| Geburtsdatum | 18.09.1995 |
|---|---|
| Alter | 30 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,73m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Zentrales Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 21 | - | 2 | ||
![]() | Cyprus League | 20 | - | 2 | |
![]() | Kypello Kyprou | 1 | - | - | |
#7 Max Meyer
06.02.2014 - 19:04 Uhr
05.03.2018 - 11:34 Uhr
Zitat von 82Schalker82
Es geht nicht nur um die Kompensation im Sinne von Spielern, die eine ähnliche Leistung bringen und einem ähnlichen Wert für die Mannschaft entsprechen.
Was auf Schalke, wirtschaftlich gesehen, passiert, ist eine absolute Katastrophe.
Viele unser Toptalente gehen ablösefrei, weil man Talent nicht erkennt.
Anstatt frühzeitig zu verlängern, wird gewartet, bis Spieler eine sehr gute Saison spielen, nach dem Motto: " Ah, der kann ja doch was".
Sowas darf nicht sein und dies sind Fehler vom Management, jedes Jahr haben wie diese Situation.
Zitat von derroberto
Interessant finde ich noch den Absatz mit Kehrer. Wenn Meyer auch nicht ausreichend geschätzt fühlt und sich zur Marionette des ebenfalls gekränkten Wittmanns wird, ist das eine, aber dass man deshalb scheinbar auf die Vorstellungen und Wünsche Kehrer keine Rolle bei einer möglichen Verlängerung spielen,... oh man.
Wir haben hier alle keine tieferen Einblicke. Das Tam-Tam tut Meyer vielleicht auch mal gut, wenn er auch nicht geschätzt fühlte. Ein wenig könnte ich ihn da auch verstehen.
Beide Seiten müssen einen Kompromiss finden, oder man trennt sich eben. Ein Verbleib würde mich freuen, aber nicht um jeden Preis. Und mit Heidel haben wir da eigentlich den perfekten Mann. Die Medien, die auch natürlich auf die Story der ablösefreien Spieler stürzt und sicherlich einen Vorwurf ans Management stellen wird, sind mir komplett egal und irgendwie habe ich das Vertrauen, dass wir das kompensieren können.
Interessant finde ich noch den Absatz mit Kehrer. Wenn Meyer auch nicht ausreichend geschätzt fühlt und sich zur Marionette des ebenfalls gekränkten Wittmanns wird, ist das eine, aber dass man deshalb scheinbar auf die Vorstellungen und Wünsche Kehrer keine Rolle bei einer möglichen Verlängerung spielen,... oh man.
Wir haben hier alle keine tieferen Einblicke. Das Tam-Tam tut Meyer vielleicht auch mal gut, wenn er auch nicht geschätzt fühlte. Ein wenig könnte ich ihn da auch verstehen.
Beide Seiten müssen einen Kompromiss finden, oder man trennt sich eben. Ein Verbleib würde mich freuen, aber nicht um jeden Preis. Und mit Heidel haben wir da eigentlich den perfekten Mann. Die Medien, die auch natürlich auf die Story der ablösefreien Spieler stürzt und sicherlich einen Vorwurf ans Management stellen wird, sind mir komplett egal und irgendwie habe ich das Vertrauen, dass wir das kompensieren können.
Es geht nicht nur um die Kompensation im Sinne von Spielern, die eine ähnliche Leistung bringen und einem ähnlichen Wert für die Mannschaft entsprechen.
Was auf Schalke, wirtschaftlich gesehen, passiert, ist eine absolute Katastrophe.
Viele unser Toptalente gehen ablösefrei, weil man Talent nicht erkennt.
Anstatt frühzeitig zu verlängern, wird gewartet, bis Spieler eine sehr gute Saison spielen, nach dem Motto: " Ah, der kann ja doch was".
Sowas darf nicht sein und dies sind Fehler vom Management, jedes Jahr haben wie diese Situation.
Das kann man so aber nicht stehen lassen weil es nicht stimmt.
Wir haben nicht jedes Jahr die Situation das wir unsere Toptalente wegen der Fehler des Managements verlieren. Da muss man sich auch mal ehrlich machen und die Umstände im Einzelfall beleuchten.
2016 war Matip einer der Spieler dessen Weggang viele bedauerten, da war der Bursche aber bereits 25 Jahre alt, er bekam die einmalige Chance in die PL zu einem Traditionsverein zu wechseln, nicht nur mehr Geld, sondern Prestige der PL und auch der Wunsch eigene Träume zu verwirklich standen da im Raum. Da kann das Management nur schwerlich gegen argumentieren.
2017 ist Kolasinac gewechselt, hier hat sicher die Möglichkeit bestanden zu verlängern wenn man rechtzeitig gehandelt hätte, aber ernsthaft, wer konnte die Leistungsexplosion von Sead vorhersehen. Als Heidel den Hut in den Verhandlungsring geworfen hat war es zu spät, gegen die Zahlen die da im Raum standen konnte man oder besser wollte man aus Gründen der Gehaltshygiene im Kader nicht überdrehen, ich finde das nachvollziehbar und Verantwortungsbewusst.
2018 ist nun Goretzka an der Reihe. Ich bin ja der Meinung das wir nie ernsthaft eine Chance auf Vertragsverlängerung hatten, weil Leon und sein Berater einen Karriereplan in der Tasche hatten. Der sah bei optimalem Karriereverlauf nie eine Vertragsverlängerung mit Schalke vor. Wir hätten also nur eine Chance auf Vertragsverlängerung gehabt wenn Leon länger und nachhaltig "underperformed" hätte. Bei dieser Konstellation wäre das aber auch für uns weniger interessant gewesen. Und mal ehrlich, dass der FCB für deutsche Nationalspieler das "Non-Plus-Ultra" ist, wenn die wirkliches Interesse zeigen, ist nicht erst seit dieser Saison bekannt.
