Die aktuelle Situation der Eintracht
28.04.2015 - 11:04 Uhr
16.05.2018 - 22:37 Uhr
Das hat er so auf einer Weihnachtsfeier im Elvan gesagt bzw. bestätigt, gesagt hat es Christel.
16.05.2018 - 23:02 Uhr
Zitat von Rabona95
Das hat er so auf einer Weihnachtsfeier im Elvan gesagt bzw. bestätigt, gesagt hat es Christel.
Das hat er so auf einer Weihnachtsfeier im Elvan gesagt bzw. bestätigt, gesagt hat es Christel.
Wiederlich! Was muss man für ein fertiger Mensch sein!...
26.05.2018 - 16:44 Uhr
Da ich immer noch im Linkin-Park-Modus bin, habe ich versucht, nach den Gründen für diese irgendwie immer noch unfassbare Katastrophe zu suchen, die uns widerfahren ist.
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rabona95 am 26.05.2018 um 16:49 Uhr bearbeitet
26.05.2018 - 17:30 Uhr
Zitat von Rabona95
Da ich immer noch im Linkin-Park-Modus bin, habe ich versucht, nach den Gründen für diese irgendwie immer noch unfassbare Katastrophe zu suchen, die uns widerfahren ist.
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Da ich immer noch im Linkin-Park-Modus bin, habe ich versucht, nach den Gründen für diese irgendwie immer noch unfassbare Katastrophe zu suchen, die uns widerfahren ist.
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Sehr gut geschrieben!
26.05.2018 - 20:10 Uhr
Zitat von Rabona95
Da ich immer noch im Linkin-Park-Modus bin, habe ich versucht, nach den Gründen für diese irgendwie immer noch unfassbare Katastrophe zu suchen, die uns widerfahren ist.
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Da ich immer noch im Linkin-Park-Modus bin, habe ich versucht, nach den Gründen für diese irgendwie immer noch unfassbare Katastrophe zu suchen, die uns widerfahren ist.
Vorweg - wenn ein renommierter Zweiliga-Verein am letzten Spieltag direkt in die Dritte Liga absteigt, dann muss eine ganze Reihe von Gründen dafür vorgelegen haben. Ich habe versucht, sie aus meiner Wahrnehmung mehr oder minder chronologisch zu ordnen:
- die unglücklich verlorene Relegation, die damit einhergehende kürzere Vorbereitungszeit und eine miese Mental-Mischung aus "wir waren letzte Saison der beste Dritte aller Zeiten" und dem Frust, so kurz vor dem Ziel von dem Handballgott, Stegemann und drei Böllerwerfern um den gerechten Lohn der Arbeit gebracht worden zu sein
- eine Unterschätzung der Zweiten Liga in der Saison 17/18, die eine noch dagewesene Leistungsdichte hatte, von Seiten der sportlichen Leitung
- der Abgang von Decarli, der vor allem als Führungsspieler nicht sofort ersetzt werden konnte
- eine Überschätzung des eigenen Kaders, was unter anderem zu
- einer - vor allem im Vergleich zum grandiosen Vorjahr - eher missglückten Transferphase führte, bei der einzelne Positionen (RV, Zentrale, Flügel), nicht adäquat besetzt werden konnten
- der Stimmungsboykott von Block 9 zu Beginn der Saison, so notwendig er grundsätzlich gewesen sein mag
- Verletzungen von Schlüsselspielern, vor allem Nyman und Baffo, aber auch Biada, Breitkreuz oder Schönfeld u.a.
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison bei wichtigen Spielern wie Moll, Boland, Kumbela, Hernandez und vor allem Reichel
- der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison auch bei neuen Spielern wie insbesondere bei Breitkreuz
- einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten von Eintracht bzw. zu Gunsten direkter Konkurrenten, z.B. das Heimspiel gegen Bielefeld. (Auch wenn ich diese Seite mit großer Skepsis betrachte, so sieht die Abschlusstabelle bei wahretabelle.de anders aus als die tatsächliche ... )
- unglücklich verlorene oder leichtfertig verschenkte Punkte, vor allem in Regensburg, Kaiserslautern oder Bielefeld (Man könnte es darauf reduzieren: Wenn Valsvik den Ball dort in der 90. Minute ins Seitenaus statt ins Toraus geklärt hätte, hätten wir in Bielefeld gewonnen und wären mit diesen zwei Punkten mehr in der Liga geblieben)
- daran anknüpfend eine Ergebniskrise, aus der sich immer mehr eine negative Eigendynamik entwickelt hat
- für mich ganz wesentlich: eine seit dem Herbst immer stärker werdende ungeduldige, nervöse, gereizte und miese Anti-Stimmung, die für mich immer noch in keiner Weise nachvollziehbar ist und die einzelne Spieler und der Trainer mit voller Breitseite abbekommen haben. Lieberknecht hatte nach dem Heimspiel gegen Aue, so schlecht dies für sich auch war, daraufhin gewiesen
- damit sicher im Zusammenhang stehend der völlig verunglückte Versuch von Geschäftsführer und Aufsichtsrat, dieser gefühlten Krise im Herbst/Winter dadurch Herr zu werden, dass man intern ohne jede existentielle Not den Trainer in Frage stellt und mit anderen Kandidaten beginnt, Gespräche zu führen, ohne aber in der Lage gewesen zu sein, diese Gespräche für sich zu behalten und ohne am Ende den nötigen Mut gehabt zu haben, in der Winterpause Nägel mit Köpfen zu machen. Dadurch hat man die Position des Trainers entscheidend geschwächt.
