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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#9931
25.01.2024 - 22:31 Uhr
Zitat von Vorstopper78
Zitat von ForzaBorussia

Zitat von yoeyman

Zitat von Exanimalister

Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von mba123

Zitat von Celli1988

Deloitte hat die Money League 2024 veröffentlicht. Wir landen mit €420m auf Platz 12 bei den Einnahmen. Damit stehen wir mit ca. €40m Abstand vor den Mailändern Clubs (€378m & €385m) und Atletico (€364m).

Da sollten wir uns dann aber schon die Frage stellen, wie es sein kann, dass uns diese Clubs in den letzten Jahren stellenweise oder über Jahre outperformen.

Hier weiter im Detail

Interessant finde ich, dass wir die Einnahmen scheinbar durch unsere Premium und Champion Partner stark erhöhen konnten in den letzten Jahren.
So entnehme ich das jedenfalls aus dem bvb annual report 22/23 und dem Deloitte Eintrag "Commercial" , welche von 149 Mio (2021) auf 188 Mio (2023) stieg.
Wieso sehen unsere Partner nun so einen Mehrwert, dass sie für die Werberechte mehr hinlegen?
Davor gab's über einige Jahre nicht solche Anstiege.

Interessant auch die TV-Einnahmen. Wir bekamen 158 Mio aus der TV-Vermarktung. Das mit Champions League Achtelfinale. Im Vergleich kam Westham auf 170 Mio. Tottenham, die wie wir ins Achtelfinale kamen, bekamen 235 Mio.
Der Unterschied ist erwartungsgemäß groß. Allerdings scheinen wir den Unterschied zu einem englischen Mittelklasse-Club durch die Champions League noch halbwegs ausgleichen zu können.

Bei den Einnahmen durch die Spieltage (Zuschauereinnahmen vor allem) liegen wir bei 75 Mio. Bayern kommt da auf 121 Mio.
Finde ich erstaunlich, dass der Unterschied so groß ist. Woher kommt das?
Auf den ersten Blick scheinen mir die Preise für Tickets nicht großartig unterschiedlich. Spielen hier VIP-Tickets eine große Rolle?

Schau dir einfach mal die Logen an. In Dortmund kostet eine Loge für eine Saison gut 200.000, in München 300.000. Wir haben 18 Logen, Bayern 106. Wenn die Zahlen so stimmen und für jede Loge so sind, wären das 3,6 Mio bei uns, 31,8 Mio in München. Alleine da hast du schon über 60% der Differenz. Dann kommt hinzu, dass Bayern mehr Spiele hat, international. Dazu sind die Preise bei Bayern etwas höher, auch haben sie gut 8.500 Sitzplätze mehr, die wesentlich mehr Geld bringen.

Wäre dann die Frage, ob wir nicht auch Potenzial für diese Logen hätten. Zumindest sollte da wohl mehr für uns drin sein.
Dann könnten wir uns einen Füllkrug mehr pro Saison leisten grins


Die Problematik mit den Logen ist ja hinreichend bekannt und es wurde ja schon, auch von offizieller Seite, oftmals darüber berichtet, dass man bei den Spieltagseinnahmen noch ein großes Potential hätte. Dieses lässt sich aber aufgrund des Stadions allerdings nicht abrufen. Hier würde, auch das wurde schon von offizieller Seite mal erwähnt nur ein Neubau sinn machen. Wenn man es am Ende nur auf das finanzielle runterbricht, ist unser geliebtes Westfalenstadion schon ein großer Bremsklotz.

Ich meine mich auch erinnern zu können, dass Carsten Cramer auch mal erwähnte, dass der Mangel an Logen auch bei der Sponsorensuche nicht gerade hilfreich wäre.


Kann man da nicht mal paar Sitzreihen rausreisen und Logen reinbauen, wenn am Ende dafür blos noch 75.000 reingehen ist das doch schnuppe.. zumal man sowieso die Eintrittspreise erhöhen sollte, ich meine Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise... Das Operetten und Eventpublikum auf den Tribünen würde sicherlich auch 1/3 mehr zahlen... und die Dauerkartenbesitzer auch, zumal die Warteschlange ja gross ist! Ob da jetzt welche die Preise auf der Südtribüne nicht mehr zahlen können, wenn intressierts, auch der BVB Fussball ist nur ein Unternehmen das nichts zu verschenken hat!


