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BVB - Taktik-Thread

20.01.2006 - 12:09 Uhr
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BVB - Taktik-Thread |#11
30.09.2011 - 15:53 Uhr
Zitat von Killerinstinkt:
Bei deinem restlichen Post gebe ich dir recht. Anscheinend dachte man, dass Gündogan das kann. Dass er die Rolle ein bisschen anders interpretieren würde als Sahin, das hatte man einkalkuliert, [b]dass es so schlecht klappen würde, nicht.[/b]
Nun ist es aber nicht Gündogangs schuld alleine, auch die 3er-Reihe davor bewegt sich schlecht, etc.


Du glaubst doch nicht ernsthaft das Watze, Klopp + Zorc sich nciht bewusst waren, dass das mit Gündogan auch nach hinten losgehen könnte? Das Risiko wurde als recht klein eingeschätzt, bzw relativ zu dem zu erwartenden "plus" was man mit ihm erreichen könnte. Ich weiß, ist jetzt nen dummes Beispiel, aber überleg dir mal du gibst 10-15 Millionen aus, und auf einmal passiert mit dem Spieler das, was hier jetzt passiert (wobei ich allerdings auch der Meinung bin, dass hier ein wenig zu sehr Panik geschoben wird von vielen Leuten). Das Risiko das so ein Spielerwechsel nicht das Resultat bringt, welches man sich erhofft, ist [b]immer[/b] gegeben! Der BVB kann sich aber einen 4.000.000€ Fehler eher leisten, als einen 10-15 Millionen Fehler!

Sry das das hier ein wenig OT ist, aber man kann es auch schon ein wenig als "Taktik" bezeichnen (mit etwas gutem Willen zumindest^^), dass man ab und an die günstigere Lösung nimmt, als immer die teurere.

Um aber auch ein wenig auf das taktische einzugehen: Nach dem Spiel gegen OM habe ich bei Bild folgenden Kommentar gelesen (sinngemäß wiedergegeben):
"Das spielstärkere Team stellt sich halt eher hinten rein, um das schwächere Team zu locken" ;)

Was den BVB angeht waren gerade die mehreren Optionen die man letzte Saison hatte, der deutliche Vorteil den wir gegenüber anderen Teams hatten. Das Problem ist, dass dadurch das die Gegner nun deutlich tiefer stehen, vieles von unserem Spiel nicht mehr funktioniert, bzw begrenzt einsetzbar wird. Das führt vor allem mMn dazu, dass die Spiele im allgemeinen langweiliger werden, da man oft Spiele sieht, wie man es z.B. auch zur WM gesehen hat, wo Team A versucht hat das Spiel zu machen, aber Team B einfach hinten drinne stand und auf Konter gespielt hat. Gerade in diesem Zustand ist der BVB um eine seiner wichtigen Waffen beraubt, und zwar dem sofortigen Pressing, wenn der Gegner den Ball hat.

Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass du den Gegner nicht dazu bekommen wirst, auf einmal aggressiv nach vorne zu spielen. Der Gegner spielt halt auf einen 1:0 Sieg, während der BVB auf ein 2:0 spielt (ich hoffe es ist hier verständlich warum ich diese Ergebnisse gewählt habe). Es bringt also nichts, z.B. einen Spieler aus der defensive nach vorne zu ziehen, da das Feld gleich eng bleibt. Es macht also schon Sinn, dass der Ball oftmals noch einmal über die Verteidiger umverteilt wird von links nach rechts, weil gerade in dem Moment unser Team sehr weit aufgerückt steht und es sehr weh tut, wenn das Mittelfeld den Ball verliert (s. Spiel gegen Arsenal).

Der BVB hat also schon die richtige Lösung, weil wir über das Spiel über die Verteidiger den Ball a) verteilen können und b) auf Fehler des Gegners hoffen können (z.B. geht das Mittelfeld des Gegners auf einmal aggressiv nach vorne, wenn sie eine Schwäche im Passspiel des BVBs ausmachen). Das Problem ist, dass unser Stürmer oft nciht den Ball bekommen wird, bzw wirklich nur in den Situationen, wo er dann auch schon fast aufs Tor schießen kann.

Ich denke der BVB macht momentan das mathematisch betrachtet korrekte Spiel, ist allerdings momentan einfach auf der falschen Seite der Varianz zu finden. Ich würde das z.B. gerne mit Bayern letzte Saison vergleichen, die nach 7 Spieltagen bei 5:8 Toren standen. Man kann selbstverständlich dieses Team vom BVB nicht mit dem vom FCB letzte Saison vergleichen, allerdings macht es deutlich, dass der BVB momentan eine Durststrecke erwischt hat. Das wird sich aber nach und nach wieder ergeben, weil die Verteidiger wieder weniger Fehler machen werden und die offensive auch wieder öfters den Ball reinmachen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CivSTAR am 30.09.2011 um 15:53 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#12
30.09.2011 - 21:08 Uhr
Ich finde es nicht sinnvoll sich über die Transferperiode zu unterhalten.
mMn hat man da nix falsch gemacht. Das Problem liegt aber hauptsächlich darin, dass man die Spieler richtig einsetzen muss.
Man wird auch keinen dritten Stürmer holen, solange wir nur mit einer spitze spiele bzw. uns keiner der beiden verlässt.

