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Alexander Schmidt
Geburtsdatum 23.10.1968
Alter 57
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein BSG Chemie Leipzig

Alexander Schmidt [Trainer]

26.04.2021 - 16:00 Uhr
Alexander Schmidt [Trainer] |#261
07.11.2021 - 22:39 Uhr
Nun... eine mutige Entscheidung ist heute gefallen und nötigt in erster Linie Respekt ab. Ob sie die richtige war, werden wir schon bis zur Winterpause sehen können. Sollte sie aufgehen, dann ist RB natürlich der Held (das meine ich ehrlich), aber die Situation als solche wurde eben auch durch eigene Fehler in der Planung erst heraufbeschworen. RB hätte vorgewarnt sein können, nicht zuletzt durch die Erfahrungen des Vereins und damaliger Protagonisten (siehe Walter) in 2019/2020. Ich hätte mir heute durchaus auch einen Trainerwechsel vorstellen können... getreu dem Motto "Nichts ist größer als der Verein." - auch nicht ein sympathischer Aufstiegstrainer. Aber gut... die Zukunft wird es richten.

Zitat von Wahrheidi

Sorry, nach dem Abstieg wurde gemeinsam mit K. Walter und den finanziellen Möglichkeiten, eine neue Mannschaft zusammengestellt, die sofort den Wideraufstieg geschafft hat. Das war eine großartige Leistung. Mehr ist zurzeit nicht drin. Oder glaubt hier wirklich jemand, mit einem anderen "Chefplaner" geht es nächste Saison in die Bundesliga. R. Becker hat eigene Fehler eingeräumt (sehr sympathisch) und wird den Forderungen von A. Schmidt nach Verstärkungen nachkommen.


Die (wiederholte) Kritik vieler an Walter basiert doch nicht auf der Planung der letzten Drittligasaison 2020/21, sondern bezieht sich vor allem auf die Saison vorher in Liga 2 und dem anschliessenden, vielleicht vermeidbarsten Abstieg ever... denke ich. Wenn ich mich recht erinnere, führten dann erst die Nachverpflichtungen von Makienok, Husbauer, Donyoh und natürlich Schmidt zur Winterpause 2020 (hab ich wen vergessen?) zu einer guten und konkurrenzfähigen Zweitligamannschaft. Leider kam dann zur schlechten Hinrunde noch Corona dazu und der Turnaround war nicht mehr zu schaffen. Der Fehler lag aber eindeutig an der vorausgehenden Saisonplanung durch Minge, Fielo und natürlich Walter, die eine Mannschaft zusammengestellt hatten, die eben nicht die Qualität hatte wie die nach der Winterpause (und mit dieser von Anfang an wären wir wohl auch nie ein Abstiegskandidat gewesen). Wobei ich bei der damaligen Planung Fielo eventuell nur eine Teilschuld geben würde (Unerfahrenheit, Vertrauen in Minge & Walter) und die Verantwortung wohl hauptsächlich bei M&W lag. Mal ganz nebenbei verloren wir dadurch nicht nur die 2.Liga sondern auch Fielo, der ja mal einen Platz in unserem Verein hätte finden sollen.

Die Situation jetzt lässt zwangsläufig sportliche Parallelen dazu aufploppen, wo man sich dann fragen muss, wieso es wiederholt nicht in Liga 2 funktionieren will/kann. Und da fällt der Fokus eben wieder auf Walter, der immer noch der Chefscout ist. Eventuell sind es nur Nuancen und 1-2 Spieler mit mehr Erfahrung (Blick nach Rostock) hätten uns schon gereicht, um die geholten jungen & talentierten Spieler in sportlich schwierigen Situationen wie jetzt besser zu führen. Aber wer just den gleichen Fehler 2x macht, der muss auch hinterfragt werden können.
Alexander Schmidt [Trainer] |#262
07.11.2021 - 22:42 Uhr
Ich bin normalerweise nicht pro Trainerentlassung aber in der jetzigen Situation finde ich es bemerkenswert, wie gut Schmidt bei den Fans weg kommt.

