Transfer- und Personalpolitik
27.06.2013 - 14:13 Uhr
08.09.2025 - 14:19 Uhr
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
08.09.2025 - 15:53 Uhr
Zitat von Mi-cha
Eine Anmerkung zu Wirtz, die sich allerdings sehr wahrscheinlich auch auf Mane etc umlegen lässt. Die Angaben die man so findet, reden bei Witz von 12-15 mio NETTO!. Der Spitzensteuersatz in England liegt bei 44%, das wären 6 Mio als Mittelwert gerechnet dazu, was ein Bruttogehalt von 20 mio ergeben würde. Eben der Betrag über den wir bei uns gesprochen hätten. 20 mio Gehalt bei uns, weil bei uns die Gehälter immer in Brutto angegeben werden.
Witz hatte daher sehr wahrscheinlich ein ähnlich hohes Gehaltsangebot, sowohl von Pool, als auch von uns.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Kurzum: Die auf solchen Seiten wie "capology" bzw. diversen Medien berichteten Spielergehälter entsprechen nicht der Wahrheit, weshalb auch das darauf aufgebaute Narrativ "Liverpool zahlt weniger als Bayern" oder "bei Liverpool verdienen die Spieler weniger als bei Bayern" auf Unwahrheiten bzw. inkorrektem Wissen basiert, richtig?
Oder verdient jetzt der Wirtz bei Liverpool noch immer "nur" 14 Mio, während er bei Bayern 20-25 bekommen hätte?
Was ist jetzt die Quintessenz deiner Ausführungen, in der Form, wo denn das Geld abseits der "Teilzeitkräfte" landet und wie letztendlich das Gehaltsniveau beider Mannschaften im Vergleich zu bewerten ist?
Wenn u. a. bei Bayern stets die maximal möglichen Gehälter und bei anderen Vereinen eben nicht angegeben und argumentativ verwendet werden, dann entsteht einfach ein völlig falsches Bild und folglich entsprechende Narrative, die sich irgendwann derart verfestigen und verselbstständigen, dass man argumentativ diesem nicht mehr entgegnen kann, denn wer sich ein wenig intensiver mit der Materie auseinander setzt, was ein Fußballverein in Summe an Mitarbeitern beschäftigt und welche Kosten diese verursachen, dann ist es einfach nicht plausibel zu erklären, dass ein Verein auf einem eigentlich identischen Niveau 40 Mio höhere Personalkosten ausweist, wenn der Lizenzspielerkader deutlich geringere Kosten verursacht, als bei einem vergleichbaren Verein.
Selbst, wenn man davon ausgehen würde, dass der andere Verein diese Kostenposition outsourced, der Teil der Ausgaben also an anderer Stelle in der Bilanz auftaucht, so ist diese Differenz noch immer nicht damit zu erklären.
Zudem halte ich deine Ausführungen, dass bei "capology" deshalb die Angaben nicht korrekt wären, weil dort nur "Fixgehälter angegeben werden", nicht für plausibel, weil dort sehr wohl sowohl "brutto/netto" als auch "exkl./inkl. Boni" selektiert werden kann und ich selbstverständlich in beiden Fällen "brutto" und "inkl. Boni" ausgewählt habe, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können.
Egal, wie man es dreht oder wendet, man landet immer an dem Punkt, dass die auf solchen Seiten oder in den Medien (sofern keine Leaks) angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen können, sondern einfach spekulativ, reine Mutmaßungen sind, die einer Überprüfung der jeweiligen Bilanzen der Vereine nicht standhalten, zumindest bei einem Großteil der Vereine.
Letztendlich ist es auch relativ einfach, wenn man die Bilanzen genauer inspiziert, dass, und da wiederhole ich mich gerne, die höheren Einnahmen bei Vereinen aus der PL letztendlich auch irgendwo landen müssen, wenn man die Bilanz exkl. Transfereinnahmen betrachtet, und diese einen recht hohen Verlust aufweist (57 Mio Pfund). Es mag also gut möglich sein, dass Liverpool für sonstige Mitarbeiter mehr zahlt bzw. zahlen muss, aber nicht mal ansatzweise so viel, dass dieser Gap zu erklären wäre, denn nochmal: selbst bei 500 Mitarbeitern mehr, die dann bei 40 Mio höheren Kosten, jeweils 80.000 Euro im Jahr/pro Saison erhielten, wäre zwar die Differenz der Personalkosten geklärt, aber noch immer nicht die differenten 100 Mio bei den Gehältern des Lizenzspielerkaders. Du kannst dich ja zudem mal schlau machen, und uns dann berichten, in welchem Lohnsektor diese Mitarbeiter dort bei Liverpool angehörig sind, die rein an den Spieltagen dort tätig sind. Ohne das vollends vorweggreifen zu wollen, muss man kein Experte sein, um vorhersehen zu können, dass die aller Voraussicht nach eben keine 80k im Jahr verdienen.
Fazit: Wie man es dreht und wendet, die kolportierten Gehälter vieler Vereine, aus Seiten wie "capology" bzw. anderen Medien/Quellen, entsprechen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wahrheit, werden aber immer wieder in diversen Diskussionen verwendet und ein völlig falsches Bild erzeugt.
Zitat von pietea
Kurz gesagt: Die "140 Millionen"-Lücke entsteht nur, weil zwei unvergleichbare Größen vermischt werden.
Die 100 Millionen stammen aus Capology-Basisgehältern (nur Fixlöhne des Kaders). In der Gewinn- und Verlustrechnung landen bei Liverpool obendrauf: Arbeitgeber-Abgaben in UK (National Insurance, grob im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf den Lohnblock), leistungsabhängige Boni/Loyalitätsprämien/Signing-on und Bildrechte-Vergütungen (alle zweistellig in Mil.), Abfindungen/Staff-Kosten sowie Matchday-Löhne. Rechnet man das realistisch hinzu, liegt Liverpool beim "Football-Payroll" nicht 100 Mio unter Bayern, sondern im ähnlichen Korridor.
Die übrigen 40 Mio Differenz bei den Gesamt-Personalkosten erklären sich aus Struktur/Verbuchung (Anfield-Betrieb und Hospitality weitgehend inhouse beim LFC), Geschäftsjahr/Wechselkurs sowie Posten, die Bayern teils außerhalb der eigenen Lohnzeile abwickelt.
Fazit: Der behauptete 140-Millionen-Abstand ist eine Schein-Gap aus Basislohn vs. Gesamtpersonalkosten. Strukturelle Verbuchung + Abgaben + Boni schließen den Großteil – ohne dass Liverpool quer durch den Kader Bayern-Fixgehälter zahlt.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Der Gap sind aber nicht nur diese 40 Mio Differenz zwischen den gesamten Personalkosten der Bayern und Liverpool, sondern es wären ja eben 140 Mio, weil die berichteten Gehälter des Lizenzspielerkaders für eben jene Saison um 100 Mio geringer ausgefallen sein soll, als bei den Bayern, sodass nicht nur 40 sondern 140 Mio, so wie in den jeweiligen Geschäftsberichten ausgewiesen, bei Liverpool auf restliches Personal anfallen müsste.
DAS ist logisch nicht zu erklären, sodass deine These in meinen Augen nicht haltbar ist. Möglicherweise liege ich auch einem Denkfehler auf, weshalb es zielführend wäre, wenn du aufzeigen würdest, wie du dieses 140 Mio Defizit erklären möchtest, oder bleibst du weiterhin dabei, dass dieser bei den "Teilzeitkräften", die rund um die Spieltage zusätzliche Kosten verursachen, hängen bleibt, also 140 Mio bleiben da hängen bzw. auch nur ansatzweise eine Summe, die damit zu erklären wäre?
Nochmal: Liverpool erhält allein über 200 Mio pro Saison aus dem TV-Einnahme-Pool, während das bei Bayern ca. 90 Mio sind. Diesen Einnahmen stehen keinerlei Ausgaben gegenüber, sodass allein durch diese Einnahmen Liverpool 110 Mio netto mehr investieren könnte. Selbst wenn anderen Einnahmen, z. B. im Bereich Catering etc., höhere Ausgaben als bei Bayern gegenüber stehen, so muss das Geld, was Liverpool einnimmt, ja irgendwo landen, weshalb einem eigentlich auch die einfache Logik einem sagen sollte, dass gerade im Fußball, wo eine Geldentnahme der Investoren nicht zu erkennen ist, das Geld letztendlich bei den Spielern und deren Berater landet, sowie bei anderen Vereinen, in Form von Ablösesummen. Da aber in dem jeweiligen Jahr Liverpool nicht so exorbitant investiert hat, wie in diesem Sommer, kann der überwiegende Teil des oben erwähnten Gaps nur bei den Spielern gelandet sein, denn anders ist das nicht wirklich zu erklären, nicht bei so einer hohen Summe, aber ich lasse mich gerne überzeugen, sofern du für deine These entsprechende Argumente vorlegen kannst, die über "das landet beiden "Teilzeitkräften" bzw. dem Personal, welches an den Spieltagen zusätzlich eingesetzt wird, denn ich habe ja in meinem vorherigen Beitrag überschlagsmäßig skizziert, dass das selbst bei 500 zusätzlichen Mitarbeitern nicht aufgeht.
Zudem: ich möchte mit meinen Beiträgen weder suggerieren, dass Bayern nicht zu viel Gehälter für gewisse Spieler zahlen würde, noch, dass Liverpool jetzt über die Maßen zahlen würde, sondern meine These ist lediglich, dass beide Vereine in einer sehr ähnlichen Region Gehälter für ihren Lizenzspielerkader zahlen müssen, weil einen anderen Schluss die jeweiligen Jahresberichte nicht zulassen, was aber konträr zu den Berichten und kolportierten Zahlen ist, die davon sprechen, dass, wie von mir erwähnt, Liverpool angeblich in der Saison 23/24 100!!! Mio weniger an Gehältern gezahlt hat, obwohl sie insgesamt aber 40 Mio mehr Personalkosten hatten. Da beißt sich eben die berühmte Katze selbst in den Schwanz, weil das hinten und vorne nicht stimmig ist.
Es heißt immer, Bayern würde viel zahlen, was ich niemals bestreiten würde, weil sie eben auch ein Topteam sind, aber andere sind das eben auch und müssen, gerade weil die Spieler und deren Berater um die finanziellen Möglichkeiten wissen, ebenfalls viel zahlen, weshalb es nicht logisch zu erklären ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Kader ganze 100 Mio pro Saison weniger zahlen soll, wenngleich die gesamten Personalkosten die der Bayern nochmal übersteigen.
Entweder bezahlen eben andere auch viel, und zum Teil sogar deutlich mehr, oder aber das Narrativ bezüglich der Bayern muss angepasst werden, denn beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Ich finde, dass beide in einem völlig normalen Rahmen Gehälter für ihren Lizenzspielerkader bezahlen, sowie auch gesamte Personalkosten, was die jeweilige Personalkostenquote aufzeigt, denn die ist z. B. bei Bayern seit jeher auf einem gesunden Maß. Das Problem sehe ich als weniger darin, dass Bayern sich das nicht leisten kann, sondern das sie das einfach nicht wollen, weil das Gefüge nicht (mehr) stimmt, da eben einige Spieler ihren Gehältern nicht gerecht werden.
Bedenkt man jetzt, wie viel Liverpool in neue Spieler investiert hat, sowie auch z. B. in den VVLs von Salah un VVD, dann werden auch da die Gehälter nochmal gestiegen sein, und da sicher in einem signifikanten Maße.
Zitat von pietea
Die höheren Personalkosten bei Liverpool bedeuten nicht automatisch höhere Fixgehälter für die Spieler. Liverpool verbucht mehr Betrieb direkt im Lohnblock (viele Matchday-Kräfte, Arbeitgeberabgaben in UK, Abfindungen etc.), während Bayern Teile von Stadion und Service außerhalb der eigenen Lohnsumme abwickelt. Außerdem fallen die Geschäftsjahre unterschiedlich aus, die Lücke ist also nicht starr 40 Mio. Euro.
Die oft zitierten Kaderzahlen sind größtenteils Grundgehälter: Signing-on, Loyalitätsprämien und Bildrechte landen in den Personalkosten, ohne als Fixgehalt zu erscheinen. Das erklärt die Differenz, ohne dass Liverpool quer durch den Kader mehr Fixgehalt zahlen muss.
Das Marktverhalten bestätigt es doch: Wijnaldum zu PSG, Mane zu Bayern, Coutinho zu Barcelona – Stammspieler gingen dorthin, wo das Fixgehalt höher war. Wirtz liegt plausibel eine Stufe unter Salah (ca. 12–15 Mio. fix) und gleicht über Boni aus; 20 Mio. fix wären für Liverpool untypisch.
Kurz: Die Struktur erklärt Liverpools höhere Personalkosten, nicht ein insgesamt höheres Fixgehalt der Spieler.
P.S. Da fällt mir noch Fabinho ein: über 3.500 Minuten in seiner letzten Liverpool-Saison – und dann Wechsel in die Wüste, weil dort "unglaubliche" 14 Mio pro Jahr winken.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Nochmal: selbst wenn dem so wäre, was ich in meinen Recherchen nicht feststellen konnte, dass Liverpool mehr Angestellte hat und an Spieltage Teilzeitkräfte einstellt, was sich in höheren Personalkosten darstellt, dann erklärt das aber dennoch keine mindestens 40 Mio höhere Gesamtsumme, oder möchtest du uns glaubhaft machen, dass diese Teilzeitkräfte!!! in Summe so eine große Position in diesem Bereich ausmachen? Also bitte...
Warum nicht das Naheliegende für wahrscheinlich halten und sich da irgendetwas konstruieren, was beim genaueren Blick auf die jeweiligen Bilanzen und zur Verfügung stehenden Daten einfach nicht haltbar ist?
Es gibt die unterschiedlichsten Vertragskonstrukte, wie das Geld letztendlich bei den Spielern landen kann. Seien es persönliche Sponsorenverträge, Botschafterverträge, Vergütungen über Bildrechte oder Loyalitätsboni. Selbst über die Berater kann man Dinge mehr oder weniger verschleiern, um nach außen hin die Gehälter vermeintlich kleiner wirken/aussehen zu lassen.
Bestes Beispiel wäre hier ja zudem auch die direkte Aussage von Vater Wirtz, der ja der Berater vom Spieler ist, und der klar und unmissverständlich kommunizierte, dass das finanzielle Angebot seitens Liverpool sich nicht von dem der Bayern unterschied. Wenn man sich jetzt die Berichtelage vor Augen führt, was dort bezüglich Bayern und dem kolportierten Gehalt berichtet wurde und was jetzt vermeintlich bei Liverpool "nur" gezahlt werden soll, dann wird auch da schnell ersichtlich, dass das nicht passt, nicht passen kann.
