Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
11.01.2026 - 10:45 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Wir haben seit me too ein Problem. Wir führen viele dieser Anschuldigungen von sexueller Belästigung nicht mehr auf der rechtlichen sondern auf der Moralebene. Der Ablauf ist und bleibt immer der selbe. Es gibt einen Vorwurf man stellt Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall und am Ende gibt es im Rahmen des Rechtsstaats eine Verurteilung oder nicht. Alles andere ist von unserer Seite aus nicht zu beurteilen. Deswegen würde ich jedem raten, sich da zurück zu halten und nicht mit der Keule auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Es gibt für so was einen Rechtsstaat und nicht die Boulevardpresse.
Wir haben seit me too ein Problem. Wir führen viele dieser Anschuldigungen von sexueller Belästigung nicht mehr auf der rechtlichen sondern auf der Moralebene. Der Ablauf ist und bleibt immer der selbe. Es gibt einen Vorwurf man stellt Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall und am Ende gibt es im Rahmen des Rechtsstaats eine Verurteilung oder nicht. Alles andere ist von unserer Seite aus nicht zu beurteilen. Deswegen würde ich jedem raten, sich da zurück zu halten und nicht mit der Keule auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Es gibt für so was einen Rechtsstaat und nicht die Boulevardpresse.
Insbesondere bei den letzten beiden Sätzen bin ich vollends bei dir. Allerdings kann man von dem Blatt mit den 4 Buchstaben nicht viel erwarten. Wie viel Reichweite die noch immer bekommen, ist für mich nicht verständlich.
Allerdings gibt es meiner Meinung nach bei dem Thema zwei Probleme:
Erstens gibt es eine Grauzone zwischen dem, was strafrechtlich relevant und was moralisch verwerflich ist. In meiner Generation um 30 ist es meiner Meinung nach völlig zurecht so, dass sexuelle Bemerkungen jeder Art Arbeitsplatz zu verurteilen sind, wenn sie nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Dort kann es schnell zu Missverständnissen und Missinterpretationen kommen. Allerdings sollte man solche auch immer mit einer offenen und ehrlichen Bitte um Entschuldigung ausräumen können. Ja, da ist meine Generation oft auch nicht bereit, über seinen Schatten zu springen und Entschuldigungen und Fehlverhalten zu entschuldigen. Es gibt aber auch Entgleisungen, bei denen es mit einer Bitte um Entschuldigung nicht mehr getan ist. Problematisch ist hier allerdings auch das potenzielle Machtgefälle zwischen einem Vorstand und einer jungen Mitarbeiterin.
Ich würde daher eher sagen, man muss von den Fakten zur Moral und zum Recht kommen. Da bin ich auch wieder vollkommen bei dir: bevor man etwas verurteilt, muss es klare Fakten geben.
Das zweite Problem sehe im Nachweis der Mitarbeiterinnen. Es gibt leider in vielen Unternehmen und Kreisen eine Reihe von Männern, die sich gegenseitig schützt, weil sie das Verhalten für angemessen halten. Natürlich gibt es das Verhalten auch von der anderen Seite. Allerdings kann man da eher von einem Verhältnis 1:100 als 1:10 ausgehen.
11.01.2026 - 10:49 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Wir haben seit me too ein Problem. Wir führen viele dieser Anschuldigungen von sexueller Belästigung nicht mehr auf der rechtlichen sondern auf der Moralebene. Der Ablauf ist und bleibt immer der selbe. Es gibt einen Vorwurf man stellt Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall und am Ende gibt es im Rahmen des Rechtsstaats eine Verurteilung oder nicht. Alles andere ist von unserer Seite aus nicht zu beurteilen. Deswegen würde ich jedem raten, sich da zurück zu halten und nicht mit der Keule auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Es gibt für so was einen Rechtsstaat und nicht die Boulevardpresse.
