Die Kurve
19.01.2012 - 21:56 Uhr
Zitat von espadin:
Schon interessant zu sehen, wie die Diskussion von personalisierten Karten hin zu Kleidungsvorschriften gekommen ist.
Personalisierte Karten finde ich schon grenzwertig, aber noch im Rahmen, d.h. personalisierte Karten sind noch kein zu starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen. Letztlich steht auf der Karte nur mein Name und am Stadion zeige ich meinen Ausweis vor. Mache ich auch jetzt schon, wenn ich ermäßigte Karten kaufen kann und die Berechtigung dafür vorzeigen muss. Bestelle ich im Ticket-Center ist mein Name auch dort hinterlegt. Je nachdem, was dort gespeichert wird, könnte letztlich über die Kartennummer meine Identität ermittelt werden. Nur wenn ich an der Kasse kaufe, bleibe ich anonym. Durch die Personalisierung kann man nun auch verhindern, dass Stadionverbotler ins Stadion kommen. Für mich also eine Maßnahme, die sich im Rahmen des Duldbaren bewegt.
Was ich nun gar nicht verstehen kann, ist die Diskussion über Kapuzenverbote o.ä. Im alten Thread wurde ein Auszug aus der Wkipedia zitiert, der gut zeigt, wie schwammig das Vermummungsverbot eigentlich ist. Dort wurde das Mitführen von zur Vermummung geeigneten Gegenständen schon als Ordnungswidrigkeit genannt. Was bedeutet das nun? Die Kapuze allein reicht nicht aus, um sich zu vermummen. Die Kapute mit Schal und Sonnenbrille? Nun ja...Jeder Skifahrer ist da noch vermummter...
Im Stadion habe ich da sogar noch mehr Möglichkeiten, ganz ohne Kapuze. Ich nehme mir einfach meine Fan-(Pudel-)Mütze und meinen Fanschal. Den kann ich dann im geeigneten Moment so ins Gesicht ziehen, dass ich vermummt im Block bin, ohne vermummt ins Stadion gegangen zu sein...alternativ kann ich auch mein T-Shirt ausziehen und es mir ums Gesicht binden...
Der Mensch hat immer die Möglichkeit, sich zu vermummen, wenn er es denn will. Der Ruf nach einem Kapuzenverbot bringt da gar nichts. Und der Pyromane, der sich vermummen will, nutzt eben andere (Beispiele habe ich ja genannt) Möglichkeiten, sich dann im Block zu vermummen um unerkannt zu zündeln.
und mal ein Beispiel von meinem vorletzten Stadionbesuch: Es war eisig kalt, man war durchnässt von Regen und es stürmte. Das Dach hat nicht viel geholfen, weil der Wind den Regen unter das Dach getragen hat. Da stand ich nun, mit Mütze und Kapuze auf dem Kopf und den Schal tief ins Gesicht gezogen, um mich einigermaßen vor Wind, Kälte und Regen zu schützen. Streng genommen war ich vermummt. Meine einzige Absicht war aber, das Bier so schnell wie möglich zu trinken, damit ich meine Hand wieder in die Tasche stecken konnte, denn die Handschuhe hatte ich zuhause vergessen...(im übrigen sind sogar nicht wenige ohne Abtasten durch die Ordner in den Block gekommen...und obwohl da ganz viele Kapuzenträger und anders Vermummte (witterungsbedingt) standen, ist nichts passiert...
Ein Kapuzenverbot verhindert keine Straftaten. Also sollten wir dieses Thema auch ruhen lassen.
Nur helfen uns personalisierte Karten bei konkreten Straftaten wahrscheinlich auch wenig...
Es ist letztlich eh kaum durchsetzbar und daher müßig, darüber zu dikutieren. (die Kaputzen-Geschichte)
In letzter Konsequenz bleibt dann für den Verein, sollte sich die Situation weiter verschlechtern bzw. nicht verbessern, einfach nur, weniger Zuschauer ins Stadion zu lassen, die Zahl der Ordner zu erhöhen und somit die Wahrscheinlichkeit, in der konkreten Situation eingreifen zu können, zu erhöhen.