Wie auch: in der PL werden Unsummen verdient, eingenommen. Liverpool allein hat als Meister aus dem TV-Gelder-Pool über 200 Mio erhalten und wer davon ausgeht, dass diese enormen Gelder, die dort eingenommen und ausgegeben werden, nicht letztendlich primär bei den Spieler und deren Berater landen, dem ist, so deutlich muss man das sagen, argumentativ nicht zu begegnen.
Man muss auch nur mal schauen, wie viel z. B. ein Ekitike und sein Berater beim Transfer zu Liverpool mitverdient haben, was auch signing fees und Beraterhonorare als Posten auf der Kostenseite ausmachen. Die muss man dann eben auch mit einbeziehen, denn diese gehören zu den Spielern dazu. Ich kann doch auch nicht bei Real oder Barca nur die angegebenen Gehälter nehmen, die kolportiert wurden, z. B. bei CR7 oder Neymar damals, obwohl sie in Summe vom Verein deutlich mehr erhalten haben, was bei Neymar z. B. damals ja durch Gerichte bestätigt wurde, weil das das Bild völlig verzerrt.
Wer also wirklich ernsthaft glaubt und davon ausgeht, dass ein Wirtz bei Liverpool "nur" 14 Mio verdient, während er bei Bayern über 20 Mio erhalten hätte, obwohl Vater Wirtz das bestreitet, der trägt eben mit dazu bei, dass sich gewisse Narrative einfach aufrecht erhalten, obwohl die Bilanzen, "Teilzeitkräfte" hin oder her, etwas anderes aussagen, denn im Geschäftsbericht von Liverpool sind zudem auch die Mitarbeiter/Angestellten in der Höhe kenntlich gemacht worden, was dann in der Folge nur einen logischen Schluss zulässt, dass nahezu ausgeschlossen werden kann, dass diese Mitarbeiter, die in einem eigentlich niedrigen Lohnsektor beschäftigt sind, diese Differenz nicht ausmachen können. Das ist einfach damit nicht erklärbar. Wir sprechen hier von einer Summe von über 40 Mio Euro, was verteilt auf 200 Mitarbeiter/Angestellte ein Durchschnittsverdienst von 200.000 Euro bedeuten würde. Selbst wenn es 500 wären, hieße das, jeder dieser "Teilzeitkräfte" erhielte 80.000 Euro im Jahr...
Viel wahrscheinlicher ist es, dass die angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen bzw. nicht die gesamte Summe abbilden, die die Spieler erhalten, weil da eben noch signing fees, Loyalitätsboni, Zahlungen für Bildrechte etc. dazu kommen, denn anders sind die höheren Personalkosten nicht zu erklären, auch mit zusätzlichem Personal an den Spieltagen im dreistelligen Bereich, da es ausgeschlossen werden kann, dass diese in Summe die Differenz von 40 Mio ausmachen. Da genügt eigentlich eine laienhafte Überschlagsrechnung, um das als nahezu ausgeschlossen abhandeln zu können.
Laut "capology" zahlt Bayern dem aktuellen Kader 245 Mio Euro. Liverpool soll für seinen Kader 179 Mio ausgeben, also 66!!! Mio pro Jahr weniger als die Bayern.
Für die Saison 23/24 sollen es bei Bayern 264 Mio gewesen sein, während es bei Liverpool "nur" 165 Mio waren, also gewaltige 100 Mio an Spielergehälter pro Jahr weniger, und das glaubst du, obwohl die Jahresberichte zu dieser jeweiligen Saison bei Liverpool einen höheren Personalkostenanteil ausgewiesen haben? Es wären also eigentlich nicht nur 40 Mio mehr, seitens Liverpool, sondern 140 Mio, weil ja Liverpool vermeintlich 100 Mio weniger an Gehältern zahlt, was deine Theorie mit der Kostenposition der "Teilzeitkräfte" noch mehr ad absurdum führt.
Kurzum: wie kann ein Verein, der für seinen Lizenzspielerkader 100 Mio Euro pro Jahr weniger als Bayern ausgegeben hat, insgesamt aber über 40 Mio mehr an Personalkosten ausgegeben haben? Wie soll das möglich sein, selbst wenn man davon ausgehen muss, dass ein Klopp sehr wahrscheinlich mehr verdient hat als Nagelsmann/Tuchel? Willst du uns ernsthaft glaubhaft vermitteln, dass bei Liverpool 140 Mio Personalkosten für das restliche Personal mehr anfallen, als das bei Bayern der Fall ist, bei in etwas identischer Mitarbeiteranzahl?
Ich bin ehrlich, das lässt mich ein wenig sprach- und ratlos zurück...
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Nochmal: selbst wenn dem so wäre, was ich in meinen Recherchen nicht feststellen konnte, dass Liverpool mehr Angestellte hat und an Spieltage Teilzeitkräfte einstellt, was sich in höheren Personalkosten darstellt, dann erklärt das aber dennoch keine mindestens 40 Mio höhere Gesamtsumme, oder möchtest du uns glaubhaft machen, dass diese Teilzeitkräfte!!! in Summe so eine große Position in diesem Bereich ausmachen? Also bitte...
Warum nicht das Naheliegende für wahrscheinlich halten und sich da irgendetwas konstruieren, was beim genaueren Blick auf die jeweiligen Bilanzen und zur Verfügung stehenden Daten einfach nicht haltbar ist?
Es gibt die unterschiedlichsten Vertragskonstrukte, wie das Geld letztendlich bei den Spielern landen kann. Seien es persönliche Sponsorenverträge, Botschafterverträge, Vergütungen über Bildrechte oder Loyalitätsboni. Selbst über die Berater kann man Dinge mehr oder weniger verschleiern, um nach außen hin die Gehälter vermeintlich kleiner wirken/aussehen zu lassen.
Bestes Beispiel wäre hier ja zudem auch die direkte Aussage von Vater Wirtz, der ja der Berater vom Spieler ist, und der klar und unmissverständlich kommunizierte, dass das finanzielle Angebot seitens Liverpool sich nicht von dem der Bayern unterschied. Wenn man sich jetzt die Berichtelage vor Augen führt, was dort bezüglich Bayern und dem kolportierten Gehalt berichtet wurde und was jetzt vermeintlich bei Liverpool "nur" gezahlt werden soll, dann wird auch da schnell ersichtlich, dass das nicht passt, nicht passen kann.
Wie auch: in der PL werden Unsummen verdient, eingenommen. Liverpool allein hat als Meister aus dem TV-Gelder-Pool über 200 Mio erhalten und wer davon ausgeht, dass diese enormen Gelder, die dort eingenommen und ausgegeben werden, nicht letztendlich primär bei den Spieler und deren Berater landen, dem ist, so deutlich muss man das sagen, argumentativ nicht zu begegnen.
Man muss auch nur mal schauen, wie viel z. B. ein Ekitike und sein Berater beim Transfer zu Liverpool mitverdient haben, was auch signing fees und Beraterhonorare als Posten auf der Kostenseite ausmachen. Die muss man dann eben auch mit einbeziehen, denn diese gehören zu den Spielern dazu. Ich kann doch auch nicht bei Real oder Barca nur die angegebenen Gehälter nehmen, die kolportiert wurden, z. B. bei CR7 oder Neymar damals, obwohl sie in Summe vom Verein deutlich mehr erhalten haben, was bei Neymar z. B. damals ja durch Gerichte bestätigt wurde, weil das das Bild völlig verzerrt.
Wer also wirklich ernsthaft glaubt und davon ausgeht, dass ein Wirtz bei Liverpool "nur" 14 Mio verdient, während er bei Bayern über 20 Mio erhalten hätte, obwohl Vater Wirtz das bestreitet, der trägt eben mit dazu bei, dass sich gewisse Narrative einfach aufrecht erhalten, obwohl die Bilanzen, "Teilzeitkräfte" hin oder her, etwas anderes aussagen, denn im Geschäftsbericht von Liverpool sind zudem auch die Mitarbeiter/Angestellten in der Höhe kenntlich gemacht worden, was dann in der Folge nur einen logischen Schluss zulässt, dass nahezu ausgeschlossen werden kann, dass diese Mitarbeiter, die in einem eigentlich niedrigen Lohnsektor beschäftigt sind, diese Differenz nicht ausmachen können. Das ist einfach damit nicht erklärbar. Wir sprechen hier von einer Summe von über 40 Mio Euro, was verteilt auf 200 Mitarbeiter/Angestellte ein Durchschnittsverdienst von 200.000 Euro bedeuten würde. Selbst wenn es 500 wären, hieße das, jeder dieser "Teilzeitkräfte" erhielte 80.000 Euro im Jahr...
Viel wahrscheinlicher ist es, dass die angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen bzw. nicht die gesamte Summe abbilden, die die Spieler erhalten, weil da eben noch signing fees, Loyalitätsboni, Zahlungen für Bildrechte etc. dazu kommen, denn anders sind die höheren Personalkosten nicht zu erklären, auch mit zusätzlichem Personal an den Spieltagen im dreistelligen Bereich, da es ausgeschlossen werden kann, dass diese in Summe die Differenz von 40 Mio ausmachen. Da genügt eigentlich eine laienhafte Überschlagsrechnung, um das als nahezu ausgeschlossen abhandeln zu können.
Laut "capology" zahlt Bayern dem aktuellen Kader 245 Mio Euro. Liverpool soll für seinen Kader 179 Mio ausgeben, also 66!!! Mio pro Jahr weniger als die Bayern.
Für die Saison 23/24 sollen es bei Bayern 264 Mio gewesen sein, während es bei Liverpool "nur" 165 Mio waren, also gewaltige 100 Mio an Spielergehälter pro Jahr weniger, und das glaubst du, obwohl die Jahresberichte zu dieser jeweiligen Saison bei Liverpool einen höheren Personalkostenanteil ausgewiesen haben? Es wären also eigentlich nicht nur 40 Mio mehr, seitens Liverpool, sondern 140 Mio, weil ja Liverpool vermeintlich 100 Mio weniger an Gehältern zahlt, was deine Theorie mit der Kostenposition der "Teilzeitkräfte" noch mehr ad absurdum führt.
Kurzum: wie kann ein Verein, der für seinen Lizenzspielerkader 100 Mio Euro pro Jahr weniger als Bayern ausgegeben hat, insgesamt aber über 40 Mio mehr an Personalkosten ausgegeben haben? Wie soll das möglich sein, selbst wenn man davon ausgehen muss, dass ein Klopp sehr wahrscheinlich mehr verdient hat als Nagelsmann/Tuchel? Willst du uns ernsthaft glaubhaft vermitteln, dass bei Liverpool 140 Mio Personalkosten für das restliche Personal mehr anfallen, als das bei Bayern der Fall ist, bei in etwas identischer Mitarbeiteranzahl?
Ich bin ehrlich, das lässt mich ein wenig sprach- und ratlos zurück...
Die höheren Personalkosten bei Liverpool bedeuten nicht automatisch höhere Fixgehälter für die Spieler. Liverpool verbucht mehr Betrieb direkt im Lohnblock (viele Matchday-Kräfte, Arbeitgeberabgaben in UK, Abfindungen etc.), während Bayern Teile von Stadion und Service außerhalb der eigenen Lohnsumme abwickelt. Außerdem fallen die Geschäftsjahre unterschiedlich aus, die Lücke ist also nicht starr 40 Mio. Euro.
Die oft zitierten Kaderzahlen sind größtenteils Grundgehälter: Signing-on, Loyalitätsprämien und Bildrechte landen in den Personalkosten, ohne als Fixgehalt zu erscheinen. Das erklärt die Differenz, ohne dass Liverpool quer durch den Kader mehr Fixgehalt zahlen muss.
Das Marktverhalten bestätigt es doch: Wijnaldum zu PSG, Mane zu Bayern, Coutinho zu Barcelona – Stammspieler gingen dorthin, wo das Fixgehalt höher war. Wirtz liegt plausibel eine Stufe unter Salah (ca. 12–15 Mio. fix) und gleicht über Boni aus; 20 Mio. fix wären für Liverpool untypisch.
Kurz: Die Struktur erklärt Liverpools höhere Personalkosten, nicht ein insgesamt höheres Fixgehalt der Spieler.
P.S. Da fällt mir noch Fabinho ein: über 3.500 Minuten in seiner letzten Liverpool-Saison – und dann Wechsel in die Wüste, weil dort "unglaubliche" 14 Mio pro Jahr winken.
Der Gap sind aber nicht nur diese 40 Mio Differenz zwischen den gesamten Personalkosten der Bayern und Liverpool, sondern es wären ja eben 140 Mio, weil die berichteten Gehälter des Lizenzspielerkaders für eben jene Saison um 100 Mio geringer ausgefallen sein soll, als bei den Bayern, sodass nicht nur 40 sondern 140 Mio, so wie in den jeweiligen Geschäftsberichten ausgewiesen, bei Liverpool auf restliches Personal anfallen müsste.
DAS ist logisch nicht zu erklären, sodass deine These in meinen Augen nicht haltbar ist. Möglicherweise liege ich auch einem Denkfehler auf, weshalb es zielführend wäre, wenn du aufzeigen würdest, wie du dieses 140 Mio Defizit erklären möchtest, oder bleibst du weiterhin dabei, dass dieser bei den "Teilzeitkräften", die rund um die Spieltage zusätzliche Kosten verursachen, hängen bleibt, also 140 Mio bleiben da hängen bzw. auch nur ansatzweise eine Summe, die damit zu erklären wäre?
Nochmal: Liverpool erhält allein über 200 Mio pro Saison aus dem TV-Einnahme-Pool, während das bei Bayern ca. 90 Mio sind. Diesen Einnahmen stehen keinerlei Ausgaben gegenüber, sodass allein durch diese Einnahmen Liverpool 110 Mio netto mehr investieren könnte. Selbst wenn anderen Einnahmen, z. B. im Bereich Catering etc., höhere Ausgaben als bei Bayern gegenüber stehen, so muss das Geld, was Liverpool einnimmt, ja irgendwo landen, weshalb einem eigentlich auch die einfache Logik einem sagen sollte, dass gerade im Fußball, wo eine Geldentnahme der Investoren nicht zu erkennen ist, das Geld letztendlich bei den Spielern und deren Berater landet, sowie bei anderen Vereinen, in Form von Ablösesummen. Da aber in dem jeweiligen Jahr Liverpool nicht so exorbitant investiert hat, wie in diesem Sommer, kann der überwiegende Teil des oben erwähnten Gaps nur bei den Spielern gelandet sein, denn anders ist das nicht wirklich zu erklären, nicht bei so einer hohen Summe, aber ich lasse mich gerne überzeugen, sofern du für deine These entsprechende Argumente vorlegen kannst, die über "das landet beiden "Teilzeitkräften" bzw. dem Personal, welches an den Spieltagen zusätzlich eingesetzt wird, denn ich habe ja in meinem vorherigen Beitrag überschlagsmäßig skizziert, dass das selbst bei 500 zusätzlichen Mitarbeitern nicht aufgeht.
