(Ex-)Co-Trainer | Geideck, Frank
07.02.2007 - 12:56 Uhr
08.02.2007 - 03:10 Uhr
Wollen wir doch mal ehrlich sein: Wer macht denn die Arbeit auf dem Trainingsplatz? TvH steht an der Seitenlinie und grummelt vor sich hin, während "Bübchen" Geideck den Spielern Anweisungen erteilt.
Als ich das letzte Mal beim Training war, war ich schon ein wenig darüber erschrocken, wie teilnahmslos TvH das Ganze mitgemacht hat. Kann natürlich sein, dass er in der Kabine alles anspricht, was aber weniger Sinn macht als Fehler direkt anzusprechen. In Sachen Taktik traue ich Geideck aufgrund seiner Erfahrungen mit Rapolder, TvH und seiner eigenen Spielervergangenheit einiges zu.
Von daher: Super Wahl, auch wenn ich die Befürchtung teile, dass damit ein ganz großer Co-Trainer für die Zukunft verloren geht.
Jetzt noch Onkel Ernst als Chefscout anstellen und alles wird gut... ;)
Als ich das letzte Mal beim Training war, war ich schon ein wenig darüber erschrocken, wie teilnahmslos TvH das Ganze mitgemacht hat. Kann natürlich sein, dass er in der Kabine alles anspricht, was aber weniger Sinn macht als Fehler direkt anzusprechen. In Sachen Taktik traue ich Geideck aufgrund seiner Erfahrungen mit Rapolder, TvH und seiner eigenen Spielervergangenheit einiges zu.
Von daher: Super Wahl, auch wenn ich die Befürchtung teile, dass damit ein ganz großer Co-Trainer für die Zukunft verloren geht.
Jetzt noch Onkel Ernst als Chefscout anstellen und alles wird gut... ;)
09.02.2007 - 06:17 Uhr
Mittendrin statt immer dabei
Kotrainer Geideck steigt ab dem 1. Juli zum Chefcoach auf
Bielefeld. Uwe Rapolder schwärmt seit gemeinsamen Arbeitstagen in Bielefeld von Frank Geideck als "optimalem Kotrainer". Ab 1. Juli ist das Ko zu ersetzen durch Chef: Der langjährige Assistent steigt auf zum sportlich verantwortlichen Mann beim DSC Arminia, für den Geideck seit 1972 fast ununterbrochen als Spieler und Trainer aktiv ist.
Außer Rapolder haben auch Ernst Middendorp, Thomas von Heesen, Hermann Gerland und Benno Möhlmann auf die Fachkenntnisse und die absolute Loyalität Geidecks bauen und vertrauen können. Ein "wunderschöner Job" sei es, im Profigeschäft arbeiten zu dürfen, hat der jetzt 39-Jährige in den zwölf Jahren seiner Ko-Tätigkeit immer wieder erklärt – um stets anzufügen, dass sich für ihn das Thema Aufstieg zum Chef nicht stelle, da er ja keinen Trainerschein besitze.
Wieso jetzt also der Sinneswandel, ist eine Frage, die dem gebürtigen Bielefelder gestern, am Tage der Vertragsunterschrift, natürlich von jedermann gestellt wurde. "Nichts" werde er dazu sagen, erklärte Geideck, da er so kurz vor dem wichtigen Spiel "nicht in irgendeiner Form in Erscheinung treten möchte", die der vollen Konzentration auf die Aufgabe bei Bayern München womöglich schaden könne. Der zukünftige Chef: "Ich bin im Moment Ko-Trainer. Jedweder Kommentar meinerseits brächte nur Sand ins Getriebe. Deswegen gibt es keinerlei Aussagen – nicht einmal über meine Schuhgröße. Ich hoffe, dass dafür jeder Verständnis aufbringt. Und ich hoffe noch mehr, dass sich die Unruhe wegen der Trainernachfolge-Diskussion durch meine Entscheidung nun endlich legt."
Seine grundsätzlichen Ansichten vom modernen Fußball hat der Diplom-Sportlehrer für Prävention und Rehabilitation diverse Male erklärt. Als humoriger Referent bei der "Kopfball-Serie in der Bielefelder Universität sowie bei früheren Kurzzeiteinsätzen als Chef – erstmals am unvergesslichen 20. Oktober 2000, als der damalige Arminia-Keeper Goran Curko während des 0:0 gegen Waldhof Mannheim die Handschuhe auszog und das Tor verließ.
Eine wichtige Geideck-Erkenntnis über den deutschen Fußball: "Wir verharren zu sehr in Positionen, viele Akteure sind zu spezialisiert in ihren Rollen." Zweite Maxime: "Man muss eine klare Vorstellung davon haben, was man spielen will. Wir können nicht einfach nur den Ball nach vorn hauen und schauen, was dann passiert."
