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Taktik und Spielsysteme

21.07.2011 - 09:17 Uhr
Taktik und Spielsysteme |#1631
01.11.2018 - 21:45 Uhr
Die zwei Spiele mit LK jetzt als Gradmesser dessen zu sehen was er kann oder in Vergleich mit AS zu setzen geht ja nicht. LK hatte einen Auftrag. Und der bestand darin zwei Spiele zu coachen. Und zwar gegen damals starke Gegner mit einer völlig verunsicherten und in sich nicht gerade homogenen Mannschaft. Und so ist er es auch angegangen. Er hat das taktisch und psychisch sehr gut hinbekommen aus meiner Sicht. Im ersten Spiel (in Dresden?) war auch Glück dabei. Im zweiten Spiel (Braunschweig zu Hause?) hätten wir auch gewinnen können/müssen. Was er langfristig erreichen kann weiß kein Mensch. Was man aber weiß ist, dass es keinen Trainer auf der Welt gibt der, egal wo er hinkommt, Erfolg garantiert. Außer vielleicht Favre smile. Für mich ein Monstertrainer.

Jedenfalls hatte LK zwei Spiele und AS kam um zu gestalten und aufzubauen. Null Vergleichspotenzial.

Ich kann die Meinung des extremen Defensivstils und des daraus sehr unansehnlichen Spiels unter AS einfach nicht teilen. Wie auch schon bei MK.

Erstens. Es wird immer wieder so dargestellt als ob ein Trainer alles beeinflussen oder einstudieren könne. Aber der Trainer ist in erster Linie Helfer und Ratgeber. Klar gibt er Taktiken vor, was AS wie auch MK defensiv sehr gut machen/machten. Aber Offensive gelingt in erster Linie durch individuelle Qualität. Da hört irgendwo zwischen letztem Drittel und Torlinie der Einfluss des Trainers auf, oder ist zumindest nicht mehr groß vorhanden.

Zweitens geht man mit Hurrafußball mit wehenden Fahnen unter in der 3. Liga. Und zum größten Teil auch in der Zweiten. Zumindest wir. Erfolg stellt sich nur ein mit einer klaren defensiven Stabilität. Das ist immer das Fundament. Gerade dann wenn man eben nicht über 4-5 Offensivspieler verfügt die in der Liga dominieren können.

Und drittens sehe ich, wie auch damals unter MK, überhaupt nicht, dass wir nur mauern. Wir wollen kein Gegentor kriegen, ja. Sollte aber auch keine Überraschung sein in einem Punktspiel. Aber wir versuchen offensiv doch trotzdem immer alles was möglich ist. Das ist natürlich auch vom Gegner abhängig in wieweit was wie geht, aber ich habe bisher noch kein Spiel in dieser Saison gesehen in dem wir nicht versucht hätten Tore zu schießen. Das es nicht immer gelingt ist eben auf den letzten Satz unter Punkt Zwei zurück zu führen.

Trotzdem glaube ich, dass wir eine gute Offensive für die Liga haben. Keine die den Gegner überrollt aber auf jeden Fall eine die uns Siege bescheren kann wenn die defensive Leistung stimmt. Wichtig ist, dass die Mannschaft und der Trainer Vertrauen zueinander haben und überzeugt von dem Weg sind den die gehen. Ich glaube das ist momentan bei uns der Fall.
Taktik und Spielsysteme |#1632
01.11.2018 - 22:08 Uhr
Zitat von The_Killers
Zitat von Botibot

Zitat von Parado

352 ist gerade für langsame IV perfekt geeignet.


Vergleiche Lukas 16/17, Spiel 1 und 2.

Und Kwasniok sprach: 'Wenn du einen langsamen Spieler auf der Vier hast, musst du ihm einen weiteren Innenverteidiger beiseite stellen, auf dass seine Schwäche kaschiert wird und er seine Stärken im Aufbauspiel zur Geltung kommen lassen kann.'