Offensiv

Wir haben keinerlei Plan im Spiel. Da werden Bälle wild aus der Abwehr raus geschlagen. Im Umkehrspiel weiß keiner wo der andere hin rennt. Es basiert eigentlich alles auf Einzelaktionen und Zufall. Die Passquote beim schnellen Umkehrspiel ist unterirdisch. Hosiner darf überhaupt nicht mehr spielen, Ransi/Mörschel mit ziemlich schlechten Leistungen dafür quasi immer. Keine einzige gute Flanke, kein gut kommender Standard.

Defensiv

Wir spielen gegen Kiel in der 1. HZ mit 5-4-1 als würden wir in München spielen und es fliegt trotzdem ein Ball nach dem anderen hinten rein. Das Passspiel ist auch schlecht.
Die Aktion mit Mai: Defacto ist er der letzte IV der von Schmidt eingewechselt werden wird. Nach Becker/Aidonis/Ehlers. Das ist mir vollständig unverständlich, wie man ohne Not den Aufstiegskapitän und Mentalitätsmonster so absägen und auch beschädigen kann.
Gegen Kiel spielt Kade Linksverteidiger obwohl wir einen echten LV auf der Bank haben.
Becker ist für mich kein RV. Über die Seite fallen viele Tore/entstehen Chancen, weil er oft sonstwo steht. Flanken kann er auch nicht. Der ist IV.

Fazit

Ich kann kein Konzept/Spielsystem erkennen.

Da ist weder das Spielermaterial für die Liga zu schlecht und auch nicht so viele wichtige Spieler verletzt. Diese planlose Spielweise wurde von Woche zu Woche schlimmer.
Das ist doch alles Aufgabe des Trainerteams.

Ich kann es mir nur so erklären, dass man keine besseren Alternativen hat und auf die Rückkehr der Verletzten hofft.

Vielleicht kommt aber auch die Wunderheilung in dieser Woche, dann hab ich nichts gesagt. Lachend

•     •     •

"Ich bin stolz auf unsere Fans. Solche Zustände wie in Dresden wollen wir nicht. Da müssten wir mit dem Flammenwerfer durchgehen."

Uwe Leonhardt
Alexander Schmidt [Trainer] |#263
07.11.2021 - 22:42 Uhr
Zitat von SGD_Strike

Ich finde es aber wirklich auch teilweise ätzend wie ständig versucht wird Walter schlecht zu reden, seit Menze sagen praktisch alle GFs was Walter für eine gute Arbeit macht, sei es als Scout oder als Kaderplaner, aber dann gibt es wieder Fans die überhaupt keine Einblick haben, aber natürlich wieder alles besser wissen.


Und mindestens seitdem gibts auch immer wieder eklatante Überschätzungen des Kaders zu bewundern, vor allem in der 2. Liga. Das ist ja das Tolle: es reicht, die Ergebnisse und Saisons zu verfolgen und einfach nüchtern zu analysieren, dazu muss ich nicht in Walters Webcam sitzen. Übrigens wird so doch alles und jeder in diesem Geschäft beurteilt. Vielleicht sind wir auch nur wegen Marv Stefaniak aufgestiegen, weil der so gute Stimmung verbreitet hat. Vielleicht konnten wir 2019 nur dank wichtiger Impulse von Walpurgis die Klasse halten, welche erst später gegriffen haben.. Vielleicht, vielleicht, wer weiß das schon? Ihr habt doch überhaupt keinen Einblick!

Natürlich sind letztlich die GF verantwortlich, aber sowohl Minge (und das aus meiner Feder zwinker) als auch Becker haben ihre Kompetenz in Dresden und anderen Stationen ja schon aufblitzen lassen.
Man hat aber das Gefühl, dass diese Händchen mit fortschreitender Dauer im Amt (und damit der Zusammenarbeit mit Walter) irgendwie abstumpfen.

