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Taktik und Spielsysteme

21.07.2011 - 09:17 Uhr
Taktik und Spielsysteme |#2001
14.08.2020 - 11:21 Uhr
Zitat von Pipo_94
Ich habe das Spiel gegen Saarbrücken nicht verfolgen können und kann nicht beurteilen wie das System mit Dreierkette genau getestet wurde. Hat mich aber wenig überrascht, da unser jetziges Spielermaterial (v.a. was die Quantität betrifft - viel wird da auch nicht mehr passieren) hierin am besten aufgeht.


Mmn. Eher ne relativ breite 3er Kette. Also eher ein test im hintenraus denk Druck auf den Gegner zu erhöhen.
Taktik und Spielsysteme |#2002
14.08.2020 - 14:50 Uhr
Zitat von TMontana
Zitat von Pipo_94

Ich habe das Spiel gegen Saarbrücken nicht verfolgen können und kann nicht beurteilen wie das System mit Dreierkette genau getestet wurde. Hat mich aber wenig überrascht, da unser jetziges Spielermaterial (v.a. was die Quantität betrifft - viel wird da auch nicht mehr passieren) hierin am besten aufgeht.


Mmn. Eher ne relativ breite 3er Kette. Also eher ein test im hintenraus denk Druck auf den Gegner zu erhöhen.


Da wir offensichtlich Stürmer sammeln, sollten wir nur noch offensiv spielen. Nein, im Ernst, auch mit 3/5 er Kette brauchen wir links einen Zugang. Und irgendwie passt die Kaderzusammenstellung nicht für diese Spielform. Finde ich.
Taktik und Spielsysteme |#2003
16.08.2020 - 06:41 Uhr
Freiburg - Karlsruhe

Erste Halbzeit der KSC im 4123. Abwehrkette von links aus Carlson, Kobald, Bormuth und Rabold. Fröde davor, linker Achter Gondorf, rechts Groiß. Am linken Flügel spielte Kother, am rechten Batmaz, Gueye in der Spitze. Freiburg stellte sich im 4222 auf, konnte man auch als 4231 mit hängender Spitze sehen.

Der KSC von der ersten Minuten an aggressiv und eng spielend, Pressing über das ganze Feld, die Freiburger ständig unter Druck setzend. Gelang in den ersten Minuten mittelmäßig, mit etwas mehr Glück wären die Freiburger direkt in Führung. Der KSC tat sich im Aufbauspiel der Freiburger schwer die Flügel dicht zu bekommen. Deren AV schoben weit auf, wenn man den Druck des KSC in vorderster Reihe aushebeln konnte. Kother und Batmaz deckten die Flügelspieler zuerst eher nur im Deckungsschatten. Freiburg - ein Sechser blieb im Aufbau tief, Einer ging als Zwischenspieler über die Mittellinie, die offensiven Flügelspieler stellten sich in unsre Abwehrkette, also Aufbau ein 2-1-3-4. Die Freiburger spielten über die Mittellinie in unsre Zentrale rein, weil sich die Offensivspieler passend fallen ließen und anspielbar waren, dann ging der Ball auf den AV am Flügel. Damit änderte sich unsre Zurodnung, mussten Carlson und Rabold die AV anlaufen, lief sich dann im Rücken gen Flügel entweder ein rausschiebender Stürmer frei oder eben einer der hochstehenden offensiven Flügelspieler. Anfangs bekam man das nicht in den Griff und stand kurz davor in Rückstand zu gehen, musste Kuster kaltstarten.

Neben dem immer wieder gut funktionierenden Angriffspressing, in dem man die Freiburger gut unter Druck gesetzt bekam, bei Ballgewinn sich dann aber ebenso etwas schwer tat aus den engen Räumen rauszukommen, sortierte man sich defensiv im beruhigten Spiel passend auf die Freiburger ein. Der KSC presste etwas tiefer, ein gutes Stück hinter der Mittellinie wartend, machte so die Pässe in die Zentrale rein für die Freiburger schwer. Je nach Situation rückte ein Achter raus und unterstütze Gueye in vorderster Front. Freiburg kam so immer seltener dazu de KSC spielerisch zu knacken, verlegte sich auf Seitverlagerungen, kam man nur noch so vor unsren Kasten. Ab da verlor der KSC aber dann immer mal wieder etwas die Kontrolle, weil man zwar vielzählig den Raum, aber etwas zu passiv verteidigte.