Und zu seinem Jünger Jordi gewandt prophezeite er: "Viel Hohn und Spott ist über dich ausgeschüttet worden. Aber wahrlich wahrlich ich sage dir: wenn du auf meinen Wegen wandelst wirst du aufblühen und kein Ball wird mehr an dir vorbei die Torlinie passieren und mein gesegnet Licht wird auf dich abstrahlen"

Und so geschah es: zwei Unentschieden ohne Gegentore folgten und seit dieser Wunderheilung an einem Lahmen und Fußkranken wusste das Karlsruher Volk um die taktischen Gaben die dem Erlöser Kwasniok innewohnten und sie huldigtem ihm fortan.

... aber das Volk vergisst schnell. Bestand die Taktik doch nur aus Verteidigen, Verteidigen und Verteidigen. Dresden scheitert an Vollath, Braunschweig an der Torlatte, nur für die eigene Offensive findet er kein Mittel.

Und so fand sich ein paar Jahre später ein Nachfolger ein. Lässt er doch so defensiv spielen wie der junge gehuldigte Empörling zuvor, doch wird seine Spielwiese als veraltet und unpassend kritisiert.
Ihm wird sein Können und Wissen abgesprochen, er soll gehen aber alles was ihm fehlt ist eine 3 in seinem Alter und eine Note aus seiner Trainerausbildung, weil wahrlich nur so sich ein Trainer bewerten und vergleichen lässt.

So ziehen Kwasniok und sein Prophetenkollege Tedesco ihre Wege im Glauben den Fußball neu erfunden zu haben, aber alles was sie lehren ist alttestamentlich nur in neuer Sprache nach Wormuth. Es klingt eloquent und überlegen aber am Ende hilft ihnen meist eine Brise Glück, nur zugeben werden sie es nicht, hat man den Gegner doch in allen Belangen mit den "neuen" Mittel ausgecoacht. So werden sie weiter gehuldigt, nur der Prophet im eigenen Land wird verkannt.


Wie man es schafft immer wieder auf LK zurück zu kommen ist wirklich erstaunlich.

Nur wie Turbine bereits geschrieben hat, sind die Vergleiche Fehl am Platz. Es waren unterschiedliche Situationen. LK hatte damals eine völlig verunsicherte Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernommen und in kürzester Zeit bei extrem heimstarken Dresdner ein Remis erkämpft. Und dann kam der damalige Tabellenführer in den Wildpark und das Spiel hätten wir Dank der taktischen Flexibilität fast gewonnen.

https://spielverlagerung.de/2016/12/19/karlsruhes-kwasniok-swag/

Bitte lesen, bevor man schreibt, man fand damals keine Offensiven Mittel.
Taktik und Spielsysteme |#1633
02.11.2018 - 00:40 Uhr
Im Spiel mit der 3 er Kette ist von den IV immer ein immenses Laufpensum gefordert.

Bei der 3 er Kette muss permanent in alle Richtungen durch die IV verschoben werden da ihnen doch die Unterstützung durch die klassischen AV verloren geht.

Den Innenverteidigern des KSC traue ich das im Moment nicht zu.

Gordon und Pisot sind nicht unbedingt Laufwunder und Kobald kenne ich zu wenig um mir hier eine Meinung zu bilden.

Und würde man in einem 352 agieren wo es doch eher darum geht hinten abzuriegeln dann haben wir bald den Aufstand von ein paar KSC Fans die Spektakel wollen.
Taktik und Spielsysteme |#1634
04.11.2018 - 09:17 Uhr
Hoffentlich nach längerer Krankheit nächste Woche wieder fit, aber es sieht eher nicht danach aus. Zumindest am SA das Spiel mal wieder durchgehend verfolgen können. Verlegen

