| Geburtsdatum | 07.02.1979 |
|---|---|
| Alter | 47 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Bayerischer Fußball-Verband |
Daniel Bierofka [Aufstiegstrainer 2018]
19.04.2016 - 13:07 Uhr
03.02.2020 - 15:43 Uhr
Zitat von JuergenKorus
Insolvenz hätte Ismaik anders und einfacher haben können, warum soll er das wollen? Oder meinst Du, dass er (s)einen instrumentalisierten Trainer unkündbar machen wollte?
Zitat von Landauer
Was mMn auch Ismaiks eigentliche Motivation hinter dieser ungewöhnlich langen Vertragslaufzeit war.
Aber das Thema hat sich zum Glück erledigt.
Zitat von fredi52
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Zitat von Downlow2009
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Was mMn auch Ismaiks eigentliche Motivation hinter dieser ungewöhnlich langen Vertragslaufzeit war.
Aber das Thema hat sich zum Glück erledigt.
Insolvenz hätte Ismaik anders und einfacher haben können, warum soll er das wollen? Oder meinst Du, dass er (s)einen instrumentalisierten Trainer unkündbar machen wollte?
Natürlich Zweiteres.
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Oder um es mit Aristoteles zu sagen ist, wer außerhalb der Politik, also der Dinge der Polis, lebt, der ist"entweder Tier oder Gott". Im Zweifel ein Fuballgott der Löwen.
03.02.2020 - 16:07 Uhr
Zitat von BlueBerry_
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Oder wie Céline Sciamma es sagt: Wer behauptet unpolitisch zu sein, ist lediglich mit dem Status Quo zufrieden.
03.02.2020 - 16:42 Uhr
Zitat von vanenburg
Oder wie Céline Sciamma es sagt: Wer behauptet unpolitisch zu sein, ist lediglich mit dem Status Quo zufrieden.
Zitat von BlueBerry_
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Oder wie Céline Sciamma es sagt: Wer behauptet unpolitisch zu sein, ist lediglich mit dem Status Quo zufrieden.
Oha, interessanter Diskussionsverlauf. Das gibts nur bei Sechzig.
Den erstgenannten Beitrag aus der Politikwissenschaft und die feministische Sensibilität einer Céline Sciamma versuche ich mal mit der literarischen Weitsicht eines Graham Green zu ergänzen: "Früher oder später muss man Partei ergreifen, wenn man ein Mensch bleiben will.“ (Graham Green, Der stille Amerikaner)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Frankie1860 am 03.02.2020 um 16:43 Uhr bearbeitet
03.02.2020 - 16:51 Uhr
Zitat von BlueBerry_
Natürlich Zweiteres.
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Oder um es mit Aristoteles zu sagen ist, wer außerhalb der Politik, also der Dinge der Polis, lebt, der ist"entweder Tier oder Gott". Im Zweifel ein Fuballgott der Löwen.
Zitat von JuergenKorus
Insolvenz hätte Ismaik anders und einfacher haben können, warum soll er das wollen? Oder meinst Du, dass er (s)einen instrumentalisierten Trainer unkündbar machen wollte?
Zitat von Landauer
Was mMn auch Ismaiks eigentliche Motivation hinter dieser ungewöhnlich langen Vertragslaufzeit war.
Aber das Thema hat sich zum Glück erledigt.
Zitat von fredi52
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Zitat von Downlow2009
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Was mMn auch Ismaiks eigentliche Motivation hinter dieser ungewöhnlich langen Vertragslaufzeit war.
Aber das Thema hat sich zum Glück erledigt.
Insolvenz hätte Ismaik anders und einfacher haben können, warum soll er das wollen? Oder meinst Du, dass er (s)einen instrumentalisierten Trainer unkündbar machen wollte?
Natürlich Zweiteres.
Bierofka ist übrigens ein prima Beispiel für das Konzept dass jeder Mensch ein politischer Mensch ist. Wer unpolitisch nur das Beste für eine Sache will, der hat schon verloren.