Ein Gündogan könnte man mal im OM probieren und dafür den schwächelden Kagawa rausnehmen. Viell. passt die Position einfach besser zu Ilkay und er zeigt dort bessere Leistungen.

Perisic ist auch ein Spieler den man sogar statt Lewandowski bringen kann als MS. Sowie im OM.

Es wird aber nie probiert. Dabei haben wir auf beiden Positionen ein Problem. Genauso wie Gündogan ein Problem hat die 6 zu spielen. Warum behaart man dann auf soviele dinge die nicht passen?

Leitner wird ignoriert obwohl gerade er auch eine mögliche Option im DM oder OM wäre. Und Leitner ist sicherlich nicht schwächer einzuschätzen als vor einem jahr "nobody kagawa" oder als bender damals den verletzten kehl ersetzen musste.

Statt diesen vielen guten und aussichtsreichen Möglichkeiten, die auch mMn durch gute Transfers im Sommer zustande gekommen sind, mal zu nutzen.... probiert man lieber den 10ten versuch mit derselben Mannschaft zu spielen -wo 2 bis 3 Spieler Totalausfälle sind- weil es einfach nicht passt.

Mein Wunsch, vorallem für Heimspiele gegen tiefstehende Gegner:

-----------------Weidenfeller
Pitsche----Subotic----Hummels----Schmelzer
------------Leitner-------Bender
Götze--------Gündogan--------Perisic
--------------------Lucas

Gündogan wird die Position anders interpretieren wie ein Kagawa aber viell. ist ausgerecht das nötig, um den Gegner vor grössere Probleme zu stellen. Und falls das nicht klappen sollte, kann man jederzeit auf kagawa zurückgreifen bzw. er kann sich den platz zurückholen.

Leitner traue ich aufgrund seiner guten Technik auch einige spielerische Elemente auf der 6 zu, ist zwar die Frage ob das defensiv reicht. Dafür könnte man aber Bender nur zum abräumen aufstellen (sowie letzte saison)... und ihm von der Last des Spielaufbaus befreien, was wahrlich nicht seine Stärke ist und er sich auf das defensive (seine stärke) konzentrieren kann. mE ist das der Hauptgrund für die verhältnissmässig vielen Gegentore die wir bekommen.

Götze, Gündogan und Perisic sollen natürlich ständig in Bewegung bleiben und ihre Positionen untereinander tauschen. Man könnte auch je nach Matchplan und Gegner einen Götze ins OM stellen und Ilkay auf rechts.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Taktik-Thread |#13
15.10.2011 - 15:02 Uhr
Ich würde es gerne auch mal so sehen wollen :

-------------------------Barrios------------------------

-----------------------Lewandowski-------------------

--------Perisic------------------------------Leitner----

--------------------Götze-------------------------------

--------------------------------Bender-----------------

Schmelzer-----Hummels------Subotic-------Piszczek
( Löwe )

----------------------Weidenfeller--------------------


Götze im ZM. Man hat auch letzte Saison gesehen, dass klappt. Mario kann sich auch von hinten die Bälle nehmen und so ein Spiel gestalten. Ausserdem ist er sehr schnell, und kann so entweder hinten mit aushelfen oder einen Konter einleiten. Bei Ballbesitz für Dortmund kann er auch so noch vorne für Chaos sorgen.

Bender sollte selten nach vorne gehen. Nur als Abräumer dienen ( was er ja sehr gut kann )

Perisic kann auf Links sehr viel Druck machen. Und ist natürlich sehr torgefährlich.

Leitner hat in der Vorbereitung und auch bei der U Nm schon öfters seine Fähigkeiten gezeigt.
Ausserdem ist er auch sehr schnell und kann ebenso dann hinten aushelfen.

Lewandowski möchte ich nicht zu oft auf der Bank sehen. Und als hängende Spitze hat er ja letzte Saison auch schon einiges gezeigt. Und auch diese Saison hat man schon öfters gesehen, dass er auch sehr kreativ sein kann. Deswegen denke ich, dass er da wohl gut aufgehoben ist.
Und zudem steht Barrios nicht ganz alleine da. Bei Flanken sind dann zumindest zwei sehr torgefährliche Spieler zu Stelle.

Da Barrios von Lewandowski hilfestellung bekommt, braucht er nicht allzuviel mit nach hinten rennen. Und so ist dann immer noch einer bei Konter und bei Flanken vorne drin. Gegen Bremen hat man ja gesehen, dass Lewandowski oft alleine da vorne nicht klar kommt. Keine Anspielstation, bei Flanken von Lewandowski war keiner im Strafraum. Mit Barrios und Lewy zusammen vorne, kann der eine den anderen etwas Arbeit abnehmen.

Eure Meinung dazu?