Zudem: ich möchte mit meinen Beiträgen weder suggerieren, dass Bayern nicht zu viel Gehälter für gewisse Spieler zahlen würde, noch, dass Liverpool jetzt über die Maßen zahlen würde, sondern meine These ist lediglich, dass beide Vereine in einer sehr ähnlichen Region Gehälter für ihren Lizenzspielerkader zahlen müssen, weil einen anderen Schluss die jeweiligen Jahresberichte nicht zulassen, was aber konträr zu den Berichten und kolportierten Zahlen ist, die davon sprechen, dass, wie von mir erwähnt, Liverpool angeblich in der Saison 23/24 100!!! Mio weniger an Gehältern gezahlt hat, obwohl sie insgesamt aber 40 Mio mehr Personalkosten hatten. Da beißt sich eben die berühmte Katze selbst in den Schwanz, weil das hinten und vorne nicht stimmig ist.
Es heißt immer, Bayern würde viel zahlen, was ich niemals bestreiten würde, weil sie eben auch ein Topteam sind, aber andere sind das eben auch und müssen, gerade weil die Spieler und deren Berater um die finanziellen Möglichkeiten wissen, ebenfalls viel zahlen, weshalb es nicht logisch zu erklären ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Kader ganze 100 Mio pro Saison weniger zahlen soll, wenngleich die gesamten Personalkosten die der Bayern nochmal übersteigen.
Entweder bezahlen eben andere auch viel, und zum Teil sogar deutlich mehr, oder aber das Narrativ bezüglich der Bayern muss angepasst werden, denn beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Ich finde, dass beide in einem völlig normalen Rahmen Gehälter für ihren Lizenzspielerkader bezahlen, sowie auch gesamte Personalkosten, was die jeweilige Personalkostenquote aufzeigt, denn die ist z. B. bei Bayern seit jeher auf einem gesunden Maß. Das Problem sehe ich als weniger darin, dass Bayern sich das nicht leisten kann, sondern das sie das einfach nicht wollen, weil das Gefüge nicht (mehr) stimmt, da eben einige Spieler ihren Gehältern nicht gerecht werden.
Bedenkt man jetzt, wie viel Liverpool in neue Spieler investiert hat, sowie auch z. B. in den VVLs von Salah un VVD, dann werden auch da die Gehälter nochmal gestiegen sein, und da sicher in einem signifikanten Maße.
Kurz gesagt: Die "140 Millionen"-Lücke entsteht nur, weil zwei unvergleichbare Größen vermischt werden.
Die 100 Millionen stammen aus Capology-Basisgehältern (nur Fixlöhne des Kaders). In der Gewinn- und Verlustrechnung landen bei Liverpool obendrauf: Arbeitgeber-Abgaben in UK (National Insurance, grob im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf den Lohnblock), leistungsabhängige Boni/Loyalitätsprämien/Signing-on und Bildrechte-Vergütungen (alle zweistellig in Mil.), Abfindungen/Staff-Kosten sowie Matchday-Löhne. Rechnet man das realistisch hinzu, liegt Liverpool beim "Football-Payroll" nicht 100 Mio unter Bayern, sondern im ähnlichen Korridor.
Die übrigen 40 Mio Differenz bei den Gesamt-Personalkosten erklären sich aus Struktur/Verbuchung (Anfield-Betrieb und Hospitality weitgehend inhouse beim LFC), Geschäftsjahr/Wechselkurs sowie Posten, die Bayern teils außerhalb der eigenen Lohnzeile abwickelt.
Fazit: Der behauptete 140-Millionen-Abstand ist eine Schein-Gap aus Basislohn vs. Gesamtpersonalkosten. Strukturelle Verbuchung + Abgaben + Boni schließen den Großteil – ohne dass Liverpool quer durch den Kader Bayern-Fixgehälter zahlt.
Kurzum: Die auf solchen Seiten wie "capology" bzw. diversen Medien berichteten Spielergehälter entsprechen nicht der Wahrheit, weshalb auch das darauf aufgebaute Narrativ "Liverpool zahlt weniger als Bayern" oder "bei Liverpool verdienen die Spieler weniger als bei Bayern" auf Unwahrheiten bzw. inkorrektem Wissen basiert, richtig?
Oder verdient jetzt der Wirtz bei Liverpool noch immer "nur" 14 Mio, während er bei Bayern 20-25 bekommen hätte?
Was ist jetzt die Quintessenz deiner Ausführungen, in der Form, wo denn das Geld abseits der "Teilzeitkräfte" landet und wie letztendlich das Gehaltsniveau beider Mannschaften im Vergleich zu bewerten ist?
Wenn u. a. bei Bayern stets die maximal möglichen Gehälter und bei anderen Vereinen eben nicht angegeben und argumentativ verwendet werden, dann entsteht einfach ein völlig falsches Bild und folglich entsprechende Narrative, die sich irgendwann derart verfestigen und verselbstständigen, dass man argumentativ diesem nicht mehr entgegnen kann, denn wer sich ein wenig intensiver mit der Materie auseinander setzt, was ein Fußballverein in Summe an Mitarbeitern beschäftigt und welche Kosten diese verursachen, dann ist es einfach nicht plausibel zu erklären, dass ein Verein auf einem eigentlich identischen Niveau 40 Mio höhere Personalkosten ausweist, wenn der Lizenzspielerkader deutlich geringere Kosten verursacht, als bei einem vergleichbaren Verein.
Selbst, wenn man davon ausgehen würde, dass der andere Verein diese Kostenposition outsourced, der Teil der Ausgaben also an anderer Stelle in der Bilanz auftaucht, so ist diese Differenz noch immer nicht damit zu erklären.
Zudem halte ich deine Ausführungen, dass bei "capology" deshalb die Angaben nicht korrekt wären, weil dort nur "Fixgehälter angegeben werden", nicht für plausibel, weil dort sehr wohl sowohl "brutto/netto" als auch "exkl./inkl. Boni" selektiert werden kann und ich selbstverständlich in beiden Fällen "brutto" und "inkl. Boni" ausgewählt habe, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können.
Egal, wie man es dreht oder wendet, man landet immer an dem Punkt, dass die auf solchen Seiten oder in den Medien (sofern keine Leaks) angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen können, sondern einfach spekulativ, reine Mutmaßungen sind, die einer Überprüfung der jeweiligen Bilanzen der Vereine nicht standhalten, zumindest bei einem Großteil der Vereine.
Letztendlich ist es auch relativ einfach, wenn man die Bilanzen genauer inspiziert, dass, und da wiederhole ich mich gerne, die höheren Einnahmen bei Vereinen aus der PL letztendlich auch irgendwo landen müssen, wenn man die Bilanz exkl. Transfereinnahmen betrachtet, und diese einen recht hohen Verlust aufweist (57 Mio Pfund). Es mag also gut möglich sein, dass Liverpool für sonstige Mitarbeiter mehr zahlt bzw. zahlen muss, aber nicht mal ansatzweise so viel, dass dieser Gap zu erklären wäre, denn nochmal: selbst bei 500 Mitarbeitern mehr, die dann bei 40 Mio höheren Kosten, jeweils 80.000 Euro im Jahr/pro Saison erhielten, wäre zwar die Differenz der Personalkosten geklärt, aber noch immer nicht die differenten 100 Mio bei den Gehältern des Lizenzspielerkaders. Du kannst dich ja zudem mal schlau machen, und uns dann berichten, in welchem Lohnsektor diese Mitarbeiter dort bei Liverpool angehörig sind, die rein an den Spieltagen dort tätig sind. Ohne das vollends vorweggreifen zu wollen, muss man kein Experte sein, um vorhersehen zu können, dass die aller Voraussicht nach eben keine 80k im Jahr verdienen.
Fazit: Wie man es dreht und wendet, die kolportierten Gehälter vieler Vereine, aus Seiten wie "capology" bzw. anderen Medien/Quellen, entsprechen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wahrheit, werden aber immer wieder in diversen Diskussionen verwendet und ein völlig falsches Bild erzeugt.
Eine Anmerkung zu Wirtz, die sich allerdings sehr wahrscheinlich auch auf Mane etc umlegen lässt. Die Angaben die man so findet, reden bei Witz von 12-15 mio NETTO!. Der Spitzensteuersatz in England liegt bei 44%, das wären 6 Mio als Mittelwert gerechnet dazu, was ein Bruttogehalt von 20 mio ergeben würde. Eben der Betrag über den wir bei uns gesprochen hätten. 20 mio Gehalt bei uns, weil bei uns die Gehälter immer in Brutto angegeben werden.
Witz hatte daher sehr wahrscheinlich ein ähnlich hohes Gehaltsangebot, sowohl von Pool, als auch von uns.
Das ist so aber weder in der Berichterstattung noch auf "capology" so zu finden, denn auf capology findet man den angegebenen Wert von 11,8 Mio Euro Grundgehalt und 3 Mio Euro Boni (musst dort evtl. die entsprechenden Einstellungen anpassen), beides brutto wohlgemerkt, was ein potenzielles Maximalgehalt von 14,8 Mio Euro brutto pro Saison/Jahr betragen würde, und das ist auch das, was seitens der Medien berichtet wird, die in absoluter Mehrheit angeben, dass Wirtz "195k Pfund per week" Grundgehalt erhalten soll und "245k Pfund per week" inkl. Boni erhalten soll, was (245k*4*12) 11,76 Mio Pfund, also 13,56 Mio Euro und aufgerundet eben 14 Mio sein würden, und das kann man doch nicht wirklich glauben.
Das ist nur ein Beispiel von sehr, sehr, sehr vielen, die gut aufzeigen, wie ernstzunehmend Seiten wie "capology" und diverse Medienberichte eben sind. Das scheint aber keine bis kaum eine Rolle zu spielen, es wird nicht wirklich hinterfragt, sondern einfach weiter in den diversen Diskussionen nahezu als Fakt argumentativ verwendet und entsprechend eben auch Meinungen gebildet. Verweist man dann eben auch die Geschäftsberichte der Vereine, die dann gänzlich andere Zahlen in Form von Personalkosten ausweisen, werden dann Dinge konstruiert wie das mit den zusätzlichen "Teilzeitkräften" um ein bestehendes Narrativ aufrecht erhalten zu können.
Da behaupten dann ernsthaft Fußball-interessierte Fans und User, dass ja Liverpool in der Saison 100 Mio weniger an Gehälter ausgegeben hat, als Bayern, weil das steht ja schließlich so auf "capology" und diverse Medien, die sich darauf berufen, würden diese Summen ja bestätigen. Verweist man dann aber eben auf die jeweiligen Jahresberichte und versucht vom jeweiligen Diskussionspartner eine plausible Erklärung zu erhalten, wie es denn sein kann, dass Liverpool 40 Mio mehr zahlt, aber angeblich 100 Mio weniger für den Lizenzspielerkader, und dann wird einem etwas von "Teilzeitkräften" erzählt, die an den Spieltage zusätzlich beschäftigt werden und diese Differenz ausmachen sollen, wo, wie gesagt, jeder Laie bereits mit einer einfachen Überschlagsrechnung darauf kommt, dass das hinten und vorne nicht stimmen kann.
Die Summen, die bei "capology" oder durch diverse Medien genannt werden, können in vielen Fällen nur ein Teil der Wahrheit sein. Ich würde auch nicht zwingend sagen, dass sie gänzlich falsch sind, sondern eben gewisse Parameter einfach nicht inkludiert sind, obwohl das da so aber suggeriert wird, durch "brutto" und "inkl. all Boni".
Bei "capology" werden z. B. bei Liverpool Gehälter von bspw. Isak mit 16,9 Mio +1,2 Mio Boni und Ekitike mit 12 Mio + 3 Mio Boni angegeben, was bedeutet, dass Ekitike mehr als Wirtz verdienen würde. Wer soll das bitte glauben?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 3-Ecken-Elfer am 08.09.2025 um 15:55 Uhr bearbeitet
08.09.2025 - 16:08 Uhr
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
08.09.2025 - 16:11 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Das ist so aber weder in der Berichterstattung noch auf "capology" so zu finden, denn auf capology findet man den angegebenen Wert von 11,8 Mio Euro Grundgehalt und 3 Mio Euro Boni (musst dort evtl. die entsprechenden Einstellungen anpassen), beides brutto wohlgemerkt, was ein potenzielles Maximalgehalt von 14,8 Mio Euro brutto pro Saison/Jahr betragen würde, und das ist auch das, was seitens der Medien berichtet wird, die in absoluter Mehrheit angeben, dass Wirtz "195k Pfund per week" Grundgehalt erhalten soll und "245k Pfund per week" inkl. Boni erhalten soll, was (245k*4*12) 11,76 Mio Pfund, also 13,56 Mio Euro und aufgerundet eben 14 Mio sein würden, und das kann man doch nicht wirklich glauben.
Das ist nur ein Beispiel von sehr, sehr, sehr vielen, die gut aufzeigen, wie ernstzunehmend Seiten wie "capology" und diverse Medienberichte eben sind. Das scheint aber keine bis kaum eine Rolle zu spielen, es wird nicht wirklich hinterfragt, sondern einfach weiter in den diversen Diskussionen nahezu als Fakt argumentativ verwendet und entsprechend eben auch Meinungen gebildet. Verweist man dann eben auch die Geschäftsberichte der Vereine, die dann gänzlich andere Zahlen in Form von Personalkosten ausweisen, werden dann Dinge konstruiert wie das mit den zusätzlichen "Teilzeitkräften" um ein bestehendes Narrativ aufrecht erhalten zu können.
Da behaupten dann ernsthaft Fußball-interessierte Fans und User, dass ja Liverpool in der Saison 100 Mio weniger an Gehälter ausgegeben hat, als Bayern, weil das steht ja schließlich so auf "capology" und diverse Medien, die sich darauf berufen, würden diese Summen ja bestätigen. Verweist man dann aber eben auf die jeweiligen Jahresberichte und versucht vom jeweiligen Diskussionspartner eine plausible Erklärung zu erhalten, wie es denn sein kann, dass Liverpool 40 Mio mehr zahlt, aber angeblich 100 Mio weniger für den Lizenzspielerkader, und dann wird einem etwas von "Teilzeitkräften" erzählt, die an den Spieltage zusätzlich beschäftigt werden und diese Differenz ausmachen sollen, wo, wie gesagt, jeder Laie bereits mit einer einfachen Überschlagsrechnung darauf kommt, dass das hinten und vorne nicht stimmen kann.