Oder um es mit Aristoteles zu sagen ist, wer außerhalb der Politik, also der Dinge der Polis, lebt, der ist"entweder Tier oder Gott". Im Zweifel ein Fuballgott der Löwen.
Nicht Insolvenz sondern finanzielle Abhängigkeit im Rahmen der Abwendung selbiger.
Das wäre wieder eine absehbare Steilvorlage gewesen um seine Hausmacht gg. dem e.V. durchzudrücken.
Kein Trainer bekommt in der Branche einen Vertrag mit derartiger Laufzeit. Das war ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, oder angesichts der Erfahrungswerte bzgl Verweildauer von Trainern eigentlich völlig absehbar entgegen der Interessen von Sechzig. Jeder denkende CEO hätte maximal 3 Jahre gemacht um das Risiko bzgl Abfindung zu minimieren.
Hochgradig suspekt....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 03.02.2020 um 17:07 Uhr bearbeitet
03.02.2020 - 18:33 Uhr
Zitat von Landauer
Zeigt einfach, was für einen hervorragenden Charakter Biero hat...
Zitat von fredi52
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Zitat von Downlow2009
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich geb dir eigentlich in allen Punkten Recht. Nur eins noch: Glaubt ihr wirklich, dass es woanders soviel einfacher wird? Er hat auch bei anderen Vereinen einen Chef, der die Linie vorgibt. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus immer alles haben will. Das geht halt einfach nicht. Ich wünsche ihm alles gute, glaube aber nicht, dass er es zu der ganz großen Nummer schaffen wird. Dazu fehlt ihm einfach viel zu viel. Mach's gut Biero. Und bitte, lass das Thema dann auch mal wieder gut sein.
Ich meine ja, es ist alles gesagt worden...trotzdem muß man(n) Danke sagen, das Biro selbst zurück getreten ist. Wir hätten ihm für weitere 3 Jahre das Gehalt überweisen müssen. Gleichzeitig hätten wir dann Insolvenz beantragen müssen.
Zeigt einfach, was für einen hervorragenden Charakter Biero hat...
03.02.2020 - 20:57 Uhr
Mich würden mehr fachliche Dinge über Bierofka als Zitate interessieren
03.02.2020 - 21:32 Uhr
Fachlich? Die wenigsten hier im Forum werden eine Fussballkompetenz haben, die gleichwertig wie die von Bierofka ist, mit der Frage machst du ein wenig den Bock zum Gärtner.
Aus Fansicht, möglichst objektiv.
Er hat zwei mal als Interim in Liga2 überzeugt, indem er der Mannschaft eine Mentalität mitgegeben hat, die uns den Klassenerhalt gesichert hat. Mit Biero kam jedem Mal Feuer rein in eine Mannschaft, die große Probleme hatte, es wurde besser gepresst und leidenschaftlicher gespielt.
Der Aufstieg aus Liga4 gelang auch viel über die individuellen Qualitäten der zugekauften Profis in einer Mannschaft, die zuvor schon 2. in der 4. Liga war. Der Ausfall Gebharts - zu Beginn haben wir mit 3 zentralen Mittelfeldspielern und nur Mölders vorne gespielt - hat unserer Spielkultur weh getan.
Spielerisch haben wir nicht immer überzeugt, aber abgezockt die nötigen Punkte eingefahren. Es gab viel hoch und weit auf Mölders und wir haben nach Gebharts Verletzungim 4-4-2 mit einer hängenden Spitze gespielt. In der Relegation hat die Mannschaft gegen einen nominell besseren Gegner mit Leidenschaft und etwas Glück den Aufstieg erzwungen. Das kann Biero keiner nehmen. Gute Mannschaft hin oder her, der Aufstieg war kein Selbstläufer.