Bei Meyer ist noch nicht abschließend klar was geschehen wird. Aber die mediale Schlammschlacht die da gerade seitens der Berateragentur von Meyer angeschoben wird spricht für sich. Hier stehen offensichtlich nicht die Interessen des Spielers im Vordergrund, sondern das Ego und Machtgelüste der Berateragentur. Dafür ist man offenbar bereit auch die Karriere des Spielers zu opfern. Ich kann nicht beurteilen ob Meyer in seiner Persönlichkeit so weit gereift und gefestigt ist das er zum Beispiel im Ausland seine Stärken ausspielen kann oder er dort seine Karriere in die falsche Richtung "pushed". Das er sich offenbar bedingungslos in die Hände und Entscheidungsgewalt seiner Berater begibt ist jedenfalls bedenklich. Für mich ist Meyer ein Spieler der ein intaktes Umfeld im Verein und Vertrauen sowie Geduld der Trainer braucht um sein ganzes Potential abzurufen. Das mit dem passenden Trainer hat ja auch bei uns einige Zeit gedauert. Wenn Meyer nicht erkennt da sich seine weitere Karriere nicht am Verhandlungstisch über Machtspielchen seiner Berateragentur entscheidet sondern ausschließlich über ihn selbst und seine Leistungen auf Trainingsplatz und Spielfeld, dann kann man ihm auch nicht helfen.
Über Kehrer muss man jetzt nicht reden, der hat noch Vertrag bis 2019. Aber da haben wir analoge Voraussetzungen wie bei Meyer.
Die "Mär" über entgangene Ablösesummen ist nicht seriös zu diskutieren, weil die Vereine seit dem "Bosman-Urteil" damit einfach nicht mehr planen können. Das so etwas anzustreben ist, steht auf einem anderen Blatt. Es ist uns ja mit Draxler, Neuer und Sane letztlich auch schon erfolgreich gelungen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dreamliner am 05.03.2018 um 11:41 Uhr bearbeitet
05.03.2018 - 14:20 Uhr
Nur mal was allgemeines:
Wenn Meyer keinen Bock mehr auf Schalke hat, ist das okay und sein gutes Recht, zu wechseln. Wäre vielleicht unschön, wenn es unbedingt Bayern oder BVB sein müsste.
Aber was mir ganz und gar nicht gefällt: nach dem Bosman-Urteil sind Vereine nun einmal gef****, wenn sie Spieler ablösefrei verlieren. Genauso wie ein Verein einen Spieler trotz Vertrag i.d.R. wechseln lässt gegen Ablöse, wenn es der Spieler wünscht, sollte es selbstverständlich sein für die Spieler, dass sie den Arbeitgeber nicht gratis verlassen.
Eriksen und Gündogan sind da immer schöne Beispiele für den legitimen Wunsch, den nächsten Karriere-Schritt zu machen und dabei den alten Verein, dem sie eine gute Ausbildung zu verdanken haben, nicht mit heruntergelassenen Hosen stehen zu lassen.
Dass ein Meyer nach 190 Profi-Spielen für den Verein und einigen Jahren in der Schalker Jugend, sich so verhält wie er es bereits tut, finde ich eine Sauerei. Dass Schalke ein bis 15.2. befristetes Angebot unterbreitet ist doch logisch. Wie lange soll der Verein denn zappeln gelassen werden? Kapiert Mäxchen nicht, dass ein Verein Planungssicherheit braucht???
Erschwerend kommt hinzu, dass er natürlich nicht verlängern wird. Wahrscheinlich wechselt er zu den Bayern. Passt doch genau in Ulis Beuteschema: gratis, deutsch, jung.
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese neue Spielergeneration tickt. Aubameyang wird in Dortmund geliebt und reißt alles ein, weil ihm das sche*ßegal ist. Meyer radiert einfach Jahre auf Schalke weg und es juckt ihn nicht, was die Fans denken, wie es dem Verein geht.
Stattdessen 100% auf das eigene monetäre Wohl ausgerichtet, obwohl man Geld und Anstand wunderbar kombinieren könnte.
Ich rege mich schon über euren Meyer und Goretzka auf, obwohl mir das eigentlich Schadenfreude entlocken sollte und Konkurrenz-Schwächung usw.
Das kotzt mich aber nur noch an, weil es eine Pest ist, die inzwischen zur Normalität geworden ist.
Wenn Meyer keinen Bock mehr auf Schalke hat, ist das okay und sein gutes Recht, zu wechseln. Wäre vielleicht unschön, wenn es unbedingt Bayern oder BVB sein müsste.
Aber was mir ganz und gar nicht gefällt: nach dem Bosman-Urteil sind Vereine nun einmal gef****, wenn sie Spieler ablösefrei verlieren. Genauso wie ein Verein einen Spieler trotz Vertrag i.d.R. wechseln lässt gegen Ablöse, wenn es der Spieler wünscht, sollte es selbstverständlich sein für die Spieler, dass sie den Arbeitgeber nicht gratis verlassen.
Eriksen und Gündogan sind da immer schöne Beispiele für den legitimen Wunsch, den nächsten Karriere-Schritt zu machen und dabei den alten Verein, dem sie eine gute Ausbildung zu verdanken haben, nicht mit heruntergelassenen Hosen stehen zu lassen.
Dass ein Meyer nach 190 Profi-Spielen für den Verein und einigen Jahren in der Schalker Jugend, sich so verhält wie er es bereits tut, finde ich eine Sauerei. Dass Schalke ein bis 15.2. befristetes Angebot unterbreitet ist doch logisch. Wie lange soll der Verein denn zappeln gelassen werden? Kapiert Mäxchen nicht, dass ein Verein Planungssicherheit braucht???
Erschwerend kommt hinzu, dass er natürlich nicht verlängern wird. Wahrscheinlich wechselt er zu den Bayern. Passt doch genau in Ulis Beuteschema: gratis, deutsch, jung.