Arminias Geschäftsführung hat laut Finanz-Chef Roland Kentsch "ab dem Moment, als Thomas von Heesen zögerlich auf unser außergewöhnlich gutes Angebot reagiert hat", die Nachfolgelösung mit Frank Geideck in Erwägung gezogen. "Fortsetzung des erfolgreichen spielerischen Konzepts, Loyalität und Verlässlichkeit" sollte der neue Chefcoach gewährleisten. Ein Ausschreibungsprofil, wie formuliert für Geideck, aus dessen Vita laut Kentsch erkennbar wird, dass er "seit Jahrzehnten große Verbundenheit zum Verein, gepaart mit hoher Fachkompetenz" einbringt.
Die Gefahr, dass Geideck bei weiterem sportlichen Misserfolg eine problematische Wahl sein könnte, da seine Vita eben auch eng mit der Thomas von Heesens verbunden ist, sieht Kentsch nicht: "Unsere Mannschaft ist gefestigt und breit genug aufgestellt, um bald wieder Dreier zu holen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?cnt=1359593
Kotrainer Geideck steigt ab dem 1. Juli zum Chefcoach auf
Bielefeld. Uwe Rapolder schwärmt seit gemeinsamen Arbeitstagen in Bielefeld von Frank Geideck als "optimalem Kotrainer". Ab 1. Juli ist das Ko zu ersetzen durch Chef: Der langjährige Assistent steigt auf zum sportlich verantwortlichen Mann beim DSC Arminia, für den Geideck seit 1972 fast ununterbrochen als Spieler und Trainer aktiv ist.
Außer Rapolder haben auch Ernst Middendorp, Thomas von Heesen, Hermann Gerland und Benno Möhlmann auf die Fachkenntnisse und die absolute Loyalität Geidecks bauen und vertrauen können. Ein "wunderschöner Job" sei es, im Profigeschäft arbeiten zu dürfen, hat der jetzt 39-Jährige in den zwölf Jahren seiner Ko-Tätigkeit immer wieder erklärt – um stets anzufügen, dass sich für ihn das Thema Aufstieg zum Chef nicht stelle, da er ja keinen Trainerschein besitze.
Wieso jetzt also der Sinneswandel, ist eine Frage, die dem gebürtigen Bielefelder gestern, am Tage der Vertragsunterschrift, natürlich von jedermann gestellt wurde. "Nichts" werde er dazu sagen, erklärte Geideck, da er so kurz vor dem wichtigen Spiel "nicht in irgendeiner Form in Erscheinung treten möchte", die der vollen Konzentration auf die Aufgabe bei Bayern München womöglich schaden könne. Der zukünftige Chef: "Ich bin im Moment Ko-Trainer. Jedweder Kommentar meinerseits brächte nur Sand ins Getriebe. Deswegen gibt es keinerlei Aussagen – nicht einmal über meine Schuhgröße. Ich hoffe, dass dafür jeder Verständnis aufbringt. Und ich hoffe noch mehr, dass sich die Unruhe wegen der Trainernachfolge-Diskussion durch meine Entscheidung nun endlich legt."
Seine grundsätzlichen Ansichten vom modernen Fußball hat der Diplom-Sportlehrer für Prävention und Rehabilitation diverse Male erklärt. Als humoriger Referent bei der "Kopfball-Serie in der Bielefelder Universität sowie bei früheren Kurzzeiteinsätzen als Chef – erstmals am unvergesslichen 20. Oktober 2000, als der damalige Arminia-Keeper Goran Curko während des 0:0 gegen Waldhof Mannheim die Handschuhe auszog und das Tor verließ.
Eine wichtige Geideck-Erkenntnis über den deutschen Fußball: "Wir verharren zu sehr in Positionen, viele Akteure sind zu spezialisiert in ihren Rollen." Zweite Maxime: "Man muss eine klare Vorstellung davon haben, was man spielen will. Wir können nicht einfach nur den Ball nach vorn hauen und schauen, was dann passiert."
Arminias Geschäftsführung hat laut Finanz-Chef Roland Kentsch "ab dem Moment, als Thomas von Heesen zögerlich auf unser außergewöhnlich gutes Angebot reagiert hat", die Nachfolgelösung mit Frank Geideck in Erwägung gezogen. "Fortsetzung des erfolgreichen spielerischen Konzepts, Loyalität und Verlässlichkeit" sollte der neue Chefcoach gewährleisten. Ein Ausschreibungsprofil, wie formuliert für Geideck, aus dessen Vita laut Kentsch erkennbar wird, dass er "seit Jahrzehnten große Verbundenheit zum Verein, gepaart mit hoher Fachkompetenz" einbringt.
Die Gefahr, dass Geideck bei weiterem sportlichen Misserfolg eine problematische Wahl sein könnte, da seine Vita eben auch eng mit der Thomas von Heesens verbunden ist, sieht Kentsch nicht: "Unsere Mannschaft ist gefestigt und breit genug aufgestellt, um bald wieder Dreier zu holen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?cnt=1359593
09.02.2007 - 09:11 Uhr
meiner meinung nach die schlechteste lösung. schade das wars wohl mit der ersten liga :(
09.02.2007 - 20:02 Uhr
Zitat von Nummer 13:
Ich meine er durfte in der Hinrunde ja oft genug über die Woche Chef sein, wenn von Heesen in Köln war, von daher ist er nicht ganz unererfahren.