14. Spieltag Karlsruhe – Würzburg

Von Anfang an war richtig Dampf in der Partie, ein Abtasten gab es nicht. Würzburg und der KSC versuchten nach Ballgewinn direkt umzuschalten, nach Ballverlust nickelig den Ball zurückzuerobern. Beide Abwehrreihen versuchten gar nicht hochzuschieben, standen eher so in Mittelstellung, kamen aber in den ersten 15 Minuten auch gar nicht groß dazu aufzurücken, da es unablässig hin und her ging. Während der KSC im eigenen Umschaltspiel früh von den Würzburgern noch oft per Foul gestoppt wurde, verlor der KSC in der Offensive oft in der Zentrale den Ball und kam dort nicht ins Gegenpressing. Durch Groiß auf dem Feld und Stiefler nun auf dem Flügel, änderte sich die Struktur des KSC Spiels. Neben Stiefler gab Wanitzek noch eher den etwas zurückhaltenden Part, mit Groiß ist er nun offensiver linker Halbraum/Zentrale-Achter, der gerade zur Unterstützung von Lorenz ständig weit mit in die Offensive geht, Groiß als Abräumer die Zentrale absichert, der KSC also eher Richtung 4-1-2-1-2 mit Flügelspielern (lt. Kicker), viel eher zum 4-2-3-1 tendiert, offensiv mit dem Verbindungsachter Marvin. Während Choi den inversen Flügelangreifer gab, spielt da nun Stiefler, der sich eher als Flügelspielmacher versucht, auf engem Raum kombiniert, aber auch bei Möglichkeit versucht in die Zentrale zu gehen, Toni damit aus dem statischen 10er-Spiel in der Zentrale herausbrechen kann, ob als Stürmer oder auch ab und an als höchster Spieler auf den rechten Flügel raus.

Die ersten 15 Minuten waren dann wie gesagt etwas problematisch, weil man nach Ballverlust keinen Zugriff bekam, gerade Wanitzek hochstehend schnell aus dem Spiel war und es an Absicherung in der Zentrale fehlte, während der 10er der Würzburger (im 4231) sehr offensiv agierte, im Pressing als 2. Stürmer agierte. Damit hatte Groiß dann nach dem Umschaltspiel der Würzburger als erst mal einziger verbliebener Mittelfeldspieler etwas zu viele Aufgaben. Den Würzburgern fiel es nicht schwer in die letzte Reihe zu kommen, doch die IV des KSC konnte im entscheidenden Moment dann doch immer den entscheidenden Fuß dazwischen bekommen und Würzburg nicht durchbrechen.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fielen die Würzburger dann aber ab, der KSC hielt das intensive Spiel hingegen aufrecht und drückte sein Spiel durch. Während bei den Würzburgern das Anlaufen im 4-2-4 sich immer seltener entfaltete, sie sich immer öfter im 4-4-2 zurückziehen mussten, um dann im Mittelfeld zu pressen, bekam der KSC das Spiel besser unter Kontrolle, war sich dabei aber auch nicht zu schade, direkt den weiten Ball zu suchen, damit Würzburg selbst nicht mehr zum Umschalten kommt und von hinten raus aufbauen muss. Beim KSC hakte es noch an wenigen Stellen. Über den rechten Flügel kamen Thiede und Stiefler nicht so richtig ins Kombinationsspiel, weil Groß nicht weit in die gegnerische Hälfte unterstützte, Fink als Anspielstation nicht so konstant aushelfen konnte, wie es Wanitzek als Anbindung zum linken Flügel bewerkstelligte. Problematisch auch noch Groiß, dessen Pässe selten die richtige Länge hatten und zu leicht abgefangen wurden, während der KSC danach in sehr offensiver Stellung stand und aus dem direkten Gegenpressing raus. Oft war es dann Fink, der defensiv Groiß auszuhelfen musste, um im Mittelfeld wieder die Kontrolle zu erlangen. Doch wie gesagt baute Würzburg im Laufe der ersten Halbzeit ab, versucht zwar weiterhin ebenso intensiv zu spielen, hatte aber in der Offensive selbst keinerlei Präzision mehr und konnte die Abwehr des KSC nicht unter Druck setzen. Auf Seiten des KSC kam gegen Ende gerade der linke Flügel dann immer besser ins Spiel. Wanitzek und Lorenz konnten den Druck der Würzburger im Mittelfeld aushebeln, Roßbach den linken Flügel runtergehen, es kamen einige Hereingaben, doch es fehlte an Präzision, wie auch bei Ecken oder Standards. Das war gerade nach Ecken noch ein Problem, weil Mast am eigenen 16er lauerte und dann mit Ball Tempo aufnehmen konnte, der KSC in der Rückwärtsbewegung Probleme hatte den direkt zu stoppen.

