaupt erst wieder an einen Tisch bringen.

Gegenbauer hat über Jahre hinweg, trotz zweier Abstiege und trotz des sportlichen Niedergangs der letzten Jahre, bis zum letzten Moment sein persönliches Schicksal als Präsident mit dem Schicksal unseres langjährigen Geschäftsführers Sport Michael Preetz verknüpft und nicht nur deshalb eben jene Entwicklung mitzuverantworten. Preetz war – unbeschadet seiner Errungenschaften für Hertha BSC als Spieler – als Geschäftsführer Sport vollkommen ungeeignet, wie ein Blick auf die Bilanz unserer Hertha während seiner Amtszeit zeigt. Auch über die sportliche Situation hinaus schaffte es der Verein unter der Führung von Gegenbauer nicht in ruhige Gewässer und war viel zu häufig Spielball der Berliner Journaille bzw. ließ sich von dieser treiben. Dabei rissen die Vorwürfe der Machtklüngelei unter seiner Führung nicht ab. Das Vereinsleben fand immer weniger statt. Zählbare Erfolge gab es weder auf noch neben dem Platz zu vermelden. Die wachsende Unzufriedenheit mit Präsident Gegenbauer zeigte sich nicht zuletzt in seinem verheerenden letzten Wahlergebnis im Herbst 2020, als er ohne Gegenkandidaten nur knapp über 50% der Stimmen der Mitglieder erhalten konnte.

Nun steht im Mai die nächste Mitgliederversammlung an. Ein Weiter so kann es bei Hertha BSC unseres Erachtens nach nicht geben. Deshalb ist für uns als Harlekins Berlin ’98 klar, dass es einen umfassenden Erneuerungsprozess im Verein geben muss – angefangen an der Spitze. Gleichzeitig lassen wir uns nicht von einem Investor vor den Karren spannen, der als letztes die Interessen unserer Hertha, sondern lediglich die möglichst hoher wirtschaftlicher Kennzahlen, sowie andere persönliche Interessen wie Imagepflege verfolgt. Für einen sinnvollen Kurswechsel bei Hertha BSC sind daher zwei Forderungen essentiell:

Windhorst und Gegenbauer raus!

Nur so kann der Grundstein für eine Entwicklung im Verein gelegt werden, die am Ende dazu führt, dass wir uns alle wieder mit unserer Hertha identifizieren können. Die personellen Veränderungen sind jedoch für uns nur der notwendige Anfang. Viel zu häufig sahen wir uns in den letzten Jahren gezwungen gegen die Vereinsführung in welcher Form auch immer zu protestieren. Eine Vielzahl von Problemen beutelte unseren Verein auch schon vor dem Einstieg des Investors. Diese nun noch einmal alle aufzulisten sparen wir uns, allerdings ist für uns klar, in welche Richtung sich unser Verein entwickeln muss.

Hertha BSC muss es endlich schaffen, nicht nur junge Spieler hervorragend auszubilden, sondern diese auch langfristig an den Verein zu binden. Wichtig ist hierbei auch neben der immer wieder zu Recht gelobten sportlichen Ausbildung die Bildung der Persönlichkeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Social Media mag eine Realität heutzutage sein, es ist jedoch nicht die Wirklichkeit. Sein statt Schein und das Fokussieren auf Wertevermittlung anstatt auf Selbstdarstellung sollten im Vordergrund stehen.

Hierfür müssten jedoch sämtliche Angestellte des Vereins nach diesem Credo handeln. Denn auch in der Außendarstellung und der Führungsebene ist das tugendhafte, ruhige Arbeiten ein hehres Ziel, dass es endlich zu erreichen gilt. Hertha BSC ist der bedeutendste Verein, den diese Stadt hervorgebracht hat. Als solcher sollte er zwar selbst-, aber eben auch verantwortungsbewusst agieren – sowohl im Umgang mit der Stadt, als auch mit seinen Partnern. Traditionspflege und eine gesunde Zukunftsvision ohne Start-Up-Image und Zugezogenen-Fokus sollten mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Zu den Themen Verwurzelung in der Stadt und Bindung an den Verein haben wir uns an anderer Stelle bereits umfassend geäußert. Zur Wahrheit gehört hier aber auch, dass gerade für letztere eine ansprechend und anständig auftretende Mannschaft für viele Menschen von Bedeutung ist. „Ansprechend“ ist hierbei nicht zu verwechseln mit den Wunschträumen mancher Fantasten, in zwei Jahren um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Es bedeutet vielmehr, dass wir uns eine Mannschaft wünschen, die eine klare Spielphilosophie besitzt und traditionelle Werte wie Kampfgeist, Aufopferungsbereitschaft und den unbedingten Willen, als Gemeinschaft selbst gesteckte Ziele zu erreichen, vertritt. Darüber hinaus ist der Respekt vor denjenigen, die diese Werte bereits vorleben – uns Fans – elementar.

Eine solche Mannschaft und eine entsprechende sportliche Entwicklung können jedoch denklogisch nur das Ergebnis entsprechend im Verein vorgelebter Werte sein. Hierfür ist es unabdingbar, dass eine grundlegende Erneuerung angestoßen und umgesetzt wird, damit die verschiedensten Klüngeleien und Machtspielchen endlich ein Ende haben und unser Verein wieder zu alter Größe zurückfindet.