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese neue Spielergeneration tickt. Aubameyang wird in Dortmund geliebt und reißt alles ein, weil ihm das sche*ßegal ist. Meyer radiert einfach Jahre auf Schalke weg und es juckt ihn nicht, was die Fans denken, wie es dem Verein geht.
Stattdessen 100% auf das eigene monetäre Wohl ausgerichtet, obwohl man Geld und Anstand wunderbar kombinieren könnte.
Ich rege mich schon über euren Meyer und Goretzka auf, obwohl mir das eigentlich Schadenfreude entlocken sollte und Konkurrenz-Schwächung usw.
Das kotzt mich aber nur noch an, weil es eine Pest ist, die inzwischen zur Normalität geworden ist.
05.03.2018 - 15:15 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Du machst hier einen kleinen Fehler. Meyer ist angestellter beim Fc Schalke 04, nicht Fan. Der hat eine ganz andere Bindung zum Verein, als wir diese haben. Der ist uns nichts schuldig und erfüllt seinen Vertrag. Wir haben ihn ausgebildet und ihm einen Platz im Kader gegeben, dafür hat er seinen Teil erfüllt und Fußball gespielt und alles das getan, was man von ihm erwarten konnte. Der hat uns genau das gegeben, was wir uns von ihm erhofft haben und hat quasi jede Saison zur Stammmannschaft gehört. Sollte er uns jetzt noch Ablöse bringen, dann wäre es Zubrot. Das muss Meyer uns aber nicht schenken, in der Hinsicht ist er uns einfach gar nichts schuldig.
Ich verstehe wirklich nicht, warum Meyer dafür zu sorgen hat, dass wir noch eine Ablöse bekommen sollen. Im besten Fall soll er dann noch auf ein Handgeld in achtstelliger Höhe verzichten. Sorry, aber das ist doch nur realitätsfern und fanverblendeter Quatsch. Meyer ist Arbeitnehmer von Schalke, Schalke hat einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe. Es muss ihn doch nicht interessieren, ob wir dadurch finanziell geschwächt werden. Ich wiederhole mich zwar, aber Meyer ist von Beruf Fußballer, nicht Fan.
Dass wir jetzt ohne Ablöse darstehen ist zwar blöd, aber in keinster Wiese Meyers "Schuld".
Es wird immer zwei, drei Ausnahmen geben die einem Verein helfen, aber macht es Sinn aufgrund dieser Ausnahmen zu argumentieren? Ich finde nicht.
05.03.2018 - 16:41 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Nur mal was allgemeines:
Wenn Meyer keinen Bock mehr auf Schalke hat, ist das okay und sein gutes Recht, zu wechseln. Wäre vielleicht unschön, wenn es unbedingt Bayern oder BVB sein müsste.
Aber was mir ganz und gar nicht gefällt: nach dem Bosman-Urteil sind Vereine nun einmal gef****, wenn sie Spieler ablösefrei verlieren. Genauso wie ein Verein einen Spieler trotz Vertrag i.d.R. wechseln lässt gegen Ablöse, wenn es der Spieler wünscht, sollte es selbstverständlich sein für die Spieler, dass sie den Arbeitgeber nicht gratis verlassen.
Eriksen und Gündogan sind da immer schöne Beispiele für den legitimen Wunsch, den nächsten Karriere-Schritt zu machen und dabei den alten Verein, dem sie eine gute Ausbildung zu verdanken haben, nicht mit heruntergelassenen Hosen stehen zu lassen.
Dass ein Meyer nach 190 Profi-Spielen für den Verein und einigen Jahren in der Schalker Jugend, sich so verhält wie er es bereits tut, finde ich eine Sauerei. Dass Schalke ein bis 15.2. befristetes Angebot unterbreitet ist doch logisch. Wie lange soll der Verein denn zappeln gelassen werden? Kapiert Mäxchen nicht, dass ein Verein Planungssicherheit braucht???
Erschwerend kommt hinzu, dass er natürlich nicht verlängern wird. Wahrscheinlich wechselt er zu den Bayern. Passt doch genau in Ulis Beuteschema: gratis, deutsch, jung.
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese neue Spielergeneration tickt. Aubameyang wird in Dortmund geliebt und reißt alles ein, weil ihm das sche*ßegal ist. Meyer radiert einfach Jahre auf Schalke weg und es juckt ihn nicht, was die Fans denken, wie es dem Verein geht.
Stattdessen 100% auf das eigene monetäre Wohl ausgerichtet, obwohl man Geld und Anstand wunderbar kombinieren könnte.
Ich rege mich schon über euren Meyer und Goretzka auf, obwohl mir das eigentlich Schadenfreude entlocken sollte und Konkurrenz-Schwächung usw.
Das kotzt mich aber nur noch an, weil es eine Pest ist, die inzwischen zur Normalität geworden ist.
Nur mal was allgemeines:
Wenn Meyer keinen Bock mehr auf Schalke hat, ist das okay und sein gutes Recht, zu wechseln. Wäre vielleicht unschön, wenn es unbedingt Bayern oder BVB sein müsste.
Aber was mir ganz und gar nicht gefällt: nach dem Bosman-Urteil sind Vereine nun einmal gef****, wenn sie Spieler ablösefrei verlieren. Genauso wie ein Verein einen Spieler trotz Vertrag i.d.R. wechseln lässt gegen Ablöse, wenn es der Spieler wünscht, sollte es selbstverständlich sein für die Spieler, dass sie den Arbeitgeber nicht gratis verlassen.
Eriksen und Gündogan sind da immer schöne Beispiele für den legitimen Wunsch, den nächsten Karriere-Schritt zu machen und dabei den alten Verein, dem sie eine gute Ausbildung zu verdanken haben, nicht mit heruntergelassenen Hosen stehen zu lassen.
