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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#1011
14.05.2014 - 16:25 Uhr
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?
BVB - Finanzen |#1012
14.05.2014 - 16:39 Uhr
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


hi, bitte versuche doch, recht einfache fragestellungen (die hier auch schon teilweise unzählige male durchgekaut wurden) selbst herauszufinden über google oder auch hier:

http://aktie.bvb.de/

schaue jedes mal rein und hoffe dass vielleicht jemand was zu den neuen quartalszahlen hat, aber dann jedes mal bittere enttäuschung, dass es wieder nix neues gibt.
BVB - Finanzen |#1013
14.05.2014 - 16:45 Uhr
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.

•     •     •

"Meine Damen und Herren, es singt für sie: das Niveau!" "Und mit was? Mit Recht!" "Isses nicht schön?" "Ja, es ist NICHT schön!"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chriz-37 am 14.05.2014 um 17:10 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#1014
14.05.2014 - 17:10 Uhr
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.


Ja gut, der FCB hat glaub ich auch nie "wir haben den BVB gerettet" formuliert. War n feiner Zug und gut. Dass man aber theoretisch 300 Mio. in den Jahren 2000-2005 ausgegeben hat - schon heftig/traurig/unglaublich. Für 100% der Anteile. Naja. Vielen Dank fürs Aufklären!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von to3i82 am 14.05.2014 um 17:11 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#1015
14.05.2014 - 17:26 Uhr
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.


Ja gut, der FCB hat glaub ich auch nie "wir haben den BVB gerettet" formuliert. War n feiner Zug und gut. Dass man aber theoretisch 300 Mio. in den Jahren 2000-2005 ausgegeben hat - schon heftig/traurig/unglaublich. Für 100% der Anteile. Naja. Vielen Dank fürs Aufklären!


Sehr gerne. Primär fehlte der sportliche Erfolg und die daraus resultierenden Einnahmen um den teuren Kader von damals zu finanzieren. Aus den Konsequenzen und Erfahrungen entstand die neue Philosophie. Nachhaltigkeit kann man mit viel Geld nicht erzwingen, das muss über sportlichen Erfolg und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten wachsen. Mir ist ein gesunder Wachstum wie wir es beim BVB seit einigen Jahren lieber, als kurzfristig mit viel Kapital den sportlichen Erfolg zu festigen zu versuchen, deswegen stehe ich einer im Raum stehenden Kapitalerhöhung skeptisch gegenüber allerdings denke ich das Aki Watzke diese dann nachvollziehbar erklären könnten. Vom jetzigen Standpunkt sehe ich dafür keine Notwendigkeit.

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"Meine Damen und Herren, es singt für sie: das Niveau!" "Und mit was? Mit Recht!" "Isses nicht schön?" "Ja, es ist NICHT schön!"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chriz-37 am 14.05.2014 um 17:27 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#1016
14.05.2014 - 17:34 Uhr
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.


Ja gut, der FCB hat glaub ich auch nie "wir haben den BVB gerettet" formuliert. War n feiner Zug und gut. Dass man aber theoretisch 300 Mio. in den Jahren 2000-2005 ausgegeben hat - schon heftig/traurig/unglaublich. Für 100% der Anteile. Naja. Vielen Dank fürs Aufklären!


Sehr gerne. Primär fehlte der sportliche Erfolg und die daraus resultierenden Einnahmen um den teuren Kader von damals zu finanzieren. Aus den Konsequenzen und Erfahrungen entstand die neue Philosophie. Nachhaltigkeit kann man mit viel Geld nicht erzwingen, das muss über sportlichen Erfolg und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten wachsen. Mir ist ein gesunder Wachstum wie wir es beim BVB seit einigen Jahren lieber, als kurzfristig mit viel Kapital den sportlichen Erfolg zu festigen zu versuchen, deswegen stehe ich einer im Raum stehenden Kapitalerhöhung skeptisch gegenüber allerdings denke ich das Aki Watzke diese dann nachvollziehbar erklären könnten. Vom jetzigen Standpunkt sehe ich dafür keine Notwendigkeit.


100% agree. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Bayern nun auch schuldenfrei sind, aber für weitere Anteile von 25% der FCB-AG ca. 300-400 Mio. generieren könnten, wird einem Angst und Bange. Einziger Trost dabei ist, dass diese Mannschaft kaum zu verstärken ist oder die Tatsache, dass ein Gehaltsniveau von 300 Mio. minimal bessere Leistung erzielen würde, als ein 150 Mio. Gehaltsniveau. :) Siehe ManCity / Paris. Der Unterschied 75 Mio. (BVB) zu 150 Mio. (FCB) allerdings schon bzw. könnte man dies wohl nur durch einen überdurchschnittlichen Trainer ausgleichen... ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von to3i82 am 14.05.2014 um 17:40 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#1017
14.05.2014 - 17:40 Uhr
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
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Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.


