Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
12.01.2026 - 11:57 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Wenn du den Presseveröffentlichungen folgst, ist die Rede von..
"Verbal zum Oralsex genötigt". Das ist das Musterbeispiel einer sexuellen Nötigung. Und das wird in Teilen der Presseveröffentlichungen auch genauso benannt. Vorwurf der sexuellen Nötigung steht im Raum.
Also wenn jemand verbal zum Oralsex genötigt werden soll ist das strafrechtlich relevant, besonders wenn es dann auch genauso öffentlich benannt wird.
Ich kenne Journalisten die solche Vorwürfe gar nicht veröffentlichen, ohne das die Opfer vorher Anzeige erstattet haben auch um sich selbst abzusichern. Und genau das stört mich hier. Die Sache findet wieder in einer Grauzone statt, wo man sich kein unabhängiges Bild machen kann.
Zitat von Lullaby
Zum einen müssen die Vergehen nicht stafrechtlich relevant sein. Es reicht aus, dass sie gegen Compliance-Richtlinien des Unternehmens verstoßen. Zum anderen ist es bei Antragsdelikten nicht die Aufgabe Dritter wie z.B. des Arbeitgebers, Strafanzeige zu stellen, sondern die des Geschädigten.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Josh_Simpson
Es geht hier weiterhin nicht um strafrechtlich relevante Inhalte nur zur Klarstellung. Die Vorwürfe sind offensichtlich so niedrigschwellig, das es weiterhin keine Anzeige wegen Sexueller Belästigung oder Nötigung gibt.
Sexuelle Nötigung (§ 177 StGB)
Wenn jemand durch Drohung, Druck, Ausnutzen einer Machtposition (z. B. Vorgesetztenstellung) zu sexuellen Handlungen gedrängt wurde – auch verbal, auch ohne körperliche Gewalt.
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Ich bin durchaus dafür das Unternehmen im Rahmen ihrer Kenntnis von solchen Vorgängen, unter Androhung hoher Geldstrafen, verpflichtet werden Anzeige zu erstatten. Es kann doch nicht immer wieder sein, dass solche Vorwürfe im Internet entschieden werden.
Es geht hier weiterhin nicht um strafrechtlich relevante Inhalte nur zur Klarstellung. Die Vorwürfe sind offensichtlich so niedrigschwellig, das es weiterhin keine Anzeige wegen Sexueller Belästigung oder Nötigung gibt.
Sexuelle Nötigung (§ 177 StGB)
Wenn jemand durch Drohung, Druck, Ausnutzen einer Machtposition (z. B. Vorgesetztenstellung) zu sexuellen Handlungen gedrängt wurde – auch verbal, auch ohne körperliche Gewalt.
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Ich bin durchaus dafür das Unternehmen im Rahmen ihrer Kenntnis von solchen Vorgängen, unter Androhung hoher Geldstrafen, verpflichtet werden Anzeige zu erstatten. Es kann doch nicht immer wieder sein, dass solche Vorwürfe im Internet entschieden werden.
Zum einen müssen die Vergehen nicht stafrechtlich relevant sein. Es reicht aus, dass sie gegen Compliance-Richtlinien des Unternehmens verstoßen. Zum anderen ist es bei Antragsdelikten nicht die Aufgabe Dritter wie z.B. des Arbeitgebers, Strafanzeige zu stellen, sondern die des Geschädigten.
Beste Grüße
Lullaby
Wenn du den Presseveröffentlichungen folgst, ist die Rede von..
"Verbal zum Oralsex genötigt". Das ist das Musterbeispiel einer sexuellen Nötigung. Und das wird in Teilen der Presseveröffentlichungen auch genauso benannt. Vorwurf der sexuellen Nötigung steht im Raum.
Also wenn jemand verbal zum Oralsex genötigt werden soll ist das strafrechtlich relevant, besonders wenn es dann auch genauso öffentlich benannt wird.