Zu so einem Unsinn fällt einem wenig ein.


Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wenn man bei den Spieltagseinnahmen konkurrenzfähig werden will. Entweder die Preise deutlich hoch mit zusätzlich Umbau zu mehr Businessseats, oder ein teurer Neubau.


Die Frage die sich am Ende stellt ist, wie viel mehr müsste man mit einem neuen Stadion erwirtschaften, damit sich das ganze lohnt. Und selbst bei positiver Beurteilung müsste man am Ende immer noch die Fans hinter sich wissen. Die Süd wird man ja nicht einfach so 1 zu 1 auf ein neues Stadion übertragen können. Das der Zeitpunkt irgendwann kommen wird steht außer Frage. Es wäre spannend zu wissen, wie der aktuelle Sachstand zu diesem Thema ist, allerdings werden dies wohl nur eine Handvoll Personen beim BVB wirklich wissen.
BVB - Finanzen |#9932
25.01.2024 - 22:32 Uhr
Oooooder, man spart sich das teure Hobby, sobald ein wenig Luft zum Atmen da ist, 50-60 Mio. Euro Pakete für Spieler durch die Gegend zu feuern, die dieses Geld auch im optimistischen Szenario nicht wieder reinholen. Wäre mal ein Anfang. #Schulz,Hummels,Can,Meunier,Süle,Haller,Sabitzer
BVB - Finanzen |#9933
25.01.2024 - 22:55 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Oooooder, man spart sich das teure Hobby, sobald ein wenig Luft zum Atmen da ist, 50-60 Mio. Euro Pakete für Spieler durch die Gegend zu feuern, die dieses Geld auch im optimistischen Szenario nicht wieder reinholen. Wäre mal ein Anfang. #Schulz,Hummels,Can,Meunier,Süle,Haller,Sabitzer


Teure Fehlkäufe hat jeder Verein und das wird auch immer so bleiben.
Will man dauerhaft erfolgreicher sein, müssen die Einnahmen drastisch hoch. Denkverbote sollte es da keine geben.
BVB - Finanzen |#9934
26.01.2024 - 00:13 Uhr
Zitat von Vorstopper78

Zitat von WalterFroschsErbe

Oooooder, man spart sich das teure Hobby, sobald ein wenig Luft zum Atmen da ist, 50-60 Mio. Euro Pakete für Spieler durch die Gegend zu feuern, die dieses Geld auch im optimistischen Szenario nicht wieder reinholen. Wäre mal ein Anfang. #Schulz,Hummels,Can,Meunier,Süle,Haller,Sabitzer


Teure Fehlkäufe hat jeder Verein und das wird auch immer so bleiben.
Will man dauerhaft erfolgreicher sein, müssen die Einnahmen drastisch hoch. Denkverbote sollte es da keine geben.




Oder man erzielt mit den dann höheren Einnahmen noch größere/teurere Fehleinkäufe. Frag da mal bei Barcelona, Juventus oder aktuell Chelsea oder ManUnited nach, auch Paris hat sehr, sehr, sehr viel Geld verbrannt -- und immernoch nicht die Hand am Henkelpott gehabt. Das ist doch eine Spirale, die sich immer weiterdreht, je mehr Geld das System zur Verfügung stellt.

Weiß gar nicht mehr, wie wir hier von Deloitte, über Unrentabilität des Westfalenstadions jetzt wieder zu einer grundsätzlichen Frage des Wirtschaftens im Profifuball gekommen sind.