Schon interessant zu sehen, wie die Diskussion von personalisierten Karten hin zu Kleidungsvorschriften gekommen ist.
Personalisierte Karten finde ich schon grenzwertig, aber noch im Rahmen, d.h. personalisierte Karten sind noch kein zu starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen. Letztlich steht auf der Karte nur mein Name und am Stadion zeige ich meinen Ausweis vor. Mache ich auch jetzt schon, wenn ich ermäßigte Karten kaufen kann und die Berechtigung dafür vorzeigen muss. Bestelle ich im Ticket-Center ist mein Name auch dort hinterlegt. Je nachdem, was dort gespeichert wird, könnte letztlich über die Kartennummer meine Identität ermittelt werden. Nur wenn ich an der Kasse kaufe, bleibe ich anonym. Durch die Personalisierung kann man nun auch verhindern, dass Stadionverbotler ins Stadion kommen. Für mich also eine Maßnahme, die sich im Rahmen des Duldbaren bewegt.
Was ich nun gar nicht verstehen kann, ist die Diskussion über Kapuzenverbote o.ä. Im alten Thread wurde ein Auszug aus der Wkipedia zitiert, der gut zeigt, wie schwammig das Vermummungsverbot eigentlich ist. Dort wurde das Mitführen von zur Vermummung geeigneten Gegenständen schon als Ordnungswidrigkeit genannt. Was bedeutet das nun? Die Kapuze allein reicht nicht aus, um sich zu vermummen. Die Kapute mit Schal und Sonnenbrille? Nun ja...Jeder Skifahrer ist da noch vermummter...
Im Stadion habe ich da sogar noch mehr Möglichkeiten, ganz ohne Kapuze. Ich nehme mir einfach meine Fan-(Pudel-)Mütze und meinen Fanschal. Den kann ich dann im geeigneten Moment so ins Gesicht ziehen, dass ich vermummt im Block bin, ohne vermummt ins Stadion gegangen zu sein...alternativ kann ich auch mein T-Shirt ausziehen und es mir ums Gesicht binden...
Der Mensch hat immer die Möglichkeit, sich zu vermummen, wenn er es denn will. Der Ruf nach einem Kapuzenverbot bringt da gar nichts. Und der Pyromane, der sich vermummen will, nutzt eben andere (Beispiele habe ich ja genannt) Möglichkeiten, sich dann im Block zu vermummen um unerkannt zu zündeln.
und mal ein Beispiel von meinem vorletzten Stadionbesuch: Es war eisig kalt, man war durchnässt von Regen und es stürmte. Das Dach hat nicht viel geholfen, weil der Wind den Regen unter das Dach getragen hat. Da stand ich nun, mit Mütze und Kapuze auf dem Kopf und den Schal tief ins Gesicht gezogen, um mich einigermaßen vor Wind, Kälte und Regen zu schützen. Streng genommen war ich vermummt. Meine einzige Absicht war aber, das Bier so schnell wie möglich zu trinken, damit ich meine Hand wieder in die Tasche stecken konnte, denn die Handschuhe hatte ich zuhause vergessen...(im übrigen sind sogar nicht wenige ohne Abtasten durch die Ordner in den Block gekommen...und obwohl da ganz viele Kapuzenträger und anders Vermummte (witterungsbedingt) standen, ist nichts passiert...
Ein Kapuzenverbot verhindert keine Straftaten. Also sollten wir dieses Thema auch ruhen lassen.
Nur helfen uns personalisierte Karten bei konkreten Straftaten wahrscheinlich auch wenig...
Es ist letztlich eh kaum durchsetzbar und daher müßig, darüber zu dikutieren. (die Kaputzen-Geschichte)
In letzter Konsequenz bleibt dann für den Verein, sollte sich die Situation weiter verschlechtern bzw. nicht verbessern, einfach nur, weniger Zuschauer ins Stadion zu lassen, die Zahl der Ordner zu erhöhen und somit die Wahrscheinlichkeit, in der konkreten Situation eingreifen zu können, zu erhöhen.
