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Transfer- und Personalpolitik

27.06.2013 - 14:13 Uhr
Transfer- und Personalpolitik |#8751
09.09.2025 - 14:51 Uhr
Zitat von Kuznecov
Zitat von pietea

Zitat von 3-Ecken-Elfer

Zitat von pietea

Zitat von Kuznecov

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Zitat von pietea

Zitat von 3-Ecken-Elfer

Zitat von pietea

Zitat von ich_wars_nicht

Zitat von Kuznecov

Zitat von pietea

Zitat von Loddarsuperstar

Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.

Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.

Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.

Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.


Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.

Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.

Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.

Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.

Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.

Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.


Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"


Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!


Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.

Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.

Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.

Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.

Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.

Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?

Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.

Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.

Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.

Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.

Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.

Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.


Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.

Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.


Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.

Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?


Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.

Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.


Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.

https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity


Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.

Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:

Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.

Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.


Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.


Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun grins

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".

Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.

Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.

Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.

Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.

Ist das so korrekt?

Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro

Saison 23/24

Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio

Nochmal zur Verdeutlichung:

Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.

City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!

Was ist hier auffällig?

Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.

Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?

Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?

Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?

Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?

Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.

Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".

Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.

Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.

Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?

Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?

Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?

Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?

Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?

Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?

Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.


Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.

Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.

Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).

Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.

Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.


Mit Wijnaldum, Mane und Coutinho erklärst aber nicht das System.
Viele Spieler wechseln in die Premier League. Glaubst du die akzeptieren alle, dass dort Abgaben höher sind und deswegen die Vereine weniger bezahlen?
Erst vor kurzem hat doch Kompany gesagt, dass die Spieler das Geld(Money) in der Premier League reizt. Er hat in der Premier League gespielt und hat da sicher etwas Ahnung vom Geschäft.

Denkst du sämtliche Spieler bis hin zu Stars wechseln in die Premier League, obwohl sie woanders besser verdienen würden?

Fixgehälter, Boni, Abgaben und was auch immer sind nicht ausschlaggebend für den Spieler. Am Ende zählt für den Spieler was in seinem Geldbeutel landet und da zahlen die Clubs aus England sicherlich nicht weniger, wie andere Topvereine.
Genau aus diesem Grund sind Ihre Personalkosten genauso hoch bzw. höher wie bei anderen Topclubs und nicht wegen irgendwelchen Teilzeitkräften oder sonstigen Abgaben.


Sorry, das wiederholt sich jetzt. Das hatten wir/ich hier schon zweimal. Du kannst gerne erklären, warum die Spieler bzw. die von mir genannten Beispiele, die fester Bestandteil der Mannschaft waren, zu anderen Vereinen wechseln, wenn sie da angeblich gleich viel oder sogar weniger verdienen?
Transfer- und Personalpolitik |#8752
09.09.2025 - 23:40 Uhr
Zitat von pietea
Zitat von Kuznecov

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Zitat von 3-Ecken-Elfer

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Zitat von Loddarsuperstar

Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.

Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.

Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.

Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.


Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.

Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.

Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.

Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.

Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.

Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.


Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"


Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!


Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.

Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.

Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.

Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.

Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.

Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?

Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.

Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.

Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.

Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.

Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.

Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.


Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.

Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.


Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.

Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?


Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.

Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.


Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.

https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity


Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.

Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:

Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.

Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.


Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.


Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun grins

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".

Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.

Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.

Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.

Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.

Ist das so korrekt?

Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro

Saison 23/24

Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio

Nochmal zur Verdeutlichung:

Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.

City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!

Was ist hier auffällig?

Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.

Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?

Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?

Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?

Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?

Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.

Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".

Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.

Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.

Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?

Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?

Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?

Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?

Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?

Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?

Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.


Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.

Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.

Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).

Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.

Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.


Mit Wijnaldum, Mane und Coutinho erklärst aber nicht das System.
Viele Spieler wechseln in die Premier League. Glaubst du die akzeptieren alle, dass dort Abgaben höher sind und deswegen die Vereine weniger bezahlen?
Erst vor kurzem hat doch Kompany gesagt, dass die Spieler das Geld(Money) in der Premier League reizt. Er hat in der Premier League gespielt und hat da sicher etwas Ahnung vom Geschäft.

Denkst du sämtliche Spieler bis hin zu Stars wechseln in die Premier League, obwohl sie woanders besser verdienen würden?

Fixgehälter, Boni, Abgaben und was auch immer sind nicht ausschlaggebend für den Spieler. Am Ende zählt für den Spieler was in seinem Geldbeutel landet und da zahlen die Clubs aus England sicherlich nicht weniger, wie andere Topvereine.
Genau aus diesem Grund sind Ihre Personalkosten genauso hoch bzw. höher wie bei anderen Topclubs und nicht wegen irgendwelchen Teilzeitkräften oder sonstigen Abgaben.


Sorry, das wiederholt sich jetzt. Das hatten wir/ich hier schon zweimal. Du kannst gerne erklären, warum die Spieler bzw. die von mir genannten Beispiele, die fester Bestandteil der Mannschaft waren, zu anderen Vereinen wechseln, wenn sie da angeblich gleich viel oder sogar weniger verdienen?

Du suchst dir halt einfach Spieler raus, die dir in deine Argumentation passen, obwohl das hier niemand bestritten hat, dass es natürlich Spieler gibt, die bei anderen Vereinen mehr als bei Liverpool verdienen können, denn es hieß ja nicht, zumindest nicht meinerseits, dass jeder bzw. alle Spieler bei Liverpool aktuell und jemals viel verdienen bzw. verdient haben, weshalb es eben auch Spieler gibt, die verhältnismäßig wenig bei Liverpool verdient haben, wie der zuletzt zu Bayern gewechselte Diaz.

Das ändert aber insgesamt an der Situation herzlich wenig, dass die gesamten Personalkosten, die Liverpool zu zahlen hatte und noch immer zahlen dürfte, nicht damit zu erklären ist, dass in England, in Liverpool die Abgaben so hoch sind, dass diese den Unterschied genauso mit erklären, wie die angeblich höhere Anzahl an Mitarbeitern, die von dir erwähnten "Teilzeitkräfte", die ja zudem Liverpool nicht exklusiv hat, oder willst du uns glaubhaft machen, dass Vereine jenseits der Insel die "Spieltagskräfte" nicht auf nur dann beschäftigen und entsprechend vergüten?

Zudem scheint es noch immer nicht bei dir angekommen zu sein, obwohl wir das jetzt einige Male behandelt haben, dass Seiten wie "capology" und diverse Medien sehr wohl die Bruttogehälter und das inkl. Boni angeben bzw. kommuniziert haben, was ja u. a. Grund meiner Diskussionsteilnahme ist, weil eben das Meinungsbilder vieler Fans beeinflusst, weil die eben diese Zahlen unhinterfragt übernehmen und gar nicht in den Kontext der gesamten Personalkosten setzen.