Bereits von der ersten Minute an versuchte Uphoff den Ball schnell wieder ins Spiel zu bringen. Würzburg reagierte nicht darauf und bekam damit das 1:0 eingeschenkt. War Groiß noch davor mit seinen Pässen eher ein Wackelkandidat, legte er mit dem Außenrist stark auf Stiefler ab. Auf Marvin gespielt überwand der den falsch positionierten Würzburger Ersatzkeeper mit einem gar nicht mal so präzisen und halbhoch geschossenen Ball.

In der Pause wird es beim KSC nicht viel zu besprechen gegeben haben, Moutas fand die Leistung „ganz gut, auch das Spiel gegen den Ball“. Ja das griff dann im Verlaufe der Partie immer besser, weil man eben auch immer seltener den Ball in der Zentrale her gab, wo Gegenpressing kaum greifen konnte.

Der Beginn der 2. Hälfte glich dann wieder eher dem Spiel der Anfangsminuten. Würzburg agierte mutig und scheute nicht davor, in der letzten Reihe mit 4 Mann zu spielen. Gordon ließ die Würzburger nach super risikoreichem Spiel vor dem 16er den Ball gewinnen, Uphoff vereitelte die sauber rausgespielte Chance erst, doch Mast konnte mit vollem Tempo den Abpraller aufnehmen und wieder in die Zentrale rein legen, von Thiede nicht gestoppt werden. Roßbach und Pisot machten das kurze Eck dicht, Groiß orientierte sich am falschen Mann und machte damit die Zentrale auf, stand Göbel völlig alleine und musste nur noch einschieben. In den Minuten darauf agierte der KSC dann etwas nervöser, das Spiel war wieder offen, Würzburg im Spiel drin, doch wie in Hälfte 1 kippte das Spiel dann im weiteren Verlaufe wieder zu Gunsten des KSC. Chancen gab es zur Genüge, Marvin in schlimmster Rücklage aus wenigen Metern übers Tor, ohne sein Verschulden auch der sträflich abgepfiffene Konter, als sich Marvin noch in der eigenen Hälfte befand. Da hat man als Linienrichter diese eine Linie auf dem Feld, an der man sich mal orientieren kann, und trotzdem sieht man das falsch. Der stand auch wie sich das gehört in dem Moment genau an der Mittellinie, echt unglaublich.

Schiele auf Seiten der Würzburger wechselte ab der 65. Minute durch, Alois brachte in der 70. Minute Choi für Stiefler. Chois Einwechslung brachte erst mal keinerlei Umschwung. Er versuchte dann mit Ball von rechts aus sein inverses Spiel durchzuziehen, blieb aber eher hängen, was dem KSC dann Umschaltspiel der Würzburger einbrachte, doch in der 82. brachte sein Weitschuss, der sich zum Abpraller verwandelte, dann die Führung ein. Wieder zeigt sich der über den gesamten Spielverlauf sehr nervös und unglücklich agierende Würzburger Ersatzkeeper mit einem kolossalen Fauxpas. Pourie bemerkte nach dem Spiel, dass eben nur so einer wie Fink da nochmal nachsetzt. Naja. ugly Nachsetzen war das eher nicht, Fink hoffte auf den Abpraller, doch nachdem der Schuss vom Abwehrspieler abgefälscht wurde und kaum noch Tempo hatte, lief Toni dann eher aus und nahm die sehr unverhoffte Chance noch rechtzeitig an. grins Ob Pourie den Treffer dann mit dem linken Fuß erzielte, oder er sich mit links an das rechte Standbein schoss, das wurde leider nicht geklärt, auf alle Fälle trudelte der Ball dann sehr präzise gespielt ins Tor. stark Danach war dann für knapp 5 Minuten Schaulaufen angesagt. Würzburg versuchte wieder ins Spiel zu kommen, der KSC ackerte wie wild, nahm jeden möglichen Zweikampf an und entschied durchgehend für sich, vom etwas höhnenden Telekom-Moderator dann auch mal mit einem „Dass Kaufmann da vorbei geht, stand schon gestern in der Zeitung.“ begleitet. oops Gegen Ende ließ sich der KSC dann fallen, Würzburg rückte auf. Alois brachte daraufhin dann noch mit Sane einen frischen Stürmer, wohl in der Hoffnung noch einen Konter ausspielen zu können. Die Uhr tickte runter, Hanek durfte noch für wenige Sekunden aufs Feld, der KSC den Sieg verdient einfahren.