Ich glaube wir haben ein anderes bzw größeres Problem: Wir haben seit me too ein Problem. Wir führen viele dieser Anschuldigungen von sexueller Belästigung nicht mehr auf der rechtlichen sondern auf der Moralebene. Der Ablauf ist und bleibt immer der selbe. Es gibt einen Vorwurf man stellt Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall und am Ende gibt es im Rahmen des Rechtsstaats eine Verurteilung oder nicht. Alles andere ist von unserer Seite aus nicht zu beurteilen. Deswegen würde ich jedem raten, sich da zurück zu halten und nicht mit der Keule auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Es gibt für so was einen Rechtsstaat und nicht die Boulevardpresse.
- Wenn eine Schuld nachgewiesen wird dann muss der Täter zu Recht mit ernsten Konsequenzen rechnen - finanziell, beruflich, gesellschaftlich, ...
- Wenn der Rechtsstaat allerdings zum Ergebnis kommt, dass der Beschuldigte NICHT schuldig ist, dann muss dieser im vielen Fällen trotzdem mit signifikanten Konsequenzen in den gleichen Bereichen rechnen. Spontan fallen mir Kachelmann und Kevin Spacey ein.
Das ist echt ne schwierige Kiste, mir fällt da ehrlich gesagt auch keine einfache Lösung ein - zumal eine echte Beweisführung in vielen Fällen schwierig ist das es kaum Zeugen oder klare Beweise gibt.
11.01.2026 - 13:07 Uhr
Noch heftiger war der Fall von Andreas Türk. Die totale existenzielle Vernichtung, wegen absolut haltloser Vorwürfe eines Fans mit psychischen Problemen.
Der wichtige Schutz echter Opfer von sexuellen Übergriffen steht dem gegenüber und es braucht auch ein Bewusstsein in der Gesellschaft.
Der richtige Umgang und die Abgrenzung sind oftmals schwierig und es gibt dafür auch keine einfache Lösung.
Beim Boulevard ist das Thema auf jeden Fall in den falschen Händen, genau wie bei selbsternannten Tugend- und Moralwächtern, die darüber nur ihre eigene Bedeutung zu steigern suchen. Leider stürzen sich diese Gruppen mit besonderer Leidenschaft auf jeden prominenten Fall.
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
Der wichtige Schutz echter Opfer von sexuellen Übergriffen steht dem gegenüber und es braucht auch ein Bewusstsein in der Gesellschaft.
Der richtige Umgang und die Abgrenzung sind oftmals schwierig und es gibt dafür auch keine einfache Lösung.
Beim Boulevard ist das Thema auf jeden Fall in den falschen Händen, genau wie bei selbsternannten Tugend- und Moralwächtern, die darüber nur ihre eigene Bedeutung zu steigern suchen. Leider stürzen sich diese Gruppen mit besonderer Leidenschaft auf jeden prominenten Fall.
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
11.01.2026 - 15:25 Uhr
Zitat von Troglauer
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
Was aber voraussetzt, dass es zu einer Ermittlung und dann ggf zu einer Anklageerhebung überhaupt kommt.
Im vorliegenden Fall gibt es soweit öffentlich bekannt keine Strafanzeige gegen Stefan Kuntz. Niemand ermittelt.
Stefan Kuntz ist auch nicht entlassen worden, wogegen er klagen könnte (da müssten dann auch die entsprechenden Sachverhalte aufgeklärt werden, ob die hinreichend belegt sind und für eine fristlose Entlassung reichen).
Kuntz hat seinen Vertrag selbst aufgelöst.
Am Ende wird da gar nichts Richtung „Aufklärung“ passieren, weil es gar keinen Ansatz gibt. Mein Tipp allerdings: Kuntz wird nie wieder als Fußballfunktionär arbeiten.
