Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
04.11.2023 - 01:39 Uhr
Die Theorie halte ich für reichlich gewagt - Hengen hat Antwerpen meines Erachtens nicht gekickt, weil er sich unendliche Sorgen um das Image des Vereins gemacht hätte.
Und nicht mal deshalb, weil er Antwerpens wegen schlaflose Nächte für eine erfolgreiche Relegation hatte - sein damaliges "erschrocken sein" (irgendeine Begründung braucht's halt) diente einzig dem Zweck, sich eines missliebigen Angestellten zu entledigen, der die neu definierten Positionen in der Führungs-Hierarchie nicht versteht.
Antwerpen war vor Hengen da und hat diesen offensichtlich nach Amtsantritt als Vorgesetzten in keiner Weise akzeptiert. Oder anders gesagt: Die beiden waren wie Hund und Katz - die fanden sich in etwa so sympathisch wie wir beiden Hübschen.
Hengen hat Antwerpen "rausgeschmissen", weil er das wollte und konnte. Da er nicht ganz blöd ist, hat er vorsorglich einen kompetenten und passenden Trainer gescoutet, mit dem er selbst besser klarkommt. Das Ding hätte er so garantiert auch durchgezogen, wenn die Truppe MIT Antwerpen aufgestiegen wäre - Fan-Aufschrei hin oder her. Der weiß halt, wie man das Führungsspiel zockt und wie kurz das Langzeitgedächtnis so ist.
Antwerpen war so dumm, seine eigene Position zu überschätzen und sich seinen neuen Chef von Anfang an zum Feind zu machen. Er hat nicht geblickt, dass dieser selbst bei Aufstieg am längeren Hebel sitzt und sich der Illusion hingegeben, er würde ihn bei Erfolg einfach überstrahlen. Als er endlich kapiert hat, dass seine Zeit unter diesem Sportchef selbst bei Aufstieg wohl abläuft, war's dann auch vorbei mit der sportlichen Souveränität.
Die Folge war die "Herschenkung" des direkten Aufstiegsplatzes, keineswegs der "alles entscheidende Grund".
Antwerpen hat sich damals bei uns verzockt. Mal wieder. Denn genau das ist sein Problem: Er kommt nicht klar mit Hierarchien (Siehe Münster, siehe Braunschweig, siehe Würzburg). DAS dürfte mittlerweile "in der Szene" bekannt sein - und eine Neuanstellung für ihn stark erschweren.
Welches Bild der Trainer nach außen hin transportiert, dürfte hingegen den meisten Clubs ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen - zumal man ein solcherart "schlechtes Image" heuer ja ohne weiteres auch erfolgreich vermarkten kann.
Marco Antwerpen hat uns damals den A.rsch gerettet. Das werde ich ihm niemals vergessen. Ein Trainergott war er nicht unbedingt, aber ohne einen anderen Typ als ihn wären wir zu der Zeit verloren gewesen.
Ich hoffe stark, dass er bald die Chance bekommt, seine Qualitäten erneut unter Beweis zu stellen - und das in einem Rahmen, der sowohl seinen Stärken entgegen kommt als auch ihm selbst den nötigen "Lernzuwachs" ermöglicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bongarce am 04.11.2023 um 01:42 Uhr bearbeitet
04.11.2023 - 08:41 Uhr
Zitat von bongarce
...404 Wörter...
Hengen hat Antwerpen "rausgeschmissen", weil er das wollte und konnte.
...404 Wörter...
Hengen hat Antwerpen "rausgeschmissen", weil er das wollte und konnte.
Vor dieser "Analyse" - oder sollte ich "Anneliese" sagen? - ziehe ich meinen virtuellen Hut und widerrufe hiermit meinen Erklärungsversuch! So agieren Profis, ganz klar!
Zitat von bongarce
Die beiden waren wie Hund und Katz - die fanden sich in etwa so sympathisch wie wir beiden Hübschen.
