| Geburtsdatum | 01.08.1973 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | 1.FC Kaiserslautern |
Torsten Lieberknecht [Trainer]
22.04.2025 - 17:57 Uhr
17.07.2026 - 10:54 Uhr
Mich würde mal brennend interessieren in welche Rolle Lieberknecht Berisha packt. Was erwartet er von ihm und wie will er ihn einsetzen. Ich meine wenn Berisha absolut fit ist und das Vertrauen hat kann er ein Gamechanger sein. Mir fehlt halt immer noch das klare Bekenntnis und Überzeugung von Lieberknecht zu Berisha!
17.07.2026 - 10:57 Uhr
Zitat von Dezibel1980
Mich würde mal brennend interessieren in welche Rolle Lieberknecht Berisha packt. Was erwartet er von ihm und wie will er ihn einsetzen. Ich meine wenn Berisha absolut fit ist und das Vertrauen hat kann er ein Gamechanger sein. Mir fehlt halt immer noch das klare Bekenntnis und Überzeugung von Lieberknecht zu Berisha!
Mich würde mal brennend interessieren in welche Rolle Lieberknecht Berisha packt. Was erwartet er von ihm und wie will er ihn einsetzen. Ich meine wenn Berisha absolut fit ist und das Vertrauen hat kann er ein Gamechanger sein. Mir fehlt halt immer noch das klare Bekenntnis und Überzeugung von Lieberknecht zu Berisha!
Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Also klar, wenn er mal was gefragt wird äußert er sich auch mal zu einzelnen Spielern. Bei Berisha hat er ja um Geduld geworben gegen Ende letzter Saison. Aber er gibt doch jetzt nicht großartig Bekenntnisse zu einzelnen Spielern ab?! Wie gesagt, verstehe nicht ganz wies gemeint ist bzw. wie die Vorstellung diesbezüglich is...
17.07.2026 - 12:11 Uhr
Um den Diskussionsthread zu Yardimci nicht weiter zu verwässern, poste ich es hier:
Das sehe ich sehr ähnlich. Genau aus diesem Grund bin ich persönlich auch sehr gespannt, wie Lieberknecht mit der Hausaufgabe seines GF Sport umgehen wird. Dieser hat vor einigen Wochen im Gespräch mit dem SWR auf die Frage nach den „Wünschen“ für die neue Saison erneut die alte Schallplatte von „mehr Lösungen im Ballbesitzspiel gegen tiefstehende Mannschaften“ aufgelegt.
Natürlich dürfte das keine markusanfangesken Züge annehmen. Lieberknecht wird – zumindest schätze ich ihn so ein – seinen fußballerischen Pragmatismus nicht einfach über Bord werfen (können). Dennoch klangen Hengens Aussagen im Interview für mich schon so, als erhoffe man sich auch auf Verantwortlichenseite unabhängig von der Grundordnung etwas mehr Spielkultur, Pre- wie auch insbesondere Ingame.
Mit den unterschiedlichen Offensivprofilen, die sich in ihren Stärken doch recht deutlich voneinander abgrenzen, bin ich extrem gespannt, was TL mit diesem Werkzeugkasten anzufangen weiß. Eine Weiterentwicklung in diesen Bereichen wäre für mich (neben dem sportlichen Erfolg) der entscheidende Maßstab bei der Frage, ob Lieberknecht auch künftig das berühmte Vertrauen auf der Trainerbank genießen sollte oder nicht.
Noch bevor personelle „Lösungen“ in den Vordergrund rücken, gehören für mich deshalb vor allem taktische und spielinhaltliche Fortschritte zur neuen Saison auf unsere Habenseite.
Gruß,
W7
Zitat von Lullaby
Man kann das System nicht nur wechseln, man muss es dann auch, denn die Ersatzspieler sind komplett andere Spielertypen. Es reicht ja nicht, zwei Stürmer aufzustellen. Wenn man zwei Spieler, die vor allem aufs Zentrum fixiert sind, gegen zwei Spieler austauscht, die vorzugsweise als inverse Außenstürmer agieren, muss sich die Spielweise zwangsläufig ändern.
