Allgemeine Kaderdiskussion
23.07.2020 - 16:33 Uhr
22.07.2025 - 10:04 Uhr
Zitat von Wingman_7
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Tatsächlich gibt es solche Mannschaften die über die Mitte und Tiefe kommen deutlich häufiger als man es auf den ersten Blick erahnen würde. Eine hierfür ist für mich Elversberg. Wenn man sieht mit wie vielen Bällen hinter die Kette auf die Stürmer/offensiven Mittelfeldspieler Tore erzielt wurden, sieht man schon dass eine solche Spielweise möglich ist. Ja auch die AVs waren stark und gingen Wege zur Grundlinie aber tatsächlich ist Elversberg gerade über die Mittelfeldachse zum Stürmer verdammt gefährlich gewesen. Einer der Spieler die das waren spielt übrigens jetzt bei uns. Düsseldorf, Nürnberg oder Magdeburg haben auch eher zentrumslastig agiert bzw Magdeburg halt mit klaren Offensivspielern auf den Schienen die polyvalent agiert haben und gerne in die Mitte gekippt sind. Das sind auch alles Mannschaften die in unseren Gefilden unterwegs waren.
Ich gehe bei vielem mit, allerdings kann man mit Spielern wie Emreli, Sahin und Ritter die alle einen sauberen Tiefenpass spielen können durchaus durch die Mitte Angriffe aufbauen. Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht. Generell wird es spannend zu sehen sein, wie wir in Hannover auflaufen aber ich sehe uns nicht Chancnenlos. Bei uns steht wenigstens ein Gerüst, bei Hannover laufen wahrscheinlich 9-11 neue Spieler auf.
22.07.2025 - 10:48 Uhr
Also wenn der Koreaner tatsächlich kommt geh ich mal von aus das man Ihm auch zutraut ne klare Verstärkung zu sein (trotz jungen Alters) und man damit dann die IV Baustelle schließen wird. Ob er das tatsächlich dann auch schafft steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier...
Dann wären noch die Themen linke Seite bzw. zentrales Mittelfeld. Wäre schön wenn da noch was geht.
Dazu halt auf der Abgangsseite. Vermute aber das sich das ziehen wird, da der ein oder andere von unseren Jungs wenn dann wohl eher gegen Ende interessant werden wird (wenn man sich von anderen Absagen eingeholt hat).
Dann wären noch die Themen linke Seite bzw. zentrales Mittelfeld. Wäre schön wenn da noch was geht.
Dazu halt auf der Abgangsseite. Vermute aber das sich das ziehen wird, da der ein oder andere von unseren Jungs wenn dann wohl eher gegen Ende interessant werden wird (wenn man sich von anderen Absagen eingeholt hat).
22.07.2025 - 10:51 Uhr
Zitat von Dingmader
Tatsächlich gibt es solche Mannschaften die über die Mitte und Tiefe kommen deutlich häufiger als man es auf den ersten Blick erahnen würde. Eine hierfür ist für mich Elversberg. Wenn man sieht mit wie vielen Bällen hinter die Kette auf die Stürmer/offensiven Mittelfeldspieler Tore erzielt wurden, sieht man schon dass eine solche Spielweise möglich ist. Ja auch die AVs waren stark und gingen Wege zur Grundlinie aber tatsächlich ist Elversberg gerade über die Mittelfeldachse zum Stürmer verdammt gefährlich gewesen. Einer der Spieler die das waren spielt übrigens jetzt bei uns. Düsseldorf, Nürnberg oder Magdeburg haben auch eher zentrumslastig agiert bzw Magdeburg halt mit klaren Offensivspielern auf den Schienen die polyvalent agiert haben und gerne in die Mitte gekippt sind. Das sind auch alles Mannschaften die in unseren Gefilden unterwegs waren.
Ich gehe bei vielem mit, allerdings kann man mit Spielern wie Emreli, Sahin und Ritter die alle einen sauberen Tiefenpass spielen können durchaus durch die Mitte Angriffe aufbauen. Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht. Generell wird es spannend zu sehen sein, wie wir in Hannover auflaufen aber ich sehe uns nicht Chancnenlos. Bei uns steht wenigstens ein Gerüst, bei Hannover laufen wahrscheinlich 9-11 neue Spieler auf.