•     •     •

© by herculeanus
BVB - Taktik-Thread |#14
20.10.2011 - 04:39 Uhr
In Zukunft würde ich dann generell zu dem Bayern System tendieren.


http://this11.com/boards/abBqSwdalG.jpg


----------------------Lewy---------------------
------Perisic-----------------------Götze------
-----------------Gündogan--------------------
-Löwe------Leitner---------Bender---Pische-
--------------Hummels---Subotic-------------

Leitner kann von unseren Spielern neben Götze der das natürlich am besten könnte aber vorne zu wichtig ist den Schweinsteiger/Sahin imitieren, er fordert Bälle, bewegt sich viel, kontrolliert den Ball gut und kann gut klein klein spielen, darüber hinaus hat er den Vorteil das er schnell und wendig ist.

Gündogan sollte auf die Kagawa Position rücken, diese aber etwas defensiver interpretieren, ähnlich wie Kroos bei Bayern, der dort momentan der Schlüssel für ihr dominantes Spiel ist.

Perisic und Götze spielen ihre Rollen wie bisher, werden aber nun von Leitner und Gündogan aktiv unterstützt.

Löwe und Pische sollen das Spiel breitmachen, Anspielstationen schaffen und zur Grundlinie gehen.

Bender spielt den Staubsauger im Mittelfeld um Konter zu unterbinden und Hummels und Subotic können sich so endlich mehr auf Defensive wieder konzentrieren und können tiefer als bisher stehen, weil man effektiv 2 Spieler mehr als jetzt auf dem Platz hat, da Gündogan und Leitner in dieser Kombi wesentlich mehr am Spielfluss teilnehmen werden als Gündogan und Kagawa.

Einer der Hauptfehler bei uns ist ja gerade die Lücke in der sensiblen Zone um den Mittelkreis in der gegnerischen Hälfte weil http://this11.com/boards/abBqSDuak0.jpg dort im roten Viereck ein Vakuum herrscht und die IV den Ball führen müssen, zu hoch aufgerückt sind und niemand den Ballverlust absichert.

Bei der anderen Variante http://this11.com/boards/abBqSF0afU.jpg
hätte man dieses Problem nicht, da Hummels und Subotic nicht hauptsächlich die Ballverteiler wären, sondern HINTER Leitner ständen der den Ball hat, welcher wiederum Gündogan als mittige Anspielstation hätte, die momentan durch Kagawas weites aufrücken komplett wegfällt.

Dadurch sollte die Mannschaft wieder ballsicherer werden und weniger anfällig für Konter.

•     •     •

★★ UND WIR WERDEN IMMER BORUSSEN SEIN, ★★
★★ ES GIBT NIE NIE NIE EINEN ANDEREN VEREIN ★★

-------------Reus-----------Lewy----------Auba------------
-----------------Gündogan----------KDB--------------------
----Guerreiro---------------Weigl------------------Mkhi----
------------------Hummels----------Sokratis---------------
--------------------------------Bürki----------------------------

Bank: Weidenfeller,Bender, Castro, Götze, Dembele, Mor, Pulisic

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nova am 20.10.2011 um 04:41 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#15
24.11.2011 - 20:04 Uhr
Im Hinblick auf unseren gestrigen Auftritt in London muss ich mich einfach mal negativ über unseren Spielaufbau, wenn man das so nennen darf, äußern:

Mir geht dieses hektische Spiel mit jedem Ball direkt nach vorne richtig auf die Nerven. Wenn man da einen geschickten Gegner gegenüber hat, kommt man zum Einen nicht mal ansatzweise durch und zum Anderen fängt man sich unheimlich dämliche Konter. Da lobe ich mir doch den ein oder anderen Querpass, damit die eigene Mannschaft mal aufrücken kann und somit für die Offensivspieler mehr Anspielstationen bleiben. Man kann einfach nicht immer "Volle Lotte" spielen.

Nahezu jeder Angriff, speziell in der zweiten Halbzeit, lief nach dem selben Muster ab. Entweder Ballgewinn im Mittelfeld und dann schnell auf Lewandowski, oder Ballbesitz bei Weidenfeller bzw. der Innenverteidigung und dann hoch nach vorne. Warum nicht mal ein, zwei Pässe im Mittelfeld, um Vorne Räume zu schaffen?

Die dafür verantwortliche Personalie sehe ich vor allem in Kehl, der Bälle weder sauber stoppen, noch sinnvoll weiterverarbeiten kann. Klar war er in der Defensive gestern nicht schlecht, aber bei eigenem Ballbesitz hätte er sich auch auf die Bank setzen können, weil er einfach nicht eingebunden wurde. Wenn dazu noch Kagawa sehr hoch spielt und die Außenspieler eben nicht die Ballsicherheit eines Götze haben, muss der arme Leitner alleine das Spiel aufbauen. Natürlich wird er dabei schön abgeckt und bekommt auch keine Bälle. Gerade gestern konnte man sehr schön beobachten wie Leitner meist von zwei Spielern (Arteta und Song) bedrängt war, bei Kehl sich dagegen nur ein Ramsey ausruhte. Kagawa lies sich dabei kaum zurückfallen um Leitner zu unterstützen. So entsteht ein riesen Loch im Mittelfeld, welches eben nur mit diesen langen Bällen überbrückt werden kann.