Harlekins Berlin ’98 im April 2022

Auweia augen-zuhaltenaugen-zuhaltenaugen-zuhalten

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Fanszene |#1553
10.04.2022 - 23:21 Uhr
Zitat von StephanK
Zitat von tLK1990

Zitat von Pottinho

Zitat von tLK1990

Zitat von Vino_Vegeta

Zitat von TheSinner

Zitat von Vino_Vegeta

Was ne lächerliche Aktion, auch einfach unglaublich dass sich die Spieler darauf einlassen.
Da steht so eine Fettwampst vor dir der kaum den Weg von der Couch zum Kühlschrank schafft und dir sagt dass du dir nicht den Hintern aufreisst und es nicht wert bist das Trikot zu tragen. Den würde ich auslachen.


Natürlich würdest du Ihn auslachen. Ultras kommen ja auch immer alleine und nie zu Hunderten, außerdem sind sie absolut ungefährlich, siehe Schalke, Sporting Lissabon oder Marseillle. augen-zuhalten

Die Spieler sind Menschen und kennen denke ich, den ein oder anderen Vorfall aus der Fußballwelt und bevor meine Gesundheit und Familie gefährdet wird, würde ich in diesem Moment auch deeskalierend wirken, statt den harten zu markieren. Aber hier anonym im Forum, natürlich absolut glaubwürdig und einfach zu sagen von dir.


Um das geht es doch gar nicht, was das Ganze jetzt mit mir zu tun hat erschließt sich mir auch nicht unbedingt.
Durch die Aktion dürfte das Team wirklich maximal verunsichert sein. Sowas darf ein Verein mMn nicht zulassen. Verstehe auch nicht wo die Security bzw. Polizei da war. Mir hat der Spieler welcher anschließend das Interview dazu gegeben hat wirklich leid getan.

Ich verstehe echt nicht was an dieser Aktion so schlimm sein soll?
Ein Fußballtrikot ist nun mal etwas, was man mit Stolz trägt. Es repräsentiert etwas. So lange da gestern nicht Gewalt angewandt wurde oder man verbal übertrieben hat sehe ich da überhaupt kein Problem.
Sich dann als Bobic hinzustellen und das auch noch zu kritisieren finde ich sogar echt arm.
Ich hätte es sogar toll gefunden und es hätte mich einen Stück versöhnt mit der Leistung gestern, wenn die Spieler das Trikot von sich aus abgelegt hätten mit der Überschrift:"Wir haben das Trikot nicht verdient, aber wir geben in den letzten Spielen alles um es uns wieder zu verdienen.".
Denn ganz plump gesagt, auch wenn man es tausend mal schon gehört hat....die Spieler verdienen nun mal Millionen! Die haben nach ihrer Karriere ausgesorgt, während wir bis zum Tode ackern. Wir sind aber die, die bei Wind und Wetter selbst in Liga 4 da stehen, während ein Tousart sein Goldsteak isst und gar nicht mehr weiß was Hertha ist. Sind wir menschlich deshalb was besseres? Nein. Darf man deshalb andere Menschen verletzen? Nein, weder körperlich noch verbal. ABER man darf gewisse Werte vertreten und diese auch durch solche Aktionen zum Ausdruck bringen.

Ich denke zwar auch, dass die Aktion die Spieler weiter verunsichert, aber mir ist das persönlich ziemlich egal. Ich habe mit der Mannschaft und den Verantwortlichen abgeschlossen. Der Abstieg ist für mich sicher, denn selbst die Relegation würde eben diesen bedeuten, weil Hertha große Spiele nicht drauf hat, das wäre nur unnötige Hoffnung und am Ende größerer Schmerz.

Sinnbildlich waren gestern mein Sohn und sein Cousin im Stadion. Der eine schlief in der ersten Halbzeit ein, der andere fragte wieso Hertha immer verliert und ob wir nicht lieber zu Union gehen können.


Also zu diesem Weltbild fällt mir gar nichts mehr ein. Die Fans ärgern sich über einen Boyata, weil er nicht in die Kurve geht, "zwingen" aber die Spieler, die in die Kurve gehen dazu ihre Trikots auszuziehen? Und das ist nicht so schlimm?
In 100 Jahren hätte ich mein Trikot in dieser Situation nicht ausgezogen. Und als junger Spieler wie Gechter würde ich mich in dieser Situation auch fragen, ob es noch Sinn macht, meine Karriere bei diesem Verein fortzusetzen, der mich zwingt auszuziehen.

Du sagst, man darf Spieler nicht körperlich und verbal verletzten. Richtig, aber was ist mit seelisch? Das war demütigend und hätte in mir als Spieler etwas zum negativen bewegt. Zumindest würde ich auch nicht mehr in die Kurve gehen für den Rest der Saison.

Und ja die verdienen Mios und wir nicht. Kann man da Einsatz erwarten? Ja. Bist du selbst schuld und ist es intelligent dein sauer verdientes Geld in einen erfolglosen Verein zu stecken (No Offence, als Schalker geht es mir nicht anders)?Kannst du selbst beantworten.

Nein der Verein gehört weder den Fans noch den Ultras. Nur führen die sich so auf als würde ihnen die Welt gehören.

Ab jetzt würde ich als Spieler gar nicht mehr in die Kurve gehen, sollen sie doch rumnörgeln. Aber so viel Stolz sollten die Spieler haben, sich aus diesen Gründen nicht auszuziehen.

