| Geburtsdatum | 28.03.1967 |
|---|---|
| Alter | 59 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Alois Schwartz [Trainer]
22.03.2023 - 14:10 Uhr
13.11.2023 - 10:36 Uhr
Zitat von PytanSilva
Über welchen Zeitraum darf man sich entwickeln? Muss das innerhalb weniger Wochen passieren? Muss jedes Spiel spielerisch überragend gestaltet werden? Welchen Fußball möchten wir spielen? Wofür steht Hansa Rostock?
Wenn ich mir in Erinnerung rufe, mit welchem Fußball Hansa Rostock erfolgreich war in der Vergangenheit (Youtube hat übrigens jede Menge Material, sowohl aus erfolgreichen OL-Zeiten als auch aus den Bundesligajahren), dann ist das spielerisch immer sehr brauchbar gewesen. Nicht "überragend", nicht immer super erfolgreich, aber durchaus ansehnlich. Sicherlich gab es auch mal Phasen, in denen Hansa über den Kampf ins Spiel finden musste, aber nie so eindimensional wie aktuell. Was Schwarz spielen lässt, ist extrem unattraktiv und auch nicht sonderlich erfolgreich. Hansa hat einen guten Kader mit Spielern, die Fußball spielen können und wollen. Wenn man aber nur Leichtathleten ohne Sinn für fußballerische Ästhetik aufstellt, muss man sich nicht wundern, wenn dann in schöner Regelmäßigkeit eben KEIN Fußballspiel stattfindet. Jemand schrieb im Forum, Ingelsson wirke "überspielt". Nein, er war nie jemand, der übers Spielerische kam und er wird es auch nie werden. Er kämpft und rackert, bis er kotzen muss. Solche Spieler braucht man auch in einer Mannschaft. Zum Problem wird das nur, wenn sojemand das Offensivspiel tragen soll. Das geht dann grandios in die Hose. Das gleiche gilt für Spieler wie Bachmann, Dressel, Schumacher, Fröling. Die sind sinnvoll, um die offensiven Kreativspieler abzusichern, aber doch nicht, um mit ihnen ein Offensivspiel aufzuziehen, das seinen Namen verdient. Über welchen Zeitraum darf man sich entwickeln? Muss das innerhalb weniger Wochen passieren? Muss jedes Spiel spielerisch überragend gestaltet werden? Welchen Fußball möchten wir spielen? Wofür steht Hansa Rostock?
Auf den ersten Blick ist die Entlassung nicht nachzuvollziehen, stand Hansa doch im gesicherten Mittelfeld. Ich kann Pieckenhagen trotzdem verstehen, weil seine Idee von Fußball eine ganz andere ist. Allerdings hätte ich an seiner Stelle den Schritt nach Saisonende (bzw. vor Saisonbeginng) vollzogen. Will ich guten Fußball spielen lassen und dann und wann (wenn es notwendig ist) auch mal destruktiv den Gegner bearbeiten oder bin ich grundsätzlich IMMER destruktiv unterwegs und versuche manchmal, ein bisschen Fußball zu spielen? Härtels und Schwartz' Ansatz ist der letztgenannte. Das lässt sich auch begründen, allerdings lässt sich mit viel mehr Beispielen begründen, warum es sinnvoll ist, eine Mannschaft fußballerisch zu entwickeln. Bis auf wenige Ausnahmen sind destruktive Mannschaften mit ihrer Art Fußball nicht erfolgreich. Was oft zu kurz kommt: Fußball lässt sich eben nicht nur auf die reinen Ergebnisse beschränken, Fußball ist viel mehr. Wenn in Fußballdeutschland über z.B. den FCM gesprochen wird, dann schwingt da oft auch der Respekt über deren attraktiven Fußball mit. Gleiches gilt für den HSV. Die haben ihren Ruf auch deutlich verbessert durch den Walter-Fußball. Das Ergebnis wirkt kurzfristig und ist nach ein paar Tagen Geschichte, der Ruf wirkt langfristig und hilft sehr bei der Suche nach Spielern, Trainern und Sponsoren. Wenn Schwartz seinen fußballerischen Ansatz nicht überdenkt, dann werden wir damit weder kurz-, noch mittelfristig erfolgreich sein. Von einem längeren Zeitraum will ich wegen der Kurzlebigkeit unserer Zeit sowieso nicht sprechen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von E-Technik am 13.11.2023 um 10:56 Uhr bearbeitet
13.11.2023 - 10:40 Uhr
Zitat von Bauernluemmel
Ob man an ihm festhält oder nicht und ob es dann richtig ist/ war oder nciht weiß man heut enicht.