Hat sich mal jemand die Mühe gemacht herauszubekommen, wie die Mannschaft am Ende dieser Wochen gespielt hat? Gewonnen, unentschieden oder verloren. Dann wissen wir ja, was uns erwartet. :cool
Ich weiß nur dass wir, seitdem TvH den Schein hat, nicht mehr allzu erfolgreich gespielt haben ;)...
Ich meine er durfte in der Hinrunde ja oft genug über die Woche Chef sein, wenn von Heesen in Köln war, von daher ist er nicht ganz unererfahren.
Hat sich mal jemand die Mühe gemacht herauszubekommen, wie die Mannschaft am Ende dieser Wochen gespielt hat? Gewonnen, unentschieden oder verloren. Dann wissen wir ja, was uns erwartet. :cool
Ich weiß nur dass wir, seitdem TvH den Schein hat, nicht mehr allzu erfolgreich gespielt haben ;)...
12.02.2007 - 00:28 Uhr
Jetzt ist es soweit, Frank ist nun schon diese Saison Trainer!
Damit verlieren wir den besten Co der Liga!
Ob wir nun auch einen sehr guten Trainer haben kann ich noch nicht beurteilen.
Ich hätte mir neuen frischen Wind gewünscht aber Geideck wird mit Sicherheit nichts ändern!
Geideck ist zu sehr mit der aktuellen Situation verbunden, um objektive Entscheidungen zu fällen!
Er wird garantiert nichts ändern sonder genau so weiter machen!
Aber Stagnation ist Rückschritt!
Neue Ideen müssen her sonst geht es weiter bergab, denn in den letzten 4 Spielen haben wir uns höchstens 3 echte Chancen erspielt.
So kann es nicht weitergen. Deshalb hätte ich lieber einen neuen anstatt Geideck gesehen.
Aber ich habe mich auch bei Schalke getäuscht und hoffe das es hier genauso ist!
;) Meisterschaft wir kommen ;)
Damit verlieren wir den besten Co der Liga!
Ob wir nun auch einen sehr guten Trainer haben kann ich noch nicht beurteilen.
Ich hätte mir neuen frischen Wind gewünscht aber Geideck wird mit Sicherheit nichts ändern!
Geideck ist zu sehr mit der aktuellen Situation verbunden, um objektive Entscheidungen zu fällen!
Er wird garantiert nichts ändern sonder genau so weiter machen!
Aber Stagnation ist Rückschritt!
Neue Ideen müssen her sonst geht es weiter bergab, denn in den letzten 4 Spielen haben wir uns höchstens 3 echte Chancen erspielt.
So kann es nicht weitergen. Deshalb hätte ich lieber einen neuen anstatt Geideck gesehen.
Aber ich habe mich auch bei Schalke getäuscht und hoffe das es hier genauso ist!
;) Meisterschaft wir kommen ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ugolini am 12.02.2007 um 00:50 Uhr bearbeitet
12.02.2007 - 13:06 Uhr
Zitat von frapa_6002:
Zitat
Zitat von Ugolini:
Ich hätte mir neuen frischen Wind gewünscht aber Geideck wird mit Sicherheit nichts ändern!
Geideck ist zu sehr mit der aktuellen Situation verbunden, um objektive Entscheidungen zu fällen!
Er wird garantiert nichts ändern sonder genau so weiter machen!
Aber Stagnation ist Rückschritt!
Neue Ideen müssen her sonst geht es weiter bergab, denn in den letzten 4 Spielen haben wir uns höchstens 3 echte Chancen erspielt.
So kann es nicht weitergen. Deshalb hätte ich lieber einen neuen anstatt Geideck gesehen.
Ich denke, man sollte Geideck erst mal eine Chance geben.
Es wird sich schon einiges ändern. So weit ich das beurteilen kann, hat Geideck zwar das Training geleitet, personell hat sich TvH aber mit Sicherheit nicht reinreden lassen. Vielleicht bewertet Geideck einige Spieler (Kamper, Eigler, Ndjeng) ja ganz anders?!
Außerdem wurde Geideck ja nicht allein von TvH geprägt; da schlägt mit Sicherheit noch ne ordentliche Portion Middendorp, Möhlmann und - oh Graus - Gerland in Seiner Brust! :)
Natürlich gebe ich ihm eine Chance! Aber trotzdem glaube ich, dass ein anderer mit neuen Ideen nicht schlecht gewesen wäre! Außerdem hat Geideck ja gesagt, dass er nichts verändern möchte.
Wenn ich sehe was für einen erfrischenden Fußball die Mainzer spielen, bin ich richtig neidisch!
Hätte wir gegen die Mainzer am WE gespielt, hätten wir mehr Tore kassiert!