Ich will ja nicht nur meckern, sondern auch Lösungen präsentieren. Kehl muss man nun nach der Verletzung von Bender wohl oder übel noch weiter einplanen. Allerdings würde ich ihm gerne mit Gündogan und Leitner zwei kreative Spieler an die Seite stellen und so ein Dreier-Mittelfeld wie im Hinspiel gegen Arsenal aufziehen. Götze bleibt dann weiter auf rechts und links streiten sich Großkreutz, Perisic (von dem ich komplett enttäuscht bin) und auch Kagawa um die freie Stelle. Mal sehen, wer sich dann hier am besten präsentiert. Damit wäre für die Innenverteidiger drei Anspielstationen gegeben und Spieler wie Leitner und Gündogan könnten auch den Ball mal nach vorne "schleppen" oder ein paar Kombinationen mit Götze aufziehen.

•     •     •

"Die beste Mannschaft ist immer eine Schnittmenge aus den besten Fußballern und den besten kickenden Komplementären."
Zitat von Wuldor
BVB - Taktik-Thread |#16
08.02.2012 - 14:25 Uhr
Moin,

nachdem ich mehrere Monate hier mitgelesen habe, folgt nun mein erster Beitrag auf TM.de.Ich hoffe ich bin hier im richtigen Thread, allerdings denke ich passt es hier am besten :)

Während der Spiele gegen Hoffenheim und Nürnberg habe ich mal verstärkt auf unser Aufbauspiel geachtet und mittlerweile bin ich (nach anfänglichen Schwierigkeiten) davon überzeugt das auch wir uns hier enorm weiterentwickelt haben.

Was nun verkürzt folgt, kann man auch auf dem 44²-Blog nachlesen, link kann ich bei Bedarf nachliefern. Letzte Saison war unser Aufbauspiel auf Sahin ausgerichtet: Neben unserer obersten Prämisse, des schnellen und vertikalen Spiel in die Spitze war Sahin der Dreh- und Angelpunkt und unser "Leader" auf dem Feld (hiermit meine ich nicht Spieler wie Kehl, oder gar Kahn, welche die eigene Mannschaft anfeuern und charakterlich führen). Wenn der vertikale Pass nicht erfolgversprechend schien, kam der Ball zu Sahin. Das galt für ziemliche alle Positionen, bei Hummels und Subotic bot er sich direkt hinter der Mittellinie an, bei den Aussenverteidigern gelangte der Ball entweder auf Umwegen (Hummels oder Subotic) zu ihm, oder er bot sich direkt auf dem Flügel an. Der Vorteil liegt (einigermaßen) auf der Hand: Die Spieler konnten sich ganz auf das Spiel gegen den Ball, das Pressing und das Freilaufen konzentrieren während Sahin, der wohl eine Paradesaison erlebte, entschied was zu tun war. Auffällig auch, das dieses Sahin-fixierte Spiel auch dann stattfand, wenn man auf der Acht (oder Sechs) Toni da Silva aufbot. Deswegen waren die letzten Spiele, nach der Verletzung Sahins zwar ebenso souverän und überlegen geführt, jedoch spielerisch nicht mehr so stark wie zuvor. ( Unsere Tore gegen den 1 Fc Nürnberg am 34 Spieltag resultierten aus 2 langen Bällen der Innenverteidigung).

Nachdem Sahin uns verließ und Gündogan und Leitner kamen musste man das Spiel zwangsläufig verändern (neben des Sahin-Abgangs war auch anzunehmen das die Gegner defensiver und destruktiver spielen würden). Das erste Spiel der Saison wahr wohl ein Exempel wie das neue Spiel funktionieren sollte: Die Außenverteidiger schoben weit nach vorne, die Innenverteidigung stand hoch und die beiden Sechser schalteten sich weiter nach vorne ein und übernahmen weniger den Spielaufbau im zweiten Drittel. Durch die inversen Flügelstürmer (Götze und Großkreutz) hatte man Überzahl im Zentrum, exemplarisch dazu das zweite Tor durch Götze wo Hummels Gündogan, Götze oder Kagawa anspielen kann welche sich alle freigelaufen haben.

Im Verlaufe der nächsten Spiele litten wir an verschiedenen Problem welche ich nicht erneut ausbreiten möchte, da es mir um die Entwicklung unserer Spieleröffnung geht.
Im Spiel gegen Wolfsburg, wo wir wirklich toll spielten, meine ich das erste Mal eine neue Verteilung in den Abläufen unser beiden 6er sehen zu können. Durch die Aufstellung von Leitner einem schnellen, trickreichen Dribbler schufen wir immer wieder Überzahl auf den Flügeln und konnten einen Kantersieg feiern.

Im Verlaufe des Restes der Hinrunde hatten wir mit vielen Verletzungen zu kämpfen sammelten jedoch weiter Punkte.

