Karlsruher SC Karlsruher SC
deadline-day banner

Taktik und Spielsysteme

21.07.2011 - 09:17 Uhr
Taktik und Spielsysteme |#1711
14.03.2019 - 12:08 Uhr
You made my day!
Danke für deine Mühe Rudi daumen-hoch
Taktik und Spielsysteme |#1712
14.03.2019 - 13:02 Uhr
Zitat von KSC75
You made my day!
Danke für deine Mühe Rudi daumen-hoch


Meine Arbeitskollegin ist ausgeflippt: "Was tippsch du denn da andauernd so rum (hatte eh schon Kopfweh). Ich geh aussm Zimmer, halt das nimmer aus" grins
Taktik und Spielsysteme |#1713
14.03.2019 - 16:23 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Zitat von KSC75

You made my day!
Danke für deine Mühe Rudi daumen-hoch


Meine Arbeitskollegin ist ausgeflippt: "Was tippsch du denn da andauernd so rum (hatte eh schon Kopfweh). Ich geh aussm Zimmer, halt das nimmer aus" grins


Deine Analyse ist ähnlich wie bei der Niederlage gegen Lautern, es fehlt im letzten Drittel zentral ein Spieler bzw rückt das Mittelfeld nicht richtig nach. Aber wie Abhilfe schaffen? Einen echten Zehner ( Wanitzek oder Möbius) dahinstellen? Kompakter, bzw. höher stehen?

Meiner Meinung nach rücken beide Außen ( auser6 wenn Stiff RA spielt) zu wenig ein. Warum nicht mal invers agieren, mal umtauschen. Pourie raustreten lassen um mit einem einfachen Doppelpass zentral aus der Distanz abzuziehen?
Taktik und Spielsysteme |#1714
14.03.2019 - 18:44 Uhr
Zitat von Parado

Deine Analyse ist ähnlich wie bei der Niederlage gegen Lautern, es fehlt im letzten Drittel zentral ein Spieler bzw rückt das Mittelfeld nicht richtig nach. Aber wie Abhilfe schaffen? Einen echten Zehner ( Wanitzek oder Möbius) dahinstellen? Kompakter, bzw. höher stehen?

Meiner Meinung nach rücken beide Außen ( auser6 wenn Stiff RA spielt) zu wenig ein. Warum nicht mal invers agieren, mal umtauschen. Pourie raustreten lassen um mit einem einfachen Doppelpass zentral aus der Distanz abzuziehen?


Keine Abhilfe nötig, weil im Ballbesitzspiel und das wollen wir nicht. In beiden Spielen hat uns der Gegner dazu zwingen können. Den Zehner geben kann da jemand situativ, wie das Stiefler vom Flügel aus rein, Wani, Toni oder auch mal Pourie tun.

Invers ist finde ich keine Lösung mit dem aktuellen Stammpersonal. Dann müsste meine ich Choi dafür spielen, dessen beste Rolle das auch ist. Choi hat für solche Situationen ein gutes Gefühl, positioniert sich entsprechend, kann sich geschickt kreativ der Manndeckung im Rücken entledigen und nimmt die Wege, ist da auch (mutig) eigensinnig genug. Aber ganz einfach: Er knallte die Möglichkeiten bisher alle direkt in die Wolken. grins Choi kann mehr, bekommts aber nicht gebacken. Auch Röser kommt dafür in Frage, der mit Tempo sich bietende Lücken ausnutzen könnte, aber auch er hat da bisher keine Effektivität zeigen können. Lorenz ist einfach ganz klassischer Flügelspieler. Camoglu mags mehr bis zur Grundlinie zu gehen und von dort aus reinzuziehen, abzulegen. Burak bringt zwar vieles fürs inverse Spiel mit, außer einen satten Schuss, aber es kommt seinem spielerischen Naturell finde ich nicht nah. Das ist meiner Meinung nach eigentlich "unüberschreibbar auf der Platte gespeichert". Ändert auch der eine tolle Schlenzer in den Knick aus dieser Saison nichts dran. Bei Stiff habe ich bisher keine Ansätze gesehen, dass ihm "invers aus der Distanz" liegt. Man könnte Positionswechsel aber ab und an mal einstreuen, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen.

"einfachen Doppelpass zentral"

Der Doppelpass ist natürlich einfach gespielt, aber schwierig die Struktur dazu überhaupt herzustellen, also Gegner zu binden, Zuordnungen zu kippen und Freiraum in der Zentrale zu schaffen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RudiMentaer am 14.03.2019 um 18:45 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1715
14.03.2019 - 19:48 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Zitat von Parado

Deine Analyse ist ähnlich wie bei der Niederlage gegen Lautern, es fehlt im letzten Drittel zentral ein Spieler bzw rückt das Mittelfeld nicht richtig nach. Aber wie Abhilfe schaffen? Einen echten Zehner ( Wanitzek oder Möbius) dahinstellen? Kompakter, bzw. höher stehen?