Von Becker klang im Sommer immer wieder durch, dass das "Thema Kader" im Grunde "der Kristian Walter, ein ganz wichtiger Mitarbeiter ... eigentlich mehr als das.." mache. Wenn ich mich recht entsinne, fiel sogar der Titel "Head of Recruitment" - edit: ja, so ist die Jobbezeichnung.
Und auch wenn Walters Arbeit akribisch und systematisiert sein mag (anders geht so ein Job gar nicht) und er "mit Computern arbeitet" (im 21. Jahrhundert vollkommen normal), gehen Anspruch und Wirklichkeit immer wieder stark auseinander und auch viele Transfers, die direkt seinen Stempel tragen, scheitern grandios. Gern nochmal an die Zeit von Minges "Burnout", an Jeremejeff, Stor, Taferner, Möschl, oder eben ganz aktuell zB den Georgier denken, der definitiv nicht von Becker kommt.

Mein Eindruck ist, dass Walter mit seinem System - womoglich nicht mal bewusst - die Entscheidungsträger sukzessive einlullt. Denn mal ehrlich, welcher PROFI mit jahre- nein jahrzehntelanger Erfahrung konnte denn nicht ahnen, dass dieser Kader mit Diawusie und Co Probleme bekommen könnte? Das ist eigentlich absurd und benötigt ein extrem starkes Framing – umso mehr, wenn in der letzten Zweitligasaison ebenfalls der Kader - mit Konsequenz Abstieg ! - komplett überschätzt wurde, man eigentlich doppelt gewarnt sein müsste.

Wo also ist der Lerneffekt?
Der GF wurde getauscht, das Problem scheint weiterhin zu bestehen. Und da ist dann ein Blick auf den gesamten Scoutingbereich inkl. "Head of Recruitment" vielleicht doch nicht so weit hergeholt.

•     •     •

"Das hat nix mit Mathematik zu tun, das ist ganz einfaches Rechnen" - Ralf Minge

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gaoul am 07.11.2021 um 22:52 Uhr bearbeitet
Alexander Schmidt [Trainer] |#264
07.11.2021 - 23:48 Uhr
Ich finde die heutige Entscheidung gut. Wir haben keine Coachingkrise sondern das Problem eines zu dünnen Kaders und das kann kein Trainer der Welt ändern. Im Gegenteil: das „wir zusammen jetzt“ ist das einzige Pfund, was wir aktuell in die Waagschale werfen können. AS hat gerade zu Beginn der Saison gezeigt, dass er uns Punkte „ercoachen“ kann, das wird auch wieder kommen, solange die Mannschaft mitzieht. Tut sie das nicht, muss man handeln. Das kann man aber notfalls auch noch zur Winterpause tun und dann zusammen mit einem neuen Trainer nach dessen Vorstellung den Kader verstärken. Gehe davon aus, dass es parallel solche Planspiele gibt. Ist auch OK. Keine Garantie, dass es mit AS funktioniert
Alexander Schmidt [Trainer] |#265
08.11.2021 - 08:54 Uhr
Zitat von Cosmokramer74
Ich finde die heutige Entscheidung gut. Wir haben keine Coachingkrise sondern das Problem eines zu dünnen Kaders und das kann kein Trainer der Welt ändern. Im Gegenteil: das „wir zusammen jetzt“ ist das einzige Pfund, was wir aktuell in die Waagschale werfen können. AS hat gerade zu Beginn der Saison gezeigt, dass er uns Punkte „ercoachen“ kann, das wird auch wieder kommen, solange die Mannschaft mitzieht.


Ich sehe bei den Problemen eher ein "und" statt eines "oder".

Ja, wir haben einen dünnen Kader, bzw. einige Spieler haben sich doch nicht so entwickelt wie gewünscht.
Und bei der Aussage von Decker über unsere drei "Neuzugänge" wird mir Angst und Bange. Sicher, was soll er im Moment auch sagen, aber eine Erfahrung von durchschnittlich knapp 50 Zweitligaspielen als Unterschied zu erwähnen ist entweder mutig oder hilflos. Und hätte Ehlers denn gespielt oder wäre er nur immer mal statt Mai eingewechselt worden? Immerhin ist Akoto von den Neuen am besten und Sollbauer auch solide.

