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Fanszene Teil VII

27.01.2017 - 19:06 Uhr
Fanszene Teil VII |#4351
14.01.2025 - 15:05 Uhr
Zitat von JonnyWoinem
Zitat von pizzafunghi

Zitat von KAlist

Zitat von Counterstrike

Wer den Fußball missbraucht, um sein eigenes Süpplein zu kochen, der soll die Suppe auch auslöffeln, die er sich eingebrockt hat.
Vielleicht fühlen sich Vereine durch das Urteil ja endlich angesprochen, das Thema Sicherheit ernster zu nehmen und an alle Chaoten eindeutige Signale zu senden:
1. Wir dulden euer Verhalten nicht und wir wollen euch nicht, wenn ihr nicht bereit seid, euch an die Regeln zu halten.
2. Wir werden alles technisch und juristisch mögliche tun, um jene zu ermitteln, die gegen die Regeln verstoßen.

Bisher sind das immer nur die üblichen Rituale. Lerneffekte bei Fans wie bei Vereinen, die das Thema Sicherheit zu lasch betrachten, sehr überschaubar. Und so wird der Fußball das Thema Gewalt und asoziales Verhalten dann auch nicht los.

Geredet wurde genug, man kann nicht ewig nur auf Einsicht hoffen und im Grunde alles laufen lassen, wie es läuft.


Deine Ansicht kann man ja haben, ich frage mich nur, wenn man das weiter denkt, wo fängt man da an und wo hört man da auf? Oktoverfest... Millionen Besucher, da muss dann auch die Orga bezahlen. Karneval in Köln? Ja, muss auch der Veranstalter mit zahlen hallo? Und was ist dann mit dem Diskobetreiber in Buxdehude? Wie läufts bei Weihnachtsmärkten?

Bei deiner Argumentation würde mich interessieren, wie und warum du da dann Grenzen ziehen willst, ab wann Veranstalter mit in die Haftung genommen werden. Achja, so gut wie jeder Hauptbahnhof, da ist auch wesentlich mehr Polizeipräsenz... da muss die DB dann auch nachzahlen.

Und wie läuft das dann in der Praxis?
KSC - VfB ... Die Polizei diktiert dem KSC auf wieviel Polizei dafür benötigt wird und schickt dann die Rechnung? Das ist ja fast so aufdringlich wie der ÖRR... Kann man dann auch nur die Hälfte bestellen?
Gibts Mengenrabatt? ugly


Gut, dass wir dafür Gerichte haben, die das einordnen und entscheiden. Sicherlich ist es zum Beispiel das Recht des Freistaates Bayern zu versuchen, den Veranstalter des Oktoberfestes zur Kasse zu bitten. Ob das dann rechtens ist, werden wieder Gerichte entscheiden. Das Gleiche gilt für NRW und den Karneval.
Ich persönlich finde es sehr gut, wenn Geld aus dem System Fußball abfließt, weil ich die Entwicklung der Ablösesummen und Gehälter vieler Spieler in vielerlei Hinsicht für schädlich halte. Schädlich für den Sport und schädlich für die Gesellschaft.


Welches Geld soll denn dann bitte abfließen? Die Kosten der Polizei werden einfach auf die Ticketpreise umgelegt. Auf Ablösesummen und Gehälter hat das überhaupt keinen Einfluss.


Der Fußball finanziert sich schon lange nicht mehr durch den Verkauf von Eintrittskarten.
Fanszene Teil VII |#4352
14.01.2025 - 15:19 Uhr
Zitat von pizzafunghi

Zitat von JonnyWoinem

Zitat von pizzafunghi

Zitat von KAlist

Zitat von Counterstrike

Wer den Fußball missbraucht, um sein eigenes Süpplein zu kochen, der soll die Suppe auch auslöffeln, die er sich eingebrockt hat.
Vielleicht fühlen sich Vereine durch das Urteil ja endlich angesprochen, das Thema Sicherheit ernster zu nehmen und an alle Chaoten eindeutige Signale zu senden:
1. Wir dulden euer Verhalten nicht und wir wollen euch nicht, wenn ihr nicht bereit seid, euch an die Regeln zu halten.
2. Wir werden alles technisch und juristisch mögliche tun, um jene zu ermitteln, die gegen die Regeln verstoßen.