Nun zu den Spielen gegen Hoffenheim und Nürnberg:
Neben dem schon im Hamburg-Hinrundenspiel erkennbaren Abläufen zeigte sich besonders im Hoffenheimspiel eine neue Rolle. Hier ließen sich wahlweise Bender oder Kehl oder gar Kagawa zurückfallen um selber das Spiel zu eröffnen. Zusammen mit den Bewegungen der Flüger"stürmer" ergeben sich hier ganz neue Möglichkeiten in der Spieleröffnung: Mal bilden, Kehl,Hummels und Subotic eine Dreierkette um die Aussenverteidiger noch weiter aufrücken zu lassen und unseren Flügelstürmern noch mehr Drang in die Mitte zu ermöglichen, wo nun Kagawa sich erneut fallen lassen kann oder in die Schnittstellen startet. Im Spiel gegen Nürnberg ließen sich eben diese Mechannismen in anderer Form wieder erkennen. So ließ sich nach der Verletzung von Manni Leitner immer wieder fallen und es entstand eine Dreierkette. Nach teilweise guten Laufwegen wodurch wir das zentrum frei"blockten" (hier fehlt mir ein passendes Wort) konnte Suboic mehrmals einen Ball über 15-20 Meter zum entgegenkommenden Kagawa spielen, der dann mit Tempo auf die Abwehr zulief und 3 Anspielstationen hatte.

Nun zu dem Grund für diesen Beitrag:In Teilen der Hinrunde hatte unser Spiel in manchen Spielen Kik´n´Rush ähnliche Züge, was am "Vertikaldenken" lag. ( ich erinnere mich hier stets an eine Situation aus dem Auswärtsspiel gegen Marseille, wo alle aufgerückt sind und Pisczek den Ball bekommt, er geht links am Gegenspieler vorbei und haut den Ball lang nach vorne, ohne Präzision woraufhin Marseille den ball einfach abwehrt und in überzahl kontern kann. ) In diesen Szenen habe ich mich immer gefragt wo unser tolles Kurzpassspiel hin ist, doch mittlerweile ist unser Spielaufbau variabel, schnell (vertikal) und bietet zahlreiche Variationen sodass es meiner Meinung nach wunderbar anzusehen ist.

Neben all den Vertragsverlängerungen und dem Kauf von Reus überzeugt mich diese Entwicklung unserer Spieleröffnung, dass auf uns rosige Zeiten zukommen, da wir mittlerweile einen Gegner kontrollieren können und neben unserem überragenden Pressing und Spiel gegen den Ball einen tiefstehenden Gegner systematisch auseinander nehmen können :cool .

Ich hoffe man verzeiht mir die Fehler und der Text lässt sich einigermaßen lesen, natürlich freue ich mich über jede Art von Feedback.

Mfg,
Dreiecksspiel
BVB - Taktik-Thread |#17
09.02.2012 - 23:24 Uhr
Zuallererst: Hervorragend: Gegenpressing diskutiert mit Dreiecksspiel - das ist erstens begrifflich dasselbe Wortfeld sowie ein zusammengesetztes Substantiv und zweitens sind das auch noch wunderbare Konter: Dreiecksspiel hilft gegen Gegenpressing ;)

@Dreiecksspiel: sehr schöne Beiträge! Inhaltlich sehr "schön" analysiert, gefällt mir, vielen Dank für die interessanten Gedanken. Inhaltlich unten mehr

@Gegenpressing
Zitat von Gegenpressing:
Ihr solltet allerdings wissen, dass dieses zurückfallen eines Spielers auf Höhe der Innenverteidiger mehr als Suboptimal ist. Durch diesen Vorgang haben wir einen Spieler weniger für das Gegenpressing im Zentrum. Klopp hat das letzte Saison mehrmals angesprochen: Sahin sollte sich nicht zu oft nach hinten fallen lassen. Wir haben hinten mit Hummels einen der spielstärksten Innenverteidiger der Welt, dies sollten wir auch nutzen in dem wir in anderen Bereichen Überzahl behalten und nicht einen Spieler nach hinten fallen lassen. Gegenpressing wird im Fussball immer wichter, defensiv & offensiv, und damit haben wir einen wichtigen Punkt für unsere Zukunft gesetzt. Ich bin ausserdem der Meinung, dass wir die nächste Saison ein 4-3-3 spielen werden und kein 4-1-4-1.


Jein. An sich stimmt das. Im Moment des Spielaufbaus allerdings schadet es kaum, sofern der fallende MF-Spieler (meist ein 6er, ggf. auch Kagawa oder sogar mal ein Götze) sofort wieder zügig aufrückt nachdem er den Ball verteilt hat oder ggf. auch indem er den Ball nach vorne schleppt, wenn sich ein Raum ergibt. In der Kombination Kehl/ Bender funktioniert es etwa sogar so, dass Kehl kurz den defensiveren 6er geben kann und Bender etwas aufrückt. So geht kein Druck verloren. Dennoch ist deine Aussage ja nicht falsch: Handelt der fallende Spieler nicht sofort nach Ballabgabe und rückt wieder auf, so gibt es einen "Raum" zu viel bei Ballverlut bzw. ein Passweg ist frei, etc.