Aber so wie Schmidt am Ende der letzten und am Anfang dieser Saison scheinbar mit leichter Hand alles richtig gemacht hat, ist ihm das von Spiel zu Spiel weniger gelungen. Und das lag meines Erachtens nicht nur am Kader, sondern auch an Fehlern, die er selbst gemacht hat.
Alexander Schmidt [Trainer] |#266
08.11.2021 - 10:06 Uhr
Zitat von Gaoul
Zitat von SGD_Strike

Ich finde es aber wirklich auch teilweise ätzend wie ständig versucht wird Walter schlecht zu reden, seit Menze sagen praktisch alle GFs was Walter für eine gute Arbeit macht, sei es als Scout oder als Kaderplaner, aber dann gibt es wieder Fans die überhaupt keine Einblick haben, aber natürlich wieder alles besser wissen.


Und mindestens seitdem gibts auch immer wieder eklatante Überschätzungen des Kaders zu bewundern, vor allem in der 2. Liga. Das ist ja das Tolle: es reicht, die Ergebnisse und Saisons zu verfolgen und einfach nüchtern zu analysieren, dazu muss ich nicht in Walters Webcam sitzen. Übrigens wird so doch alles und jeder in diesem Geschäft beurteilt. Vielleicht sind wir auch nur wegen Marv Stefaniak aufgestiegen, weil der so gute Stimmung verbreitet hat. Vielleicht konnten wir 2019 nur dank wichtiger Impulse von Walpurgis die Klasse halten, welche erst später gegriffen haben.. Vielleicht, vielleicht, wer weiß das schon? Ihr habt doch überhaupt keinen Einblick!

Natürlich sind letztlich die GF verantwortlich, aber sowohl Minge (und das aus meiner Feder zwinker) als auch Becker haben ihre Kompetenz in Dresden und anderen Stationen ja schon aufblitzen lassen.
Man hat aber das Gefühl, dass diese Händchen mit fortschreitender Dauer im Amt (und damit der Zusammenarbeit mit Walter) irgendwie abstumpfen.

Von Becker klang im Sommer immer wieder durch, dass das "Thema Kader" im Grunde "der Kristian Walter, ein ganz wichtiger Mitarbeiter ... eigentlich mehr als das.." mache. Wenn ich mich recht entsinne, fiel sogar der Titel "Head of Recruitment" - edit: ja, so ist die Jobbezeichnung.
Und auch wenn Walters Arbeit akribisch und systematisiert sein mag (anders geht so ein Job gar nicht) und er "mit Computern arbeitet" (im 21. Jahrhundert vollkommen normal), gehen Anspruch und Wirklichkeit immer wieder stark auseinander und auch viele Transfers, die direkt seinen Stempel tragen, scheitern grandios. Gern nochmal an die Zeit von Minges "Burnout", an Jeremejeff, Stor, Taferner, Möschl, oder eben ganz aktuell zB den Georgier denken, der definitiv nicht von Becker kommt.

Mein Eindruck ist, dass Walter mit seinem System - womoglich nicht mal bewusst - die Entscheidungsträger sukzessive einlullt. Denn mal ehrlich, welcher PROFI mit jahre- nein jahrzehntelanger Erfahrung konnte denn nicht ahnen, dass dieser Kader mit Diawusie und Co Probleme bekommen könnte? Das ist eigentlich absurd und benötigt ein extrem starkes Framing – umso mehr, wenn in der letzten Zweitligasaison ebenfalls der Kader - mit Konsequenz Abstieg ! - komplett überschätzt wurde, man eigentlich doppelt gewarnt sein müsste.

Wo also ist der Lerneffekt?
Der GF wurde getauscht, das Problem scheint weiterhin zu bestehen. Und da ist dann ein Blick auf den gesamten Scoutingbereich inkl. "Head of Recruitment" vielleicht doch nicht so weit hergeholt.


Es klingt alles sehr schön, nur es berührt nicht den entscheidenden Punkt: man kann nur Geld ausgeben was man hat. Oder wünscht sich jemand einen neuen Rolf Otto?

