BVB - Finanzen
28.01.2014 - 10:06 Uhr
11.02.2026 - 16:47 Uhr
Zitat von BVBBC
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
11.02.2026 - 17:17 Uhr
Zitat von linksaussen09
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Zitat von BVBBC
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Nein, habe ich nicht, aber soweit ich weiß greift capology genauso auf Medienberichte zurück, wie ich es letztendlich getan habe. Dazu eben geschätzt, was vergleichbare Spieler in den letzten Jahren ungefähr beim BVB bekamen, von denen etwas bekannt ist. Das wird immer mal wieder etwas daneben liegen, vor allem wegen des Umgangs mit Handgeldern in den Gehältern, aber im Groben und Ganzen sollte es nicht komplett falsch sein.
11.02.2026 - 19:44 Uhr
Zitat von BVBBC
Nein, habe ich nicht, aber soweit ich weiß greift capology genauso auf Medienberichte zurück, wie ich es letztendlich getan habe. Dazu eben geschätzt, was vergleichbare Spieler in den letzten Jahren ungefähr beim BVB bekamen, von denen etwas bekannt ist. Das wird immer mal wieder etwas daneben liegen, vor allem wegen des Umgangs mit Handgeldern in den Gehältern, aber im Groben und Ganzen sollte es nicht komplett falsch sein.
Zitat von linksaussen09
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Zitat von BVBBC
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Nein, habe ich nicht, aber soweit ich weiß greift capology genauso auf Medienberichte zurück, wie ich es letztendlich getan habe. Dazu eben geschätzt, was vergleichbare Spieler in den letzten Jahren ungefähr beim BVB bekamen, von denen etwas bekannt ist. Das wird immer mal wieder etwas daneben liegen, vor allem wegen des Umgangs mit Handgeldern in den Gehältern, aber im Groben und Ganzen sollte es nicht komplett falsch sein.
Danke. Also wenn man nach diesen Schätzungen davon ausgehen würde, dass man ca. 90 Mio. € Grundgehälter für die nächste Saison verplant hat und sich insgesamt ca. 120 Mio. € leisten kann, hätte man noch ca. 30 Mio. € Gehalt "frei".
Der Kader sähe (ohne Jugendspieler und Leihrückkehrer und in der Kovac-Formation) ja momentan so aus:
TW: Kobel, Meyer, Drewes
IV: Schlotterbeck, Anton, Bensebaini
RS: Ryerson, Couto
ZDM: Nmecha, Bellingham, Sabitzer
LS: Svensson
OM: Chukwuemeka
HS: Adeyemi, Beier
MS: Guirassy, Silva
Eigentlich bräuchte es meines Erachtens noch mindestens zwei Innenverteidiger, einen linken Schienenspieler, einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler und einen offensiven Mittelfeldspieler, die man von den 30 Mio. € bezahlt bekommt.
Geht man von Kaua Prates (2 Mio. € Gehalt?) als Zugang und Verlängerungen mit Can (als Backup 3 Mio. € Gehalt?) und Brandt (6 Mio. € Gehalt?) und von einer Erhöhung für Schlotterbeck (+6 Mio. €?) aus, blieben noch 13 Mio. € frei, von denen man dann immer noch zwei Innenverteidiger und einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler bezahlen müsste, wenn man das alles überhaupt erstmal quantitativ angemessen besetzen will. (Geht Schlotterbeck, wird es meines Erachtens richtig kompliziert.)
Das wäre finanziell schon sportlich, finde ich. Die mangelnde Qualität in der Kreativität und (ja, auch) der Spielintelligenz und andere Probleme (verschiedene Spielertypen auf RS, keine echten DM zu viele Abschlussspieler vorne) anzugehen, wird auch nicht so ohne Weiteres möglich sein, wenn man nicht noch weitere Spieler von der Gehaltsliste bekommt. Ich denke hier besonders an Sabitzer, Bensebaini und einen oder zwei aus dem Mittelstürmerquartett vorne. Was es für diese Spieler aber für einen Markt gibt, steht auf einem anderen Blatt. Als Tafelsilber würde ich die jedenfalls nicht bezeichnen.
Trotz des momentanen Höhenflugs in der Liga sehe ich den Transfersommer auch in Bezug auf das Budget erstmal ziemlich skeptisch. Als Sackgasse würde ich den nicht unbedingt bezeichnen, aber es wird schon einiges an Können brauchen, um uns dadruch zu manövrieren.
11.02.2026 - 20:35 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
@Circial
Dass der BVB größere oder teurere Strukturen als die englischen Big 6 unterhält, ist in absoluten Zahlen äußerst unwahrscheinlich. Liegen dir dazu Daten vor?
Die internen KPIs kennt wohl keiner. Es wird schon alleine schwierig, überhaupt zu bewerten in welchen Zusammenhang die steigenden Beschäftigtenzahlen stehen.
Was man stattdessen diskutieren kann:
Ob der BVB im Verhältnis zu seinem Umsatz eine hohe Kostenstruktur hat.
Bzw. ob die Personalkostenquote überdurchschnittlich ist.
Alles andere wird schwierig, da manche Vereine Vermarktung, Catering, Sicherheit etc. auslagern. Andere bilden viel intern ab
@Circial
Dass der BVB größere oder teurere Strukturen als die englischen Big 6 unterhält, ist in absoluten Zahlen äußerst unwahrscheinlich. Liegen dir dazu Daten vor?
Die internen KPIs kennt wohl keiner. Es wird schon alleine schwierig, überhaupt zu bewerten in welchen Zusammenhang die steigenden Beschäftigtenzahlen stehen.