Insgesamt stimme ich der Analyse von Dreiecksspiel voll zu. Dabei beobachte ich im Dortmunder Spiel zwei Grundvarianten: Variante 1: Spielen Bender/Kehl im DM, so wechseln sich beide gern mal ab im tief gehen, die beiden scheinen mir fast gleichberechtigt für offensive und defensive Aufgaben, insgesamt oft eher seitlich als vertikal versetzt zu agieren; wengleich Kehl insgesamt schon einen Tacken "höher" agiert. Variante 2: Spielen Bender/Leitner (oder Gündogan) im DM, so spielt Leitner deutlich den offensiveren Part (wobei er auch häufiger die Bälle holt zwische den IVs). Das bedingt, dass er - um Räume zu schaffen und Überzahlsituationen zu generieren, Bewegung beim Gegner "zwischen den Linien" zu provozieren - vertikal verschiebt. In diesen Fällen lässt sich mittlerweile sehr häufig Kagawa fallen, oft auf der anderen Seite des Spielfeldes. Oft holt dann Kagawa den Ball ab, gibt ihn weiter und geht auf der Seite auf der soeben noch Leitner war, steil. Dieser räumt den gerade noch besetzten Raum und wechselt auf die andere Seite des Spielfeldes - für 2-3 Sekunden jedoch können Kagawa und Leitner mit dem ROM oder LOM ein Dreieck bilden... so entsteht eine Kreiselbewegung, die die gegnerische Defensive konstant fordert - so scheint mir das Ganze jedenfalls ungefähr organisiert zu sein... Aufgrund der enorm hohen Variabilität der BVB Offensivspieler können bei Aufrücken des 10ers und den off. 6ers z.B. Götze oder Großkreutz kurz den zweiten 6er geben.
Variante 2 ist die modernere imo, Variante 1 dafür sicherer und durchgängiger abrufbar, auch weil Kehl seinen Job herausragend erledigt - offesiv wie defensiv...

Harlekin

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"der alte Gaukler namens 'Don Quijote'" (mit Dank an Czerkus und THE-GAME)
BVB - Taktik-Thread |#18
12.02.2012 - 13:59 Uhr
Erstens: Heimsieg.
Zweitens: Drei Punkte.

Ich konnte leider nur die erste Hälfte sehen und da harkte es, jedoch meines Erachtens nicht weil Bender und Kehl auf dem Platz standen, sondern weil wir den Raum den wir uns erspielten in der Mitte nicht konsequent nutzen konnten. Bender und Kehl orientierten sich in vielen Szenen zu stark auf die Flügel, konnten da kombinieren, jedoch mündete das in Flanken über Flanken die, meistens mäßig erfolgreich waren. Beispielhaft eine Szene wo wir uns massig Raum vor der Abwehr erspielen durch eine Kombination auf dem Flügel, hier fehlten dann gegen tiefstehende Leverkusener der Spieler oder die Spieler im Zentrum, um schnell unsere Vier offensiven mit vertikalen Pässen zu füttern. Dies Problem lag meines Erachtens nicht am Spielertyp Bender oder Kehl, sondern an der Orientierung. So gab es mehrere Situationen wo sich Kehl oder Bender schon in der Spieleröffnung geschickt freiläuft, jedoch Subotic oder Hummels den vertikalen Ball nicht spielen, sondern wieder auf einen langen Ball in die Spitze zurückgreifen.

Desweiteren waren unsere Außenverteidiger merkwürdig gehemmt den Ball in die Mitte zu spielen. Normaler weise eröffnen sich durch unsere extrem offensiven Außenverteidiger Räume, die dann ein anderer (Abwehr)spieler zulaufen muss, und es entsteht wegen des nachhintenrückenden Sechsers Raum in der Mitte. Dieser wurde in den vergangenen Spielen ( Hoffenheim besonders) gut genutzt sodass wir auch mit 2 spielerisch nicht perfekten Spieltypen ein ordentliches Spiel aufziehen können.

Das oben beschriebene Phänomen führte dann zu entlichen ungenauen Halbfeldflanken oder langen Bällen, die jedoch nur wenig erfolsverpsprechend waren. Wenn wir dann allerdings in mehreren Fällen den Ball zurückeroberten, kamen da absolut merwürdige Abschlüsse und Verständigungsprobleme raus. Bezeichnend hier eine Szene wo Lewy den Ball abschirmt und auf Kevin wartet, der jedoch nur auf Lewy starrt anstatt sich anzubieten.

Die Beobachtungen die ich oben tätigte waren jedoch nicht durchgehend zu beobachten, so gab es Phasen als wir mit Dreierkette hinten spielten, und Kagawa sich fallen ließ, wo wir dann im Zentrum Zugriff besaßen.

Zusammenfassend war die erste Hälfte in manchen Situationen so wie es in den vergangenen Spielen war, jedoch sind wir auch in alte Muster zurückgefallen ( Beginn der Vorrunde).
Da dies in der 1. HZ temporär war, denke ich wir befinden uns noch im Reifeprozess, jedoch würde ich gerne wissen ob die selben Probleme in der zweiten Halbzeit auftraten.