Dass ein Meyer nach 190 Profi-Spielen für den Verein und einigen Jahren in der Schalker Jugend, sich so verhält wie er es bereits tut, finde ich eine Sauerei. Dass Schalke ein bis 15.2. befristetes Angebot unterbreitet ist doch logisch. Wie lange soll der Verein denn zappeln gelassen werden? Kapiert Mäxchen nicht, dass ein Verein Planungssicherheit braucht???
Erschwerend kommt hinzu, dass er natürlich nicht verlängern wird. Wahrscheinlich wechselt er zu den Bayern. Passt doch genau in Ulis Beuteschema: gratis, deutsch, jung.
Mensch Meyer, man kann auch einfach mal den Vertrag um 1 Jahr verlängern mit niedriger 20 Mio AK und dann im Sommer mit einer guten Portion Respekt wechseln. Hat Eriksen genauso gemacht, Gündogan hat dem BVB sogar knapp 30 Mio auf diese Art verschafft. Hat den abnehmenden Verein in keinster Weise abgeschreckt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese neue Spielergeneration tickt. Aubameyang wird in Dortmund geliebt und reißt alles ein, weil ihm das sche*ßegal ist. Meyer radiert einfach Jahre auf Schalke weg und es juckt ihn nicht, was die Fans denken, wie es dem Verein geht.
Stattdessen 100% auf das eigene monetäre Wohl ausgerichtet, obwohl man Geld und Anstand wunderbar kombinieren könnte.
Ich rege mich schon über euren Meyer und Goretzka auf, obwohl mir das eigentlich Schadenfreude entlocken sollte und Konkurrenz-Schwächung usw.
Das kotzt mich aber nur noch an, weil es eine Pest ist, die inzwischen zur Normalität geworden ist.
Deine Anteilnahme in allen Ehren das wir für Goretzka und Meyer keine Ablöse erhalten, aber das Bosman Urteil ist jetzt schon 23 Jahre her, sich darüber noch zu Ärgern ist vergeudete Lebenszeit. Jammern könnte man als Schalker in der Tat wenn Meyer zum BVB wechselt, doch dies sehe ich bisher nicht. Die Frage ob Meyer eine moralische Verpflichtung oder dem Verein etwas schuldig ist wurde vom - User Mattono - ausführlich und schlüssig beantwortet. Meyer ist dem Verein maximal sportliche Leistungen bis zum Vertragende sowie eine respektvolle Haltung und Antwort auf das übermittelte Angebot schuldig. wobei er letzteres in die Hände seiner Berater gegeben hat.
Natürlich sieht die Situation gerade unglücklich und maximal verfahren aus. Dies rechne ich aber Meyer nicht einmal an, der Junge ist 22 Jahre alt und in 10 Jahren mit mehr Lebenserfahrung wird er sicher auch anders auf die jetzige Lage zurück blicken. Das Thema muss jetzt einfach mal runterkochen und dann wird man sehen wie es ausgeht.
Versichern kann ich Dir aber das weder Manager noch Trainer wegen Meyer und Goretzka mit herunter gelassenen Hosen dastehen. Ob der feststehende Abgang von Goretzka und der mögliche Abgang von Meyer tatsächlich in der neuen Saison eine Schwächung bedeuten müssen, wird sich zeigen, die Chance das das nicht so sein wird stehen mMn. nicht schlecht. Ich bin weiterhin der Ansicht das wir unseren Königstransfer im letzten Sommer getätigt haben, und das war Tedesco. Den Abgesang auf Schalke habe ich schon so oft gehört, zuletzt vor dieser Saison, in allen Konkurrenz-Foren war zu lesen das wir maximal im Mittelmaß enden, z.B. Köln, Hoffenheim, Hertha, Gladbach und wie sie alle heißen eine goldene Zukunft haben, im Aufbruch sind und uns überholen werden. Die Realitäten sehen anders aus, die Entwicklung ist positiv und die Aussichten nicht gar so schlecht wie sie uns manche wünschen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dreamliner am 05.03.2018 um 16:50 Uhr bearbeitet
06.03.2018 - 11:18 Uhr
Ich sehe der Sache inzwischen ziemlich gelassen entgegen...
Wie der allgemeine Ton hier schon sagt: Wir können sicherlich den Spieler ersetzen. Unabhängig von der Qualitätsfrage werden wir auch bei einem Meyer-Abgang noch 11 Spieler auf den Platz stellen können.
Wenn die geforderte Wertschätzung ist, dass Meyer bei uns Thema Nummer 1 ist und wir uns bei einem Abgang vom Meisterschaftsbetrieb abmelden müssen, dann bin ich absolut zufrieden mit der Wertschätzung, die der Spieler/Berater aktuell bei Heidel genießt.
Will er gehen, kann er gehen. Wir haben mit Bentaleb, McKennie, Schöpf und Harit schon 4 junge Spieler, die die Abgänge von Goretzka und eventuell Meyer auffangen können. Mit diesem Gerüst und 1-2 günstigen Zugängen hat man wieder ein starkes Zentrum.
Ich habe gelesen, dass der Spieler am längeren Hebel sitzt: Nur, wenn der Verein das zulässt. Wir sind überhaupt nicht abhängig von dem Spieler, es gibt genug andere Spieler auf dem Markt oder in unserem Verein.
Sucht Meyer sich einen neuen Verein, kann er dort von vorne anfangen und sich dort ein Standing erarbeiten. Kostet ihn sicherlich deutlich mehr Energie als hier zu spielen, wo er bekannt ist und sich auskennt.
Auf mich wirkt diese Geschichte ein wenig wie die von Holtby, der hier zum Stammspieler reifte, heimisch war und dann schnell seinen großen Traum von England wahr machen wollte. Hat nie mehr irgendwo Fuß gefasst, obwohl die Qualität zweifelsfrei vorhanden ist/war.
Ich wünsche Meyer nichts Schlechtes, doch ich habe das Gefühl, dass die ganze Sache für ihn eher in die Hose geht als für uns.