Was man stattdessen diskutieren kann:
Ob der BVB im Verhältnis zu seinem Umsatz eine hohe Kostenstruktur hat.
Bzw. ob die Personalkostenquote überdurchschnittlich ist.
Alles andere wird schwierig, da manche Vereine Vermarktung, Catering, Sicherheit etc. auslagern. Andere bilden viel intern ab
Das lässt sich eigentlich recht schnell zeigen wenn man die Geschäftsberichte von Manchester United und dem BVB vergleicht, weil beides an der Börse notierte Aktiengesellschaften sind. So gibt es den BVB Geschäftsbericht, den United-Geschäftsbericht und zusätzliche Informationen in den UEFA Dokumenten hinsichtlich deren FFP. Als Grundlage gilt das Jahr 2024/2025. Einzig nervig ist das es bei United in Pfund sind und beim BVB in Euros. Folglich muss mit dem Faktor 1.15 umgerechnet werden.
Auf Seite 119 beim United Bericht sieht man dann wie sich deren 170 Millionen (Pfund) sonstige Aufwendungen aufteilen. Damit ist United in der Premier League auf Platz 2. Nur City gibt mehr aus. Chelsea, Tottenham, Liverpool und Arsenal geben deutlich weniger Geld hier aus. 14.5 Millionen für Sponsoren, 36.5 Millionen für Retail und Merchandising, 34 Millionen externe Spielbetriebsaufwendungen (), 9 Millionen Reisekosten, 12.5 Millionen für Berater, 31 Grundstück und Utilities und sonstiges (dazu müsste Catering gehören) in Höhe von 28.3 Millionen. Leider steht da nicht zu allem dabei was genau die einzelnen Punkte umfasst aber es gibt eine generelle Definition:
Other operating expenses
Our other operating expenses generally include certain variable costs such as Matchday catering, policing, security stewarding and cleaning at Old Trafford, visitor gateshare for domestic cups, and costs related to the delivery on media and commercial sponsorship contracts. Other operating expenses also include certain fixed costs, such as property costs, maintenance, human resources, training and developments costs, and professional fees. Our other operating expenses are subject to inflationary pressures and as such, can increase over time.
Our other operating expenses generally include certain variable costs such as Matchday catering, policing, security stewarding and cleaning at Old Trafford, visitor gateshare for domestic cups, and costs related to the delivery on media and commercial sponsorship contracts. Other operating expenses also include certain fixed costs, such as property costs, maintenance, human resources, training and developments costs, and professional fees. Our other operating expenses are subject to inflationary pressures and as such, can increase over time.
Beim BVB sind es etwa 190 Millionen (Euro) für eben jene Aufwendungen (im Bericht sonst. Aufwendungen + Materialaufwand). Aufgeteilt sind es 9 Millionen für Catering, 18 Millionen für Merchandising, 76 Millionen für den Spielbetrieb und Reisekosten, 14 Millionen für Werbung/Sponsoren, 5 Millionen für Leihspieler, 51 Millionen für Verwaltungskosten (umfasst denke ich auch Berater) und 9 Millionen für sonstiges. Was beim BVB aber besonders auffällig ist, ist der Blick auf die Jahre 2023/2024 und 2022/2023. Im Vorjahr waren es 199 Millionen Kosten für diesen Bereich und im Jahr davor waren es 138 Millionen.
Wenn man dann die Größe beider Vereine vergleicht finde ich es schon extrem wie viel Geld der BVB für diese Punkte ausgibt zumal United halt auch über 30 (gut besuchte) Heimspiele in einer normalen Saison hat. Insgesamt sind es sogar über 60 Spiele pro Saison. Bei Vollzeitarbeitnehmern war man im UEFA Vergleich (2024) auf Platz 7 Weltweit. Leider sind die Geschäftsberichte immer etwas undurchsichtig sind, weil die Punkte mit einem Satz erklärt werden und das war es.
Um ein Beispiel aus der Saison 23/24 zu nennen:
Die Spielbetriebsaufwendungen erhöhten sich um TEUR 21.674 auf TEUR 75.145 (Vorjahr TEUR 53.471). Gründe hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Catering- und spieltagsbezogene Aufwendungen, da im Vergleich zum Vorjahr drei Pflichtheimspiele mehr absolviert wurden, höhere Verbandsabgaben durch den neu verhandelten DFB/DFL-Grundlagenvertrag sowie gestiegene Reisekosten aufgrund vermehrter Reiseaktivitäten.
Trotz drei Zusätzlicher Heimspiele (24 statt 21) sind die Kosten unverhältnismäßig gestiegen. Vermehrte Reiseaktivitäten umfassen wohl die Pre-Season Tour und die zusätzliche Auswärtsspiele. Insgesamt waren es 4 Spiele extra (46 statt 42) trotzdem stiegen die Kosten um 37% an. Selbst wenn man davon ausgeht das eine Reise nach Madrid mehr kostet als eine Reise nach Leipzig was durchaus logisch ist, erscheint mir das einfach in keinem Verhältnis, weil die Reisekosten bei United mit 9 Millionen (Pfund) vermerkt sind. Die machen auch eine Pre Season Tour und hatten mehr Auswärtsspiele und man muss so ehrlich sein das sie 2022/2023 knapp 16 Millionen (Pfund) Reisekosten (Sparkurs unter Ratcliffe) hatten.