Mfg,
Dreicksspiel

PS: Ich habe das hier schon einmal im spieltagsthread gepostet, dort ist aber keiner auf meine Frage eingegangen. Ich stelle das hier erneut rein, da ich hoffe, dass mir jemand beschreiben kann wie es in der zweiten Hälfte bezüglich unseres Spiels aussah.
BVB - Taktik-Thread |#19
13.02.2012 - 20:36 Uhr
Schmelzer hat bereits bestätigt, dass man dieses Problem im Training vor dem Leverkusen-Spiel aufgegriffen hat. Wenig verwunderlich nach dem Nürnberg-Spiel und wenn man bedenkt, dass Dutt bereits nach dem Hinspiel gesagt hat, in Hummels den designierten Spielmacher erkannt und entsprechend agiert zu haben. Dieses Mal haben die Leverkusener allerdings noch resoluter "manngedeckt". Hummels hatte nur 50 Ballkontakte (im Hinspiel 66), und das bei einem durchschnittlichen Wert von 73,2 Ballkontakten pro Spiel (Stand heute). Interessant: Obwohl die "Manndeckung" im Spiel gegen Nürnberg optisch noch augenscheinlicher war, hatte er in diesem Spiel 77 Ballkontakte.

Ich habe mir gerade die Spiel-Matrix bei bundesliga.de nochmal etwas genauer angeschaut. Offenbar hat Klopp in der Halbzeitpause die Anweisung gegeben, den Spielaufbau auf die Außen zu verlagern. Sowohl die Pass- als auch die Zweikampfkonzentration verschiebt sich gegenüber der ersten Halbzeit nämlich erstaunlich deutlich auf die Außenbahnen. Damit wollte er wohl auf die ineffektiven langen Bälle und das spielerische Vakuum im Zentrum reagieren.

Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt. Denn Fakt ist: Sowohl gegen Leverkusen als auch gegen Nürnberg haben wir uns im Aufbauspiel nicht mit Ruhm bekleckert. Es wird wichtig sein, sich möglichst schnell mit dieser Situation zu arrangieren und wirkungsvolle Lösungsansätze zu entwickeln. Denn im Moment ist dieses Mittel (zu) einfach und effektiv, somit verlockend für die nächsten Gegner.

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Klopp die Doppelsechs auflösen wird, um einen spielstarken Leitner zu bringen.

Was kann man also tun. Denkbar wären systematische Rochaden zwischen Hummels und der Doppelsechs, primär Bender. Das ist natürlich mit einem gewisssen Risiko verbunden, weil man schnellstmöglich die nötige Ordnung herstellen und auch die Abstimmung zwischen Bender und Subotic passen müsste, wäre aber eine interessante Variante, um Hummels der Manndeckung zu entziehen und das Verteidigungskonzept der gegnerischen Mannschaft auf den Kopf zu stellen bzw. zumindest um die Intensität der Manndeckung auszuloten (was tut der Manndecker?).

Auch Kagawa wird weiterhin eine wichtige Rolle zukommen. Er muss das richtige Maß finden zwischen dem Zurückfallen und dem Lauern auf zweite Bälle/Gegenpressing nach langem Ball auf Lewy.

Götze fehlt in dieser Hinsicht natürlich auch. Kuba und Großkreutz sind einfach keine "Gestalter" wie er, der sich auch mal fallen lässt, um das Spiel aufzuziehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von themiNo am 13.02.2012 um 20:38 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#20
14.02.2012 - 19:17 Uhr
Nachdem ich in einem vorherigen Post auf die Entwicklung unserer Spielweise eingegangen bin, hier meine Meinung zu unserem momentanen System, und den zukünftigen Möglichkeiten der Spieleröffnung.

Zu ersteinmal die Ausgangssituation unseres Aufbauspiels, falls wir nicht gegen eine dominante Manschaft antreten, wo wir uns ganz auf unser 4-4-2 bzw 4-1-4-1 bzw 4-2-3-1 und unsere meistens überragende Arbeit gegen den Ball verlassen. ( Hier sieht man auch das unsere Formation und Spielweise schwerlich in Zahlen bzw. Aufstellungen zu pressen ist.)

Weidenfeller steht am Rand des 16-meterraums, hier dürfte seine Schnelligkeit noch ausreichen um Lupfer auf sein Tor zu verhindern, und bei extrem steil gespielten Bällen zu klären. ( würde er weiter hinauskommen, sind seine Klärungsversuche zu gefährlich, da sie meistens beim Gegner landen).

Unsere Innenverteidiger, denen eine eminent wichtige Rolle zu kommt, sind 5- 10 Meter hinter der Mittelinie zu finden ( je nachdem wie tief der Gegner steht auch fast an der Mittellinie). Sie agieren als Spieleröffner, ich verwende hier bewusst das Wort "Spieleröffner", da wir bei zu großer Fixierung auf Hummels als Spielmacher, zu leicht auszurechnen sind und lediglich zu langen Bällen greifen, die aus mehreren Gründen wenig erfolgsversprechend sind, dazu später mehr.

Unsere Außenverteidiger rücken weit auf und ziehen so die offensiven Fügelspieler des Gegner relativ weit nach hinten, um unserem Innenverteidigerduo Platz zu verschaffen und sich eventuell noch breiter zu orientieren, für Vertikalbälle auf die gegenüberliegenden Außen. (Subotic auf unsere LOM Position und Hummels auf unsere ROM Position).

Unsere Doppelsechs wird durch den Gegner konstant gedeckt, da heutzutage hier die Spiele entschieden werden und dies der ideale Ort ist um einen Pass abzufangen oder einen Ball zu erobern und entsprechend zu kontern.

Die offensiven Flügelspieler rücken ein, da das Spiel durch die Außenverteidiger breit gemacht wird und sie so als Anspielstation dienen können.