Was absolut unerträglich ist dass nach Auswärtssiegen in einer beschissenen Situation ernsthaft ne Entlassung gefordert wird. Einige haben wahrscheinlich geheult als das 2-1 gefallen ist.
Ob man an ihm festhält oder nicht und ob es dann richtig ist/ war oder nciht weiß man heut enicht.
Was absolut unerträglich ist dass nach Auswärtssiegen in einer beschissenen Situation ernsthaft ne Entlassung gefordert wird. Einige haben wahrscheinlich geheult als das 2-1 gefallen ist.
Ich würde das gern etwas relativieren, weil mir diese Aussage "nach dem 2:1 geheult, weil AS jetzt weitermachen darf" doch ein bisschen zu sehr in Richtung "nur schwar(t)z/weiß" geht.
Die Situation erinnert mich sehr an unseren Saisonanfang: teilweise grauenhafte Spiele wurden glücklich mit 3 Punkten abgeschlossen und direkt wurde jedwede Kritik an der Spielweise im Keim erstickt. Ich habe mich wahnsinnig über das 2:1 gefreut, gebe aber auch zu, dass bei mir nach dem Spiel wieder der Gedanke aufkam, wie lange dies nun so weitergehen darf/soll. Das hat nichts damit zu tun, dass ich AS unbedingt absägen oder loswerden möchte, ich finde ihn nach wie vor super sympathisch und passen zu unserem FCH. Es geht eher um die Frage, in wie weit eine Entwicklung sichtbar ist und ob die Dynamik der Entwicklung ausreicht, um bis Saisonende über dem Strich zu stehen. Die 3 Punkte sind sehr wichtig, aber dieses Spiel gewinnen wir gefühlt auch nur in 2 von 100 Fällen. Es lag hauptsächlich an Kolke, der Unzulänglichkeit von Magdeburgs Stürmern und Reimann, dass wir hier mit einem Erfolg aus dem Spiel gehen. Wenn einer dieser Faktoren an diesem Sonntagnachmittag etwas anders gewesen wäre, würde sich hier niemand über eine "ungerechte Niederlage" beschweren können. Und nun die Gretchenfrage: gehen wir das Risiko ein, dass wir den absoluten Großteil der Spiele in der 2. Bundesliga mit dieser Spielweise verlieren werden?
Die Entwicklung ist für mich sichtbar. Vor allem im Spiel gegen die Hertha war man wach und aufmerksam und konnte so eine der kadertechnisch besten Mannschaften bei 0 Toren halten. Ganz anders war es für mich gegen Magdeburg, da spricht auch die Statistik eine deutliche Sprache: 30% Ballbesitz, 70% Passrate (MD 86%), 1,15 vs. 0,64 xG, nur ein Drittel der Pässe im Vergleich zu MD, 42% gew. Zweikämpfe... Ja, die 3 Punkte nehmen wir gern mit, aber aufgrund der Spielweise sollte es aus meiner Sicht kein Freifahrtsschein gegen Kritik geben.