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat
Was bringen uns Verbote, die keinen Nutzen haben aber nur Schaden? Nur den Verlust von Freiheit für das vermeintliche Gefühl von Sicherheit. Und weil auch die Bahnhöfe genannt wurden. Ja, es gibt die Totalüberwachung an Bahnhöfen und nein, schön finde ich das nicht. Aber haben diese Kameras auch nur eine Straftat verhindert? Es heißt doch immer so schön: "Dieses Gebiet/Gelände wird zu ihrer eigenen Sicherheit videoüberwacht"
Aber haben diese Kameras wirklich Sicherheit gebracht?
Um mal ein Beispiel zu nennen: In Berlin kommt es ja bekanntlich seit mehreren Monaten regelmäßig in U-Bahnhöfen zu Gewaltakten von irgendwelchen Bekloppten gegen andere Fahrgäste. Diese Fälle werden nahezu immer aufgeklärt, weil unter anderem durch die Kamerabilder die Täter identifiziert werden können. Dass das einige Verrückte nicht davon abhält, trotzdem blind drauf los zu schlagen, ist schlimm genug, aber immerhin können diese Leute dann auch bestraft werden, während im Fußball gerne mal der Verein zahlen muss, weil ihm die Personen unbekannt bleiben.
Aber Sicherheit haben diese Kameras nicht gebracht. (auch wenn ich es gut finde, dass diese Taten aufgeklärt werden, verhindert(!) wurden sie nicht - man möge mir aber glauben, dass es durchaus einen inneren Zwiespalt zwischen den positven Effekten und dem allgemeinen Unwohlsein bei Videokameras in der Öffentlichkeit gibt. Ich finde es ja auch unnötig, dass die Polizei bei Demonstrationen immer schön mit der Kamera rumspielt, auch wenn ich nichts zu verbergen habe, unwohl ist mir trotzdem)
Beim Fußball ist eher das Problem, dass es sich um eine eigene Gerichtsbarkeit handelt. Hier verhängt der DFB die Strafen. Der DFB macht dann die Vereine verantwortlich, die ja mitunter versuchen diese Strafen dann über Zivilprozesse auf die Schuldigen abzugeben.
(erscheint mir aber gerade leicht offtopic)
edit:
Zitat von lusor:
Zitat von espadin:
"Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit."
(Benjamin Franklin)
Man Leute, hört auf Zitate großer Persönlichkeiten zu missbrauchen. Das ist lächerlich.
Franklin hat dieses Zitat nicht für Sportveranstaltungen eingesetzt.
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Dass ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Zitat von Tomminho:
Nur helfen uns personalisierte Karten bei konkreten Straftaten wahrscheinlich auch wenig...
Wahrscheinlich, ja. Sie können lediglich im Vorfeld dazu dienen, einigen den Zutritt zu unterbinden, da sie keine Karte erwerben können.
Dass eine personalisierte Karte mit Lichtbildausweiskontrolle keine garantierte Sicherheit bringt und man dies auch umgehen kann, dürfte leider auch klar sein.
Zitat
Was bringen uns Verbote, die keinen Nutzen haben aber nur Schaden? Nur den Verlust von Freiheit für das vermeintliche Gefühl von Sicherheit. Und weil auch die Bahnhöfe genannt wurden. Ja, es gibt die Totalüberwachung an Bahnhöfen und nein, schön finde ich das nicht. Aber haben diese Kameras auch nur eine Straftat verhindert? Es heißt doch immer so schön: "Dieses Gebiet/Gelände wird zu ihrer eigenen Sicherheit videoüberwacht"
Aber haben diese Kameras wirklich Sicherheit gebracht?