Du konntest halt noch immer keine plausible Erklärung abgeben, und damit meine ich nicht eine, die mir nicht genehm wäre, sondern die eben plausibel ist, die entsprechend für eine Meinungsänderung sorgen kann, denn dazu wäre ich sicherlich bereit, nur muss das argumentativ geschehen und nicht durch vehementes Wiederholen von Inhalten, die, wie erwähnt, einfach nicht plausibel sind.

Weiterhin gehst du auch nicht auf Rückfragen ein bzw. erklärst im Detail anhand von Zahlen, wie du den Gap erklärst, warum du der Meinung bist, dass Liverpool weniger für die Spieler zahlt bzw. zahlen müsste, als das z. B. bei Bayern der Fall ist bzw. wäre, und das nicht im Einzelfall anhand von Spielern wie Mane, Coutinho etc., sondern aktueller Fälle, weil wir schließlich die aktuellen Bilanzen als Diskussionsgrundlage genommen haben, wie eben auch die kommunizierten Zahlen von "capology" und diverser Medienberichte.

Es bleibt solange bei dem Stand meiner Meinung und These, dass die Zahlen, die bezüglich Bayern kommuniziert werden deutlich näher an der Realität zu sein scheinen, wenn man davon ausgeht, dass die Zahlen der restlichen Personalkosten korrekt sind, bis dieser plausibel widerlegt ist. Sind sie das nicht, wir also davon ausgehen müssen, dass die sich in einem ähnlichen Rahmen wie bei den Vereinen aus der Insel verhalten, was ja dein Take ist, "hoher Abgabenanteil", dann müssten die Zahlen der Bayern auch inkorrekt sein, denn, und das habe ich in meinem letzten Beitrag zu verstehen gegeben, wir nicht grundsätzlich über den Abgabenanteil Deutschland-England diskutieren, sondern einen sehr speziellen Fall, nämlich in Form vom Verein Bayern München, der in besagter Stadt beheimatet ist, die deutschlandweit das höchste Lohnniveau zu verzeichnen hat, was es eben zu berücksichtigen gilt. Wir sprechen halt in der Diskussion nicht über Deutschland und England, sondern explizit über München und Liverpool, weil das die Diskussionsgrundlage einfach verändert. Wir hätten einen anders gelagerten Fall, würden wir hier nicht über München sondern über Dortmund sprechen.

Wie man es dreht und wendet, irgendwo müssen Zahlen nicht korrekt wiedergegeben worden sein, weil der Gap ansonsten nicht erklärbar ist.

"capology" ist mittlerweile, für mich leider, zu einer relevanten Instanz geworden, ähnlich wie diese Plattform, die eben nicht Marktwerte, sondern Finanzkennzahlen und vor allem Gehälter als Steckenpferd hat. Da schauen halt Menschen/Fans/User nach, halten die dort zu findenden Zahlen für korrekt, bilden sich daraufhin eine Meinung und gehen damit in eine Diskussion wie diese, wo man sich dann permanent im Kreis dreht, weil den offiziellen Zahlen der jeweiligen Geschäftsberichten weniger Wert beigemessen wird bzw. da Argumentationsketten gebildet werden, die lediglich Erklärungen bieten, die oftmals eben nicht plausibel sind.

Dass Liverpool im Einzelfall und im Gesamten höhere Personalkosten hat, weil dort in der Stadt, im Land die Abgabenseite so hoch ist, höher als in München, ist, wie erwähnt, einfach nicht plausibel, eben weil München für Deutschland eine absolute Ausnahme darstellt. Bei diesem Lohnniveau in München, der Anzahl an Mitarbeiter, die Bayern zu entlohnen hat, müsste der Personalkostenanteil, der nicht auf die Lizenzspieler fällt, entsprechend höher ausfallen und sich mal mindestens auf dem Niveau der englischen Vereine befinden, nicht explizit wegen der Abgabenseite, sondern weil das Gehaltsniveau einfach exorbitant hoch ist, sodass durch das hohe Gehalt auch die Abgaben höher sind, als bei jedem anderen Verein in Deutschland.

Nochmal: lt. "capology" soll Liverpool brutto und inkl. Boni 100 Mio weniger für den Profikader gezahlt haben, als Bayern München, aber die gesamten Personalkosten lagen lt. offiziellen Zahlen 20 Mio über der der Bayern. Das, was du anführst, dass da Boni noch dazu kämen, wie auch signing fees etc., ist eben nicht der Fall bzw. die signing fees muss Bayern ja auch zahlen, und das garantiert nicht zu knapp, was ja den restlichen Personalanteil nochmal kleiner werden ließe, was den Gap nochmal größer werden ließe.

Es passt einfach hinten und vorne nicht, sodass im Grunde nur eine Option übrig bleibt. Die angegeben Zahlen bezüglich Liverpool, sowohl bei capology als auch diverser Medien, können nicht korrekt sein, können nicht die Summe sein, die Liverpool letztendlich für deren Profispieler bezahlt. Da müssen Vergütungselemente fehlen, denn dadurch würde alles schlüssiger werden. Mag sein, dass die angegebenen Grundgehälter korrekt sind, aber dafür eben die Boni nicht, sodass ein ordentlicher Batzen noch auf die genannten Summen drauf kommt, sodass der Anteil der sonstigen Personalkosten geringer und nachvollziehbarer wird, weil selbst einem Laien auffällt, dass es praktisch unwahrscheinlich ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Profikader nur 165 Mio zahlt, während es für das das restliche Personal 285 Mio sind. Bei Bayern hingegen wären es 264 Mio und 166 für das restliche Personal, ein deutlich erkennbar nachvollziehbareres Verhältnis, wo eben der absolut überwiegende Teil der Personalkosten beim Profikader landet, so wie es halt Sinn ergibt, denn da landet die Kohle einfach.

Die spielen in der besten Liga der Welt, wo vor allem in der Breite wahnsinnig hohe Summen umgesetzt werden, wo selbst vermeintlich kleine Vereine, weshalb eben der Aufstieg in die PL so wahnsinnig lukrativ ist, viel Geld ausgeben können, aber eben nicht nur für Ablösesummen und sonstiges Personal, sondern primär und vor allem für die Spieler, die vom Kuchen einen großen Teil abbekommen wollen, denn die und deren Berater sind doch alles andere als naiv, was es eben in solchen Diskussionen um so absurder macht, wenn man/jemand davon ausgeht, dass dort zum Teil deutlich, denn das geben diverse Zahlen auf solchen Webseiten wieder, unterbezahlt werden soll.