Ich hatte es neulich schon mal geschrieben: wenn man sich von Entscheidungsspiel zu Entscheidungsspiel "würgt" und im richtigen Moment immer Punkte holt, kann das ganz schnell ein Tod auf Raten werden. Bis zur Winterpause sind es noch 4 Spiele gegen Teams, die zumindest auf dem Papier für mich stärker einzuschätzen sind als wir. Auch wenn 3 der Teams (Schalke, Paderborn, KSC) sich überraschend eher in unseren Sphären der Tabelle aufhalten, halte ich die Annahme, dass wir nur sehr schwer mit 20 Punkten auf dem Konto in den Januar gehen können, nicht für sehr weit hergeholt. Dass wäre das Mindestmaß, um zumindest im Soll zu liegen bei dem Ziel, am Ende der Saison 40 Punkte zu haben. Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, dass wir einen sehr guten Saisonstart hatten mit Siegen gegen Mannschaften, die wir mit der aktuellen Form wahrscheinlich nicht mehr ziehen werden. Wann ist der Zeitpunkt erreicht, wo man feststellt, dass die Geschwindigkeit der Entwicklung möglicherweise nicht schnell genug ist, um den Klassenerhalt zu schaffen?
13.11.2023 - 11:09 Uhr
Zitat von Blue_Lightning
Die Situation erinnert mich sehr an unseren Saisonanfang: teilweise grauenhafte Spiele wurden glücklich mit 3 Punkten abgeschlossen und direkt wurde jedwede Kritik an der Spielweise im Keim erstickt. Ich habe mich wahnsinnig über das 2:1 gefreut, gebe aber auch zu, dass bei mir nach dem Spiel wieder der Gedanke aufkam, wie lange dies nun so weitergehen darf/soll. Das hat nichts damit zu tun, dass ich AS unbedingt absägen oder loswerden möchte, ich finde ihn nach wie vor super sympathisch und passen zu unserem FCH. Es geht eher um die Frage, in wie weit eine Entwicklung sichtbar ist und ob die Dynamik der Entwicklung ausreicht, um bis Saisonende über dem Strich zu stehen. Die 3 Punkte sind sehr wichtig, aber dieses Spiel gewinnen wir gefühlt auch nur in 2 von 100 Fällen. Es lag hauptsächlich an Kolke, der Unzulänglichkeit von Magdeburgs Stürmern und Reimann, dass wir hier mit einem Erfolg aus dem Spiel gehen. Wenn einer dieser Faktoren an diesem Sonntagnachmittag etwas anders gewesen wäre, würde sich hier niemand über eine "ungerechte Niederlage" beschweren können. Und nun die Gretchenfrage: gehen wir das Risiko ein, dass wir den absoluten Großteil der Spiele in der 2. Bundesliga mit dieser Spielweise verlieren werden?
Die Entwicklung ist für mich sichtbar. Vor allem im Spiel gegen die Hertha war man wach und aufmerksam und konnte so eine der kadertechnisch besten Mannschaften bei 0 Toren halten. Ganz anders war es für mich gegen Magdeburg, da spricht auch die Statistik eine deutliche Sprache: 30% Ballbesitz, 70% Passrate (MD 86%), 1,15 vs. 0,64 xG, nur ein Drittel der Pässe im Vergleich zu MD, 42% gew. Zweikämpfe... Ja, die 3 Punkte nehmen wir gern mit, aber aufgrund der Spielweise sollte es aus meiner Sicht kein Freifahrtsschein gegen Kritik geben.
Die Situation erinnert mich sehr an unseren Saisonanfang: teilweise grauenhafte Spiele wurden glücklich mit 3 Punkten abgeschlossen und direkt wurde jedwede Kritik an der Spielweise im Keim erstickt. Ich habe mich wahnsinnig über das 2:1 gefreut, gebe aber auch zu, dass bei mir nach dem Spiel wieder der Gedanke aufkam, wie lange dies nun so weitergehen darf/soll. Das hat nichts damit zu tun, dass ich AS unbedingt absägen oder loswerden möchte, ich finde ihn nach wie vor super sympathisch und passen zu unserem FCH. Es geht eher um die Frage, in wie weit eine Entwicklung sichtbar ist und ob die Dynamik der Entwicklung ausreicht, um bis Saisonende über dem Strich zu stehen. Die 3 Punkte sind sehr wichtig, aber dieses Spiel gewinnen wir gefühlt auch nur in 2 von 100 Fällen. Es lag hauptsächlich an Kolke, der Unzulänglichkeit von Magdeburgs Stürmern und Reimann, dass wir hier mit einem Erfolg aus dem Spiel gehen. Wenn einer dieser Faktoren an diesem Sonntagnachmittag etwas anders gewesen wäre, würde sich hier niemand über eine "ungerechte Niederlage" beschweren können. Und nun die Gretchenfrage: gehen wir das Risiko ein, dass wir den absoluten Großteil der Spiele in der 2. Bundesliga mit dieser Spielweise verlieren werden?