Die Summen, die bei "capology" oder durch diverse Medien genannt werden, können in vielen Fällen nur ein Teil der Wahrheit sein. Ich würde auch nicht zwingend sagen, dass sie gänzlich falsch sind, sondern eben gewisse Parameter einfach nicht inkludiert sind, obwohl das da so aber suggeriert wird, durch "brutto" und "inkl. all Boni".
Bei "capology" werden z. B. bei Liverpool Gehälter von bspw. Isak mit 16,9 Mio +1,2 Mio Boni und Ekitike mit 12 Mio + 3 Mio Boni angegeben, was bedeutet, dass Ekitike mehr als Wirtz verdienen würde. Wer soll das bitte glauben?
Zitat von Mi-cha
Eine Anmerkung zu Wirtz, die sich allerdings sehr wahrscheinlich auch auf Mane etc umlegen lässt. Die Angaben die man so findet, reden bei Witz von 12-15 mio NETTO!. Der Spitzensteuersatz in England liegt bei 44%, das wären 6 Mio als Mittelwert gerechnet dazu, was ein Bruttogehalt von 20 mio ergeben würde. Eben der Betrag über den wir bei uns gesprochen hätten. 20 mio Gehalt bei uns, weil bei uns die Gehälter immer in Brutto angegeben werden.
Witz hatte daher sehr wahrscheinlich ein ähnlich hohes Gehaltsangebot, sowohl von Pool, als auch von uns.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Kurzum: Die auf solchen Seiten wie "capology" bzw. diversen Medien berichteten Spielergehälter entsprechen nicht der Wahrheit, weshalb auch das darauf aufgebaute Narrativ "Liverpool zahlt weniger als Bayern" oder "bei Liverpool verdienen die Spieler weniger als bei Bayern" auf Unwahrheiten bzw. inkorrektem Wissen basiert, richtig?
Oder verdient jetzt der Wirtz bei Liverpool noch immer "nur" 14 Mio, während er bei Bayern 20-25 bekommen hätte?
Was ist jetzt die Quintessenz deiner Ausführungen, in der Form, wo denn das Geld abseits der "Teilzeitkräfte" landet und wie letztendlich das Gehaltsniveau beider Mannschaften im Vergleich zu bewerten ist?
Wenn u. a. bei Bayern stets die maximal möglichen Gehälter und bei anderen Vereinen eben nicht angegeben und argumentativ verwendet werden, dann entsteht einfach ein völlig falsches Bild und folglich entsprechende Narrative, die sich irgendwann derart verfestigen und verselbstständigen, dass man argumentativ diesem nicht mehr entgegnen kann, denn wer sich ein wenig intensiver mit der Materie auseinander setzt, was ein Fußballverein in Summe an Mitarbeitern beschäftigt und welche Kosten diese verursachen, dann ist es einfach nicht plausibel zu erklären, dass ein Verein auf einem eigentlich identischen Niveau 40 Mio höhere Personalkosten ausweist, wenn der Lizenzspielerkader deutlich geringere Kosten verursacht, als bei einem vergleichbaren Verein.
Selbst, wenn man davon ausgehen würde, dass der andere Verein diese Kostenposition outsourced, der Teil der Ausgaben also an anderer Stelle in der Bilanz auftaucht, so ist diese Differenz noch immer nicht damit zu erklären.
Zudem halte ich deine Ausführungen, dass bei "capology" deshalb die Angaben nicht korrekt wären, weil dort nur "Fixgehälter angegeben werden", nicht für plausibel, weil dort sehr wohl sowohl "brutto/netto" als auch "exkl./inkl. Boni" selektiert werden kann und ich selbstverständlich in beiden Fällen "brutto" und "inkl. Boni" ausgewählt habe, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können.
Egal, wie man es dreht oder wendet, man landet immer an dem Punkt, dass die auf solchen Seiten oder in den Medien (sofern keine Leaks) angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen können, sondern einfach spekulativ, reine Mutmaßungen sind, die einer Überprüfung der jeweiligen Bilanzen der Vereine nicht standhalten, zumindest bei einem Großteil der Vereine.
Letztendlich ist es auch relativ einfach, wenn man die Bilanzen genauer inspiziert, dass, und da wiederhole ich mich gerne, die höheren Einnahmen bei Vereinen aus der PL letztendlich auch irgendwo landen müssen, wenn man die Bilanz exkl. Transfereinnahmen betrachtet, und diese einen recht hohen Verlust aufweist (57 Mio Pfund). Es mag also gut möglich sein, dass Liverpool für sonstige Mitarbeiter mehr zahlt bzw. zahlen muss, aber nicht mal ansatzweise so viel, dass dieser Gap zu erklären wäre, denn nochmal: selbst bei 500 Mitarbeitern mehr, die dann bei 40 Mio höheren Kosten, jeweils 80.000 Euro im Jahr/pro Saison erhielten, wäre zwar die Differenz der Personalkosten geklärt, aber noch immer nicht die differenten 100 Mio bei den Gehältern des Lizenzspielerkaders. Du kannst dich ja zudem mal schlau machen, und uns dann berichten, in welchem Lohnsektor diese Mitarbeiter dort bei Liverpool angehörig sind, die rein an den Spieltagen dort tätig sind. Ohne das vollends vorweggreifen zu wollen, muss man kein Experte sein, um vorhersehen zu können, dass die aller Voraussicht nach eben keine 80k im Jahr verdienen.
Fazit: Wie man es dreht und wendet, die kolportierten Gehälter vieler Vereine, aus Seiten wie "capology" bzw. anderen Medien/Quellen, entsprechen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wahrheit, werden aber immer wieder in diversen Diskussionen verwendet und ein völlig falsches Bild erzeugt.
Zitat von pietea
Kurz gesagt: Die "140 Millionen"-Lücke entsteht nur, weil zwei unvergleichbare Größen vermischt werden.
Die 100 Millionen stammen aus Capology-Basisgehältern (nur Fixlöhne des Kaders). In der Gewinn- und Verlustrechnung landen bei Liverpool obendrauf: Arbeitgeber-Abgaben in UK (National Insurance, grob im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf den Lohnblock), leistungsabhängige Boni/Loyalitätsprämien/Signing-on und Bildrechte-Vergütungen (alle zweistellig in Mil.), Abfindungen/Staff-Kosten sowie Matchday-Löhne. Rechnet man das realistisch hinzu, liegt Liverpool beim "Football-Payroll" nicht 100 Mio unter Bayern, sondern im ähnlichen Korridor.
Die übrigen 40 Mio Differenz bei den Gesamt-Personalkosten erklären sich aus Struktur/Verbuchung (Anfield-Betrieb und Hospitality weitgehend inhouse beim LFC), Geschäftsjahr/Wechselkurs sowie Posten, die Bayern teils außerhalb der eigenen Lohnzeile abwickelt.
Fazit: Der behauptete 140-Millionen-Abstand ist eine Schein-Gap aus Basislohn vs. Gesamtpersonalkosten. Strukturelle Verbuchung + Abgaben + Boni schließen den Großteil – ohne dass Liverpool quer durch den Kader Bayern-Fixgehälter zahlt.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Der Gap sind aber nicht nur diese 40 Mio Differenz zwischen den gesamten Personalkosten der Bayern und Liverpool, sondern es wären ja eben 140 Mio, weil die berichteten Gehälter des Lizenzspielerkaders für eben jene Saison um 100 Mio geringer ausgefallen sein soll, als bei den Bayern, sodass nicht nur 40 sondern 140 Mio, so wie in den jeweiligen Geschäftsberichten ausgewiesen, bei Liverpool auf restliches Personal anfallen müsste.
DAS ist logisch nicht zu erklären, sodass deine These in meinen Augen nicht haltbar ist. Möglicherweise liege ich auch einem Denkfehler auf, weshalb es zielführend wäre, wenn du aufzeigen würdest, wie du dieses 140 Mio Defizit erklären möchtest, oder bleibst du weiterhin dabei, dass dieser bei den "Teilzeitkräften", die rund um die Spieltage zusätzliche Kosten verursachen, hängen bleibt, also 140 Mio bleiben da hängen bzw. auch nur ansatzweise eine Summe, die damit zu erklären wäre?
Nochmal: Liverpool erhält allein über 200 Mio pro Saison aus dem TV-Einnahme-Pool, während das bei Bayern ca. 90 Mio sind. Diesen Einnahmen stehen keinerlei Ausgaben gegenüber, sodass allein durch diese Einnahmen Liverpool 110 Mio netto mehr investieren könnte. Selbst wenn anderen Einnahmen, z. B. im Bereich Catering etc., höhere Ausgaben als bei Bayern gegenüber stehen, so muss das Geld, was Liverpool einnimmt, ja irgendwo landen, weshalb einem eigentlich auch die einfache Logik einem sagen sollte, dass gerade im Fußball, wo eine Geldentnahme der Investoren nicht zu erkennen ist, das Geld letztendlich bei den Spielern und deren Berater landet, sowie bei anderen Vereinen, in Form von Ablösesummen. Da aber in dem jeweiligen Jahr Liverpool nicht so exorbitant investiert hat, wie in diesem Sommer, kann der überwiegende Teil des oben erwähnten Gaps nur bei den Spielern gelandet sein, denn anders ist das nicht wirklich zu erklären, nicht bei so einer hohen Summe, aber ich lasse mich gerne überzeugen, sofern du für deine These entsprechende Argumente vorlegen kannst, die über "das landet beiden "Teilzeitkräften" bzw. dem Personal, welches an den Spieltagen zusätzlich eingesetzt wird, denn ich habe ja in meinem vorherigen Beitrag überschlagsmäßig skizziert, dass das selbst bei 500 zusätzlichen Mitarbeitern nicht aufgeht.
Zudem: ich möchte mit meinen Beiträgen weder suggerieren, dass Bayern nicht zu viel Gehälter für gewisse Spieler zahlen würde, noch, dass Liverpool jetzt über die Maßen zahlen würde, sondern meine These ist lediglich, dass beide Vereine in einer sehr ähnlichen Region Gehälter für ihren Lizenzspielerkader zahlen müssen, weil einen anderen Schluss die jeweiligen Jahresberichte nicht zulassen, was aber konträr zu den Berichten und kolportierten Zahlen ist, die davon sprechen, dass, wie von mir erwähnt, Liverpool angeblich in der Saison 23/24 100!!! Mio weniger an Gehältern gezahlt hat, obwohl sie insgesamt aber 40 Mio mehr Personalkosten hatten. Da beißt sich eben die berühmte Katze selbst in den Schwanz, weil das hinten und vorne nicht stimmig ist.
Es heißt immer, Bayern würde viel zahlen, was ich niemals bestreiten würde, weil sie eben auch ein Topteam sind, aber andere sind das eben auch und müssen, gerade weil die Spieler und deren Berater um die finanziellen Möglichkeiten wissen, ebenfalls viel zahlen, weshalb es nicht logisch zu erklären ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Kader ganze 100 Mio pro Saison weniger zahlen soll, wenngleich die gesamten Personalkosten die der Bayern nochmal übersteigen.
Entweder bezahlen eben andere auch viel, und zum Teil sogar deutlich mehr, oder aber das Narrativ bezüglich der Bayern muss angepasst werden, denn beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Ich finde, dass beide in einem völlig normalen Rahmen Gehälter für ihren Lizenzspielerkader bezahlen, sowie auch gesamte Personalkosten, was die jeweilige Personalkostenquote aufzeigt, denn die ist z. B. bei Bayern seit jeher auf einem gesunden Maß. Das Problem sehe ich als weniger darin, dass Bayern sich das nicht leisten kann, sondern das sie das einfach nicht wollen, weil das Gefüge nicht (mehr) stimmt, da eben einige Spieler ihren Gehältern nicht gerecht werden.
Bedenkt man jetzt, wie viel Liverpool in neue Spieler investiert hat, sowie auch z. B. in den VVLs von Salah un VVD, dann werden auch da die Gehälter nochmal gestiegen sein, und da sicher in einem signifikanten Maße.
Zitat von pietea
Die höheren Personalkosten bei Liverpool bedeuten nicht automatisch höhere Fixgehälter für die Spieler. Liverpool verbucht mehr Betrieb direkt im Lohnblock (viele Matchday-Kräfte, Arbeitgeberabgaben in UK, Abfindungen etc.), während Bayern Teile von Stadion und Service außerhalb der eigenen Lohnsumme abwickelt. Außerdem fallen die Geschäftsjahre unterschiedlich aus, die Lücke ist also nicht starr 40 Mio. Euro.
Die oft zitierten Kaderzahlen sind größtenteils Grundgehälter: Signing-on, Loyalitätsprämien und Bildrechte landen in den Personalkosten, ohne als Fixgehalt zu erscheinen. Das erklärt die Differenz, ohne dass Liverpool quer durch den Kader mehr Fixgehalt zahlen muss.
Das Marktverhalten bestätigt es doch: Wijnaldum zu PSG, Mane zu Bayern, Coutinho zu Barcelona – Stammspieler gingen dorthin, wo das Fixgehalt höher war. Wirtz liegt plausibel eine Stufe unter Salah (ca. 12–15 Mio. fix) und gleicht über Boni aus; 20 Mio. fix wären für Liverpool untypisch.
Kurz: Die Struktur erklärt Liverpools höhere Personalkosten, nicht ein insgesamt höheres Fixgehalt der Spieler.
P.S. Da fällt mir noch Fabinho ein: über 3.500 Minuten in seiner letzten Liverpool-Saison – und dann Wechsel in die Wüste, weil dort "unglaubliche" 14 Mio pro Jahr winken.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Nochmal: selbst wenn dem so wäre, was ich in meinen Recherchen nicht feststellen konnte, dass Liverpool mehr Angestellte hat und an Spieltage Teilzeitkräfte einstellt, was sich in höheren Personalkosten darstellt, dann erklärt das aber dennoch keine mindestens 40 Mio höhere Gesamtsumme, oder möchtest du uns glaubhaft machen, dass diese Teilzeitkräfte!!! in Summe so eine große Position in diesem Bereich ausmachen? Also bitte...
Warum nicht das Naheliegende für wahrscheinlich halten und sich da irgendetwas konstruieren, was beim genaueren Blick auf die jeweiligen Bilanzen und zur Verfügung stehenden Daten einfach nicht haltbar ist?
Es gibt die unterschiedlichsten Vertragskonstrukte, wie das Geld letztendlich bei den Spielern landen kann. Seien es persönliche Sponsorenverträge, Botschafterverträge, Vergütungen über Bildrechte oder Loyalitätsboni. Selbst über die Berater kann man Dinge mehr oder weniger verschleiern, um nach außen hin die Gehälter vermeintlich kleiner wirken/aussehen zu lassen.