Batmaz zockte als rechter Flügelspieler, Kother half vermehrt Carlson, weil auch über die rechte Seite der Freiburger zu Beginn der Durchbruch zu leicht gelang. Beide aber auch passend zu ihrem Spielertyp, weil Batmaz ja Stürmer, Kother ein Mittelfeldspieler. Beim 1:0 verloren die Freiburger hochstehend in der MF Zentrale 5m vor dem Sechzehner den Ball, während die AV hoch standen und die vorderste Linie mit 4 Mann besetzt war. Batmaz wurde alleingelassen auf die Reise geschickt, ging im Vollsprint ohne Gegenspieler in den Sechzehner und überwand Flekken mit einem späten Abschluss, gar nicht mal so ein günstiger Winkel. Kurz darauf hätte das 2:0 fallen müssen, nachdem Groiß den Ball früh eroberte, die Freiburger dabei wieder sehr offensiv standen. Freiburg machte in H1 insgesamt nicht den Eindruck, sich nach Ballverlust schnell fallen zu lassen, den Ball wieder schnell erobern zu wollen.

Der KSC von Anfang mit flachem Aufbauspiel hinten raus, spielerische Lösungen suchend. Es gelang zwar selten passend in die Freiburger Hälfte zu kommen, doch die Bewegungsmuster waren teils richtig gut, weit besser wie im Abschluss der letzten Saison. Meist ließ sich Fröde in die IV fallen, schoben beide IV raus, gingen die AV hoch, ließen sich je nach Spielseite die Achter als Anspielstation fallen, oder ein Achter, in dem Falle nur Gondorf, schob links zwischen Carlson und Kother auf den Flügel. Auffällig dabei, dass Rabold sehr solide die Bälle verteilte, Kuther One-Touch fehlerlos spielte, Bormuth wenige aber sehr saubere Verlagerungsbälle spielte. Ab der 35. Minute verlegte man sich dann auf weite Abstöße, was gar nicht schlecht lief, weil die Freiburger in der MF Zentrale recht klein besetzt waren. Gueye hatte die Lufthoheit und kam beständig an Bälle. Aber meist konnte man das nicht bis ins letzte Drittel rein dann umsetzen, weil der Raum dann eng wurde, der Druck der Freiburger zu groß, Gueye etwas zu viel Zeit zur Weiterleitung benötigte.

Rabold wurde zu Beginn sehr leicht überspielt, aufgrund seiner Größe bekam er teils nicht so gut die Füße rein, konnte er kaum Bälle abfangen. Seine Körpersprache, die erinnert etwas an Rafinha, wirkt selbstbewusst, spielte auch mutig. Offensiv spielte er ein paar gute Bälle aus der Enge, unter Druck raus. Übersicht bringt er mit. Im Aufbauspiel ohne Sperenzchen Bälle schnell laufen lassen. Die Abstimmung zwischen Kobald und Bormuth war auch sehr ordentlich, in der Not klärte Einer für den Anderen. Zu Beginn hatten beide in der Luft etwas Probleme. Kother hatte anfangs Probleme körperlich gegenzuhalten, kam offensiv nicht dazu 1gg1 zu suchen, gab es da auch lautstarke Anweisungen von der Bank aus diese Duelle zu suchen. Defensiv arbeitete er sich dann wunderbar rein und überzeugte, konnte Bälle erobern, war allgemein einer unsrer Aktivposten und viel unterwegs. Gondorf hielt sich etwas zurück. Wenn er in der Offensive das Kombinationsspiel mit antreiben konnte, sah das dann teils ordentlich aus, war man so drauf und dran sich gute Chancen zu erarbeiten. Groiß als 2. Achter zwar nicht so im Spiel drin, zeigte aber gute Läufe um Raum zu schaffen. Finde er zeigte, dass er kein IV ist, sondern wenn eine Position weiter vorne spielen sollte. Die eine Balleroberung ganz stark, hätte der KSC daraus in Überzahl ein Tor machen müssen. Batmaz half Rabold immer wieder aus, das war defensiv ordentlich. Seine Stärke war am Flügel zu Zocken und dann mit Tempo und Richtungswechsel seine Gegenspieler vor Probleme zu stellen. So kann man ihn durchaus auch auf dem Flügel spielen lassen. Gueye war derjenige, der in der Freiburger Hälfte durchgehend die Bälle festmachen konnte, war wirklich ein Turm und brachte den KSC so immer wieder ins Spiel. Traute sich aber nicht so wie Hofmann so feine Ablagebälle zu spielen, hielt sein Spiel mit Ball am Fuß ganz einfach. Das raubte uns aber etwas Tempo im Spiel, lief man sich dann schnell fest.