Zitat
Zitat von Ugolini:
Ich hätte mir neuen frischen Wind gewünscht aber Geideck wird mit Sicherheit nichts ändern!
Geideck ist zu sehr mit der aktuellen Situation verbunden, um objektive Entscheidungen zu fällen!
Er wird garantiert nichts ändern sonder genau so weiter machen!
Aber Stagnation ist Rückschritt!
Neue Ideen müssen her sonst geht es weiter bergab, denn in den letzten 4 Spielen haben wir uns höchstens 3 echte Chancen erspielt.
So kann es nicht weitergen. Deshalb hätte ich lieber einen neuen anstatt Geideck gesehen.
Ich denke, man sollte Geideck erst mal eine Chance geben.
Es wird sich schon einiges ändern. So weit ich das beurteilen kann, hat Geideck zwar das Training geleitet, personell hat sich TvH aber mit Sicherheit nicht reinreden lassen. Vielleicht bewertet Geideck einige Spieler (Kamper, Eigler, Ndjeng) ja ganz anders?!
Außerdem wurde Geideck ja nicht allein von TvH geprägt; da schlägt mit Sicherheit noch ne ordentliche Portion Middendorp, Möhlmann und - oh Graus - Gerland in Seiner Brust! :)
Natürlich gebe ich ihm eine Chance! Aber trotzdem glaube ich, dass ein anderer mit neuen Ideen nicht schlecht gewesen wäre! Außerdem hat Geideck ja gesagt, dass er nichts verändern möchte.
Wenn ich sehe was für einen erfrischenden Fußball die Mainzer spielen, bin ich richtig neidisch!
Hätte wir gegen die Mainzer am WE gespielt, hätten wir mehr Tore kassiert!
12.02.2007 - 19:17 Uhr
Bielefeld hofft auf Umschwung - Geideck: «Nur Verpackung ändern»
Nach der Demission von Trainer Thomas von Heesen setzt Arminia Bielefeld auf einen Effekt der Befreiung. «Ich hoffe, dass der Umschwung kommt, sich eine Aufbruchstimmung einstellt», sagte Reinhard Saftig, Manager des seit neun Spielen sieglosen Fußball-Bundesligisten. «Es ist eine große Chance.» Nutzen soll sie der vom Assistenten zum Chefcoach beförderte Frank Geideck, der am Montag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 unterschrieb und bereits das Training leitete. Im Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum trägt der 39 Jahre alte Diplom-Sportlehrer erstmals die Verantwortung. «Es wurde Zeit, dass er Chef wird», meinte Mittelfeldspieler Fatmir Vata nach dem 0:1 bei Bayern München.
Allerdings lassen die Profis von Heesen, der seinen Vertrag über das Saisonende hinaus nicht verlängern wollte, nicht leichten Herzens ziehen. «Der Trainer hat eine sehr gute Rede gehalten. Er hat uns Mut gemacht und uns gebeten, nun Frank zu helfen», berichtete Vata von der Abschiedsansprache am Sonntagabend. Jörg Böhme bedauerte den
Schritt: «Ich kann es nicht verstehen, respektiere es aber.»
Kapitän Mathias Hain hält Geideck trotz der Sympathie für den bisherigen Trainer für eine gute Wahl. «Er war nie Stimmungskanone oder Ohr der Mannschaft. Er hat immer gedacht und gearbeitet wie ein Cheftrainer», meinte er. Geideck setzt auf Kontinuität: «Es wäre Unsinn, etwas völlig Neues zu machen. Manchmal muss man die Verpackung ein wenig verändern, aber der Inhalt bleibt der gleiche.» Und das Ziel auch. Als Tabellenelfter liegt Bielefeld nur noch drei Punkte von einem Abstiegsrang entfernt.
Mit dem Rücktritt des früheren Fußballprofis geht in Bielefeld eine Ära, aber auch ein monatelanges Trainer-Theater zu Ende. «Wir sind das dritte Jahr hintereinander in der Bundesliga und werden ein neues Stadion bauen. Da ist was im Wachsen. Und daran hat auch von Heesen seinen Anteil gehabt», sagte Saftig, der dem scheidenden Coach nicht von Herzen zugetan war. Zwölf Jahre hat von Heesen als Spieler, Teammanager, Sportdirektor und Cheftrainer auf der Alm gewirkt. «Natürlich tut es mir weh, den Verein nach so langer Zeit zu verlassen», bekannte von Heesen.
Allerdings sorgte er auch seit vergangenem Oktober, als sein Team nach einer Serie von Erfolgen sogar UEFA-Cup-Hoffnungen nährte und er den Poker um eine Vertragsverlängerung mit der Arminia eröffnete, für permanente Unruhe. Nachdem sich die Vereinsführung erst zierte, bot sie ihm dann einen neuen Kontrakt mit einer Jahresgage von einer Million Euro an - die von Heesen schließlich ausschlug. Längst ist es ein offenes Geheimnis, dass Borussia Dortmund den 45-Jährigen lockt.