Fakt ist: ohne Ablösesummen eingerechnet Platz 12 in Europas Umsatztabelle ist dann ja genau dort, wo man sich ungefähr auch vom Gefühl her sieht. Nach oben ist vielleicht noch 2-3 Plätze Spielraum, aber es gibt mindestens eine gewisse Top 8 in Europa die - auch durch diverse Wettbewerbsvorteile - in den nächsten 10/20 Jahren niemals einholbar sein wird.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 26.01.2024 um 00:15 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9935
26.01.2024 - 10:30 Uhr
Zitat von Borusse91
Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.
BVB - Finanzen |#9936
26.01.2024 - 11:07 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.
BVB - Finanzen |#9937
26.01.2024 - 11:18 Uhr
Zitat von Nic

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.


Seit dem letzten Geschäftsbericht wurde das Ganze deutlich detailierter und die Schätzung kommt schon ganz gut hin. Der Personalaufwand wird schließlich zwar mit 185 Mio. angegeben, aber auf die erste Mannschaft entfallen dabei 129 Mio., inklusive Boni nach meinem Verständnis. Dazu kommen 14,8 Mio. für die Amas und 36,4 Mio. für Handel und Verwaltung. Aus der verbliebenen Differenz ergäben sich für 22/23 demnach 4,8 Mio. für den Trainerstab (10,2 Mio. im Jahr davor).

Korrektur: die Rechnung zum Trainerstab ist falsch, da der Personalaufwand im Konzern natürlich deutlich höher lag (236 Mio.). Darin sind dann Amas und handel/Verwaltung inkludiert und die 185 Mio. beziehen sich allein auf die Kosten für die Bundesliga. Entsprechend sind aber die Prämien nicht inkludiert in den 129 Mio. wir reden von 159,4 Mio. Gesamtkosten der ersten Mannschaft, woraus sich 25,7 Mio. für den Staff ergäben (28 Mio. im Vorjahr) - was denke ich mehr Sinn macht, bei 210 Mitarbeitern, die auf die sportliche Abteilung entfallen. Dazu habe ich beim Link anklicken gesehen, dass die Angabe in Pfund ist, wonach 127 Mio. Pfund eben knapp 150 Mio. Euro wären, was also auch ungefähr hinkommen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.01.2024 um 11:30 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9938
26.01.2024 - 11:34 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Nic

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.


Seit dem letzten Geschäftsbericht wurde das Ganze deutlich detailierter und die Schätzung kommt schon ganz gut hin. Der Personalaufwand wird schließlich zwar mit 185 Mio. angegeben, aber auf die erste Mannschaft entfallen dabei 129 Mio., inklusive Boni nach meinem Verständnis. Dazu kommen 14,8 Mio. für die Amas und 36,4 Mio. für Handel und Verwaltung. Aus der verbliebenen Differenz ergäben sich für 22/23 demnach 4,8 Mio. für den Trainerstab (10,2 Mio. im Jahr davor).

Korrektur: die Rechnung zum Trainerstab ist falsch, da der Personalaufwand im Konzern natürlich deutlich höher lag (236 Mio.). Darin sind dann Amas und handel/Verwaltung inkludiert und die 185 Mio. beziehen sich allein auf die Kosten für die Bundesliga. Entsprechend sind aber die Prämien nicht inkludiert in den 129 Mio. wir reden von 159,4 Mio. Gesamtkosten der ersten Mannschaft, woraus sich 25,7 Mio. für den Staff ergäben (28 Mio. im Vorjahr) - was denke ich mehr Sinn macht. Dazu habe ich beim Link anklicken gesehen, dass die Angabe in Pfund ist, wonach 127 Mio. Pfund eben knapp 150 Mio. Euro wären, was also auch ungefähr hinkommen würde.


Kurze Nachfrage: Wo siehst du die 127 Mio. als Pfund? Wenn ich den Link aufrufe, stehen da bei mir die Werte in Euro, dann in Pfund und dann in Dollar? Habe ich da den falschen Link?

Bei unserem Geschäftsbericht ist auch nicht ganz klar, ob Grundgehalt und Prämien sich nur auf die Spieler beziehen. Es wird nur von Lizenzbereich gesprochen, was theoretisch alle möglichen Beteiligten umfassen kann.