Um mal ein Beispiel zu nennen: In Berlin kommt es ja bekanntlich seit mehreren Monaten regelmäßig in U-Bahnhöfen zu Gewaltakten von irgendwelchen Bekloppten gegen andere Fahrgäste. Diese Fälle werden nahezu immer aufgeklärt, weil unter anderem durch die Kamerabilder die Täter identifiziert werden können. Dass das einige Verrückte nicht davon abhält, trotzdem blind drauf los zu schlagen, ist schlimm genug, aber immerhin können diese Leute dann auch bestraft werden, während im Fußball gerne mal der Verein zahlen muss, weil ihm die Personen unbekannt bleiben.
Aber Sicherheit haben diese Kameras nicht gebracht. (auch wenn ich es gut finde, dass diese Taten aufgeklärt werden, verhindert(!) wurden sie nicht - man möge mir aber glauben, dass es durchaus einen inneren Zwiespalt zwischen den positven Effekten und dem allgemeinen Unwohlsein bei Videokameras in der Öffentlichkeit gibt. Ich finde es ja auch unnötig, dass die Polizei bei Demonstrationen immer schön mit der Kamera rumspielt, auch wenn ich nichts zu verbergen habe, unwohl ist mir trotzdem)
Beim Fußball ist eher das Problem, dass es sich um eine eigene Gerichtsbarkeit handelt. Hier verhängt der DFB die Strafen. Der DFB macht dann die Vereine verantwortlich, die ja mitunter versuchen diese Strafen dann über Zivilprozesse auf die Schuldigen abzugeben.
(erscheint mir aber gerade leicht offtopic)
edit:
Zitat von lusor:
Zitat von espadin:
"Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit."
(Benjamin Franklin)
Man Leute, hört auf Zitate großer Persönlichkeiten zu missbrauchen. Das ist lächerlich.
Franklin hat dieses Zitat nicht für Sportveranstaltungen eingesetzt.
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Dass ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Zitat von Tomminho:
Nur helfen uns personalisierte Karten bei konkreten Straftaten wahrscheinlich auch wenig...
Wahrscheinlich, ja. Sie können lediglich im Vorfeld dazu dienen, einigen den Zutritt zu unterbinden, da sie keine Karte erwerben können.
Dass eine personalisierte Karte mit Lichtbildausweiskontrolle keine garantierte Sicherheit bringt und man dies auch umgehen kann, dürfte leider auch klar sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von espadin am 20.01.2012 um 14:43 Uhr bearbeitet
Zitat von espadin:
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Das ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Trotzdem ist das Zitat völlig deplatziert! Es geht nämlich nicht darum grundlegende Freiheiten aufzugeben! Du sollst auch deine Grundhaltung nicht ändern.
Was ist eigentlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten des Vereins, entstanden durch die Chaoten?
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Das ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Trotzdem ist das Zitat völlig deplatziert! Es geht nämlich nicht darum grundlegende Freiheiten aufzugeben! Du sollst auch deine Grundhaltung nicht ändern.
Was ist eigentlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten des Vereins, entstanden durch die Chaoten?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von lusor am 20.01.2012 um 14:47 Uhr bearbeitet
Zitat von lusor:
Zitat von espadin:
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Das ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Trotzdem ist das Zitat völlig deplatziert! Es geht nämlich nicht darum grundlegende Freiheiten aufzugeben! Du sollst auch deine Grundhaltung nicht ändern.
Was ist eigentlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten des Vereins, entstanden durch die Chaoten?
Es ist nicht völlig deplatziert, weil es zeigt, warum ich nicht zu den "Wer nichts zu verbergen hat"-Schreiern gehöre. Ich nahm an, dass es vielleicht nicht schadet, wenn Diskussionsteilnehmer etwas erfahren, was meinen Blickwinkel besser verstehen lässt. Aber lassen wir das.
Die eingeschränkten Möglichkeiten verursacht durch diese Chaoten sind eine Katastrophe. Ich habe es an einer Stelle schon mal geschrieben, dass es mal eine Zeit gab, in der Hansa zu den sympathischsten Verein in Deutschland gezählt wurde. Diese positive Haltung gegenber unserem Verein hat mich damals sehr, sehr gefreut, vor allem weil das Rechtsradikalen-Image endlich überwunden war und Hansa in Ost und West ein angesehener Verein war. Dies wurde aber wieder zerstört, eben durch diese Chaoten, was für Hansa erhebliche Nachtteile hat, die wir alle kennen. Dass der Verein reagieren muss und auch reagiert, steht außer Frage. Auch das gewählte Mittel ist akzeptabel. Und wenn nicht ein Wandel innerhalb der Kurve einsetzt, dann wird es vielleicht so kommen, dass auch zu Heimspielen nur noch personalisierte Karten verkauft werden, um unerwünschten Personen den Zutritt zu verweigern.
