Was macht eigentlich...
08.07.2008 - 18:23 Uhr
11.05.2025 - 19:15 Uhr
„Ich bin stolz und dankbar zugleich, dass ich diese schöne Erfahrung bei Eintracht Braunschweig sammeln durfte. Besonders diese leidenschaftlichen Fans, die dich bedingungslos unterstützen, egal, ob du oben oder ganz unten stehst, gibt es aus meiner Sicht ganz selten. Wer Leidenschaft und Emotionen erleben möchte, der sollte sich ein Heimspiel im Eintracht-Stadion anschauen“, so Khelifi, der direkt nachschiebt, welche besonderen Momente er mit dem BTSV verbindet:
„Die Derbys gegen 95+1 waren extrem emotional und energiegeladen und haben meistens sehr viel Spaß gemacht. Generell habe ich die Zeit in Braunschweig in sehr guter Erinnerung. Was mich bis heute aber stört, ist die damalige 0:6-Niederlage gegen Bielefeld, die uns den Bundesliga-Aufstieg gekostet hat. So ist aber der Fußball, heute bist du ganz oben und morgen ganz unten. Der Fußball bildet die gesamte Emotionspalette ab.“
Quelle: https://www.transfermarkt.de/delfingerausche-beim-training-khelifi-uber-sein-abenteuer-in-venezuela-hat-tipps-fur-scouts/view/news/453606
Puh…
Dieses 0:6 – es hallt bis heute nach.
Nicht nur als eines der schmerzhaftesten Ergebnisse unserer Vereinsgeschichte, sondern als Wendepunkt, der sinnbildlich für verpasste Chancen und zerplatzte Träume steht. In negativer Hinsicht war das Spiel womöglich eines der bedeutendsten in der modernen Historie von Eintracht Braunschweig.
Denn seien wir ehrlich:
Ein Sieg damals – und wir wären aller Voraussicht nach aufgestiegen. In die Bundesliga.
Nicht irgendwann, sondern genau in dieser Saison. Hannover hätte in die Relegation gemusst.
Und wer weiß, was dann möglich gewesen wäre?
Ein anderer Weg, ein anderes Selbstverständnis, eine ganz andere Entwicklung des Vereins.
Stattdessen war es dieser eine Tag, der alles zum Kippen brachte.
Nicht nur sportlich, sondern emotional, strukturell – vielleicht sogar mentalitätsmäßig.
Denn von dieser Klatsche, diesem Knick, dieser Enttäuschung hat sich Eintracht Braunschweig bis heute nicht mehr wirklich erholt.
Es war mehr als nur ein Spiel.
Es war der Moment, in dem ein ganzes Projekt ins Wanken geriet – und eine Zukunft, die so greifbar schien, plötzlich in weite Ferne rückte. Ab da nahm das Unglück seinen Lauf.
Zwei Wochen später dann das nächste Kapitel in dieser tragischen Reihe:
Boland in Wolfsburg – frei vor dem Tor, muss eigentlich nur noch einnicken.
Das 1:0 lag auf dem Silbertablett, ein Moment, der alles hätte kippen können in unserem Sinne. Aber er verpasst.
Ich hatte danach irgendwann mal mit Bole über genau diese Szene gesprochen – und man hat richtig gemerkt, wie sehr ihn das beschäftigt hat. Bis heute.
Er hat selbst gesagt, dass er davon Albträume hatte.
Und ganz ehrlich: Wir alle irgendwie auch.
Weil’s eben nicht nur ein vergebener Kopfball war, sondern ein Symbol – für diese verpasste Chance, für diese Saison, für all das, was hätte sein können…
…aber eben nicht war.
Der Knackpunkt war jedoch schon das Spiel in Bielefeld.
Und wenn wir schon dabei sind, gerade bei Khelifi…
Ich kann’s einfach nicht vergessen:
33. Spieltag, Bundesliga-Saison 2013/14, Heimspiel gegen Augsburg.
Da hat Khelifi kurz vor Schluss diese 100-prozentige auf dem Fuß – macht er das Ding, führst du 1:0, gewinnst das Spiel, kassierst nicht im Gegenzug das 0:1 durch Bobadilla, und sicherst dir höchstwahrscheinlich die Relegation.
Und ich sag’s euch: Ich hab bis heute im Kopf, wie dieser verdammte Lupfer von Bobadilla über Davari segelt und ins Netz fällt…
Das war der Moment. Hamburg und Nürnberg wären runtergegangen – wir hätten noch eine Chance in der Relegation gehabt durch einen Sieg gegen Augsburg. Und vielleicht wäre alles anders gekommen.
Und wenn wir schon bei Wendepunkten sind:
Das 2:1 in Nürnberg – wir spielen in Überzahl, haben zwei Elfer verschossen, gehen trotzdem mit 1:0 in die Pause… und nach 90 Sekunden in Halbzeit zwei steht es 1:2. Auch so ein Spiel, bei dem du dich heute noch fragst: Wie zum Teufel konnte das passieren?
Oder eben Bielefeld. Das 0:6.
DAS Spiel, das bis heute nachwirkt.
Nicht nur auf dem Papier, sondern tief drin in uns allen, in diesem Verein.