Nach der Demission reagierte der kriselnde Nachbarclub deshalb schnell. «Thomas von Heesens Entscheidung hat überhaupt keine Auswirkung auf Borussia Dortmund», erklärte BVB-Geschäftsführer Hans- Joachim Watzke rasch. Man verschwende keinen Gedanken daran, ihn noch in der Rückrunde zu verpflichten. Es wäre dem derzeitigen Trainer Jürgen Röber gegenüber «unfair, nun einen neuen Mann zu holen».
Quelle: http://transfermarkt.de/de/news/15343/12022007_1717/news/anzeigen.html
Nach der Demission von Trainer Thomas von Heesen setzt Arminia Bielefeld auf einen Effekt der Befreiung. «Ich hoffe, dass der Umschwung kommt, sich eine Aufbruchstimmung einstellt», sagte Reinhard Saftig, Manager des seit neun Spielen sieglosen Fußball-Bundesligisten. «Es ist eine große Chance.» Nutzen soll sie der vom Assistenten zum Chefcoach beförderte Frank Geideck, der am Montag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 unterschrieb und bereits das Training leitete. Im Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum trägt der 39 Jahre alte Diplom-Sportlehrer erstmals die Verantwortung. «Es wurde Zeit, dass er Chef wird», meinte Mittelfeldspieler Fatmir Vata nach dem 0:1 bei Bayern München.
Allerdings lassen die Profis von Heesen, der seinen Vertrag über das Saisonende hinaus nicht verlängern wollte, nicht leichten Herzens ziehen. «Der Trainer hat eine sehr gute Rede gehalten. Er hat uns Mut gemacht und uns gebeten, nun Frank zu helfen», berichtete Vata von der Abschiedsansprache am Sonntagabend. Jörg Böhme bedauerte den
Schritt: «Ich kann es nicht verstehen, respektiere es aber.»
Kapitän Mathias Hain hält Geideck trotz der Sympathie für den bisherigen Trainer für eine gute Wahl. «Er war nie Stimmungskanone oder Ohr der Mannschaft. Er hat immer gedacht und gearbeitet wie ein Cheftrainer», meinte er. Geideck setzt auf Kontinuität: «Es wäre Unsinn, etwas völlig Neues zu machen. Manchmal muss man die Verpackung ein wenig verändern, aber der Inhalt bleibt der gleiche.» Und das Ziel auch. Als Tabellenelfter liegt Bielefeld nur noch drei Punkte von einem Abstiegsrang entfernt.
Mit dem Rücktritt des früheren Fußballprofis geht in Bielefeld eine Ära, aber auch ein monatelanges Trainer-Theater zu Ende. «Wir sind das dritte Jahr hintereinander in der Bundesliga und werden ein neues Stadion bauen. Da ist was im Wachsen. Und daran hat auch von Heesen seinen Anteil gehabt», sagte Saftig, der dem scheidenden Coach nicht von Herzen zugetan war. Zwölf Jahre hat von Heesen als Spieler, Teammanager, Sportdirektor und Cheftrainer auf der Alm gewirkt. «Natürlich tut es mir weh, den Verein nach so langer Zeit zu verlassen», bekannte von Heesen.
Allerdings sorgte er auch seit vergangenem Oktober, als sein Team nach einer Serie von Erfolgen sogar UEFA-Cup-Hoffnungen nährte und er den Poker um eine Vertragsverlängerung mit der Arminia eröffnete, für permanente Unruhe. Nachdem sich die Vereinsführung erst zierte, bot sie ihm dann einen neuen Kontrakt mit einer Jahresgage von einer Million Euro an - die von Heesen schließlich ausschlug. Längst ist es ein offenes Geheimnis, dass Borussia Dortmund den 45-Jährigen lockt.
Nach der Demission reagierte der kriselnde Nachbarclub deshalb schnell. «Thomas von Heesens Entscheidung hat überhaupt keine Auswirkung auf Borussia Dortmund», erklärte BVB-Geschäftsführer Hans- Joachim Watzke rasch. Man verschwende keinen Gedanken daran, ihn noch in der Rückrunde zu verpflichten. Es wäre dem derzeitigen Trainer Jürgen Röber gegenüber «unfair, nun einen neuen Mann zu holen».
Quelle: http://transfermarkt.de/de/news/15343/12022007_1717/news/anzeigen.html
13.02.2007 - 06:06 Uhr
Zitat von Nummer 13:
Kann jemand bitte hier oder im Pressethread die beiden Artikel aus nw-news zu von Heesen und Geideck posten Danke :)
Klar doch: ;)
http://transfermarkt.de/de/forum/29/arminiabielefeld/thread/57540/anzeige.html&p=2#p2469963
Kann jemand bitte hier oder im Pressethread die beiden Artikel aus nw-news zu von Heesen und Geideck posten Danke :)
Klar doch: ;)
http://transfermarkt.de/de/forum/29/arminiabielefeld/thread/57540/anzeige.html&p=2#p2469963
14.02.2007 - 08:51 Uhr
Pressestammtisch mit Frank Geideck
Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Pressegesprächs stand der neue DSC-Cheftrainer Frank Geideck den regionalen Medienvertretern Rede und Antwort. Gäbe es für die Kunst, seine Zuhörer auf charmante Weise und mit viel Witz zu unterhalten, Punkte in der Bundesligatabelle, Frank Geideck hätte den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt bereits am Dienstagnachmittag vollzogen.