Abgesehen von Schalke u.ä. müssen viele auf Wundertüten setzen, manchmal geht es auf, manchmal nicht. Hinterher ist man immer schlauer.

Der extrem krasse Leistungsabfall hat viel mit Verunsicherung zu tun, und das hat viel mit dem Trainer zu tun. Ich will nicht hoffen, dass es nur Aufschub ist.
Alexander Schmidt [Trainer] |#267
08.11.2021 - 11:14 Uhr
Zitat von Profi078
Zitat von Gaoul

Zitat von SGD_Strike

Ich finde es aber wirklich auch teilweise ätzend wie ständig versucht wird Walter schlecht zu reden, seit Menze sagen praktisch alle GFs was Walter für eine gute Arbeit macht, sei es als Scout oder als Kaderplaner, aber dann gibt es wieder Fans die überhaupt keine Einblick haben, aber natürlich wieder alles besser wissen.


Und mindestens seitdem gibts auch immer wieder eklatante Überschätzungen des Kaders zu bewundern, vor allem in der 2. Liga. Das ist ja das Tolle: es reicht, die Ergebnisse und Saisons zu verfolgen und einfach nüchtern zu analysieren, dazu muss ich nicht in Walters Webcam sitzen. Übrigens wird so doch alles und jeder in diesem Geschäft beurteilt. Vielleicht sind wir auch nur wegen Marv Stefaniak aufgestiegen, weil der so gute Stimmung verbreitet hat. Vielleicht konnten wir 2019 nur dank wichtiger Impulse von Walpurgis die Klasse halten, welche erst später gegriffen haben.. Vielleicht, vielleicht, wer weiß das schon? Ihr habt doch überhaupt keinen Einblick!

Natürlich sind letztlich die GF verantwortlich, aber sowohl Minge (und das aus meiner Feder zwinker) als auch Becker haben ihre Kompetenz in Dresden und anderen Stationen ja schon aufblitzen lassen.
Man hat aber das Gefühl, dass diese Händchen mit fortschreitender Dauer im Amt (und damit der Zusammenarbeit mit Walter) irgendwie abstumpfen.

Von Becker klang im Sommer immer wieder durch, dass das "Thema Kader" im Grunde "der Kristian Walter, ein ganz wichtiger Mitarbeiter ... eigentlich mehr als das.." mache. Wenn ich mich recht entsinne, fiel sogar der Titel "Head of Recruitment" - edit: ja, so ist die Jobbezeichnung.
Und auch wenn Walters Arbeit akribisch und systematisiert sein mag (anders geht so ein Job gar nicht) und er "mit Computern arbeitet" (im 21. Jahrhundert vollkommen normal), gehen Anspruch und Wirklichkeit immer wieder stark auseinander und auch viele Transfers, die direkt seinen Stempel tragen, scheitern grandios. Gern nochmal an die Zeit von Minges "Burnout", an Jeremejeff, Stor, Taferner, Möschl, oder eben ganz aktuell zB den Georgier denken, der definitiv nicht von Becker kommt.

Mein Eindruck ist, dass Walter mit seinem System - womoglich nicht mal bewusst - die Entscheidungsträger sukzessive einlullt. Denn mal ehrlich, welcher PROFI mit jahre- nein jahrzehntelanger Erfahrung konnte denn nicht ahnen, dass dieser Kader mit Diawusie und Co Probleme bekommen könnte? Das ist eigentlich absurd und benötigt ein extrem starkes Framing – umso mehr, wenn in der letzten Zweitligasaison ebenfalls der Kader - mit Konsequenz Abstieg ! - komplett überschätzt wurde, man eigentlich doppelt gewarnt sein müsste.

Wo also ist der Lerneffekt?
Der GF wurde getauscht, das Problem scheint weiterhin zu bestehen. Und da ist dann ein Blick auf den gesamten Scoutingbereich inkl. "Head of Recruitment" vielleicht doch nicht so weit hergeholt.