Nicht umsonst hatten wir hier im Sommer Debatten über die Fürstlichen Reisen (Club-WM) des BVB welche wohl 10 Millionen Euro gekostet haben. Ist ja auch logisch das es einen großen Unterschied macht ob man seine Spieler bei jeder London Reise im Ritz Carlton mit Suiten oder in einem normalen 5 Sterne Hotel von Hilton unterbringt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 11.02.2026 um 20:48 Uhr bearbeitet
11.02.2026 - 21:06 Uhr
Zitat von linksaussen09
Danke. Also wenn man nach diesen Schätzungen davon ausgehen würde, dass man ca. 90 Mio. € Grundgehälter für die nächste Saison verplant hat und sich insgesamt ca. 120 Mio. € leisten kann, hätte man noch ca. 30 Mio. € Gehalt "frei".
Der Kader sähe (ohne Jugendspieler und Leihrückkehrer und in der Kovac-Formation) ja momentan so aus:
TW: Kobel, Meyer, Drewes
IV: Schlotterbeck, Anton, Bensebaini
RS: Ryerson, Couto
ZDM: Nmecha, Bellingham, Sabitzer
LS: Svensson
OM: Chukwuemeka
HS: Adeyemi, Beier
MS: Guirassy, Silva
Eigentlich bräuchte es meines Erachtens noch mindestens zwei Innenverteidiger, einen linken Schienenspieler, einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler und einen offensiven Mittelfeldspieler, die man von den 30 Mio. € bezahlt bekommt.
Geht man von Kaua Prates (2 Mio. € Gehalt?) als Zugang und Verlängerungen mit Can (als Backup 3 Mio. € Gehalt?) und Brandt (6 Mio. € Gehalt?) und von einer Erhöhung für Schlotterbeck (+6 Mio. €?) aus, blieben noch 13 Mio. € frei, von denen man dann immer noch zwei Innenverteidiger und einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler bezahlen müsste, wenn man das alles überhaupt erstmal quantitativ angemessen besetzen will. (Geht Schlotterbeck, wird es meines Erachtens richtig kompliziert.)
Das wäre finanziell schon sportlich, finde ich. Die mangelnde Qualität in der Kreativität und (ja, auch) der Spielintelligenz und andere Probleme (verschiedene Spielertypen auf RS, keine echten DM zu viele Abschlussspieler vorne) anzugehen, wird auch nicht so ohne Weiteres möglich sein, wenn man nicht noch weitere Spieler von der Gehaltsliste bekommt. Ich denke hier besonders an Sabitzer, Bensebaini und einen oder zwei aus dem Mittelstürmerquartett vorne. Was es für diese Spieler aber für einen Markt gibt, steht auf einem anderen Blatt. Als Tafelsilber würde ich die jedenfalls nicht bezeichnen.
Trotz des momentanen Höhenflugs in der Liga sehe ich den Transfersommer auch in Bezug auf das Budget erstmal ziemlich skeptisch. Als Sackgasse würde ich den nicht unbedingt bezeichnen, aber es wird schon einiges an Können brauchen, um uns dadruch zu manövrieren.
Zitat von BVBBC
Nein, habe ich nicht, aber soweit ich weiß greift capology genauso auf Medienberichte zurück, wie ich es letztendlich getan habe. Dazu eben geschätzt, was vergleichbare Spieler in den letzten Jahren ungefähr beim BVB bekamen, von denen etwas bekannt ist. Das wird immer mal wieder etwas daneben liegen, vor allem wegen des Umgangs mit Handgeldern in den Gehältern, aber im Groben und Ganzen sollte es nicht komplett falsch sein.
Zitat von linksaussen09
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Zitat von BVBBC
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Sollte man alle auslaufenden Verträge nicht verlängern, wird es nächste Saison allerdings durchaus interessant, was die Fixgehälter betrifft. Ich komme dabei bislang nur auf rund 87 Mio., die in den Büchern stehen.
Das bedeutet, dass die von capology.com angenommenen Grundgehälter in etwa stimmen? Wenn man von deren ca. 115 Mio. € Süle (10 Mio. €), Can (8 Mio. €), Brandt (7 Mio. €) und Özcan (knapp 4 Mio. €) abzieht, landet man bei 86 Mio. €.
(Ich gehe mal davon aus, dass du nicht aufgrund von capology.com gerechnet hast.)
Nein, habe ich nicht, aber soweit ich weiß greift capology genauso auf Medienberichte zurück, wie ich es letztendlich getan habe. Dazu eben geschätzt, was vergleichbare Spieler in den letzten Jahren ungefähr beim BVB bekamen, von denen etwas bekannt ist. Das wird immer mal wieder etwas daneben liegen, vor allem wegen des Umgangs mit Handgeldern in den Gehältern, aber im Groben und Ganzen sollte es nicht komplett falsch sein.
Danke. Also wenn man nach diesen Schätzungen davon ausgehen würde, dass man ca. 90 Mio. € Grundgehälter für die nächste Saison verplant hat und sich insgesamt ca. 120 Mio. € leisten kann, hätte man noch ca. 30 Mio. € Gehalt "frei".
Der Kader sähe (ohne Jugendspieler und Leihrückkehrer und in der Kovac-Formation) ja momentan so aus:
TW: Kobel, Meyer, Drewes
IV: Schlotterbeck, Anton, Bensebaini
RS: Ryerson, Couto
ZDM: Nmecha, Bellingham, Sabitzer
LS: Svensson
OM: Chukwuemeka
HS: Adeyemi, Beier
MS: Guirassy, Silva
Eigentlich bräuchte es meines Erachtens noch mindestens zwei Innenverteidiger, einen linken Schienenspieler, einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler und einen offensiven Mittelfeldspieler, die man von den 30 Mio. € bezahlt bekommt.