Zitat von Wingman_7
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Tatsächlich gibt es solche Mannschaften die über die Mitte und Tiefe kommen deutlich häufiger als man es auf den ersten Blick erahnen würde. Eine hierfür ist für mich Elversberg. Wenn man sieht mit wie vielen Bällen hinter die Kette auf die Stürmer/offensiven Mittelfeldspieler Tore erzielt wurden, sieht man schon dass eine solche Spielweise möglich ist. Ja auch die AVs waren stark und gingen Wege zur Grundlinie aber tatsächlich ist Elversberg gerade über die Mittelfeldachse zum Stürmer verdammt gefährlich gewesen. Einer der Spieler die das waren spielt übrigens jetzt bei uns. Düsseldorf, Nürnberg oder Magdeburg haben auch eher zentrumslastig agiert bzw Magdeburg halt mit klaren Offensivspielern auf den Schienen die polyvalent agiert haben und gerne in die Mitte gekippt sind. Das sind auch alles Mannschaften die in unseren Gefilden unterwegs waren.
Ich gehe bei vielem mit, allerdings kann man mit Spielern wie Emreli, Sahin und Ritter die alle einen sauberen Tiefenpass spielen können durchaus durch die Mitte Angriffe aufbauen. Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht. Generell wird es spannend zu sehen sein, wie wir in Hannover auflaufen aber ich sehe uns nicht Chancnenlos. Bei uns steht wenigstens ein Gerüst, bei Hannover laufen wahrscheinlich 9-11 neue Spieler auf.
@Wingman_7 und @Dingmader an dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön für eure immer wieder super zu lesenden taktischen Analysen. Ich finde es übrigens auch erfrischend, dass ihr in euren Analysen gerne den Stab (mit einer oder mehreren Fragen) weiterreicht. Das baut dann eine ganze Kette von mitunter auch unterschiedlichen Perspektiven auf. Und genau deswegen ist TM immer noch spannend zu lesen - weil einfach auch Horizont erweiternd. Im Gegensatz zu dem teilweise sinnfreien Gequatsche, das man hier so täglich auch lesen muss, haben eure Beiträge Sinn und Verstand!
22.07.2025 - 11:14 Uhr
Zitat von Dingmader
Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht.
Bei dem Rest des Beitrages bin ich bei dir. aber wieso siehst du hoch und breit stehende Schienenspieler bei uns nicht. Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht.
Gut ich sehe auch, dass man links noch ein Konkurrent zu Kenny braucht - sicher ist auch, dass Flo Kleinhansl sicher nicht der hochstehende Schienenspieler sein kann, da fehlt ihm einfach der Speed und die Dynamik.
Aber rechts?
Simon Asta ist quasi unser Dommi Schad 2.0 - nur eben ne Etage höher.
Er ist gerade zu prädestiniert für dieses Schienenspiel und ist bei jedem abgefangenen gegnerischen Angriff, sofort nach Vorne die Linie entlang unterwegs. Ich hoffe daher wirklich, dass Simon sofort aus seinem leistungsknick aus Fürth heraus kommt.
22.07.2025 - 11:34 Uhr
Ich würde auch bei Kenny sagen, dass er das gut machen kann. Er hält die Linie, wenn es die Vorgabe ist. Dahinter wird es etwas dünn, bei Flo fehlen da schon Antritt und Dynamik im Vergleich, zumindest nach dem, was ich bisher gesehen habe.
Rechts ähnlich, wobei ich sagen muss, dass ich schwer einschätzen kann, was ein fitter Ronstadt wirklich zu leisten vermag.
Rechts ähnlich, wobei ich sagen muss, dass ich schwer einschätzen kann, was ein fitter Ronstadt wirklich zu leisten vermag.
22.07.2025 - 12:00 Uhr
Zitat von Buggy_FCK
Gut ich sehe auch, dass man links noch ein Konkurrent zu Kenny braucht - sicher ist auch, dass Flo Kleinhansl sicher nicht der hochstehende Schienenspieler sein kann, da fehlt ihm einfach der Speed und die Dynamik.
Aber rechts?
Simon Asta ist quasi unser Dommi Schad 2.0 - nur eben ne Etage höher.