Man kann das System nicht nur wechseln, man muss es dann auch, denn die Ersatzspieler sind komplett andere Spielertypen. Es reicht ja nicht, zwei Stürmer aufzustellen. Wenn man zwei Spieler, die vor allem aufs Zentrum fixiert sind, gegen zwei Spieler austauscht, die vorzugsweise als inverse Außenstürmer agieren, muss sich die Spielweise zwangsläufig ändern.
Das sehe ich sehr ähnlich. Genau aus diesem Grund bin ich persönlich auch sehr gespannt, wie Lieberknecht mit der Hausaufgabe seines GF Sport umgehen wird. Dieser hat vor einigen Wochen im Gespräch mit dem SWR auf die Frage nach den „Wünschen“ für die neue Saison erneut die alte Schallplatte von „mehr Lösungen im Ballbesitzspiel gegen tiefstehende Mannschaften“ aufgelegt.
Natürlich dürfte das keine markusanfangesken Züge annehmen. Lieberknecht wird – zumindest schätze ich ihn so ein – seinen fußballerischen Pragmatismus nicht einfach über Bord werfen (können). Dennoch klangen Hengens Aussagen im Interview für mich schon so, als erhoffe man sich auch auf Verantwortlichenseite unabhängig von der Grundordnung etwas mehr Spielkultur, Pre- wie auch insbesondere Ingame.
Mit den unterschiedlichen Offensivprofilen, die sich in ihren Stärken doch recht deutlich voneinander abgrenzen, bin ich extrem gespannt, was TL mit diesem Werkzeugkasten anzufangen weiß. Eine Weiterentwicklung in diesen Bereichen wäre für mich (neben dem sportlichen Erfolg) der entscheidende Maßstab bei der Frage, ob Lieberknecht auch künftig das berühmte Vertrauen auf der Trainerbank genießen sollte oder nicht.
Noch bevor personelle „Lösungen“ in den Vordergrund rücken, gehören für mich deshalb vor allem taktische und spielinhaltliche Fortschritte zur neuen Saison auf unsere Habenseite.
Gruß,
W7
17.07.2026 - 12:27 Uhr
Na und, dann ändert sich die Spielweise halt. Wir wollen doch flexibel auftreten und mehrere Systeme spielen können. Wir können aber nicht für jedes System komplette und gleichwertige BU-Lösungen im Kader vorhalten, also etwa vier Schienenspieler plus vier klassische Außenspieler etc.. Wenn du eine Spielordnung hast, geht das und du kannst wie Elversberg dann Spieler dort nahtlos einpflegen. Das war aber bislang nicht unser Ansatz. Wir müssen die Spielweise an das jeweils auf dem Platz vorhandene Personal anpassen und dafür im Training Varianten einstudieren. Genau das tun wir zu wenig und spielen Berisha dann an wie vormals Prtajin. Das geht halt nicht.
So viele Spieler kannst du gar nicht im Kader vorhalten, als dass du in jedem System auch noch BU für alle Fälle einwechseln könntest, ohne taktisch was ändern zu müssen. Flexibilität geht anders.
So viele Spieler kannst du gar nicht im Kader vorhalten, als dass du in jedem System auch noch BU für alle Fälle einwechseln könntest, ohne taktisch was ändern zu müssen. Flexibilität geht anders.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 17.07.2026 um 12:28 Uhr bearbeitet
17.07.2026 - 12:37 Uhr
Zitat von Newtrial
Na und, dann ändert sich die Spielweise halt. Wir wollen doch flexibel auftreten und mehrere Systeme spielen können. Wir können aber nicht für jedes System komplette und gleichwertige BU-Lösungen im Kader vorhalten, also etwa vier Schienenspieler plus vier klassische Außenspieler etc.. Wenn du eine Spielordnung hast, geht das und du kannst wie Elversberg dann Spieler dort nahtlos einpflegen. Das war aber bislang nicht unser Ansatz. Wir müssen die Spielweise an das jeweils auf dem Platz vorhandene Personal anpassen und dafür im Training Varianten einstudieren. Genau das tun wir zu wenig und spielen Berisha dann an wie vormals Prtajin. Das geht halt nicht.