Geht man von Kaua Prates (2 Mio. € Gehalt?) als Zugang und Verlängerungen mit Can (als Backup 3 Mio. € Gehalt?) und Brandt (6 Mio. € Gehalt?) und von einer Erhöhung für Schlotterbeck (+6 Mio. €?) aus, blieben noch 13 Mio. € frei, von denen man dann immer noch zwei Innenverteidiger und einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler bezahlen müsste, wenn man das alles überhaupt erstmal quantitativ angemessen besetzen will. (Geht Schlotterbeck, wird es meines Erachtens richtig kompliziert.)
Das wäre finanziell schon sportlich, finde ich. Die mangelnde Qualität in der Kreativität und (ja, auch) der Spielintelligenz und andere Probleme (verschiedene Spielertypen auf RS, keine echten DM zu viele Abschlussspieler vorne) anzugehen, wird auch nicht so ohne Weiteres möglich sein, wenn man nicht noch weitere Spieler von der Gehaltsliste bekommt. Ich denke hier besonders an Sabitzer, Bensebaini und einen oder zwei aus dem Mittelstürmerquartett vorne. Was es für diese Spieler aber für einen Markt gibt, steht auf einem anderen Blatt. Als Tafelsilber würde ich die jedenfalls nicht bezeichnen.
Trotz des momentanen Höhenflugs in der Liga sehe ich den Transfersommer auch in Bezug auf das Budget erstmal ziemlich skeptisch. Als Sackgasse würde ich den nicht unbedingt bezeichnen, aber es wird schon einiges an Können brauchen, um uns dadruch zu manövrieren.
Mir ging es mehr darum, dass genug Geld für die Verlängerungen von Leistungsträgern da sein wird, unabhängig von Transferbedarfen, die weiterhin hauptsächlich durch Abgänge bestimmt und finanziert werden müssen. Schlotterbeck ist berechtigterweise das Thema mit der höchsten Priorität, aber man sollte bedenken, dass auch Kobel, Svensson, Nmecha und Adeyemi Themen sind, die man noch diese Saison angehen sollte. Dafür würden auch noch ein paar Mio. mehr notwendig werden. Andernfalls spricht da auch einiges dafür, dass es zum einen oder anderen Abgang kommt.
Bleibt Kobel, hätte das außerdem unmittelbare Konsequenzen für Ramaj in meinen Augen. Heidenheim dürfte sicher absteigen und wer weiß, ob man nochmal so eine Leihe organisieren kann, weswegen ein Abgang wahrscheinlicher wirkt, wenn Kobel verlängert. Damit sollte schon mal Geld reinkommen. Kabar, Duranville und Campbell sind ebenfalls dafür gut. Wätjen ist ein Fragezeichen, wobei ich aktuell eher von einem Abgang ausgehe, als dass mit ihm geplant wird. Das sollten dann mindestens 40 Mio. werden, eher 50 Mio., noch ohne einen Abgang mit größerer Ablöse.
Dabei würde nur bei den OA in meinen Augen ein Bedarf für einen Ersatz entstehen. Dazu dürfte ein Süle/Anselmino Nachfolger benötigt werden und im Zentrum sollte auch noch etwas passieren, falls man die Verlängerungen macht, die du skizzierst. Den Schienenspieler dürfte man mit Prates abgehakt haben, ob er das am Ende wirklich ist oder nicht, während der Rest die beschriebenen Positionsprofile trifft, wobei Can sogar extra gerechnet würde. Gehaltsseitig würde man mit allen bislang genannten Verlängerungen, Zu- und Abgängen wohl noch rund 10 Mio. Luft für 3 Spieler haben, bis man bei 120 Mio. ankommt.
Das würde eng, aber an sich sollte es möglich sein. Sogar ohne größeren Abgang, obwohl ich davon ausgehe, dass es dafür auch noch Kandidaten gibt. Die Finanzen sollten daher nicht das kritische Thema für die Kaderzusammenstellung sein.
11.02.2026 - 22:09 Uhr
@Circial
Du vergleichst die absoluten Zahlen, aber nicht die Strukturen der Vereine. Ich denke, dadurch ist es unrund.
Mein eigene Recherche kam zu einen anderen Ergebnis und zwar: Manchester United das finanziell ineffizientere Unternehmen.
Vorab, ein direkter Vergleich einzelner Posten wie „sonstige Aufwendungen“ ist mMn methodisch heikel.
ManUnited vs. Dortmund
766 Mio. € ........526 Mio. € ......../ Umsatz
843 Mio. €.........535 Mio. €......../ Kosten operativ
-77 Mio. €.........+10mio €.........../ Ergebnis
110%................102%................./ Kostenquote
Die These, dass der BVB „für seine Größe zu hohe Kosten“ hat, ist falsch. Im Vergleich zu Manchester United agiert Dortmund relativ kosteneffizient, erzielt operativ fast break-even und stemmt zusätzlich höhere CL-Prämien, bei deutlich niedrigeren Kostenquoten als United.
Rechnet man den Anteil nach dem Verteilungsschlüssel auf den BVB hoch, bedeutet das für Dortmund mehr Verbandsabgaben von ca. 5 – 6 Mio. € pro Jahr.
Die Erhöhung der Spielbetriebsaufwendungen beim BVB ist auf klare, nachvollziehbare operative Gründe zurückzuführen, nicht auf Ineffizienz. Die aktuellen Halbjahreszahlen 2025/26 unterstreichen diese Tendenz und zeigen weiterhin eine vernünftige Kostenkontrolle.