Meiner Meinung nach rücken beide Außen ( auser6 wenn Stiff RA spielt) zu wenig ein. Warum nicht mal invers agieren, mal umtauschen. Pourie raustreten lassen um mit einem einfachen Doppelpass zentral aus der Distanz abzuziehen?


Keine Abhilfe nötig, weil im Ballbesitzspiel und das wollen wir nicht. In beiden Spielen hat uns der Gegner dazu zwingen können. Den Zehner geben kann da jemand situativ, wie das Stiefler vom Flügel aus rein, Wani, Toni oder auch mal Pourie tun.

Invers ist finde ich keine Lösung mit dem aktuellen Stammpersonal. Dann müsste meine ich Choi dafür spielen, dessen beste Rolle das auch ist. Choi hat für solche Situationen ein gutes Gefühl, positioniert sich entsprechend, kann sich geschickt kreativ der Manndeckung im Rücken entledigen und nimmt die Wege, ist da auch (mutig) eigensinnig genug. Aber ganz einfach: Er knallte die Möglichkeiten bisher alle direkt in die Wolken. grins Choi kann mehr, bekommts aber nicht gebacken. Auch Röser kommt dafür in Frage, der mit Tempo sich bietende Lücken ausnutzen könnte, aber auch er hat da bisher keine Effektivität zeigen können. Lorenz ist einfach ganz klassischer Flügelspieler. Camoglu mags mehr bis zur Grundlinie zu gehen und von dort aus reinzuziehen, abzulegen. Burak bringt zwar vieles fürs inverse Spiel mit, außer einen satten Schuss, aber es kommt seinem spielerischen Naturell finde ich nicht nah. Das ist meiner Meinung nach eigentlich "unüberschreibbar auf der Platte gespeichert". Ändert auch der eine tolle Schlenzer in den Knick aus dieser Saison nichts dran. Bei Stiff habe ich bisher keine Ansätze gesehen, dass ihm "invers aus der Distanz" liegt. Man könnte Positionswechsel aber ab und an mal einstreuen, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen.

"einfachen Doppelpass zentral"

Der Doppelpass ist natürlich einfach gespielt, aber schwierig die Struktur dazu überhaupt herzustellen, also Gegner zu binden, Zuordnungen zu kippen und Freiraum in der Zentrale zu schaffen.


Zum dopa: Aber mit Pourie haben wir einen, der stark Bälle abschirmen kann, behaupten kann und einen schützen(wanitzek u d Lorenz) in Position bringen kann. Ich finde wir schiessen zu selten aus der Distanz. Gegen tiefstehende Mannschaften ein probates Mittel. Flanken von außen bringen zu selten Erfolg, auch anderen Mannschaften haben große kopfballstarke Verteidiger.

Wir müssen mehr Möglichkeiten haben, variabler sein!
Taktik und Spielsysteme |#1716
15.03.2019 - 07:50 Uhr
Weitschüsse sind kein probates Mittel, sondern eine Verlegenheitslösung. Kannst dich ja dazu mal mit xG befassen.

xG - Bayern - Wolfsburg
Taktik und Spielsysteme |#1717
15.03.2019 - 08:12 Uhr
Zitat von RudiMentaer

Weitschüsse sind kein probates Mittel, sondern eine Verlegenheitslösung. Kannst dich ja dazu mal mit xG befassen.

xG - Bayern - Wolfsburg


Rudi, wir spielen aber Liga 3.... Bayern Wolfsburg ist doch ein völlig anderes Niveau...

Beide Seiten haben super Torhüter, die Bayern so ziemlich die technisch besten Spieler der Bundesliga.

Meinst du, Lorenz Wanitzek Stiefler und Camoglu können mit Pourie sowas spielen? Ich denke nicht.