Warum hat z. B. Aston Villa aktuell Probleme mit dem internen FFP und warum ist bei nicht wenigen Vereinen der Personalkostenanteil im Vergleich zum Umsatz und den Einnahmen so groß? Weil das Personal abseits der Profispieler zu viele Abgaben kostet? Natürlich, das wird und muss es sein. Das Naheliegendste sollte man ausschließen...

Überall steigen die Beraterkosten, die die Vereine zu entrichten haben, nicht nur, weil die an den Transfers partizipieren, sondern weil sie anteilig am Gehalt ent-/belohnt werden, was ja nur einen Schluss zulässt, nämlich, dass die Gehälter auch immer weiter steigen, oder verdienen die jetzt an den Gehältern des sonstigen Personals, der "Teilzeitkräfte" mit?

Sorry, für diesen polemischen Schlussakkord, aber der musste sein.

Das war es dann auch von mir, weil eigentlich bereits im jeweils zweiten Beitrag alles gesagt wurde, was relevant ist, um sich eine Meinung bilden zu können. Jetzt kann jeder für sich selbst entscheiden, was er für plausibler hält, woher dieser Gap rührt und wo das Geld, was die Vereine, vor allem in England, so erhalten, landen wird, beim kleinen Mann, der dort seine Arbeit entrichtet wie in einem anderen Unternehmen in der Wirtschaft, oder die Spieler, Trainer und deren Berater, die die Hauptfiguren im Zirkus Fußball sind.

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Loriot: "In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Dieter Hallervorden: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen. Und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen."

"Sei Kind, wann immer Du kannst, und nur erwachsen, wenn Du musst"
Transfer- und Personalpolitik |#8753
10.09.2025 - 10:25 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Zitat von pietea

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Zitat von Loddarsuperstar

Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.

Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.

Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.

Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.


Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.

Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.

Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.

Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.

Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.

Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.


Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"


Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!


Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.

Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.

Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.

Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.

Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.

Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?

Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.

Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.

Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.

Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.

Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.

Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.


Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.

Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.


Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.

Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?


Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.

Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.


Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.

https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity


Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.

Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:

Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.

Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.


Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.


Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun grins

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".

Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.

Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.

Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.

Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.

Ist das so korrekt?

Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro

Saison 23/24

Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio

Nochmal zur Verdeutlichung:

Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.

City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!

Was ist hier auffällig?

Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.

Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?

Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?

Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?

Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?

Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.

Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".

Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.

Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.

Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?

Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?

Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?

Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?

Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?

Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?

Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.


Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.

Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.

Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).

Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.

Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.


Mit Wijnaldum, Mane und Coutinho erklärst aber nicht das System.
Viele Spieler wechseln in die Premier League. Glaubst du die akzeptieren alle, dass dort Abgaben höher sind und deswegen die Vereine weniger bezahlen?
Erst vor kurzem hat doch Kompany gesagt, dass die Spieler das Geld(Money) in der Premier League reizt. Er hat in der Premier League gespielt und hat da sicher etwas Ahnung vom Geschäft.

Denkst du sämtliche Spieler bis hin zu Stars wechseln in die Premier League, obwohl sie woanders besser verdienen würden?

Fixgehälter, Boni, Abgaben und was auch immer sind nicht ausschlaggebend für den Spieler. Am Ende zählt für den Spieler was in seinem Geldbeutel landet und da zahlen die Clubs aus England sicherlich nicht weniger, wie andere Topvereine.
Genau aus diesem Grund sind Ihre Personalkosten genauso hoch bzw. höher wie bei anderen Topclubs und nicht wegen irgendwelchen Teilzeitkräften oder sonstigen Abgaben.


Sorry, das wiederholt sich jetzt. Das hatten wir/ich hier schon zweimal. Du kannst gerne erklären, warum die Spieler bzw. die von mir genannten Beispiele, die fester Bestandteil der Mannschaft waren, zu anderen Vereinen wechseln, wenn sie da angeblich gleich viel oder sogar weniger verdienen?

Du suchst dir halt einfach Spieler raus, die dir in deine Argumentation passen, obwohl das hier niemand bestritten hat, dass es natürlich Spieler gibt, die bei anderen Vereinen mehr als bei Liverpool verdienen können, denn es hieß ja nicht, zumindest nicht meinerseits, dass jeder bzw. alle Spieler bei Liverpool aktuell und jemals viel verdienen bzw. verdient haben, weshalb es eben auch Spieler gibt, die verhältnismäßig wenig bei Liverpool verdient haben, wie der zuletzt zu Bayern gewechselte Diaz.

Das ändert aber insgesamt an der Situation herzlich wenig, dass die gesamten Personalkosten, die Liverpool zu zahlen hatte und noch immer zahlen dürfte, nicht damit zu erklären ist, dass in England, in Liverpool die Abgaben so hoch sind, dass diese den Unterschied genauso mit erklären, wie die angeblich höhere Anzahl an Mitarbeitern, die von dir erwähnten "Teilzeitkräfte", die ja zudem Liverpool nicht exklusiv hat, oder willst du uns glaubhaft machen, dass Vereine jenseits der Insel die "Spieltagskräfte" nicht auf nur dann beschäftigen und entsprechend vergüten?

Zudem scheint es noch immer nicht bei dir angekommen zu sein, obwohl wir das jetzt einige Male behandelt haben, dass Seiten wie "capology" und diverse Medien sehr wohl die Bruttogehälter und das inkl. Boni angeben bzw. kommuniziert haben, was ja u. a. Grund meiner Diskussionsteilnahme ist, weil eben das Meinungsbilder vieler Fans beeinflusst, weil die eben diese Zahlen unhinterfragt übernehmen und gar nicht in den Kontext der gesamten Personalkosten setzen.

Du konntest halt noch immer keine plausible Erklärung abgeben, und damit meine ich nicht eine, die mir nicht genehm wäre, sondern die eben plausibel ist, die entsprechend für eine Meinungsänderung sorgen kann, denn dazu wäre ich sicherlich bereit, nur muss das argumentativ geschehen und nicht durch vehementes Wiederholen von Inhalten, die, wie erwähnt, einfach nicht plausibel sind.

Weiterhin gehst du auch nicht auf Rückfragen ein bzw. erklärst im Detail anhand von Zahlen, wie du den Gap erklärst, warum du der Meinung bist, dass Liverpool weniger für die Spieler zahlt bzw. zahlen müsste, als das z. B. bei Bayern der Fall ist bzw. wäre, und das nicht im Einzelfall anhand von Spielern wie Mane, Coutinho etc., sondern aktueller Fälle, weil wir schließlich die aktuellen Bilanzen als Diskussionsgrundlage genommen haben, wie eben auch die kommunizierten Zahlen von "capology" und diverser Medienberichte.