Mit anderen Worten: Man hat in einer halbwegs problematischen Zwischenphase - nicht mehr, nicht weniger - durch amateurhaftes Krisenmangement entscheidend dazu beigetragen, dass daraus erst eine echte Krise geworden ist.
Nach dem gewonnenen Auswärtsspiel in Aue und dem großen Rückhalt aus großen Teilen der Fanszene war im Übrigen klar, dass man Lieberknecht nicht mehr entlassen konnte, ohne einen Aufstand befürchten zu müssen
- Winterverpflichtungen, die vielversprechend erschienen, aber im Endeffekt die negative Entwicklung nicht aufhalten konnten
- Coaching-Fehler eines zusehend zermürbten und zunehmend ratlos und ausgebrannt wirkenden Trainers (Sauer, Samson, ...)
- eine am Ende komplett verunsicherte, verkrampfte und irgendwie leblose Mannschaft, die vielleicht wollte, aber gar nichts mehr konnte
- individuelle Fehler von Spielern, die eigentlich Leistungsträger waren, wie der von Fejzic beim letzten Heimspiel oder die von Tingager in Kiel
- und schließlich das Fehlen eines Signals kurz vor Schluss der Saison, spätestens nach dem Spiel in Nürnberg, und dieses Signal hätte nur vom Trainer ausgehen können.
Hinterher weiß man immer mehr. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu sinnieren, wo man hätte anders handeln können oder müssen.
Wichtig wäre meiner Meinung nach vielmehr, dass alle - Aufsichtsrat, Geschäftsführer, sportlicher Leiter und Fans - aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft ziehen könnten. Aber gerade da bin ich sehr skeptisch.
Denn das Allerschlimmste aktuell sind all diese Abgründe an Ignoranz und Boshaftigkeit, an Angst und Endzeitstimmung, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo immer wieder auftun. Lieberknecht musste gehen, und zwar unter anderem genau deswegen, all das aber wird bleiben und uns nicht vor einer nächsten Katastrophe schützen, sondern diese um so wahrscheinlicher werden lassen.
(Nur am Rande: Woran es im Übrigen aus meiner Warte nicht oder nur kaum gelegen hat sind solche Dinge wie Spielsystem, Spielphilosophie oder das "Starkreden des Gegners". Diese Erklärungsversuche greifen definitiv zu kurz, da macht man es sich zu leicht, da sollten keine Legenden gestrickt werden und da sollte vor allem der neue Trainer, ganz egal, welches System er bevorzugt, völlig unbelastet arbeiten können.
Mit Dreierkette beispielsweise wird inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gespielt. Unterscheiden muss dabei aber noch zwischen einer Dreierkette mit drei echten Innenverteidigern und einer mit einem Mittelfeldspieler im Zentrum, so wie es zum Beispiel oft Kovac in Frankfurt mit Hasebe, Nagelsmann in Hoffenheim mit Voigt oder auch Drewes in Aue mit Tiffert praktizieren. Arsenal hat allerdings auch mal unter Wenger mit drei echten Innenverteidigern Everton 5:0 vom Platz gefegt.
Für sein Ballbesitzspiel wird Neuhaus in Dresden seit Monaten vehement kritisiert, denn es sei ineffizientes Tiki-Taka.
Friedhelm Funkel, gerade mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen, übertrifft im Übrigen Lieberknecht noch darin, dem jeweiligen Gegner den entsprechenden Respekt zu zollen.
Die Frage also, ob eine Mannschaft erfolgreichen Fußball spielt, lässt sich nur bedingt anhand solcher Kriterien beantworten.)