Aber deswegen muss ich noch lange nicht nach Maßnahmen rufen, deren Nutzen gleich Null ist.
Zitat von espadin:
Wie ich mit Zitaten umgehe, sei mir überlassen. Im Übrigen habe ich es nicht auf Sportveranstaltungen sondern auf meine Grundhaltung bezogen, was ich auch deutlich gemacht habe.
Das ich meine Grundhaltung nicht ändere, wenn es zum Sport geht, steht dabei auf einem anderen Blatt. Ist aber auch ganz gesund, da ich zB Gewalt ablehne und diese Haltung auch im Stadion beibehalte.
Trotzdem ist das Zitat völlig deplatziert! Es geht nämlich nicht darum grundlegende Freiheiten aufzugeben! Du sollst auch deine Grundhaltung nicht ändern.
Was ist eigentlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten des Vereins, entstanden durch die Chaoten?
Es ist nicht völlig deplatziert, weil es zeigt, warum ich nicht zu den "Wer nichts zu verbergen hat"-Schreiern gehöre. Ich nahm an, dass es vielleicht nicht schadet, wenn Diskussionsteilnehmer etwas erfahren, was meinen Blickwinkel besser verstehen lässt. Aber lassen wir das.
Die eingeschränkten Möglichkeiten verursacht durch diese Chaoten sind eine Katastrophe. Ich habe es an einer Stelle schon mal geschrieben, dass es mal eine Zeit gab, in der Hansa zu den sympathischsten Verein in Deutschland gezählt wurde. Diese positive Haltung gegenber unserem Verein hat mich damals sehr, sehr gefreut, vor allem weil das Rechtsradikalen-Image endlich überwunden war und Hansa in Ost und West ein angesehener Verein war. Dies wurde aber wieder zerstört, eben durch diese Chaoten, was für Hansa erhebliche Nachtteile hat, die wir alle kennen. Dass der Verein reagieren muss und auch reagiert, steht außer Frage. Auch das gewählte Mittel ist akzeptabel. Und wenn nicht ein Wandel innerhalb der Kurve einsetzt, dann wird es vielleicht so kommen, dass auch zu Heimspielen nur noch personalisierte Karten verkauft werden, um unerwünschten Personen den Zutritt zu verweigern.
Aber deswegen muss ich noch lange nicht nach Maßnahmen rufen, deren Nutzen gleich Null ist.
Zitat von espadin:
Aber Sicherheit haben diese Kameras nicht gebracht. (auch wenn ich es gut finde, dass diese Taten aufgeklärt werden, verhindert(!) wurden sie nicht - man möge mir aber glauben, dass es durchaus einen inneren Zwiespalt zwischen den positven Effekten und dem allgemeinen Unwohlsein bei Videokameras in der Öffentlichkeit gibt. Ich finde es ja auch unnötig, dass die Polizei bei Demonstrationen immer schön mit der Kamera rumspielt, auch wenn ich nichts zu verbergen habe, unwohl ist mir trotzdem)
Ob diese Kamera Sicherheit gebracht haben oder nicht lässt sich mMn schwer beurteilen. Straftaten, die dadurch (aufgrund der Abschreckung) nicht begangen wurden kann man ja schließlich schlecht erfassen. Ob es Statistiken über einen Vorher-Nachher-Vergleich gibt, weiß ich nicht. Und sollte es sie geben ist es schwer diese richtig einzuordnen, da die Zunahme der Gewalt ja genau zu dieser Überwachung geführt hat. Wenn sich Straftaten dadurch einfacher aufklären lassen, dann bin ich für den Einsatz solcher Mittel. Und eine einfachere Aufkärung sollte nach meiner Ansicht auch wesentlich zur Abschreckung beitragen können.