Diese drei Spiele – Nürnberg 2014, Augsburg 2014, Bielefeld 2017 – die gehören für mich zu den bittersten, schmerzhaftesten und folgenreichsten Partien, die ich je mit der Eintracht erlebt habe.
Sie hätten alles verändern können. Aber stattdessen haben sie eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wir bis heute nicht abschütteln.
Und was ist jetzt?
2025 – und wieder stehen wir kurz vor dem Abstieg in die 3. Liga.
Wieder zittern. Wieder rechnen. Wieder hoffen.
Wieder diese Endlos-Schleife aus „Was wäre wenn?“ und „Nicht schon wieder…“
Ach man…
Manchmal wünscht man sich einfach nur, dass dieser Verein irgendwann wieder in die Spur kommt. Aber es fühlt sich an wie ein ewiger Kampf gegen Windmühlen.
Sorry für das alles hier – ich schwebe gerade ein wenig in negativen Erinnerungen. Aber manchmal holt einen die Eintracht-Vergangenheit eben schneller ein, als einem lieb ist.
„Die Derbys gegen 95+1 waren extrem emotional und energiegeladen und haben meistens sehr viel Spaß gemacht. Generell habe ich die Zeit in Braunschweig in sehr guter Erinnerung. Was mich bis heute aber stört, ist die damalige 0:6-Niederlage gegen Bielefeld, die uns den Bundesliga-Aufstieg gekostet hat. So ist aber der Fußball, heute bist du ganz oben und morgen ganz unten. Der Fußball bildet die gesamte Emotionspalette ab.“
Quelle: https://www.transfermarkt.de/delfingerausche-beim-training-khelifi-uber-sein-abenteuer-in-venezuela-hat-tipps-fur-scouts/view/news/453606
Puh…
Dieses 0:6 – es hallt bis heute nach.
Nicht nur als eines der schmerzhaftesten Ergebnisse unserer Vereinsgeschichte, sondern als Wendepunkt, der sinnbildlich für verpasste Chancen und zerplatzte Träume steht. In negativer Hinsicht war das Spiel womöglich eines der bedeutendsten in der modernen Historie von Eintracht Braunschweig.
Denn seien wir ehrlich:
Ein Sieg damals – und wir wären aller Voraussicht nach aufgestiegen. In die Bundesliga.
Nicht irgendwann, sondern genau in dieser Saison. Hannover hätte in die Relegation gemusst.
Und wer weiß, was dann möglich gewesen wäre?
Ein anderer Weg, ein anderes Selbstverständnis, eine ganz andere Entwicklung des Vereins.
Stattdessen war es dieser eine Tag, der alles zum Kippen brachte.
Nicht nur sportlich, sondern emotional, strukturell – vielleicht sogar mentalitätsmäßig.
Denn von dieser Klatsche, diesem Knick, dieser Enttäuschung hat sich Eintracht Braunschweig bis heute nicht mehr wirklich erholt.
Es war mehr als nur ein Spiel.
Es war der Moment, in dem ein ganzes Projekt ins Wanken geriet – und eine Zukunft, die so greifbar schien, plötzlich in weite Ferne rückte. Ab da nahm das Unglück seinen Lauf.
Zwei Wochen später dann das nächste Kapitel in dieser tragischen Reihe:
Boland in Wolfsburg – frei vor dem Tor, muss eigentlich nur noch einnicken.
Das 1:0 lag auf dem Silbertablett, ein Moment, der alles hätte kippen können in unserem Sinne. Aber er verpasst.
Ich hatte danach irgendwann mal mit Bole über genau diese Szene gesprochen – und man hat richtig gemerkt, wie sehr ihn das beschäftigt hat. Bis heute.
Er hat selbst gesagt, dass er davon Albträume hatte.
Und ganz ehrlich: Wir alle irgendwie auch.
Weil’s eben nicht nur ein vergebener Kopfball war, sondern ein Symbol – für diese verpasste Chance, für diese Saison, für all das, was hätte sein können…
…aber eben nicht war.
Der Knackpunkt war jedoch schon das Spiel in Bielefeld.
Und wenn wir schon dabei sind, gerade bei Khelifi…
Ich kann’s einfach nicht vergessen:
33. Spieltag, Bundesliga-Saison 2013/14, Heimspiel gegen Augsburg.
Da hat Khelifi kurz vor Schluss diese 100-prozentige auf dem Fuß – macht er das Ding, führst du 1:0, gewinnst das Spiel, kassierst nicht im Gegenzug das 0:1 durch Bobadilla, und sicherst dir höchstwahrscheinlich die Relegation.
Und ich sag’s euch: Ich hab bis heute im Kopf, wie dieser verdammte Lupfer von Bobadilla über Davari segelt und ins Netz fällt…
Das war der Moment. Hamburg und Nürnberg wären runtergegangen – wir hätten noch eine Chance in der Relegation gehabt durch einen Sieg gegen Augsburg. Und vielleicht wäre alles anders gekommen.
Und wenn wir schon bei Wendepunkten sind:
Das 2:1 in Nürnberg – wir spielen in Überzahl, haben zwei Elfer verschossen, gehen trotzdem mit 1:0 in die Pause… und nach 90 Sekunden in Halbzeit zwei steht es 1:2. Auch so ein Spiel, bei dem du dich heute noch fragst: Wie zum Teufel konnte das passieren?