Die Entwicklung ist für mich sichtbar. Vor allem im Spiel gegen die Hertha war man wach und aufmerksam und konnte so eine der kadertechnisch besten Mannschaften bei 0 Toren halten. Ganz anders war es für mich gegen Magdeburg, da spricht auch die Statistik eine deutliche Sprache: 30% Ballbesitz, 70% Passrate (MD 86%), 1,15 vs. 0,64 xG, nur ein Drittel der Pässe im Vergleich zu MD, 42% gew. Zweikämpfe... Ja, die 3 Punkte nehmen wir gern mit, aber aufgrund der Spielweise sollte es aus meiner Sicht kein Freifahrtsschein gegen Kritik geben.
Du schreibst ja selbst, dass eine Entwicklung für dich erkennbar ist. Die Frage ist, wie schnell muss diese Entwicklung ihren Höhepunkt erreichen? Darf es keine Rückschläge geben?
Natürlich müssen die ersten 30 Minuten gestern intern aufgearbeitet werden und einen Freifahrtschein darfs ohnehin nie geben.
Quervergleiche wie „mit dieser Leistung gewinnen wir nur in 1/10 Spielen“ führen zu nichts. Spielen wir immer so wie gegen Düsseldorf in Halbzeit 2, spielen wir wahrscheinlich weiter oben mit. Mit Leistungen wie in Wiesbaden, in Nürnberg oder Hertha holen wir im Normalfall auch mehr als nur 2 Punkte (nach 90 Minuten).
Gestern hatten wir genauso wenig 3 Punkte verdient wie Hannover, Düsseldorf, Wiesbaden oder auch Kiel gegen Hansa. Gehört zur Wahrheit auch dazu. Solche Spiele musst du in schwächeren Phasen halt mal ziehen und das hat das Team getan.
Hast du den Eindruck, dass das Team lebt? Oder eher, dass AS das Team nicht mehr erreicht?
13.11.2023 - 11:40 Uhr
Verzeih mir, dass ich deinen Post jetzt etwas auseinander pflücke, aber das macht das Beantworten leichter, ohne dass es zu großen Missverständnissen kommt.
Doch Rückschläge darf es geben, aber für mich ist die Entwicklung an sich etwas zu langsam. Rückschläge wären für mich, wenn es über mehrere Spiele eine gute, saubere Leistung gibt und man dann aber mal ein Spiel verliert, weil der Gegner einfach noch einen Tick besser oder glücklicher war. Wir haben momentan meiner Meinung nach eher das Gegenteil eines Rückschlags: wir spielen den Großteil der letzten Spiele mindestens eine Halbzeit lang unterirdisch und schaffen es trotzdem, gegen die Hertha einen und gegen Magdeburg sogar 3 Punkte mitzunehmen.
Grundsätzlich gebe ich dir da recht. Ich wollte aber in Worte fassen, dass der Sieg gestern nicht darüber hinweg täuschen sollte, dass man über annährend 90 Minuten eigentlich das schlechtere Team war und die meiste Zeit am Rande der Niederlage. Da sind einige Faktoren zusammengekommen, die in anderen Spielen in der Konstellation nicht zusammenfallen werden. Und für mich führt das zwangsweise zu der Befürchtung, dass wir mit diesen sporadischen glücklichen Siegen am Ende der Saison nicht die 40 Punkte Marke erreichen werden.