Aber Sicherheit haben diese Kameras nicht gebracht. (auch wenn ich es gut finde, dass diese Taten aufgeklärt werden, verhindert(!) wurden sie nicht - man möge mir aber glauben, dass es durchaus einen inneren Zwiespalt zwischen den positven Effekten und dem allgemeinen Unwohlsein bei Videokameras in der Öffentlichkeit gibt. Ich finde es ja auch unnötig, dass die Polizei bei Demonstrationen immer schön mit der Kamera rumspielt, auch wenn ich nichts zu verbergen habe, unwohl ist mir trotzdem)
Ob diese Kamera Sicherheit gebracht haben oder nicht lässt sich mMn schwer beurteilen. Straftaten, die dadurch (aufgrund der Abschreckung) nicht begangen wurden kann man ja schließlich schlecht erfassen. Ob es Statistiken über einen Vorher-Nachher-Vergleich gibt, weiß ich nicht. Und sollte es sie geben ist es schwer diese richtig einzuordnen, da die Zunahme der Gewalt ja genau zu dieser Überwachung geführt hat. Wenn sich Straftaten dadurch einfacher aufklären lassen, dann bin ich für den Einsatz solcher Mittel. Und eine einfachere Aufkärung sollte nach meiner Ansicht auch wesentlich zur Abschreckung beitragen können.
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun? Es wird niemand überwacht, es wird niemand ausspioniert. Niemand wird in seinen "Entfaltungsmöglichkeiten" eingeschränkt noch werden Menschenrechte missachtet. Fakt ist eins: Zur Vermummung geeignete Sachen werden regelmäßig genutzt um Straftaten zu begehen und dabei nicht identifiziert werden zu können - ergo: Dann verbiete ich das! Hier auf der Reeperbahn sind seit einigen Jahren Glasflaschen auf der Straße verboten - weil sie genutzt wurden um Straftaten zu begehen.
Wer seine Rechte eingeschrenkt sieht, sollte sich bei denen bedanken, die diese Aktionen notwendig machen. Franklins Jahrtausendzitat in diesem Zusammenhang zu bringen ist einfach unwürdig... (Franklin gegenüber)
Wer seine Rechte eingeschrenkt sieht, sollte sich bei denen bedanken, die diese Aktionen notwendig machen. Franklins Jahrtausendzitat in diesem Zusammenhang zu bringen ist einfach unwürdig... (Franklin gegenüber)
Zitat von Forever_Hansa:
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun? Es wird niemand überwacht, es wird niemand ausspioniert. Niemand wird in seinen "Entfaltungsmöglichkeiten" eingeschränkt noch werden Menschenrechte missachtet. Fakt ist eins: Zur Vermummung geeignete Sachen werden regelmäßig genutzt um Straftaten zu begehen und dabei nicht identifiziert werden zu können - ergo: Dann verbiete ich das! Hier auf der Reeperbahn sind seit einigen Jahren Glasflaschen auf der Straße verboten - weil sie genutzt wurden um Straftaten zu begehen.
Wer seine Rechte eingeschrenkt sieht, sollte sich bei denen bedanken, die diese Aktionen notwendig machen. Franklins Jahrtausendzitat in diesem Zusammenhang zu bringen ist einfach unwürdig... (Franklin gegenüber)
Sehe ich genauso, allerdings ist die ganze Diskussion unnötig. Wenn man keine Kapuzenshirts tragen darf, zieht man sich halt irgendetwas anderes über den Kopf. Der Effekt ist also gleich null.
Wenn man die Täter zu 100% ermitteln will, muss man gleichzeitg Schals und Mützen verbieten und selbst dann kann man sich immernoch nen zweites T-shirt mit Löchern drunter ziehen. Geisterspiel olé...