Ich vertrete das Weltbild, dass Fußballspieler nicht über allem stehen und genau so Arbeitnehmer sind wie alle anderen. Das sind keine Stars, denen ich hinterher rennen muss und sie anhimmel, nur weil sie Fußball spielen. Wenn mein Kollege so eine Leistung bringt sage ich ihm auch er soll seine Arbeit niederlegen. Symbolisch könnte ich ihm dann sagen er soll den Hammer, die Zange, den Kugelschreiber oder was auch immer niederlegen, weil er eine Schande für alle Handwerker, Büroleute oder sonst was ist. Wo ist das Problem?
Als Führungskraft verletze ich wöchentlich Menschen seelisch. Ich bringe jeden Monat Leute zum weinen, dafür braucht es mitunter nicht viel, bei einigen Kollegen reicht es schon wenn man sie kritisiert. Mir kamen sogar selber mal die Tränen als mein Chef mich rund machte. Nahm da einer Rücksicht und sagte:"Halt stop, wir sind alle Menschen und dürfen scheiße bauen ohne Ende und ohne Konsequenz."?
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und Fußballer betrifft das mehr als alle anderen. Wer da nicht verkraften kann von Fans ausgepfiffen zu werden oder sein Trikot niederzulegen, der sollte auswandern und irgendwo im Wald mit Huhn, Schwein und Kornfeld sein Ding machen.

Wie gesagt verachte ich Gewalt, auch verbaler Natur. Würde aber mein Sohn oder meine Tochter zu mir kommen und mir sagen er hat ein Haus zum Einsturz gebracht und sein Chef hat ihn deshalb zur Sau gemacht, dann wäre ich nicht schockiert, so lange er nicht ausfallend wurde.

Aber wenn ich mir die neuen Generationen so angucke und die allgemeine Meinung hier, dann wundert mich nicht mehr wieso die Azubis nach einem lauten Gespräch kündigen. Auf der Welt fühlt sich doch direkt jeder angegangen wenn man nur schief guckt oder nicht korrekt gendert.

Ich betone zuletzt nochmal, ich heisse das gestern nicht gut, weil es über die Grenzen gegangen ist und ich glaube da sind auch Worte gefallen, die nicht gehen. ABER: Wenn ich als treuer Anhänger, der viel Geld ausgibt und Zeit investiert für den Verein, 20 Jahre dabei ist und nie negativ auffiel, den Jungs unten sage sie tragen das Trikot anscheinend nicht mit Stolz und Leidenschaft und sie sollen das besser ausziehen, dann ist das doch nachvollziehbar. Das würde ich schlieslich auch tun wenn jemand mit Herthatrikot bei jedem Union Tor jubelt wie ein Irrer.



Edit: Wisst ihr übrigens was wirklich deeskalierend wirken würde? Was die Fans wirklich milde stimmen würde und das Ruder emotional rumgerissen hätte?
Wenn sich die Spieler vor die Kurbe gestellt hätte, einer das Mikro nimmt und folgendes verkündet:"Es tut uns Leid. Wir wissen wir enttäuschen euch seit Monaten, aber wir werden alles geben das Ruder rumzureissen. Es wird schwierig und vielleicht gehen wir runter in Liga 2, aber selbst dann stehen wir zusammen und werden alles geben wieder stärker zurück zu kommen." Ein paar Sätze und ich wette das würde Schlagzeilen machen und die Leute zusammen bringen. Wenn aber der Kapitän erneut nach Abpfiff in die Kabine verschwindet frage ich mich ist das nicht das schlimmere Signal verglichen mit der Forderung ein Trikot abzulegen?

Sorry, aber du schreibst bei diesem Thema einen Schwachsinn, wie auch schon beim Trainings"besuch" der Ultras.
Du bringst Vergleiche aus einem klaren hierarchischen Überordnungsverhältnis. Also entweder vergleichst du Äpfel mit Birnen oder siehst die Ultras als Vorgesetzte der Spieler.
Und wenn du einem Kollegen sagst, er soll die Arbeit niederlegen, rollt dieser vermutlich auch nur mit den Augen, weil du dem nichts zu sagen hast. Mit der Einstellung will wohl kaum jemand dich als Kollege oder Vorgesetzten haben. Wenn du ernsthaft wöchentlich Leute seelisch verletzt und monatlich zum weinen bringst, solltest du deine Autorität mal hinterfragen. Gute Vorgesetzte müssen eigentlich nie lauter werden. Passend dazu sagte letzte Woche ein Dozent bei einer Fortbildung, dass ein Vorsitzender eines Bauverbandes meinte, dass junge Leute erstmal "Scheiße fressen müssen". Das ist sicherlich ganz in deinem Sinne, aber es führt in der Konsequenz dazu, dass es einen Fachkräftemangel gibt. Welcher junge Arbeitnehmer tut sich das an, wenn sich andere Branchen alle Finger nach guten Leuten lecken? Gute Arbeitnehmer tun sich auf Dauer keine schlechten Arbeitgeber und Vorgesetzte an. Da sollte man sich bei Problemen mal eher selbst hinterfragen, weshalb die Leute etwas nicht auf die Kette bekommen, aber das ist wohl eher was für "Talk".
Ich vertrete das Weltbild, dass Ultras nicht über den Dingen (Gesetz, andere Fans, Verein, Mannschaft etc.) stehen. Und gerade jetzt, muss man zusammenhalten bis zum Ende der Saison. Jetzt kommen die wichtigen Wochen, wo wir punkten müssen. Wer seinen Frust über Niederlagen nicht verkraften kann, der sollten einen Fußballstadion eben fern bleiben. Solche Erfolgsfans braucht keiner, die toll feiern, wenn man gewinnt und durchdrehen, wenn man verliert.
Im "Derby der Fans" haben die gleichen Leute übrigens mindestens genauso kläglich versagt, wie die Spieler.
Es zeigt sich jetzt wieder alles, was man die letzten beiden Jahre im Fußball nie vermisst hat. "Es war nicht alles schlecht" während der Pandemie...