Er ist gerade zu prädestiniert für dieses Schienenspiel und ist bei jedem abgefangenen gegnerischen Angriff, sofort nach Vorne die Linie entlang unterwegs. Ich hoffe daher wirklich, dass Simon sofort aus seinem leistungsknick aus Fürth heraus kommt.
Zitat von Dingmader
Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht.
Bei dem Rest des Beitrages bin ich bei dir. aber wieso siehst du hoch und breit stehende Schienenspieler bei uns nicht. Wichtig ist dafür allerdings das wir hoch stehen und die Schienenspieler die Breite geben. Das sehe ich bei uns noch nicht.
Gut ich sehe auch, dass man links noch ein Konkurrent zu Kenny braucht - sicher ist auch, dass Flo Kleinhansl sicher nicht der hochstehende Schienenspieler sein kann, da fehlt ihm einfach der Speed und die Dynamik.
Aber rechts?
Simon Asta ist quasi unser Dommi Schad 2.0 - nur eben ne Etage höher.
Er ist gerade zu prädestiniert für dieses Schienenspiel und ist bei jedem abgefangenen gegnerischen Angriff, sofort nach Vorne die Linie entlang unterwegs. Ich hoffe daher wirklich, dass Simon sofort aus seinem leistungsknick aus Fürth heraus kommt.
OK das ist von mir dann einfach sehr schlecht ausgedrückt.
Sowohl Kenny als auch Asta haben eine Qualität offensiv hoch zu stehen und auch defensiv trotzdem die Wege gehen zu können. Asta für mich nochmal mehr als Kenny, da ich Asta als defensiv stärker einschätze.
Ich sah tatsächlich eher die Offensivqualität bei Asta und die Defensivqualität bei Kenny als Problem. Asta hat jetzt ein schlechtes Jahr gehabt, war davor in Führt sehr stark auch. Allerdings finde ich sollten wir mit breiten und hochstehenden Schienenspielern stehen dann brauche ich mehr Offensivqualität im Output.
Kenny wiedrum ist ein Offensivspieler. Da fehlt es dann eher an der Defensivebewegung bzw dem verteidigen wenn er von hinter dem Gegner kommt. Oftmals wenn er nicht den Ball stibizt sah er da in der Vergangenheit eher ungestüm aus.
Was ich eigentlich sagen wollte: Wir sind generell gut auf der rechten und akzeptabel auf der linken Schiene aufgestellt, allerdings machen mir einzelne Qualitäten der aktuellen Spieler etwas Sorgen wenn man wirklich mit Schienenspielern die zeitweise Flügelpositionen bekleiden spielen sollte. Asta aufgrund des offensiven Outputs und Kenny aufgrund der defensiven Qualität.
Ein Beispiel für einen Spieler der in einem solchen System sehr gut funktionieren kann wäre tatsächlich Pucha. Nicht weil ich ihn zurück will, sondern weil Output und Defensivqualität stimmen, sofern er nicht tief verteidigen muss.
Sollten wir allerdings die Schiene nicht als Flügel sondern eher auf Höhe Zehner sehen, Ritter und Emreli um Prtjan spielen und Sahin von der 8 die Fäden ziehen, haben wir weiter die Möglichkeit durch die Mitte zu agieren und praktisch offensiv im 1(Kunze)-3(Sahin, Kenny, Asta)-3(Emreli, Prtajn, Ritter) zu agieren und etwas mehr ambivalenz zu schaffen. Das würde auch gleichzeitig die Output Last von Asta nehmen und die Wege für die Schiene einfacher gestalten. Generell kann man hier auch Kenny höher ziehen und Ritter sich fallen lassen.
Wichtig wird sein die Stärken der Spieler hervorzuheben und zu verbinden, da ich uns dieses Jahr gerade zentral durchaus in der Lage sehe das Spiel zu machen und gefährlich zu werden (was wir seit Jahren nicht sind).
22.07.2025 - 12:21 Uhr
Zitat von Wingman_7
Um ehrlich zu sein, musste ich über diese (berechtigten) Fragen erst einmal ein paar Tage nachdenken. So richtig schlauer bin ich allerdings heute auch noch nicht.