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun? Es wird niemand überwacht, es wird niemand ausspioniert. Niemand wird in seinen "Entfaltungsmöglichkeiten" eingeschränkt noch werden Menschenrechte missachtet. Fakt ist eins: Zur Vermummung geeignete Sachen werden regelmäßig genutzt um Straftaten zu begehen und dabei nicht identifiziert werden zu können - ergo: Dann verbiete ich das! Hier auf der Reeperbahn sind seit einigen Jahren Glasflaschen auf der Straße verboten - weil sie genutzt wurden um Straftaten zu begehen.
Wer seine Rechte eingeschrenkt sieht, sollte sich bei denen bedanken, die diese Aktionen notwendig machen. Franklins Jahrtausendzitat in diesem Zusammenhang zu bringen ist einfach unwürdig... (Franklin gegenüber)
Sehe ich genauso, allerdings ist die ganze Diskussion unnötig. Wenn man keine Kapuzenshirts tragen darf, zieht man sich halt irgendetwas anderes über den Kopf. Der Effekt ist also gleich null.
Wenn man die Täter zu 100% ermitteln will, muss man gleichzeitg Schals und Mützen verbieten und selbst dann kann man sich immernoch nen zweites T-shirt mit Löchern drunter ziehen. Geisterspiel olé...
@Espadin: Super Beiträge! Schön, dass ich nicht der Einzige bin, der das so sieht.
Fakt ist, dass sich Chaoten dennoch weiter vermummen können um eine Strafverfolgung zu verhindern. Ein Kapuzenverbot könnte dazu noch völlig normale Besucher abschrecken. Ein Vergleich zu verbotenen Thor-Steinar-Klamotten im Stadion ist zwar nicht gänzlich falsch, aber man muss mal sehen, wie viele TS-Träger vorher ins Stadion gingen und wie viele man damit abschreckt - da kommen nicht so viele zusammen und außerdem ist der politische Hintergrund natürlich etwas arger.
Tomminhos Einwand sollte weiterverfolgt werden.
Fakt ist, dass sich Chaoten dennoch weiter vermummen können um eine Strafverfolgung zu verhindern. Ein Kapuzenverbot könnte dazu noch völlig normale Besucher abschrecken. Ein Vergleich zu verbotenen Thor-Steinar-Klamotten im Stadion ist zwar nicht gänzlich falsch, aber man muss mal sehen, wie viele TS-Träger vorher ins Stadion gingen und wie viele man damit abschreckt - da kommen nicht so viele zusammen und außerdem ist der politische Hintergrund natürlich etwas arger.
Tomminhos Einwand sollte weiterverfolgt werden.
Zitat von Forever_Hansa:
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun?
Und hier ist der Irrtum, ein Fußballspiel ist keine private sondern eine öffentliche Veranstaltung.
zum Rest ist von meiner Seite alles gesagt, wenn ich aber immer noch (bewusst?) falsch verstanden werde, sei es eben so
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun?
Und hier ist der Irrtum, ein Fußballspiel ist keine private sondern eine öffentliche Veranstaltung.
zum Rest ist von meiner Seite alles gesagt, wenn ich aber immer noch (bewusst?) falsch verstanden werde, sei es eben so
Zitat von espadin:
Zitat von Forever_Hansa:
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun?
Und hier ist der Irrtum, ein Fußballspiel ist keine private sondern eine öffentliche Veranstaltung.
zum Rest ist von meiner Seite alles gesagt, wenn ich aber immer noch (bewusst?) falsch verstanden werde, sei es eben so
Der Verein hat das Hausrecht auf dem Stadiongelände und nicht der Staat.
Zitat von Forever_Hansa:
Was hat denn ein Verbot von bestimmten Klamotten bei einer Privatveranstaltung bitte mit "Überwachungsstaat" zu tun?
Und hier ist der Irrtum, ein Fußballspiel ist keine private sondern eine öffentliche Veranstaltung.
zum Rest ist von meiner Seite alles gesagt, wenn ich aber immer noch (bewusst?) falsch verstanden werde, sei es eben so
Der Verein hat das Hausrecht auf dem Stadiongelände und nicht der Staat.
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