Ich kenne Journalisten die solche Vorwürfe gar nicht veröffentlichen, ohne das die Opfer vorher Anzeige erstattet haben auch um sich selbst abzusichern. Und genau das stört mich hier. Die Sache findet wieder in einer Grauzone statt, wo man sich kein unabhängiges Bild machen kann.
Egal wie die Sache ausgeht, er ist in Deutschland bei keinem Verein mehr vermittelbar.
Erstens es bleibt immer was hängen, und zweitens es ist nicht nur eine weibliche Person sondern mehrere. Und die Stellungsnahme vom HSV war nicht gerade förderlich für die Unschuld Vermutung von Kuntz. Hatte er geschwiegen wäre wahrscheinlich besser gewesen für ihn, so sah sich der HSV gezwungen Stellung zu beziehen. Wie gesagt ich glaube nicht daran das Kuntz unschuldig ist.
12.01.2026 - 12:00 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Mögliche Antwort darauf:
Weil das Unternehmen zunächst einmal den eigenen Hausfrieden bedroht sieht, mit den Betroffenen ins Gespräch geht, das Thema klein halten möchte und daraufhin erstmal so handelt wie es der HSV getan hat, indem Kuntz Vertrag aufgelöst wurde und der potentielle Täter/Unruhestifter entfernt wird. Das Ganze in der Hoffnung, dass nichts öffentlich wird.
Gibt übrigens auch Unternehmen (incl. Betriebsräte sowie Vertrauens(!!!)personen), die solche Schritte gleich abwiegeln und dann die Mitarbeiterinnen vor die Wahl stellen, entweder still zu halten oder das Unternehmen zu verlassen. Bei 0815-Industrieunternehmen ist schließlich die Gefahr geringer, dass die Bild oder andere daraus eine große Story machen...
12.01.2026 - 12:09 Uhr
In den Pressemitteilungen von Kuntz und HSV steht nichts von Nötigung. Wenn ein Informationsmedium den Begriff verwendet, begibt es sich auf sehr dünnes Eis.
Nötigung ist nebenbei bemerkt ein Offizialdelikt. Dem müssten die Strafverfolgungsbehörden grundsätzlich nachgehen, wenn sie Kenntnis davon erlangen.
Beste Grüße
Lullaby
Nötigung ist nebenbei bemerkt ein Offizialdelikt. Dem müssten die Strafverfolgungsbehörden grundsätzlich nachgehen, wenn sie Kenntnis davon erlangen.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 12.01.2026 um 12:21 Uhr bearbeitet
12.01.2026 - 12:17 Uhr
Zitat von Devilhead
Gibt übrigens auch Unternehmen (incl. Betriebsräte sowie Vertrauens(!!!)personen), die solche Schritte gleich abwiegeln und dann die Mitarbeiterinnen vor die Wahl stellen, entweder still zu halten oder das Unternehmen zu verlassen. Bei 0815-Industrieunternehmen ist schließlich die Gefahr geringer, dass die Bild oder andere daraus eine große Story machen...
Gibt übrigens auch Unternehmen (incl. Betriebsräte sowie Vertrauens(!!!)personen), die solche Schritte gleich abwiegeln und dann die Mitarbeiterinnen vor die Wahl stellen, entweder still zu halten oder das Unternehmen zu verlassen. Bei 0815-Industrieunternehmen ist schließlich die Gefahr geringer, dass die Bild oder andere daraus eine große Story machen...
Als langjähriger Betriebsrat kann ich auf jeden Fall sagen, dass sexuelle Belästigung von Männern in Machtpositionen gegenüber ihnen untergebenen jüngeren Frauen in Deutschland absolut an der Tagesordnung sind.
Sehr wenig wird davon überhaupt innerbetrieblich gemeldet, da die Personen in noch höheren Machtpositionen wie z.B. in der HSV-Situation der Aufsichtsrat, in der Regel auch Männer sind. Und Männer decken in der Regel das Fehlverhalten anderer Männer.
