SpVgg Unterhaching SpVgg Unterhaching
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Alles Part II

04.07.2011 - 00:39 Uhr
Alles Part II |#3531
24.05.2019 - 08:45 Uhr
Zitat von VorstadtFlo
Ich komm bei Börsenkram auch immer nur mit gesundem Menschenverstand Zunge raus weiter - und bin mir nie ganz sicher, ob der für dieses Feld überhaupt der geeignete Hebel ist...

Aus meiner Laiensicht:
- Problematisch ist die Dividendenerwartung der Aktionäre ja nur, wenn so große Aktienbestände auf dem Markt sind, dass a) enttäuschte Erwartungen den Kurs sinken lassen und b) eine "feindliche Übernahme" für wenig Geld droht, oder? Zweiteres könnte man durch das Veräußern nur geringer Anteile (sagen wir mal: 24,9 Prozent) in den freien Markt verhindern, würd mir jetzt mal mein gesunder Menschenverstand sagen.
- Grundsätzlich problematisch ist dann allerdings wiederum zweierlei:
1) Prinzipiell sind dann auch anderweitig vergebene Anteile frei handelbar; etwa solche, die an einen Investor oder Manni Schwabl gehen. Sprich, wer auch immer die hält, kann drohen, die an der Börse zu verscheuern und dadurch einer Übernahme Tür und Tor öffnen. Um das komplett auszuschließen, müsste man wirklich 75,1 Prozent der Anteile in Vereinsbesitz behalten (und/oder Manni Schwabl oder wem auch immer sonst über die Grenze des Menschenverstandes hinaus vertrauen...)
2) Wer jetzt schon maue Dividenden ankündigt (explizit oder implizit) wird vermutlich keinen dollen Kurs erzielen. Zumal auch die "Werte" in Vereinsbesitz eher überschaubar sind. Möglich also, dass sich das Ganze von vorneherein kaum lohnt. Gefühlt ist genau das der Knackpunkt. Dass Haching keine Mörderdividenden liefert ist einigermaßen klar ersichtlich. Und wenn jeder treue Haching-Fan außer purer Gaudi ein Papier à 50 Euro kauft, machen wir damit vermutlich ziemlich genau 25.000 Euro. tongue ugly

Kann jetzt aber auch alles falsch gedacht sein.


Guten Morgen !

Ich beschäftige mich schon seit Jahren "hobbymäßig" mit Aktien und habe auch ein paar Unternehmen im Depot.
Und eine Aktie der SpVgg Unterhaching würde ich mir als "Teilzeitfan aus der Ferne" wohl auch ins Depot legen. Warum? Einmal weil ich wie gesagt die SpVgg Unterhaching schon seit deren Auftritt in der Bundesliga mag und dann aber auch, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass das Modell (Entwickeln von Talenten und anschließender Weiterverkauf mit Gewinn) durchaus funktionieren könnte.

Natürlich hat man als Aktionär auch die Erwartung, für sein Investment eine "Belohnung" zu bekommen, sprich an Gewinnen auch beteiligt zu werden. Erstens verlangt das dann aber, dass tatsächlich Gewinne erzielt werden (und wenn das Unternehmen Unterhaching ordentliche Gewinne macht, spricht ja auch nix dagegen, den "Investoren" einen Teil davon abzugeben) und zweitens wird üblicherweise nie der gesamte Gewinn ausgeschüttet sondern immer nur ein Teil (die sogenannten Aktionärsvereinigungen, in denen Aktionäre ihre Stimmen für die Hauptversammlungen bündeln können, hätten gerne ein Verhältnis von 50% Ausschüttung und 50% bleiben im Unternehmen für Investitionen, es gibt aber auch viele Gesellschaften, die deutlich weniger als 50% ausschütten - eben vor allem mit dem Hinweis, dass man bestimmte Investitionen tätigen muss). Die Dividende wird übrigens auch an alle Aktionäre ausgeschüttet!

Das Unternehmen selber hat aber auch ein gewisses Interesse daran, dass die Aktie attraktiv ist, denn es ist ja nicht ausgeschlossen, dass man irgendwann mal auf die Idee kommt, neues Geld zu brauchen und wenn dann die Aktie einen guten Kurs hat, kann man, wenn man dann einfach das Kapital erhöht, sprich neue Aktien ausgibt, eben auch den höheren Preis verlangen und so mehr Geld einnehmen.