Bestes Beispiel wäre hier ja zudem auch die direkte Aussage von Vater Wirtz, der ja der Berater vom Spieler ist, und der klar und unmissverständlich kommunizierte, dass das finanzielle Angebot seitens Liverpool sich nicht von dem der Bayern unterschied. Wenn man sich jetzt die Berichtelage vor Augen führt, was dort bezüglich Bayern und dem kolportierten Gehalt berichtet wurde und was jetzt vermeintlich bei Liverpool "nur" gezahlt werden soll, dann wird auch da schnell ersichtlich, dass das nicht passt, nicht passen kann.
Wie auch: in der PL werden Unsummen verdient, eingenommen. Liverpool allein hat als Meister aus dem TV-Gelder-Pool über 200 Mio erhalten und wer davon ausgeht, dass diese enormen Gelder, die dort eingenommen und ausgegeben werden, nicht letztendlich primär bei den Spieler und deren Berater landen, dem ist, so deutlich muss man das sagen, argumentativ nicht zu begegnen.
Man muss auch nur mal schauen, wie viel z. B. ein Ekitike und sein Berater beim Transfer zu Liverpool mitverdient haben, was auch signing fees und Beraterhonorare als Posten auf der Kostenseite ausmachen. Die muss man dann eben auch mit einbeziehen, denn diese gehören zu den Spielern dazu. Ich kann doch auch nicht bei Real oder Barca nur die angegebenen Gehälter nehmen, die kolportiert wurden, z. B. bei CR7 oder Neymar damals, obwohl sie in Summe vom Verein deutlich mehr erhalten haben, was bei Neymar z. B. damals ja durch Gerichte bestätigt wurde, weil das das Bild völlig verzerrt.
Wer also wirklich ernsthaft glaubt und davon ausgeht, dass ein Wirtz bei Liverpool "nur" 14 Mio verdient, während er bei Bayern über 20 Mio erhalten hätte, obwohl Vater Wirtz das bestreitet, der trägt eben mit dazu bei, dass sich gewisse Narrative einfach aufrecht erhalten, obwohl die Bilanzen, "Teilzeitkräfte" hin oder her, etwas anderes aussagen, denn im Geschäftsbericht von Liverpool sind zudem auch die Mitarbeiter/Angestellten in der Höhe kenntlich gemacht worden, was dann in der Folge nur einen logischen Schluss zulässt, dass nahezu ausgeschlossen werden kann, dass diese Mitarbeiter, die in einem eigentlich niedrigen Lohnsektor beschäftigt sind, diese Differenz nicht ausmachen können. Das ist einfach damit nicht erklärbar. Wir sprechen hier von einer Summe von über 40 Mio Euro, was verteilt auf 200 Mitarbeiter/Angestellte ein Durchschnittsverdienst von 200.000 Euro bedeuten würde. Selbst wenn es 500 wären, hieße das, jeder dieser "Teilzeitkräfte" erhielte 80.000 Euro im Jahr...
Viel wahrscheinlicher ist es, dass die angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen bzw. nicht die gesamte Summe abbilden, die die Spieler erhalten, weil da eben noch signing fees, Loyalitätsboni, Zahlungen für Bildrechte etc. dazu kommen, denn anders sind die höheren Personalkosten nicht zu erklären, auch mit zusätzlichem Personal an den Spieltagen im dreistelligen Bereich, da es ausgeschlossen werden kann, dass diese in Summe die Differenz von 40 Mio ausmachen. Da genügt eigentlich eine laienhafte Überschlagsrechnung, um das als nahezu ausgeschlossen abhandeln zu können.
Laut "capology" zahlt Bayern dem aktuellen Kader 245 Mio Euro. Liverpool soll für seinen Kader 179 Mio ausgeben, also 66!!! Mio pro Jahr weniger als die Bayern.
Für die Saison 23/24 sollen es bei Bayern 264 Mio gewesen sein, während es bei Liverpool "nur" 165 Mio waren, also gewaltige 100 Mio an Spielergehälter pro Jahr weniger, und das glaubst du, obwohl die Jahresberichte zu dieser jeweiligen Saison bei Liverpool einen höheren Personalkostenanteil ausgewiesen haben? Es wären also eigentlich nicht nur 40 Mio mehr, seitens Liverpool, sondern 140 Mio, weil ja Liverpool vermeintlich 100 Mio weniger an Gehältern zahlt, was deine Theorie mit der Kostenposition der "Teilzeitkräfte" noch mehr ad absurdum führt.
Kurzum: wie kann ein Verein, der für seinen Lizenzspielerkader 100 Mio Euro pro Jahr weniger als Bayern ausgegeben hat, insgesamt aber über 40 Mio mehr an Personalkosten ausgegeben haben? Wie soll das möglich sein, selbst wenn man davon ausgehen muss, dass ein Klopp sehr wahrscheinlich mehr verdient hat als Nagelsmann/Tuchel? Willst du uns ernsthaft glaubhaft vermitteln, dass bei Liverpool 140 Mio Personalkosten für das restliche Personal mehr anfallen, als das bei Bayern der Fall ist, bei in etwas identischer Mitarbeiteranzahl?
Ich bin ehrlich, das lässt mich ein wenig sprach- und ratlos zurück...
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Nochmal: selbst wenn dem so wäre, was ich in meinen Recherchen nicht feststellen konnte, dass Liverpool mehr Angestellte hat und an Spieltage Teilzeitkräfte einstellt, was sich in höheren Personalkosten darstellt, dann erklärt das aber dennoch keine mindestens 40 Mio höhere Gesamtsumme, oder möchtest du uns glaubhaft machen, dass diese Teilzeitkräfte!!! in Summe so eine große Position in diesem Bereich ausmachen? Also bitte...
Warum nicht das Naheliegende für wahrscheinlich halten und sich da irgendetwas konstruieren, was beim genaueren Blick auf die jeweiligen Bilanzen und zur Verfügung stehenden Daten einfach nicht haltbar ist?
Es gibt die unterschiedlichsten Vertragskonstrukte, wie das Geld letztendlich bei den Spielern landen kann. Seien es persönliche Sponsorenverträge, Botschafterverträge, Vergütungen über Bildrechte oder Loyalitätsboni. Selbst über die Berater kann man Dinge mehr oder weniger verschleiern, um nach außen hin die Gehälter vermeintlich kleiner wirken/aussehen zu lassen.
Bestes Beispiel wäre hier ja zudem auch die direkte Aussage von Vater Wirtz, der ja der Berater vom Spieler ist, und der klar und unmissverständlich kommunizierte, dass das finanzielle Angebot seitens Liverpool sich nicht von dem der Bayern unterschied. Wenn man sich jetzt die Berichtelage vor Augen führt, was dort bezüglich Bayern und dem kolportierten Gehalt berichtet wurde und was jetzt vermeintlich bei Liverpool "nur" gezahlt werden soll, dann wird auch da schnell ersichtlich, dass das nicht passt, nicht passen kann.
Wie auch: in der PL werden Unsummen verdient, eingenommen. Liverpool allein hat als Meister aus dem TV-Gelder-Pool über 200 Mio erhalten und wer davon ausgeht, dass diese enormen Gelder, die dort eingenommen und ausgegeben werden, nicht letztendlich primär bei den Spieler und deren Berater landen, dem ist, so deutlich muss man das sagen, argumentativ nicht zu begegnen.
Man muss auch nur mal schauen, wie viel z. B. ein Ekitike und sein Berater beim Transfer zu Liverpool mitverdient haben, was auch signing fees und Beraterhonorare als Posten auf der Kostenseite ausmachen. Die muss man dann eben auch mit einbeziehen, denn diese gehören zu den Spielern dazu. Ich kann doch auch nicht bei Real oder Barca nur die angegebenen Gehälter nehmen, die kolportiert wurden, z. B. bei CR7 oder Neymar damals, obwohl sie in Summe vom Verein deutlich mehr erhalten haben, was bei Neymar z. B. damals ja durch Gerichte bestätigt wurde, weil das das Bild völlig verzerrt.
Wer also wirklich ernsthaft glaubt und davon ausgeht, dass ein Wirtz bei Liverpool "nur" 14 Mio verdient, während er bei Bayern über 20 Mio erhalten hätte, obwohl Vater Wirtz das bestreitet, der trägt eben mit dazu bei, dass sich gewisse Narrative einfach aufrecht erhalten, obwohl die Bilanzen, "Teilzeitkräfte" hin oder her, etwas anderes aussagen, denn im Geschäftsbericht von Liverpool sind zudem auch die Mitarbeiter/Angestellten in der Höhe kenntlich gemacht worden, was dann in der Folge nur einen logischen Schluss zulässt, dass nahezu ausgeschlossen werden kann, dass diese Mitarbeiter, die in einem eigentlich niedrigen Lohnsektor beschäftigt sind, diese Differenz nicht ausmachen können. Das ist einfach damit nicht erklärbar. Wir sprechen hier von einer Summe von über 40 Mio Euro, was verteilt auf 200 Mitarbeiter/Angestellte ein Durchschnittsverdienst von 200.000 Euro bedeuten würde. Selbst wenn es 500 wären, hieße das, jeder dieser "Teilzeitkräfte" erhielte 80.000 Euro im Jahr...
Viel wahrscheinlicher ist es, dass die angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen bzw. nicht die gesamte Summe abbilden, die die Spieler erhalten, weil da eben noch signing fees, Loyalitätsboni, Zahlungen für Bildrechte etc. dazu kommen, denn anders sind die höheren Personalkosten nicht zu erklären, auch mit zusätzlichem Personal an den Spieltagen im dreistelligen Bereich, da es ausgeschlossen werden kann, dass diese in Summe die Differenz von 40 Mio ausmachen. Da genügt eigentlich eine laienhafte Überschlagsrechnung, um das als nahezu ausgeschlossen abhandeln zu können.
Laut "capology" zahlt Bayern dem aktuellen Kader 245 Mio Euro. Liverpool soll für seinen Kader 179 Mio ausgeben, also 66!!! Mio pro Jahr weniger als die Bayern.
Für die Saison 23/24 sollen es bei Bayern 264 Mio gewesen sein, während es bei Liverpool "nur" 165 Mio waren, also gewaltige 100 Mio an Spielergehälter pro Jahr weniger, und das glaubst du, obwohl die Jahresberichte zu dieser jeweiligen Saison bei Liverpool einen höheren Personalkostenanteil ausgewiesen haben? Es wären also eigentlich nicht nur 40 Mio mehr, seitens Liverpool, sondern 140 Mio, weil ja Liverpool vermeintlich 100 Mio weniger an Gehältern zahlt, was deine Theorie mit der Kostenposition der "Teilzeitkräfte" noch mehr ad absurdum führt.
Kurzum: wie kann ein Verein, der für seinen Lizenzspielerkader 100 Mio Euro pro Jahr weniger als Bayern ausgegeben hat, insgesamt aber über 40 Mio mehr an Personalkosten ausgegeben haben? Wie soll das möglich sein, selbst wenn man davon ausgehen muss, dass ein Klopp sehr wahrscheinlich mehr verdient hat als Nagelsmann/Tuchel? Willst du uns ernsthaft glaubhaft vermitteln, dass bei Liverpool 140 Mio Personalkosten für das restliche Personal mehr anfallen, als das bei Bayern der Fall ist, bei in etwas identischer Mitarbeiteranzahl?
Ich bin ehrlich, das lässt mich ein wenig sprach- und ratlos zurück...
Die höheren Personalkosten bei Liverpool bedeuten nicht automatisch höhere Fixgehälter für die Spieler. Liverpool verbucht mehr Betrieb direkt im Lohnblock (viele Matchday-Kräfte, Arbeitgeberabgaben in UK, Abfindungen etc.), während Bayern Teile von Stadion und Service außerhalb der eigenen Lohnsumme abwickelt. Außerdem fallen die Geschäftsjahre unterschiedlich aus, die Lücke ist also nicht starr 40 Mio. Euro.
Die oft zitierten Kaderzahlen sind größtenteils Grundgehälter: Signing-on, Loyalitätsprämien und Bildrechte landen in den Personalkosten, ohne als Fixgehalt zu erscheinen. Das erklärt die Differenz, ohne dass Liverpool quer durch den Kader mehr Fixgehalt zahlen muss.
Das Marktverhalten bestätigt es doch: Wijnaldum zu PSG, Mane zu Bayern, Coutinho zu Barcelona – Stammspieler gingen dorthin, wo das Fixgehalt höher war. Wirtz liegt plausibel eine Stufe unter Salah (ca. 12–15 Mio. fix) und gleicht über Boni aus; 20 Mio. fix wären für Liverpool untypisch.
Kurz: Die Struktur erklärt Liverpools höhere Personalkosten, nicht ein insgesamt höheres Fixgehalt der Spieler.
P.S. Da fällt mir noch Fabinho ein: über 3.500 Minuten in seiner letzten Liverpool-Saison – und dann Wechsel in die Wüste, weil dort "unglaubliche" 14 Mio pro Jahr winken.
Der Gap sind aber nicht nur diese 40 Mio Differenz zwischen den gesamten Personalkosten der Bayern und Liverpool, sondern es wären ja eben 140 Mio, weil die berichteten Gehälter des Lizenzspielerkaders für eben jene Saison um 100 Mio geringer ausgefallen sein soll, als bei den Bayern, sodass nicht nur 40 sondern 140 Mio, so wie in den jeweiligen Geschäftsberichten ausgewiesen, bei Liverpool auf restliches Personal anfallen müsste.
DAS ist logisch nicht zu erklären, sodass deine These in meinen Augen nicht haltbar ist. Möglicherweise liege ich auch einem Denkfehler auf, weshalb es zielführend wäre, wenn du aufzeigen würdest, wie du dieses 140 Mio Defizit erklären möchtest, oder bleibst du weiterhin dabei, dass dieser bei den "Teilzeitkräften", die rund um die Spieltage zusätzliche Kosten verursachen, hängen bleibt, also 140 Mio bleiben da hängen bzw. auch nur ansatzweise eine Summe, die damit zu erklären wäre?