Die beiden waren wie Hund und Katz - die fanden sich in etwa so sympathisch wie wir beiden Hübschen.
Du bist nicht hübsch! Aber davon abgesehen: Hengen hat mit dieser Trainerentlssung seinen eigenen Kopf riskiert und wäre mit Schimpf und Schande vom Berg gejagt worden, wenn das nicht funktioniert hätte. Heute würde er hier im selben Atemzug mit Bader, Banf, Notzon und Grotepaß genannt werden. Aber ganz klar, so ein persönliches Risiko gehe ich natürlich ein, weil mir die Nasenspitze meines leitenden Angestellten nicht passt.
Thomas Hengen hat sich da - ohne Beachtung möglicher persönlicher Folgen - für das, was er für das "Wohl des Vereins" hielt, um ein Haar in sein Schwert gestürzt. Und du kommst daher und sagst, dass persönliche Animositäten und das Gefühl eigener Machtvollkommenheit dabei den Ausschlag gegeben haben.
Aber wir sind ein freies Land! Manchmal.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 04.11.2023 um 08:49 Uhr bearbeitet
04.11.2023 - 08:58 Uhr
Kurze Frage in die Runde:
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
04.11.2023 - 09:01 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Kurze Frage in die Runde:
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
Kurze Frage in die Runde:
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
Weil wir es wollen und können!

Nein, hast recht, die Diskussion ist sinnbefreit.
04.11.2023 - 09:04 Uhr
@bongarce
Dass Hengen so oder so ohne Antwerpen in die zweite Liga gehen wollte, halte ich für plausibel. Dahingehend würde ich auch Antwerpens Aussage einordnen, wonach keine Vertragsgespräche für die zweite Liga stattgefunden haben. Denn wenn man von einem Trainer überzeugt ist und mit ihm mittelfristig weitermachen will, passt man dessen Vertrag vielleicht auch noch an ein paar Stellen an, statt schlicht eine Verlängerungsklausel im alten Vertrag greifen zu lassen. Da geht es auch um Wertschätzung, und dass das zwischen Hengen und Antwerpen kein Thema war, halte ich ebenfalls für plausibel.
Dennoch kommt mir in deinem Beitrag zu kurz, dass Hengen mit dem Wechsel *in dieser Situation* auch seinen eigenen Job aufs Spiel gesetzt hat. Er hätte ja auch die Handlungsoption gehabt, Antwerpen die Relegation spielen zu lassen. Wäre er gescheitert, hätte es keinen Anschlussvertrag gegeben und Hengen hätte das Thema äußerst elegant lösen können. Und außer den paar wenigen, die einen Impuls für dringend notwendig hielten (Stärkung Antwerpens Position oder Wechsel), hätte niemand Hengen das Nichtstun zum Vorwurf gemacht. Siehe Stimmungslage hier im Forum Anfang Mai 2022. Hätte er die Relegation gemeistert, hätte Hengen mit der mauen spielerischen Entwicklung in der Rückrunde 21/22, dem Einbruch zum Ende der regulären Saison und Antwerpens Bilanz in der zweiten Liga immerhin ein paar (teils bessere, teils schwächere) Sachargumente gehabt, um einen Wechsel zu rechtfertigen, auch wenn es sicherlich Gegenwind gegeben hätte.
Durch den Wechsel vor der Relegation musste Hengens neuer Trainer aber das Ding zwingend ziehen. Wir waren in der Relegation insgesamt etwas besser, aber ehrlich gesagt hätten Kleinigkeiten gereicht, damit Dresden das Ding gezogen hätte. Hengen wäre dann der … gewesen, der „ohne Not einen eigentlich erfolgreichen und vor allem äußerst beliebten Trainer freigestellt“ habe *und* - und das ist der Unterschied zu einer Freistellung nach Aufstieg unter Antwerpen - „der den immer noch möglichen Aufstieg weggeworfen“ habe, indem er einen Trainer geholt hat, der „die Truppe nicht kennt und nicht hinter sich hat“. Noch einmal sei auf die damaligen Diskussionen hier verwiesen.