Du vergleichst die absoluten Zahlen, aber nicht die Strukturen der Vereine. Ich denke, dadurch ist es unrund.
Mein eigene Recherche kam zu einen anderen Ergebnis und zwar: Manchester United das finanziell ineffizientere Unternehmen.
Vorab, ein direkter Vergleich einzelner Posten wie „sonstige Aufwendungen“ ist mMn methodisch heikel.
ManUnited vs. Dortmund
766 Mio. € ........526 Mio. € ......../ Umsatz
843 Mio. €.........535 Mio. €......../ Kosten operativ
-77 Mio. €.........+10mio €.........../ Ergebnis
110%................102%................./ Kostenquote
Die These, dass der BVB „für seine Größe zu hohe Kosten“ hat, ist falsch. Im Vergleich zu Manchester United agiert Dortmund relativ kosteneffizient, erzielt operativ fast break-even und stemmt zusätzlich höhere CL-Prämien, bei deutlich niedrigeren Kostenquoten als United.
Rechnet man den Anteil nach dem Verteilungsschlüssel auf den BVB hoch, bedeutet das für Dortmund mehr Verbandsabgaben von ca. 5 – 6 Mio. € pro Jahr.
Die Erhöhung der Spielbetriebsaufwendungen beim BVB ist auf klare, nachvollziehbare operative Gründe zurückzuführen, nicht auf Ineffizienz. Die aktuellen Halbjahreszahlen 2025/26 unterstreichen diese Tendenz und zeigen weiterhin eine vernünftige Kostenkontrolle.
11.02.2026 - 23:08 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
@Circial
Du vergleichst die absoluten Zahlen, aber nicht die Strukturen der Vereine. Ich denke, dadurch ist es unrund.
Mein eigene Recherche kam zu einen anderen Ergebnis und zwar: Manchester United das finanziell ineffizientere Unternehmen.
Vorab, ein direkter Vergleich einzelner Posten wie „sonstige Aufwendungen“ ist mMn methodisch heikel.
ManUnited vs. Dortmund
766 Mio. € ........526 Mio. € ......../ Umsatz
843 Mio. €.........535 Mio. €......../ Kosten operativ
-77 Mio. €.........+10mio €.........../ Ergebnis
110%................102%................./ Kostenquote
Die These, dass der BVB „für seine Größe zu hohe Kosten“ hat, ist falsch. Im Vergleich zu Manchester United agiert Dortmund relativ kosteneffizient, erzielt operativ fast break-even und stemmt zusätzlich höhere CL-Prämien, bei deutlich niedrigeren Kostenquoten als United.
Rechnet man den Anteil nach dem Verteilungsschlüssel auf den BVB hoch, bedeutet das für Dortmund mehr Verbandsabgaben von ca. 5 – 6 Mio. € pro Jahr.
Die Erhöhung der Spielbetriebsaufwendungen beim BVB ist auf klare, nachvollziehbare operative Gründe zurückzuführen, nicht auf Ineffizienz. Die aktuellen Halbjahreszahlen 2025/26 unterstreichen diese Tendenz und zeigen weiterhin eine vernünftige Kostenkontrolle.
@Circial
Du vergleichst die absoluten Zahlen, aber nicht die Strukturen der Vereine. Ich denke, dadurch ist es unrund.
Mein eigene Recherche kam zu einen anderen Ergebnis und zwar: Manchester United das finanziell ineffizientere Unternehmen.
Vorab, ein direkter Vergleich einzelner Posten wie „sonstige Aufwendungen“ ist mMn methodisch heikel.
ManUnited vs. Dortmund
766 Mio. € ........526 Mio. € ......../ Umsatz
843 Mio. €.........535 Mio. €......../ Kosten operativ
-77 Mio. €.........+10mio €.........../ Ergebnis
110%................102%................./ Kostenquote
Die These, dass der BVB „für seine Größe zu hohe Kosten“ hat, ist falsch. Im Vergleich zu Manchester United agiert Dortmund relativ kosteneffizient, erzielt operativ fast break-even und stemmt zusätzlich höhere CL-Prämien, bei deutlich niedrigeren Kostenquoten als United.
Rechnet man den Anteil nach dem Verteilungsschlüssel auf den BVB hoch, bedeutet das für Dortmund mehr Verbandsabgaben von ca. 5 – 6 Mio. € pro Jahr.
Die Erhöhung der Spielbetriebsaufwendungen beim BVB ist auf klare, nachvollziehbare operative Gründe zurückzuführen, nicht auf Ineffizienz. Die aktuellen Halbjahreszahlen 2025/26 unterstreichen diese Tendenz und zeigen weiterhin eine vernünftige Kostenkontrolle.
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat. Relativ ist man dann als Folge abgehängt. Würde United nicht jedes Jahr für 300 Millionen Spieler kaufen (ohne signifikante Verkäufe) würde das Unternehmen 210 Millionen € (transferbereinigte EBITDA) Plus erwirtschaften. Der BVB erwirtschaftet hier 68 Millionen €. Das ist übrigens eine signifikante Steigerung gegenüber 23/24 und 22/23 wo man jeweils etwas über 50 Millionen erreichte. Aber genau diese Zahl (transferbereinigte EBITDA) zeigt ja das United in der Lage ist jedes Jahr problemlos für 200 Millionen Spieler zu kaufen ohne auch nur einen Verkauf zu tätigen.