Also laut deiner Meinung ist Felix Magath ein Versager? Denn wenn jemand autoritär unterwegs ist, dann ja wohl er. Er hat ja auch keine Erfolge bisher gefeiert.....stimmt, mit Hertha nicht.
Nur um das klar zu stellen. Ich bin ein sehr freundlicher Vorgesetzter und das mit "ich bringe monatlich jemanden zum weinen" war nicht auf meine angeblich widerliche Art bezogen, sondern darauf, dass wir als Gesellschaft zu verweichlicht sind. Ich und meine Kollegen aus der Führungsetage sind sehr beliebt bei allen Kollegen, besonders ich strahle laut denen immer eine Besonnenheit und Ruhe aus und werde nie laut. Aber als Führungskraft MUSS man auch mal laut werden wenn jemand am Rad dreht und man vorher alles probiert hat, schließlich muss man Leute führen und nicht Freunde finden.
Natürlich ist mir auch klar, dass man als Fan dem Team nicht weisungsbefugt ist. Aber da man als Fan mit dem gesamten Staff eine Art Gemeinschaft bildet, darf man seinen Unmut äußern. Pfeifen darf man ja auch im Stadion oder findest du das auch furchtbar und musst mich deshalb diffarmieren? Erst Recht wenn man zahlender Kunde ist, sollte man das Recht haben Kritik zu üben. Denn im Gegensatz zu manchen anderen hier, welche meinen "als Kunde hat man kein Recht auf Kritik", bin ich fest der Meinung, man habe GERADE als Kunde Recht sich zu äußern. Denn ohne Kunden gibt es keinen Umsatz und ohne Umsatz keine Jobs. Im aktuellen Fußball sind wir Fans im Stadion irrelevant geworden, aber würden nun alle Kunden, also Fans, kein Fußballspiel mehr schauen, wären die Spieler mit einem Augenblick arbeitslos.

Mir geht es bei der Diskussion auch überhaupt nicht darum ob hier irgendwer einem anderen was befehlen darf oder nicht, sondern lediglich darum ob die Trikotaktion legitim und annehmbar war oder nicht. Und sie war es definitiv. Um das nochmals verständlicher und alltagstauglicher zu machen nehme ich ein Beispiel:

Ein Kassierer sitzt an der Kasse und spielt wiederholt mit seinem Handy.
A: Der Vorgesetzte zitiert ihn ins Büro und legt ihm nahe seine Arbeit niederzulegen und zu kündigen.
B: Ein Kollege spricht ihn drauf an und legt ihm nahe sich einen anderen Job zu suchen.
C: Ein Kunde wartet in der Schlange und sagt er solle sich einen anderen Job suchen.

Wieso soll den einer der Personen sich nicht äusern dürfen? Wenn ich ins Theater gehe kann ich doch auch "Buuuh" rufen wenn die Schauspieler in der Ecke liegen und schlafen. Oder wenn der Formel 1 Fahrer rückwärts fährt ihm sagen er soll das Auto hinstellen und seinen Helm abgeben.

Das einzige was wirklich nicht geht ist die Gewalt in den Szenen. Wie da manche an deren Trikot zupften etc, das war natürlich zu viel und verbal war das auch nicht im Rahmen.
Fanszene |#1554
10.04.2022 - 23:35 Uhr
Zitat von Der-Neue
Zitat von CAPTAINstonie

Stellungnahme der Ultras/Harlekins

Die langen zwei Jahre der Corona-Pandemie haben uns leider keinen wirklichen Wandel bezüglich der sportlichen Situation unserer Hertha beschert. Sahen wir die Mannschaft im Frühjahr 2020 aufgrund fataler Defizite in der Defensive bedrohlich in Richtung der Abstiegsplätze schlittern, konnte die Saison nicht zuletzt dank einer starken Phase nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor leeren Rängen auf einem soliden 10. Tabellenplatz beendet werden. Mit dem Abstieg schien unsere Alte Dame also erstmal nichts zu tun zu haben.

In der nächsten Spielzeit sollte es dann erneut steil bergab gehen. Nachdem die gesamte Mannschaft sich am Ende für zwei Wochen in Quarantäne befand, wurde im Saisonendspurt durch den Einsatz von Pal Dardai und Zecke von sechs Spielen nur eines verloren und unsere Hertha beendete die Spielzeit auf Platz 14 mit zwei Punkte Abstand auf den Relegationsplatz.

Und auch in dieser Saison steht unsere Hertha zum dritten Mal in Folge unten drin. Nach der 1:2-Niederlage in der letzten Woche in Leverkusen sind wir wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Sportlich ging es also alles andere als voran in den letzten Jahren und auch darüber hinaus gibt es so einiges an Unruhe um unsere Hertha. Unser Verein macht sich öffentlich zum Gespött. Hertha BSC nimmt inzwischen bei der Kommerzialisierung unseres Sports eine tragende Rolle ein. Die sportliche Situation führt zu einer ungebremsten Fortführung des Trainerverschleißes und auch in der Führungsebene herrscht ständig Fluktuation. Hertha BSC ist leider das absolute Gegenteil von Konstanz und Ruhe. Erschwerend kommen die immer aggressiveren Töne des Investors hinzu, dessen Machtabsichten immer offener zutage treten.