Oder eben Bielefeld. Das 0:6.
DAS Spiel, das bis heute nachwirkt.
Nicht nur auf dem Papier, sondern tief drin in uns allen, in diesem Verein.
Diese drei Spiele – Nürnberg 2014, Augsburg 2014, Bielefeld 2017 – die gehören für mich zu den bittersten, schmerzhaftesten und folgenreichsten Partien, die ich je mit der Eintracht erlebt habe.
Sie hätten alles verändern können. Aber stattdessen haben sie eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wir bis heute nicht abschütteln.
Und was ist jetzt?
2025 – und wieder stehen wir kurz vor dem Abstieg in die 3. Liga.
Wieder zittern. Wieder rechnen. Wieder hoffen.
Wieder diese Endlos-Schleife aus „Was wäre wenn?“ und „Nicht schon wieder…“
Ach man…
Manchmal wünscht man sich einfach nur, dass dieser Verein irgendwann wieder in die Spur kommt. Aber es fühlt sich an wie ein ewiger Kampf gegen Windmühlen.
Sorry für das alles hier – ich schwebe gerade ein wenig in negativen Erinnerungen. Aber manchmal holt einen die Eintracht-Vergangenheit eben schneller ein, als einem lieb ist.
11.05.2025 - 20:24 Uhr
Zitat von HerzogtumBS
Danke für die diesen schönen Wink durch die Vergangenheit. Tolle Erlebnisse gab es aber genauso und auch in finalen Situationen
unsere Eintracht macht es halt niemanden Recht 
Danke für die diesen schönen Wink durch die Vergangenheit. Tolle Erlebnisse gab es aber genauso und auch in finalen Situationen
unsere Eintracht macht es halt niemanden Recht 
Das sowieso nicht – Eintracht schafft es wirklich wie kaum ein anderer Verein, jedem das Herz zu brechen und gleichzeitig Hoffnung zu machen.
Apropos tolle Erlebnisse in finalen Situationen:
Sollte es tatsächlich zur Relegation gegen Cottbus kommen, wäre das an Symbolik ja wirklich kaum zu überbieten.
2019, letzter Spieltag – dieses 1:1, das uns irgendwie am Leben hielt und Cottbus in die Regionalliga schickte. Jetzt, sechs Jahre später, die mögliche Revanche? Das wäre pures Drama – und ganz nach dem Geschmack der Medien. Könnte man richtig schön aufziehen.
Vielleicht ja wirklich mit einem Pfitze-Elfer à la damals – und Benny Kessel, der nochmal die rechte Linie entlangfliegt. Wenn schon Zitterpartie, dann wenigstens mit Stil.
29.07.2025 - 14:01 Uhr
Zitat von X3131
Amyn wechselt zu Larnaka nach Zypern. Hat der Verein bereits auf Instagram bestätigt. Somit dürfen wir uns über eine Finanzspritze freuen
Amyn wechselt zu Larnaka nach Zypern. Hat der Verein bereits auf Instagram bestätigt. Somit dürfen wir uns über eine Finanzspritze freuen

Nein nicht unbedingt. Sein Verein ist aus der ersten Liga in Saudi Arabien abgestiegen. Er hatte wohl angeblich eine Klausel drin, die es ihm ermöglicht bei Abstieg ablösefrei zu wechseln. Sollte dies stimmen bekommen wir wohl nichts. Aber muss man abwarten ob es wirklich so ist.
31.07.2025 - 13:09 Uhr
Puuh schon verrückt... seit wir in der zweiten Liga sind haben wir, ich weiß nicht, 35 (? - ich habs jetzt nicht nochmal durchgezählt, das sind jetzt alles geschätzte Werte) Spieler gehen lassen. Da waren natürlich auch einige Spieler bei welche vor dem Abgang bei uns noch eine Rolle / eine wichtige Rolle gespielt haben und da ist echt nur eine ganz kleine Handvoll an Spielern dabei welche nicht in einer deutlich schwächeren Liga gelandet sind. (für die Zwecke dieses Kommentares stellen wir die 3.Liga einfach mal als eine deutlich schwächere Liga da - einfach weil sie unter der 2.Liga ist)
Philippe, Pherai, Lauberbach, Decarli, Donkor und Strompf fallen mir so aus dem Kopf ein die noch auf einem guten Level spielten. Caliskaner ging in die 1. Liga in Polen was natürlich auch nicht ganz schlecht ist. De Medina ist zwar in einem guten Verein gelandet aber hat da so ziemlich garkeine Rolle gespielt (MW von 900k auf 100k und Vereinslos).
Wenn man sich mal so den Werdegang vieler Abgänge anguckt sieht man, dass da (bisher) kaum Spieler bei sind die nochmal eine richtig gute Karriere hingelegt haben. Worauf ich damit hinaus will? Da war echt nicht so viel Qualität oder Entwicklungsspielraum bei. Da waren viele Spieler bei welche bei uns eine Rolle gespielt haben aber danach keine Vereine auf dem Level 2.Bundesliga mehr von sich überzeugen konnten. Wir haben uns also lange mit Spielern "durchgeqäult" welche andere Vereine nicht als 2.Liga tauglich sehen. So können natürlich keine Transfereinnahmen zustande komme. Wenn man sich anguckt wo die Abgänge ,welche bei uns in der Startelf waren, gelandet sind stellt es das nochmal ins Verhältnis, dass wir seit Jahren nicht voran kommen.