MMn ist es halt so, dass man, wenn man im Fußball einigermaßen erfolgreich sein will, eine Menge Geld benötigt. Die Zeiten als sich Vereine aus den Eintrittsgeldern der Zuschauer plus ein oder zwei größeren Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft finanzieren konnten, sind mMn lange vorbei. Um heute auf Dauer im Profifußball mitmischen zu können, braucht man entweder ein paar größere private Sponsoren oder man sucht nach neuen Wegen. Und ich vermute, dass auch die privaten Sponsoren, die nicht ganz so öffentlich auftreten wie Ismaik oder Kind hinter den Kulissen mindestens so viel Einfluss auf die "Vereinspolitik" nehmen wie eine ausgegliederte KGaA das könnte.

Was das Thema "feindliche Übernahme" angeht, besteht die Gefahr ja nur insoweit als der "Übernehmer" Einfluss auf die AG bekommen würde, nie direkten Einfluss auf den Verein. Das ist nun mMn aber eher theoretisch, denn wenn ein Verein letztendlich von dem wie auch immer gearteten Geldgeber abhängig ist, ist das "Letztentscheidungsrecht" des Vereins faktisch eben immer eingeschränkt, sonst dreht der Geldgeber eben den Hahn zu. Das kann mMn aber bei einem größeren Einzelsponsor mindestens so leicht passieren wie bei einer AG. Ausschließen kann man das auch bei einer KGaA nicht - aber wie schon gesagt, wenn man höherklassigen Fußball sehen möchte (mMn geht das teilweise aber auch schon in der Regionalliga los), dann muss man irgendwie an Geld kommen und Geld gibt es nie umsonst. Bei einer AG hat der Verein aber immer noch mehr Möglichkeiten wie bei einem Einzelsponsor, weil es dort möglich wäre, eine unliebsame Übernahme durch eine Kapitalerhöhung z.B. zu erschweren oder dadurch, dass man gezielt andere Aktionäre bittet, Aktien aufzukaufen, um dem "bösen Investor" das Feld nicht zu überlassen.

Ich würde, wenn man sich bei der SpVgg Unterhaching dazu entschließen sollte, diesen Weg tatsächlich zu gehen, in der KGaA derzeit eher mehr Chancen sehen als Risiken. Derzeit ist die ganze "Aktiensache" noch relativ neu - und das Neue hat halt immer Aufmerksamkeit. Irgendwie muss man ja an Geld kommen, wenn man den Verein auf eine andere Stufe heben will (sprich in die 2. Liga will). Für Aktionäre könnte das Geschäftsmodell schon funktionieren und der Verein vergibt sich mMn sportlich nur relativ wenig. Ohne Sponsor oder Aktien wird man bestenfalls immer mal wieder in Liga 3 auftauchen, mit mehr Geld könnte man möglicherweise die 2. Liga erreichen. Natürlich ist es dann so, dass man das ein oder andere Talent, das man sportlich durchaus weiter "brauchen" könnte, verkaufen wird, um Gewinne zu realisieren und damit dann die Geldgeber zufriedenzustellen - aber mit den Gewinnen kann man dann ja wieder weitere Talente an den Verein binden und solange das funktioniert dürfte auch das Sportliche nicht zu kurz kommen (mal ganz abgesehen davon, dass die Aktionäre, die ja irgendwo auch ein Interesse daran haben, dass das Unternehmen nicht ausblutet, sicher auch nicht verlangen werden, dass ein Verein zur kurzfristigen Gewinnmaximierung und/oder Dividendensteigerung mal eben das komplette Team verkauft.

Die Frage die sich letztendlich immer stellt ist: Was sind denn die Alternativen? MMn wären das nur "Einzelsponsor" (mit einem mMn größeren Risiko) oder sportlich bleibt man ein Verein irgendwo zwischen dritter und vierter Liga...
Alles Part II |#3532
24.05.2019 - 12:52 Uhr
+1 genauso ist es aus meiner Sicht. Herzlich willkommen im kommerziellen Fußball!
Alles Part II |#3533
24.05.2019 - 22:16 Uhr
Möchte nicht zu tief in das Thema gehen, aber es gibt ja grundsätzlich zwei Arten von Unternehmen. Die, die auf Wachstumskurs sind und keine bis eine geringe Dividende zahlen wie Amazon und die, die kaum noch wachsen können und deshalb einen Großteil des Gewinns ausschütten. Außerdem ist eine Dividendenzahlung doch eher schlecht für den Kurs weil dieser ab dem Ex-Tag fällt, da das Unternehmen ja rechnerisch weniger Wert wird. Falls ich falsch liege, gerne korrigieren.
Alles Part II |#3534
25.05.2019 - 06:56 Uhr
Zitat von der12fcb
Möchte nicht zu tief in das Thema gehen, aber es gibt ja grundsätzlich zwei Arten von Unternehmen. Die, die auf Wachstumskurs sind und keine bis eine geringe Dividende zahlen wie Amazon und die, die kaum noch wachsen können und deshalb einen Großteil des Gewinns ausschütten. Außerdem ist eine Dividendenzahlung doch eher schlecht für den Kurs weil dieser ab dem Ex-Tag fällt, da das Unternehmen ja rechnerisch weniger Wert wird. Falls ich falsch liege, gerne korrigieren.