Es bleibt solange bei dem Stand meiner Meinung und These, dass die Zahlen, die bezüglich Bayern kommuniziert werden deutlich näher an der Realität zu sein scheinen, wenn man davon ausgeht, dass die Zahlen der restlichen Personalkosten korrekt sind, bis dieser plausibel widerlegt ist. Sind sie das nicht, wir also davon ausgehen müssen, dass die sich in einem ähnlichen Rahmen wie bei den Vereinen aus der Insel verhalten, was ja dein Take ist, "hoher Abgabenanteil", dann müssten die Zahlen der Bayern auch inkorrekt sein, denn, und das habe ich in meinem letzten Beitrag zu verstehen gegeben, wir nicht grundsätzlich über den Abgabenanteil Deutschland-England diskutieren, sondern einen sehr speziellen Fall, nämlich in Form vom Verein Bayern München, der in besagter Stadt beheimatet ist, die deutschlandweit das höchste Lohnniveau zu verzeichnen hat, was es eben zu berücksichtigen gilt. Wir sprechen halt in der Diskussion nicht über Deutschland und England, sondern explizit über München und Liverpool, weil das die Diskussionsgrundlage einfach verändert. Wir hätten einen anders gelagerten Fall, würden wir hier nicht über München sondern über Dortmund sprechen.

Wie man es dreht und wendet, irgendwo müssen Zahlen nicht korrekt wiedergegeben worden sein, weil der Gap ansonsten nicht erklärbar ist.

"capology" ist mittlerweile, für mich leider, zu einer relevanten Instanz geworden, ähnlich wie diese Plattform, die eben nicht Marktwerte, sondern Finanzkennzahlen und vor allem Gehälter als Steckenpferd hat. Da schauen halt Menschen/Fans/User nach, halten die dort zu findenden Zahlen für korrekt, bilden sich daraufhin eine Meinung und gehen damit in eine Diskussion wie diese, wo man sich dann permanent im Kreis dreht, weil den offiziellen Zahlen der jeweiligen Geschäftsberichten weniger Wert beigemessen wird bzw. da Argumentationsketten gebildet werden, die lediglich Erklärungen bieten, die oftmals eben nicht plausibel sind.

Dass Liverpool im Einzelfall und im Gesamten höhere Personalkosten hat, weil dort in der Stadt, im Land die Abgabenseite so hoch ist, höher als in München, ist, wie erwähnt, einfach nicht plausibel, eben weil München für Deutschland eine absolute Ausnahme darstellt. Bei diesem Lohnniveau in München, der Anzahl an Mitarbeiter, die Bayern zu entlohnen hat, müsste der Personalkostenanteil, der nicht auf die Lizenzspieler fällt, entsprechend höher ausfallen und sich mal mindestens auf dem Niveau der englischen Vereine befinden, nicht explizit wegen der Abgabenseite, sondern weil das Gehaltsniveau einfach exorbitant hoch ist, sodass durch das hohe Gehalt auch die Abgaben höher sind, als bei jedem anderen Verein in Deutschland.

Nochmal: lt. "capology" soll Liverpool brutto und inkl. Boni 100 Mio weniger für den Profikader gezahlt haben, als Bayern München, aber die gesamten Personalkosten lagen lt. offiziellen Zahlen 20 Mio über der der Bayern. Das, was du anführst, dass da Boni noch dazu kämen, wie auch signing fees etc., ist eben nicht der Fall bzw. die signing fees muss Bayern ja auch zahlen, und das garantiert nicht zu knapp, was ja den restlichen Personalanteil nochmal kleiner werden ließe, was den Gap nochmal größer werden ließe.

Es passt einfach hinten und vorne nicht, sodass im Grunde nur eine Option übrig bleibt. Die angegeben Zahlen bezüglich Liverpool, sowohl bei capology als auch diverser Medien, können nicht korrekt sein, können nicht die Summe sein, die Liverpool letztendlich für deren Profispieler bezahlt. Da müssen Vergütungselemente fehlen, denn dadurch würde alles schlüssiger werden. Mag sein, dass die angegebenen Grundgehälter korrekt sind, aber dafür eben die Boni nicht, sodass ein ordentlicher Batzen noch auf die genannten Summen drauf kommt, sodass der Anteil der sonstigen Personalkosten geringer und nachvollziehbarer wird, weil selbst einem Laien auffällt, dass es praktisch unwahrscheinlich ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Profikader nur 165 Mio zahlt, während es für das das restliche Personal 285 Mio sind. Bei Bayern hingegen wären es 264 Mio und 166 für das restliche Personal, ein deutlich erkennbar nachvollziehbareres Verhältnis, wo eben der absolut überwiegende Teil der Personalkosten beim Profikader landet, so wie es halt Sinn ergibt, denn da landet die Kohle einfach.

Die spielen in der besten Liga der Welt, wo vor allem in der Breite wahnsinnig hohe Summen umgesetzt werden, wo selbst vermeintlich kleine Vereine, weshalb eben der Aufstieg in die PL so wahnsinnig lukrativ ist, viel Geld ausgeben können, aber eben nicht nur für Ablösesummen und sonstiges Personal, sondern primär und vor allem für die Spieler, die vom Kuchen einen großen Teil abbekommen wollen, denn die und deren Berater sind doch alles andere als naiv, was es eben in solchen Diskussionen um so absurder macht, wenn man/jemand davon ausgeht, dass dort zum Teil deutlich, denn das geben diverse Zahlen auf solchen Webseiten wieder, unterbezahlt werden soll.

Warum hat z. B. Aston Villa aktuell Probleme mit dem internen FFP und warum ist bei nicht wenigen Vereinen der Personalkostenanteil im Vergleich zum Umsatz und den Einnahmen so groß? Weil das Personal abseits der Profispieler zu viele Abgaben kostet? Natürlich, das wird und muss es sein. Das Naheliegendste sollte man ausschließen...

Überall steigen die Beraterkosten, die die Vereine zu entrichten haben, nicht nur, weil die an den Transfers partizipieren, sondern weil sie anteilig am Gehalt ent-/belohnt werden, was ja nur einen Schluss zulässt, nämlich, dass die Gehälter auch immer weiter steigen, oder verdienen die jetzt an den Gehältern des sonstigen Personals, der "Teilzeitkräfte" mit?

Sorry, für diesen polemischen Schlussakkord, aber der musste sein.