Bisher sind das immer nur die üblichen Rituale. Lerneffekte bei Fans wie bei Vereinen, die das Thema Sicherheit zu lasch betrachten, sehr überschaubar. Und so wird der Fußball das Thema Gewalt und asoziales Verhalten dann auch nicht los.

Geredet wurde genug, man kann nicht ewig nur auf Einsicht hoffen und im Grunde alles laufen lassen, wie es läuft.


Deine Ansicht kann man ja haben, ich frage mich nur, wenn man das weiter denkt, wo fängt man da an und wo hört man da auf? Oktoverfest... Millionen Besucher, da muss dann auch die Orga bezahlen. Karneval in Köln? Ja, muss auch der Veranstalter mit zahlen hallo? Und was ist dann mit dem Diskobetreiber in Buxdehude? Wie läufts bei Weihnachtsmärkten?

Bei deiner Argumentation würde mich interessieren, wie und warum du da dann Grenzen ziehen willst, ab wann Veranstalter mit in die Haftung genommen werden. Achja, so gut wie jeder Hauptbahnhof, da ist auch wesentlich mehr Polizeipräsenz... da muss die DB dann auch nachzahlen.

Und wie läuft das dann in der Praxis?
KSC - VfB ... Die Polizei diktiert dem KSC auf wieviel Polizei dafür benötigt wird und schickt dann die Rechnung? Das ist ja fast so aufdringlich wie der ÖRR... Kann man dann auch nur die Hälfte bestellen?
Gibts Mengenrabatt? ugly


Gut, dass wir dafür Gerichte haben, die das einordnen und entscheiden. Sicherlich ist es zum Beispiel das Recht des Freistaates Bayern zu versuchen, den Veranstalter des Oktoberfestes zur Kasse zu bitten. Ob das dann rechtens ist, werden wieder Gerichte entscheiden. Das Gleiche gilt für NRW und den Karneval.
Ich persönlich finde es sehr gut, wenn Geld aus dem System Fußball abfließt, weil ich die Entwicklung der Ablösesummen und Gehälter vieler Spieler in vielerlei Hinsicht für schädlich halte. Schädlich für den Sport und schädlich für die Gesellschaft.


Welches Geld soll denn dann bitte abfließen? Die Kosten der Polizei werden einfach auf die Ticketpreise umgelegt. Auf Ablösesummen und Gehälter hat das überhaupt keinen Einfluss.


Der Fußball finanziert sich schon lange nicht mehr durch den Verkauf von Eintrittskarten.


Ja, aber die sind die einzige Stellschraube wo die "Verursacher" an den Kosten beteiligt werden können. Das werden insbesondere die kleineren Vereine umlegen müssen. Gibt dann eben einen Zuschlag fürs Derby.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JonnyWoinem am 14.01.2025 um 15:39 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#4353
14.01.2025 - 15:33 Uhr
Zitat von Felix1894
Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.



Regenbogen Quatsch bedeutet, dass es eben nur symbolisch ist und für irgendwelche Verbandsfunktionäre, die sich gut fühlen mit so PR Aktionen.
Wäre das ernst zu nehmen, würde man nicht symbolisch Flagge zeigen, sondern Inhalte leben.

Wie oben geschrieben, gehört das für mich eben doch zusammen. Fans mit fragwürdigem Sozialverhalten und Vereine und Funktionäre, die symbolisch zu allem möglichen politisch korrekt was daher labern, im Grunde aber genauso ritualhaft auf Vorkommnisse reagieren, wie die Fanszenen. Ändern tut sich nicht viel, es wird ja auch weiter schönes Geld verdient.

Wut ist bei mir im Übrigen schon lange aus, auch eine Altersfrage. Ist aber ein guter Punkt, denn ich gehe nur noch selten ins Stadion und dann nicht mehr wie früher in die Fanblocks, weil mich der ganze Testosteron bedingte Zirkus und das Macho Gehabe zunehmend abstößt.
Und ich kann mittlerweile auch sehr gut verstehen, wenn Eltern versuchen, ihre Kinder für andere Sportarten zu begeistern.

Weiß nicht, was an deinem Posting sachlich sein soll.
Ich stelle nur fest, das die Reaktionen zum Teil tief blicken lassen und bestätigt mich nur, dass der Fußball selbst es wohl nicht schaffen wird, Sport und Kultur so zu leben, wie man es von zivilisierten Menschen erwarten darf.
Darum kann das Urteil des Bundesverfassungsgericht ein Anlass sein, dass sich etwas ändert. Nochmal; wir reden über Sportveranstaltungen.
Fanszene Teil VII |#4354
14.01.2025 - 15:47 Uhr
Zitat von Felix1894
Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.