In Liga3 lief es letzte Saison mittelmäßig, die spielerischen Momente waren überschaubar. Zu Beginn hat uns Grimalid in Hochform viele Punkte gesichert. Es wurden viele Systeme versucht, 4-4-2, 4-3-3, Dreierkette, da war viel dabei. Allerdings war Biero da auf Lehrgang und hat das Training nicht geleitet. In der Rückrunde haben wir weiterhin nicht geglänzt, aber eine Phase drin gehabt, in der wir sehr effizient viele 50:50 Spiele gewinnen konnten und standen eigentlich sicher da, mit Nähe nach oben , um am Ende hinten rein zu rutschen. Da hat Biero wieder 4-4-2 mit hängender Spitze gespielt, wieder viel hoch und weit. Diese Umstellung kam auch wieder durch einen Ausfall zu Stande, es war dieses Mal unser 6er/8er Moll.
Diese Saison haben wir mit 4-3-3 begonnen, das Biero auch in der Interimsphase in Liga2 spielen ließ und angeblich sein Lieblingssystem ist. Hat nicht so perfekt geklappt, aber es sind auch ein Schlüsselspieler ausgefallen mit Bekiroglu und Karger war leider auch schwer verletzt. Problem beim 4-3-3 war, dass wir eigentlich keine Außenstümer hatten, da auch noch Lex ausfiel. Dann hat Bierofka wieder umgestellt, mal
4-4-2, mal 4-5-1, aber ich hatte den Eindruck, das offensiv sich nicht so recht der Plan entwickeln wollte wie man spielen will. Gefühlt war Biero - sicher bedingt durch Verletzungen wichtiger Spiele - 1,5 Jahre auf der Suche nach seinem Spiel.
Defensiv standen wir okay, aber hatten (haben) mit Steinhart als LV einen potentiellen Schwachpunkt, den unsere Gegner gefühlt etwas zu leicht, zu oft ausnutzen konnten.
Also so zum Abschluss als laihenhaftes Fazit:
Vor Liga3 hatte er seine Highlights und in Liga3 war es dann okay, aber nicht berauschend. Unter Köllner sieht unser Spiel offensiv aktuell besser aus, er konnte Lex in die Spur bringen, der es mit Biero (und scheinbar umgekehrt) gar nicht konnte. Insgesamt stand die Mannschaft aber schon hinter ihm, denke ich.
Der nächste Klopp ist er nicht. Ein Team motivieren und neue Impulse geben kann er, glaube ich. Bei uns war er, glaube ich durch und einfach verbraucht mit Trainerlehrgang (Doppelbelastung) und den politischen Spielchen, bei denen er sich aber auch naiv/dumm eingemischt statt rausgehalten hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JuergenKorus am 03.02.2020 um 21:36 Uhr bearbeitet
03.02.2020 - 23:14 Uhr
Dem Mann kann geholfen werden (Friedrich Schiller, Die Räuber V, 2).
Hier mein rein subjektiver Blick auf Daniel Bierofka. Biero kommt als Trainer wie der Spieler primär über Einsatz, Willen und Leidenschaft. Ein großer Stratege war er auf dem Platz nie. Bierofka steht aber nach der im März 2019 erworbenen Fußballlehrerlizenz noch immer am Anfang seiner Trainerkarriere. Erste Trainererfahrungen konnte er bekanntermaßen bei uns in der Jugendarbeit, bei der U23, als Co-Trainer und zuletzt als Chef-Trainer sammeln. Gleichzeitig hat er nach dem Aufstieg in die 3. Liga parallel zu dem Job an der Seitenlinie seine Trainerausbildung abschließen können. Eine solche Chance bekommt nicht jeder. Das bekommt nicht jeder geregelt. Den Trainer-Lehrgang beim DFB in Hennef hat er berufsbegleitend mit einem beachtlichen Notenschnitt von 1,33 abgeschlossen. Das Ganze war denke ich aber wohl nur möglich, weil Biero schon immer ein sehr ehrgeiziger Typ war und ist. Als Spieler hat er sich auch nach schweren Verletzungsrückschlägen immer wieder zurück auf den Platz gekämpft. Irgendwann hat der Körper dann aber doch weiteren Comebacks Grenzen gesetzt. Ohne die vielen Verletzungen wäre als Spieler noch mehr drin gewesen. Ich kann nur vermuten, aber Biero hätte gerne mehr aus seiner aktiven Zeit gemacht. Er hat sich nach dem Karriereende ein Ventil gesucht und dieses in der Trainerkarriere gefunden.