Es klingt alles sehr schön, nur es berührt nicht den entscheidenden Punkt: man kann nur Geld ausgeben was man hat. Oder wünscht sich jemand einen neuen Rolf Otto?

Abgesehen von Schalke u.ä. müssen viele auf Wundertüten setzen, manchmal geht es auf, manchmal nicht. Hinterher ist man immer schlauer.

Der extrem krasse Leistungsabfall hat viel mit Verunsicherung zu tun, und das hat viel mit dem Trainer zu tun. Ich will nicht hoffen, dass es nur Aufschub ist.


Sorry, auch das ist letztlich so ein ständig hervorgekramtes Ammenmärchen.. vom Armenhaus der Liga und vom sparsamen Schotten Mingus.
Ja, wir sind nicht reich. Aber als einer der wenigen Clubs schaffen wir es, in Liga 3 mächtig mit Geld zu wedeln und sind definitiv besser aufgestellt als zB Rostock, die clever und günstig ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Übrigens: Das Defizit der letzten Saison ohne Zuschauer und mit teurem Kader in Liga 3 beläuft sich meinen Informationen nach auf unter 1 Mio Euro, ursprünglich wurden 5-6 einkalkuliert.. Es ist also nicht so, dass wir kurz vor der Insolvenz stehen.

Anyway: Bei all den Beispielen, die ich oben geliefert habe, sind Ablösen geflossen, üblicherweise sogar nicht wenig. 19/20 hatten wir ein Transferdefizit in Millionenhöhe! Das gabs bei keinem Club, der sich nicht für einen Bundesligisten hält. Die Bilanz wurde gerade noch geschönt, indem Tafelsilber wie Koné weit unter Wert verscherbelt wurde (was nach außen gut aussieht, aber intern einen weiteren Verlust bedeutet).

Auch in dieser Saison wurde Geld in die Hand genommen, für Sollbauer, für Borrello, für Kade, usw.
Und auch da kann man zb hinterfragen, ob es ähnliche (oder gar bessere) Qualität hier und da nicht auch ohne Ablöse gegeben hätte.

Das Problem ist nicht in erster Linie das Geld bei Dynamo, sondern der oft wenig effiziente Umgang damit.

Und immer, immer wieder: Ein Abstieg, der auf fahrlässiger Kaderplanung beruht, ist immer teurer (insb. in Opportunitätskosten, also dem, was einem entgeht, gerechnet), als ein Kader, wo es vllt auch mal bisschen kuschelig wird auf der Bank, weil es Alternativen gibt. Auch den aktuellen halte ich mit 2-3 richtigen Verstärkungen trotz Verletzungsmisere für absolut konkurrenzfähig.

Aber irgendwann muss man eben auch in Liga 2 mal die ***** backen zusammenkneifen und sich drauf einlassen. Bisher ist das alles so bipolar, in Liga 3 stellt man sich teilweise Übertruppen zusammen, in Liga 2 regiert das Prinzip Hoffnung mit Regionalligaspielern und A-Junioren.. das passt einfach nicht zusammen, und auch wenn Akoto und Aidonis zb gute Ansätze haben, fehlt in den entscheidenden Momenten einfach was. Inzwischen spricht selbst unser Motivationstrainer von Unvermögen.

Übrigens: Wenn die "Wundertüten" bei den anderen offenbar systematisch besser zünden, dann schauen die offenbar vorher besser in ihre Tüten. Und da sind wir dann wieder bei der Abteilung "Recruitment".

•     •     •

"Das hat nix mit Mathematik zu tun, das ist ganz einfaches Rechnen" - Ralf Minge
Alexander Schmidt [Trainer] |#268
08.11.2021 - 11:38 Uhr
Zitat von Cosmokramer74
Ich finde die heutige Entscheidung gut. Wir haben keine Coachingkrise sondern das Problem eines zu dünnen Kaders und das kann kein Trainer der Welt ändern. Im Gegenteil: das „wir zusammen jetzt“ ist das einzige Pfund, was wir aktuell in die Waagschale werfen können. AS hat gerade zu Beginn der Saison gezeigt, dass er uns Punkte „ercoachen“ kann, das wird auch wieder kommen, solange die Mannschaft mitzieht. Tut sie das nicht, muss man handeln. Das kann man aber notfalls auch noch zur Winterpause tun und dann zusammen mit einem neuen Trainer nach dessen Vorstellung den Kader verstärken. Gehe davon aus, dass es parallel solche Planspiele gibt. Ist auch OK. Keine Garantie, dass es mit AS funktioniert