Guten Morgen!

Es gibt tatsächlich Unternehmen, die Gewinne machen, trotzdem aber keine Dividende zahlen, weil sie das gesamte Geld für das eigene Wachstum verwenden möchten - und die Aktionäre sind auf der Hauptversammlung dann damit einverstanden (der Vorstand einer AG stellt seinen "Gewinnverwendungsvorschlag" auf der Hauptversammlung zur Abstimmung). Wenn ein Vorstand so handelt, dann muss er aber auch überproportionales Wachstum nachweisen können, sonst werden die Aktionäre sauer☺

Es gibt aber auch Aktionäre, die die Aktien eines solchen Unternehmens aus Prinzip nicht kaufen, weil sie für ihr Invest eben eine Prämie haben wollen.

Deshalb schütten die meisten Unternehmen, die nicht grade erst im Aufbau oder in einer Krise stecken einen gewissen Anteil ihres Gewinns in Form einer Dividende an die Aktionäre aus - auch um für die Aktionäre interessant zu sein, die eben Wert auf eine Dividende legen. Der Vorstand muss also immer auch abwägen, wie die Börse und damit der Kurs der Aktie reagiert, wenn er keine Dividende vorschlägt. Wenn der Kurs dann absackt, weil die Aktionäre eine Dividende erwartet haben und nun ihre Aktien verkaufen, kann das letztendlich teurer werden als wenn man Dividende zahlt...

Ich könnte mir also schon vorstellen, dass Unterhaching für den Fall der Fälle ein oder zwei Jahre keine Dividende zshlt, weil man das Geld erst einmal in Spieler unf/oder Infrastruktur investieren möchte und dass man dann eben erst später mit der Zahlung einer Dividende anfängt (mMn ist es auch ein Vorteil einer Finanzierung durch Aktien gegenüber einer normalen Kreditfinanzierung, dass man eben nicht jedes Jahr Zinsen/Dividenden zahlen muss sondern in einem Jahr mit hohem Kapitalbedarf bzw. in einem Jahr, in dem es sehr schlecht läuft, auch mal die Dividende weglassen kann)! Meistens schreibt man solche Pläne aber schon in den so genannten "Börsenzulassungsprospekz" hinein (man muss das Unzernehmen, die Zahlen und die Ziele in einem sehr ausführlichen Prospekt vorstellen, wenn man möchte, dass die Aktien zum Handel an der Börse zugelassen werden)! Da würde der Vorstand dann z.B. reinschreiben, dass man zwar grundsätzlich Dividende zahlen möchte, wenn man Gewinn macht, die ersten zwei oder drei Jahre den gesamten Gewinn aber im Unternehmen gelassen möchte, weil man investieren will - dann wissen die Aktionäre woran sie sind.

Zum zweiten: Es ist formal richtig, dass der Kurs der Aktie am Tag der Zahlung der Dividende um den Betrag der Dividende gekürzt in den Handel geht. Praktisch hat das aber auf Dauer keine Auswirkung, weil die Dividende (das ist die Theorie), vorher schon in den Kurs mit "eingewachsen" ist. Also: Ein Unternehmen, dass theoretisch 5 Euro je Aktie wert wäre und 50 Cent Dividende zahlt, müsste (theoretisch) am Tag vor der Dividendenzahlung 5,50 Euro Kurs haben - dann wird die Dividende gezahlt und die Aktie wird am nächsten Tag nur noch mit 5 Euro gehandelt (der Aktionär hat die restlichen 50 Cent ja bekommen) - und dann steigt die Aktie (theoretisch) wieder auf 5,50 Euro an und dann gibt's wieder die 50 Cent Dividende usw.
Wie gesagt, das ist alles nur in der Theorie so, weil sich in der Praxis der Kurs ja zigmal am Tag ändert - ohne dass es für jede einzelne Änderung einen nachvollziehbaren Grund gibt - aber es ist jedenfalls in der Praxis nicht so, dass sich eine Dividendenzahlung negativ auf den Kurs auswirkt.