Wie der allgemeine Ton hier schon sagt: Wir können sicherlich den Spieler ersetzen. Unabhängig von der Qualitätsfrage werden wir auch bei einem Meyer-Abgang noch 11 Spieler auf den Platz stellen können.
Wenn die geforderte Wertschätzung ist, dass Meyer bei uns Thema Nummer 1 ist und wir uns bei einem Abgang vom Meisterschaftsbetrieb abmelden müssen, dann bin ich absolut zufrieden mit der Wertschätzung, die der Spieler/Berater aktuell bei Heidel genießt.
Will er gehen, kann er gehen. Wir haben mit Bentaleb, McKennie, Schöpf und Harit schon 4 junge Spieler, die die Abgänge von Goretzka und eventuell Meyer auffangen können. Mit diesem Gerüst und 1-2 günstigen Zugängen hat man wieder ein starkes Zentrum.
Ich habe gelesen, dass der Spieler am längeren Hebel sitzt: Nur, wenn der Verein das zulässt. Wir sind überhaupt nicht abhängig von dem Spieler, es gibt genug andere Spieler auf dem Markt oder in unserem Verein.
Sucht Meyer sich einen neuen Verein, kann er dort von vorne anfangen und sich dort ein Standing erarbeiten. Kostet ihn sicherlich deutlich mehr Energie als hier zu spielen, wo er bekannt ist und sich auskennt.
Auf mich wirkt diese Geschichte ein wenig wie die von Holtby, der hier zum Stammspieler reifte, heimisch war und dann schnell seinen großen Traum von England wahr machen wollte. Hat nie mehr irgendwo Fuß gefasst, obwohl die Qualität zweifelsfrei vorhanden ist/war.
Ich wünsche Meyer nichts Schlechtes, doch ich habe das Gefühl, dass die ganze Sache für ihn eher in die Hose geht als für uns.
06.03.2018 - 18:12 Uhr
Zitat von MiosDios86
...)
Diese Menschen, die wir erst erschaffen haben in der Knappenschmiede, besitzen die Frechheit uns öffentlich über ihre Berater zu demütigen.
(...)
...)
Diese Menschen, die wir erst erschaffen haben in der Knappenschmiede, besitzen die Frechheit uns öffentlich über ihre Berater zu demütigen.
(...)
Nun mal halblang. Du bist ein wenig über der akzeptablen Melodramatik Linie mit dem Post.
Wir haben hier niemanden erschaffen! Wir haben hochveranlagten Talenten die Möglichkeit geboten für uns in der Bundesliga Leistungen zu bringen, die uns wiederum zu Gute kommen. Wir bezahlen Spieler dafür hier Leistungen zu bringen und alles darüber hinaus ist gern gesehen.
Es ist nun wirklich nicht so, dass wir mit Goretzka oder Meyer bis in diese Saison gegangen sind obwohl sie absolute Graupen sind. Bevor nicht ein Halb-Invalide mit zwei linken Füßen für die erste Mannschaft kickt (Hier dann einen Spieler einfügen für den Zitate-Thread), haben wir hier niemanden erschaffen oder über seine Maße bevorteilt.
Sicher ist es schade, wenn wir jetzt von manchem Talent offenbar weniger direkte Wertschätzung erfahren in Form von Verlängerungen trotz überlegender Verhandlungsposition des Spielers - nun ist das aber professioneller Sport. Es hat seinen Grund warum Fälle wie bei Gündogan, oder anderen Spielern die den Vertrag noch einmal verlängern um Ablöse für den Verein zu generieren, eben so besonders und hervorzuheben sind.
Ich finde das alles auch nicht geil. Empfinde die gesamte Außendarstellung von Meyer und Goretzka während der Vertragsgespräche äußerst fragwürdig - aber das Vokabular was Du in Deinem Beitrag verwendest wirkt fast schon hysterisch angesichts der Situation.
Spieler kommen, Spieler gehen. Wir schenken keinem Spieler einen Profivertrag nur weil er unseren Verein geil findet und kein Spieler mit größeren Möglichkeiten gibt selbstverständlich seine Karriere für uns auf.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Socke04 am 06.03.2018 um 18:30 Uhr bearbeitet
06.03.2018 - 21:46 Uhr
Zitat von Socke04
und kein Spieler mit größeren Möglichkeiten gibt selbstverständlich seine Karriere für uns auf.
und kein Spieler mit größeren Möglichkeiten gibt selbstverständlich seine Karriere für uns auf.
Unglücklicher Satz, auch wenn ich weiß, wie du es gemeint hattest.
Aber weniger auf dich, sondern mehr auf den Satz bezogen, möchte ich dazu folgendes sagen:
Wir sprechen hier von Spielern/Talenten, die sich um die 20 Jahre befinden. Also von blutjungen Spielern, denen, wenn nichts dramatisches passiert, noch eine über 10jährige Karriere bevorsteht. Und es wirkt sich weder hemmend noch tödlich auf deren Karrieren aus, wenn sie sich dazu entschließen, erst mit einem Alter von 24/25 Jahren den nächsten Schritt zu einem Weltklub zu gehen. Sie spielen auch nicht beim FC HinterdemWald, sondern bei einem ambionierten Klub mit fast schon garantierter europäischer Fussballbühne, in einer großen Liga, wo dieser Klub immer wieder den Weg zur Nationaelf aufbietet. Wie gesagt, ich weiß wie du es meintest, deshalb nicht gegen dich gerichtet.
Zum eigentlich Kern meines Standpunktes in der ganzen Thematik. Ich hatte es schon mal erwähnt, dass es mir sekundär um Meyer geht, sondern primär um die Sache geht, die will ich versuchen zu erläutern, da du mir einen guten Anhaltspunkt geliefert hattest.