Der Einstieg von Lars Windhorst im Sommer 2019 stellte für uns eine Hiobsbotschaft dar. Er investierte bis heute insgesamt knapp 375 Millionen Euro in unsere Alte Dame und sicherte sich somit ein stattliches Stück der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA, also der ausgegliederten Profifußball-Abteilung. Wie wir es von der Berliner Presselandschaft gewohnt sind, wurde schnell von einem Angriff aufs internationale Geschäft fabuliert. Dieser Quatsch wurde von Lars Windhorst auch kräftig mit befeuert, obwohl die Realität spätestens in der Winterpause 19/20 ganz klar Abstiegskampf bedeutete. Dass Hertha trotz dieses Investments aufgrund von sowohl Fehlinvestitionen als auch Altlasten nach wie vor in einer ganz anderen finanziellen Liga spielte als wirklich große Klubs, wurde gekonnt ausgeklammert.

Es wurde von Anfang an eine strikte Trennung propagiert. Lars Windhorst investiere lediglich das Geld, in das sportliche Geschäft werde er sich hingegen nicht einmischen. Dass dem nicht so sein werde, zeigte sich sehr schnell. Schon nach nicht einmal einem halben Jahr wurde mit Jürgen Klinsmann ein enger Vertrauter des Investors auf den Trainerposten berufen. Jürgen Klinsmann hatte außer seinem Namen kaum etwas zu bieten. Unsere Hertha geriet nach dem Jahreswechsel in einen Abwärtsstrudel und nach nicht einmal drei Monaten verabschiedete sich Klinsmann via Social Media von Hertha BSC. Offensichtlich forderte er weitreichende Befugnisse für sich als Trainer, womit ein Vertrauter des Investors im sportlichen Bereich allmächtig gewesen wäre.

Mit den Millionen, die Lars Windhorst bereitgestellt hatte, wurde auf dem Transfermarkt mächtig um sich geworfen und jegliche finanzielle Disziplin, die Hertha BSC lange Zeit ausgezeichnet hatte, vollkommen vergessen. Stattdessen genossen die Verantwortlichen scheinbar den vermeintlichen Glanz neuer Rekordablösesummen und neuer Rekordgehälter. Auf ein Konzept hatte in der Kaderplanung offenbar keiner geachtet und so ging die sportliche Entwicklungskurve trotz enormer Investitionen weiterhin nur in eine Richtung: Nach unten! Denn der teuer zusammengebastelte Kader hatte nach wie vor viele Schwachstellen. Fehlende Führungsspieler wurden als ein Problem für den sportlichen Niedergang ebenso verantwortlich gemacht wie zu starke Umbrüche aufgrund zu vieler Wechsel in jeder Transferperiode – was die Verantwortlichen jedoch nicht davon abhielt weiterhin munter in jeder Transferperiode riesige Kaderumbrüche stattfinden zu lassen. Wie sich so eine eingespielte Mannschaft finden soll, ist fraglich.

Von den hunderten Millionen investierten Euro ist heute wohl nur noch wenig übrig. Teure Fehleinkäufe, neue Rekordgehälter standen auf der einen Seite. Auf der anderen stand die Corona-Pandemie, die aufgrund von Zuschauerbeschränkungen im Rahmen von Geisterspielen oder einer Maximalauslastung des Olympiastadions mit 25.000 Zuschauern ebenso Löcher in die Kassen spülte. Während deutschlandweit gelockert wurde und Spiele teilweise schon wieder vor recht vollen Stadien ausgetragen wurden, wollte das Land Berlin offensichtlich zu den restriktivsten Bundesländern gehören und hielt beinahe die gesamte Zeit eine Kapazitätsbeschränkung von zunächst 3.000 Anwesenden und später 25.000 Zuschauern aufrecht. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Stadien in Berlin war Hertha BSC hiervon deutlich stärker betroffen als andere Fußballvereine. Hertha zahlte also die teure Stadionmiete für das landeseigene Olympiastadion und konnte das Stadion zeitgleich nicht mal annähernd füllen. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass diese Wettbewerbsverzerrung Hertha BSC getroffen hat. Dies soll aber keinesfalls davon ablenken, dass die Hauptschuld für die Entwicklung bei den Verantwortlichen von Hertha BSC sowie in der Entscheidung der Partnerschaft mit einem unseriösen Investor zu suchen ist. Trotz der investierten Summe hat Hertha BSC es vollbracht, durch mangelnde finanzielle Disziplin, Größenwahn und eine katastrophale Kaderplanung so angeschlagen zu sein, dass der Verein staatliche Corona-Hilfen in Höhe von 7 Millionen Euro bewilligt bekam. Eine Bittstellerposition die auf vergangenen Mitgliedersammlungen noch zurückgewiesen wurde.

Diese finanzielle Notsituation wird vom Investor nun schamlos ausgenutzt, um vereinspolitisch Druck auszuüben. Dass Lars Windhorst sich nicht aus den sportlichen Belangen heraushält, war spätestens nach dem Intermezzo mit Jürgen Klinsmann klar. Dazu ist er seit Beginn seines Investments ständig medial präsent und setzt Ziele wie das Erreichen der Champions League, während die Profifußballer von Hertha BSC gegen den Abstieg kämpfen. Lars Windhorst hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass es ihm um Macht in unserem Verein geht. Öffentlichkeitswirksam hat er sich nun mit dem Präsidenten Werner Gegenbauer überworfen und bekanntgegeben, dass er von der Mitgliederversammlung des Hertha BSC e.V. dessen Abwahl einfordert. Wenn ein Handlanger von Lars Windhorst neuer Präsident wird, dann ist er bereit, weitere Millionen in Hertha BSC zu investieren. Und dann kommt auch der große Erfolg – ganz sicher.