Schwierige Frage. Wenn dies so einfach zu beantworten wäre, hätten wir in diesem Thread wohl auch nicht so viel Diskussionstoff. Ich sage ja, dass ich glaube, dass AS gut zu uns passt als Typ. Auf der anderen Seite ist meine Einschätzung aber auch, dass in dem Kader eigentlich viel mehr drin stecken müsste (ja ich weiß, Vereine wie Bielefeld können davon wahrscheinlich ein Lied singen). Ich habe schlicht die Vermutung, dass AS vor allem offensiv nicht das Maximum herausholt, was in Leuten wie Brumado, Pröger, Perea oder Singh steckt. Defensiv und von der Teamgeschlossenheit gibt es meiner Meinung nach weniger Kritikpunkte, auch wenn hier und da Gegentore durch Unachtsamkeiten oder fehlende Abstimmung "verschenkt" werden. Die Bewertung ist glaube ich so schwierig, weil man nicht weiß, ob ein anderer Trainer (der sich a] den Trainerjob bei uns auch vorstellen können muss und b] verfügbar sein sollte) existiert, der defensiv das gleiche leisten kann und offensiv ein Upgrade darstellt.
Zitat von Barca-Barca-Barca
Du schreibst ja selbst, dass eine Entwicklung für dich erkennbar ist. Die Frage ist, wie schnell muss diese Entwicklung ihren Höhepunkt erreichen? Darf es keine Rückschläge geben?
Du schreibst ja selbst, dass eine Entwicklung für dich erkennbar ist. Die Frage ist, wie schnell muss diese Entwicklung ihren Höhepunkt erreichen? Darf es keine Rückschläge geben?
Doch Rückschläge darf es geben, aber für mich ist die Entwicklung an sich etwas zu langsam. Rückschläge wären für mich, wenn es über mehrere Spiele eine gute, saubere Leistung gibt und man dann aber mal ein Spiel verliert, weil der Gegner einfach noch einen Tick besser oder glücklicher war. Wir haben momentan meiner Meinung nach eher das Gegenteil eines Rückschlags: wir spielen den Großteil der letzten Spiele mindestens eine Halbzeit lang unterirdisch und schaffen es trotzdem, gegen die Hertha einen und gegen Magdeburg sogar 3 Punkte mitzunehmen.
Zitat von Barca-Barca-Barca
Quervergleiche wie „mit dieser Leistung gewinnen wir nur in 1/10 Spielen“ führen zu nichts. Spielen wir immer so wie gegen Düsseldorf in Halbzeit 2, spielen wir wahrscheinlich weiter oben mit. Mit Leistungen wie in Wiesbaden, in Nürnberg oder Hertha holen wir im Normalfall auch mehr als nur 2 Punkte (nach 90 Minuten).
Quervergleiche wie „mit dieser Leistung gewinnen wir nur in 1/10 Spielen“ führen zu nichts. Spielen wir immer so wie gegen Düsseldorf in Halbzeit 2, spielen wir wahrscheinlich weiter oben mit. Mit Leistungen wie in Wiesbaden, in Nürnberg oder Hertha holen wir im Normalfall auch mehr als nur 2 Punkte (nach 90 Minuten).
Grundsätzlich gebe ich dir da recht. Ich wollte aber in Worte fassen, dass der Sieg gestern nicht darüber hinweg täuschen sollte, dass man über annährend 90 Minuten eigentlich das schlechtere Team war und die meiste Zeit am Rande der Niederlage. Da sind einige Faktoren zusammengekommen, die in anderen Spielen in der Konstellation nicht zusammenfallen werden. Und für mich führt das zwangsweise zu der Befürchtung, dass wir mit diesen sporadischen glücklichen Siegen am Ende der Saison nicht die 40 Punkte Marke erreichen werden.
Zitat von Barca-Barca-Barca
Hast du den Eindruck, dass das Team lebt? Oder eher, dass AS das Team nicht mehr erreicht?
Hast du den Eindruck, dass das Team lebt? Oder eher, dass AS das Team nicht mehr erreicht?