Bei uns hat er nach dem Totalabsturz in die Regionalliga Bayern (RLB) im Sommer 2017 erfolgreich eine neue erste Mannschaft aufgebaut. Auch wenn diese in Teilen der von ihm zuvor trainierten U23 entsprach musste er das erstmal geregelt bekommen. Das er motivieren kann, mit Druck umgehen kann, aus seinen Spielern alles herausholen kann und enge Spiele gewinnen kann hat er dann in den beiden erfolgreichen Relegationsspielen gegen Saarbrücken gezeigt. Da war zwar auch Glück dabei, aber er hat es geschafft Saarbrücken auf unser Niveau runterzuziehen und das Duell gegen Lottner knapp für sich entschieden (3:2 und 2:2). Bereits zwei Jahre vorher hat er als Interim-Coach in der Schlussphase der Saison 2015/16 seine Fähigkeiten als Motivator gezeigt und durch drei Siege ohne Gegentor in drei Spielen (31.-33. Spieltag) etwas überraschend mit Sechzig den Klassenerhalt in der 2. Liga geschafft; in der Zeit war auch ein gewisser Oliver Kreuzer Sportdirektor bei Sechzig. Die zweite Zeit im November, Dezember 2016 mit drei Spielen als Interim-Coach an der Seitenlinie war dann nicht ganz so erfolgreich (nur ein Sieg).
Größter Kritikpunkt an Bierofka war immer, dass es ihm bei uns nie gelungen ist eine nachhaltige, erkennbare Spielidee zu entwickeln. Spiele gegen Trainer, die taktisch versiert sind, hat Bierofka mitunter verloren. In der RLB hat Biero in Tim Walter als Coach von Bayern 2 seinen Meister gefunden. Beide Derbys gingen verloren (0:1 und 1:3). Ein Jahr später haben wir auch das DFB-Pokalspiel gegen Tim Walters neue Trainerstation Holstein Kiel mit 1:3 (1:0) verloren, auch hier ist Biero von Walter einmal mehr ausgecoacht worden. In der RLB gab es auch sonst einige spielerisch eher schwache Auftritte. Wir haben in der RLB viele Tore nach Standards gemacht und erst in der Schlussphase gewonnen, als den Feierabendfußballern der Gegner die Puste ausging. Mitunter ging wenig aus dem Spiel heraus zusammen, sehr viel hoch und weit auf Sascha Mölders und ansonsten eben Standards von Steinhart und Wein. Man muss aber dazu sagen, dass mit Timo Gebharts früher Verletzung in der Vorrunde uns bzw. Biero der etatmäßige Kreativspieler abhandenkam und Sechzig aus finanziellen Gründen keinen Ersatz gefunden hat. Versuche das spielerische Defizit mit dem vertragslosen Michael Görlitz als OM haben auch nicht funktioniert, aber das lag wohl eher an Görlitz und seiner langen Ausfallzeit, denn an Bierofka. In der dritten Liga ist das Fehlen einer klaren Spielidee spätestens in der Rückrunde 2018/19 offenbar geworden. Biero hat mit der Mannschaft viel herumprobiert, aber nie (s)ein System gefunden.