Das war es dann auch von mir, weil eigentlich bereits im jeweils zweiten Beitrag alles gesagt wurde, was relevant ist, um sich eine Meinung bilden zu können. Jetzt kann jeder für sich selbst entscheiden, was er für plausibler hält, woher dieser Gap rührt und wo das Geld, was die Vereine, vor allem in England, so erhalten, landen wird, beim kleinen Mann, der dort seine Arbeit entrichtet wie in einem anderen Unternehmen in der Wirtschaft, oder die Spieler, Trainer und deren Berater, die die Hauptfiguren im Zirkus Fußball sind.


Alles klar, dann mache ich den Sack zu:

Danke für die sachliche und ausführliche Diskussion. Am Ende bleiben zwei Ebenen, die wir ohne offizielle Einzelverträge nicht sauber zusammenführen können: öffentlich geprüfte Gesamtpersonalkosten der Klubs auf der einen Seite und Schätzungen zu Fixgehältern auf der anderen, die je nach Methode (Basisgehalt vs. Paket inkl. Boni/Signing-on/Bildrechten) auseinanderlaufen. Dazu kommen unterschiedliche Verbuchungen und Rahmenbedingungen: In England schlagen arbeitgeberseitige Abgaben ohne Deckel direkt in der GuV durch, in Deutschland sind sie gedeckelt. Das erklärt einen Teil der Differenzen, ersetzt aber keine harten Vertragsdaten.

Ich respektiere, dass man die Zahlenlage unterschiedlich interpretieren kann. Ohne belastbare Offenlegung pro Spieler bleibt es bei Näherungen – und damit auch bei einem gewissen "agree to disagree". In diesem Sinne: Danke für den Austausch, wir lassen es hier gut sein und schauen, was die Transfer(un)summen dieses Jahr so auf dem Platz bringen.
Transfer- und Personalpolitik |#8754
15.09.2025 - 00:52 Uhr
Der dem ein oder anderen hier bekannte Tobi Escher in der jüngsten "Bohndesliga":

"...der FC Bayern, da wissen wir, dass die das machen; dass die Berater haben, die mit Hilfe von KI dann halt auswerten, wie reagieren Spieler auf bestimmte Situationen. Die dann schauen, wie häufig ist der Spieler fixiert, mit seinen Augen; wo schaut er hin, so was alles..."

Soll das Teil von Schmadtke juniors "Scouting-Revolution" sein oder ist das ein alter Hut, von dem ich hier allerdings noch nichts mitbekommen habe?

Generell übrigens eine ziemlich kurzweilige Episode, geht viel um Transferjournalismus, den Einfluss von transfermarkt.de und die Datenrevolution im Fußball.

@bayern777 , @Plakativ , @James_Dean_500 , @Riga2011 , @Trumoi , @DrBall

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"Jeder Text ist geballte Provokation von ihm und dient nur dazu User gegeneinander aufzuhetzen."
Transfer- und Personalpolitik |#8755
15.09.2025 - 09:44 Uhr
Zitat von Atticus_Finch
Der dem ein oder anderen hier bekannte Tobi Escher in der jüngsten "Bohndesliga":

"...der FC Bayern, da wissen wir, dass die das machen; dass die Berater haben, die mit Hilfe von KI dann halt auswerten, wie reagieren Spieler auf bestimmte Situationen. Die dann schauen, wie häufig ist der Spieler fixiert, mit seinen Augen; wo schaut er hin, so was alles..."

Soll das Teil von Schmadtke juniors "Scouting-Revolution" sein oder ist das ein alter Hut, von dem ich hier allerdings noch nichts mitbekommen habe?

Generell übrigens eine ziemlich kurzweilige Episode, geht viel um Transferjournalismus, den Einfluss von transfermarkt.de und die Datenrevolution im Fußball.

@bayern777 , @Plakativ , @James_Dean_500 , @Riga2011 , @Trumoi , @DrBall


Das Ding ist m.E., dass es sehr gut sein kann, dass die das haben, aber was man so hört ist, dass das null Konsequenz im Transferprozess hat, da wird immer noch nach sehr "traditionellen" Methoden gearbeitet. Man hat eine recht ordentliche Datenabteilung aufgebaut, hinkt da allerdings Europas Topclubs noch ziemlich stark hinterher so wie nahezu die gesamte Bundesliga (v.a. weil zu viele Ex-Profis am Werk sind, die meinen, dass sie selbst das beste Scoutingteam sind), und dann kommt noch das zweite Problem, nämlich das der konkreten Umsetzung bzw. was hat das Ganze für einen Einfluss auf die tatsächliche Transferpolitik. Und Stand jetzt muss man eben konstatieren: zero.

•     •     •

"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin
Transfer- und Personalpolitik |#8756
15.09.2025 - 09:52 Uhr
Das ist ja genau das Problem, wenn der Aufsichtsrat die Transferziele unabhängig von der sportlichen Leitung vorgibt. Wenn Scouting und Datenanalyse einen Spieler ergeben ist das schön, wenn Hoeneß aber die U21 EM gesehen hat und jetzt Woltemade möchte, dann ist nur für den Geld da.

Dann kann man sich das Scouting auch sparen.
Transfer- und Personalpolitik |#8757
15.09.2025 - 10:13 Uhr
Zitat von Atticus_Finch

Der dem ein oder anderen hier bekannte Tobi Escher in der jüngsten "Bohndesliga":

"...der FC Bayern, da wissen wir, dass die das machen; dass die Berater haben, die mit Hilfe von KI dann halt auswerten, wie reagieren Spieler auf bestimmte Situationen. Die dann schauen, wie häufig ist der Spieler fixiert, mit seinen Augen; wo schaut er hin, so was alles..."

Soll das Teil von Schmadtke juniors "Scouting-Revolution" sein oder ist das ein alter Hut, von dem ich hier allerdings noch nichts mitbekommen habe?

Generell übrigens eine ziemlich kurzweilige Episode, geht viel um Transferjournalismus, den Einfluss von transfermarkt.de und die Datenrevolution im Fußball.

@bayern777 , @Plakativ , @James_Dean_500 , @Riga2011 , @Trumoi , @DrBall

Ob Tobi Escher da nun wirklich die Einblicke hat, weiß ich nicht. Gut möglich, dass da auch viel auf Hörensagen beruht, möglicherweise aus dem Umfeld von Max Ost, mit dem er ja häufiger im Podcast sitzt.
In der Realität ist KI im Scouting noch ein erschreckend kleines Thema, und gerade Bayern ist mit Blick auf technische Innovation im Scouting auch nicht unbedingt in der europäischen Spitzengruppe. Im Nachwuchs gab es zum Beispiel einst die Sub-Abteilung „technisches Scouting“, welches für Video- und Datenscouting zuständig war, die mittlerweile aber abgeschafft wurde, weil man sich vom Videoscouting zunehmend abgewendet und sich wieder aufs Old-School-Live-Scouting fokussiert hat – was ich immer noch verrückt finde, da es in anderen Topclubs eher in die andere Richtung geht. Live Scouting ist unerlässlich, nicht falsch verstehen, aber wenn man einen effizienten Scoutingprozess mit hoher Abdeckung haben möchte, ist Videoscouting ein extrem wichtiges Tool, wenn man nach dem Maximalprinzip agieren möchte, was in meinen Augen auch der richtige Ansatz ist.