Fraglich wäre dann aber woher die Lücke von 31 Mio. (185 Mio. Gesamtkosten Lizenzbereich abzgl. 129 Mio. Grundgehalt abzgl. 25 Mio. Prämien = 31 Mio. Lücke) kommt? Eventuell Handgeldzahlungen oder Signing Fees?
BVB - Finanzen |#9939
26.01.2024 - 11:53 Uhr
Zitat von Nic

Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.


Seit dem letzten Geschäftsbericht wurde das Ganze deutlich detailierter und die Schätzung kommt schon ganz gut hin. Der Personalaufwand wird schließlich zwar mit 185 Mio. angegeben, aber auf die erste Mannschaft entfallen dabei 129 Mio., inklusive Boni nach meinem Verständnis. Dazu kommen 14,8 Mio. für die Amas und 36,4 Mio. für Handel und Verwaltung. Aus der verbliebenen Differenz ergäben sich für 22/23 demnach 4,8 Mio. für den Trainerstab (10,2 Mio. im Jahr davor).

Korrektur: die Rechnung zum Trainerstab ist falsch, da der Personalaufwand im Konzern natürlich deutlich höher lag (236 Mio.). Darin sind dann Amas und handel/Verwaltung inkludiert und die 185 Mio. beziehen sich allein auf die Kosten für die Bundesliga. Entsprechend sind aber die Prämien nicht inkludiert in den 129 Mio. wir reden von 159,4 Mio. Gesamtkosten der ersten Mannschaft, woraus sich 25,7 Mio. für den Staff ergäben (28 Mio. im Vorjahr) - was denke ich mehr Sinn macht. Dazu habe ich beim Link anklicken gesehen, dass die Angabe in Pfund ist, wonach 127 Mio. Pfund eben knapp 150 Mio. Euro wären, was also auch ungefähr hinkommen würde.


Kurze Nachfrage: Wo siehst du die 127 Mio. als Pfund? Wenn ich den Link aufrufe, stehen da bei mir die Werte in Euro, dann in Pfund und dann in Dollar? Habe ich da den falschen Link?



Ne, ich hab aus Zeitmangel zu schnell drüber geschaut und bin daher hier auch insgesamt nicht sauber genug, gemessen an der Komplexität des Themas. Fehler liegt komplett bei mir und ich hätte genauer sein müssen. Sorry dafür!


Bei unserem Geschäftsbericht ist auch nicht ganz klar, ob Grundgehalt und Prämien sich nur auf die Spieler beziehen. Es wird nur von Lizenzbereich gesprochen, was theoretisch alle möglichen Beteiligten umfassen kann.

Fraglich wäre dann aber woher die Lücke von 31 Mio. (185 Mio. Gesamtkosten Lizenzbereich abzgl. 129 Mio. Grundgehalt abzgl. 25 Mio. Prämien = 31 Mio. Lücke) kommt? Eventuell Handgeldzahlungen oder Signing Fees?


Es werden 210 Mitarbeiter im sportlichen Bereich angegeben. Das entspräche einem Durchschnittsgehalt von 145000 Euro, wobei das vermutlich stark von den Spitzenverdienern getrieben wird. Neben Trainerstab und Sportdirektor dürfte hierbei schließlich auch die Geschäftsführung inkludiert sein. Die Geschäftsführung ist im Bericht schließlich mit knapp 6 Mio. angegeben, was Kehl und Terzic + Co-Trainer vermutlich eher überbieten, wenn nicht seit Sahin und Bender nochmal mehr. Die Funktionsteams dahinter, ob Ärzte, Physios, Kondtionstrainer, Scouts oder aus sonstigen Bereichen unter Kehls Resort sind da natürlich auch noch lange nicht dabei. Im Endeffekt sollte sich hier aber kein unrealistisch hohes Durchschnittsgehalt ergeben. Ist nur fraglich, inwiefern es hier dann auch noch Überschneidungen zu Jugend und Amas gibt, die sehr wahrscheinlich sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.01.2024 um 11:57 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#9940
26.01.2024 - 12:27 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Nic

Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Zitat von mba123

Zitat von Borusse91

Zitat von Barrios1989

Dieser Vergleich verdeutlicht ja noch ein Mal mehr, dass wir beim BvB in den letzten Jahren einfach katastrophal schlecht gearbeitet haben und wir kurz und mittelgristig so viel totes Kapital an massiv überteuerte Anti Kicker gebunden haben die uns auf dem Transfermarkt mittlerweile handlungsunfähig machen.