So viele Spieler kannst du gar nicht im Kader vorhalten, als dass du in jedem System auch noch BU für alle Fälle einwechseln könntest, ohne taktisch was ändern zu müssen. Flexibilität geht anders.
Na und, dann ändert sich die Spielweise halt. Wir wollen doch flexibel auftreten und mehrere Systeme spielen können. Wir können aber nicht für jedes System komplette und gleichwertige BU-Lösungen im Kader vorhalten, also etwa vier Schienenspieler plus vier klassische Außenspieler etc.. Wenn du eine Spielordnung hast, geht das und du kannst wie Elversberg dann Spieler dort nahtlos einpflegen. Das war aber bislang nicht unser Ansatz. Wir müssen die Spielweise an das jeweils auf dem Platz vorhandene Personal anpassen und dafür im Training Varianten einstudieren. Genau das tun wir zu wenig und spielen Berisha dann an wie vormals Prtajin. Das geht halt nicht.
So viele Spieler kannst du gar nicht im Kader vorhalten, als dass du in jedem System auch noch BU für alle Fälle einwechseln könntest, ohne taktisch was ändern zu müssen. Flexibilität geht anders.
sehe ich auch so.. zudem sehe ich wie im Yardimici Gerüchte Thread schon angemerkt, Thierry Tazemeta Anlagen durchaus ähnliche wie die von Yardimici. Was willst du denn als Trainer noch mehr?
Du hast nun x mögliche Variationen in der Offensive mit 2 10ern oder eben verschiedensten Varianten in einem 2er Sturm.
Die Offensivvariante mit dem Durchbrechen der Schienenspieler auf links und rechts und den maßgeschneiderten Flanken (von vor allem Joly) auf den Abnehmer ist nun eben nun ausschließlich auf 2 Schultern verteilt. Das sehe ich natürlich auch so und deswegen ist es ein MUSS von Torsten hier nicht einzig auf diese mit Ivan super funktionierende Variante zu setzen.
17.07.2026 - 13:09 Uhr
Zitat von Lautrer1900
Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Also klar, wenn er mal was gefragt wird äußert er sich auch mal zu einzelnen Spielern. Bei Berisha hat er ja um Geduld geworben gegen Ende letzter Saison. Aber er gibt doch jetzt nicht großartig Bekenntnisse zu einzelnen Spielern ab?! Wie gesagt, verstehe nicht ganz wies gemeint ist bzw. wie die Vorstellung diesbezüglich is...
Zitat von Dezibel1980
Mich würde mal brennend interessieren in welche Rolle Lieberknecht Berisha packt. Was erwartet er von ihm und wie will er ihn einsetzen. Ich meine wenn Berisha absolut fit ist und das Vertrauen hat kann er ein Gamechanger sein. Mir fehlt halt immer noch das klare Bekenntnis und Überzeugung von Lieberknecht zu Berisha!
Mich würde mal brennend interessieren in welche Rolle Lieberknecht Berisha packt. Was erwartet er von ihm und wie will er ihn einsetzen. Ich meine wenn Berisha absolut fit ist und das Vertrauen hat kann er ein Gamechanger sein. Mir fehlt halt immer noch das klare Bekenntnis und Überzeugung von Lieberknecht zu Berisha!
Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Also klar, wenn er mal was gefragt wird äußert er sich auch mal zu einzelnen Spielern. Bei Berisha hat er ja um Geduld geworben gegen Ende letzter Saison. Aber er gibt doch jetzt nicht großartig Bekenntnisse zu einzelnen Spielern ab?! Wie gesagt, verstehe nicht ganz wies gemeint ist bzw. wie die Vorstellung diesbezüglich is...
Wie er seine zukünftige Rolle in der Mannschaft sieht . Soll er ein Führungsspieler sein und anhand seiner Erfahrung und Klasse vorangehen z.B. Man hat ihn ja schließlich nicht ohne Grund geholt !