Ja gut, der FCB hat glaub ich auch nie "wir haben den BVB gerettet" formuliert. War n feiner Zug und gut. Dass man aber theoretisch 300 Mio. in den Jahren 2000-2005 ausgegeben hat - schon heftig/traurig/unglaublich. Für 100% der Anteile. Naja. Vielen Dank fürs Aufklären!


Sehr gerne. Primär fehlte der sportliche Erfolg und die daraus resultierenden Einnahmen um den teuren Kader von damals zu finanzieren. Aus den Konsequenzen und Erfahrungen entstand die neue Philosophie. Nachhaltigkeit kann man mit viel Geld nicht erzwingen, das muss über sportlichen Erfolg und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten wachsen. Mir ist ein gesunder Wachstum wie wir es beim BVB seit einigen Jahren lieber, als kurzfristig mit viel Kapital den sportlichen Erfolg zu festigen zu versuchen, deswegen stehe ich einer im Raum stehenden Kapitalerhöhung skeptisch gegenüber allerdings denke ich das Aki Watzke diese dann nachvollziehbar erklären könnten. Vom jetzigen Standpunkt sehe ich dafür keine Notwendigkeit.


100% agree. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Bayern nun auch schuldenfrei sind, aber für weitere Anteile von 25% der FCB-AG ca. 300-400 Mio. generieren könnten, wird einem Angst und Bange. Einziger Trost dabei ist, dass diese Mannschaft kaum zu verstärken ist oder die Tatsache, dass ein Gehaltsniveau von 300 Mio. minimal bessere Leistung erzielen würde, als ein 150 Mio. Gehaltsniveau. :) Siehe ManCity / Paris. Der Unterschied 75 Mio. (BVB) zu 150 Mio. (FCB) allerdings schon bzw. könnte man dies wohl nur durch einen überdurchschnittlichen Trainer ausgleichen... ;)


Wir müssen den finanziellen Vorsprung auf Platz 3 vergrößern und nicht auf die Bayern gucken. Finanziell können wir da mittelfristig nicht mithalten, aber wenn wir weiter jedes Jahr CL spielen und in allen Wettbewerben wie diese Saison überzeugen, dann sieht es wirtschaftlich doch sehr gut aus. Als etablierte Mannschaft in Europa werden auch die Sponsoren mehr zahlen. Spiele wie gegen Real, oder Bayern helfen unserem standing. Wenn der FCB mal strauchelt sind wird da und holen den Titel, wie hoffentlich Samstag. :D Ich glaube man kann sehr positiv in die Zukunft schauen.
BVB - Finanzen |#1018
14.05.2014 - 17:47 Uhr
Zitat von Nic:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


hi, bitte versuche doch, recht einfache fragestellungen (die hier auch schon teilweise unzählige male durchgekaut wurden) selbst herauszufinden über google oder auch hier:

http://aktie.bvb.de/

schaue jedes mal rein und hoffe dass vielleicht jemand was zu den neuen quartalszahlen hat, aber dann jedes mal bittere enttäuschung, dass es wieder nix neues gibt.


Dann solltest du auch dort gucken ;-) Und Finanzterminkalender steht nämlich, dass es die neuen Quartalszahlen erst morgen gibt. :)

•     •     •

Echte Liebe

Schiedsrichter und Jugendtrainer aus Leidenschaft
BVB - Finanzen |#1019
14.05.2014 - 17:52 Uhr
Zitat von XChris84X:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


Der durchschnittliche Ausgabewert für alle Aktien inkl. der Kapitalerhöhungen lag bei ca. 4.98 €/Stk. Bei heute 61.425.000 Aktien hat der BVB sich Kapital von ca. 306 Mil. an der Börse besorgt.

D.h das man eigentlich durch die Kapitalerhöhungen nochmal soviel Kapital von der Börse besorgt hat wie zur Emission im Jahre 2000. Das Kapital wurde dann ua. zur Tilgung von Schulden und zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes benötigt, allerdings will ich jetzt nicht meine Kompetenz übersteigen. Was ich damit gerne sagen möchte ist, das es in Anbetracht dieser Zahlen schon verwunderlich ist das ein gewisses Darlehen von 2Mil. für das Überleben vom BVB verantwortlich sein soll.


Ja gut, der FCB hat glaub ich auch nie "wir haben den BVB gerettet" formuliert. War n feiner Zug und gut. Dass man aber theoretisch 300 Mio. in den Jahren 2000-2005 ausgegeben hat - schon heftig/traurig/unglaublich. Für 100% der Anteile. Naja. Vielen Dank fürs Aufklären!