Ich kaufe aufgrund dieser Interessenlage nicht das Narrativ, wonach Hengen nur auf den erstbesten Moment gewartet habe, um einen aufmüpfigen und ihm unsympathischen Angestellten loszuwerden.
Man kann Hengen meinetwegen den Vorwurf machen, dass der Einbruch am Ende der Saison zu vermeiden gewesen wäre, wenn er nach dem Sieg über Saarbrücken Antwerpens Position wirklich gestärkt hätte, statt sich dieses „Ja“ im SWR-Interview rauszuwürgen. In der Retrospektive erscheint das zwar wenig fundiert, da „der Neue“ in einer Zweitligahalbserie bei zwei Niederlagen 29 Punkte gemacht hat und keiner weiß, ob Antwerpen auch nur in die Nähe dieser Marke gekommen wäre. Aber ich würde wohl leise zustimmen, wenn man bei Hengen eine Mitverantwortung für den schlechten Saisonendspurt sehen wollte.
In der Situation, in der dann alles auf dem Spiel stand, hat Hengen meines Erachtens aber richtig agiert. Und dabei wie gesagt so viel eigenen Kredit riskiert, dass dahinter in meinen Augen überwiegend rationale Erwägungen gestanden haben *müssen*.
Dass Hengen so oder so ohne Antwerpen in die zweite Liga gehen wollte, halte ich für plausibel. Dahingehend würde ich auch Antwerpens Aussage einordnen, wonach keine Vertragsgespräche für die zweite Liga stattgefunden haben. Denn wenn man von einem Trainer überzeugt ist und mit ihm mittelfristig weitermachen will, passt man dessen Vertrag vielleicht auch noch an ein paar Stellen an, statt schlicht eine Verlängerungsklausel im alten Vertrag greifen zu lassen. Da geht es auch um Wertschätzung, und dass das zwischen Hengen und Antwerpen kein Thema war, halte ich ebenfalls für plausibel.
Dennoch kommt mir in deinem Beitrag zu kurz, dass Hengen mit dem Wechsel *in dieser Situation* auch seinen eigenen Job aufs Spiel gesetzt hat. Er hätte ja auch die Handlungsoption gehabt, Antwerpen die Relegation spielen zu lassen. Wäre er gescheitert, hätte es keinen Anschlussvertrag gegeben und Hengen hätte das Thema äußerst elegant lösen können. Und außer den paar wenigen, die einen Impuls für dringend notwendig hielten (Stärkung Antwerpens Position oder Wechsel), hätte niemand Hengen das Nichtstun zum Vorwurf gemacht. Siehe Stimmungslage hier im Forum Anfang Mai 2022. Hätte er die Relegation gemeistert, hätte Hengen mit der mauen spielerischen Entwicklung in der Rückrunde 21/22, dem Einbruch zum Ende der regulären Saison und Antwerpens Bilanz in der zweiten Liga immerhin ein paar (teils bessere, teils schwächere) Sachargumente gehabt, um einen Wechsel zu rechtfertigen, auch wenn es sicherlich Gegenwind gegeben hätte.
Durch den Wechsel vor der Relegation musste Hengens neuer Trainer aber das Ding zwingend ziehen. Wir waren in der Relegation insgesamt etwas besser, aber ehrlich gesagt hätten Kleinigkeiten gereicht, damit Dresden das Ding gezogen hätte. Hengen wäre dann der … gewesen, der „ohne Not einen eigentlich erfolgreichen und vor allem äußerst beliebten Trainer freigestellt“ habe *und* - und das ist der Unterschied zu einer Freistellung nach Aufstieg unter Antwerpen - „der den immer noch möglichen Aufstieg weggeworfen“ habe, indem er einen Trainer geholt hat, der „die Truppe nicht kennt und nicht hinter sich hat“. Noch einmal sei auf die damaligen Diskussionen hier verwiesen.