17.07.2026 - 14:21 Uhr
@Newtrial: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstehe oder ob wir am Ende nicht sogar in eine ähnliche Richtung argumentieren. Trotzdem:
Natürlich ist es unrealistisch, für jedes denkbare System einen vollständigen Kader aus Spezialisten inklusive der entsprechenden Ersatzspieler zusammenzustellen. Gerade deshalb sollte die grundsätzliche Idee einer Mannschaft klar erkennbar sein. Flexibilität bedeutet für mich auch nicht zwingend, dass sich die komplette Spielweise mit jedem Personalwechsel grundlegend verändern muss.
Wenn ein Verein mehrere Systeme spielen möchte, braucht es aus meiner Sicht Spielerprofile, die möglichst viele dieser Rollen abdecken können. Entscheidend ist aber ebenso, dass Spieler auf ihren nominellen Positionen entsprechend ihrer natürlichen Fähigkeiten, ihrer eigentlich einmal erlernten Rolle und v.a. nicht dauerhaft positionsfremd eingesetzt werden.
Wir erinnern uns vermutlich alle noch an Beispiele wie Kleinhansl/Wekesser/Redondo als verkappte linke Schienenspieler, Semih Sahin als „schwimmenden“ Achter/Neuner, Ritter als spieleröffnenden Sechser, Kunze als zentralen Innenverteidiger oder Luca Sirch als nominellen Rechtsaußen. Solche Lösungen können kurzfristig funktionieren und gehören im Profifußball sicherlich auch zur taktischen Werkzeugkiste eines Trainers. Sie dürfen aber nicht zum dauerhaften Prinzip werden – zumindest nicht bei uns, wo nach meinem Dafürhalten, abgesehen von Sirchs gelegentlichen Offensivausflügen, eigentlich keine dieser Varianten auch nur ansatzweise den gewünschten nachhaltigen Erfolg eingebracht haben dürfte.
Natürlich muss man einen Berisha anders einsetzen als einen Prtajin. Dass dies nach der Verletzung von Prtajin nach seiner schweren Verletzung aus dem Rückspiel gegen Elversberg in der vergangenen Saison allerdings nicht passiert ist und die Halbfeldflanken von Joly/Haas anschließend auch weiterhin in gleicher Art & Weise in den gegnerischen Strafraum geschlagen wurden als wäre Prtajin nie weggewesen, war für mich ein deutliches Indiz für die eigentliche Limitation auf unserer Trainerbank. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass man über ein geschlagenes Dreivierteljahr offenbar keine weiteren Angriffsmuster, Ideen oder Konzepte entwickelt hatte, die über den oft bemühten „Hero-Ball“ hinausgingen.
Flexibilität bedeutet für mich deshalb nicht, dass jede Woche ein völlig neues Spielmodell entworfen wird. Es braucht ein klares Grundprinzip und idealerweise ein bis zwei weitere einstudierte Varianten, mit denen man auf unterschiedliche Gegner, Spielverläufe oder Rückstände reagieren kann. Andere Zweitligisten besinnen sich meiner Wahrnehmung nach genau auf diese Einfachheit – aber gerade an dieser Simplizität der Dinge ist Lieberknecht in der vergangenen Saison abseits des allseits bekannten „Hero-Balls“ meiner Auffassung nach gescheitert. Ich glaube (Achtung These) dass er sich ganz oft in einer Art „Hybris“ verloren hat, die er dem Umfeld dann unter dem Deckmantel des „Rock n‘ Roll“-Fußballs weiterverkaufen wollte.
Wenn ich vor dem Hintergrund der kommenden Saison also einen Wunsch formulieren dürfte, wäre es etwas weniger „Rock ’n’ Roll“ oder „Wilder Westen“ und etwas mehr Struktur: ein klar erkennbarer Fortschritt im eigentlichen Spielvortrag, erkennbare Abläufe und Automatismen in denen unterschiedliche Spielertypen mit ihren individuellen Profilen gemeinsam funktionieren können; ein Ansatz, der über einen längeren Zeitraum eingeübt und verfeinert wird und den Spielern klare Aufgaben und Räume entsprechend ihrer Fähigkeiten gibt. Genau das sollte man von einem Trainer mit den entsprechenden „Nachweisen“ auf der Trainerbank und dem selbst formulierten Anspruch eines „Aufstiegstraums“ mit dem FCK nach rund eineinhalb Jahren durchaus erwarten dürfen - zumindest meiner bescheidenen Auffassung nach.