Werner Gegenbauer wiederum ist seit einer gefühlten Ewigkeit Präsident des e.V.. Er hat es in all den Jahren nicht vollbracht, dass Hertha BSC in Berlin in irgendeiner Form positiv wahrgenommen wird. Es ist ihm als oberstem Vertreter unserer Hertha in mehreren Jahren nicht gelungen, eine Lösung für die Standortfrage bezüglich des Neubaus eines Herthastadions zu erreichen. Das Tischtuch zwischen Hertha BSC und der Berliner Landespolitik, von der Hertha BSC für den Bau auf einer öffentlichen Fläche dummerweise abhängig ist, war stattdessen nach der einseitigen und unabgesprochenen Veröffentlichung des Vorhabens von Hertha BSC, bis zum 25. Juli 2025 ein eigenes Stadion im Olympiapark zu bauen, komplett zerschnitten. Jegliche Fortschritte im Hinblick auf eine Einigung auf einen Standort sind daher zuallererst der ehrenamtlichen Netzwerkarbeit von Herthafans der Initiative Blau Weißes Stadion zu verdanken. Diese mussten in einem langwierigen Prozess Politik und Hertha überhaupt erst wieder an einen Tisch bringen.

Gegenbauer hat über Jahre hinweg, trotz zweier Abstiege und trotz des sportlichen Niedergangs der letzten Jahre, bis zum letzten Moment sein persönliches Schicksal als Präsident mit dem Schicksal unseres langjährigen Geschäftsführers Sport Michael Preetz verknüpft und nicht nur deshalb eben jene Entwicklung mitzuverantworten. Preetz war – unbeschadet seiner Errungenschaften für Hertha BSC als Spieler – als Geschäftsführer Sport vollkommen ungeeignet, wie ein Blick auf die Bilanz unserer Hertha während seiner Amtszeit zeigt. Auch über die sportliche Situation hinaus schaffte es der Verein unter der Führung von Gegenbauer nicht in ruhige Gewässer und war viel zu häufig Spielball der Berliner Journaille bzw. ließ sich von dieser treiben. Dabei rissen die Vorwürfe der Machtklüngelei unter seiner Führung nicht ab. Das Vereinsleben fand immer weniger statt. Zählbare Erfolge gab es weder auf noch neben dem Platz zu vermelden. Die wachsende Unzufriedenheit mit Präsident Gegenbauer zeigte sich nicht zuletzt in seinem verheerenden letzten Wahlergebnis im Herbst 2020, als er ohne Gegenkandidaten nur knapp über 50% der Stimmen der Mitglieder erhalten konnte.

Nun steht im Mai die nächste Mitgliederversammlung an. Ein Weiter so kann es bei Hertha BSC unseres Erachtens nach nicht geben. Deshalb ist für uns als Harlekins Berlin ’98 klar, dass es einen umfassenden Erneuerungsprozess im Verein geben muss – angefangen an der Spitze. Gleichzeitig lassen wir uns nicht von einem Investor vor den Karren spannen, der als letztes die Interessen unserer Hertha, sondern lediglich die möglichst hoher wirtschaftlicher Kennzahlen, sowie andere persönliche Interessen wie Imagepflege verfolgt. Für einen sinnvollen Kurswechsel bei Hertha BSC sind daher zwei Forderungen essentiell:

Windhorst und Gegenbauer raus!

Nur so kann der Grundstein für eine Entwicklung im Verein gelegt werden, die am Ende dazu führt, dass wir uns alle wieder mit unserer Hertha identifizieren können. Die personellen Veränderungen sind jedoch für uns nur der notwendige Anfang. Viel zu häufig sahen wir uns in den letzten Jahren gezwungen gegen die Vereinsführung in welcher Form auch immer zu protestieren. Eine Vielzahl von Problemen beutelte unseren Verein auch schon vor dem Einstieg des Investors. Diese nun noch einmal alle aufzulisten sparen wir uns, allerdings ist für uns klar, in welche Richtung sich unser Verein entwickeln muss.

Hertha BSC muss es endlich schaffen, nicht nur junge Spieler hervorragend auszubilden, sondern diese auch langfristig an den Verein zu binden. Wichtig ist hierbei auch neben der immer wieder zu Recht gelobten sportlichen Ausbildung die Bildung der Persönlichkeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Social Media mag eine Realität heutzutage sein, es ist jedoch nicht die Wirklichkeit. Sein statt Schein und das Fokussieren auf Wertevermittlung anstatt auf Selbstdarstellung sollten im Vordergrund stehen.

Hierfür müssten jedoch sämtliche Angestellte des Vereins nach diesem Credo handeln. Denn auch in der Außendarstellung und der Führungsebene ist das tugendhafte, ruhige Arbeiten ein hehres Ziel, dass es endlich zu erreichen gilt. Hertha BSC ist der bedeutendste Verein, den diese Stadt hervorgebracht hat. Als solcher sollte er zwar selbst-, aber eben auch verantwortungsbewusst agieren – sowohl im Umgang mit der Stadt, als auch mit seinen Partnern. Traditionspflege und eine gesunde Zukunftsvision ohne Start-Up-Image und Zugezogenen-Fokus sollten mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Zu den Themen Verwurzelung in der Stadt und Bindung an den Verein haben wir uns an anderer Stelle bereits umfassend geäußert. Zur Wahrheit gehört hier aber auch, dass gerade für letztere eine ansprechend und anständig auftretende Mannschaft für viele Menschen von Bedeutung ist. „Ansprechend“ ist hierbei nicht zu verwechseln mit den Wunschträumen mancher Fantasten, in zwei Jahren um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Es bedeutet vielmehr, dass wir uns eine Mannschaft wünschen, die eine klare Spielphilosophie besitzt und traditionelle Werte wie Kampfgeist, Aufopferungsbereitschaft und den unbedingten Willen, als Gemeinschaft selbst gesteckte Ziele zu erreichen, vertritt. Darüber hinaus ist der Respekt vor denjenigen, die diese Werte bereits vorleben – uns Fans – elementar.