Gut möglich, dass Bayern im Scouting mal Software-Demos oder auch Free Trials zu KI-gestützten Tools bekommen hat. Es gibt schon länger Tools, teils basierend auf Object Detection wie YOLO, die über Algorithmen Daten tracken, auf deren Basis Heatmaps, Laufdaten etc. aus Spielfootage ausgewertet werden. Hast du verlässliche Daten, kannst du KI im Grunde immer für Auswertungen nutzen. Für Daten nutzt Bayern aber Impect, was im Grunde mehr oder weniger der Branchenstandard im Datenscouting ist. Es gibt noch einige weitere Anbieter, aber im Großen und Ganzen nehmen die sich alle nicht viel – von echten KI-Use-Cases kann da keine Rede sein.

Dann gibt es kleine Micro-Tools bzw. Projekte, die im Grunde genau das machen, was Tobi Escher beschreibt: das Scanning-Verhalten von Spielern tracken. Ich schaue mich hinsichtlich Innovation auch immer ein bisschen um, und zuletzt gab es genau zu diesem Thema eine spannende Arbeit von einem ägyptischen CS-Studenten, der ein Tool zu „Scanning Behaviour & Body Shape Analysis“ programmiert hat, das das Scanverhalten und die Körperstellung von Spielern in Videomaterial analysieren und auswerten kann. Das ist natürlich extrem spannend, und ich weiß, dass er mit einigen Scouts im Austausch ist, um es weiterzuentwickeln und daraus ein Produkt zu bauen. ( https://www.linkedin.com/posts/omar-eltouny_footballanalytics-ai-playerdevelopment-activity-7349800081149063169-QRWt/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAACRlAVMBP2pZIETVKJSLDUb4mFDaVEmoOXg )

Technische Möglichkeiten gibt es also durchaus, um mittels KI solche Analysen zu erstellen. Softwareprodukte, die bei Clubs im Scouting im Einsatz sind und relevanten Impact auf den Scoutingprozess haben, gibt es aber bisher kaum bis gar nicht. Bisher würde man das alles eher als „nette Spielerei“ abtun, und man hört eigentlich von keinen relevanten Use Cases im Profi- und Nachwuchsfußball. Ehrlich gesagt frage ich sogar fast jedes Mal wenn ich mich länger mit Scouts von anderen Clubs unterhalte, ob sie dahingehend etwas machen und die meisten, so schockierend es auch ist, habe noch nicht mal ChatGPT ausprobiert und haben nicht mal Grundlagen Knowhow dazu.
Am Ende ist es im Scouting nach wie vor Eyetest (Live und Video), unterstützt durch Datenscouting. Mittelfristig werden aber mit Sicherheit KI-Produkte auf den Markt kommen, die das Scouting revolutionieren – und dahingehend würde ich mir wünschen, dass Bayern viel mehr Innovationstreiber ist, gerade weil man mit der TUM eine hervorragende Uni vor der Tür hat, mit der man diesbezüglich kooperieren könnte. Aus meiner Sicht sollte jede Scoutingabteilung ausgebildete und talentierte Software Engineers und Data Analysts im Team haben, was in Deutschland aber keineswegs normal ist. Hier findet man im Scouting immer noch in erster Linie gescheiterte Ex-NLZ-Spieler, Sportstudenten oder Leute mit oftmals leider wertlosen Sportmanagement-Fernstudium-Abschlüssen, die einfach nur Fußball schauen und die Beobachtungen in eine Datenbank eintragen. In vielen Clubs mangelt es an entsprechender Auswertung, an technischem und methodischem Know-how, um effiziente Strukturen und Analysen aufzubauen und Innovation im Scouting mitzutreiben. Das heißt nicht, dass die genannten Leute keine guten Scouts sind – viele sind schon fußballsmart und entspannte, nette Typen (eben viele Sportstudenten grins). Aber als jemand, der eigentlich aus einem ganz anderen Feld kommt, bin ich doch regelmäßig schockiert, wie klein der Horizont vieler Scoutingabteilungen ist, wie wenig technisches Know-how existiert und welch schwache Arbeitsmoral vielerorts herrscht.

Was ja noch sehr im Hype ist, ist das „Moneyball-Prinzip“. Brighton ist quasi dafür „berühmt“, angeblich Spieler rein auf Datenbasis zu verpflichten (was ich nicht glaube). Hierzu habe ich auch schon verschiedene Tools gesehen, aber am Ende muss man sagen, dass das alles weitaus weniger beeindruckend und zuverlässig ist, als sich das der Fan, der darüber liest, vorstellt. Das fängt schon bei der nach wie vor unzuverlässigen Datenbasis an. Solange irgendwo auf den Philippinen ein Mensch, der mit Fußball nichts am Hut hat und dem Kontext fehlt, entscheidet, was ein 1-gegen-1, ein Ballverlust oder ein gewonnener Zweikampf ist, wird sich das auch nicht wirklich ändern. Gerade bei jungen Talenten – die ja besonders spannend sind, weil man mit ihnen den meisten Value kreieren kann, was schließlich das Geschäftsmodell von Brighton ist, aber auch von viel mehr deutschen Clubs werden müsste – sind die Daten teils katastrophal schlecht. Daten im Jugendbereich und in unteren Ligen sind oftmals sehr unzuverlässig.
Ich hatte mir letzte Saison zum Beispiel von Maxi Hennig immer wieder die Daten aus der 3. Liga auf Wyscout angeschaut. Da gab es Spiele, in denen er angeblich 4/4 gewonnene Dribblings hatte. Als ich mir die getaggten Szenen anschaute, war keine der vier Szenen ein gewonnenes Dribbling. Auf so eine Datenbasis kannst du dich halt nicht verlassen.
Auch hier wird es irgendwann komplett von der Technik übernommen werden, aber Stand jetzt sind wir da noch nicht.