Edit: Aber wie gesagt, ich glaube dass wir in unserer Wahrnehmung da gar nicht soweit auseinanderliegen
Gruß,
W7
Natürlich ist es unrealistisch, für jedes denkbare System einen vollständigen Kader aus Spezialisten inklusive der entsprechenden Ersatzspieler zusammenzustellen. Gerade deshalb sollte die grundsätzliche Idee einer Mannschaft klar erkennbar sein. Flexibilität bedeutet für mich auch nicht zwingend, dass sich die komplette Spielweise mit jedem Personalwechsel grundlegend verändern muss.
Wenn ein Verein mehrere Systeme spielen möchte, braucht es aus meiner Sicht Spielerprofile, die möglichst viele dieser Rollen abdecken können. Entscheidend ist aber ebenso, dass Spieler auf ihren nominellen Positionen entsprechend ihrer natürlichen Fähigkeiten, ihrer eigentlich einmal erlernten Rolle und v.a. nicht dauerhaft positionsfremd eingesetzt werden.
Wir erinnern uns vermutlich alle noch an Beispiele wie Kleinhansl/Wekesser/Redondo als verkappte linke Schienenspieler, Semih Sahin als „schwimmenden“ Achter/Neuner, Ritter als spieleröffnenden Sechser, Kunze als zentralen Innenverteidiger oder Luca Sirch als nominellen Rechtsaußen. Solche Lösungen können kurzfristig funktionieren und gehören im Profifußball sicherlich auch zur taktischen Werkzeugkiste eines Trainers. Sie dürfen aber nicht zum dauerhaften Prinzip werden – zumindest nicht bei uns, wo nach meinem Dafürhalten, abgesehen von Sirchs gelegentlichen Offensivausflügen, eigentlich keine dieser Varianten auch nur ansatzweise den gewünschten nachhaltigen Erfolg eingebracht haben dürfte.
Natürlich muss man einen Berisha anders einsetzen als einen Prtajin. Dass dies nach der Verletzung von Prtajin nach seiner schweren Verletzung aus dem Rückspiel gegen Elversberg in der vergangenen Saison allerdings nicht passiert ist und die Halbfeldflanken von Joly/Haas anschließend auch weiterhin in gleicher Art & Weise in den gegnerischen Strafraum geschlagen wurden als wäre Prtajin nie weggewesen, war für mich ein deutliches Indiz für die eigentliche Limitation auf unserer Trainerbank. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass man über ein geschlagenes Dreivierteljahr offenbar keine weiteren Angriffsmuster, Ideen oder Konzepte entwickelt hatte, die über den oft bemühten „Hero-Ball“ hinausgingen.
Flexibilität bedeutet für mich deshalb nicht, dass jede Woche ein völlig neues Spielmodell entworfen wird. Es braucht ein klares Grundprinzip und idealerweise ein bis zwei weitere einstudierte Varianten, mit denen man auf unterschiedliche Gegner, Spielverläufe oder Rückstände reagieren kann. Andere Zweitligisten besinnen sich meiner Wahrnehmung nach genau auf diese Einfachheit – aber gerade an dieser Simplizität der Dinge ist Lieberknecht in der vergangenen Saison abseits des allseits bekannten „Hero-Balls“ meiner Auffassung nach gescheitert. Ich glaube (Achtung These) dass er sich ganz oft in einer Art „Hybris“ verloren hat, die er dem Umfeld dann unter dem Deckmantel des „Rock n‘ Roll“-Fußballs weiterverkaufen wollte.
Wenn ich vor dem Hintergrund der kommenden Saison also einen Wunsch formulieren dürfte, wäre es etwas weniger „Rock ’n’ Roll“ oder „Wilder Westen“ und etwas mehr Struktur: ein klar erkennbarer Fortschritt im eigentlichen Spielvortrag, erkennbare Abläufe und Automatismen in denen unterschiedliche Spielertypen mit ihren individuellen Profilen gemeinsam funktionieren können; ein Ansatz, der über einen längeren Zeitraum eingeübt und verfeinert wird und den Spielern klare Aufgaben und Räume entsprechend ihrer Fähigkeiten gibt. Genau das sollte man von einem Trainer mit den entsprechenden „Nachweisen“ auf der Trainerbank und dem selbst formulierten Anspruch eines „Aufstiegstraums“ mit dem FCK nach rund eineinhalb Jahren durchaus erwarten dürfen - zumindest meiner bescheidenen Auffassung nach.