Nach dem Testspiel gegen Notts County hatte ein User hier aus taktischer Hinsicht unser neues Aufbauspiel etwas verstärkter „seziert“ und u.a. erwähnt, dass sich die ZM’s um Raschl, Aremu oder Emreli bewusst haben fallen lassen, um den Pass aus der IV entweder zurück auf den Innenverteidiger „klatschen“ zu lassen oder selbst den Diagonalball auf die hochschiebenden Außen (Redondo / Ronstadt, zweite Halbzeit Haas / Asta) zu suchen. Bisweilen funktionierte das gegen einen englischen Viertligisten recht gut, insbesondere beim 3:0 durch Emreli nach Vorlage Ronstadt.
Was ich allerdings nicht so wirklich verstehe: Wenn dieses schablonenhafte Muster der Diagonalbälle im Angriffsspiel tatsächlich eine neue Variante darstellen sollte, um „hinter die letzte Kette“ zu kommen, sind dafür unsere aktuellen Spieler auf der Schiene tatsächlich die richtigen Männer? Ich meine mich auch ein kürzliches Interview mit Torsten Lieberknecht zurückzuerinnern, bei dem er auf die Nachfrage was er sich von einem Mentalitätsspieler wie Simon Asta auf dem Betzenberg spielerisch im Offensivspiel erwartet sinngemäß u.a. „viele Flanken“ erwähnte. Passt das? – In der vergangenen Saison beim Fürther-Kleeblatt hatte Asta bspw. gerade einmal eine Flankengenauigkeit von 12,5% und war an keiner einzigen Torentstehung der SpVgg direkt beteiligt, ist da tatsächlich der Glaube vorhanden, dass er sich beim FCK dorthin entwickeln und den gewünschten Offensiv-Impact liefern kann? Auch einen Ronstadt oder einen Haas sehe ich persönlich jetzt nicht unbedingt in den Offensivrollen von echten „Wingern“ die in beständiger Art und Weise im letzten Drittel situative Überraschungsmomente kreieren, 1:1-Situationen auflösen oder im Flankenspiel so brillieren, dass ich hier guten Gewissens einen gewissen Vertrauensvorschuss aussprechen könnte.
Das aktuell offensichtlich von Lieberknecht angedachte 3-5-2-System gibt ja eigentlich nur zwei Flügel-/Schienenspieler her, die dann aktuell mit Redondo / Haas (Wekesser) auf der linken Seite sowie Asta / Ronstadt (und evtl. Zeigler) auf der gegenüberliegenden Schiene zumindest aus personeller Hinsicht ausreichend besetzt wären.
Ich frage mich da allerdings unweigerlich, ob man mit dieser Besetzung für den Moment wirklich zufrieden ist und wie sich unsere generelle Spielanlage in der kommenden Saison darstellen soll? Mit Kunze und Sahin wurde die Zentrale meiner Auffassung nach sehr sinnvoll verstärkt, Aremu scheint unter Lieberknecht seinen zweiten/dritten FCK-Frühling zu entdecken, Raschl macht gegenwärtig seine Spiele, Emreli lässt seine Qualität auch schon aufblitzen und Ritter präsentiert sich aktuell höchstwahrscheinlich so fit und austrainiert wie schon lange nicht mehr. Das ist sehr positiv, aber eben auch extrem Zentrumslastig – dann ploppte vor rund zwei Wochen auch noch ein Gerücht um Skyttä oder gestern Poreba auf – beides auch wieder Spieler für die Zentralpositionen. Welches Mindset steckt da dahinter?
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Um ehrlich zu sein, musste ich über diese (berechtigten) Fragen erst einmal ein paar Tage nachdenken. So richtig schlauer bin ich allerdings heute auch noch nicht.
Nach dem Testspiel gegen Notts County hatte ein User hier aus taktischer Hinsicht unser neues Aufbauspiel etwas verstärkter „seziert“ und u.a. erwähnt, dass sich die ZM’s um Raschl, Aremu oder Emreli bewusst haben fallen lassen, um den Pass aus der IV entweder zurück auf den Innenverteidiger „klatschen“ zu lassen oder selbst den Diagonalball auf die hochschiebenden Außen (Redondo / Ronstadt, zweite Halbzeit Haas / Asta) zu suchen. Bisweilen funktionierte das gegen einen englischen Viertligisten recht gut, insbesondere beim 3:0 durch Emreli nach Vorlage Ronstadt.