Nochmal: Liverpool erhält allein über 200 Mio pro Saison aus dem TV-Einnahme-Pool, während das bei Bayern ca. 90 Mio sind. Diesen Einnahmen stehen keinerlei Ausgaben gegenüber, sodass allein durch diese Einnahmen Liverpool 110 Mio netto mehr investieren könnte. Selbst wenn anderen Einnahmen, z. B. im Bereich Catering etc., höhere Ausgaben als bei Bayern gegenüber stehen, so muss das Geld, was Liverpool einnimmt, ja irgendwo landen, weshalb einem eigentlich auch die einfache Logik einem sagen sollte, dass gerade im Fußball, wo eine Geldentnahme der Investoren nicht zu erkennen ist, das Geld letztendlich bei den Spielern und deren Berater landet, sowie bei anderen Vereinen, in Form von Ablösesummen. Da aber in dem jeweiligen Jahr Liverpool nicht so exorbitant investiert hat, wie in diesem Sommer, kann der überwiegende Teil des oben erwähnten Gaps nur bei den Spielern gelandet sein, denn anders ist das nicht wirklich zu erklären, nicht bei so einer hohen Summe, aber ich lasse mich gerne überzeugen, sofern du für deine These entsprechende Argumente vorlegen kannst, die über "das landet beiden "Teilzeitkräften" bzw. dem Personal, welches an den Spieltagen zusätzlich eingesetzt wird, denn ich habe ja in meinem vorherigen Beitrag überschlagsmäßig skizziert, dass das selbst bei 500 zusätzlichen Mitarbeitern nicht aufgeht.
Zudem: ich möchte mit meinen Beiträgen weder suggerieren, dass Bayern nicht zu viel Gehälter für gewisse Spieler zahlen würde, noch, dass Liverpool jetzt über die Maßen zahlen würde, sondern meine These ist lediglich, dass beide Vereine in einer sehr ähnlichen Region Gehälter für ihren Lizenzspielerkader zahlen müssen, weil einen anderen Schluss die jeweiligen Jahresberichte nicht zulassen, was aber konträr zu den Berichten und kolportierten Zahlen ist, die davon sprechen, dass, wie von mir erwähnt, Liverpool angeblich in der Saison 23/24 100!!! Mio weniger an Gehältern gezahlt hat, obwohl sie insgesamt aber 40 Mio mehr Personalkosten hatten. Da beißt sich eben die berühmte Katze selbst in den Schwanz, weil das hinten und vorne nicht stimmig ist.
Es heißt immer, Bayern würde viel zahlen, was ich niemals bestreiten würde, weil sie eben auch ein Topteam sind, aber andere sind das eben auch und müssen, gerade weil die Spieler und deren Berater um die finanziellen Möglichkeiten wissen, ebenfalls viel zahlen, weshalb es nicht logisch zu erklären ist, dass ein Verein wie Liverpool für seinen Kader ganze 100 Mio pro Saison weniger zahlen soll, wenngleich die gesamten Personalkosten die der Bayern nochmal übersteigen.
Entweder bezahlen eben andere auch viel, und zum Teil sogar deutlich mehr, oder aber das Narrativ bezüglich der Bayern muss angepasst werden, denn beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Ich finde, dass beide in einem völlig normalen Rahmen Gehälter für ihren Lizenzspielerkader bezahlen, sowie auch gesamte Personalkosten, was die jeweilige Personalkostenquote aufzeigt, denn die ist z. B. bei Bayern seit jeher auf einem gesunden Maß. Das Problem sehe ich als weniger darin, dass Bayern sich das nicht leisten kann, sondern das sie das einfach nicht wollen, weil das Gefüge nicht (mehr) stimmt, da eben einige Spieler ihren Gehältern nicht gerecht werden.
Bedenkt man jetzt, wie viel Liverpool in neue Spieler investiert hat, sowie auch z. B. in den VVLs von Salah un VVD, dann werden auch da die Gehälter nochmal gestiegen sein, und da sicher in einem signifikanten Maße.
Kurz gesagt: Die "140 Millionen"-Lücke entsteht nur, weil zwei unvergleichbare Größen vermischt werden.
Die 100 Millionen stammen aus Capology-Basisgehältern (nur Fixlöhne des Kaders). In der Gewinn- und Verlustrechnung landen bei Liverpool obendrauf: Arbeitgeber-Abgaben in UK (National Insurance, grob im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf den Lohnblock), leistungsabhängige Boni/Loyalitätsprämien/Signing-on und Bildrechte-Vergütungen (alle zweistellig in Mil.), Abfindungen/Staff-Kosten sowie Matchday-Löhne. Rechnet man das realistisch hinzu, liegt Liverpool beim "Football-Payroll" nicht 100 Mio unter Bayern, sondern im ähnlichen Korridor.
Die übrigen 40 Mio Differenz bei den Gesamt-Personalkosten erklären sich aus Struktur/Verbuchung (Anfield-Betrieb und Hospitality weitgehend inhouse beim LFC), Geschäftsjahr/Wechselkurs sowie Posten, die Bayern teils außerhalb der eigenen Lohnzeile abwickelt.
Fazit: Der behauptete 140-Millionen-Abstand ist eine Schein-Gap aus Basislohn vs. Gesamtpersonalkosten. Strukturelle Verbuchung + Abgaben + Boni schließen den Großteil – ohne dass Liverpool quer durch den Kader Bayern-Fixgehälter zahlt.
Kurzum: Die auf solchen Seiten wie "capology" bzw. diversen Medien berichteten Spielergehälter entsprechen nicht der Wahrheit, weshalb auch das darauf aufgebaute Narrativ "Liverpool zahlt weniger als Bayern" oder "bei Liverpool verdienen die Spieler weniger als bei Bayern" auf Unwahrheiten bzw. inkorrektem Wissen basiert, richtig?
Oder verdient jetzt der Wirtz bei Liverpool noch immer "nur" 14 Mio, während er bei Bayern 20-25 bekommen hätte?
Was ist jetzt die Quintessenz deiner Ausführungen, in der Form, wo denn das Geld abseits der "Teilzeitkräfte" landet und wie letztendlich das Gehaltsniveau beider Mannschaften im Vergleich zu bewerten ist?
Wenn u. a. bei Bayern stets die maximal möglichen Gehälter und bei anderen Vereinen eben nicht angegeben und argumentativ verwendet werden, dann entsteht einfach ein völlig falsches Bild und folglich entsprechende Narrative, die sich irgendwann derart verfestigen und verselbstständigen, dass man argumentativ diesem nicht mehr entgegnen kann, denn wer sich ein wenig intensiver mit der Materie auseinander setzt, was ein Fußballverein in Summe an Mitarbeitern beschäftigt und welche Kosten diese verursachen, dann ist es einfach nicht plausibel zu erklären, dass ein Verein auf einem eigentlich identischen Niveau 40 Mio höhere Personalkosten ausweist, wenn der Lizenzspielerkader deutlich geringere Kosten verursacht, als bei einem vergleichbaren Verein.
Selbst, wenn man davon ausgehen würde, dass der andere Verein diese Kostenposition outsourced, der Teil der Ausgaben also an anderer Stelle in der Bilanz auftaucht, so ist diese Differenz noch immer nicht damit zu erklären.
Zudem halte ich deine Ausführungen, dass bei "capology" deshalb die Angaben nicht korrekt wären, weil dort nur "Fixgehälter angegeben werden", nicht für plausibel, weil dort sehr wohl sowohl "brutto/netto" als auch "exkl./inkl. Boni" selektiert werden kann und ich selbstverständlich in beiden Fällen "brutto" und "inkl. Boni" ausgewählt habe, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können.
Egal, wie man es dreht oder wendet, man landet immer an dem Punkt, dass die auf solchen Seiten oder in den Medien (sofern keine Leaks) angegebenen Gehälter nicht der Realität entsprechen können, sondern einfach spekulativ, reine Mutmaßungen sind, die einer Überprüfung der jeweiligen Bilanzen der Vereine nicht standhalten, zumindest bei einem Großteil der Vereine.
Letztendlich ist es auch relativ einfach, wenn man die Bilanzen genauer inspiziert, dass, und da wiederhole ich mich gerne, die höheren Einnahmen bei Vereinen aus der PL letztendlich auch irgendwo landen müssen, wenn man die Bilanz exkl. Transfereinnahmen betrachtet, und diese einen recht hohen Verlust aufweist (57 Mio Pfund). Es mag also gut möglich sein, dass Liverpool für sonstige Mitarbeiter mehr zahlt bzw. zahlen muss, aber nicht mal ansatzweise so viel, dass dieser Gap zu erklären wäre, denn nochmal: selbst bei 500 Mitarbeitern mehr, die dann bei 40 Mio höheren Kosten, jeweils 80.000 Euro im Jahr/pro Saison erhielten, wäre zwar die Differenz der Personalkosten geklärt, aber noch immer nicht die differenten 100 Mio bei den Gehältern des Lizenzspielerkaders. Du kannst dich ja zudem mal schlau machen, und uns dann berichten, in welchem Lohnsektor diese Mitarbeiter dort bei Liverpool angehörig sind, die rein an den Spieltagen dort tätig sind. Ohne das vollends vorweggreifen zu wollen, muss man kein Experte sein, um vorhersehen zu können, dass die aller Voraussicht nach eben keine 80k im Jahr verdienen.
Fazit: Wie man es dreht und wendet, die kolportierten Gehälter vieler Vereine, aus Seiten wie "capology" bzw. anderen Medien/Quellen, entsprechen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wahrheit, werden aber immer wieder in diversen Diskussionen verwendet und ein völlig falsches Bild erzeugt.
Eine Anmerkung zu Wirtz, die sich allerdings sehr wahrscheinlich auch auf Mane etc umlegen lässt. Die Angaben die man so findet, reden bei Witz von 12-15 mio NETTO!. Der Spitzensteuersatz in England liegt bei 44%, das wären 6 Mio als Mittelwert gerechnet dazu, was ein Bruttogehalt von 20 mio ergeben würde. Eben der Betrag über den wir bei uns gesprochen hätten. 20 mio Gehalt bei uns, weil bei uns die Gehälter immer in Brutto angegeben werden.
Witz hatte daher sehr wahrscheinlich ein ähnlich hohes Gehaltsangebot, sowohl von Pool, als auch von uns.
Das ist so aber weder in der Berichterstattung noch auf "capology" so zu finden, denn auf capology findet man den angegebenen Wert von 11,8 Mio Euro Grundgehalt und 3 Mio Euro Boni (musst dort evtl. die entsprechenden Einstellungen anpassen), beides brutto wohlgemerkt, was ein potenzielles Maximalgehalt von 14,8 Mio Euro brutto pro Saison/Jahr betragen würde, und das ist auch das, was seitens der Medien berichtet wird, die in absoluter Mehrheit angeben, dass Wirtz "195k Pfund per week" Grundgehalt erhalten soll und "245k Pfund per week" inkl. Boni erhalten soll, was (245k*4*12) 11,76 Mio Pfund, also 13,56 Mio Euro und aufgerundet eben 14 Mio sein würden, und das kann man doch nicht wirklich glauben.
Das ist nur ein Beispiel von sehr, sehr, sehr vielen, die gut aufzeigen, wie ernstzunehmend Seiten wie "capology" und diverse Medienberichte eben sind. Das scheint aber keine bis kaum eine Rolle zu spielen, es wird nicht wirklich hinterfragt, sondern einfach weiter in den diversen Diskussionen nahezu als Fakt argumentativ verwendet und entsprechend eben auch Meinungen gebildet. Verweist man dann eben auch die Geschäftsberichte der Vereine, die dann gänzlich andere Zahlen in Form von Personalkosten ausweisen, werden dann Dinge konstruiert wie das mit den zusätzlichen "Teilzeitkräften" um ein bestehendes Narrativ aufrecht erhalten zu können.
Da behaupten dann ernsthaft Fußball-interessierte Fans und User, dass ja Liverpool in der Saison 100 Mio weniger an Gehälter ausgegeben hat, als Bayern, weil das steht ja schließlich so auf "capology" und diverse Medien, die sich darauf berufen, würden diese Summen ja bestätigen. Verweist man dann aber eben auf die jeweiligen Jahresberichte und versucht vom jeweiligen Diskussionspartner eine plausible Erklärung zu erhalten, wie es denn sein kann, dass Liverpool 40 Mio mehr zahlt, aber angeblich 100 Mio weniger für den Lizenzspielerkader, und dann wird einem etwas von "Teilzeitkräften" erzählt, die an den Spieltage zusätzlich beschäftigt werden und diese Differenz ausmachen sollen, wo, wie gesagt, jeder Laie bereits mit einer einfachen Überschlagsrechnung darauf kommt, dass das hinten und vorne nicht stimmen kann.
Die Summen, die bei "capology" oder durch diverse Medien genannt werden, können in vielen Fällen nur ein Teil der Wahrheit sein. Ich würde auch nicht zwingend sagen, dass sie gänzlich falsch sind, sondern eben gewisse Parameter einfach nicht inkludiert sind, obwohl das da so aber suggeriert wird, durch "brutto" und "inkl. all Boni".
Bei "capology" werden z. B. bei Liverpool Gehälter von bspw. Isak mit 16,9 Mio +1,2 Mio Boni und Ekitike mit 12 Mio + 3 Mio Boni angegeben, was bedeutet, dass Ekitike mehr als Wirtz verdienen würde. Wer soll das bitte glauben?
Ich mag deine Beiträge sehr. Habe nur die Vermutung, dass diese nicht oft gelesen werden, weil sie lange und differenziert geschrieben sind.
Das mag der durchschnittliche User nicht, weil ganz einfach zu faul.
Daher würde ich das gerne vereinfacht zusammenfassen.
Auf der einen der Seite haben wir Fakten(Aussagen von Wirtz seinem Vater, Bilanzen/Jahresbericht, usw.) und auf der anderen Seite haben wir schlechte Quelle, die sehr spekulativ sind und dann von sämtlichen Medien ohne weitere Gegenprüfung verbreitet werden.
Hier kann Jeder für sich entscheiden, welcher Ausführung er mehr Glauben schenken mag.
08.09.2025 - 16:18 Uhr
Zitat von pietea
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
08.09.2025 - 18:10 Uhr
Zitat von Kuznecov
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Zitat von pietea
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun
08.09.2025 - 20:20 Uhr
Zitat von pietea
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun
Zitat von Kuznecov
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Zitat von pietea
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".
Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.
Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.
Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.
Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.
Ist das so korrekt?
Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro
Saison 23/24
Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio
Nochmal zur Verdeutlichung:
Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.
City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!
Was ist hier auffällig?
Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.
Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?
Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?
Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?
Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?
Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.
Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".
Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.
Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.
Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?
Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?
Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?
Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?
Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?
Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?
Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 3-Ecken-Elfer am 08.09.2025 um 20:34 Uhr bearbeitet
09.09.2025 - 13:53 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".
Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.
Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.
Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.
Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.
Ist das so korrekt?
Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro
Saison 23/24
Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio
Nochmal zur Verdeutlichung:
Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.
City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!
Was ist hier auffällig?
Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.
Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?
Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?
Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?
Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?
Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.
Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".
Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.
Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.
Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?
Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?
Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?
Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?
Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?
Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?
Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.
Zitat von pietea
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun
Zitat von Kuznecov
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Zitat von pietea
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".
Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.
Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.
Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.
Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.
Ist das so korrekt?
Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro
Saison 23/24
Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio
Nochmal zur Verdeutlichung:
Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.
City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!
Was ist hier auffällig?
Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.
Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?
Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?
Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?
Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?
Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.
Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".
Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.
Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.
Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?
Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?
Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?
Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?
Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?
Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?
Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.
Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.
Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.
Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).
Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.
Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.
09.09.2025 - 14:25 Uhr
Zitat von pietea
Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.
Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.
Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).
Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.
Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".
Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.
Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.
Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.
Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.
Ist das so korrekt?
Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro
Saison 23/24
Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio
Nochmal zur Verdeutlichung:
Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.
City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!
Was ist hier auffällig?
Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.
Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?
Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?
Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?
Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?
Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.
Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".
Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.
Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.
Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?
Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?
Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?
Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?
Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?
Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?
Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.
Zitat von pietea
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun
Zitat von Kuznecov
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Zitat von pietea
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Zitat von Kuznecov
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Zitat von pietea
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Zitat von Kuznecov
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Zitat von pietea
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Zitat von pietea
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Zitat von ich_wars_nicht
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Zitat von Kuznecov
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Zitat von pietea
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Zitat von Loddarsuperstar
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Meines Erachtens war das eine super Transferperiode. Die Gehaltsstruktur im Kader wird immer gesünder, ich hoffe schlussendlich auf einen Abgang von Goretzka und Gnabry, sowie Guerrero - dann hätte man sich weitere 40 Mio eingespart. Neuer ist eine Ikone - der darf wahrscheinlich so lange spielen wie er will, allerdings wird das Gehalt mit Sicherheit eher weniger, als mehr.
Welche Dynamiken sich auftun werden, werden wir erst während der Saison sehen. Zudem haben wir eine Vielzahl von Spielern verliehen, wenn nur einer sich auftut, können wir nach Karl den nächsten Campus-Spieler in den Kader einbauen.
Zaragoza wird sicherlich nach der Saison einen Markt haben, auch wenn wir vllt. nur 8-9 Mio bekommen, aktuell tut sich Celta Vigo noch schwer.
Palhinha wird sicher auch einen Markt für 25-30 Mio haben und Nübel kann man sicher auch für 8 Mio, oder mehr verkaufen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und finde die Transferperiode ebenfalls gelungen – das habe ich an anderer Stelle im Forum ja auch schon betont.
Das große Problem bleibt aber im Kontext die Premier League. Bayern ist kein klassischer Verkäufer-Verein, weil kaum ein Klub die hohen Bayern-Gehälter übernehmen möchte. Deswegen geht dann ein Coman am Ende für nicht einmal 30 Mio. nach Saudi-Arabien.
Ein gutes Beispiel ist Luis Diaz. Bei Liverpool verdiente er je nach Quelle irgendwo zwischen 3 und 7 Mio. brutto, bei Bayern liegt er jetzt bei 14 Mio. Liverpool hat 27 Spieler im Kader, Bayern nominell 25 – effektiv eher 22, wenn man den vierten Torhüter sowie Mike und Kiala herausrechnet. Die Gehaltskosten liegen bei Liverpool bei rund 175 Mio., bei Bayern trotz Eberls Kürzungen immer noch bei etwa 250 Mio.
Mit den Verlängerungen mit Musiala mit 25 Mio., Davies mit bis zu 22 Mio. inklusive Handgeld und Boni sowie Kimmich mit 20 bis 22 Mio. dazu, wird man ein gewaltiges Problem bekommen. Bei Liverpool gibt es nur einen Ausreißer – Salah mit rund 20 Mio. Dahinter folgt van Dijk mit 14 Mio., alle anderen Topverdiener liegen zwischen 10 und 12 Mio., bevor die Kategorie Díaz mit 3 bis 7 Mio. beginnt. Bayern hat sich mit den drei teuren Verlängerungen strategisch ins Bein geschossen. Entweder hebt man Spieler wie Upamecano oder Olise auch auf dieses Niveau, oder man riskiert, sie zu verlieren. Hier hätte es Härte gebraucht – ein klarer Kurs - gerne auch vom Uli am Tegernsee - nach dem Motto: Nur absolute Superstars verdienen 20 Mio. brutto.
Eigentlich müsste die Bundesliga (und die anderen Ligen) die Premier League wie Bayern dazu bekommen, dass auch dort nicht nur absurde Transfersummen, sondern auch absurde Gehälter gezahlt werden. Erst wenn die Premier League auf zu vielen teuren Verträgen sitzen bleibt, geraten die Klubs dort in eine ähnliche Lage wie Bayern heute – eingeschränkt handlungsfähig, mit vielen ablösefreien Abgängen und weniger Spielraum für wahllose Einkäufe. Nur so bleibt ein gewisses Gleichgewicht im europäischen Fußball erhalten. Es nach wie vor unverständlich, warum die reichste Liga der Welt, solche gesunden Gehaltsstrukturen aufweist.
Unter dem Strich bewerte ich die Transferpolitik von Bayern daher nur mit einer 4-. Der Sommer war zwar vernünftig und solide, aber die überteuerten Verlängerungen werden mittel- bis langfristig sehr große Herausforderungen nach sich ziehen.
Ich werde das mit den Gehältern aus der Premier League erst glauben, wenn ich einen Verteag schwarz auf weiß sehe.
Gerade in der Premier League, wo Geld fast schon keine Rolle spielt, sollen Spieler wie Diaz 7 Millionen verdienen? Come on. Genauso die 14 Millionen von van Dijk glaube ich niemals.
Wie willst du das den Spielern und Beratern erklären.
"Hey, wir haben deutlich mehr Geld als andere Vereine, also teilweise 3 mal so viel, aber ihr verdient bei uns weniger?"
Und Wirtz, der hier vermutlich den Musiala Vertrag angeboten bekam, wechselt stattdessen für unter 14 Millionen p.a. zu Liverpool? No way!
Klar, wirklich öffentlich sind die Einzelgehälter nicht. Aber wenn man die Zahlen konsequent anzweifeln will, müsste man von einer weltweiten Lügenkampagne ausgehen – und das passt schlicht nicht zu den Fakten. Gerade bei Liverpool hat man immer wieder erlebt, dass Spieler, die über Jahre fester Bestandteil der ersten Elf waren, den Verein verlassen haben, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen konnten.
Wijnaldum war Stammspieler unter Klopp und ging, weil PSG ihm ungefähr das Doppelte bot. Mane stand fast in jedem wichtigen Spiel auf dem Platz, wechselte zu uns und verdiente hier fast 20 Mio., statt der 11–12 Mio. in Liverpool. Coutinho war einer der zentralen Leistungsträger, ging nach Barcelona und bekam dort über 50 % mehr Gehalt. Und selbst jemand wie Diaz, der in den letzten zwei Saisons rund 7000 Minuten für Liverpool spielte – warum kommt er zu uns, wenn er in England angeblich schon fast genauso viel bekam? Für eine Million mehr im Jahr wechselt kein Spieler mit dieser Rolle.
Tut mir leid, ich finde Eure Argumente nicht stichhaltig.
Du findest die Argumente nicht stichhaltig und erwähnst selbst, dass die Einzelgehälter nicht öffentlich sind, vergisst dabei aber einen entscheidenden Fakt, nämlich das die gesamten Personalkosten öffentlich sind. Jetzt kann man im Detail selektieren, sofern ausgewiesen, welcher Verein, Bayern oder Liverpool in dem Fall, mehr Angestellte auf der Paylist hat und dann 1 und 1 zusammenzählen.
Wenn also Verein A und Verein B in etwa dieselben Personalkosten in ihren Bilanzen ausweisen, Liverpool also mehr zahlt als Bayern, bei Bayern da neben den Nachwuchsmannschaften auch die Frauen- und die Basketballmannschaft darunter fallen, dann dürfte sich selbst dem Laien die Frage ins Auge springen, an wen denn dann bitte Liverpool die ganzen Gehälter zahlt, zumal jetzt nirgendwo die Rede davon ist, dass Liverpool mehr Angestellte als Bayern beschäftigt. Da der überwiegende Teil der Beschäftigten im normalen Lohnsektor verdienen dürfte, kann also ausgeschlossen werden, dass dort Liverpool so deutlich überbezahlt, sodass die sogar höheren Personalkosten erklärbar sind.
Hast du auf diese Frage eine nachvollziehbare und zielführende Antwort, die dich deshalb die Argumente anderer hier nicht überzeugen lässt?
Nimmt man also die kolportierten Gehälter, die so publiziert werden, auf so Seiten wie "capology", und hält diese für glaubwürdig, dann müssen jene aber doch eine plausible Erklärung für die Differenzsumme bei den Personalkosten haben, und wohin diese fließen, weil nur dann ergibt das im Gesamtbild Sinn. Ich kann ja nicht einfach diese angegebenen Werte glauben, aber mir im Zuge dessen nicht die logischen Gedanken gemacht haben, an wen denn der Rest geht, denn das ist ja ein wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung, der darüber entscheidet, wie glaubwürdig und letztendlich nah an der Wahrheit das alles ist.
Wenn ich das so von außen betrachte, dann ist mir mit der Zeit eines aufgefallen, dass gerade bei Bayern oftmals die maximal zu erreichenden Summen/Gehälter angegeben werden, natürlich um ein gewisses Bild zu erzeugen, während das so aber bei anderen Vereinen nicht auch so gehandhabt wird, sodass dann ein falsches Bild erzeugt wird und folgend verzerrende Meinungen seitens der Fans. Ist ja irgendwo logisch und nachvollziehbar, denn wenn einem immer wieder suggeriert wird, Bayern bezahlt richtig viel Geld, mehr als alle anderen, um ihre Spieler zu halten oder erst zu bekommen, während der Rest eher marktgerecht bezahlt, dann verselbstständigt sich so ein Narrativ irgendwann, gerade bei jenen, die sich dann nicht wirklich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigen.
Ich würde sagen, dass Bayern sicher den ein oder anderen Spieler überbezahlt, weil er die Erwartungen bei der Vertragsunterschift/-verlängerung nicht erfüllt hat. Was man dabei aber nicht ignorieren sollte, dass so einige Verträge damals nach der erfolgreichen Saison 2020 vereinbart wurden. Entsprechend würde ich vermuten, dass einige jener, die jetzt permanent von "wahnsinniger Überbezahlung" sprechen, davon, dass der Verein so schlecht verhandeln würde, damals zu den ersten Kritikern gehört hätten, wenn diese Verträge hätten nicht verlängert werden können, weil man eben die Forderungen der Spieler, die kurz vorher nahezu alles im Vereinsfußball gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, und dabei durchaus zu überzeugen wussten, nicht hätte erfüllen wollen. Im Nachhinein ist man dann natürlich wieder schlauer und das fällt das Kritisieren als Nichtentscheidungsträger sehr leicht.
Gnabry war in guter Form und hat konstant gut gespielt. Goretzka ebenfalls, erst recht durch seine Transformation konnte er ein gutes Bild erzeugen, aber auch seine sportlichen Leistungen waren gut, würde ich sagen. Hätte Bayern die Verträge damals nicht verlängern sollen, weil die Spieler das eben nicht ohne Grund forderten? Da kann man Bezug zu Alaba nehmen, um abzuschätzen, dass diese Spieler sehr wohl ihren Markt hatten und das Geld woanders hätten verdienen können. Das hatten damals auch viele nicht für möglich gehalten, dass Alaba so viel bei Real verdienen könne, denn "schließlich zahlen die nicht solche verrückten Gehälter, außer für richtige Stars". Wie man aber alsbald erfahren hat, zahlt Real aber sehr wohl sehr ordentlich für Alaba, was eben auch ein Indiz dafür ist, dass die Argumente deiner Diskussionspartner doch bei dir als stichhaltiger angenommen werden sollten.
Möglicherweise arbeiten Konkurrenzvereine mit erfolgsorientierteren Vertragskonstrukten und die Grundgehälter sind letztendlich geringer als das bei Bayern der Fall ist, aber in Summe scheint es so zu sein, was die offiziellen Zahlen eben bestätigen, das also faktisch so ist, dass es im Endergebnis nicht dazu führt, dass sie weniger Gehälter zahlen, geringere Personalkosten haben, sondern sich auf demselben Niveau befinden oder sogar zum Teil deutlich darüber liegen.
Wie gesagt: das muss selbst einem Laien ins Auge springen, dass da irgendwo, irgendwie etwas nicht stimmen kann, wenn bei Verein B geringere Gehälter angegeben werden als bei Verein A, aber die Personalkosten in den offiziellen Geschäftsberichten/Bilanzen beider Vereine eine andere Sprache sprechen, nämlich in der Form, dass Verein B, der angeblich geringere Gehälter zahlt, höhere Personalkosten hat.
Ich war der gleichen Meinung wie Du und habe mich deswegen in den Unterschied Bayern und Liverpool eingelesen - nicht um irgendwo Argumente zu "gewinnen", sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.
Liverpool liegt mit rund 440 Mio. € Personalkosten über Bayern (ca. 395–400 Mio. €). Das heißt nicht, dass Liverpools Spieler mehr verdienen. Beim LFC läuft schlicht mehr "Betrieb" direkt über den Klub: Anfield samt vielen Teilzeitkräften an Spieltagen, höhere Arbeitgeberabgaben in UK und einzelne Abfindungen im Staff schlagen direkt in der Lohnsumme durch. In München werden vergleichbare Stadion-/Serviceleistungen teils anders organisiert bzw. verbucht, daher wirkt der Lohnblock kleiner. Unterm Strich erklärt das die Differenz auf Organisationsebene – die Spielergehälter bleiben bei Liverpool flacher, während Bayern die teure Spitze hat.
Man kann die Bilanzen und Vermutungen drehen und wenden wie man will, aber wer am Ende glaubt, dass beim Wettbieten um Wirtz, dieser auf über 10 Millionen Gehalt verzichtet und zu Liverpool geht, der glaubt auch an den Osterhasen.
Haaland verdient in England über 30 Millionen.
Willst du mir sagen, dass Marmoush mit 18 Millionen, mehr verdient als Wirtz mit 14 Millionen?
Jetzt machst Du es nur unnötig kompliziert. City hat bereits das Gehaltsgefüge ruiniert und ist bereits da, wo alle Clubs aus der Premier League meiner Meinung nach hin sollen: Sie müssen gute Spieler unter Marktwert verkaufen, verleihen oder verlieren sie ablösefrei.
Ich habe auch noch nie aktiven oder ehemaligen Spieler in Interviews oder Podcast sagen hören, dass die Gehälter erfunden bzw. total abwegig sind.