Ich finde auch: Das Vergleichen der einzelnen Posten ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, weil ich keine tiefe Dateneinsicht habe. Aber den Oberbegriff 'sonstige Aufwendungen' kann man schon vergleichen, weil die von der UEFA verlangte GUV mehr oder weniger Übertragbar ist. Da ist man schließlich 23/24 bei etwa 38.5% vom Umsatz (für sonstige Aufwendungen) und damit ist man im Internationalen Vergleich abgeschlagener Spitzenreiter. 22/23 war man noch bei 32.5% vom Umsatz und im Aktuellen Geschäftsjahr ist man bei etwa 36%. 18/19 war man hier sogar nur bei 30.1% des Umsatzes. Zum Vergleich: United ist hier bei 25.5% und City bei 28.4%. Nicht das der int. Vergleich der Weisheit letzter Schluss ist, weil die Rahmenbedingungen dort variieren aber die prozentualen Anstiege sollten grundsätzlich besorgniserregend sein.
Mal als anderes Beispiel: Beim Materialaufwand (also Catering und Merchendising) war man 18/19 bei 21 Millionen und 24/25 bei 27 Millionen Euro. Umsatz wuchs von 46 Millionen auf 67 Millionen. Bildet man hier die Quotienten (2.2 gegenüber 2.5) zeigt sich das man hier effizienter wurde (was gut für den Verein ist).
Das ist ja das generelle um das es mir geht. Man kann sich auf die Schulter klopfen das man so geringe Personalkosten hat, das man ein Profitables Unternehmen ist oder das die in England komisch wirtschaften aber das hat keinen Wert wenn man das sportliche Maximum aus seinem Umsatz machen möchte. Und da hat man einfach sehr große Ausgaben für Zeug das nichts mit dem Lizenzbereich zu tun hat welche Unverhältnismäßig zum Umsatz gewachsen sind. Und es ist völlig richtig hier auch mal drauf hinzuweisen und die Verantwortlichen zu hinterfragen. Man stelle sich mal vor man hätte Prozentual bei den sonstigen Aufwendungen die gleichen Kosten wie 18/19 (also 158 Millionen € anstelle von 190 Millionen €). Das würde dann (vereinfacht) bedeuten das man einen Spieler (25 Mio Ablöse 5 Mio Gehalt) extra kaufen kann. Ob das realistisch ist oder man Opfer der Umstände (Inflation, Staatliche Vorschriften, ...) ist die zu dieser Kostenexplosion führten kann ich nicht beurteilen aber es ist in der freien Wirtschaft nichts ungewöhnliches das bei Unternehmen nach Umsatzanstieg (von 400 auf wiederholt über 500 Millionen) nicht so genau aufs Geld geschaut wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 11.02.2026 um 23:17 Uhr bearbeitet
12.02.2026 - 15:31 Uhr
Zitat von Circial
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat. Relativ ist man dann als Folge abgehängt. Würde United nicht jedes Jahr für 300 Millionen Spieler kaufen (ohne signifikante Verkäufe) würde das Unternehmen 210 Millionen € (transferbereinigte EBITDA) Plus erwirtschaften. Der BVB erwirtschaftet hier 68 Millionen €. Das ist übrigens eine signifikante Steigerung gegenüber 23/24 und 22/23 wo man jeweils etwas über 50 Millionen erreichte. Aber genau diese Zahl (transferbereinigte EBITDA) zeigt ja das United in der Lage ist jedes Jahr problemlos für 200 Millionen Spieler zu kaufen ohne auch nur einen Verkauf zu tätigen.
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat. Relativ ist man dann als Folge abgehängt. Würde United nicht jedes Jahr für 300 Millionen Spieler kaufen (ohne signifikante Verkäufe) würde das Unternehmen 210 Millionen € (transferbereinigte EBITDA) Plus erwirtschaften. Der BVB erwirtschaftet hier 68 Millionen €. Das ist übrigens eine signifikante Steigerung gegenüber 23/24 und 22/23 wo man jeweils etwas über 50 Millionen erreichte. Aber genau diese Zahl (transferbereinigte EBITDA) zeigt ja das United in der Lage ist jedes Jahr problemlos für 200 Millionen Spieler zu kaufen ohne auch nur einen Verkauf zu tätigen.
Der Kern deiner These ist mir bewusst... der Vergleich wirkt nur auf den ersten Blick eindeutig. ManUnited finde ich als Vergleich noch besonders unglücklich gewählt. „Transferbereinigtes EBITDA“ ist kein Einkaufsgutschein für neue Spieler, sondern eine operative Kennzahl vor Zinsen, Steuern, Investitionen und Schulden usw. Gerade bei United mit hoher Verschuldung relativiert sich das deutlich. Aus 210 Mio. EBITDA werden nicht automatisch 200 Mio. Transferbudget, sonst wären finanzielle Probleme dort kein Dauerthema.
Im Umkehrschluss könnte auch der BVB über massive Verschuldung künstlich skalieren aber das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Entscheidend ist nicht, wie viel man ausgibt, sondern wie effizient man wirtschaftet und sportlichen Erfolg daraus generiert. Manchester United zeigt, dass hohe Schulden und enorme Investitionen keine Garantie für sportliche Wettbewerbsfähigkeit sind.
Viel Geld auszugeben ist kein Beweis für Stärke sondern manchmal nur für Risiko.