Schwierige Frage. Wenn dies so einfach zu beantworten wäre, hätten wir in diesem Thread wohl auch nicht so viel Diskussionstoff. Ich sage ja, dass ich glaube, dass AS gut zu uns passt als Typ. Auf der anderen Seite ist meine Einschätzung aber auch, dass in dem Kader eigentlich viel mehr drin stecken müsste (ja ich weiß, Vereine wie Bielefeld können davon wahrscheinlich ein Lied singen). Ich habe schlicht die Vermutung, dass AS vor allem offensiv nicht das Maximum herausholt, was in Leuten wie Brumado, Pröger, Perea oder Singh steckt. Defensiv und von der Teamgeschlossenheit gibt es meiner Meinung nach weniger Kritikpunkte, auch wenn hier und da Gegentore durch Unachtsamkeiten oder fehlende Abstimmung "verschenkt" werden. Die Bewertung ist glaube ich so schwierig, weil man nicht weiß, ob ein anderer Trainer (der sich a] den Trainerjob bei uns auch vorstellen können muss und b] verfügbar sein sollte) existiert, der defensiv das gleiche leisten kann und offensiv ein Upgrade darstellt.
13.11.2023 - 11:41 Uhr
Zitat von Blue_Lightning
Die Situation erinnert mich sehr an unseren Saisonanfang: teilweise grauenhafte Spiele wurden glücklich mit 3 Punkten abgeschlossen und direkt wurde jedwede Kritik an der Spielweise im Keim erstickt.
Die Situation erinnert mich sehr an unseren Saisonanfang: teilweise grauenhafte Spiele wurden glücklich mit 3 Punkten abgeschlossen und direkt wurde jedwede Kritik an der Spielweise im Keim erstickt.
Nur als kleine Anmerkung zu deinem sehr lesenswerten Beitrag, den ich teilweise teile: Wir sollten den Mythos, man darf das nicht sagen oder man hat das Thema im Keim erstickt, schnell wieder in die Mottenkiste packen. Wir haben einen Trainer der seit mehr als ein halben Jahr im Amt ist und es wurden unabhängig von Siegen und Niederlagen schon 131 Seiten über AS und sein Spielstil geschrieben. Ich weiß nicht ob das ein TM-Rekord für ein Trainer-Thread ist, jedoch zeigt es, dass schon immer über sein Spielstil diskutiert wurde.
13.11.2023 - 12:21 Uhr
Der Alois ist schon ein Teufelskerl. Von nichts eine Ahnung, außer vielleicht etwas Defensivtaktik und Mauern verstehend, ergaunert er wöchentlich Punkte und entkommt so immer wieder seinen Schicksal, seine Demission bei unseren geilen Club. So einen Glücksritter haben wir hier doch gar nicht verdient, trotzdem emanzipiert sich das Team immer wieder von ihm und seinem treuen Untergebenen Dimi. Die Mannschaft widersetzt sich oftmals am Wochenende seinen destruktiven Vorgaben und wirft die nicht vorhandenen Offensivpläne über Bord und fährt so im Durchschnitt fast 1,5 Punkte TROTZ des Trainers ein. So viel Glück kann man doch gar nicht haben.
Wisst ihr was, habe gerade gesehen, dass es nur 7 Punkte bis zu Platz 3 sind. Lasst uns den Trainer entlassen, dann egal wer da nachfolgen würde, er wird die geballte Offensivpower und spielerischen Glanz unseres Kaders entfesseln und wir werden endlich da stehen wo wir hingehören. Los Hansa AUFWÄRTS HANSA SPIELEN UND SIEGEN!!!
Wisst ihr was, habe gerade gesehen, dass es nur 7 Punkte bis zu Platz 3 sind. Lasst uns den Trainer entlassen, dann egal wer da nachfolgen würde, er wird die geballte Offensivpower und spielerischen Glanz unseres Kaders entfesseln und wir werden endlich da stehen wo wir hingehören. Los Hansa AUFWÄRTS HANSA SPIELEN UND SIEGEN!!!
13.11.2023 - 12:45 Uhr
Ok, es gibt da nun eigentlich nur 2 Möglichkeiten die Situation zu betrachten:
1. Der Kader gibt einfach nicht mehr her, als die in dieser Saison gezeigten Leistungen.
2. Schwartz und das Trainerteam schaffen es nicht, das Potential der Mannschaft abzurufen.
Vielleicht liegt die Wahrheit auch irgendwo in der Mitte, jedenfalls sollte die sportliche Kompetenz im Verein das mal genauestens analysieren.