We're building it up, to break it back down
We're building it up, to burn it down
We can't wait, to burn it to the ground
(C.B.)
Großes Kompliment, wirklich hervorragend geschrieben!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BTSVFAN am 26.05.2018 um 20:12 Uhr bearbeitet
26.05.2018 - 21:06 Uhr
@Rabona95
Großes Kompliment. Eine sehr sachliche Analyse der vielen Gründe für unseren Abstieg.
Ein Punkt der mir allerdings noch einfällt für unseren Niedergang. Der Mangel an Führungsspielern, Ausdauer und Cleverness. Auf Seite 17 des Eintracht Echo werden die Tabellen nach Halbzeit aufgezeigt. In der ersten Hälfte lagen wir auf Rang 4! Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte über die Saison gesehen ordentlich abgebaut. Da gehört für mich sowohl körperliche Kraft als auch mentale Kraft dazu. Letzte Saison war das noch unsere Stärke.
Großes Kompliment. Eine sehr sachliche Analyse der vielen Gründe für unseren Abstieg.
Ein Punkt der mir allerdings noch einfällt für unseren Niedergang. Der Mangel an Führungsspielern, Ausdauer und Cleverness. Auf Seite 17 des Eintracht Echo werden die Tabellen nach Halbzeit aufgezeigt. In der ersten Hälfte lagen wir auf Rang 4! Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte über die Saison gesehen ordentlich abgebaut. Da gehört für mich sowohl körperliche Kraft als auch mentale Kraft dazu. Letzte Saison war das noch unsere Stärke.
27.05.2018 - 13:11 Uhr
Dann hoffe ich gleich mal auf den KFC Uerdingen.
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
27.05.2018 - 13:50 Uhr
Sehr gute Auflistung von @Rabona95. Da stecken im Grunde alle wichtigen Aspekte drin.
Ich möchte zwei Sachen anführen, die ich anders bewerte bzw. die für mich mehr Gewicht haben:
Das Spielsystem war für mich schon ein entscheidender Faktor, warum es immer mehr abwärts ging. TL setzte ja von jeher auf eine stabile Defensive und darauf, dass alle mit nach hinten arbeiten. Davon ausgehend forcierte er das schnelle Umschaltspiel. Dafür hatte er mehrere Aufstellungsvarianten parat, die aus meiner Sicht vom Prinzip her alle tauglich waren - weil er die Spieler dafür hatte. Allerdings war von vornherein ein Problem auf der RV-Position. Und beim LV hat er viel viel zu lange (offenbar weil er ihn zum Kapitän gemacht hatte?) an Reichel festgehalten.
Bei eigenem Ballbesitz - also, wenn es um die Offensive ging, war TLs taktische Flexibilität zu gering. In den vergangenen Jahren hatte er verstärkt (und gut und richtig!) auf ein schnelles Flügelspiel gesetzt. Dumm nur, dass ihm dafür Stück für Stück das Personal durch Abgänge (Hernandez, Omladic)) und Verletzungen (Khelifi) abhanden kam.
Darauf aber hat TL im Grunde nur mit einer Variante reagiert: lange Bälle auf die Stürmer (Manni, Kumba, Hofmann) und dann auf den zweiten Ball hoffen. Blöd nur, dass die Stürmer dafür nicht die Klasse und/oder vor allem die Unterstützung der anderen hatten.
Die möglichen Mittelfeldspieler, die mal mit Tordrang nach vorne gingen, gab es nämlich kaum oder waren verletzt (Biada, Schönfeld). Es gab kein Kombinations-Spiel durch die Mitte, keine klugen Pässe (und Laufwege) in die Tiefe und vor allem kein Tempo (!) in den Aktionen nach vorn.
Und der zweite Aspekt: Ohne es genau zu wissen, glaube ich, dass TL die Krisensituation nach dem Aue-Spiel selbst heraufbeschworen hat. Er hat angebliche Trennungsgedanken seitens der Vereinsführung öffentlich gemacht - und damit zwar geschickt die Fans auf seine Seite gezogen, aber gleichzeitig einen Schatten auf das Zusammenspiel an der Vereinsspitze geworfen, den er selbst nicht mehr losgeworden ist.
Meine Annahme ist, dass MA (und eventuell Ebel) sich mit TL vor dem Aue-Spiel zusammengesetzt haben, um das bis dahin Undenkbare mal auszusprechen: dass man, wenn es nur noch abwärts geht, irgendwann an personellen Konsequenzen nicht vorbeikommt. Und ehrlich gesagt, ist so etwas nur sinnvoll und professionell - und ich glaube nicht, dass MA TL damals tatsächlich die Pistole auf die Brust gesetzt hat.