Wir haben dafür zwar lange gebraucht aber ich würde sagen ab diesem Jahr sieht das anders aus. Dieses Jahr haben wir Größtenteils eine Startelf mit Spielern welche sicher auch für andere 2.Ligisten interessant wären. Nun haben wir einige Spieler welche (Vertragsmodalitäten außen vor) auch einen soliden Widerverkaufswert haben. Klar sind wir hier noch nicht auf dem Level der Ligaspitze, dass wir 4-5 Spieler im Kader haben für die man 5 Mio kassieren könnte aber wir sind endlich auf einem halbwegs angebrachten Level im Vergleich zum Rest der Liga. Ich finde das spiegelt den Weg welchen man unter Kessel eingeschlagen hat sehr gut wieder. Die Entwicklung hat lange gedauert aber so langsam wird sie endlich sichtbar. Klar gibt es an allen Ecken und Enden noch aufholbedarf, auch außerhalb des sportlichen, aber die ersten Schritte werden gemacht. Ein Saisonabschluss ohne akute Abstiegsängste und mit Profitopf DFB Pokal wäre jetzt sicher genau das richtige um die Entwicklung zu untermauern und zu unterstützen.
Philippe, Pherai, Lauberbach, Decarli, Donkor und Strompf fallen mir so aus dem Kopf ein die noch auf einem guten Level spielten. Caliskaner ging in die 1. Liga in Polen was natürlich auch nicht ganz schlecht ist. De Medina ist zwar in einem guten Verein gelandet aber hat da so ziemlich garkeine Rolle gespielt (MW von 900k auf 100k und Vereinslos).
Wenn man sich mal so den Werdegang vieler Abgänge anguckt sieht man, dass da (bisher) kaum Spieler bei sind die nochmal eine richtig gute Karriere hingelegt haben. Worauf ich damit hinaus will? Da war echt nicht so viel Qualität oder Entwicklungsspielraum bei. Da waren viele Spieler bei welche bei uns eine Rolle gespielt haben aber danach keine Vereine auf dem Level 2.Bundesliga mehr von sich überzeugen konnten. Wir haben uns also lange mit Spielern "durchgeqäult" welche andere Vereine nicht als 2.Liga tauglich sehen. So können natürlich keine Transfereinnahmen zustande komme. Wenn man sich anguckt wo die Abgänge ,welche bei uns in der Startelf waren, gelandet sind stellt es das nochmal ins Verhältnis, dass wir seit Jahren nicht voran kommen.
Wir haben dafür zwar lange gebraucht aber ich würde sagen ab diesem Jahr sieht das anders aus. Dieses Jahr haben wir Größtenteils eine Startelf mit Spielern welche sicher auch für andere 2.Ligisten interessant wären. Nun haben wir einige Spieler welche (Vertragsmodalitäten außen vor) auch einen soliden Widerverkaufswert haben. Klar sind wir hier noch nicht auf dem Level der Ligaspitze, dass wir 4-5 Spieler im Kader haben für die man 5 Mio kassieren könnte aber wir sind endlich auf einem halbwegs angebrachten Level im Vergleich zum Rest der Liga. Ich finde das spiegelt den Weg welchen man unter Kessel eingeschlagen hat sehr gut wieder. Die Entwicklung hat lange gedauert aber so langsam wird sie endlich sichtbar. Klar gibt es an allen Ecken und Enden noch aufholbedarf, auch außerhalb des sportlichen, aber die ersten Schritte werden gemacht. Ein Saisonabschluss ohne akute Abstiegsängste und mit Profitopf DFB Pokal wäre jetzt sicher genau das richtige um die Entwicklung zu untermauern und zu unterstützen.
31.07.2025 - 16:46 Uhr
Zitat von DonSilencio
Wenn man sich mal so den Werdegang vieler Abgänge anguckt sieht man, dass da (bisher) kaum Spieler bei sind die nochmal eine richtig gute Karriere hingelegt haben.
Wenn man sich mal so den Werdegang vieler Abgänge anguckt sieht man, dass da (bisher) kaum Spieler bei sind die nochmal eine richtig gute Karriere hingelegt haben.
Denke da auch oft drüber nach, denn selbst bei den etablierten älteren Spielern, dessen Abgang uns eher weh tat, ging danach nicht mehr viel. Bedenke dabei auch so fast vergessene Säulen wie etwa Oumar Diakhité, der mit 27 bei uns eine ziemlich fantastische Saison spielte, quasi sofort Führungsspieler wurde, aber dann mit Osnabrück sang und klanglos abstieg - und nun gerade vereinslos ist.
Robin Becker spielt mit 28 (!) in der Oberliga, was für mich definitiv eine der größten Enttäuschungen ist, weil er so viel Potenzial hatte. Feigenspan hatte bei uns unter Schubert eine super starke Rückrunde, heute auch mit 29 in der Oberliga.