11.01.2026 - 15:45 Uhr
Es muss auch nicht notwendigerweise etwas strafrechtlich relevantes vorgefallen sein, um eine Trennung zu rechtfertigen. Der HSV hat vermutlich Compliance-Regeln für die Angestellten, und wenn da gravierende Verstöße belegt sein sollten, muss der Aufsichtsrat handeln. Dann wäre die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen mit vorgeschobenen familiären Gründen naheliegend, um einerseits die Gesichter der Beteiligten zu wahren und andererseits einen Prozess vorm Arbeitsgericht zu vermeiden.
Gerade bei bild-Artikeln weiß man aber auch nicht, was stimmt und was aufgebauscht ist.
Beste Grüße
Lullaby
Gerade bei bild-Artikeln weiß man aber auch nicht, was stimmt und was aufgebauscht ist.
Beste Grüße
Lullaby
11.01.2026 - 16:02 Uhr
Zitat von NR-10
Vor allem aber ist in unserer aktuellen Gesellschaft ja alles rechts, sexistisch, beleidigend und was weiß ich, was zum Bsp vor 30 Jahren christlich war (zumindest politisch).
Vor allem aber ist in unserer aktuellen Gesellschaft ja alles rechts, sexistisch, beleidigend und was weiß ich, was zum Bsp vor 30 Jahren christlich war (zumindest politisch).
... nennt man sozialer bzw. gesellschaftlicher Wandel. Vor paar hundert Jahren war es auch in Ordnung Hexen zu verfolgen und vor paar Jahrzehnten durften Frauen auch noch nicht wählen. Das sind natürlich gewichtige Beispiele, die wohl keiner mehr anzweifeln wird, aber Wandel findet auch im "kleineren" statt. Es ist völlig verständlich, dass manches heute nicht mehr "Okay ist" was vor 30 Jahren noch salonfähig war...
Die Welt ist inklusiver geworden, es hören weitaus mehr Menschen zu, die sich dann auch an Dinge stören können oder sich verletzt fühlen, Minderheiten finden heute ganz anders Gehör und die Kommunikationskanäle gehen über die Bild-Zeitung und 3 Fernsehprogramme hinaus. Das hat nicht nur Auswirkungen auf Information die wir täglich bekommen, sondern man kann heute einfacher selbst in den Diskurs gehen und seine Meinungen öffentlich platzieren.
Für Kuntz gilt natürlich die Unschuldsvermutung und wir wissen auch nicht, welchen Anteil die Bild hat... Da auch auf das Rechtssystem verwiesen wird, noch eine Anmerkung: Juristisch unschuldig, muss nicht gleich unschuldig sein... Neben einer Form von moralischer Schuld gibt es in Unternehmen auch Compliance-Regeln. Ein Verstoß oder falsches Verhalten kann Konsequenzen haben, muss aber keine juristische Relevanz haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKFAN am 11.01.2026 um 16:03 Uhr bearbeitet
11.01.2026 - 16:45 Uhr
Zitat von Toidi
Was aber voraussetzt, dass es zu einer Ermittlung und dann ggf zu einer Anklageerhebung überhaupt kommt.
Im vorliegenden Fall gibt es soweit öffentlich bekannt keine Strafanzeige gegen Stefan Kuntz. Niemand ermittelt.
Stefan Kuntz ist auch nicht entlassen worden, wogegen er klagen könnte (da müssten dann auch die entsprechenden Sachverhalte aufgeklärt werden, ob die hinreichend belegt sind und für eine fristlose Entlassung reichen).
Kuntz hat seinen Vertrag selbst aufgelöst.
Am Ende wird da gar nichts Richtung „Aufklärung“ passieren, weil es gar keinen Ansatz gibt. Mein Tipp allerdings: Kuntz wird nie wieder als Fußballfunktionär arbeiten.
Zitat von Troglauer
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
Die Justiz ist nicht vollkommen und die Beweislage oft schwierig aber es gibt keinen besseren Ort, um einen Fall zu behandeln.
Was aber voraussetzt, dass es zu einer Ermittlung und dann ggf zu einer Anklageerhebung überhaupt kommt.