Zitat von Circial
Ich finde auch: Das Vergleichen der einzelnen Posten ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, weil ich keine tiefe Dateneinsicht habe. Aber den Oberbegriff 'sonstige Aufwendungen' kann man schon vergleichen, weil die von der UEFA verlangte GUV mehr oder weniger Übertragbar ist. Da ist man schließlich 23/24 bei etwa 38.5% vom Umsatz (für sonstige Aufwendungen) und damit ist man im Internationalen Vergleich abgeschlagener Spitzenreiter. 22/23 war man noch bei 32.5% vom Umsatz und im Aktuellen Geschäftsjahr ist man bei etwa 36%. 18/19 war man hier sogar nur bei 30.1% des Umsatzes. Zum Vergleich: United ist hier bei 25.5% und City bei 28.4%. Nicht das der int. Vergleich der Weisheit letzter Schluss ist, weil die Rahmenbedingungen dort variieren aber die prozentualen Anstiege sollten grundsätzlich besorgniserregend sein.
Mal als anderes Beispiel: Beim Materialaufwand (also Catering und Merchendising) war man 18/19 bei 21 Millionen und 24/25 bei 27 Millionen Euro. Umsatz wuchs von 46 Millionen auf 67 Millionen. Bildet man hier die Quotienten (2.2 gegenüber 2.5) zeigt sich das man hier effizienter wurde (was gut für den Verein ist).
Ich finde auch: Das Vergleichen der einzelnen Posten ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, weil ich keine tiefe Dateneinsicht habe. Aber den Oberbegriff 'sonstige Aufwendungen' kann man schon vergleichen, weil die von der UEFA verlangte GUV mehr oder weniger Übertragbar ist. Da ist man schließlich 23/24 bei etwa 38.5% vom Umsatz (für sonstige Aufwendungen) und damit ist man im Internationalen Vergleich abgeschlagener Spitzenreiter. 22/23 war man noch bei 32.5% vom Umsatz und im Aktuellen Geschäftsjahr ist man bei etwa 36%. 18/19 war man hier sogar nur bei 30.1% des Umsatzes. Zum Vergleich: United ist hier bei 25.5% und City bei 28.4%. Nicht das der int. Vergleich der Weisheit letzter Schluss ist, weil die Rahmenbedingungen dort variieren aber die prozentualen Anstiege sollten grundsätzlich besorgniserregend sein.
Mal als anderes Beispiel: Beim Materialaufwand (also Catering und Merchendising) war man 18/19 bei 21 Millionen und 24/25 bei 27 Millionen Euro. Umsatz wuchs von 46 Millionen auf 67 Millionen. Bildet man hier die Quotienten (2.2 gegenüber 2.5) zeigt sich das man hier effizienter wurde (was gut für den Verein ist).
Entscheidend ist deshalb weniger die absolute Quote, sondern ob die Kosten strategisch investiv sind und mittelfristig Erträge sichern. Ein reiner Prozentvergleich ohne Detailtiefe kann Hinweise geben, ersetzt aber keine Ursachenanalyse.
Ich meine... wer „relativ“ sagt, darf nicht mit absoluten Zahlen argumentieren, sonst vergleicht er Größe statt Effizienz.
Zitat von Circial
Das ist ja das generelle um das es mir geht. Man kann sich auf die Schulter klopfen das man so geringe Personalkosten hat, das man ein Profitables Unternehmen ist oder das die in England komisch wirtschaften aber das hat keinen Wert wenn man das sportliche Maximum aus seinem Umsatz machen möchte. Und da hat man einfach sehr große Ausgaben für Zeug das nichts mit dem Lizenzbereich zu tun hat welche Unverhältnismäßig zum Umsatz gewachsen sind. Und es ist völlig richtig hier auch mal drauf hinzuweisen und die Verantwortlichen zu hinterfragen. Man stelle sich mal vor man hätte Prozentual bei den sonstigen Aufwendungen die gleichen Kosten wie 18/19 (also 158 Millionen € anstelle von 190 Millionen €). Das würde dann (vereinfacht) bedeuten das man einen Spieler (25 Mio Ablöse 5 Mio Gehalt) extra kaufen kann. Ob das realistisch ist oder man Opfer der Umstände (Inflation, Staatliche Vorschriften, ...) ist die zu dieser Kostenexplosion führten kann ich nicht beurteilen aber es ist in der freien Wirtschaft nichts ungewöhnliches das bei Unternehmen nach Umsatzanstieg (von 400 auf wiederholt über 500 Millionen) nicht so genau aufs Geld geschaut wird.
Das ist ja das generelle um das es mir geht. Man kann sich auf die Schulter klopfen das man so geringe Personalkosten hat, das man ein Profitables Unternehmen ist oder das die in England komisch wirtschaften aber das hat keinen Wert wenn man das sportliche Maximum aus seinem Umsatz machen möchte. Und da hat man einfach sehr große Ausgaben für Zeug das nichts mit dem Lizenzbereich zu tun hat welche Unverhältnismäßig zum Umsatz gewachsen sind. Und es ist völlig richtig hier auch mal drauf hinzuweisen und die Verantwortlichen zu hinterfragen. Man stelle sich mal vor man hätte Prozentual bei den sonstigen Aufwendungen die gleichen Kosten wie 18/19 (also 158 Millionen € anstelle von 190 Millionen €). Das würde dann (vereinfacht) bedeuten das man einen Spieler (25 Mio Ablöse 5 Mio Gehalt) extra kaufen kann. Ob das realistisch ist oder man Opfer der Umstände (Inflation, Staatliche Vorschriften, ...) ist die zu dieser Kostenexplosion führten kann ich nicht beurteilen aber es ist in der freien Wirtschaft nichts ungewöhnliches das bei Unternehmen nach Umsatzanstieg (von 400 auf wiederholt über 500 Millionen) nicht so genau aufs Geld geschaut wird.