Abgesehen davon , dass du natürlich Recht hast, dass dies zwei gänzlich unterschiedliche Themen sind, überrascht es auch mal wieder niemanden, dass Leute, die blind der Polizei weite Befugnisse einräumen wollen und von mehr Law & Order träumen, gleichzeitig Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungsthemen für Quatsch halten.
Fanszene Teil VII |#4355
14.01.2025 - 15:51 Uhr
Zitat von Counterstrike
Ich denke das der Fußball ein ernsthaftes Problem hat, was Gewalt und asoziales Verhalten angeht und das muss man nicht als quasi normal herunter relativieren mit Verweis aufs Oktoberfest oder Karneval.

Bleibe auch dabei, dass Vereine und Verbände sich stärker um den Fairness Gedanken bemühen sollten, in der Jugendarbeit, denn es ist auch eine Frage der Erziehung. Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.
Es ist schon auf unterster Amateurebene erkennbar, dass einige nicht begreifen, was der Grundgedanke von Sport und Fairness eigentlich ist.
Wie will man denn etwas geändert bekommen, wenn man sich lieber mit Massen Besäufnissen vergleicht, als mit anderen Sportveranstaltungen ?

Deshalb ist Geld der richtige Weg, mit Vernunft scheint man früh an Grenzen zu stoßen.


Dann wirst du sicher in der Lage sein, das auch mit Zahlen zu untermauern, dass im Stadion so viel mehr Gewaltdelikte geschehen als auf anderen Großveranstaltungen, dass grad beim Fußball so drauf gehauen werden muss. Warum eine Großveranstaltung anders bewertet werden soll als andere, erschließt sich nicht.

Vernünftig wäre es, Sicherheitsmaßnahmen am tatsächlichen Bedarf auszurichten und nicht an einem hochstilisierten Feindbild, das man im Kopf hat.
Fanszene Teil VII |#4356
14.01.2025 - 15:55 Uhr
Zitat von NeoSaikz
Zitat von Felix1894

Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.


Abgesehen davon , dass du natürlich Recht hast, dass dies zwei gänzlich unterschiedliche Themen sind, überrascht es auch mal wieder niemanden, dass Leute, die blind der Polizei weite Befugnisse einräumen wollen und von mehr Law & Order träumen, gleichzeitig Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungsthemen für Quatsch halten.


Ich sehe es ein: Diskussion ist sinnlos.
Fanszene Teil VII |#4357
14.01.2025 - 16:29 Uhr
Zitat von Counterstrike

Zitat von NeoSaikz

Zitat von Felix1894

Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.


Abgesehen davon , dass du natürlich Recht hast, dass dies zwei gänzlich unterschiedliche Themen sind, überrascht es auch mal wieder niemanden, dass Leute, die blind der Polizei weite Befugnisse einräumen wollen und von mehr Law & Order träumen, gleichzeitig Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungsthemen für Quatsch halten.


Ich sehe es ein: Diskussion ist sinnlos.


Gibt dir ja vielleicht mal Gelegenheit zur Reflexion daumen-hoch

Dafür ein Denkanstoß:

https://www.sportschau.de/fussball/studie-polizeigewalt-fans-100.html

https://www.spiegel.de/sport/fussball/bericht-zu-polizeieinsaetzen-nrw-pilotprojekt-war-erfolgreich-a-998327.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von NeoSaikz am 14.01.2025 um 16:30 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#4358
14.01.2025 - 20:30 Uhr
Zitat von NeoSaikz
Zitat von Counterstrike

Zitat von NeoSaikz

Zitat von Felix1894

Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.


Abgesehen davon , dass du natürlich Recht hast, dass dies zwei gänzlich unterschiedliche Themen sind, überrascht es auch mal wieder niemanden, dass Leute, die blind der Polizei weite Befugnisse einräumen wollen und von mehr Law & Order träumen, gleichzeitig Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungsthemen für Quatsch halten.


Ich sehe es ein: Diskussion ist sinnlos.