Zudem war gegen Aalen der Rasen nass, Bernhardt kein super TW... also ich halte Distanzversuche als probates Mittel wenn sich die andere Mannschaft hintenreinstellt. Heißt ja nicht, dass man es nicht anders versucht. Nur diese Versuche spielen bei uns eben so gar keine Rolle. Sobald Toni zugestellt wird spielen wir mit einem Mann weniger....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Parado am 15.03.2019 um 08:16 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1718
15.03.2019 - 10:22 Uhr
Zitat von RudiMentaer

Zitat von KSC75

You made my day!
Danke für deine Mühe Rudi daumen-hoch


Meine Arbeitskollegin ist ausgeflippt: "Was tippsch du denn da andauernd so rum (hatte eh schon Kopfweh). Ich geh aussm Zimmer, halt das nimmer aus" grins


@RudiMentaer : Danke, saubere Analyse.
Und: keine Rücksicht auf Einzelschicksale. Es geht um das große Ganze. Versteht Deine Kollegin sicherlich irgendwann mal. Und wenn nicht: die kommt schon klar. Hat ja einen netten und hilfsbereiten Zimmergenossen.

•     •     •

Gegen Beleidigungen im Stadion. Sektion Nördliche Hardt

Dieser Beitrag wurde zuletzt von UtzdieWutz am 15.03.2019 um 10:23 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1719
15.03.2019 - 14:10 Uhr
Ok Parado verstanden: Mehr Variabilität und mehr Risiko, supertoll. Würde dir trotzdem ans Herz legen dich mit xG zu beschäftigen, falls du daran Interesse hast, deine Subjektivität auch mal mit Statistiken zu unterfüttern oder auch vielleicht widerlegen zu lassen. Man lernt nie aus.


Zitat von UtzdieWutz
Zitat von RudiMentaer

Zitat von KSC75

You made my day!
Danke für deine Mühe Rudi daumen-hoch


Meine Arbeitskollegin ist ausgeflippt: "Was tippsch du denn da andauernd so rum (hatte eh schon Kopfweh). Ich geh aussm Zimmer, halt das nimmer aus" grins


@RudiMentaer : Danke, saubere Analyse.
Und: keine Rücksicht auf Einzelschicksale. Es geht um das große Ganze. Versteht Deine Kollegin sicherlich irgendwann mal. Und wenn nicht: die kommt schon klar. Hat ja einen netten und hilfsbereiten Zimmergenossen.


War schon recht dreist. In meinem Beruf gehört 45 Minuten durchweg in die Tasten klappern nicht zum Alltag. War nicht so einfach sie still zu halten, ohne ihr mitzuteilen, was ich da überhaupt schreibe. grins
Taktik und Spielsysteme |#1720
15.03.2019 - 15:30 Uhr
Zitat von RudiMentaer
28. Spieltag: Karlsruhe - Aalen

Vor dem Spiel wurde wie gewohnt betont, jedes Spiel gleich anzugehen. Alois hats eingeführt, betont es gegen jeden Gegner, auch Wani gab es vor dem Spiel zum Besten. Glaubhaft? Fand ich nicht, denn gegen den Tabellenletzten taten wir uns bisher immer schwer. Lotte wenigstens noch dadurch bedingt, dass es eine große Systemumstellung gab. Nur diesmal nicht, nicht mal ein Personalwechsel. Der KSC im gewohnten 442, die Aalener traten im 4123 an.

Das dürfte eine Überraschung gewesen sein, den laut versch. Portale traten die Aalener in den letzten 4 Spielen nicht mit dieser Formation auf. Laut Magentasport spielte Aalen gegen den KSC im 3421, das war aber zu keinem Zeitpunkt so zu sehen.

Die ersten Minuten gewohntes Abtasten, ins Spiel reinfinden. Aalen fackelte nicht lange und nahm das an, was den KSC In den letzten beiden Spielen auszeichnete – sofortige Intensität. Der KSC bekam das Spiel aber diesmal nicht in der eigenen Manier unter Kontrolle. Zu Beginn zeichneten sich beide Teams dadurch aus, dass man brutal unsauber spielte, das Spiel ein reines Gestocher, gefolgt von katastrophalen Fehlpässen. Aalen bekam dann aber die Überhand, presste tief in der Hälfte des KSC, während unsre Leute nach Balleroberung gar nicht dazu kamen Konter zu setzen.

Noch reagierte man relativ gelassen auf die Drangphase der Aalener. Die Flügelangreifer arbeiteten wenig nach hinten mit, vor allem Lorenz, Wani suchte die Anbindung an die Spitze, Groiß putzte dahinter aus. Das wurde dann schnell zum Fiasko. Geordneten Spielaufbau gab es nicht, der KSC kam nicht dazu die Gegenspieler sauber zuzuordnen und eine passende Struktur zu entwickeln. Aalen spielte mit einem tiefen Sechser, den man von Anfang an nicht unter Kontrolle gekam. Entweder bekam Wani nicht den Zugriff, weil sich der Sechser aus tiefer Positionierung dann ins MF fallen ließ, oder weil er nicht von einem der beiden Stürmer in Manndeckung genommen wurde, man Deckungsschatten ausüben konnte. Die beiden Achter der Aalener agierten sehr eng, man suchte nicht den Weg auf die Flügel raus, die Flügelstürmer rückten weit ein und standen direkt neben dem Stürmer. Stiefler fokussierte teils auf den Achter, wie Lorenz anfangs überhaupt nicht tat. Thiede und Roßbach konnten die Flügelstürmer auch nicht aufnehmen, da sie zu zentral standen, Schnittstelle IV/AV. Groiß sicherte davor ab, aber hatte eben damit 3 Mann direkt hinter sich, die er alleine nie und nimmer hätte absichern können, es musste die IV dann eben immer direkt mit rausrücken. So später Zugriff wurde uns dann zum Verhängnis.