Nachdem der 39-Jährige zunächst ausdrücklich betonte, wie schon zu seiner Zeit als Co-Trainer auf eine verbindliche Zusammenarbeit mit der Presse viel Wert zu legen, stellte er sich gut eine Stunde lang den dringendsten Fragen, die sich rund um den Trainerwechsel ergaben.
An der zu Serienbeginn formulierten Zielsetzung Klassenerhalt ändere sich nichts, so Geideck, der seit Wochenbeginn mit Hochdruck daran arbeitet, „den Trend der letzten Spiele zu brechen“. Dabei wünscht sich der neue Chefcoach nichts mehr, als dass „alle Beteiligten an einem Strang ziehen“: „Es geht nur gemeinsam. Schließlich haben Mannschaft, Trainer, Verein und Fans auch das gleiche Ziel.“
Um das zu erreichen, soll möglichst schon am Sonntag der Funke wieder auf die Tribünen der SchücoArena überspringen. „Wir brauchen die Fans“, formulierte er so gleich einen leidenschaftlichen Appell und ergänzte, dass die Bundesliga „jedes Jahr ein Geschenk für Bielefeld“ darstelle. Dafür benötige die Mannschaft die Unterstützung der Fans, die „nach dem Spiel durchaus ihren Unmut äußern“ dürften, jedoch „während des Spiels bedingungslos hinter ihrem Team stehen sollten.“
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=4865
Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Pressegesprächs stand der neue DSC-Cheftrainer Frank Geideck den regionalen Medienvertretern Rede und Antwort. Gäbe es für die Kunst, seine Zuhörer auf charmante Weise und mit viel Witz zu unterhalten, Punkte in der Bundesligatabelle, Frank Geideck hätte den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt bereits am Dienstagnachmittag vollzogen.
Nachdem der 39-Jährige zunächst ausdrücklich betonte, wie schon zu seiner Zeit als Co-Trainer auf eine verbindliche Zusammenarbeit mit der Presse viel Wert zu legen, stellte er sich gut eine Stunde lang den dringendsten Fragen, die sich rund um den Trainerwechsel ergaben.
An der zu Serienbeginn formulierten Zielsetzung Klassenerhalt ändere sich nichts, so Geideck, der seit Wochenbeginn mit Hochdruck daran arbeitet, „den Trend der letzten Spiele zu brechen“. Dabei wünscht sich der neue Chefcoach nichts mehr, als dass „alle Beteiligten an einem Strang ziehen“: „Es geht nur gemeinsam. Schließlich haben Mannschaft, Trainer, Verein und Fans auch das gleiche Ziel.“
Um das zu erreichen, soll möglichst schon am Sonntag der Funke wieder auf die Tribünen der SchücoArena überspringen. „Wir brauchen die Fans“, formulierte er so gleich einen leidenschaftlichen Appell und ergänzte, dass die Bundesliga „jedes Jahr ein Geschenk für Bielefeld“ darstelle. Dafür benötige die Mannschaft die Unterstützung der Fans, die „nach dem Spiel durchaus ihren Unmut äußern“ dürften, jedoch „während des Spiels bedingungslos hinter ihrem Team stehen sollten.“
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=4865
14.02.2007 - 08:59 Uhr
Geidecks Ansichten
Die Lage
Ich sehe sie nicht so schlecht. Wir haben gegen Stuttgart und Gladbach zwei schwache Spiele abgeliefert und müssen den Hebel in der Offensive ansetzen. Gegen Bayern haben wir schon wieder sehr stabil in der Deckung gestanden.
Die Stimmung
Die Leute haben absolut das Recht, ihren Unmut zu äußern. Das sollten sie aber in der Pause und nach dem Spiel tun. Währenddessen brauchen wir die Unterstützung aller, denn den Kampfeswillen kann man dem Team nicht absprechen.
Die Vertragssituation
Ich habe das allein geregelt. Ich glaube, dass es ein falsches Signal gewesen wäre, wenn ich in diesem Verein mit einem Berater angekommen wäre. Zu Inhalten des Vertrags gibt es keinen Kommentar.
Die Geschäftsführung
Ich kann nicht beurteilen, wie es zwischen Slomka und Müller bei Schalke oder Schaaf und Allofs in Bremen aussieht, aber es ist das Optimum, wenn sich Trainer und sportliche Leitung verstehen. Das ist meine wesentliche Überzeugung. Und das war beim DSC auch schon mit Bruchhagen und Gerland sowie Lamm und Middendorp so.