Eine solche Mannschaft und eine entsprechende sportliche Entwicklung können jedoch denklogisch nur das Ergebnis entsprechend im Verein vorgelebter Werte sein. Hierfür ist es unabdingbar, dass eine grundlegende Erneuerung angestoßen und umgesetzt wird, damit die verschiedensten Klüngeleien und Machtspielchen endlich ein Ende haben und unser Verein wieder zu alter Größe zurückfindet.

Harlekins Berlin ’98 im April 2022

Auweia augen-zuhaltenaugen-zuhaltenaugen-zuhalten


Ok... sie haben nun im Kern festgestellt, was der Rest auch schon weiß. Nämlich, dass es so nicht weiter geht.

Großes Kino, echt, ganz großes Kino.

•     •     •

Bekämpfe Angst mit Wissen,
Wut mit Vernunft,
Verwirrung mit Wissenschaft und
Unschuld mit Wahrheit
Fanszene |#1555
11.04.2022 - 05:51 Uhr
Zitat von PhilThePower
Zitat von alemanne-Berlin

Zitat von PhilThePower

Tschuldigung.Aber ich hab selten so einen Schwachsinn hier gelesen.
Dann lebt halt in den 60 er Jahren weiter.
Die Erde hat sich weiter gedreht.

Tschuldigung, fandest Du dieses Pamphlet gut??
Ist nicht Dein ernst, oder ?
Oder redest Du von diesen Clowns?


Es geht um diese Stellungnahme

Ok Danke, das ging aus Deinem Post nicht wirklich hervor

•     •     •

ein Leben lang, ein Leben lang in Blau und Weiß
Einmal Hertha-Fan, immer Hertha-Fan
in Guten wie in Schlechten Zeiten
Fanszene |#1556
11.04.2022 - 07:55 Uhr
Zitat von ramos28

Zitat von Robson512

Zitat von muffelino

Hertha hat das dritte Derby in der Saison gegen Union verloren. Stocksauer nach der Partie waren die Fans, die von den Spielern nach der Partie eine Geste forderten.  https://www.kicker.de/897588/artikel/fans-stinksauer-hertha-spieler-sollen-trikots-ausziehen

Diese Ultras sind so unendlich peinlich. Ich hoffe, die arbeiten alle bei Apple und Co im oberen Management und performen dauerhaft gut.
Diese Deppen sollten vielleicht einfach dem Stadion fernbleiben…


Diese Ostkurven- ***** en braucht kein Mensch ! Minderbemittelte Selbstdarsteller.


Hör Mal auf alle über einen Kamm zu scheren. Ich bin auch Ostkurvengänger und trotzdem sehe ich die Aktion kritisch.


Dann hätte ich an Dich eine Frage oder eher eine Bitte !

Wenn man die Ostkurve/Ultras nicht über einen Kamm scheren sollte und nicht die Mehrheit sind, dann würde ich vorschlagen, dass ihr mal eine ganz klare Selbstreinigung durchführt. Zeigt, dass ihr nicht die selben ***** EN seit und mit eurem Schweigen, die „angebliche“ Minderheit legitimiert.
Dazu hättet ihr schon Jahrelang Zeit gehabt. Eure Sprachrohre gehören ja eindeutig zu denen, die das tragen !!
Nur um mal auf die Schnelle die Peinlichkeiten aus dem Kopf der letzten Jahre aufzuzählen… Düsseldorf Relegation, Nürnberg Abstiegssaison, Dortmund Auswärts, Rostock auswärts Pokal, Union Auswärts, Rangnick, dauernde Pyro-Vergehen, Trainings-Aktion, jetzt demütigen von Menschen.
Zeig doch endlich Flagge und nimm die mit, die sich nicht über einen Kamm scheren lassen wollen.
Das, was die Mannschaft in euren Augen nicht leistet, ist lediglich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, was Ihr euch erlaubt und in den letzten Jahren fabriziert habt. Ihr habt das Ansehen der Hertha-Farben mehr beschmutzt, als es eine Mannschaft je tun kann.
Bitte setzt doch eure Ansprüche in den eigenen Reihen erstmal selbst um und entfernt alle diejenigen, die dem Verein immer wieder Schaden zufügen.

Ich würde den Hut davor ziehen, wenn Du/Ihr diese Aktion nicht nur kritisch siehst, sondern wenn aus euren Reihen auch mal eine demütige und lautstarke Entscheidung oder ein deutliches Zeichen gegen Aktionen wie am WE oder die Trainingsaktion kommen. Da kam ja auch nie eine Entschuldigung !

•     •     •

Klar dürfte sein, dass eine KO oder KP nur bei einem Aufstieg zieht !