Das könnt ihr jetzt skandalös und falsch von mir finden, aber ich als Gewerkschafter und Betriebsrat, aber es ist die gelebte Praxis deutscher Unternehmenskultur.
Von den wenigen Fällen die irgendwann innerbetrieblich auf den Tisch kommen, wird quasi nichts strafrechtlich angezeigt von den Opfern. Die haben das teilweise über Jahre erduldet, empfinden eine Ohnmacht, haben wenig Vertrauen in den Rechtsstaat und enorme Angst vor innerbetrieblichen Repressalien, denn oft ist es das Karriereende auch für sie und selbst wenn nicht, werden sie den Opferstatus nicht mehr los. Viele Frauen haben auch keine Kraft, sich einem für sie belastenden und entwürdigenden Prozess auszusetzen und wollen das unbedingt vermeiden.
Da in dem vorliegenden Fall das Unternehmen tatsächlich im Sinne der Opfer reagiert hat, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Opfer auch nur im Entferntesten daran denken, sich der Belastung eines Prozesses auszusetzen und damit ihr eigenes Leben richtig zu verschrotten. Das letzte was die jetzt wollen, ist der Hass von 5 Millionen Fußballfans und ihre eigene Intimität vor der ganzen Bundesrepublik auszubreiten.
12.01.2026 - 12:17 Uhr
Zitat von Fck_Fan
Egal wie die Sache ausgeht, er ist in Deutschland bei keinem Verein mehr vermittelbar.
Erstens es bleibt immer was hängen, und zweitens es ist nicht nur eine weibliche Person sondern mehrere. Und die Stellungsnahme vom HSV war nicht gerade förderlich für die Unschuld Vermutung von Kuntz. Hatte er geschwiegen wäre wahrscheinlich besser gewesen für ihn, so sah sich der HSV gezwungen Stellung zu beziehen. Wie gesagt ich glaube nicht daran das Kuntz unschuldig ist.
Zitat von Josh_Simpson
Wenn du den Presseveröffentlichungen folgst, ist die Rede von..
"Verbal zum Oralsex genötigt". Das ist das Musterbeispiel einer sexuellen Nötigung. Und das wird in Teilen der Presseveröffentlichungen auch genauso benannt. Vorwurf der sexuellen Nötigung steht im Raum.
Also wenn jemand verbal zum Oralsex genötigt werden soll ist das strafrechtlich relevant, besonders wenn es dann auch genauso öffentlich benannt wird.
Ich kenne Journalisten die solche Vorwürfe gar nicht veröffentlichen, ohne das die Opfer vorher Anzeige erstattet haben auch um sich selbst abzusichern. Und genau das stört mich hier. Die Sache findet wieder in einer Grauzone statt, wo man sich kein unabhängiges Bild machen kann.
Zitat von Lullaby
Zum einen müssen die Vergehen nicht stafrechtlich relevant sein. Es reicht aus, dass sie gegen Compliance-Richtlinien des Unternehmens verstoßen. Zum anderen ist es bei Antragsdelikten nicht die Aufgabe Dritter wie z.B. des Arbeitgebers, Strafanzeige zu stellen, sondern die des Geschädigten.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Josh_Simpson
Es geht hier weiterhin nicht um strafrechtlich relevante Inhalte nur zur Klarstellung. Die Vorwürfe sind offensichtlich so niedrigschwellig, das es weiterhin keine Anzeige wegen Sexueller Belästigung oder Nötigung gibt.
Sexuelle Nötigung (§ 177 StGB)
Wenn jemand durch Drohung, Druck, Ausnutzen einer Machtposition (z. B. Vorgesetztenstellung) zu sexuellen Handlungen gedrängt wurde – auch verbal, auch ohne körperliche Gewalt.