Die Widerstände
Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann werde ich dafür auch gegen Widerstände ankämpfen, egal gegen wen. Wir können uns nicht immer in den Armen liegen, man muss auch mal streiten. Wichtig ist nur, dass wir nach Außen mit einer Stimme sprechen.
Die Torwartfrage
Ich verlasse mich bei diesem Thema ganz auf unseren Torwarttrainer Thomas Schlieck. Das ist auch eine Würdigung seiner Kompetenz.
Die Aufstellung
Die Qualität des Kaders ist hoch. Es gibt Positionen, die vergeben sind, und andere, auf denen es Konkurrenz gibt.
www.nw-news.de
Stallgeruch weicht frischem Wind
ARMINIA: Die ganz besondere Beziehung des neuen Cheftrainers Geideck
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Frank Geideck ist ein rationaler Mensch. Gefühle zeigt er in der Öffentlichkeit so gut wie nie. Um so ungewöhnlicher waren die emotional gefärbten Worte, die er vor kurzem über Arminia Bielefeld sagte: „Ich liebe diesen Verein, aber ich bin nicht mit ihm verheiratet.“ Vor das Standesamt ist Geideck seitdem nicht mit seiner Arminia gezogen. Eine ganz besondere Verbindung ist dennoch entstanden. Seit Montag ist er Cheftrainer des Bundesligisten.
Nach der Rückkehr Arminia Bielefelds in den Profifußball, die er 1995 noch als aktiver Spieler miterlebte und als „Befreiungsschlag für den ganzen Verein“ empfand, dürfte die Beförderung vom Co- zum Cheftrainer der größte Aufstieg für den gebürtigen Bielefelder sein – im 13. Jahr als Assistent diverser Cheftrainer. Lange fühlte sich Geideck in der Rolle des zweiten Mannes wohl. Die Arbeit beim DSC ermöglichte ihm, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Trainingsalltag einzubringen, mit witzigen Typen zu tun zu haben und unterschiedliche Kulturen kennen zu lernen, wie er dem Vereinsmagazin Halbvier erzählte. Dafür nahm er die Abhängigkeit vom Cheftrainer und geringeren Verdienst in Kauf. „Ich habe einen wunderschönen Job“, hat Geideck einmal gesagt.
Die Frage, ob das auch in einem halben Jahr noch gelten könnte, würde Geideck nicht beantworten. Über hypothetische, oder konjunktivisch formulierte Fragen mag er nicht nachdenken: „Das kostet unnötig Kraft.“ Als ihm der Posten des Cheftrainers angeboten wurde, hat er sehr wohl abgewogen und in sich gehorcht. „Privates und Gedanken, die ich für mich behalte“, haben bei der Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt. Letztlich „fühlte er sich reif für die neue Herausforderung“ und sah den Schritt als logische Konsequenz in der Entwicklung des Klubs an. „Wenn wir das fortsetzen wollen, was wir spieltaktisch unter Rapolder begonnen haben, bin ich der Richtige“, wusste Geideck.
Seit seinem Ja-Wort ist viel über den Diplom-Sportlehrer berichtet worden. Frank Geideck ist nichts entgangen. „Mir wird ja nachgesagt, ich hätte Stallgeruch, dann hoffe ich mal, es gelingt mir frischen Wind reinzubringen“, sagt Geideck und liefert mit dieser Aussage ein schönes Beispiel für seinen trockenen Humor. Mit bierernster Mine und feiner Ironie kontert der studierte Diplomsportlehrer manche Anmerkung seiner Gegenüber. Auf dem falschen Fuß erwischt man ihn nie, er verblüfft durch ein umfassendes Allgemeinwissen. So zitierte er mal aus der FAZ, mal aus Psychologie heute.
Außerhalb des Trainingsplatzes sieht man ihn fast immer mit irgendeiner Zeitung unter dem Arm. Er lese eben „gern und viel“. Diese Leidenschaft dürfte in nächster Zeit zu kurz kommen, will der Vater der bald zweijährigen Carlotta Familie und Cheftraineramt unter einen Hut bringen. Er wird es schaffen. Zur Not holt er sich Rat. „Es wäre Unsinn, wenn ich mir nicht Tipps holen würde“, sagt Geideck. Das werde er auch in 15 Jahren noch machen. Das gebietet schon allein die Ratio.
www.nw-news.de
Die Lage
Ich sehe sie nicht so schlecht. Wir haben gegen Stuttgart und Gladbach zwei schwache Spiele abgeliefert und müssen den Hebel in der Offensive ansetzen. Gegen Bayern haben wir schon wieder sehr stabil in der Deckung gestanden.
Die Stimmung
Die Leute haben absolut das Recht, ihren Unmut zu äußern. Das sollten sie aber in der Pause und nach dem Spiel tun. Währenddessen brauchen wir die Unterstützung aller, denn den Kampfeswillen kann man dem Team nicht absprechen.