Sehr gerne. Primär fehlte der sportliche Erfolg und die daraus resultierenden Einnahmen um den teuren Kader von damals zu finanzieren. Aus den Konsequenzen und Erfahrungen entstand die neue Philosophie. Nachhaltigkeit kann man mit viel Geld nicht erzwingen, das muss über sportlichen Erfolg und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten wachsen. Mir ist ein gesunder Wachstum wie wir es beim BVB seit einigen Jahren lieber, als kurzfristig mit viel Kapital den sportlichen Erfolg zu festigen zu versuchen, deswegen stehe ich einer im Raum stehenden Kapitalerhöhung skeptisch gegenüber allerdings denke ich das Aki Watzke diese dann nachvollziehbar erklären könnten. Vom jetzigen Standpunkt sehe ich dafür keine Notwendigkeit.


100% agree. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Bayern nun auch schuldenfrei sind, aber für weitere Anteile von 25% der FCB-AG ca. 300-400 Mio. generieren könnten, wird einem Angst und Bange. Einziger Trost dabei ist, dass diese Mannschaft kaum zu verstärken ist oder die Tatsache, dass ein Gehaltsniveau von 300 Mio. minimal bessere Leistung erzielen würde, als ein 150 Mio. Gehaltsniveau. :) Siehe ManCity / Paris. Der Unterschied 75 Mio. (BVB) zu 150 Mio. (FCB) allerdings schon bzw. könnte man dies wohl nur durch einen überdurchschnittlichen Trainer ausgleichen... ;)


Wir müssen den finanziellen Vorsprung auf Platz 3 vergrößern und nicht auf die Bayern gucken. Finanziell können wir da mittelfristig nicht mithalten, aber wenn wir weiter jedes Jahr CL spielen und in allen Wettbewerben wie diese Saison überzeugen, dann sieht es wirtschaftlich doch sehr gut aus. Als etablierte Mannschaft in Europa werden auch die Sponsoren mehr zahlen. Spiele wie gegen Real, oder Bayern helfen unserem standing. Wenn der FCB mal strauchelt sind wird da und holen den Titel, wie hoffentlich Samstag. :D Ich glaube man kann sehr positiv in die Zukunft schauen.


Da nimmst du mir meine Antwort vorweg. Nicht der FCB ist unser Hauptkonkurrent sondern Vereine wie Schalke, Leverkusen oder Wolfsburg die auch gute Arbeit leisten. Wir müssen uns etablieren und mittel- bis langfristig denken. Obwohl die finanziellen Möglichkeiten sehr unterschiedlich sind können wir die Bayern in direkten Duellen Schlagen. Wir müssen lernen von den eigenen Erfahrungen und auch um uns gucken. Gibt heute auch einen guten Artikel zu Werder Bremen im Spiegel Online was auch Erkenntnisse gibt.

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"Meine Damen und Herren, es singt für sie: das Niveau!" "Und mit was? Mit Recht!" "Isses nicht schön?" "Ja, es ist NICHT schön!"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chriz-37 am 14.05.2014 um 17:53 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#1020
14.05.2014 - 17:53 Uhr
Zitat von Farawo09:
Zitat von Nic:
Zitat von to3i82:
Zitat von Chriz-37:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
Zitat von Leandro:
Zitat von to3i82:
www.stern.de:
Der Fußballklub Borussia Dortmund strebt in Zukunft eine Zusammenarbeit mit exklusiven, strategischen Partnern an – ähnlich wie der FC Bayern München, der von seinem Partner Allianz jüngst 110 Millionen Euro erhielt. Hans-Joachim Watzke, Borussia-Geschäftsführer, sagte in einem Interview mit dem stern: "Die Dax-Konzerne sollten sich ruhig fragen, ob es im Sinne des Wettbewerbs ist, sich nur auf Bayern München zu konzentrieren." Sein Verein wolle ähnliche Partner "in den nächsten fünf Jahren, vielleicht auch etwas früher" gewinnen.

* Quelle ist von highjumper aus dem Watzke-Thread *
Ich weiß, dass das Thema strategische Partner hier bereits irgendwo besprochen wurde. Kurze frage mal dazu.

FCB: Ist eine AG und hat div. Anteile für viel Geld an Adidas, Audi und Allianz verkauft.
BVB: Ist eine AG und hat div. Anteile an div. Aktionäre verkauft.