Die Position unserer "Zehn", wird sie von Götze oder Kagawa gespielt, ist nicht zu beschreiben, jedoch gehe ich auf sie im Folgenden ein, unserer Stürmer orientiert sich "normal" zwischen den Innenverteidigern.

Nun zum eigentlichen Spielaufbau, bzw. wie wir in den gegnerischen Strafraum kommen möchten, zuerst wie ich es bisher erkonnen konnte:

Unsere Innenverteidiger spielen unsere AVs an, welche dann entweder mit ihrem Vordermann und dem auf die Seite verschiebenden Sechser kombinieren ( zwecks Durchbruch auf dem Flügel und folgender Flanke) oder es nach einer Kombination schaffen, den Ball entweder auf unseren Zehner oder einen unserer Sechser zu spielen, so dass jener auf die Abwehr mit dem Ball am Fuß zulaufen kann. ( Als Beispiel seien hier die Tore zum 1:0 gegen Nürnberg und 2:0 gegen Kiel genannt, als genau diese Situation zum Tor führte.)

Während wir auf einen Flügel spielen und der Gegner verschiebt, können sich unsere Sechser so freilaufen, dass wir sie nach einem Rückpass zu unseren Innenverteidigern anspielen können. ( wird der eine angespielt, kann der andere vertikal starten und so entweder Raum öffnen oder einen Pass in den Lauf bekommen).

Als letzte momentane Möglichkeit ist das zurückfallen von Kagawa zu sehen, welcher so mit den Sechsern ein Dreiermittelfeld bilden kann und durch Dreiecksspiel ( :p ) sich Richtung Strafraum kombinieren kann.

In den letzten Spielen habe ich zudem eine Rochade zwischen unseren Sechsern und Kagawa sehen, jedoch ist diese nur temporär aufgetreten, führte meines Erachtens zu Erfolg. Diese Möglichkeit sehe ich als die beste für den Spielaufbau an. Neben Kombinationen auf dem Flügel, wäre eine Rochade ( man kann es sich vereinfach als Kreislauf vorstellen), zwischen unseren Sechsern und der Zehn wichtig. Der Gegner kann so das Herzstück unseres Spiels nicht mehr richtig kontrollieren, wie das erfolgen soll habe ich ja im vorletzten Post schon erwähnt, trotzdem hier nochmal ein Beispiel: Beide Sechser sind gedeckt, ich nehme hier als Beispiel Bender und Kehl, Zehner ist Kagawa. Bender lässt sich zurückfallen bis kurz vor die Abwehr, bekommen einen Pass, wird gepresst, lässt ihn prallen und läuft nach vorn. Auf der Seite, wo Bender gerade zurückläuft kommt Kehl an und fordert den Pass, entweder hat er nun zusammen mit Bender eine zwei gegen eins Situation oder der andere Sechser des Gegner verschiebt ebenso. Nun lässt er den Ball ebenfalls prallen und Kagawa taucht im frei gewordenen Raum auf, sodass er angspielt werden kann und wir haben kontrolle über das Zentrum.

Sollte der Gegner mit 3 Sechsern auflaufen könnte man zum einen mit einem zusätzlichen Fallenlassens von Götze reagieren, oder das Duell aufgrend der qualitativen Überlegenheit im Mittelfeld im 3 gg 3 gewinnen.

Neben dieser fiktiven Maßnahme, welche jedoch unser Team in gewissem Maße schon anwandte, sind auch Kombinationen mit situativer Überzahl auf dem Flügel möglich. Ich erinnere da mal an Freiburg am 17. Spieltag als Kuba ständig statt rechts links auftauchte und so zu Beginn ein paar gute Überzahlsituationen kreierte.

Zuletzt ein Wort bei hoch pressenden Gegnern: Hierbei bietet sich das Zurückfallen des Sechsers und eine Dreierkette an, da nun das Spielfeld extrem gestreckt wird und somit auch für sich fallendlassende Götzes und Kagawas mehr Platz in der Mitte frei wird ( die AVs stehen noch höher).

Diese ganzen Rochaden und Spielzüge sind vor allem mit unserem derzeitigen Personal auszuführen. So sah man gegen Leverkusen, als unsere Doppelsechs in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel kam ( Grund im vorigen Post von mir), dass wir dann nach langen Bällen auf unzählige Flanken unserer AVs reagieren, aufgrund der Streuung von diesen Flankenbällen ist das weder effektiv noch sinnvoll. Zudem ist unser zentrales Mittelfeld hier, außer Spielintelligenz für die Rochaden, nicht durch besondere Fähigkeiten, wie weite Spielverlagerungen, belastet, somit kann selbst die vermeintlich destruktive Doppelsechs
(Bender und Kehl) hier für den Spielaufbau sorgen bzw mitwirken, da ich ihnen diese Spielintelligenz durchaus zutraue.

Dies sollen nur ein paar Ideen und Anregungen sein wie es momentan aussieht und aussehen kann. Ich hoffe, dass der Text einigermaßen lesbar ist und ihr mit den Gedanken von mir ewas anfangen könnt.

Mfg,
Dreiecksspiel
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