Edit: Aber wie gesagt, ich glaube dass wir in unserer Wahrnehmung da gar nicht soweit auseinanderliegen
Gruß,
W7
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wingman_7 am 17.07.2026 um 14:33 Uhr bearbeitet
17.07.2026 - 14:53 Uhr
@Wingman_7 Ja, mein post war ein bisschen zu verdichtet. Er hatte im Wesentlichen zwei Komponenten: Erstens die Kritik an Torsten und der Truppe, weil sie nicht flexibel genug reagierten (Berisha wie einen Prtajin anspielen; da sind wir uns einig). Und zweitens die Kritik an diesem typischen Journalisten- und Foren-Unsinn, Systeme wie in Stein gemeißelt zu betrachten ("haben kein Ersatz für ein 2-Sturm-System, wenn Erstbesetzung ausfällt"; Diskussion zwischen Lullaby und dem Eisbären). Ich höre immer wieder, wie Trainer dies in Interviews von sich weisen: Es gibt tausend Abstufungen zwischen einem 1- und einem 2-Sturm-System und Aussagen wie "X kann nicht mit/ohne Y im System Z aufgestellt werden" sind einfach viel zu kategorisierend. In Mannschaftsbesprechungen spielt so etwas kaum eine Rolle, vielmehr wird dort zum Beispiel im Detail thematisiert, wie man sich die Räume aufteilt, um einander nicht auf den Füßen zu stehen. Und das ist manchmal auch ein Lernprozess, zum Beispiel zwischen Skyttä und Ritter, die anfangs wirklich nicht gut harmoniert haben, dann aber irgendwann durchaus.
Worauf ich hinaus will: Flexibilität gewinnst du, indem du möglichst unterschiedliche Skill-Profile in deinem Kader hast. Yardimci verkörpert ein Profil, das wir so noch nicht haben. Und deshalb wäre eine Verpflichtung positiv (die wirtschaftliche Seite mal kurz ausgeblendet). Und selbstverständlich wirst du Prtajin, Berisha und ihn in jeder möglichen personellen Konstellation - einschließlich eines 3-Sturm-Systems - einsetzen können, wenn vorher im Detail abgesprochen wird, wer welche Aufgaben hat und welche Rollen ausfüllt. Das ist taktische Flexibilität - und dafür brauchst du ein fähiges Trainerteam, das auch mal um die Ecke denken kann. Das hat Torsten bislang nicht so besonders hinbekommen, da sind wir uns einig. Aber mit jeder Transferperiode kriegt er mehr die Spielertypen (und einen neu zusammengesetzten Trainerstab), die ihm vorschweben und mit denen er arbeiten kann. Niemals würde Torsten so spielen wie Argentinien, nämlich mit eher kleingewachseneren, wuseligen Typen, die sich durchkombinieren. Deshalb wird bei uns ja auch das MF überloopt. Skyttä ist zum Beispiel die lebendige Antithese zum Torsten-Fußball.
In der Praxis interessiert es Spieler und Trainer herzlich wenig, ob das vereinbarte 1,75-Stürmer-System nun an der Taktiktafel als 1- oder 2-Stürmersystem aufzuzeichnen ist und wer mit wem eigentlich nicht zusammen eingesetzt werden könne. Da wird sehr konkret zusammengepuzzled, nicht schematisch kategorisiert. Diese Dreier-/Viererketten-Diskussionen etc. haben für Spieler und Trainer ungefähr dieselbe Bedeutung, wie die Ornithologie für die Vögel.