Also quantitativ ist der Kader sicherlich nicht zu dünn. Wir haben mit 30 Mann einen der größten Zweitligakader. Selbst wenn man die drei Nachwuchskicker rausrechnet, die allein aus regulatorischen Gründen dabei sind, rausrechnet, sind es immer noch 27. In der Defensive haben wir allein 6 IV die alle pot. Stammspieler sind. Auch wenn Knippings Ausfall bitter ist, darf da niemals so ein Hühnerhaufen draus werden. Da ist dann wirklich der Trainer mal gefragt, hier eine neue Hierarchie zu etablieren. Offensiv sieht die Sache anders aus. Da sind wirklich zu viele durchschnittliche Drittligakicker, wie Sohm, Hosiner, Diawusie dabei, bei denen es einfach nicht reicht. Da bleiben dann von nominell 7 Spielern nur noch vier - zwei Verletzte, ein junger in der Formkrise und schon war's das. Da muss dringend was passieren in der Winterpause.

Davon abgesehen finde ich es auch gut, dass man jetzt erstmal und mind. bis zur Winterpause an AS festhält. Das gibt ihm genug Ruhe, um die Probleme rational anzugehen. Ein Trainer der panisch alle möglichen Sachen versucht, weil er bei jedem Spieltag, jeder Niederlage den Rausschmiss fürchten muss, ist das Letzte was wir jetzt brauchen.
Alexander Schmidt [Trainer] |#269
08.11.2021 - 11:43 Uhr
Zitat von Profi078

Es klingt alles sehr schön, nur es berührt nicht den entscheidenden Punkt: man kann nur Geld ausgeben was man hat.


bei Guram Giorbelidze sind doch die Probleme klar offensichtlich. In der Spielerdatenbank wurden einfach die Sprachkenntnisse "übersehen"

Der Spieler klingt absolut perfekt für uns, aber er ist durch unseren Trainer wegen den fehlenden Sprachkenntnissen nicht trainierbar. Da kann der Trainer nix dafür und auch der Spieler kann nix dafür (für den Spieler ist es sogar am schlimmsten -> keine Spielpraxis -> Zukunft ungewiss )

vergessen
2019 erklärte Fielo, ein Grund der schlechten Spiele sein die fehlenden Sprachkenntnisse. Seine Konsequenzen waren dann, er will nur noch Spieler mit Deutschkenntnissen haben und jetzt haben wir wieder die gleiche Nr.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sgdwasnun am 08.11.2021 um 12:05 Uhr bearbeitet
Alexander Schmidt [Trainer] |#270
08.11.2021 - 11:55 Uhr
Zitat von sgdwasnun
Zitat von Profi078

Es klingt alles sehr schön, nur es berührt nicht den entscheidenden Punkt: man kann nur Geld ausgeben was man hat.


bei Guram Giorbelidze sind doch die Probleme klar offensichtlich. In der Spielerdatenbank wurden einfach die Sprachkenntnisse "übersehen"

Der Spieler klingt absolut perfekt für uns, aber er ist durch unseren Trainer wegen den fehlenden Sprachkenntnissen nicht trainierbar. Da kann der Trainer nix dafür und auch der Spieler kann nix dafür (für den Spieler ist es sogar am schlimmsten -> keine Spielpraxis -> Zukunft ungewiss )


Es muss doch einfach möglich sein, in mehreren Monaten auch als "gestresster" Profifussballer die Sprache soweit zu lernen, damit man sich verständigen kann.
Welche Sprache hat er den in Österreich gesprochen?
Sind für mich alles nicht nachzuvollziehende Argumente bzw. billige Ausreden.
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