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Ich bin durchaus dafür das Unternehmen im Rahmen ihrer Kenntnis von solchen Vorgängen, unter Androhung hoher Geldstrafen, verpflichtet werden Anzeige zu erstatten. Es kann doch nicht immer wieder sein, dass solche Vorwürfe im Internet entschieden werden.
Es geht hier weiterhin nicht um strafrechtlich relevante Inhalte nur zur Klarstellung. Die Vorwürfe sind offensichtlich so niedrigschwellig, das es weiterhin keine Anzeige wegen Sexueller Belästigung oder Nötigung gibt.
Sexuelle Nötigung (§ 177 StGB)
Wenn jemand durch Drohung, Druck, Ausnutzen einer Machtposition (z. B. Vorgesetztenstellung) zu sexuellen Handlungen gedrängt wurde – auch verbal, auch ohne körperliche Gewalt.
Jetzt spielen wir den Ball mal zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten glaubhaft das ein Tatvorwurf der sexuellen Nötigung im Raum steht? Warum wurde keine Anzeige erstattet?
Wenn es mehrere Zeugen gibt, ist ja die Erfolgsaussicht durchaus gegeben den Täter in irgendeiner Form zu bestrafen? Warum wird das wieder mal außerhalb der rechtsstaatlichen Ebene geklärt?
Ich bin durchaus dafür das Unternehmen im Rahmen ihrer Kenntnis von solchen Vorgängen, unter Androhung hoher Geldstrafen, verpflichtet werden Anzeige zu erstatten. Es kann doch nicht immer wieder sein, dass solche Vorwürfe im Internet entschieden werden.
Zum einen müssen die Vergehen nicht stafrechtlich relevant sein. Es reicht aus, dass sie gegen Compliance-Richtlinien des Unternehmens verstoßen. Zum anderen ist es bei Antragsdelikten nicht die Aufgabe Dritter wie z.B. des Arbeitgebers, Strafanzeige zu stellen, sondern die des Geschädigten.
Beste Grüße
Lullaby
Wenn du den Presseveröffentlichungen folgst, ist die Rede von..
"Verbal zum Oralsex genötigt". Das ist das Musterbeispiel einer sexuellen Nötigung. Und das wird in Teilen der Presseveröffentlichungen auch genauso benannt. Vorwurf der sexuellen Nötigung steht im Raum.
Also wenn jemand verbal zum Oralsex genötigt werden soll ist das strafrechtlich relevant, besonders wenn es dann auch genauso öffentlich benannt wird.
Ich kenne Journalisten die solche Vorwürfe gar nicht veröffentlichen, ohne das die Opfer vorher Anzeige erstattet haben auch um sich selbst abzusichern. Und genau das stört mich hier. Die Sache findet wieder in einer Grauzone statt, wo man sich kein unabhängiges Bild machen kann.
Egal wie die Sache ausgeht, er ist in Deutschland bei keinem Verein mehr vermittelbar.
Erstens es bleibt immer was hängen, und zweitens es ist nicht nur eine weibliche Person sondern mehrere. Und die Stellungsnahme vom HSV war nicht gerade förderlich für die Unschuld Vermutung von Kuntz. Hatte er geschwiegen wäre wahrscheinlich besser gewesen für ihn, so sah sich der HSV gezwungen Stellung zu beziehen. Wie gesagt ich glaube nicht daran das Kuntz unschuldig ist.
Hä? SK hat doch auf die Berichterstattung der BILD reagiert. Warum soll er schweigen und sich von denen kommentarlos an den Pranger stellen lassen? Frag dich doch lieber mal woher die ihre Infos haben. Jetzt kommen alle aus den Löchern...
12.01.2026 - 12:27 Uhr
Zitat von kappel1719
@Newtrial
Wobei, soweit hergeholt dürften familiäre Probleme als Begründung jetzt auch nicht sein. Da wird es zuhause sicher auch Klärungsbedarf geben nach einer solchen Geschichte. Von daher würde ich ihm hier nicht direkt eine Lüge unterstellen. Wenn man da natürlich auch erst einmal in eine ganz andere Richtung gedacht hat vor 10 Tagen.