In H2 wechselten beide Teams komplett durch. Freiburg weiter im 4222, der KSC switchte auf ein 442. Hofmann und Djuricin in der Spitze. Lorenz linker Flügel, Choi beackerte die rechte Seite. Gondorf und Wani als Achter. Thiede RV, Dinger RIV, Pisot LIV, Bolay LV. Hofmann kam als Ablagespieler kurz, wenn man hoch hinten raus spielte, Djuricin zockte in der Spitze. Choi und Lorenz spielten eng an Gondorf und Wani gekettet, zockten beide weit seltener wie noch unsre Flügelzange in H1. Fehlte nun ja auch der Abräumer in der Zentrale. Aufbauspiel hinten raus flach gab es kaum noch zu sehen, der KSC suchte nun fast durchgehend weite Bälle. Gerade Gersbeck schlug nur noch weit raus.

Knackpunkt war dann finde ich vor allem die Hereinnahme von Robin Koch auf Seiten der Freiburger. Der spielte als Sechser und nicht in der IV. Bei weiten Bällen hatten die Freiburger somit ein passendes Gegenstück auf den sich fallen lassenden Hofmann. Im Aufbauspiel zeigte Koch seine ganze Klasse und ließ jeglichen Druck unserer vordersten Reihe abprallen und ließ unsre Mannen durchgehend ins Leere laufen. Damit bekamen wir das Aufbauspiel der Freiburger nicht mehr so gut unter Kontrolle, dann immer öfter erst im Abwehrdrittel gestellt und da war man nicht selten sehr passiv. Gersbeck bekam einiges zu tun und wirkte am Anfang wenig sicher. Der KSC kam erst im Abwehrdrittel dazu die Bälle wieder zu erobern, es fehlte die Unterstützung für die Flügelspieler und Angreifer, liefen dann weit rausgespielte Angriffe schnell ins Leere. Gerade Djuricin konnte aber einige Male gut Tempo aufnehmen und sich Gegner vom Leib halten, fand dann aber keine Anschlussstation und verzettelte sich. Die Qualität des Spiels ging ein gutes Stück weit runter, kam der KSC nur noch selten zu Möglichkeiten, wenn man die Enge des Spiels doch mal auflösen konnte. Die Freiburger kamen verdient zum Ausgleich, weil man sich immer schwerer tat gerade Borello von links in Robben Manier nach innen ziehend unter Druck zu setzen, eben auch weil die Freiburger offensiv ordentlich unsre Abwehrkette band und unser MF zu selten Druck von der Abwehr nehmen konnte. Mit etwas Glück blieb es dann beim Unentschieden.

Dinger machte seine Sache defensiv sehr ordentlich, körperlich war das ganz überzeugend. Im Aufbauspiel tat er sich etwas schwer, wählte er dann durchgehend weite Bälle raus. Allgemein war unsre Abwehrkette in H2 kaum mit ordentlichen Aufbauspielern besetzt, dann verständlich nur noch weite Bälle zu wählen. Bolay als RV benötigt sicherlich noch Zeit. Defensiv kamen seine Gegenspieler noch zu leicht an ihm vorbei. Im Aufbauspiel aber teils mit gutem Auge, wenn sein Gegenspieler nur passiv Deckungsschatten ausübte, er dann mit Tempo die Außenlinie entlang sich diesem entledigte. Lorenz konnte er so aber kaum einbinden. Der war nur drin, wenn man über den rechten Flügel mit Thiede und Choi in die Freiburger Hälfte kam und dann verlagern konnte. Choi war defensiv solide und lief ausdauernd an, mit Thiede und Dinger im Verbund bekamen sie den munter aufspielenden Borello aber im Verlauf der 2. Hälfte immer seltener in den Griff. Gondorf spielte durch. Mit Wani im Verbund mussten beide etwas leiden, weil Koch das Spiel hinten raus so gut anleitete, dass beide kaum Zugriff bekamen. Hofmann fand auch nicht so gut ins Spiel rein, war das dann eher ein Setting, in dem Djuricin etwas mehr zeigen konnte. Gersbeck fand nach anfänglicher Nervosität etwas besser rein, hielt mit 2 Paraden dann das Unentschieden gegen Ende hin fest.