Um was geht es mir also wirklich ? Es geht mir um die Bewusstheits-Beschaffung bei Talenten, es geht mir um den sportlichen und wirtschaftlichen Aspekt für diesen Klub, es geht mit darum, den Anspruchsdenken gerecht werden zu können, um das zu werden, was dieser Klub darstellen will und auch muss - ein Topklub im europäischen Fussball.
Schalke hat vor einigen Jahren einen grandiosen Weg eingeschlagen bzw. geebnet u.a mit der Knappenschmiede. Sich bewusst für junge und formbare Spieler/Talente entschieden um sich sportlich oder wirtschaftlich in andere/höhere Region vordringen zu können. Inzwischen muss der Klub leider die schmerzhafte Erfahrung machen, die aus meiner Sicht inzwischen schon eine beispielose Erfahrung ist/ verglichen mit dem Ausmaß, das die Ernte andere Vereine davon tragen oder die Spieler selber (Finanziell - die Ablöse wird sich quasi selber in die Tasche gesteckt).
Diese Philosophie ist nichts besonderes, Atletico fuhr und fährt sie weiterhin jahrelang, aber was ist der gravierende Unterschied dabei ? Wenn es zu Wechselgedanken kommt: Loyalität zueinander wäre der falsche Begriff bzw. Ausdruck, ich würde es eher das Bewusstsein nennen, etwas was diese Spieler/Talente dort oft haben, nämlich zu verinnerlichen, was gab und gibt mir der Klub und was kann ich ihnen zurückgeben. Den Verein zu belügen, eklige Hinhaltetaktiken um am Ende den jackpott abzugreifen oder das Volk bzw. die Fangemeinschaft vorzuführen stehen da nicht gerade an der Tagesordnung.
Um darauf genauer eingehen zu wollen, vorab aber an Runaway gerichtet, werden wir niemals die gleiche Meinung haben:
Der Klub investiert Zeit, Geduld und teils Geld um Talente zu formen bzw. formen zu können um in erster Linie sportlich davon profitieren zu können - heißt - auch den Talenten ist bewusst gemacht wurden, was man mit ihnen vor hat. Dabei durchlaufen sie verschiedene Entwicklungsstände, einige überspringen welche, andere brauchen 4 Jahre und den (!) Trainer um es vom Talent zum Leistungsträger zu schaffen, oder anders gesagt, dann gibt's diese Härtefälle - wobei da die Geduld des Klub gefragt ist. Wenn diese Spieler/Talente, die uns die letzten 3-4 Jahre verlassen haben und auf dem Entwicklungsstand eines Leistungsträger gelangt sind, sich dazu entschlossen hätten, noch 1-3 Jahre für diesen Klub zu spielen, anstatt sich bereits nach der ersten guten Saison als Leistungsträger abzuwenden um sich einen neuen Klub anzuschließen, würde der Klub davon profitieren worauf er jahrelang hinausgearbeitet hatte. Es ist auch nicht so, dass Sie dafür nicht bezahlt werden. Sollte dieses nicht möglich sein, da der Klub nunmal auch keinen gefangen hält (Sane, Draxler), tritt halt eine Lösung ein, die ebenso zur vorgesehenen Philosophie gehört - eine Ablöse zur generieren. Doch auf Schalke findet etwas statt, was traditionell arbeitenden Klubs die Beine wegreißt und dieses über jahre hinweg stattfindenden Transfers-Konzept einfach zerstört. Legt man diesem Ganzen dann noch das Verhalten dieser Spieler hinzu, erfährt man nach all den Jahren, dass diese Spieler nicht das Bewusstsein verinnerlicht hatten, was dieser Klub so gebraucht und geholfen hätte - der Klub geht davon zwar nicht unter, er wird aber mindestens stagnieren. Und dieses dann auch noch quasi zu tolerieren, in dem man mit noch mehr Geld wirft, was diesen Spieler gar nicht mehr gerecht werden würde oder hinterherlaufen zu müssen, halte ich für sehr bedenklich und kann nicht die Position von Schalke 04 sein. Bildlich dargestellt: Die Spieler rennen aus der Geschäftsstelle nach dem schlagen des Alarms (symbolisch für Offiziell-Vertragsende) wie nach einem Banküberfall, ebenfalls vollgepackt mit dicken Scheinen, um es auf ihr ohnehin schon vollgepackten Konto zu schaffen und springen in's nächststehende Auto mit einem Weltklub-Emblem auf der Motorhaube.
Ich habe vollstes Verständnis wenn eines unserer Talente wechseln will oder es in Zukunft vor hat, ich muss nicht einmal zwingend die Gründe dafür wissen, doch dann sollte er doch dem Klub auch etwas zurückgeben und wenigstens uns die Ablöse erlassen, wenn man schon nicht helfen will bzw. überhaupt jetzt erst auch in der Lage ist durch sein Entwicklungsstand/Leistungsträger, dem Klub ein neues & höheres sportliches Level zu ermöglichen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RGB277740 am 06.03.2018 um 22:06 Uhr bearbeitet
07.03.2018 - 15:07 Uhr
Zitat von SebbiR94
Nur erzielen Spieler durch Gehälter, Prämien, Sponsoringverträge etc. durchaus Umsätze wie kleine Unternehmen. Das ist ein hoher administrativer (Steuern etc.) und organisatorischer (Anfragen, Interviews, etc.) Aufwand. Dazu kommt die Planung der Zukunft, Verträge, PR (etwa durch Social Media), Marketing (viele Fußballer sind heute eine Marke) und vieles mehr. Das willst du alles noch neben dem Fußball regeln? Der Berater sitzt da ja nicht nur und sagt ja und nein zu Vertragsangeboten. Der kümmert sich um Steuern, die Kommunikation, die Positionierung des Spielers und so weiter. Heutzutage ist das ganze Drumherum um den Fußball so facettenreich, dass die Notwendigkeit eines Beraters schon gegeben ist.