@Newtrial
Wobei, soweit hergeholt dürften familiäre Probleme als Begründung jetzt auch nicht sein. Da wird es zuhause sicher auch Klärungsbedarf geben nach einer solchen Geschichte. Von daher würde ich ihm hier nicht direkt eine Lüge unterstellen. Wenn man da natürlich auch erst einmal in eine ganz andere Richtung gedacht hat vor 10 Tagen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der HSV das gewählte wording bewusst so gewählt hat, um der breiten Öffentlichkeit die -jetzt herausgekommenen- Vorwürfe zu verschleiern bzw. aus der Öffentlichkeit fern zu halten. Es sind keine "familären Gründe". Diese wurden es erst, als die Geschichte im Volkspark bereits mächtig am Dampfen war.
12.01.2026 - 12:31 Uhr
Spekulationen über Spekulationen, ich hab für mich beschlossen auf die rechtlichen Konsequenzen zu warten. Ohne persönliche Beurteilung.
12.01.2026 - 13:17 Uhr
Zitat von Toidi
Als langjähriger Betriebsrat kann ich auf jeden Fall sagen, dass sexuelle Belästigung von Männern in Machtpositionen gegenüber ihnen untergebenen jüngeren Frauen in Deutschland absolut an der Tagesordnung sind.
Sehr wenig wird davon überhaupt innerbetrieblich gemeldet, da die Personen in noch höheren Machtpositionen wie z.B. in der HSV-Situation der Aufsichtsrat, in der Regel auch Männer sind. Und Männer decken in der Regel das Fehlverhalten anderer Männer.
Das könnt ihr jetzt skandalös und falsch von mir finden, aber ich als Gewerkschafter und Betriebsrat, aber es ist die gelebte Praxis deutscher Unternehmenskultur.
Von den wenigen Fällen die irgendwann innerbetrieblich auf den Tisch kommen, wird quasi nichts strafrechtlich angezeigt von den Opfern. Die haben das teilweise über Jahre erduldet, empfinden eine Ohnmacht, haben wenig Vertrauen in den Rechtsstaat und enorme Angst vor innerbetrieblichen Repressalien, denn oft ist es das Karriereende auch für sie und selbst wenn nicht, werden sie den Opferstatus nicht mehr los. Viele Frauen haben auch keine Kraft, sich einem für sie belastenden und entwürdigenden Prozess auszusetzen und wollen das unbedingt vermeiden.
Da in dem vorliegenden Fall das Unternehmen tatsächlich im Sinne der Opfer reagiert hat, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Opfer auch nur im Entferntesten daran denken, sich der Belastung eines Prozesses auszusetzen und damit ihr eigenes Leben richtig zu verschrotten. Das letzte was die jetzt wollen, ist der Hass von 5 Millionen Fußballfans und ihre eigene Intimität vor der ganzen Bundesrepublik auszubreiten.
Zitat von Devilhead
Gibt übrigens auch Unternehmen (incl. Betriebsräte sowie Vertrauens(!!!)personen), die solche Schritte gleich abwiegeln und dann die Mitarbeiterinnen vor die Wahl stellen, entweder still zu halten oder das Unternehmen zu verlassen. Bei 0815-Industrieunternehmen ist schließlich die Gefahr geringer, dass die Bild oder andere daraus eine große Story machen...
Gibt übrigens auch Unternehmen (incl. Betriebsräte sowie Vertrauens(!!!)personen), die solche Schritte gleich abwiegeln und dann die Mitarbeiterinnen vor die Wahl stellen, entweder still zu halten oder das Unternehmen zu verlassen. Bei 0815-Industrieunternehmen ist schließlich die Gefahr geringer, dass die Bild oder andere daraus eine große Story machen...