Worauf ich hinaus will: Flexibilität gewinnst du, indem du möglichst unterschiedliche Skill-Profile in deinem Kader hast. Yardimci verkörpert ein Profil, das wir so noch nicht haben. Und deshalb wäre eine Verpflichtung positiv (die wirtschaftliche Seite mal kurz ausgeblendet). Und selbstverständlich wirst du Prtajin, Berisha und ihn in jeder möglichen personellen Konstellation - einschließlich eines 3-Sturm-Systems - einsetzen können, wenn vorher im Detail abgesprochen wird, wer welche Aufgaben hat und welche Rollen ausfüllt. Das ist taktische Flexibilität - und dafür brauchst du ein fähiges Trainerteam, das auch mal um die Ecke denken kann. Das hat Torsten bislang nicht so besonders hinbekommen, da sind wir uns einig. Aber mit jeder Transferperiode kriegt er mehr die Spielertypen (und einen neu zusammengesetzten Trainerstab), die ihm vorschweben und mit denen er arbeiten kann. Niemals würde Torsten so spielen wie Argentinien, nämlich mit eher kleingewachseneren, wuseligen Typen, die sich durchkombinieren. Deshalb wird bei uns ja auch das MF überloopt. Skyttä ist zum Beispiel die lebendige Antithese zum Torsten-Fußball.
In der Praxis interessiert es Spieler und Trainer herzlich wenig, ob das vereinbarte 1,75-Stürmer-System nun an der Taktiktafel als 1- oder 2-Stürmersystem aufzuzeichnen ist und wer mit wem eigentlich nicht zusammen eingesetzt werden könne. Da wird sehr konkret zusammengepuzzled, nicht schematisch kategorisiert. Diese Dreier-/Viererketten-Diskussionen etc. haben für Spieler und Trainer ungefähr dieselbe Bedeutung, wie die Ornithologie für die Vögel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 17.07.2026 um 15:19 Uhr bearbeitet
17.07.2026 - 15:35 Uhr
Eigentlich hast du das schön geschrieben. Wie Räume zu besetzen sind, ist genau der Knackpunkt, weshalb wir bis zu Prtajins Rückkehr eher keine Formation mit zwei nominellen Mittelstürmern sehen werden. Wir haben nämlich nur zwei Spieler, die ihre Stärken darin haben, das Sturmzentrum zu besetzen. Wenn dann beide starten, sitzt logischerweise keiner mehr auf der Bank.
Dass man mit Berisha und Yardimci zusammen spielen kann, weil der eine gerne die Tiefe sucht, während der andere sich gerne in den 10er-Raum zurückfallen lässt, und dass die beide auch Halbräume bespielen können, ist davon unbenommen. Wenn beide starten, können wir nicht gut nachlegen. Dann ist Tazemeta als frisch der A-Jugend entsprungener Neuprofi der einzige Kandidat, der das überhaupt spielen könnte, und dem fehlt a) ein Nachweis, dass er das überhaupt kann, denn bisher spielte er als Rechtsaußen, und b) ein Nachweis, dass er das erforderliche Niveau bereits hat.
Beste Grüße
Lullaby
Dass man mit Berisha und Yardimci zusammen spielen kann, weil der eine gerne die Tiefe sucht, während der andere sich gerne in den 10er-Raum zurückfallen lässt, und dass die beide auch Halbräume bespielen können, ist davon unbenommen. Wenn beide starten, können wir nicht gut nachlegen. Dann ist Tazemeta als frisch der A-Jugend entsprungener Neuprofi der einzige Kandidat, der das überhaupt spielen könnte, und dem fehlt a) ein Nachweis, dass er das überhaupt kann, denn bisher spielte er als Rechtsaußen, und b) ein Nachweis, dass er das erforderliche Niveau bereits hat.
Beste Grüße
Lullaby
17.07.2026 - 16:07 Uhr
Ja, es ist nur ein Testspiel… Doch nach wenige Minuten steht es bereits null zu drei.
Sportlicher Klassenunterschied hin oder her: mal wieder ein absolut leerer Auftritt der Truppe.
Der wievielte ist das nun in 1,5 Jahren Amtszeit?
Sportlicher Klassenunterschied hin oder her: mal wieder ein absolut leerer Auftritt der Truppe.
Der wievielte ist das nun in 1,5 Jahren Amtszeit?
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