Der Punkt in welchem ich dir zustimme ist jedoch, dass die Anwesenheit eines Beraters nicht gleich bedeutet, dass du deinen Kopf ausschalten darfst. Es sollte dich schon interessieren und man sollte auch verstehen was der Berater tut, wie er es tut, warum er es tut und dich selbstverständlich so einarbeiten, dass du jeder Zeit angeben kannst was du willst. Er ist schließlich nur der Berater, nicht der Entscheider.
Und da liegt das Problem bei Max Meyer. Je länger diese Posse andauert, desto mehr verfestigt sich das Gefühl, dass er nicht der Entscheider ist, sondern sein Berater. Sei es aus Desinteresse, mangelnder Kompetenz oder weil er es mit sich machen lässt - alle Optionen sind gleich schlecht. Und so unglücklich Goretzkas Abgang auch gelaufen ist, hatte man immer das Gefühl, dass es um ihn geht. Seine Zukunft, seine Karriere. Bei Max scheint es so, als seien er und seine Karriere nur Nebenstehende bei einer Auseinandersetzung zwischen Heidel und Wittmann.
Nur erzielen Spieler durch Gehälter, Prämien, Sponsoringverträge etc. durchaus Umsätze wie kleine Unternehmen. Das ist ein hoher administrativer (Steuern etc.) und organisatorischer (Anfragen, Interviews, etc.) Aufwand. Dazu kommt die Planung der Zukunft, Verträge, PR (etwa durch Social Media), Marketing (viele Fußballer sind heute eine Marke) und vieles mehr. Das willst du alles noch neben dem Fußball regeln? Der Berater sitzt da ja nicht nur und sagt ja und nein zu Vertragsangeboten. Der kümmert sich um Steuern, die Kommunikation, die Positionierung des Spielers und so weiter. Heutzutage ist das ganze Drumherum um den Fußball so facettenreich, dass die Notwendigkeit eines Beraters schon gegeben ist.
Der Punkt in welchem ich dir zustimme ist jedoch, dass die Anwesenheit eines Beraters nicht gleich bedeutet, dass du deinen Kopf ausschalten darfst. Es sollte dich schon interessieren und man sollte auch verstehen was der Berater tut, wie er es tut, warum er es tut und dich selbstverständlich so einarbeiten, dass du jeder Zeit angeben kannst was du willst. Er ist schließlich nur der Berater, nicht der Entscheider.
Und da liegt das Problem bei Max Meyer. Je länger diese Posse andauert, desto mehr verfestigt sich das Gefühl, dass er nicht der Entscheider ist, sondern sein Berater. Sei es aus Desinteresse, mangelnder Kompetenz oder weil er es mit sich machen lässt - alle Optionen sind gleich schlecht. Und so unglücklich Goretzkas Abgang auch gelaufen ist, hatte man immer das Gefühl, dass es um ihn geht. Seine Zukunft, seine Karriere. Bei Max scheint es so, als seien er und seine Karriere nur Nebenstehende bei einer Auseinandersetzung zwischen Heidel und Wittmann.
Genau das scheint momentan die Frage zu sein. Gerade bei den Summen, die im heutigen Fußball bewegt werden - du hast es angedeutet - bewwerte ich die Rolle des Beraters auch gar nicht so schlecht. Berater haben ja allgemein ein akutes Imageproblem, aber wie du schon sagst: ohne geht es ja irgendwie auch nicht mehr. Der Nutzen, den man als Spieler aus einem Berater ziehen kann, ist viel größer als die materiellen und imateriellen Kosten, die damit einhergehen, wenn ein Spieler sich hinter seinem Berater versteckt.
Andererseits muss auch Meyer klar sein, dass unterm Strich nicht Wittmann seinen Dieter unter den Vertrag setzen muss, sondern er selbst. Nicht Wittmann geht im Falle eines Wechsels ins Risiko, sondern Meyer. Nicht Wittmann's Karriere steht hier auf dem Spiel. Eigentlich schätze ich Meyer auch als intelligent genug ein, das zu wissen.
Genau wie scheinbar auch Heidel geht mir die ganze Leier inzwischen in erster Linie extrem auf die Nerven. Ich kann diese komische Geschichte nur noch mit Sarkasmus ertragen. Übrigens hat ein gewisser Johann Wolfgang von Goethe die aktuelle Situation in einem schönen Gedicht verarbeitet:
Wer verhandelt so spät durch Nacht und Wind?
Es ist Herr Heidel mit ROGON's Klient
Er hat Max Meyer wohl am Arm
Er hält ihn sicher mit seinem Charme
Mein Spieler, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst, Heidel, du den Wittmann nicht?
Den Beraterkönig mit Kron' und Schweif,
Mein Meyer, es ist ein Nebelstreif.
"Du lieber Meyer, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
Manch' große Verträge sind im Angebot
Arsenal hat manch schönes Trikot." -
"Mein Heidel, mein Heidel, und hörest du nicht,
was Roger Wittmann mir leise verspricht?"
- "Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Meyer;
in dünnem Geschwafel ergeht sich dieser Geier."
"Willst, Max Meyer, du mit mir gehn?
Andere Vereine sollen dich warten schön.
Die Trainer führen den täglichen Reihn
und lügen und kuschen und schmeicheln dir ein." -
"Mein Heidel, mein Heidel, und siehst du nicht dort,
Wittmann's Vereine am düstern Ort?" -
"Mein Meyer, mein Meyer, ich seh' es genau:
Es scheinen die großen Namen so grau"
"Ich will dich, mich reizt dein Spiel auf dem Feld
Und bist du nicht willig, so gibt's halt mehr Geld." -
"Mein Heidel, mein Heidel, jetzt pack' ich es an!
Wittmann hat mir einen Gefallen getan"
Dem Heidel grauset's; er verhandelt geschwind,
mit ihm am Tisch der ächzende Klient.
Erreicht ein Angebot mit müh und Not.
In seinen Armen, Meyer's Karriere war tot.