Als langjähriger Betriebsrat kann ich auf jeden Fall sagen, dass sexuelle Belästigung von Männern in Machtpositionen gegenüber ihnen untergebenen jüngeren Frauen in Deutschland absolut an der Tagesordnung sind.
Sehr wenig wird davon überhaupt innerbetrieblich gemeldet, da die Personen in noch höheren Machtpositionen wie z.B. in der HSV-Situation der Aufsichtsrat, in der Regel auch Männer sind. Und Männer decken in der Regel das Fehlverhalten anderer Männer.
Das könnt ihr jetzt skandalös und falsch von mir finden, aber ich als Gewerkschafter und Betriebsrat, aber es ist die gelebte Praxis deutscher Unternehmenskultur.
Von den wenigen Fällen die irgendwann innerbetrieblich auf den Tisch kommen, wird quasi nichts strafrechtlich angezeigt von den Opfern. Die haben das teilweise über Jahre erduldet, empfinden eine Ohnmacht, haben wenig Vertrauen in den Rechtsstaat und enorme Angst vor innerbetrieblichen Repressalien, denn oft ist es das Karriereende auch für sie und selbst wenn nicht, werden sie den Opferstatus nicht mehr los. Viele Frauen haben auch keine Kraft, sich einem für sie belastenden und entwürdigenden Prozess auszusetzen und wollen das unbedingt vermeiden.
Da in dem vorliegenden Fall das Unternehmen tatsächlich im Sinne der Opfer reagiert hat, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Opfer auch nur im Entferntesten daran denken, sich der Belastung eines Prozesses auszusetzen und damit ihr eigenes Leben richtig zu verschrotten. Das letzte was die jetzt wollen, ist der Hass von 5 Millionen Fußballfans und ihre eigene Intimität vor der ganzen Bundesrepublik auszubreiten.
This!
12.01.2026 - 14:05 Uhr
Die Dynamik in solchen Fällen ist auch immer sehr interessant. Es werden sich seitenweise die Finger wund geschrieben, um Argumente für den Beschuldigten zu finden.
- Anführen von einzelnen Beispielen, bei denen es wirklich ein Schmierentheater war, um daraus abzuleiten, das wäre die Regel
- Diskreditierung des veröffentlichenden Mediums
- Spekulation auf Verleumdungskampagnen, teilweise sehr verschwörungstheoretisch
- Abtun mit der flapsigen Art des Beschuldigten, die man ja mal falsch verstehen kann
- Heiligsprechung des Rechtssystems (kein Prozess = keine Schuld)
Zufälligerweise oft von Männern.
Kann natürlich alles sein, kommt sicherlich auch vor.
Auf der anderen Seite gibt es die knallharte Realität. Verhalten von Männern in Machtpositionen, Verhalten von Männern im Fußballbusiness, Statistiken zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz etc. Ich verweise auf den Beitrag von @Toidi
Mich überraschen solchen Meldungen überhaupt gar nicht.
Das soll man ganz unabhängig von der Personalie Stefan Kuntz gesagt sein.
- Anführen von einzelnen Beispielen, bei denen es wirklich ein Schmierentheater war, um daraus abzuleiten, das wäre die Regel
- Diskreditierung des veröffentlichenden Mediums
- Spekulation auf Verleumdungskampagnen, teilweise sehr verschwörungstheoretisch
- Abtun mit der flapsigen Art des Beschuldigten, die man ja mal falsch verstehen kann
- Heiligsprechung des Rechtssystems (kein Prozess = keine Schuld)
Zufälligerweise oft von Männern.
Kann natürlich alles sein, kommt sicherlich auch vor.
Auf der anderen Seite gibt es die knallharte Realität. Verhalten von Männern in Machtpositionen, Verhalten von Männern im Fußballbusiness, Statistiken zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz etc. Ich verweise auf den Beitrag von @Toidi
Mich überraschen solchen Meldungen überhaupt gar nicht.
Das soll man ganz unabhängig von der Personalie Stefan Kuntz gesagt sein.