Florian Wirtz sein Vater, der als sein Berater tätig ist, sagte, dass es "beim Gehalt keine großen Unterschiede gab" zwischen dem Angebot von Bayern und Liverpool.
https://www.express.de/sport/fussball/bayer-04-leverkusen/wirtz-vater-spricht-ueber-liverpool-entscheidung-und-bayern-korb-1067641?utm_source=perplexity
Okay, das Thema frustriert mich doch jetzt mittlerweile sehr. Ja, was später netto bei ihm ankommt, dürfte "kein großer Unterschied" sein - was immer noch 1 - 2 Millionen netto sein können.
Warum man so absolut nicht verallgemeinern kann, ein Beispiel:
Der FC Bayern spricht z.B. von Gesamtpersonalaufwand und Liverpool trennt im Abschluss.
In Deutschland zahlt ein Arbeitgeber z.B. einer medizinischen Fachkraft mit 100.000 € Jahresgehalt genauso viel zur Sozialversicherung wie einem Harry Kane, der 25.000.000 Millionen verdient - maximal etwa 16.000 Euro.
In England sind das allerdings immer etwa 15,5 % zusätzlich, also bei einem Harry Kane wären das immerhin etwa 3.750.000 € Euro.
Und ich will hier bitte keine politische Diskussion anfangen, aber die Bundesliga hat hier, obwohl die Einkommensteuer (5,5 % Soli inklusive) etwa 3 % höher ist, niedrigere Personalkosten als die Engländer. Diese 15,5 % zwingen sie dazu, die Lohnkosten nicht explodieren zu lassen, weswegen sie viel lieber hohe Transfersummen zahlen, als noch höhere Gehälter zu zahlen. Natürlich wird auch zusätzlich noch auf eine Weise vergütet, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum man Bilanzen aus unterschiedlichen Ländern nicht einfach 1:1 vergleichen kann und warum es ein großer Unterschied sein kann, auch wenn ein Berater oder Spieler von "kleinen Unterschieden" spricht.
Können wir bei der Ganzen Diskussion uns auf Folgendes einigen?
Liverpool bezahlt ihre Spieler, egal auf welche Wege und mit welchen Tricks auch immer, sicherlich nicht so, dass zb. Bei einem Jahr Wirtz 40 % weniger im Geldbeutel landet.
Somit sollten wir auch nicht weiter das Narrativ verfolgen, dass der FC Bayern einem Wirtz viel mehr bezahlen muss, damit dieser zum FC Bayern geht. Auch geht Wirtz nicht zu Liverpool, obwohl er dort 10 Millionen weniger verdienen kann.
Das war nie mein Narrativ. Mein Gedanke war von Anfang an, dass man die Engländer zwingen muss, so wie die Bundesliga uns (die Bayern), höhere (Fix)Gehälter zu bezahlen. Sobald die Premier League lauter überbezahlte Kicker im Kader hat, haben Top Clubs aus den anderen Ligen wieder eine Chance. Im Moment bezahlen Clubs wie Liverpool lieber hohe Transfersummen, Berater-Boni und andere, nicht sozialversicherungspflichtige Vergütungen.
Achso ja, ich habe gesagt, dass ein Diaz, je nach Quelle 3 - 7 Millionen pro Jahr verdient hat. Obwohl er 7.000 Minuten in 2 Saison für Liverpool gespielt hat. Dann fing die Diskussion an, dass das alles erfunden sei. Und hier sind wir nun

Das ist noch immer nicht plausibel, weil, und das ist nachweislich auch nicht der Fall, in England die Abgaben derart höher sind, dass dieser Gap zu erklären wäre, also weder mit "Teilzeitkräften" noch mit "sonstigen Abgaben, die höher als in Deutschland sind".
Verein A zahlt 265 Mio Gehälter für den Lizenzspielerkader und 430 Mio insgesamt an Personalkosten.
Verein B zahlt (angeblich) 165 Mio für den Lizenzspielerkader und 450 Mio insgesamt an Personalkosten.
Beide haben in etwa die gleiche Anzahl an Lizenzspielern und Angestellte im Verein. Verein A hat aber neben den Nachwuchsmannschaften und der Frauenfußballmannschaft auch noch eine Basketballmannschaft.
Jetzt erklärt User A User B, dass Verein B, weil in England beheimatet, höhere Abgaben zu entrichten hat und zudem noch an Spieltagen zusätzliches Personal einstellt bzw. es da arbeitet, sodass, obwohl Verein B 100 Mio weniger Gehälter zahlt, deshalb insgesamt 20 Mio mehr an Gesamtpersonalkosten gezahlt werden muss, während Verein A, weil in Deutschland beheimatet ist, für seinen Profikader 100 Mio mehr zahlt, aber insgesamt weniger, weil weniger "Teilzeitkräfte" und geringere sonstige Abgaben im Personalsektor.
Ist das so korrekt?
Bayern 23/24 - Umsatz: 950 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 430 Mio Euro
Liverpool 23/24 - Umsatz: 708 Mio Euro - gesamte Personalkosten: 450 Mio Euro
Saison 23/24
Bayern: gesamte Personalkosten: 430 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 264 Mio - Gap: 166 Mio
Liverpool: gesamte Personalkosten: 450 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 165 Mio - Gap: 285 Mio
Man Utd: gesamte Personalkosten: 429 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 227 Mio - Gap: 202 Mio
Man City: gesamte Personalkosten: 550 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 228 Mio - Gap: 322 Mio
Chelsea: gesamte Personalkosten: 395 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 182 Mio - Gap: 213 Mio
Arsenal: gesamte Personalkosten: 381 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 199 Mio - Gap: 182 Mio
Aston Villa: gesamte Personalkosten: 292 Mio - Gehälter Profikader lt. capology: 132 Mio - Gap: 160 Mio
Nochmal zur Verdeutlichung:
Liverpool zahlt für den Profikader dem Vernehmen nach 165 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 285!!! Mio.
City zahlt für den Profikader 228 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 322!!! Mio.
Bayern zahlt für den Profikader 265 Mio und für die restlichen Mitarbeiter 166 Mio.
City soll hier doppelt so viel für alle restlichen Mitarbeiter zahlen als Bayern?!
Was ist hier auffällig?
Zuerst einmal, dass Bayern der einzige Verein ist, wo der Anteil der Gehälter für den Profikader größer ist als der der restlichen Personalkosten. Bedenkt man hierbei, dass es sich um Fußballvereine handelt, wo die Profiabteilung der primäre Faktor für Ausgaben sein dürfte, ist das mehr als nur seltsam. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der größte Teil der gesamten Personalkosten auf die Lizenzspieler zu entrichten sein dürfte, da diese, im Gegenteil zur absoluten Mehrheit der restlichen Belegschaft, außergewöhnlich viel verdienen, wie zudem auch noch das Trainerteam und die sportlichen Verantwortlichen. Der Rest hingegen dürfte eher "normal" verdienen.
Was könnte, evtl. sogar sollte, man daraus schließen?
Dass alle Vereine aus der PL überproportional höhere Abgaben zu entrichten haben und zudem mehr Mitarbeiter als Vereine aus anderen Ligen beschäftigen?
Oder liegt der Verdacht nahe, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach die Gehälter und damit einhergehende Kosten deutlich höher sein dürften, als auf Seiten wie "capology" angegeben werden?
Ich gebe hier nochmal zu bedenken, in dem man sich die Frage stellt: wo in der Regel im Fußball das Geld letztendlich landet, eher bei den Spielern und deren Beratern oder bei den restlichen Mitarbeitern der Vereine, und wie wahrscheinlich ist es letztendlich, dass die angegebenen Daten realistisch sind, also die restlichen Mitarbeiter deutlich mehr Personalkosten "auffressen" als die Profis, die der Hauptfaktor des ganzen Spektakels sind?
Hier wird ja so getan, als wären die Personalabgaben in England so exorbitant höher als in anderen europäischen Ländern, in dem Fall u. a. Deutschland. Dass in England, weil mehr Spiele, die Kosten für Personal etwas höher sein dürften, ok, aber es ist in keiner Weise plausibel, dass der Unterschied so riesengroß ist.
Nochmal: man kann sich das selbst gerne ausrechnen, bei 120 bzw. 160 Mio höheren "sonstigen Personalkosten", wie viel ein jeder Mitarbeiter verdienen müsste, selbst wenn es 500 zusätzliche Mitarbeiter wären. Ach, das wären 240k bzw. 320k, die jeder dieser zusätzliche Mitarbeiter in der Theorie verdienen würde. Selbst wenn man die Personalabgaben bei ca. 1000 Mitarbeiter für die englischen Vereine höher ansetzen und mitberechnen würde, wäre der Verdienst für diese zusätzlichen Mitarbeiter noch immer exorbitant hoch, ich erinnere, für "Teilzeitkräfte".
Ja, Klopp und Guardiola bzw. die jeweiligen Trainerteams und sportlichen Verantwortlichen werden deutlich mehr als die Pendants bei den Bayern verdient haben, aber eben nicht in dem Ausmaße, dass der Gap damit zu erklären wäre.
Entsprechend wäre mir eine kurze Rechnung/Gliederung bzw. ausführliche Schilderung ganz genehm, um einen evtl. Denkfehler meinerseits ausschließen und deine These besser nachvollziehen zu können.
Welche Summe von Liverpool fällt jetzt auf den Profikader von den gesamten Personalkosten an und welche für die restlichen Mitarbeiter und für wie viel höher taxierst du die Personalabgaben in England gegenüber Deutschland?
Hältst du die Angaben von "capology" für stimmig?
Hältst du es für plausibel, dass Liverpool 120 Mio mehr für die restlichen Mitarbeiter ausgibt als für die Profispieler bzw. City sogar 160 Mio?
Hältst du es für plausibel, dass bei gerechneten 1000 sonstigen Mitarbeitern jeder davon im Durchschnitt 120k verdienen müsste, obwohl dort viele, viele "normale" Beschäftigte dabei sind, also im Büro, im Catering usw. usf., bei City sogar 160k?
Glaubst du, die werden, im Gegensatz zu sonstigen Wirtschaftsbereichen dermaßen überbezahlt, obwohl man immer wieder mal hört, dass die Nachwuchstrainer, Scouts etc. oftmals eher im Niedriglohnsektor bzw. auf Honorarbasis beschäftigt sind, und das wahrlich nicht nur auf Bayern zutrifft?
Die sparen bei den Profis, um die restlichen Mitarbeiter über zu bezahlen?
Berücksichtigt man hierbei noch das hohe Lohnniveau in München, dann wird die ganze Sache noch absurder, weil wir im Gegensatz über Liverpool und Manchester und nicht von Paris, Mailand oder Madrid sprechen.
Verstehe den Punkt. Aber hier werden zwei komplett unterschiedliche Zahlenwelten vermischt – und genau daraus entsteht der 140-Millionen-Mythos.
Capology listet im Kern die Basisgehälter der Profis. Der Jahresabschluss eines Klubs zeigt dagegen den gesamten Personalaufwand: Spieler + Trainer + Staff + Akademie + Spieltagsjobs, plus Arbeitgeberabgaben, Boni, Signing-on, Pensionsaufwand usw. Bei Liverpool steht das schwarz auf weiß: Wages + salaries + Social security + Pensions = rund 386 M. Pfund – deutlich mehr als irgendeine Capology-Summe. Das heißt nicht "Capology lügt", sondern: Capology bildet nur einen Teil ab (Fixlöhne), der Abschluss alles.
Warum ist England in der Summe so "teuer"? Weil der Arbeitgeber dort auf fast jeden Pfund Lohn ca. 15,5 % National Insurance oben drauflegt – ohne Deckel. Das sieht man im LFC-Report als eigenen Posten ("social security costs" in zig Millionenhöhe). In Deutschland sind die Arbeitgeberbeiträge gedeckelt: über den Bemessungsgrenzen steigen sie bei Millionengehältern nicht weiter. Folge: Bei gleich hohem Fixgehalt bläht sich der englische Personalposten spürbar auf, der deutsche kaum (bereits erklärt).
Mach die simple Überschlagsrechnung: Nimm für Liverpool statt der Capology-Basis z. B. 200–230 Mio für den Kader (Basis + regelmäßig anfallende Boni), rechne ca. 35–45 Mio Arbeitgeber NI dazu, addiere Trainer/Staff/Akademie/Matchday ca. 60–80 Mio – du landest ziemlich genau dort, wo der Abschluss liegt (etwa 386 Millionen Pfund). Keine Zauberei, keine "Teilzeitmärchen" – einfach andere Verbuchung + UK-Abgaben.
Und das passt auch zum Sportlichen: Liverpool hält die Fixgehälter flacher; wer mehr Fix will, zieht oft weiter (Wijnaldum - PSG, Mane - Bayern, Coutinho - Barça). Bayern hat dafür eine breite Spitze im Bereich 18–25 Mio. Beides kann gleichzeitig stimmen: LFC gesamt teurer als Organisation, Bayern teurer an der Kaderspitze.
Mit Wijnaldum, Mane und Coutinho erklärst aber nicht das System.
Viele Spieler wechseln in die Premier League. Glaubst du die akzeptieren alle, dass dort Abgaben höher sind und deswegen die Vereine weniger bezahlen?
Erst vor kurzem hat doch Kompany gesagt, dass die Spieler das Geld(Money) in der Premier League reizt. Er hat in der Premier League gespielt und hat da sicher etwas Ahnung vom Geschäft.
Denkst du sämtliche Spieler bis hin zu Stars wechseln in die Premier League, obwohl sie woanders besser verdienen würden?
Fixgehälter, Boni, Abgaben und was auch immer sind nicht ausschlaggebend für den Spieler. Am Ende zählt für den Spieler was in seinem Geldbeutel landet und da zahlen die Clubs aus England sicherlich nicht weniger, wie andere Topvereine.
Genau aus diesem Grund sind Ihre Personalkosten genauso hoch bzw. höher wie bei anderen Topclubs und nicht wegen irgendwelchen Teilzeitkräften oder sonstigen Abgaben.
09.09.2025 - 14:34 Uhr
Die 14, 15 Mio. (inkl. Boni, rund 7 Mio. netto) bei Wirtz dürften dennoch Humbug und eher Berichte über 20 (22 mit Boni) Mio. voll zu nehmen sein (rund 10 Mio. netto).
Selbst wenn man bei uns von 25 Mio. brutto (inkl. Boni) ausgeht, wären das 13 Mio. netto. Da sind 7 doch völliger Kokolores und selbst knapp über 10 nicht so vergleichbar wie es die Aussage von Papa Wirtz anmuten lässt.
Selbst wenn man bei uns von 25 Mio. brutto (inkl. Boni) ausgeht, wären das 13 Mio. netto. Da sind 7 doch völliger Kokolores und selbst knapp über 10 nicht so vergleichbar wie es die Aussage von Papa Wirtz anmuten lässt.
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