Im vorliegenden Fall gibt es soweit öffentlich bekannt keine Strafanzeige gegen Stefan Kuntz. Niemand ermittelt.
Stefan Kuntz ist auch nicht entlassen worden, wogegen er klagen könnte (da müssten dann auch die entsprechenden Sachverhalte aufgeklärt werden, ob die hinreichend belegt sind und für eine fristlose Entlassung reichen).
Kuntz hat seinen Vertrag selbst aufgelöst.
Am Ende wird da gar nichts Richtung „Aufklärung“ passieren, weil es gar keinen Ansatz gibt. Mein Tipp allerdings: Kuntz wird nie wieder als Fußballfunktionär arbeiten.
Es gibt Rechtsbeistände, die sich auf solche Fälle spezialisiert haben. Man kann davon ausgehen, dass sich SK gut beraten lässt. Steht so ein Vorwurf erstmal im Raum, unabhängig davon ob berechtigt oder unberechtigt, kann es für die Seite des Beschuldigten nur um Schadensbegrenzung gehen und dafür gibt es nicht allzu viele Optionen. Die Sache in aller Öffentlichkeit auszutragen, in leitender Funktion bei einem Bundesligisten, ist auf jeden Fall kein gangbarer Weg, weder für SK, noch für seinen Arbeitgeber. Wenn man die Sache komplett aus der Öffentlichkeit rauszuhalten wollte, hat es aber offensichtlich nicht funktioniert, weshalb auch immer. Trotzdem steht SK jetzt "nur" noch als Privatperson im Fokus und nicht zusammen mit dem ganzen HSV.
Sexuelle Belästigung ist ein Antragsdelikt, ob da noch was kommt oder bereits am Laufen ist, weiß hier keiner. Ich teile deine Prognose aber nicht und kann mir durchaus vorstellen, dass SK noch mal eine Aufgabe im Profifußball übernimmt, sofern die Sache für ihn "positiv" ausgeht. Vor zehn oder sogar fünf Jahren wäre das vielleicht noch etwas anderes gewesen aber heutzutage ist die Gesellschaft auch in die andere Richtung sensibilisiert, weil es einfach zu viele Fälle gab, wo man Leute unberechtigter Weise medial hingerichtet hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 11.01.2026 um 16:48 Uhr bearbeitet
11.01.2026 - 16:46 Uhr
Zitat von Newtrial
Also sexuelle Belästigung wäre eine sehr, sehr ernst zu nehmende Anschuldigung. Sollte die Blöd sich da etwas aus den Fingern gesogen haben, muss er zwingend gerichtlich dagegen vorgehen, das wäre dann nämlich Rufmord hoch drei. Von einem öffentlichen Statement mit Beteuerung der Unschuld raten Anwälte bei so etwas in der Regel ab, auch wenn das dann zum rechtsunkundigen Publikum hin fast schon wie ein Schuldeingeständnis wirken mag. So etwas regelt man ausschließlich auf dem Rechtsweg, weil einem die Medien sonst sowieso jedes Wort im Mund rumdrehen und dann immer irgendwas hängen bleibt; "any promotion is good promotion" gilt für Rufmordkampagnen uneingeschränkt! Leider bleibt bei so etwas aber ohnehin immer etwas hängen, siehe Till Lindemann. Dann heißt es halt eben, er hätte das mit Geld und Promi-Status geregelt.
Es gilt aber die Unschuldsvermutung.
Am ehesten glaube ich, dass das mal wieder eine Glanzleistung dieses Boulevardblattes ist und die öffentliche Begründung von Stefan für seinen Rücktritt weiterhin gültig bleibt.
Zitat von Quaresma1990
Bei Kuntz sehe ich das ähnlich. Er haut schnell mal einen lockeren Spruch raus und tätschelt jeden an, egal ob männlich oder weiblich. Gerade seine "Frauen" Sprüche bzw Witze kennen wir ja noch zu FCK Zeiten. Das kann man schnell mal in den falschen Hals bekommen, wenn man seine Art nicht versteht.