12.01.2026 - 15:15 Uhr
Zitat von FCK_Timmy
Die Dynamik in solchen Fällen ist auch immer sehr interessant. Es werden sich seitenweise die Finger wund geschrieben, um Argumente für den Beschuldigten zu finden.
- Anführen von einzelnen Beispielen, bei denen es wirklich ein Schmierentheater war, um daraus abzuleiten, das wäre die Regel
- Diskreditierung des veröffentlichenden Mediums
- Spekulation auf Verleumdungskampagnen, teilweise sehr verschwörungstheoretisch
- Abtun mit der flapsigen Art des Beschuldigten, die man ja mal falsch verstehen kann
- Heiligsprechung des Rechtssystems (kein Prozess = keine Schuld)
Zufälligerweise oft von Männern.
Kann natürlich alles sein, kommt sicherlich auch vor.
Auf der anderen Seite gibt es die knallharte Realität. Verhalten von Männern in Machtpositionen, Verhalten von Männern im Fußballbusiness, Statistiken zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz etc. Ich verweise auf den Beitrag von @Toidi
Mich überraschen solchen Meldungen überhaupt gar nicht.
Das soll man ganz unabhängig von der Personalie Stefan Kuntz gesagt sein.
Sorry, das finde ich jetzt etwas zu einseitig bzw. polemisch. Die Alternative kann ja auch nicht sein, dass aus jedem Vorwurf (!) direkt eine Bewertung und rechtliche/gesellschaftliche Schuldigsprechung abgeleitet wird. Dafür leben wir eben mal in einem Rechtsstaat.Ich glaube genau diese pauschale Verurteilung (ohne die Kenntnis jeglicher Details!) soll durch die o.g. Aussagen vermieden werden... ich persönlich finde das ehrlich gesagt richtig... Die Dynamik in solchen Fällen ist auch immer sehr interessant. Es werden sich seitenweise die Finger wund geschrieben, um Argumente für den Beschuldigten zu finden.
- Anführen von einzelnen Beispielen, bei denen es wirklich ein Schmierentheater war, um daraus abzuleiten, das wäre die Regel
- Diskreditierung des veröffentlichenden Mediums
- Spekulation auf Verleumdungskampagnen, teilweise sehr verschwörungstheoretisch
- Abtun mit der flapsigen Art des Beschuldigten, die man ja mal falsch verstehen kann
- Heiligsprechung des Rechtssystems (kein Prozess = keine Schuld)
Zufälligerweise oft von Männern.
Kann natürlich alles sein, kommt sicherlich auch vor.
Auf der anderen Seite gibt es die knallharte Realität. Verhalten von Männern in Machtpositionen, Verhalten von Männern im Fußballbusiness, Statistiken zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz etc. Ich verweise auf den Beitrag von @Toidi
Mich überraschen solchen Meldungen überhaupt gar nicht.
Das soll man ganz unabhängig von der Personalie Stefan Kuntz gesagt sein.
Darüber hinaus ist es richtig: natürlich gibt es solche Vorfälle in Unternehmen. Es gehört aber auch zur Wahrheit und zu der harten Realität. dass sich in diesem Bereich in den letzten Jahren wirklich viel getan hat (Verantwortlichkeiten, Prozesse, Transparenz, etc.) und dass das Thema sehr ernst genommen wird. Das kann ich zumindest aus meiner Arbeit im Umfeld Geschäftsführung/Betriebsrat/... berichten. Wenn man pauschal jeden Vorwurf zum Faktum erklärt kommen wir irgendwann zu dem Verhalten in US Unternehmen, in denen Führungskräften aus "Sicherheitsgründen" pauschal nicht alleine mit Frauen in Fahrstühlen mitfahren. Ich weiß nicht ob das die richtige Lösung ist.
Generell finde ich es kurz gesagt nicht richtig pauschal die Personen zu kritisieren, die eine Vorverurteilung ablehnen...
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