Louis Samson hatte mit Anfang 20 bereits ca. 100 Spiele in Liga 2 - heute mit 30 auch in der Oberliga.
Aber auch wenn man sich die jüngeren Talente ansieht: Ahmet Canbaz zu Bremen, dann Trabzonspor, heute seit 2 Jahren vereinslos. Eros Dacaj, Regionalliga. Sebastian Müller, Regionalliga (nun immerhin mit Schweinfurt in die 3. aufgestiegen).
Denke auch dass in Anbetracht der letzten 5 Jahre man eindeutig bereits eine Handschrift von Benjamin Kessel erkennen kann. Es zeichnet sich ja bereits ab, was man an den Transfers von Rayan Philippe und Amyn bereits sehen kann. Auch bei Hoffmann und Tempelmann bin ich ziemlich sicher, dass diese Spieler früher oder später auch höherklassig unterkommen werden.
Hoffentlich für eine saftige Summe. 🤑
03.12.2025 - 12:17 Uhr
Zitat von Peter_Sillje
„Lieberknecht raus!“
So ist die aktuelle Stimmungslage beim großen FCK.
Die Fans dort dachten, jetzt ist die Bundesliga nicht mehr weit und auf einmal kommt wieder die ernüchternde Wahrheit, dass sie eben doch nur ein mittelmäßiger Zweitligaverein sind.
Torsten könnte ja mal einen Gefallen tun und sie in Liga 3 befördern, wie er es bei uns auch gemacht hat. Davon haben wir uns ja bis heute nicht erholt. Mach es nochmal, Totte!
Ich bin dann mal wieder weg.
Grüße.
„Lieberknecht raus!“
So ist die aktuelle Stimmungslage beim großen FCK.
Die Fans dort dachten, jetzt ist die Bundesliga nicht mehr weit und auf einmal kommt wieder die ernüchternde Wahrheit, dass sie eben doch nur ein mittelmäßiger Zweitligaverein sind.
Torsten könnte ja mal einen Gefallen tun und sie in Liga 3 befördern, wie er es bei uns auch gemacht hat. Davon haben wir uns ja bis heute nicht erholt. Mach es nochmal, Totte!
Ich bin dann mal wieder weg.
Grüße.

Ay Ay, reicht dir Backhaus noch nicht als Prügelknabe? Bevor Totte den großen FCK in den Abgrund manövriert, wird er 3 mal freigestellt, bei denen ist die Lunte was den Trainer betrifft oftmals sehr kurz aus reiner Selbstüberschätzung. Zumindest bei den Fans, die Führung scheint das noch etwas besonnener zu sein.
Ich hoffe das wir den Flaschengeist aus der Pfalz nicht wieder heraufbeschwört haben und sie unser Forum fluten.
03.12.2025 - 18:08 Uhr
Zitat von besserwerden
Das nicht-professionelle Führungsetagenproblem ergibt sich zwangsläufig aus der 50+1 Regel, der Vereinsmeierei. Im Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ist die auf Dauer evolvierende Zweitklassigkeit des dt. Fußballs die logische Konsequenz.
Was Absteiger, Zweit- und Drittligavereine an öffentlichem Auftritt, Qualität und Ergebnissen abliefern sind die sichtbaren, vereinsgemeierten Konsequenzen der 50+1-Regel.
Das nicht-professionelle Führungsetagenproblem ergibt sich zwangsläufig aus der 50+1 Regel, der Vereinsmeierei. Im Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ist die auf Dauer evolvierende Zweitklassigkeit des dt. Fußballs die logische Konsequenz.
Was Absteiger, Zweit- und Drittligavereine an öffentlichem Auftritt, Qualität und Ergebnissen abliefern sind die sichtbaren, vereinsgemeierten Konsequenzen der 50+1-Regel.
Und alle 1. Ligisten werden dann logischerweise professionell geführt trotz 50+1Regel?
Das Deutschland auf lange Sicht damit abgehängt wird bzw. schon ist, ist vollkommen richtig. Allerdings gibt es in unsern Land zum Glück noch genug Leute die nicht nur den 100% Kommerz wollen. Und wenn ich mir als absolutes Negativbeispiel 1860 München anschauen, dann ist das auch gut so, dann lieber nicht mehr die erste Geige in Europa sein!
03.12.2025 - 19:23 Uhr
Zitat von bsjunge
Und alle 1. Ligisten werden dann logischerweise professionell geführt trotz 50+1Regel?
Das Deutschland auf lange Sicht damit abgehängt wird bzw. schon ist, ist vollkommen richtig. Allerdings gibt es in unsern Land zum Glück noch genug Leute die nicht nur den 100% Kommerz wollen. Und wenn ich mir als absolutes Negativbeispiel 1860 München anschauen, dann ist das auch gut so, dann lieber nicht mehr die erste Geige in Europa sein!
Zitat von besserwerden
Das nicht-professionelle Führungsetagenproblem ergibt sich zwangsläufig aus der 50+1 Regel, der Vereinsmeierei. Im Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ist die auf Dauer evolvierende Zweitklassigkeit des dt. Fußballs die logische Konsequenz.