Gibt dir ja vielleicht mal Gelegenheit zur Reflexion daumen-hoch

Dafür ein Denkanstoß:

https://www.sportschau.de/fussball/studie-polizeigewalt-fans-100.html

https://www.spiegel.de/sport/fussball/bericht-zu-polizeieinsaetzen-nrw-pilotprojekt-war-erfolgreich-a-998327.html


Polizeigewalt ist definitiv ein Thema, aber weiss nicht ob es bei der Betrachtung des Urteils von heute eine Rolle spielt.
Oder glaubst du, das deswegen jetzt mehr Polizisten eingesetzt werden, weil ja die Kosten weitergegeben werden können? Und dadurch mehr Übergriffe stattfinden?

Ich bin da gedanklich wirklich nur bei den Zahlen unterwegs.
Was gab es schon Sicherheitsaufgebote bei Spielen wo keinerlei Notwendigkeit dafür da war. Wenn diese Einsatzplanung offensichtlich falsch ist, wer trägt dann die Kosten?

Und dann hab ich noch die Wahrnehmung, das User, die normalerweise der Meinung sind das diese Schwachköppe eh keine echten Fans sind etc. Jetzt diejenigen sind wo finden, dass der Verein dafür zahlen soll?! Fällt mir auch schwer zu verstehen wie das zusammen passt.

In meiner Welt ist Kriminalität ein gesellschaftliches Problem.
Fussball wird doch nur aufgrund der Häufigkeit als Ventil benutzt. Wäre jedes Wochenende Oktoberfest, wäre es eben dort.
Und beim Feindbild Fussball ist wie schon kurz angedeutet mein Problem damit, wo hier klare Grenzen gezogen werden. Wo fängt das an, wo hört es auf? Muss jetzt bei jeder Veranstaltung geprüft werden ob diese von Steuern sicherheitsmässig abgedeckt ist oder ob der Veranstalter eine Rechnung bekommt? Und wie hoch? Kann die Veranstaltung dann überhaupt stattfinden? Wer entscheidet das mit welchen Kriterien? Wer legt die Kosten fest? Ist ein Staat nicht unter anderem genau dafür da, Recht und Ordnung durchzusetzen so das Veranstaltungen stattfinden können? Jetzt werden sie vorab abgesagt, weil die Kosten der Einsatzkräfte zu hoch wären? Bin echt noch geschockt...

Für mich persönlich ist das Urteil in keinster Weise nachvollziehbar. Sicherheit auf den Straßen, das meint außerhalb von Privatgelände, ist Staatssache. Und die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit. Umgekehrt sorgen all solche Veranstaltungen ja auch für Steuern inkl. Arbeitsplatze etc. Es wirkt für mich wie schlechte Politik: Symbolisch und Symptombekämpfung, statt sich mit der tatsächlichen Ursache des Problems zu beschäftigen.

Und im Ernst: das wird doch 0,0 an der Situation ändern. Außer das die Länder mal wieder ne Geldquelle aufgemacht haben.
An Werder Bremens Stelle würd ich prüfen, Hochsicherheitsspiele nach Niedersachsen zu verlegen. Also je nachdem wie dieses Land damit umgehen will. ... Wettbewerbsbenachteiligung ist es im übrigen auch noch.

Für mich ist die Entscheidung heute sehr kurz gedacht und Ansich mit der Gleichheit aller nicht vereinbar.

•     •     •

Rest in Peace Charlie Kirk
Fanszene Teil VII |#4359
14.01.2025 - 22:08 Uhr
Vorneweg: Ja, ich bin mir bewusst, dass es unangemessene Polizeieinsätze bei Fußballspielen gab und dass man hier ganz andere Möglichkeiten der Aufarbeitung und Kontrolle haben sollte - allerdings hat das mit dem heutigen Urteil in meinen Augen nichts zu tun.

Bei dem heutigen Urteil bin ich zwiegespalten. Mein Mitleid mit Vereinen mit massiven Fanproblemen hält sich tatsächlich sehr in Grenzen. Ich würde tatsächlich auf einen "Selbstreinigungsprozess" in den jeweiligen Szenen hoffen, wenn die ersten Rechnung reinflattern und man erkennt, dass man Kosten produziert, die man mit der Becherspende in der Halbzeitpause nicht refinanzieren kann. Wenn man das nicht erkennt, könnten Vereine evtl. auch gezwungen sein, Randalespiele, bei denen man die Uhr danach stellen kann, dass es knallt, als Geisterspiele auszutragen. Wäre ich auch nicht traurig drüber, denn evtl. würde man da doch die einschlägigen Gruppierungen zum Nachdenken anregen...