Der KSC bekam den Übergang in die eigene Hälfte durch die Aalener nicht unterbunden, die Flügelstürmer konnten einrücken, die Aalener aufrücken, sich in Position bringen, nach Ballverlusten direkt pressen. Der KSC nahm das Spiel bis zur 20. Minute nicht an. Die Aalener bekamen als erstes Präzision ins Spiel, kombinierten abgestimmt und sehenswert, während die KSC-Flügelangreifer auf Umschaltmomente zockten und in der Phase nur selten aushalfen. Die AV der Aalener schoben nach, auf dem Flügel waren damit Thiede und Roßbach gebunden, in den Aalener Kombinationen waren sich nur noch Passagiere. Das MF war also damit völlig offen, gestellt bekam man die Aalener wenn überhaupt erst vor dem eigenen 16er und dann auch nur, wenn bei diesen die Präzision im letzten Pass nachließ. Kam der KSC dazu die Aalener mal selbst hoch anzulaufen, rückte die 2. Reihe nicht nach. Pourie ging auf die IV, dahinter schob kein ZM auf die MF-Anspielstationen der Aalener, damit war man direkt im Zwischenlinienraum vor dem MF und konnte das dann ohne Probleme überspielen. Wani fing immer öfter an dann mit Groiß tief abzusichern, so langsam gesellten sich auch Lorenz und Stiefler hinzu, Stiefler versuchte schnell einrückend auszuhelfen, da ja in der Stellung der Aalener im letzten Drittel nur der AV auf dem Flügel stand. Das sehr enge Spiel der Aalener brachte uns an unsre Grenze und der KSC kassierte in völliger Passivität, ohne das Spiel anzunehmen, mit immer stärker abfallender Präzision im eigenen Ballbesitz, völlig verdient 2 Tore. Signalwirkung dann fast genau die 20. Minute. Endlich nahm man die Intesität an und fing an um die Bälle zu kämpfen, wieder aktiv teilzunehmen.

Groiß durfte früh unter die Dusche. Mitverursacher aber auch Opfer unsrer Spielweise. Seine Weigerung aktiv nach vorne zu verteidigen, aufzurücken, setzte unsre MF-Zentrale mit außer Gefecht. Marvin musste sich ihm anpassen und damit stand man dann in der eigenen Hälfte gefangen. Auch das Aufbauspiel misslang Groiß komplett.

Was hätte man besser machen können abseits den Kampf passend anzunehmen? Die Flügelangreifer hätten die Achter von anfang voll mit aufnehmen müssen, denn Aalen spielte ja sehr zentral. Mit Groiß und Wani war man hier unterbesetzt. So hätten aber die AV ohne Zuordnung aufrücken können und damit Roschi und Thiede vor Probleme stellen, weil ja eben die Flügelstürmer einrückten und in die Schnittstelle IV/AV hätten gehen können. Unsre Flügelangreifer versuchten eben unser Spiel durchzubringen, was bedeutete, dass sie in der Abwehr nicht genügend aushalfen und zockten. Stiefler half da etwas mehr wie Lorenz, der dann Roschi teils brutal alleine ließ. Man bekam das Übergangsspiel der Aalener nicht in den Griff und spielte dann in Unterzahl in der Zentrale, lief durchweg hinterher, während Aalen im Dreieck-Spiel sehenswert kombinierte.