Unsere Personalpolitik ist komplett grausam.



Ich vermisse die Polemik in deinem Post. grins

Ich habe mir die Liste angeschaut und verblüfft festgestellt, dass da aber so einige Vereine vor dem BVB stehen und sicherlich nicht mehr "Output" am Ende dabei herauskam, wie bei uns mit der angeblich so unsäglichen Kader- und Vereinspolitik der letzten Jahre (und wir haben ja im Gegensatz zu den vielen Investorenclubs auch 2,5 Jahre mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen gehabt). Betreffend: Chelsea, Manchester United, Tottenham aber auch Juventus, dass seit der letzten Meisterschaft 2020 auch einen ziemlichen sportlichen Abwärtsturn absolviert hat und sich erst jetzt wieder zu fangen scheint in diesem Jahr.

Im Vergleich zu anderen Clubs halte ich die Kaderkosten für sehr relevant.
Sollte man nicht erwarten, dass Kader, die vergleichbar viel kosten, auch ähnliche Leistungen erbringen oder entsprechendes Potenzial besitzen sollten?

Bei fbref.com gibt es eine Schätzung der Kaderkosten.

Wir stehen dort auf Platz 13. Ich denke, das zeigt, dass wir bei den Gehältern konkurrenzfähig sind. So stehen wir beispielsweise nur knapp hinter Tottenham. Bezüglich der Gehälter müssten wir uns demnach einen vergleichbaren Kader leisten können, oder?

Allerdings hat Tottenham einen Kader, der bei tm mit 783,8 Mio Marktwert geführt wird (Platz 9 im internationalem Ranking).
Unser Kaderwert wird mit 488,4 Mio angegeben, was für Rank 19 reicht.

Es scheint mir so, als wäre für uns im internationalem Vergleich etwas mehr drin. Bei den Gehältern wurden wir also ebenfalls nicht von vielen Vereinen überholt. Das Gehalt sollte dann eher nicht der Grund sein, weswegen ein Spieler lieber zu einem englischen Mittelklasse-Club oder nach Italien wechseln sollte (in Italien gibt's nun nicht mehr den Steuervorteil für Fußballer, oder?).

Allerdings liegen wir mit Platz 19 bezüglich des Kaderwertes immer noch in einem ordentlichen Bereich, auch wenn da Vereine, mit deutlich weniger Personalaufwand mithalten können.

Alles in allem scheint mir aber mehr möglich zu sein, mit unseren finanziellen Ressourcen. Das Problem liegt für mich vor allem in den jüngsten Entscheidungen. Tendenziell geht es weiter nach unten, wenn wir so weitermachen, denke ich. Und das läge dann, nach meinem laienhaften Verständnis der Finanzen, nicht an den Investoren-Clubs oder den TV-Geldern in anderen Ländern. Dies spielt zwar natürlich auch eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz scheinen wir finanziell dennoch ein Top15-Club zu sein.



Kurzer Hinweis zu den Kaderkosten bei fbref: Im Geschäftsbericht 22/23 werden die Kosten für den Lizenzbereich mit 185 Mio. angegben, bei fbref mit 127 Mio.

Zwar wird es bei fbrf mit "squad wages" benannt, was ja eventuell die Gehaltskosten des Trainerstabes ausklammert, aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass unser Trainerteam kosten von über 50 Mio. verursacht. Die Auflistung dürfte also insgesamt mit Vorsicht zu genießen sein (wobei auch nicht auszuschließen ist, dass wir tatsächlich in einem Bereich um den 12. Platz liegen).

Inhaltlich kann ich ansonsten nur zustimmen, das Auseinanderdriften zwischen Kaderwert und Kaderkosten (Kaderwert runter, Kaderkosten stabil bis steigend) wird diese Saison so richtig sichtbar (die Entwicklung hatte sich angekündigt) und muss ein Warnschuss sein.