Dieser Beitrag wurde zuletzt von CGDOGG am 11.04.2022 um 08:10 Uhr bearbeitet
Fanszene |#1557
11.04.2022 - 08:24 Uhr
Zitat von Prince_2013
oder von Schalkern, dass damals vergleichbar der Kapitän aufgefordert wurde seine Binde abzulegen, was eher auf Zustimmung gestoßen ist,


Erstmal war das eine andere Situation, da die Binde auch von den Ultras gemacht wurde und der Mannschaft übergeben wurde. Die Nordkurve Gelsenkirchen hat sich da quasi nur "ihr" Geschenk zurück geholt.
Des Weiteren wurde diese Aktion bei uns im Forum von sehr vielen Usern scharf kritisiert. Bis heute wird dieses Fass immer wieder aufgemacht um gegen die Ultras zu schießen. Von Zustimmung kann zumindest auf tm.de keine Rede sein, da ist dein Eindruck einfach völlig falsch.
Fanszene |#1558
11.04.2022 - 08:47 Uhr
Da sind diese Trott** das erste mal wieder im Stadion seit einer Ewigkeit und machen gleich solch einen Mist.

Da hat man sie irgendwie überhaupt nicht vermisst. Wie eine Schwiegermutter die man alle paar Monate sieht und dann wieder genug hat.

Die Choreo war toll, der Rest war Mist. Das los schießen von Böllern (oder was war das?), das Verhalten nach dem Spiel... Das reicht wieder für 2 Jahre.

Da hab ich lieber ein stilles Bayern-Stadion als ein lautes Stadion wo nur solcher Blödsinn an den Tag kommt.

Für mich war jedoch die absolute Krönung das Windhorst raus Plakat.
Haben die Harlekins schon ein Spendenkonto eröffnet, wo man diesen Herren raus kaufen kann? Ich brech weg.

•     •     •

Fußball ist meine Leidenschaft, wo Hertha ganz oben steht.
Jedoch sind mir gute Spiele wichtiger als eine Fan-Feindschaft.
Fanszene |#1559
11.04.2022 - 10:55 Uhr
Zitat von Scorps
Da sind diese Trott** das erste mal wieder im Stadion seit einer Ewigkeit und machen gleich solch einen Mist.

Da hat man sie irgendwie überhaupt nicht vermisst. Wie eine Schwiegermutter die man alle paar Monate sieht und dann wieder genug hat.

Die Choreo war toll, der Rest war Mist. Das los schießen von Böllern (oder was war das?), das Verhalten nach dem Spiel... Das reicht wieder für 2 Jahre.

Da hab ich lieber ein stilles Bayern-Stadion als ein lautes Stadion wo nur solcher Blödsinn an den Tag kommt.

Für mich war jedoch die absolute Krönung das Windhorst raus Plakat.
Haben die Harlekins schon ein Spendenkonto eröffnet, wo man diesen Herren raus kaufen kann? Ich brech weg.

Ja, das ist in der Tat witzig und an Dämlichkeit kaum zu überbieten diese Forderung. Da hält man die Klappe, wenn auf der MV groß verkündet wird, dass man Anteile zurück erworben hat, damit man den nächsten Investor ins Boot holen kann und sagt nichts und dann ist ein Investor da und man meckert rum. Das ist doch nur Alibi-Haltung. Wenn man wirklich gegen einen Investor wäre, dann hätte man doch bereits beim KKR-Einstieg bei der nächsten MV beantragt, dass Rückladen gebildet werden müssen, dass man ihn auszahlen kann, wenn die vereinbarte Frist abgelaufen ist und man keinen Investor mehr einsteigen lässt.
Genauso sollte man jetzt einen Antrag stellen, dass Hertha bei der DFL immer für 50+1 stimmen soll und sich auch öffentlich dazu bekennen soll. Aber da schweigt man und wenn es dann mal fallen sollte, dann protestiert man wieder.
Auch die Kritik an Preetz und Gegenbauer kommt reichlich spät. Wer hat Gegenbauer denn ständig gewählt und wer hat nie ein kritisches Wort über Preetz geäußert? Es sind doch jetzt keine neuen Ding aufgekommen, die vorher keiner wusste. Alles, was die jetzt kritisieren, haben sie auch über ein Jahrzehnt mitgetragen.
Fanszene |#1560
11.04.2022 - 11:35 Uhr
Auf das viele gesagt muss ich nicht groß eingehen, denn ich glaube hier herrscht ein großer Konsens wie vereinsschädigend und dämlich die Aktion seitens der Ultras war.

Aber beim Anblick der Bilder hätte ich eher eine andere Idee zur Deeskalation der Situation.
Man nehme die 11 Rädelsführer. Man kann diese ja gut erkennen.
Stecke diese in die Trikots.
Sie bekommen unter Magath eine Trainingswoche spendiert (*hust Medizinball *hust).
Und dann erfolgt ein öffentliches Spiel zwischen diesen 11 "Fans" und der Mannschaft um die genötigten Spieler (Mittelstädt, Lotka und Co.).
90 Minuten. Öffentlich.
Dann will ich mal sehen mit wieviel "Stolz" (bah ich hasse diese Glorifizierung) sie das Trikot tragen und was sie zu leisten im Stande sind.
Gewinnen Sie oder erreichen ein Unentschieden wird sich die Mannschaft geschlossen vor die Kurve stellen und sich für die Leistung entschuldigen.
Verliert die "Fan"Mannschaft entschuldigt sich die Kurve mit einer Riesenchoreo direkt bei der Mannschaft.

Mein Tipp: Zur Pause hat sich die Hälfte der "Fan"Mannschaft die Seele aus dem Leib gekotzt. Falls sie überhaupt willens sind zu rennen.
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