Wieviel % der BVB-AG wurden denn bereits verkauft? Könnten noch weitere Anteile verkauft werden? An strategische Partner?


http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Bernd Geske: 11,87%
BV. Borussia 09 e.V. Dortmund: 7,24%
Odey Asset Management LLP: 5,06%
Streubesitz: 75,83%


Aus meiner Sicht gibt es nur eine reele Chance, einen strategischen Partner ins Boot zu holen, über eine Kapitalerhöhung (d.h. Ausgabe neuer Aktien, die dann allesamt von einem Partner gezeichnet werden). Problem dabei ist jedoch, dass in der Regel den Altaktionären immer ein Bezugsrecht zugestanden werden muss, d.h. bei der Ausgabe neuer Aktien bekommen Altaktionöre dann das Vorkaufsrecht, im Rahmen des bisherigen Besitzanteils neue Aktien zu zeichnen.

Vereinfach gesagt: Dir gehören heute 10 von 100 Aktien (10%). Jetzt will der BVB 100 neue Aktien ausgeben. Also muss er dir das Bezugsrecht für 10 weitere Aktien einräumen, damit du weiterhin 10% der Anteile hälst (dann eben 20 von 200).

Das ist aber natürlich blöd für den potentiellen neuen strategischen Partner, da er nie wirklich damit planen kann, wie viele neue Aktien er eigentlich bekommt. In der Praxis ist dies zwar insbesondere bei Kleinaktionären nicht der Fall und Bezugsrechte können z.B. auch weiterverkauft werden, aber dennoch herrscht eine gewisse Unsicherheit.


Eine andere Möglichkeit wäre einfach ein neuer großer Sponsorenvertrag mit weitreichender Kooperation. Damit hätten man zwar keine neuen Eigentümer, aber wenn man z.B. einen Sponsoringvertrag über 10 Jahre abschließt, hat dies ja auch einen strategischen Touch.


Danke für die ausführliche Antwort. Zwei Fragen noch:

1) Der FCB hat für 8,33% der FCB-AG 110 Mio. bekommen. Wir haben ja offenbar bereits 100% ausgegeben? Wieviel € hatten wir damals dafür erhalten? Wieviel € sind diese Aktien heute wert? Kann man diese evtl. sogar zum Tagespreis zurückkaufen? Wieviele BVB-Aktien sind im Umlauf?

2) Kapitalerhöhung. Unter welchen Voraussetzungen darf man diese durchführen? Wenn die Unternehmenswerte gestiegen sind?


1) Da bietet die Website eigentlich alle Informationen: http://aktie.bvb.de/

Unter http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Basisdaten steht folgendes:
Das Grundkapital der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beträgt 61.425.000 EUR und ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Aktuell ist eine Aktie ca. 3,80€ an der Börse wert. Theoretisch könnte man natürlich alle Aktien zurückkaufen, nur selbst wenn dies zum aktuellen Wert geschehen würde (was unrealistisch ist), würde dies also aktuell

3,80 x (61.425.000 - 4.447.170) = 216.515.754€

kosten. Daran sieht man schon wie unrealistisch diese Unterfangen ist, mal ungeachtet dessen, dass es uns ja erstmal nichts bringen würde. Evtl. ein Delisting, sodass wir unsere Zahlen nicht ständig offenlegen müssen, aber gut, das würde eben sehr teuer erkauft werden ;)

2) Wir haben im Jahre 2010 auf der Hauptversammlung das Recht eingeholt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29.11.2015 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 30.712.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).


War der Ausgabekurs nicht damals um die 11 €? Hätte man dann nicht theoretisch 11 x (61.425.000 - 4.447.170) = 626.756.130 € eingenommen haben müssen?


Zum Börsenstart wurde ca. 15Mil. Aktien zu einem Preis um die 11€/Stk. auf dem Markt gebracht was einem Umsatz von ca. € 165Mil. nach sich zog. Durch die Kapitalerhöhungen in den Jahren 2004 und 2006 erhöhte sich die Gesamtzahl an Aktien auf den heutigen Wert.


Man hat also durch die Kapitalerhöhungen weitere ca. 40 Mio. Aktien ausgegeben. Zu welchem Wert denn?


hi, bitte versuche doch, recht einfache fragestellungen (die hier auch schon teilweise unzählige male durchgekaut wurden) selbst herauszufinden über google oder auch hier:

http://aktie.bvb.de/

schaue jedes mal rein und hoffe dass vielleicht jemand was zu den neuen quartalszahlen hat, aber dann jedes mal bittere enttäuschung, dass es wieder nix neues gibt.


Dann solltest du auch dort gucken ;-) Und Finanzterminkalender steht nämlich, dass es die neuen Quartalszahlen erst morgen gibt. :)


Davon abgesehen werden solche Fragen im Finanz-Thread wohl erlaubt sein, egal ob es bereits besprochen wurde. Auch in Form einer Unterhaltung. Ein für den Laien Fachchinesisch-Link mit dem Hinweis "les mal", hilft da reichlich wenig. Sind ja nicht aufm Amt hier.
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