Was ich allerdings nicht so wirklich verstehe: Wenn dieses schablonenhafte Muster der Diagonalbälle im Angriffsspiel tatsächlich eine neue Variante darstellen sollte, um „hinter die letzte Kette“ zu kommen, sind dafür unsere aktuellen Spieler auf der Schiene tatsächlich die richtigen Männer? Ich meine mich auch ein kürzliches Interview mit Torsten Lieberknecht zurückzuerinnern, bei dem er auf die Nachfrage was er sich von einem Mentalitätsspieler wie Simon Asta auf dem Betzenberg spielerisch im Offensivspiel erwartet sinngemäß u.a. „viele Flanken“ erwähnte. Passt das? – In der vergangenen Saison beim Fürther-Kleeblatt hatte Asta bspw. gerade einmal eine Flankengenauigkeit von 12,5% und war an keiner einzigen Torentstehung der SpVgg direkt beteiligt, ist da tatsächlich der Glaube vorhanden, dass er sich beim FCK dorthin entwickeln und den gewünschten Offensiv-Impact liefern kann? Auch einen Ronstadt oder einen Haas sehe ich persönlich jetzt nicht unbedingt in den Offensivrollen von echten „Wingern“ die in beständiger Art und Weise im letzten Drittel situative Überraschungsmomente kreieren, 1:1-Situationen auflösen oder im Flankenspiel so brillieren, dass ich hier guten Gewissens einen gewissen Vertrauensvorschuss aussprechen könnte.
Das aktuell offensichtlich von Lieberknecht angedachte 3-5-2-System gibt ja eigentlich nur zwei Flügel-/Schienenspieler her, die dann aktuell mit Redondo / Haas (Wekesser) auf der linken Seite sowie Asta / Ronstadt (und evtl. Zeigler) auf der gegenüberliegenden Schiene zumindest aus personeller Hinsicht ausreichend besetzt wären.
Ich frage mich da allerdings unweigerlich, ob man mit dieser Besetzung für den Moment wirklich zufrieden ist und wie sich unsere generelle Spielanlage in der kommenden Saison darstellen soll? Mit Kunze und Sahin wurde die Zentrale meiner Auffassung nach sehr sinnvoll verstärkt, Aremu scheint unter Lieberknecht seinen zweiten/dritten FCK-Frühling zu entdecken, Raschl macht gegenwärtig seine Spiele, Emreli lässt seine Qualität auch schon aufblitzen und Ritter präsentiert sich aktuell höchstwahrscheinlich so fit und austrainiert wie schon lange nicht mehr. Das ist sehr positiv, aber eben auch extrem Zentrumslastig – dann ploppte vor rund zwei Wochen auch noch ein Gerücht um Skyttä oder gestern Poreba auf – beides auch wieder Spieler für die Zentralpositionen. Welches Mindset steckt da dahinter?
Irgendwie werde ich aus dieser Kaderpolitik und dem damit zusammenhängenden Grundgedanken hinsichtlich unseres Spielsystems deshalb aktuell auch noch nicht so richtig schlau, zumindest nicht in einer prognostizierten 3-5-2-Ausrichtung. Gibt es in der zweiten Liga noch andere Teams, die diese Spielweise praktizieren und verstärkt "durch die Mitte" agieren - wenn ich mich spontan an die letzten 1-2 Spielzeiten zurückerinnere, wurde von vielen Mannschaften doch in erster Linie auf eine starke Achse von Außenbahnspielern gesetzt um das Spiel in die berühmte Breite zu ziehen und die gegnerische Abwehr über die Flügel zu knacken, oder bin ich da auf dem Irrweg unterwegs?