Aber zurück zur Ausgangsfrage:
Ich denke nicht, dass KI zum aktuellen Zeitpunkt eine echte Rolle im Scouting des FC Bayern spielt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bayern777 am 15.09.2025 um 10:14 Uhr bearbeitet
Transfer- und Personalpolitik |#8758
15.09.2025 - 10:35 Uhr
Das Problem ist einfach die Kultur im deutschen Fussball, wo immer noch viel zu altmodisch und halt teils auch überzeichnet gedacht wird. Vor Kurzem war ich auf einer Hochzeit, wo ich per Zufall am Tisch mit einem Ex-Bundesligaspieler war, der lange Jahre mehrere Bundesligavereine gemanaged hat und zeitweilig sogar als "recht modern" galt, was auch immer das bedeutet in dem Kontext tongue

Und da hab ich ihm genau die Frage gestellt: was hält er von AI, Datenerfassung, Statistiken für Scouting, Gegnervorbereitung etc., Live Tracking während des Spiels als Unterstützung der Trainer usw. Die mehr oder weniger wortwörtliche Antwort: "Das ist ja alles ganz nett, aber wenn mir diese Statistiker die Zahlen von einem aus der 2. indonesischen Liga zeigen, die so toll sein sollen, dann weiß ich doch, dass das trotzdem nicht für die Bundesliga, CL oder EL reichen wird." Danach hat er sich mit einem triumphierenden Grinsen in der Runde umgesehen, als hätte er hier jetzt den ultimativen Mic drop geliefert.

Dabei ist es doch so, dass das a) auch den Statistikern klar ist, dass man das nicht beliebig auf Topniveau hochskalieren kann, b) sollte es vielmehr um Spieler auf vergleichbaren oder leicht niedrigeren Niveau gehen, die möglicherweise den nächsten Schritt machen können und c) ist die ganze Datensammlung, -aufbereitung und -verwendung sowieso nicht darauf ausgelegt, exklusiv nur nach Statistiken Spieler zu verpflichten. Es soll eine Unterstützung liefern, es soll ein weiteres Standbein sein, nach dem man seine Entscheidungen ausrichtet, damit es eben nicht so läuft wie bei uns, dass ein Hoeneß Woltemade bei der U21-EM gesehen hat und auf der Basis der paar Spiele dann entscheidet, dass dieser Spieler verpflichtet werden muss. Das wäre das Äquivalent auf der anderen Seite zu "wir verpflichten Spieler aus Indonesien rein auf der Basis von Daten", und leider passiert das ja immer wieder.

Es ist hier halt immer auch etwas die Angst dabei, dass man selbst ersetzt wird, indem man fürchtet, dass das eigene Asset, in dem Fall die Erfahrung einer Profikarriere, durch Computer und Nerds obsolet wird, daher macht man das lächerlich. Dabei ist das gar nicht die Idee, sondern die Idee ist, dass man seine eigenen Qualitäten mit diesen Hilfsmitteln potenziert, so wie es eben überwiegend die Engländer machen. Aber bis das in Deutschland flächendeckend ankommt, wird es mindestens noch 10 Jahre dauern m.E.

•     •     •

"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin
Transfer- und Personalpolitik |#8759
29.09.2025 - 14:43 Uhr
Zitat von Sebastian289

Und zu Bischof: ein top Transfer zum Nulltarif ähnlich wie Laimer mit dem wir noch viel Freude haben werden .

Und das unterscheidet uns von den PL Clubs . Wir holen die besseren Spieler für weniger Geld

Das ist schon interessant, wenn man sich das mal im Detail anschaut.

Neuer (30 Mio., 2011 geholt, im Alter von 24 Jahren)
Urbig (7 Mio., 2025, 21 Jahre)
Ulreich (3,5 Mio. (ablösefrei nach HSV-Intermezzo), 2015, 26 Jahre)

Laimer (ablösefrei, 2023, 26 Jahre)
Stanisic (ablösefrei für U17, 2017, 16 Jahre)
Boey (30 Mio., 2024, 23 Jahre)
Davies (14 Mio., 2019, 18 Jahre)
Ito (23,5 Mio, 2024, 25 Jahre)
Upa (42,5 Mio., 2021, 22 Jahre)
Tah (2 Mio., 2025, 29 Jahre)
Minjae (42 Mio., 2023, 27 Jahre)
Kiala (ablösefrei für U17, 2024, 15 Jahre)

Kimmich (8,5 Mio, 2015, 20 Jahre)
Pavlovic (ablösefrei für Jugend, 2011, 7 Jahre)
Bischof (300k, 2025, 20 Jahre)
Goretzka (ablösefrei, 2018, 23 Jahre)

Olise (53 Mio., 2024, 22 Jahre)
Karl (ablösefrei für Jugend, 2022, 14 Jahre)
Musiala (200k für U17, 2019, 16 Jahre)
Gnabry (8 Mio., 2017, 24 Jahre)
Guerreiro (ablösefrei, 2023, 29 Jahre)
Luis Díaz (70 Mio., 2025, 28 Jahre)
Mike (30k für Jugend, 2022, 13 Jahre)

Kane (95 Mio., 2023, 30 Jahre)
Jackson (16,5 Mio. (Leihe), 2025, 24 Jahre)


Das ist ein Kader von 25 Spielern mit einem Marktwert von 906,5 Mio., der für Ablösesummen in Höhe von insgesamt 446,03 Mio. zusammengestellt wurde. Im Durchschnitt hat man also 17,8 Mio. pro Spieler ausgegeben. Kane macht allein 21,3% davon aus. 67,8% der Gesamtablöse entfallen auf ganze 5 Deals (in absteigender Ablöse-Reihenfolge: Kane, Luis Díaz, Olise, Upa, Minjae. Wenn man Neuer und Boey noch dazu nimmt, machen 7 Spieler (so viele waren es mit einer Ablöse von 30 Mio. oder mehr) 81,3% aus. Zeigt auch nochmal die Absurdität einiger vergangener mieser Transfers, u.a. Boey und Palhinha.

18 von 25 Spielern hat man für eine Ablöse von insgesamt 83,53 Mio. geholt. 7 Spieler sind ganz ablösefrei gekommen (Laimer, Stanisic, Kiala, Pavlovic, Goretzka, Karl, Guerreiro), 4 weitere de facto ablösefrei, also für ganz geringe Beträge von 2 Mio. oder weniger (Tah, Bischof, Musiala, Mike). 6 Spieler davon sind für eine Jugend/U-Mannschaft geholt worden und entstammen somit dem eigenen Nachwuchs. Im Durchschnitt hat man die 25 Spieler im Kader im Alter von 21,68 Jahren geholt.