Von 190 Mio. auf 158 Mio. „sonstige Aufwendungen“ zu kommen heißt nicht automatisch, dass 32 Mio. frei für Transfers sind. Teile davon sind fix oder regulatorisch bedingt. Teile sind wachstums- oder erfolgsabhängig. Transfers wirken mehrjährig (Abschreibung + Gehalt).
Man spart sich nicht an die Spitze, man wächst sich dorthin und das gilt für alle Bereiche. Wenn der BVB beispielsweise 10 Mio. € in die Modernisierung seiner Küche investiert, entstehen zunächst Kosten. Langfristig steigern solche Investitionen jedoch die Effizienz und ermöglichen höhere Einnahmen. Diese Zusammenhänge werden in deinem Beitrag weitgehend vernachlässigt, weshalb ich eine relative Bewertung nicht wirklich erkennen kann.
12.02.2026 - 17:12 Uhr
Zitat von Circial
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat.
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat.
Dies lässt sich im übrigen leicht erklären, TV-Einnahmen! Dies sind Umsätze, die keinerlei Aufwand gegenübersteht. Glaube, die sind alleine schon mindestens 100-150 Mio höher. Dortmund hingegen hat ein teures Stadion, über das Umsätze teuer produziert werden. Zudem kostet unser Stadion nicht nur viel Geld, wir haben auch niedrige Kartenpreise. Die günstigsten Tickets kosten in Manchester mehr als das doppelte von denen in Dortmund. Die CIR ist schlicht aufgrund der unterschiedlichen Verträge und Strukturen nicht vergleichbar.
12.02.2026 - 18:21 Uhr
Zitat von Perca
Dies lässt sich im übrigen leicht erklären, TV-Einnahmen! Dies sind Umsätze, die keinerlei Aufwand gegenübersteht. Glaube, die sind alleine schon mindestens 100-150 Mio höher. Dortmund hingegen hat ein teures Stadion, über das Umsätze teuer produziert werden. Zudem kostet unser Stadion nicht nur viel Geld, wir haben auch niedrige Kartenpreise. Die günstigsten Tickets kosten in Manchester mehr als das doppelte von denen in Dortmund. Die CIR ist schlicht aufgrund der unterschiedlichen Verträge und Strukturen nicht vergleichbar.
Zitat von Circial
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat.
Ich will die wirtschaftliche Arbeit von United gar nicht loben sondern zeigen das wir (absolut) vergleichbare sonstige Aufwendung wie ein Verein mit 766 Millionen Euro Umsatz haben obwohl der BVB nur 526 Millionen Umsatz hat.
Dies lässt sich im übrigen leicht erklären, TV-Einnahmen! Dies sind Umsätze, die keinerlei Aufwand gegenübersteht. Glaube, die sind alleine schon mindestens 100-150 Mio höher. Dortmund hingegen hat ein teures Stadion, über das Umsätze teuer produziert werden. Zudem kostet unser Stadion nicht nur viel Geld, wir haben auch niedrige Kartenpreise. Die günstigsten Tickets kosten in Manchester mehr als das doppelte von denen in Dortmund. Die CIR ist schlicht aufgrund der unterschiedlichen Verträge und Strukturen nicht vergleichbar.
Der BVB hatte letztes Jahr höhere TV Einnahmen als United, weil es in der CL extrem viel Geld zu verdienen gibt mittlerweile. Nach aktuellem Wechselkurs 28,3 Mio. mehr. United hat dafür bei Werbung, wofür ebenfalls kaum Kosten entstehen, 63,1 Mio. mehr gemacht. Nimmt man beide Bereiche zusammen, waren es beim BVB für Werbung und TV 380,8 Mio. und bei United 415,6 Mio.. Dafür sind auf Seite des BVB gerade mal 15,8 Mio. direkt damit verbundene Kosten entstanden, bei United auch nur 16,6 Mio.. Nach Abzug dieser direkten Kosten blieben dem BVB also 365 Mio. und United 399 Mio.. Das entspräche beim BVB 69,4% und bei United 52,1%. Es ist daher augenblicklich umgekehrt, indem der BVB einen höheren Anteil seiner Umsätze aus relativ kostenextensiven Bereichen generiert.
Richtig interessant wird das Thema, wenn man sich dann das Thema Gehälter ansieht. Der BVB verbuchte letzte Saison im Konzern 248,8 Mio.. Bei United waren es 360,2 Mio.. Anteilig zum Umsatz sind das jeweils 47,3% und 47,0%. Also ein marginaler Unterschied. Betrachtet man es aber nur als Anteil des Umsatzes aus Werbung und TV, für den ja sonst kaum Kosten entstehen, sind es beim BVB 65,3%, während es bei United 86,7% sind. Von dem her hast du schon recht, dass United mehr dieser Gelder in den Kader stecken kann, aber das ist dadurch begründet, dass die Profitabilität in den weiteren Geschäftsfeldern offensichtlich eine ganz andere sein muss. United verdient eben mit Merch, Spielbetrieb und Co. mal eben satte 205,7 Mio. mehr im Jahr. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was der BVB überhaupt in diesen Bereichen umsetzen kann (145,2 Mio.).
Auch wenn United hier in seiner Bilanz nichts genauer preisgibt, dürfte klar sein, dass sie in diesen Bereichen ganz andere Deckungsbeiträge haben, die dem BVB fehlen (Merch, angesichts Markenwert) oder auf die er eben bewusst verzichtet (Ticketing). Ansonsten gäbe es keine gute Begründung, warum so viel weniger Geld aus kostenextensiven Bereichen für die Gehälter übrig bleiben.
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