Ich kaufe aufgrund dieser Interessenlage nicht das Narrativ, wonach Hengen nur auf den erstbesten Moment gewartet habe, um einen aufmüpfigen und ihm unsympathischen Angestellten loszuwerden.
Man kann Hengen meinetwegen den Vorwurf machen, dass der Einbruch am Ende der Saison zu vermeiden gewesen wäre, wenn er nach dem Sieg über Saarbrücken Antwerpens Position wirklich gestärkt hätte, statt sich dieses „Ja“ im SWR-Interview rauszuwürgen. In der Retrospektive erscheint das zwar wenig fundiert, da „der Neue“ in einer Zweitligahalbserie bei zwei Niederlagen 29 Punkte gemacht hat und keiner weiß, ob Antwerpen auch nur in die Nähe dieser Marke gekommen wäre. Aber ich würde wohl leise zustimmen, wenn man bei Hengen eine Mitverantwortung für den schlechten Saisonendspurt sehen wollte.
In der Situation, in der dann alles auf dem Spiel stand, hat Hengen meines Erachtens aber richtig agiert. Und dabei wie gesagt so viel eigenen Kredit riskiert, dass dahinter in meinen Augen überwiegend rationale Erwägungen gestanden haben *müssen*.
04.11.2023 - 09:10 Uhr
Eigentlich ist alles gesagt. Nur als Fußnotiz es ist ja inzwischen allgemein bekannt, dass wenn Antwerpen gegen Mannheim in der Hinrunde verloren hätte, sein Nachfolger Dirk Schuster gewesen wäre.
Imgrunde hat sich dieser Prozess also nur um eine halbe Saison nach hinten geschoben. Hengen konnte nicht mit Antwerpen und die Trennung war logisch.
Imgrunde hat sich dieser Prozess also nur um eine halbe Saison nach hinten geschoben. Hengen konnte nicht mit Antwerpen und die Trennung war logisch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Josh_Simpson am 04.11.2023 um 09:12 Uhr bearbeitet
04.11.2023 - 09:22 Uhr
Jeder Trainer bringt sich selbst und seinen Charakter mit. Bei manchen hat das mehr Impact auf ihre Arbeit und bei manchen weniger. Es gibt unter den Trainern den Typ "universell", den kannst du in so ziemlich jedes Team holen und der wird liefern, und es gibt die speziellen, die für bestimmte Situationen genau die richtigen Typen sind.
Ich glaube nicht, dass Ante, nur weil er bei uns zu dem richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war, darauf reduziert werden kann als sog. Feuerwehrmann zu gelten. Es war ja nicht nur die Mannschaft am Ende sondern der ganze Verein. Jahre der Grabenkämpfe, meinungsstarke Öffentlichkeitsarbeiter in eigener Sache und dazu die Insolvenz. Wenn das nicht auch auf die Mannschaft ausstrahlt, was dann?
Ich kann auch nicht glauben, dass er als Trainer der Mannschaft den Glauben, die Gier und den Spaß zurück gebracht hat. Das hat sie sich meines Erachtens selbst erspielt (Waldhof). Ante konnte dieses psychologische Phänomen aber nutzen. Aber er war nicht dessen Vater. Das war der Schiri und der Trotz der Mannschaft. Da hat ein Jean Zimmer sicher auch seinen Anteil an der Wut und dem Mut und der Geschlossenheit der zwei Viererreihen, die gegen 11 Waldhöfer das Tor sauber gehalten hat. Diese 2. Halbzeit wird unvergessen bleiben.
Und Ante hat das ausgereizt. Was ihm niemand krumm nehmen sollte. Er hat mit dem gearbeitet, was er hatte und das war dann sein Pfund. Weil er es konnte. Wir zehren immer noch von diesem Momentum, von dieser Wagenburgmentalität, die wieder(!) unsere Religion geworden ist. Das geht aber auch nur, da von Vereinsseite das ganze mitgetragen und mit- bzw. vorgelebt wird. Das fängt damit an, dass Interna intern bleiben und die Fans nicht mehr, wie bei Banf und Merk, als Nörgler gestempelt werden. Und dann gilt eben der Spruch von Norbert, der jüngst von der West choreografiert wurde.