Die Vertragssituation
Ich habe das allein geregelt. Ich glaube, dass es ein falsches Signal gewesen wäre, wenn ich in diesem Verein mit einem Berater angekommen wäre. Zu Inhalten des Vertrags gibt es keinen Kommentar.
Die Geschäftsführung
Ich kann nicht beurteilen, wie es zwischen Slomka und Müller bei Schalke oder Schaaf und Allofs in Bremen aussieht, aber es ist das Optimum, wenn sich Trainer und sportliche Leitung verstehen. Das ist meine wesentliche Überzeugung. Und das war beim DSC auch schon mit Bruchhagen und Gerland sowie Lamm und Middendorp so.
Die Widerstände
Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann werde ich dafür auch gegen Widerstände ankämpfen, egal gegen wen. Wir können uns nicht immer in den Armen liegen, man muss auch mal streiten. Wichtig ist nur, dass wir nach Außen mit einer Stimme sprechen.
Die Torwartfrage
Ich verlasse mich bei diesem Thema ganz auf unseren Torwarttrainer Thomas Schlieck. Das ist auch eine Würdigung seiner Kompetenz.
Die Aufstellung
Die Qualität des Kaders ist hoch. Es gibt Positionen, die vergeben sind, und andere, auf denen es Konkurrenz gibt.
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Stallgeruch weicht frischem Wind
ARMINIA: Die ganz besondere Beziehung des neuen Cheftrainers Geideck
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Frank Geideck ist ein rationaler Mensch. Gefühle zeigt er in der Öffentlichkeit so gut wie nie. Um so ungewöhnlicher waren die emotional gefärbten Worte, die er vor kurzem über Arminia Bielefeld sagte: „Ich liebe diesen Verein, aber ich bin nicht mit ihm verheiratet.“ Vor das Standesamt ist Geideck seitdem nicht mit seiner Arminia gezogen. Eine ganz besondere Verbindung ist dennoch entstanden. Seit Montag ist er Cheftrainer des Bundesligisten.
Nach der Rückkehr Arminia Bielefelds in den Profifußball, die er 1995 noch als aktiver Spieler miterlebte und als „Befreiungsschlag für den ganzen Verein“ empfand, dürfte die Beförderung vom Co- zum Cheftrainer der größte Aufstieg für den gebürtigen Bielefelder sein – im 13. Jahr als Assistent diverser Cheftrainer. Lange fühlte sich Geideck in der Rolle des zweiten Mannes wohl. Die Arbeit beim DSC ermöglichte ihm, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Trainingsalltag einzubringen, mit witzigen Typen zu tun zu haben und unterschiedliche Kulturen kennen zu lernen, wie er dem Vereinsmagazin Halbvier erzählte. Dafür nahm er die Abhängigkeit vom Cheftrainer und geringeren Verdienst in Kauf. „Ich habe einen wunderschönen Job“, hat Geideck einmal gesagt.
Die Frage, ob das auch in einem halben Jahr noch gelten könnte, würde Geideck nicht beantworten. Über hypothetische, oder konjunktivisch formulierte Fragen mag er nicht nachdenken: „Das kostet unnötig Kraft.“ Als ihm der Posten des Cheftrainers angeboten wurde, hat er sehr wohl abgewogen und in sich gehorcht. „Privates und Gedanken, die ich für mich behalte“, haben bei der Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt. Letztlich „fühlte er sich reif für die neue Herausforderung“ und sah den Schritt als logische Konsequenz in der Entwicklung des Klubs an. „Wenn wir das fortsetzen wollen, was wir spieltaktisch unter Rapolder begonnen haben, bin ich der Richtige“, wusste Geideck.
Seit seinem Ja-Wort ist viel über den Diplom-Sportlehrer berichtet worden. Frank Geideck ist nichts entgangen. „Mir wird ja nachgesagt, ich hätte Stallgeruch, dann hoffe ich mal, es gelingt mir frischen Wind reinzubringen“, sagt Geideck und liefert mit dieser Aussage ein schönes Beispiel für seinen trockenen Humor. Mit bierernster Mine und feiner Ironie kontert der studierte Diplomsportlehrer manche Anmerkung seiner Gegenüber. Auf dem falschen Fuß erwischt man ihn nie, er verblüfft durch ein umfassendes Allgemeinwissen. So zitierte er mal aus der FAZ, mal aus Psychologie heute.
Außerhalb des Trainingsplatzes sieht man ihn fast immer mit irgendeiner Zeitung unter dem Arm. Er lese eben „gern und viel“. Diese Leidenschaft dürfte in nächster Zeit zu kurz kommen, will der Vater der bald zweijährigen Carlotta Familie und Cheftraineramt unter einen Hut bringen. Er wird es schaffen. Zur Not holt er sich Rat. „Es wäre Unsinn, wenn ich mir nicht Tipps holen würde“, sagt Geideck. Das werde er auch in 15 Jahren noch machen. Das gebietet schon allein die Ratio.
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