Natürlich könnten die Vereine auch durch die Bildung eines Randale-Fonds reagieren: Wolfsburg und Hoffenheim zahlen ein, dafür, dass die Traditionsvereine Fans, Probleme, aber eben auch Aufmerksamkeit und schöne Kurvenbilder mitbringen. Fände ich auch keine schlechte Lösung.

Kurzum, Fangewalt ist ein Problem, das durch die Vereine und ihre Fanszenen hervorgebracht wird, ich kann es nicht schlecht finden, wenn man sie durch Internalisierung der Kosten dazu zwingt, eigene Lösungsansätze zu finden.

Schwierig finde ich tatsächlich auch die Frage, wo man hier die Grenze zieht: Oktoberfest, Karneval... Aber vielleicht wäre es auch eine Variante, das schon genau gleich handzuhaben. Warum soll man das beim Oktoberfest eigentlich nicht in Rechnung stellen?! Müsste man mal ausprobieren...
Fanszene Teil VII |#4360
15.01.2025 - 12:35 Uhr
Zitat von KAlist
Zitat von NeoSaikz

Zitat von Counterstrike

Zitat von NeoSaikz

Zitat von Felix1894

Zitat von Counterstrike

Irgendwelche Symbol Aktionen mit Regenbogen Quatsch hilft offensichtlich nicht weiter.


Eigentlich wollte ich hier sachlich diskutieren, aber erstens haben die anderen die Problematik des Themas schon oft genug aufgezählt, egal wie man zum Verhalten der Leute im Stadion steht, so einfach wie du das hier alles beschreibst ist es leider nicht.

Zweitens scheinst du generell eine Wut in dir zu tragen und wenig Lust auf sachliche Diskussionen zu haben, denn der " Regenbogen Quatsch" wie du es nennst, hat rein gar nichts mit irgendeinem Verhalten von Fans im Stadion oder ähnlichem zu tun. Du vermischst zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.


Abgesehen davon , dass du natürlich Recht hast, dass dies zwei gänzlich unterschiedliche Themen sind, überrascht es auch mal wieder niemanden, dass Leute, die blind der Polizei weite Befugnisse einräumen wollen und von mehr Law & Order träumen, gleichzeitig Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungsthemen für Quatsch halten.


Ich sehe es ein: Diskussion ist sinnlos.


Gibt dir ja vielleicht mal Gelegenheit zur Reflexion daumen-hoch

Dafür ein Denkanstoß:

https://www.sportschau.de/fussball/studie-polizeigewalt-fans-100.html

https://www.spiegel.de/sport/fussball/bericht-zu-polizeieinsaetzen-nrw-pilotprojekt-war-erfolgreich-a-998327.html


Polizeigewalt ist definitiv ein Thema, aber weiss nicht ob es bei der Betrachtung des Urteils von heute eine Rolle spielt.
Oder glaubst du, das deswegen jetzt mehr Polizisten eingesetzt werden, weil ja die Kosten weitergegeben werden können? Und dadurch mehr Übergriffe stattfinden?

Ich bin da gedanklich wirklich nur bei den Zahlen unterwegs.
Was gab es schon Sicherheitsaufgebote bei Spielen wo keinerlei Notwendigkeit dafür da war. Wenn diese Einsatzplanung offensichtlich falsch ist, wer trägt dann die Kosten?

Und dann hab ich noch die Wahrnehmung, das User, die normalerweise der Meinung sind das diese Schwachköppe eh keine echten Fans sind etc. Jetzt diejenigen sind wo finden, dass der Verein dafür zahlen soll?! Fällt mir auch schwer zu verstehen wie das zusammen passt.


Ich hatte die zwei Artikel als generellen Kontext herangezogen. Ich halte die These, dass nun mehr Einsatzkräfte eingesetzt werden und es dadurch (rein quantitativ) zu mehr Konfrontationen und Übergriffen, wenn die Polizei das frei und ohne Kontrolle entscheiden kann, aber für plausibel. Nachvollzieh- und überprüfbar ist das nämlich nicht, vgl. https://www.tagesschau.de/faktenfinder/risikospiele-101.html

Ansonsten kann ich mich deinen Ausführungen anschließen, du stellst da mMn genau die richtigen Fragen.

Hier noch das Statement der DFL, was ich ebenfalls aufschlussreich finde:
https://www.dfl.de/de/aktuelles/dfl-nimmt-stellung-zum-polizeikosten-urteil-des-bundesverfassungsgerichts/
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