TL war, wie ich das einschätze, persönlich angegriffen (beleidigt, erschrocken?) und hat dann mithilfe der öffentlichen Stimmung die Machtprobe gesucht. Weil die Leistung am Ende nicht stimmte, hat er diese verloren. So habe ich das für mich gedeutet.
Ich möchte zwei Sachen anführen, die ich anders bewerte bzw. die für mich mehr Gewicht haben:
Das Spielsystem war für mich schon ein entscheidender Faktor, warum es immer mehr abwärts ging. TL setzte ja von jeher auf eine stabile Defensive und darauf, dass alle mit nach hinten arbeiten. Davon ausgehend forcierte er das schnelle Umschaltspiel. Dafür hatte er mehrere Aufstellungsvarianten parat, die aus meiner Sicht vom Prinzip her alle tauglich waren - weil er die Spieler dafür hatte. Allerdings war von vornherein ein Problem auf der RV-Position. Und beim LV hat er viel viel zu lange (offenbar weil er ihn zum Kapitän gemacht hatte?) an Reichel festgehalten.
Bei eigenem Ballbesitz - also, wenn es um die Offensive ging, war TLs taktische Flexibilität zu gering. In den vergangenen Jahren hatte er verstärkt (und gut und richtig!) auf ein schnelles Flügelspiel gesetzt. Dumm nur, dass ihm dafür Stück für Stück das Personal durch Abgänge (Hernandez, Omladic)) und Verletzungen (Khelifi) abhanden kam.
Darauf aber hat TL im Grunde nur mit einer Variante reagiert: lange Bälle auf die Stürmer (Manni, Kumba, Hofmann) und dann auf den zweiten Ball hoffen. Blöd nur, dass die Stürmer dafür nicht die Klasse und/oder vor allem die Unterstützung der anderen hatten.
Die möglichen Mittelfeldspieler, die mal mit Tordrang nach vorne gingen, gab es nämlich kaum oder waren verletzt (Biada, Schönfeld). Es gab kein Kombinations-Spiel durch die Mitte, keine klugen Pässe (und Laufwege) in die Tiefe und vor allem kein Tempo (!) in den Aktionen nach vorn.
Und der zweite Aspekt: Ohne es genau zu wissen, glaube ich, dass TL die Krisensituation nach dem Aue-Spiel selbst heraufbeschworen hat. Er hat angebliche Trennungsgedanken seitens der Vereinsführung öffentlich gemacht - und damit zwar geschickt die Fans auf seine Seite gezogen, aber gleichzeitig einen Schatten auf das Zusammenspiel an der Vereinsspitze geworfen, den er selbst nicht mehr losgeworden ist.
Meine Annahme ist, dass MA (und eventuell Ebel) sich mit TL vor dem Aue-Spiel zusammengesetzt haben, um das bis dahin Undenkbare mal auszusprechen: dass man, wenn es nur noch abwärts geht, irgendwann an personellen Konsequenzen nicht vorbeikommt. Und ehrlich gesagt, ist so etwas nur sinnvoll und professionell - und ich glaube nicht, dass MA TL damals tatsächlich die Pistole auf die Brust gesetzt hat.
TL war, wie ich das einschätze, persönlich angegriffen (beleidigt, erschrocken?) und hat dann mithilfe der öffentlichen Stimmung die Machtprobe gesucht. Weil die Leistung am Ende nicht stimmte, hat er diese verloren. So habe ich das für mich gedeutet.
27.05.2018 - 14:06 Uhr
Zitat von Velberter
Dann hoffe ich gleich mal auf den KFC Uerdingen.
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
Dann hoffe ich gleich mal auf den KFC Uerdingen.
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
Beim Gegner Waldhof Mannheim spielt übrigens unser eheamliger Gianluca Korte
27.05.2018 - 14:59 Uhr
Zitat von Velberter
Beim Gegner Waldhof Mannheim spielt übrigens unser eheamliger Gianluca Korte
Zitat von Velberter
Dann hoffe ich gleich mal auf den KFC Uerdingen.
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
Dann hoffe ich gleich mal auf den KFC Uerdingen.
Liegt fast vor meiner Haustür (ca. 40 km).
Wäre dann eines der sehr wenigen Auswärtsspiele in meiner Nähe
Beim Gegner Waldhof Mannheim spielt übrigens unser eheamliger Gianluca Korte
Auch Zwillingsbruder Raffael spielt in Mannheim sehe ich gerade, ist aber aktuell verletzt
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