Ich glaube nicht, dass Ante, nur weil er bei uns zu dem richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war, darauf reduziert werden kann als sog. Feuerwehrmann zu gelten. Es war ja nicht nur die Mannschaft am Ende sondern der ganze Verein. Jahre der Grabenkämpfe, meinungsstarke Öffentlichkeitsarbeiter in eigener Sache und dazu die Insolvenz. Wenn das nicht auch auf die Mannschaft ausstrahlt, was dann?
Ich kann auch nicht glauben, dass er als Trainer der Mannschaft den Glauben, die Gier und den Spaß zurück gebracht hat. Das hat sie sich meines Erachtens selbst erspielt (Waldhof). Ante konnte dieses psychologische Phänomen aber nutzen. Aber er war nicht dessen Vater. Das war der Schiri und der Trotz der Mannschaft. Da hat ein Jean Zimmer sicher auch seinen Anteil an der Wut und dem Mut und der Geschlossenheit der zwei Viererreihen, die gegen 11 Waldhöfer das Tor sauber gehalten hat. Diese 2. Halbzeit wird unvergessen bleiben.
Und Ante hat das ausgereizt. Was ihm niemand krumm nehmen sollte. Er hat mit dem gearbeitet, was er hatte und das war dann sein Pfund. Weil er es konnte. Wir zehren immer noch von diesem Momentum, von dieser Wagenburgmentalität, die wieder(!) unsere Religion geworden ist. Das geht aber auch nur, da von Vereinsseite das ganze mitgetragen und mit- bzw. vorgelebt wird. Das fängt damit an, dass Interna intern bleiben und die Fans nicht mehr, wie bei Banf und Merk, als Nörgler gestempelt werden. Und dann gilt eben der Spruch von Norbert, der jüngst von der West choreografiert wurde.
04.11.2023 - 09:25 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Dennoch kommt mir in deinem Beitrag zu kurz, dass Hengen mit dem Wechsel *in dieser Situation* auch seinen eigenen Job aufs Spiel gesetzt hat. Er hätte ja auch die Handlungsoption gehabt, Antwerpen die Relegation spielen zu lassen. Wäre er gescheitert, hätte es keinen Anschlussvertrag gegeben und Hengen hätte das Thema äußerst elegant lösen können. Und außer den paar wenigen, die einen Impuls für dringend notwendig hielten (Stärkung Antwerpens Position oder Wechsel), hätte niemand Hengen das Nichtstun zum Vorwurf gemacht.
Dennoch kommt mir in deinem Beitrag zu kurz, dass Hengen mit dem Wechsel *in dieser Situation* auch seinen eigenen Job aufs Spiel gesetzt hat. Er hätte ja auch die Handlungsoption gehabt, Antwerpen die Relegation spielen zu lassen. Wäre er gescheitert, hätte es keinen Anschlussvertrag gegeben und Hengen hätte das Thema äußerst elegant lösen können. Und außer den paar wenigen, die einen Impuls für dringend notwendig hielten (Stärkung Antwerpens Position oder Wechsel), hätte niemand Hengen das Nichtstun zum Vorwurf gemacht.
Das ist genau ist der springende Punkte. Hengen hätte sich einfach schadlos halten können, indem er Antwerpen die Relegation spielen lässt und abwartet, was passiert. Für ihn persönlich wäre das wesentlich risikofreier gewesen.
Aber das Wohl des Vereins war ihm wichtiger als der Selbstschutz. Also ist er mit dieser unpopulären Entscheidung voll ins persönliche Risiko gegangen. Und das ist ihm sehr hoch anzurechnen.
Manch ein Fußball-Funktionär hätte so was nicht gemacht - weil ihm der Schutz des eigenen Egos und des eigenen Postens wichtiger gewesen wäre.