Bei Kuntz sehe ich das ähnlich. Er haut schnell mal einen lockeren Spruch raus und tätschelt jeden an, egal ob männlich oder weiblich. Gerade seine "Frauen" Sprüche bzw Witze kennen wir ja noch zu FCK Zeiten. Das kann man schnell mal in den falschen Hals bekommen, wenn man seine Art nicht versteht.
Also sexuelle Belästigung wäre eine sehr, sehr ernst zu nehmende Anschuldigung. Sollte die Blöd sich da etwas aus den Fingern gesogen haben, muss er zwingend gerichtlich dagegen vorgehen, das wäre dann nämlich Rufmord hoch drei. Von einem öffentlichen Statement mit Beteuerung der Unschuld raten Anwälte bei so etwas in der Regel ab, auch wenn das dann zum rechtsunkundigen Publikum hin fast schon wie ein Schuldeingeständnis wirken mag. So etwas regelt man ausschließlich auf dem Rechtsweg, weil einem die Medien sonst sowieso jedes Wort im Mund rumdrehen und dann immer irgendwas hängen bleibt; "any promotion is good promotion" gilt für Rufmordkampagnen uneingeschränkt! Leider bleibt bei so etwas aber ohnehin immer etwas hängen, siehe Till Lindemann. Dann heißt es halt eben, er hätte das mit Geld und Promi-Status geregelt.
Es gilt aber die Unschuldsvermutung.
Am ehesten glaube ich, dass das mal wieder eine Glanzleistung dieses Boulevardblattes ist und die öffentliche Begründung von Stefan für seinen Rücktritt weiterhin gültig bleibt.
Finde nicht, dass Lindemann hier als geeignetes Beispiel dienen sollte!
Ich finde schon, dass an den Vorwürfen was dran sein könnte, aber ähnlich wie bei bei Kuntz, man weiß es halt nicht!
11.01.2026 - 16:59 Uhr
Zitat von FCKFAN
...
Da auch auf das Rechtssystem verwiesen wird, noch eine Anmerkung: Juristisch unschuldig, muss nicht gleich unschuldig sein... Neben einer Form von moralischer Schuld gibt es in Unternehmen auch Compliance-Regeln. Ein Verstoß oder falsches Verhalten kann Konsequenzen haben, muss aber keine juristische Relevanz haben.
...
Da auch auf das Rechtssystem verwiesen wird, noch eine Anmerkung: Juristisch unschuldig, muss nicht gleich unschuldig sein... Neben einer Form von moralischer Schuld gibt es in Unternehmen auch Compliance-Regeln. Ein Verstoß oder falsches Verhalten kann Konsequenzen haben, muss aber keine juristische Relevanz haben.
Moral ist nicht normiert. Was für den einen moralisch hochgradig verwerflich ist, geht dem anderen quer am Gesäß vorbei. Jeder darf sich sein eigenes, rein subjektives Urteil bilden, das ist richtig aber dabei muss es dann auch bleiben. Konsequenzen darf für den Beschuldigten aber nur ein juristisches Urteil haben. Wir alle wissen natürlich, dass das in der Realität leider häufig anders aussieht.
Compliance Regeln sollen in erster Linie das jeweilige Unternehmen schützen, man verfolgt damit kein "höheres" Ziel, das sollte man immer berücksichtigen, auch wenn sich die Unternehmen natürlich gerne die Weltrettung auf ihre Fahnen schreiben.
11.01.2026 - 17:01 Uhr
Ich finde dieses Thema total daneben und sinnlos. Sind wir hier bei FCK TM oder bei den „Waschweibern“? Wobei ich dieser Berufsgruppe wirklich nichts Böses unterstellen möchte. Ist halt ein Synonym für Geschwätzigkeit und Tratsch.
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