Wir waren für gegnerische Mannschaften mitunter leicht ausrechenbar. Tore haben wir weiterhin meist mit Standards gemacht. Die in der Folge immer besser verteidigt wurden. Neben den Standards gab es unter Biero weiterhin ein hoch und weit auf Mölders, insb. sehr statische Angriffe, mit langen, hohen Bällen auf Mölders, der macht den Ball fest, legt ab, lässt sich in Gegenspieler reinfallen, zieht ein Foul und/oder holt so einen Standard in Tornähe raus. Dann aber auch mal wieder Spielzüge mit schnellen Außenbahnspielern wie Karger, KIndsvater und Lex, die an der Grundlinie rauf und runter gelaufen sind, aber häufig dann im Zentrum keine Anspielstation hatten oder aber selbst den (erfolglosen) Abschluss suchen mussten. Abgestimmte, feste Laufwege hat man dabei nicht wirklich gesehen. Biero hat auch lange keine Antwort auf frühes, aggressives Pressing unserer Gegner in der Rückrunde 2018/19 gefunden. In der Defensive gab es mitunter haarsträubende Fehler, die zu Toren des Gegners geführt haben. Nur seine Fähigkeit als Motivator hat er aber immer mal wieder zeigen können, nach den Halbzeitansprachen und Rückständen hat die Mannschaft meist eine Reaktion gezeigt. Zuletzt ist das aber auch seltener geworden, Biero hat sich einige Male öffentlich über zu wenig Qualität im Kader beklagt. Ferner hat er aber trotz eines für die 3. Liga sehr großen Kaders, auf eher wenige Spieler gesetzt, zeitgleich aber immer neue, fertige Spieler gefordert, die man ihm aus finanziellen Gründen nicht geben konnte. All das ist unter Köllner anders, variabler geworden. Simple hohe Bälle auf Mölders, mit einem Ziehen von Freistößen habe ich lange nicht mehr gesehen. Ein Problem war auch, dass er sich bei Sechzig im clubpolitischen Umfeld schlicht aufgerieben hat. Im Trainerteam hat irgendwann auch nicht mehr alles gestimmt. Unser erster Co-Trainer Beer wurde von Biero kurz vor seinem Rücktritt zum Videoanalysten degradiert. Vielleicht wollte Biero bei uns aber einfach auch nur zu viel auf einmal und zu schnell zu viel. Den Motivator und Feuerwehrmann im Abstiegskampf würde ich ihm auf jeden Fall zutrauen. Alles andere muss sich entwickeln. Mit seinem selbst gewählten Rückzug mit vorzeitiger Vertragsauflösung hat Biero im Übrigen auch auf viel Geld und einen noch lange laufenden Vertrag verzichtet. Das macht in der Branche nicht jeder.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Frankie1860 am 03.02.2020 um 23:37 Uhr bearbeitet
05.02.2020 - 10:09 Uhr
Bierofka zum Karlsruher SC? „Da ist definitiv nichts dran"
Necat Aygün, technischer Leiter beim KSC, hat das Gerücht dementiert.
Necat Aygün, technischer Leiter beim KSC, hat das Gerücht dementiert.
05.02.2020 - 14:59 Uhr
Zitat von ScottishLion
Bierofka zum Karlsruher SC? „Da ist definitiv nichts dran"
Necat Aygün, technischer Leiter beim KSC, hat das Gerücht dementiert.
Bierofka zum Karlsruher SC? „Da ist definitiv nichts dran"
Necat Aygün, technischer Leiter beim KSC, hat das Gerücht dementiert.
Bitter für Bierofka.
Wenn nichtmal zwei gutbekannte Wegbegleiter ihn in die engere Auswahl zum Trainer nehmen, obwohl Bierofka ja durchaus signalisiert hat wieder als Trainer arbeiten zu wollen, und den 2.Liga Abstiegskampf schonmal erfoglreich meistern konnte, dann steht es allgemein um seine Chancen nicht sooo gut.
Das schreibe ich ohne Schadenfreude. Bierofkas abfindungsfreier Abgang war eine edle Tat.
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