Gruß,
W7
Das 3-5-2 resultiert meiner Meinung nach aus einer guten Analyse des vorhandenen Kaders und den aktuellen Marktverhälnissen. Wie du schon erwähnst setzen viele auf Tempodrippler. Dadurch steigen natürlich auch die Preise. Der Fck hat davon nach dem Abgang von Yokota und der eher mäßigen Leistungen von Alidou keinen auf gehobenen Zweitliganiveau. Redondo hat seine Stärken ohne Ball, Tachie und Abiama können da nur als Notnagel angesehen werden. Um ein 3-4-3 oder ein 4-2-3-1 oder ähnliches zu spielen, wären somit mindestens 3 Klassische Winger notwendig gewesen. Die mittlerweile durchgeführten (meiner Meinung nach Starken) Transfers von Sahin, Kunze, Pritajin, Emreli, sowie hoffentlich bald des LIV wären trotzdem von Nöten gewesen. Einen solchen Umbruch mit Qualitätsspielern wäre wahrscheinlich schlichtweg finanziell nicht stemmbar gewesen. Aber man täuscht sich tatsächlich wieviele Mannschaften auf ein 3-5-2 setzen. In der abgelaufenen Saison fallen mir da spontan Hannover, Karlsruhe und die Hertha zum Schluss ein. Prominentestes Beispiel vom deutschen Fussball ist das sicherlich Leverkusen. (Die natürlich viel rotiert haben und sehr flexibel waren aber im Grunde hat man da immer wieder ein 3-5-2 gesehen.)
Das vertikale Spiel auf die Schienenspieler ist nur ein Ansatz den man bei dem Spielsystem verfolgen kann. Grundsätzlich geht es bei dem Spielsystem viel um Breite und Tiefe. Pritajin wird da eher den statischen Part geben, während vorallem Emreli, Ritter/Hanslik und mit Abstrichen Sahin ständig unterwegs sein müssen. Die LAV,RAV müssen entsprechend hoch und breit stehen. Entweder man kommt dann entsprechend hinter die Kette, vertikalen oder horzintal, oder reißt im Zentrum eine größere Lücke, weil sich die letze Kette gezwungen fühlt die Wege mitaufzunehmen und kann somit den Kreativspieler (Ritter/Emreli) in eine gute Position bringen. Besonders auf Ritter bin ich da gespannt ob er seine Wohlfühlzone verlassen kann und da ein gutes Duo mit Emreli abgibt. Bei Hansi bekommt man die Tiefenläufe zu 100%, da fehlt dann etwas die Kreativität und die Fähigkeit des "tödlichen" Passes. Nicht vergessen sollte man das wir sehr gut aufgestellt sind was den klassischen Langen Ball auf den Wandspieler angeht. Erstens haben wir mit Pritajin einen der alles dafür mitbringt um den Ball entsprechend zu verarbeiten und zweitens mit Sahin und Kunze zwei Zweikampstarke Spieler die es verstehen nach vorne zu verteidigen.
Bei der Besetzung der Schienenspieler bin ich auch gespannt. Redondo passt da meiner Meinung nach sehr gut, da er die Schnelligkeit und immer mal wieder auch den Zug zum Tor oder Grundlinie mitbringt. In den Phasen in den wir tiefer verteidigen wird er mit Sicherheit aber auch das ein oder andere Mal an seine Grenzen kommen. Sehe ihn dennoch als gesetzt an. Auf der RAV sehe ich momentan ein offenes Rennen. Ronstadt ist meiner Meinung nach der bessere was die Offensive angeht, Asta in der Defensive. Dringende Fähigkeiten im 1 vs 1 sehe ich für die Schienenspieler nicht unbedingt als muss an. Optimal ist die Besetzung der Schienenspieler grundsätzlich nicht, aber durchaus annehmbar für die zweite Liga. Auch die anderen Vereine haben da keinen Grimaldo,Davies oder Frimpong rumrennen. Oppie (früher Bielefeld, jetzt St.Pauli) hätte ich da sehr interessant und von seinen Spielanlagen passend gefunden. Da aber auch der Markt an Schienenspieler sehr umkämpft ist, merkt man daran auch das man nach einer guten 3.Liga Saison den direkten Weg in die Bundesliga gehen kann.
22.07.2025 - 13:09 Uhr
Auf dem Mannschaftsfoto ist ja fast mehr schwarz als rot zu sehen..so viele Spieler haben wir gar nicht mehr im engen Kader.
22.07.2025 - 13:29 Uhr
Ich kann das nichtmehr lesen. Redondo ist kein Schienenspieler, er ist ein Stürmer.
22.07.2025 - 13:50 Uhr
Hat Ritter seinen Stammplatz diese Saison sicher? Saß letzte Saison ja des öfteren draußen.
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