Ich habe es jetzt nicht im Detail mit anderen europäischen Top-Mannschaften verglichen. Aber wenn man sich die Transfersommer vor das geistige Auge und allein ein paar Einzeldeals in Erinnerung ruft, darf man wohl davon ausgehen, dass das im Vergleich recht einzigartig ist.

10 Spieler sind vor 2022 dazugestoßen und bereits mehr als 3 volle Saisons beim Verein:
• 2011: Pavlovic, Neuer
• 2015: Kimmich, Ulreich (abzgl. 1 Jahr HSV)
• 2017: Stanisic, Gnabry (nach 1 Jahr Leihe)
• 2018 Goretzka
• 2019: Musiala, Davies
• 2021: Upa

Dazu kommen aus den jüngeren Jahren 2022-2025:
• 2022: Karl, Mike
• 2023: Kane, Laimer, Guerreiro, Minjae
• 2024: Boey, Olise, Ito, Kiala
• 2025: Urbig, Luis Díaz, Tah, Bischof, Jackson

Daran sieht man vor allem, dass aus der Brazzo-Ära (ab 2017 Sportdirektor, ab 2020 bis Mai 2023 Sportvorstand) kaum noch ein Spieler im Kader steht.

Passt auch zu meinem Eindruck, dass man es zuletzt – bei allen Problemen in der internen Abstimmung und damit verbunden insbesondere bei Verhandlungen auf der Zugangsseite – vor allem geschafft hat, den Kader auszumisten und Platz zu schaffen (nicht nur Brazzo-Deals, sondern auch kürzlich misslungene Transfers). Inhaltlich könnte man jetzt – dennoch gerade im Vergleich zur Brazzo-Zeit – noch tiefer inhaltlich reingehen und müsste rückblickend wohl vor allem sagen, dass
• es zuletzt besser gelungen ist, Spieler nicht so sehr nach Namen oder (teils oberflächlichen) individuellen Charakteristiken zu verpflichten, sondern
• man ein paar clevere, auch kleinere Deals gemacht hat (ablösefrei oder per AK) und
• man wieder mehr Wert auf die charakterliche Eignung der Spieler in der Gruppe und die sportliche Eignung im Spielsystem gelegt hat.
Der aktuelle Altersmix passt mit knapp 26 Jahren mMn auch wieder ganz gut, auch für die jeweiligen Positionen, obwohl man da im internationalen Vergleich (Italien mal ausgenommen) tendenziell immer noch etwas über dem Durchschnitt der europäischen Top-Teams liegt.

Scheint natürlich im Licht der aktuellen Leistungen möglicherweise auch alles nochmal etwas heller. Mal schauen, wie man nach der Saison darauf blickt.
Transfer- und Personalpolitik |#8760
13.11.2025 - 21:27 Uhr
Das wirkt alles recht schlüssig, was man da aktuell so an Gerüchten hört. Vor allem proaktiv und mutig sowie kreativ im Scouting.

-> Proaktiv, weil man zuallererst mal nicht den Fehler zu machen scheint, den Kader im Erfolgsfall nur ängstlich weiter zu verwalten.
Es sieht eher danach aus, als wolle man die Gelegenheit nutzen, die zweite Reihe zu stärken und sich (weiter) zukunftsfähig aufzustellen. Nachdem in den ersten beiden Eberl-Transfersommern dann doch recht viel aufgegangen ist, sich die intern gestärkten Spieler positiv entwickelt haben und man zuletzt ordentlich Platz geschaffen hat, kann man sich genau das erlauben. So könnte man, wenn auch das funktioniert, den Kaderumbruch innerhalb von 3 Jahren komplett vollzogen haben (ohne Spieler an Bord, die eigentlich nicht mehr so richtig gewollt sind).
-> Mutig insofern, dass man talentierte Spieler mit Potential ins Auge fasst.
Auch da ist der Weg in dieser Saison (vor allem mit eigenen Talenten) bereits sehr gut - klare Auswahl der zu fördernden Spieler, klare(re) Kommunikation und relativ klare Kaderplätze.
-> Kreativ, weil bei den Gerüchten Spieler dabei sind, die man nun nicht unbedingt auf dem Schirm gehabt hätte.
Man scheint auch weiter konkret nach bestimmten Fähigkeiten und Spielerprofilen (dazu nach meinem Eindruck auch nach „Charakter auf dem Feld“) zu schauen, nicht bloß nach Namen oder individuellen Qualitäten.

Das alles ist natürlich in einer Situation, in der man ein klares System spielt und längerfristig mit einem Trainer plant, auch wieder einfacher (mal abgesehen von den aktuell durchaus vorzeigbaren CL-Auftritten, die ja dann doch erstmal nur Momentaufnahmen sind). Dürfte den Verein auch nach außen wieder attraktiver machen. Selbstverstärkender Effekt könnte man sagen.
Auch Eberl sollte die aktuelle Erfolgsphase, wenn man sie annähernd aufrechterhalten kann, ein bisschen mehr Handlungsfreiheit verschaffen. Auch Sicherheit, was sicher zu mutigeren Lösungen beiträgt.

Die aktuellen Ideen und Pläne, so wie sie sich nach den Gerüchten darstellen:

• Neuer-Verlängerung ist nicht so abwegig (solange man von einem stabilen Fitnesszustand ausgehen kann), wobei man auch mit Urbig nicht so schlecht dastünde

• junger RV als Backup für Laimer, der dessen Rolle relativ vergleichbar ausfüllen kann (für Boey)
• ggf. technisch starker, ähnlich flexibler LV (für Guerreiro)
• Upa-Verlängerung als Ziel + Guéhi/Schlotterbeck im Visier (für Minjae oder ggf. für Upa)

Kann mir allerdings kaum vorstellen, dass man in der Verteidigung alles davon umsetzen würde. Dann wäre man fast schon etwas zu breit aufgestellt, nicht numerisch ggü. der aktuellen Situation, aber qualitativ mit den höheren Ambitionen der möglichen Neuzugänge. Vorstellbar bspw., dass entweder ein neuer LV kommt oder ein neuer IV (mit Ito und Stanisic als flexibel verschiebbare Optionen).

• junger, großer/physischer ZM, der aber auch was mit Ball kann (für Goretzka)
• weitere Sturm-Option, nach meiner Vermutung eher ein physischer/athletischer Typ, der aber trotzdem technisch ein gewisses Grundniveau hat (für Jackson)

Ausgerechnet für den Flügel hört man nichts ganz so konkretes. Könnte darauf hindeuten, dass man sich zumindest erstmal offen lässt, mit Gnabry weiterzumachen und ggf. Mike weiter die Chance zu geben.
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