Seit dem letzten Geschäftsbericht wurde das Ganze deutlich detailierter und die Schätzung kommt schon ganz gut hin. Der Personalaufwand wird schließlich zwar mit 185 Mio. angegeben, aber auf die erste Mannschaft entfallen dabei 129 Mio., inklusive Boni nach meinem Verständnis. Dazu kommen 14,8 Mio. für die Amas und 36,4 Mio. für Handel und Verwaltung. Aus der verbliebenen Differenz ergäben sich für 22/23 demnach 4,8 Mio. für den Trainerstab (10,2 Mio. im Jahr davor).

Korrektur: die Rechnung zum Trainerstab ist falsch, da der Personalaufwand im Konzern natürlich deutlich höher lag (236 Mio.). Darin sind dann Amas und handel/Verwaltung inkludiert und die 185 Mio. beziehen sich allein auf die Kosten für die Bundesliga. Entsprechend sind aber die Prämien nicht inkludiert in den 129 Mio. wir reden von 159,4 Mio. Gesamtkosten der ersten Mannschaft, woraus sich 25,7 Mio. für den Staff ergäben (28 Mio. im Vorjahr) - was denke ich mehr Sinn macht. Dazu habe ich beim Link anklicken gesehen, dass die Angabe in Pfund ist, wonach 127 Mio. Pfund eben knapp 150 Mio. Euro wären, was also auch ungefähr hinkommen würde.


Kurze Nachfrage: Wo siehst du die 127 Mio. als Pfund? Wenn ich den Link aufrufe, stehen da bei mir die Werte in Euro, dann in Pfund und dann in Dollar? Habe ich da den falschen Link?



Ne, ich hab aus Zeitmangel zu schnell drüber geschaut und bin daher hier auch insgesamt nicht sauber genug, gemessen an der Komplexität des Themas. Fehler liegt komplett bei mir und ich hätte genauer sein müssen. Sorry dafür!


Bei unserem Geschäftsbericht ist auch nicht ganz klar, ob Grundgehalt und Prämien sich nur auf die Spieler beziehen. Es wird nur von Lizenzbereich gesprochen, was theoretisch alle möglichen Beteiligten umfassen kann.

Fraglich wäre dann aber woher die Lücke von 31 Mio. (185 Mio. Gesamtkosten Lizenzbereich abzgl. 129 Mio. Grundgehalt abzgl. 25 Mio. Prämien = 31 Mio. Lücke) kommt? Eventuell Handgeldzahlungen oder Signing Fees?


Es werden 210 Mitarbeiter im sportlichen Bereich angegeben. Das entspräche einem Durchschnittsgehalt von 145000 Euro, wobei das vermutlich stark von den Spitzenverdienern getrieben wird. Neben Trainerstab und Sportdirektor dürfte hierbei schließlich auch die Geschäftsführung inkludiert sein. Die Geschäftsführung ist im Bericht schließlich mit knapp 6 Mio. angegeben, was Kehl und Terzic + Co-Trainer vermutlich eher überbieten, wenn nicht seit Sahin und Bender nochmal mehr. Die Funktionsteams dahinter, ob Ärzte, Physios, Kondtionstrainer, Scouts oder aus sonstigen Bereichen unter Kehls Resort sind da natürlich auch noch lange nicht dabei. Im Endeffekt sollte sich hier aber kein unrealistisch hohes Durchschnittsgehalt ergeben. Ist nur fraglich, inwiefern es hier dann auch noch Überschneidungen zu Jugend und Amas gibt, die sehr wahrscheinlich sind.


War mir auch nicht sicher ob die Zahlen bei mir korrekt sind, gerade wenn man mobil die Seiten aufruft ist die Darstellung nicht immer so glücklich.

Mit dem offiziell verfügbaren Wissensstand wird man wahrscheinlich nicht viel näher an die tatsächlichen Spielergehälter rankommen.

Als Indikation finde ich die Aufstellung von fbref dennoch brauchbar, die daraus abgeleiteten Grundaussagen halte ich auch bei der vorhandenen zahlenmäßigen Ungenauigkeit noch für plausibel und belastbar.
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