Der Beraterkönig - eine Variation auf Johann-Wolfgang von Goethe
16.03.2018 - 10:19 Uhr
Zitat von E-Technik
Zitat von Soul65
von daher hoffe ich eben noch, das beide seiten sich nochmal einen ruck geben und die sache klären.
Was für einen "Ruck" erwartest du von Heidel? Es gab von ihm zwei konkrete, vermutlich gut dotierte Vertragsangebote, die Wittmann beide ignoriert hat. Wenn man dazu auch die kolportierten Kabinenaussagen Meyers berücksichtigt, gepaart mit dem dreisten Auftreten seines Beraters, ergibt sich da schon ein relativ scharfes Bild. Heidel wird das zu berücksichtigen wissen bei zukünftigen Spielerangeboten dieser Agentur.von daher hoffe ich eben noch, das beide seiten sich nochmal einen ruck geben und die sache klären.
Eben.
Es wurde auch schon genügend durchgekaut und anscheinend haben sich noch nicht alle mit der Thematik genau beschäftigt.
Hier geht es klar in Richtung Trennung. Und das ist auch gut so, ansonsten hätte man hier ein ganz falsches Zeichen gesetzt. Denn unvorstellbar, das ein Wittmann auch noch ausgerechnet bei Heidel auf ihn zu geht und Fehler eingestehen müsste - das wäre schon sicherlich die Höchststrafe für diesen Mann.
Heidel selber würde sich Verhandlungen nicht verweigern, aber er kann und wird nicht den Schritt auf Wittmann zu gehen, den muss schon Meyer‘s Berater tun. Heidel hat sich nichts vorzuwerfen.
Und wenn Mäxchen hier unbedingt bleiben will, dann wäre es schon zu Gesprächen gekommen auf Drängen seinerseits. Hätte sich sein Berater aber verweigert, dann hätte der Max schon ein anderen Berater. Von daher gehe ich auch aus, dass ein Wechsel schon eine gereifte Vorstellung war von ihm. Alles andere wäre naives und fahrlässiges Verhalten mit der Option Schalke so umzuspringen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RGB277740 am 16.03.2018 um 10:21 Uhr bearbeitet
17.03.2018 - 14:04 Uhr
Zitat von Dollarsmavericks
Unterstreicht für mich nur, dass die Spielerberater die größten Verbrecher in dieser Branche sind.
Zitat von Sisyphos04
Wenn man sich Wittmanns Klientel so anschaut, dann sind da erstaunlich viele Jungs dabei, die sich schon als halbe Weltsatars gesehen haben, und dann doch eher abgestürzt sind; Sinan Kurt, Beiersdorf und Dadashov insbesondere, von denen zwei schon in der Jegend für viel Geld gewechselt sind... Von Draxlers "Selbstvertrauen" mal abgesehen. In jedem Falle scheint das eher schlechter Umgang für Heranwachsende zu sein...
Zitat von LibudaStan
So wie es ausschaut, denkt Wittmann nur an seine Prämien, nicht an MM. Ein Wittmann muss doch erkennen, dass ein Verein wie Barca für MM jetzt noch viel zu früh kommt. Es ist doch absolut illusorisch zu denken, dass MM bei einem Verein der Güte Barca häufige Spielzeiten hat.
So wie es ausschaut, denkt Wittmann nur an seine Prämien, nicht an MM. Ein Wittmann muss doch erkennen, dass ein Verein wie Barca für MM jetzt noch viel zu früh kommt. Es ist doch absolut illusorisch zu denken, dass MM bei einem Verein der Güte Barca häufige Spielzeiten hat.
Wenn man sich Wittmanns Klientel so anschaut, dann sind da erstaunlich viele Jungs dabei, die sich schon als halbe Weltsatars gesehen haben, und dann doch eher abgestürzt sind; Sinan Kurt, Beiersdorf und Dadashov insbesondere, von denen zwei schon in der Jegend für viel Geld gewechselt sind... Von Draxlers "Selbstvertrauen" mal abgesehen. In jedem Falle scheint das eher schlechter Umgang für Heranwachsende zu sein...
Unterstreicht für mich nur, dass die Spielerberater die größten Verbrecher in dieser Branche sind.
Zu aller erst ein herzliches "Hallo" an die gesamte Community,
meiner Meinung nach lässt sich die ganze Situation nicht ausschließlich auf den Berater abwälzen, obwohl man schon sagen muss das er natürlich durch seine öffentlichen Aussagen einen erheblichen Anteil an dem schlechten Verhältnis von Klub und Spieler hat.
In erster Linie arbeiten Berater für die Spieler und ich denke wenn man die Sache versucht nüchtern zu betrachten, ist es auch ein normaler Prozess seine Spieler bei anderen Vereinen anzubieten. Dazu hat Meyer ja schon einigemale Betont das er ein Fan des spanischen Fußballs ist, also lässt sich natürlich leicht schlussfolgern das Meyer die Top 3 aus Spanien und vor allem Barca bevorzugt und somit war zwischen dem Spieler und dem Berater dieser Schritt wahrscheinlich im vorhinein abgesprochen.
Für mich sollte man Meyer viel mehr in die Pflicht nehmen und nicht einfach davon ausgehen das ein Berater einen Spieler ständig von wechseln überzeugt, denn jeder Spieler hat das Recht auch seinem Berater gegenüber verständlich zu sagen was gewollt ist und was nicht. Auch ich habe den Eindruck das Meyers Fähigkeiten von ihm selbst, aber auch vom Wittmann überschätzt werden, und für ihn das beste wäre wenn er noch 1-2 Jahre hier als Stammspieler reifen kann. Aber diese Option ist wohl nach den öffentlich getätigten Aussagen (was wohl auch so Abgesprochen war) leider die unwahrscheinlichste...
Ich hoffe mein erster Beitrag ist verständlich und ich freue mich auf weitere zahlreiche Diskussionen.
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