04.11.2023 - 10:29 Uhr
Ich kann nichts damit anfangen, wenn man jetzt die Rolle von Antwerpen am Turnaround kleinreden oder relativieren will. Wir hatten in den letzten Jahren so oft "Aha-Erlebnisse", besondere Spiele oder Miniserien, die aber alle zu nichts geführt haben und nur Strohfeuer waren.
Natürlich hat Antwerpen die Relegation nicht alleine erreicht und er hat auch nicht alleine im letzten Moment verhindert, dass wir in die Regionalliga abgestiegen sind. Im Nachhinein kann jeder alles behaupten aber ich bin mir sehr sicher, dass wir ohne Antwerpen in der Saison davor abgestiegen wären und ohne ihn und Spieler wie Klingenburg oder Wunderlich, der ohne Antwerpen wahrscheinlich gar nicht zum FCK gewechselt wäre, würden wir heute vermutlich keine großen Töne spucken, sondern dürften zähneknirschend unser Magenta Abo verlängern und uns mit 3. Liga-Fußball quälen oder gleich über die Dörfer tingeln.
Natürlich kamen viele positive Effekte zusammen, der Verein ist seit Insolvenz und dem Einstieg der Investoren endlich in ruhigerem Fahrwasser, Hengen macht einen sehr guten Job aber als Antwerpen kam, waren wir klinisch Tod. Unter ihm haben wir den zentnerschweren Bock endlich umgestoßen und zum ersten Mal seit Ewigkeiten stand wieder eine richtige Mannschaft auf dem Platz, die einen länger als drei Spiele hoffen ließ und das werde ich ihm nie vergessen.
Natürlich hat Antwerpen die Relegation nicht alleine erreicht und er hat auch nicht alleine im letzten Moment verhindert, dass wir in die Regionalliga abgestiegen sind. Im Nachhinein kann jeder alles behaupten aber ich bin mir sehr sicher, dass wir ohne Antwerpen in der Saison davor abgestiegen wären und ohne ihn und Spieler wie Klingenburg oder Wunderlich, der ohne Antwerpen wahrscheinlich gar nicht zum FCK gewechselt wäre, würden wir heute vermutlich keine großen Töne spucken, sondern dürften zähneknirschend unser Magenta Abo verlängern und uns mit 3. Liga-Fußball quälen oder gleich über die Dörfer tingeln.
Natürlich kamen viele positive Effekte zusammen, der Verein ist seit Insolvenz und dem Einstieg der Investoren endlich in ruhigerem Fahrwasser, Hengen macht einen sehr guten Job aber als Antwerpen kam, waren wir klinisch Tod. Unter ihm haben wir den zentnerschweren Bock endlich umgestoßen und zum ersten Mal seit Ewigkeiten stand wieder eine richtige Mannschaft auf dem Platz, die einen länger als drei Spiele hoffen ließ und das werde ich ihm nie vergessen.
04.11.2023 - 10:39 Uhr
Zitat von Newtrial
Weil wir es wollen und können!
Nein, hast recht, die Diskussion ist sinnbefreit.
Zitat von Ivo_Ilicevic
Kurze Frage in die Runde:
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
Kurze Frage in die Runde:
Warum genau diskutieren wir nach 1 1/2 Jahren immer noch über dieses Thema?
Weil wir es wollen und können!

Nein, hast recht, die Diskussion ist sinnbefreit.
Was wir hier miteinander bereden und diskutieren, ist doch komplett irrelevant und damit ausnahmslos sinnbefreit oder schreiben wir hier an der offiziellen Chronik des FCK?
Warum soll man dann nicht die trölfmillionste Kuntz-, Schommers oder Antwerpendebatte führen, solange es Spaß (oder auch nicht) macht, erst recht in einem Thread, der das Ex schon in Namen führt
.Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 04.11.2023 um 10:41 Uhr bearbeitet
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