Nach 20 Minuten kippte dann endlich das Spiel. Aalen formierte sich immer öfter defensiv im 4141. Ließ sich einer unser Achter im Aufbau fallen, wurde er manngedeckt, der Sechser rückte in die MF-Kette. Ließen sich beide Achter fallen, schob die MF-Kette hoch und nahm sie somit ebenfalls aus dem Spiel. Unsre Mannschaft nahm das dann sinnig an. Fortan gingen Gordon und Pisot mit Ball auf die MF-Kette. Der Stürmer konnte alleinig überhaupt nicht pressen, nach 1-2 Passstationen war der raus. Durch das Anlaufen mit Ball konnte man die MF-Kette locken, sich dann die zentralen MF-Spieler so aus dem Deckungsschatten lösen. Der KSC kam so dann ordentlich über die Mittelinie, versuchte vor allem am Flügel zu kombinieren. Roschi und Thiede schalteten auf vollen Offensivmodus, Pourie oder Fink schoben bei Möglichkeit auf den Flügel raus um die AV zu binden. Mit Camoglu und dem ebenso antreibenden Thiede kam man so am rechten Flügel ordentlich ins Spiel, doch kam man von dort nicht in die Zentrale rein, vor den Sechzehner. Fink war völlig aus dem Spiel, Pourie konnte nur prallen lassen, ihm stand ständig ein Gegenspieler auf den Füßen. Es ging also über Flanken, frühe Hereingaben, 2.Bälle, Gegenpressing. Teils großes Risiko, doch Aalen befreite sich immer schlechter und nutzte das nicht zum Konter aus. Der Anschlußtreffer hätte fallen können, Chancen waren in zumindest ausreichender Höhe da, aber es gelang nicht.

Nach der Pause keine Umstellung. Die Hoffnung da, dass der KSC die Intensität aus den letzten 25 Minuten der 1. Halbzeit so in Hälfte 2 weiterführt. Dem war nicht so. Es schlichen sich wiederzu häufig leichtfertige Fehler ein, Fink kam nicht ins Spiel, der KSC kaum noch passend ins letzte Drittel, so keine Chance da auch in der letzten Reihe für mehr Personal zu sorgen. Aalen kam immer wieder dazu sich aus dem dann gar nicht mehr so richtig vorhandenen Klammergriff zu befreien. Den Elfer versemmelt, darauf das 3:0, damit war die Messe gelesen.

Die ersten 20 Minuten eine volle Katastrophe. Man wollte das eigene Spiel durchdrücken, nahm die Intensität der Aalener in arroganter Haltung und Vernachlässigung der Defensivarbeit nicht an und warf das Spiel innerhalb von 20 Minuten aus dem Fenster. Danach kam eine Reaktion, der KSC spielte mit großem Risiko und belohnte sich fast, doch im Ballbesitz tut man sich halt unter Alois schwer. In Halbzeit 2 konnte man daran nicht anknüpfen, bekam das dann überfällige 3:0 und musste eine herbe Niederlage einstecken.
Alois wird hoffentlich die richtigen Worte finden, denn die Einstellung passte trotz der Mantra-artigen Betonung vor dem Spiel überhaupt nicht. Ein wildes Gestocher in den ersten 20 Minuten, die Mannschaft überhaupt nicht wach.

Eine ausführliche Spielerwertung spare ich mir - mannschaftlich geschlossene, unterirdische erste 20 Minuten. Camoglu, Stiefler und Lorenz stemmten sich nach 20 Minuten offensiv dagegen, Fink war nie im
Spiel drin, Pourie alleingelassen. Stielfers Fehlpässe zogen sich durchs Spiel, Wani farblos. Gordon ebenfalls zu oft nicht sattelfest, hatte aber wie Pisot diesmal große Aufgaben. Konterabsicherung, Gegner locken,
nach Ecken so lange es geht in der Offensive verweilen. Irgendwann ist dann die Pumpe alle, was auch für Thiede und Roschi galt. Die ersten 20 Minuten waren für einen Aufstiegsaspiranten unwürdig und diese Leistung in jeglicher Form kritikwürdig. Egal wie oft man es wiederholt und einbleut, die Mannschaft schafft es nicht jedes Spiel wirklich gleich anzugehen. Ein krachender Denkzettel zur rechten Zeit, denn noch hat man alle Zügel selbst in der Hand.


Eine wichtige Aussage Deiner gewohnt brillianten Taktikanalyse: ist Fink aus dem Spiel, ist unsere Offensive stumpf bzw. leicht ausrechenbar.

Ich gehe mal davon aus, daß dies auch den Trainern unserer jeweiligen Gegner bekannt ist.

Offensichtlich haben wir kein adäquates Mittel, darauf entsprechend zu reagieren - auch mangels Alternativen auf der Bank.

Was mir prinzipiell fehlt, wäre mal der ein oder andere Positionswechsel in der Offensive.

Beispielsweise könnte Lorenz mal den Robben geben und von rechts nach innen ziehen und es als bekennender Linksfuss aus der halbrechten Distanz versuchen.

Wir sind da schon sehr gleichförmig um nicht zu sagen eindimensional ZwinkerndZwinkernd
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.