1. Der Kader gibt einfach nicht mehr her, als die in dieser Saison gezeigten Leistungen.
2. Schwartz und das Trainerteam schaffen es nicht, das Potential der Mannschaft abzurufen.
Vielleicht liegt die Wahrheit auch irgendwo in der Mitte, jedenfalls sollte die sportliche Kompetenz im Verein das mal genauestens analysieren.
13.11.2023 - 12:51 Uhr
Zitat von Unikat
Ok, es gibt da nun eigentlich nur 2 Möglichkeiten die Situation zu betrachten:
1. Der Kader gibt einfach nicht mehr her, als die in dieser Saison gezeigten Leistungen.
2. Schwartz und das Trainerteam schaffen es nicht, das Potential der Mannschaft abzurufen.
Vielleicht liegt die Wahrheit auch irgendwo in der Mitte, jedenfalls sollte die sportliche Kompetenz im Verein das mal genauestens analysieren.
Ok, es gibt da nun eigentlich nur 2 Möglichkeiten die Situation zu betrachten:
1. Der Kader gibt einfach nicht mehr her, als die in dieser Saison gezeigten Leistungen.
2. Schwartz und das Trainerteam schaffen es nicht, das Potential der Mannschaft abzurufen.
Vielleicht liegt die Wahrheit auch irgendwo in der Mitte, jedenfalls sollte die sportliche Kompetenz im Verein das mal genauestens analysieren.
Wird man sicher auch, aber dass man mit Schnellschüssen bei ordentlicher Punktzahl trotz überschaubarer Spielweise nicht zwingend besser fährt hat man sich wohl auch gemerkt.
13.11.2023 - 12:53 Uhr
Zitat von Spielabbruch65
Man kann sich ja gern mal die für uns realistisch verfügbaren Alternativen heraussuchen und sich dann die Frage beantworten, ob man für eine halbgare und wenig überzeugende Wahlmöglichkeit einen Trainer von seinen Aufgaben entbinden sollte, der zwar teils ideen- und harmlosen Fußball spielen lässt, aber trotzdem halbwegs im Rahmen der Vorgaben (Stabilisierung) Punkte einfährt und über den Rückhalt der Truppe verfügt.
Da sind wir gebrannte Kinder. Ist man im nächsten Sommer im Ergebnis unzufrieden und sieht der Trainermarkt dann vielleicht anders aus, kann man die Frage immer noch neu stellen, vorausgesetzt wir mogeln uns bis dahin noch weiterhin so durch und es entsteht keine akute Handlungsnot.
Die stille Hoffnung einer fußballerischen Weiterentwicklung in der aktuellen Saison sollten wir dann jetzt endgültig beenden.
Man kann sich ja gern mal die für uns realistisch verfügbaren Alternativen heraussuchen und sich dann die Frage beantworten, ob man für eine halbgare und wenig überzeugende Wahlmöglichkeit einen Trainer von seinen Aufgaben entbinden sollte, der zwar teils ideen- und harmlosen Fußball spielen lässt, aber trotzdem halbwegs im Rahmen der Vorgaben (Stabilisierung) Punkte einfährt und über den Rückhalt der Truppe verfügt.
Da sind wir gebrannte Kinder. Ist man im nächsten Sommer im Ergebnis unzufrieden und sieht der Trainermarkt dann vielleicht anders aus, kann man die Frage immer noch neu stellen, vorausgesetzt wir mogeln uns bis dahin noch weiterhin so durch und es entsteht keine akute Handlungsnot.
Die stille Hoffnung einer fußballerischen Weiterentwicklung in der aktuellen Saison sollten wir dann jetzt endgültig beenden.
Ich denke, aber vielleicht ist es auch falsch, dass die akute Handlungsnot schon eingetreten wäre, wenn Kolke gestern nicht diesen Sahnetag erwischt hätte.
Da jetzt die Länderspielpause kommt, könnte ich mir auch vorstellen, dass in diesem Falle die Zeit für AS vorbei gewesen wäre und es demzufolge schon ernsthafte Gedankenspiele bei unseren Verantwortlichen gegeben hat.