Was Absteiger, Zweit- und Drittligavereine an öffentlichem Auftritt, Qualität und Ergebnissen abliefern sind die sichtbaren, vereinsgemeierten Konsequenzen der 50+1-Regel.
Das nicht-professionelle Führungsetagenproblem ergibt sich zwangsläufig aus der 50+1 Regel, der Vereinsmeierei. Im Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ist die auf Dauer evolvierende Zweitklassigkeit des dt. Fußballs die logische Konsequenz.
Was Absteiger, Zweit- und Drittligavereine an öffentlichem Auftritt, Qualität und Ergebnissen abliefern sind die sichtbaren, vereinsgemeierten Konsequenzen der 50+1-Regel.
Und alle 1. Ligisten werden dann logischerweise professionell geführt trotz 50+1Regel?
Das Deutschland auf lange Sicht damit abgehängt wird bzw. schon ist, ist vollkommen richtig. Allerdings gibt es in unsern Land zum Glück noch genug Leute die nicht nur den 100% Kommerz wollen. Und wenn ich mir als absolutes Negativbeispiel 1860 München anschauen, dann ist das auch gut so, dann lieber nicht mehr die erste Geige in Europa sein!
Ich verstehe die Aussage auch nicht wirklich. 50+1 kann doch leicht umgangen werden, wenn die dafür passende Rechtsform wählt, so z.B. die GmbH&Co.KGaA (z.B. Dortmund) oder AG& Co. KGaA (z.B HSV). Bei diesen Rechtsformen können in Abhängigkeit von möglichen Selbstauflagen fast alle Anteile veräußert werden, was keine Rolle für die Führung der Unternehmen beutetet, da es eine Trennung zwischen der operativen Führung (die durch die Management GmbH/AG erfolgt) und der Kapitalseite (in der KGaA organisiert) erfolgt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Rechtsformen liegt gerade darin (mehr) Eigenkapital einzuwerben ohne die Mitgliedsrechte einzuschränken. In dieser Struktur ist es anderen Gesellschaftern als z.B. dem e.V. möglich, sich finanziell am Vermögen zu beteiligen, ohne jedoch direkten Einfluss auf die operative Führung des Unternehmens nehmen zu können, die Anteile an der Management GmbH oder AG liegen vollständig beim e.V.
Eine Reduzierung der Anteile des e.V. bei der KGaA auf unter 50 % hätte nichts mit der 50+1-Regel der DFL zu tun. Die Einhaltung der 50+1-Regel wird durch die Stellung des e.V. als Alleingesellschafter der Komplementärin (z.B. 100 % beim HSV e.V.), der HSV Fußball Management AG, gewährleistet. Damit wird sichergestellt, dass der HSV e.V. immer die Hoheit über die operative und strategische Führung des Profifußballs behält. Die Anteile der KGaA könnten nach den Regularien der DFL komplett veräußert werden.
In finanzieller Hinsicht ist natürlich die Frage, ob es Investoren gibt die auf der einen Seite Kapital einbringen und auch Anteile erhalten, aber , da sie keine Anteile an der Management GmbH bzw. AG erhalten, keinen Einfluss auf die operative Führung ausüben können, ggf. könnte diesen ein Platz im Aufsichtsrat der Management GmbH bzw. AG eingeräumt werden.
Das Problem bei 1860 war, dass es nur einen Investor gab, auf dessen Geld der Klub angewiesen war, so dass faktischer Druck ohne Mehrheit ausgeübt werden konnte, Streit war da von vornherein vorprogrammiert. Insofern wäre eine breite Investorenschaft immer wünschenswert.
Führungsprobleme haben also mit 50+1 nichts zu tun, mag es im Einzelfall auch Überschneidungen geben. Auch Eintracht Braunschweig ist als GmbH&Co. KGaA ausgestaltet, könnte also auch alle Anteile veräußern, hat bisher aber noch alle Anteile (https://verein.eintracht.com/wir-ueber-uns/struktur). Die provinzielle Aufstellung im e.V. bzw. Aufsichtsrat ist da eher die Keimzelle für fehlende Vision und begrenzte Professionalität.
21.12.2025 - 17:07 Uhr
Zitat von NordicDevil
Moin liebe Braunschweig-Fans und Glückwunsch zum Sieg gegen Schalke!
Ich hätte als Lautrer mal eine Frage bezüglich unseres Trainers: Als Lieberknecht verpflichtet wurde, habe ich die Stimmen aus Braunschweig eher wohlwollend, aus Darmstadt recht kritisch wahrgenommen. Trotzdem hatte er bei beiden Vereinen ja sehr erfolgreiche Saisons (Plural!). Auch bei uns liegt er punktemäßig voll im Soll, und wenn man glücklich gewonnene und unglücklich verlorene Punkte gegenrechnet, könnten es sogar noch ein paar mehr sein. Die Leistungen dazu sind aber oft....irgendwie seltsam.
Jetzt aber wirklich zu meiner Frage: Was war euer Spielstil, die Konstante, der Plan, der dazu geführt hat, dass ihr unter Lieberknecht (zumindest zeitweise) so viele Punkte geholt habt? Ich erkenne bei uns überhaupt kein Konzept. Die Defensive ist total wackelig und die Offensive harmlos. Standards schwach. Wir laufen recht viel. Sprinten aber wenig. In fast allen relevanten Statistiken im unteren Drittel der Liga.