Ein schönes Wochenende allerseits!
Alles Part II |#3535
25.05.2019 - 07:13 Uhr
Übrigens, um mal weg von dem ganzen Aktienkram wegzukommen. Reingefallen Bezüglich Regeländerungen zur neuen Saison habe ich u.a. das hier gerade im Kicker gelesen:


"Bei Abstößen und Freistößen im eigenen Strafraum muss der Ball den Strafraum nicht verlassen

Entscheidend ist nur noch, dass der Ball mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Tests hätten gezeigt, dass das Spiel dadurch "schneller und flüssiger wird", so das IFAB. Weiterhin müssen sämtliche Gegner dabei außerhalb des Strafraums bleiben und einen Abstand von mindestens 9,15 Meter einhalten."


Ist ein Punkt, indem ich gerade für unser Spiel einen riesen Vorteil sehe.

Normalerweise werden unsere beiden, weit auffächernden IVs ja schon bei Ballannahme gepresst bzw. einfach zugestellt, so hätten sie nun deutlich mehr Zeit und wir könnten noch gepflegter und noch öfter kurz aufbauen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SB_10 am 25.05.2019 um 07:19 Uhr bearbeitet
Alles Part II |#3536
02.06.2019 - 18:00 Uhr
Glückwunsch an unsere Partner-Vereine aus Rosenheim und Heimstette zum Klassenverbleib in der Regionalliga. Und damit auch an unsere ehemaligen Einsiedler, Schels, Krueger, Riglewski (übrigens auch einer meiner Kandidaten für die neue Saison), Thomik, etc
Alles Part II |#3537
02.06.2019 - 22:06 Uhr
Kaum erwähnenswert, hat mich aber ein wenig positiv überrascht: Porath ist mit Schwabl jr. gemeinsam auf Ibiza (u.a. + Freundin v. Schwabl).Hätte nicht gedacht dass sich beide so gut verstehen und v.a. endet ja Poraths Leihe.
Und Kiwi hält sich derzeit in der Landeshauptstadt auf, hätte nicht gedacht dass der hier so sehr verwurzelt war.
Beides war auf den jeweiligen Instagram Accounts zu sehen, falls es jemanden interessiert.
Alles Part II |#3538
02.06.2019 - 22:27 Uhr
Ouha. Find ich bei Kiwis Instagram jetzt grade nicht - aber wenn's so ist/wär, würd ich jetzt dann doch mal kurz ins Nachdenken geraten... Er ist nämlich gerade vereinslos. Bristol war nur ein kurzer Nothelfer-Einsatz wegen zwei verletzten Keepern. Da könnten wir Königshofer recht bedenkenlos ziehen lassen...

•     •     •

27.10.2015: Marinovic - Dombrowka, Winkler, Welzmüller, Bauer - Taffertshofer, Rosenzweig (46. Nicu) - Steinherr (86. Reisner), Sieghart, Piller (64. Marseiler) - Einsiedler
Alles Part II |#3539
03.06.2019 - 08:13 Uhr
….dann kursieren wenigstens ein paar Gerüchte, zwecks Neuzugänge!
Ich war jetzt ein paar Tage nicht im Lande, passiert ist aber halt gar nix.
Alles Part II |#3540
03.06.2019 - 08:40 Uhr
Zitat von der12fcb

Und Kiwi hält sich derzeit in der Landeshauptstadt auf, hätte nicht gedacht dass der hier so sehr verwurzelt war.


In der Story oder? Nicht im Feed? Ist nämlich nichts mehr zu finden momentan.

Verwurzelt ist Marinovic in München auf jeden Fall. Hat ja den größten Teil seiner Profikarriere hier verbracht. Ismaning, Sechzig, Haching.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der Major League und gerade Championship gespielt hat, in die dritte deutsche Liga wechselt - schon gar nicht zu einem der klammsten Vereine dort. Marinovic wird vermutlich bei seinen beiden letzten Engagements locker das zehnfache (oder noch mehr) von dem verdient haben, was wir zahlen können.

Einzige Hoffnung nach Insta-Studium: Seine Freundin scheint Münchnerin zu sein. Vielleicht ist sie des Weltreisens überdrüssig und will zurück nach Hause.

Insgesamt alles sehr ernüchternd gerade. Vor allem vor dem Hintergrund, dass wirklich _alle_ anderen gerade transferieren, dass es kracht. Rostock ey, unfassbar. Braunschweig, ja lecko mio. Ich hoffe sehr, dass Schwabl und Schromm ihre Hausaufgaben machen und uns sehr bald sehr glücklich machen. Ich hab' Vertrauen in beide, werd' aber langsam auch unruhig.

PS: Wenn Kiwi zu Bayern II wechselt, dann RASTE ich aus!!!11!
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