Da Du von halbgaren und wenig überzeugenden Alternativen sprichts, sind wohl auch schon Namen diskutiert worden. Du willst bestimmt keine Namen nennen und ich bin auch nicht dafür, im Falle des Falles jemanden von den Kandidaten zu verpflichten, die hier seit Jahren von Verein zu Verein herum gereicht werden.
Was mich echt interessiert ist, ob man sich auch mal im Ausland umsieht, denn ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es da niemanden gibt, für den Hansa ein sehr interessanter Verein ist?
13.11.2023 - 13:01 Uhr
Zitat von Spielabbruch65
Man kann sich ja gern mal die für uns realistisch verfügbaren Alternativen heraussuchen und sich dann die Frage beantworten, ob man für eine halbgare und wenig überzeugende Wahlmöglichkeit einen Trainer von seinen Aufgaben entbinden sollte, der zwar teils ideen- und harmlosen Fußball spielen lässt, aber trotzdem halbwegs im Rahmen der Vorgaben (Stabilisierung) Punkte einfährt und über den Rückhalt der Truppe verfügt.
Da sind wir gebrannte Kinder. Ist man im nächsten Sommer im Ergebnis unzufrieden und sieht der Trainermarkt dann vielleicht anders aus, kann man die Frage immer noch neu stellen, vorausgesetzt wir mogeln uns bis dahin noch weiterhin so durch und es entsteht keine akute Handlungsnot.
Die stille Hoffnung einer fußballerischen Weiterentwicklung in der aktuellen Saison sollten wir dann jetzt endgültig beenden.
Man kann sich ja gern mal die für uns realistisch verfügbaren Alternativen heraussuchen und sich dann die Frage beantworten, ob man für eine halbgare und wenig überzeugende Wahlmöglichkeit einen Trainer von seinen Aufgaben entbinden sollte, der zwar teils ideen- und harmlosen Fußball spielen lässt, aber trotzdem halbwegs im Rahmen der Vorgaben (Stabilisierung) Punkte einfährt und über den Rückhalt der Truppe verfügt.
Da sind wir gebrannte Kinder. Ist man im nächsten Sommer im Ergebnis unzufrieden und sieht der Trainermarkt dann vielleicht anders aus, kann man die Frage immer noch neu stellen, vorausgesetzt wir mogeln uns bis dahin noch weiterhin so durch und es entsteht keine akute Handlungsnot.
Die stille Hoffnung einer fußballerischen Weiterentwicklung in der aktuellen Saison sollten wir dann jetzt endgültig beenden.
Man könnte interpretieren, dass im Verein die Traineroptionen relativ abschließend ausgelotet (worden) sind und wir tatsächlich mit Alois im Moment genau auf unserer Flughöhe versorgt sind. Ergänzend dazu, dass die tatsächlich möglichen Kandidaten keine für die Liga nachgewiesene Verbesserung bzw. erneut ein Experiment a la Glöckner darstellen.
Dann sollte man tatsächlich auch nichts machen. Insbesondere, wenn die durch die Spieler wahrnehmbare Unterstützung für Alois und die mit ihm verbundenen Ideen gegeben ist. Gibt es hier eine negative Entwicklung oder es folgen erneut 6 Niederlagen aus 7 Spielen, dann tritt mit Sicherheit die akute Notsituation ein. So eine Phase darf es in dieser Länge auch nicht mehr geben.
PS: Was nicht hilft sind solche Berechnungen, die Saison übergreifend irgendwelche Punktedurchschnitte präsentieren, die uns in der derzeitigen Tabelle nicht helfen. Die sind mit 2 verschiedenen Teams in 2 verschiedenen Saisons unter verschiedenen Umständen erreicht worden. Nur auf diese Saison betrachtet würde hier auch niemand etwas kritisieren. Diese Kritik besteht übrigens seit dem Ende der letzten Saison, sie ist kein Produkt der Schnelllebigkeit innerhalb von ein paar Wochen und schon gar nicht geht sie von der gerne unterstellten Tiki-taka-Zielstellung aus. Das aber nur für mich, damit einige Sachen hier nicht unkommentiert stehen bleiben.
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