Die Schwächen sind klar und es gab ja einen Grund, dass er letztendlich bei euch gescheitert ist. Die braucht ihr mir nicht unbedingt nochmal zu nennen. Aber was war denn gut? Per Zufall holt man doch mit Underdog-Teams nicht so viele Punkte?!
Moin liebe Braunschweig-Fans und Glückwunsch zum Sieg gegen Schalke!
Ich hätte als Lautrer mal eine Frage bezüglich unseres Trainers: Als Lieberknecht verpflichtet wurde, habe ich die Stimmen aus Braunschweig eher wohlwollend, aus Darmstadt recht kritisch wahrgenommen. Trotzdem hatte er bei beiden Vereinen ja sehr erfolgreiche Saisons (Plural!). Auch bei uns liegt er punktemäßig voll im Soll, und wenn man glücklich gewonnene und unglücklich verlorene Punkte gegenrechnet, könnten es sogar noch ein paar mehr sein. Die Leistungen dazu sind aber oft....irgendwie seltsam.
Jetzt aber wirklich zu meiner Frage: Was war euer Spielstil, die Konstante, der Plan, der dazu geführt hat, dass ihr unter Lieberknecht (zumindest zeitweise) so viele Punkte geholt habt? Ich erkenne bei uns überhaupt kein Konzept. Die Defensive ist total wackelig und die Offensive harmlos. Standards schwach. Wir laufen recht viel. Sprinten aber wenig. In fast allen relevanten Statistiken im unteren Drittel der Liga.
Die Schwächen sind klar und es gab ja einen Grund, dass er letztendlich bei euch gescheitert ist. Die braucht ihr mir nicht unbedingt nochmal zu nennen. Aber was war denn gut? Per Zufall holt man doch mit Underdog-Teams nicht so viele Punkte?!
Ich würde behaupten, dass es damals noch eine andere Zeit im Fußball war und sich der Fußball weiterentwickelt hat, Lieberknecht aber nicht.
Zusätzlich dazu waren wir in dem Lieberknecht Zeitraum (ausgenommen der 1. Zweitligasaison nach dem Aufstieg 2011) absolut kein Underdog und waren jede Saison immer einstellig.
Wir standen damals immer defensiv sehr stabil und sind dann mit schnellen Kontern nach vorne gekommen und dann irgendwie immer einen, der das Tor getroffen hat (Kumbela, Nyman, Berggreen). Wir sind ja damals auch mit den meisten Toren und wenigstens Gegentoren, die jemals ein Absteiger hatte abgestiegen. Aber ja, der Fußball war nie schön anzuschauen oder großartig von taktischer Finesse, wir waren einfach extrem effizient und waren gut gegen den Ball. Das alles reicht aber heute für ganz oben nicht mehr aus.
21.12.2025 - 20:11 Uhr
Zitat von NordicDevil
Vielen Dank für die Einschätzung. Ungefähr so hatte ich das auch in Erinnerung. Diese defensive Stabilität bekommt er bei uns überhaupt nicht hin. Und wenn, dann endet es wie letzte Woche offensiv mit 0,11 xG.
Nur eine Erklärung: Mit Underdog meinte ich eher, dass beide Teams (also ihr und Darmstadt) eben nicht der HSV oder Köln oder Stuttgart waren, mit deren Voraussetzungen und Etat du ne Liga eigentlich dominieren musst.
Zitat von Firering1
Ich würde behaupten, dass es damals noch eine andere Zeit im Fußball war und sich der Fußball weiterentwickelt hat, Lieberknecht aber nicht.
Zusätzlich dazu waren wir in dem Lieberknecht Zeitraum (ausgenommen der 1. Zweitligasaison nach dem Aufstieg 2011) absolut kein Underdog und waren jede Saison immer einstellig.
Wir standen damals immer defensiv sehr stabil und sind dann mit schnellen Kontern nach vorne gekommen und dann irgendwie immer einen, der das Tor getroffen hat (Kumbela, Nyman, Berggreen). Wir sind ja damals auch mit den meisten Toren und wenigstens Gegentoren, die jemals ein Absteiger hatte abgestiegen. Aber ja, der Fußball war nie schön anzuschauen oder großartig von taktischer Finesse, wir waren einfach extrem effizient und waren gut gegen den Ball. Das alles reicht aber heute für ganz oben nicht mehr aus.
Zitat von NordicDevil
Moin liebe Braunschweig-Fans und Glückwunsch zum Sieg gegen Schalke!
Ich hätte als Lautrer mal eine Frage bezüglich unseres Trainers: Als Lieberknecht verpflichtet wurde, habe ich die Stimmen aus Braunschweig eher wohlwollend, aus Darmstadt recht kritisch wahrgenommen. Trotzdem hatte er bei beiden Vereinen ja sehr erfolgreiche Saisons (Plural!). Auch bei uns liegt er punktemäßig voll im Soll, und wenn man glücklich gewonnene und unglücklich verlorene Punkte gegenrechnet, könnten es sogar noch ein paar mehr sein. Die Leistungen dazu sind aber oft....irgendwie seltsam.