Eiche konnte damit viel testen und Erkenntnisse gewinnen. Das Angriffspressing in H1 lief teils wunderbar, konnten sich die Freiburger kaum befreien. Das Aufbauspiel hinten raus war in H1 ebenso ganz geschickt, kam man kaum unter Druck, muss man aber noch dran arbeiten, das öfter bis ins letzte Drittel überzusetzen. Kuther, Kother, Batmaz und Gueye waren die auffälligsten Spieler. Bester Mann auf unsrer Seite für mich Kuther. In H2 lief das 442 nicht mehr so gut, gab es kaum noch Angriffspressing zu sehen, kam man kaum dazu vertikal eine passende Struktur aufzubauen, ging zu oft aus dem MF die Anbindung an die Spitze flöten. Die Abwehrkette und Gersbeck spielten nur noch weit raus, da ging die spielerische Qualität schon ein gutes Stück weit runter. Zumindest konnten sich Choi, Lorenz und Djuricin ganz ordentlich einbringen. Den Freiburgern fehlte gestern das Tempo im vertikalen Spiel, verhinderte der KSC das auch ganz geschickt.
Taktik und Spielsysteme |#2004
16.08.2020 - 06:58 Uhr
Wer ist denn bitte Kuther?tongue
Taktik und Spielsysteme |#2005
16.08.2020 - 07:19 Uhr
Zitat von michimaschi
Wer ist denn bitte Kuther?tongue


My fault. Hast das glaube ich aber verstanden. Von dir kommt wie gewohnt genau nichts... Geplapper ohne Inhalt und nur selbstreferentieller Käse.
Taktik und Spielsysteme |#2006
16.08.2020 - 07:28 Uhr
Zitat von Resterampe
Zitat von michimaschi

Wer ist denn bitte Kuther?tongue


My fault. Hast das glaube ich aber verstanden. Von dir kommt wie gewohnt genau nichts... Geplapper ohne Inhalt und nur selbstreferentieller Käse.


War eigentlich nicht böse gemeint. Warum so aggressiv?
Taktik und Spielsysteme |#2007
16.08.2020 - 07:30 Uhr
Zitat von michimaschi

Zitat von Resterampe

Zitat von michimaschi

Wer ist denn bitte Kuther?tongue


My fault. Hast das glaube ich aber verstanden. Von dir kommt wie gewohnt genau nichts... Geplapper ohne Inhalt und nur selbstreferentieller Käse.


War eigentlich nicht böse gemeint. Warum so aggressiv?


Dann alles ok. Schließlich Mühe gegeben das Spiel gestern genau zu bewerten. zwinkerdaumen-hoch
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Resterampe am 16.08.2020 um 07:34 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#2008
16.08.2020 - 07:40 Uhr
Zitat von Resterampe
Zitat von michimaschi

Zitat von Resterampe

Zitat von michimaschi

Wer ist denn bitte Kuther?tongue


My fault. Hast das glaube ich aber verstanden. Von dir kommt wie gewohnt genau nichts... Geplapper ohne Inhalt und nur selbstreferentieller Käse.


War eigentlich nicht böse gemeint. Warum so aggressiv?


Dann alles ok. Schließlich Mühe gegeben das Spiel gestern genau zu bewerten. zwinkerdaumen-hoch


Guter Bericht übrigens. Ich werde mir Mühe geben weniger Käse zu fabrizieren zwinker
Taktik und Spielsysteme |#2009
16.08.2020 - 07:42 Uhr
Sorry wohl etwas überreagiert.
Taktik und Spielsysteme |#2010
16.08.2020 - 07:47 Uhr
Zitat von Resterampe
Sorry wohl etwas überreagiert.

Kein Ding. Bin hart im Nehmen.
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