Jetzt aber wirklich zu meiner Frage: Was war euer Spielstil, die Konstante, der Plan, der dazu geführt hat, dass ihr unter Lieberknecht (zumindest zeitweise) so viele Punkte geholt habt? Ich erkenne bei uns überhaupt kein Konzept. Die Defensive ist total wackelig und die Offensive harmlos. Standards schwach. Wir laufen recht viel. Sprinten aber wenig. In fast allen relevanten Statistiken im unteren Drittel der Liga.
Die Schwächen sind klar und es gab ja einen Grund, dass er letztendlich bei euch gescheitert ist. Die braucht ihr mir nicht unbedingt nochmal zu nennen. Aber was war denn gut? Per Zufall holt man doch mit Underdog-Teams nicht so viele Punkte?!
Moin liebe Braunschweig-Fans und Glückwunsch zum Sieg gegen Schalke!
Ich hätte als Lautrer mal eine Frage bezüglich unseres Trainers: Als Lieberknecht verpflichtet wurde, habe ich die Stimmen aus Braunschweig eher wohlwollend, aus Darmstadt recht kritisch wahrgenommen. Trotzdem hatte er bei beiden Vereinen ja sehr erfolgreiche Saisons (Plural!). Auch bei uns liegt er punktemäßig voll im Soll, und wenn man glücklich gewonnene und unglücklich verlorene Punkte gegenrechnet, könnten es sogar noch ein paar mehr sein. Die Leistungen dazu sind aber oft....irgendwie seltsam.
Jetzt aber wirklich zu meiner Frage: Was war euer Spielstil, die Konstante, der Plan, der dazu geführt hat, dass ihr unter Lieberknecht (zumindest zeitweise) so viele Punkte geholt habt? Ich erkenne bei uns überhaupt kein Konzept. Die Defensive ist total wackelig und die Offensive harmlos. Standards schwach. Wir laufen recht viel. Sprinten aber wenig. In fast allen relevanten Statistiken im unteren Drittel der Liga.
Die Schwächen sind klar und es gab ja einen Grund, dass er letztendlich bei euch gescheitert ist. Die braucht ihr mir nicht unbedingt nochmal zu nennen. Aber was war denn gut? Per Zufall holt man doch mit Underdog-Teams nicht so viele Punkte?!
Ich würde behaupten, dass es damals noch eine andere Zeit im Fußball war und sich der Fußball weiterentwickelt hat, Lieberknecht aber nicht.
Zusätzlich dazu waren wir in dem Lieberknecht Zeitraum (ausgenommen der 1. Zweitligasaison nach dem Aufstieg 2011) absolut kein Underdog und waren jede Saison immer einstellig.
Wir standen damals immer defensiv sehr stabil und sind dann mit schnellen Kontern nach vorne gekommen und dann irgendwie immer einen, der das Tor getroffen hat (Kumbela, Nyman, Berggreen). Wir sind ja damals auch mit den meisten Toren und wenigstens Gegentoren, die jemals ein Absteiger hatte abgestiegen. Aber ja, der Fußball war nie schön anzuschauen oder großartig von taktischer Finesse, wir waren einfach extrem effizient und waren gut gegen den Ball. Das alles reicht aber heute für ganz oben nicht mehr aus.
Vielen Dank für die Einschätzung. Ungefähr so hatte ich das auch in Erinnerung. Diese defensive Stabilität bekommt er bei uns überhaupt nicht hin. Und wenn, dann endet es wie letzte Woche offensiv mit 0,11 xG.
Nur eine Erklärung: Mit Underdog meinte ich eher, dass beide Teams (also ihr und Darmstadt) eben nicht der HSV oder Köln oder Stuttgart waren, mit deren Voraussetzungen und Etat du ne Liga eigentlich dominieren musst.
Ich glaube das war in dieser Zeit, insb. bis 2020 eben noch nicht so relevant, wie es heute ist (Etat, größe der Stadt etc.). Wir waren damals top aufgestellt (Infrastruktur, Versorgung, Vereinsstruktur rund um AR, Präsidium, Geschäftsführung etc.) und ich glaube den wichtigsten Faktor, den ein Lieberknecht hier, Duisburg und auch in Darmstadt hatte, ist der Faktor Zeit.
Er hatte immer die notwendige Zeit bekommen, um aus den Einzelspielern ein echtes Team zu formen.
Ich glaube die Eintracht hatte nie die übertrieben starken Einzelspieler, aber sie waren eben total geschlossen und haben eher über das Kollektiv die Erfolge erzielt.
Spielerisch erinnere ich mich an eine starke defensive, lange Bälle nach vorne, viele gewonnen zweite Bälle, starke Standards und vor allem: brutales Umschaltspiel und viel Laufarbeit.
Ich meine er hat primär aus einem 4-1-4-1 agiert, wo ein gewisser Norman Theuerkauf alles abgelaufen hat, was sich so in diesem Bereich rumgetrieben hat.
Braunschweig selbst ist ja auch ein relativ sensibler Standort, wo schnell Unruhe herrscht. Aber Lautern ist da aus externe Perspektive noch einmal eine ganz andere Liga.
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