Tolles Spiel vor starker Kulisse, der Support und die Choreo überragend, das letzte Spiel im intakten Wildpark ein sehr gelungener Abschluss. Die KSC-Spieler spielten angestachelt, denke es war sichtbar, dass man gestern den Sieg unbedingt wollte, die Party nicht versauen. Da war sich keiner zu schade Extrameter zu gehen. Chancen spielte man sich zur Genüge raus, die Würzburger hatte man gut unter Kontrolle.

Uphoff musste selten eingreifen. Das 1:0 darf auch er sich auf die Kappe schreiben, denn das Spiel immer direkt schnell zu machen, das war ein guter Zug. Thiede hatte mit Mast große Probleme, offensiv konnte er wenig beisteuern. Wie gewohnt intensives Spiel von ihm, doch das war dann eher einer seiner schwächeren Partien. Roßbach auf der Gegenseite zeigte sich im Zusammenspiel mit Lorenz und Wanitzek offensiv etwas effektiver, aber da war dann auch teils etwas zu viel Wille und wenig Köpfchen dabei, mit Kopf runter recht brachial am Gegenspieler vorbei. Defensiv musste er auch Skarlatidis im Auge haben, der mit Mast als einziger Spieler der Würzburger etwas gegenhalten konnte. Skarlatidis und Ademi versuchten es oft in der Schnittstelle Pisot/Roßbach. Pisot hatte das aber gut im Griff, zeigte wie gewohnt eine sehr ordentliche Partie, hatte aber nicht immer auf das Gegenpressing der Würzburger eine passende Antwort und musste dann einige Bälle einfach klären. Gordon hatte wieder einen Lapsus-Tag und zeigte sich zu selbstsicher, verschuldete damit den Ausgleich. Nach dem Spiel zeigte er sich im Interview darüber auch sichtlich verärgert und laberte nicht um den heißen Brei. Aber zu Gute zu halten sicherlich, dass er in Hälfte 2 dann ab und an nicht davor scheute im richtigen Moment nach ner rausrückenden Abwehraktion im Mittelfeld zu verbleiben und das Aufbauspiel von dort aus mit anzutreiben. Groiß war defensiv von Anfang an da, gab die Absicherung für Wanitzek. In Hälfte 1 zeigte er sich im Passspiel wenig souverän, doch nach dem schönen Außenrist-Ball war das dann wie weggewischt und sein Passspiel fortan kein Problem mehr. Sehr spürbar, dass da auf der Acht, wobei er wie gesagt eher zum Sechser tendiert, nun ein Spieler steht, der sich auch besser in der Luft einbringen kann. Spielt denke ich als Absicherung eher strategisch und ist keiner, der sich in jedes Duell haut. Hat etwas von Kai Bülow, also dem, der auch gute Einsätze im KSC-Dress hatte. zwinker Wanitzeks neue Rolle liegt ihm ganz gut, denn in der gegnerischen Hälfte hilft sein ruhiges Spiel den Ball zu halten und sich so eher aus dem Ballbesitz heraus Chancen zu erarbeiten. Nun noch etwas daran feilen, dass er auch Schnittstellenpässe spielen kann oder öfters dazu kommt Weitschüsse anzusetzen, sein Offensivdrang im Umschaltspiel nicht zum dauerhaften Problem wird. Stieflers neue Rolle, nun als Flügelspieler, das gefiel mir gegen Unterhaching in Hälfte 1 noch überhaupt nicht, doch dort in Hälfte 2, gestern gegen Würzburg, das machte dann einen guten Eindruck. Spielt das wie ein Flügelspielmacher und ist gerade im Gegenpressing eine Wucht, scheut sich wie bereits davor als Achter nicht in Duelle zu gehen, in denen er körperlich unterlegen ist, super bissig und ausdauernd. Ebenso exemplarisch in Hälfte 1 mit der schönen Ablage auf Fink in der Zentrale, als er davor nen tollen Laufweg nahm und auch zeigte, dass er noch ganz flott auf den Beinen ist. Stiefler half häufig Thiede aus, was dann noch mehr für Lorenz galt. Defensiv war das ne ganz stark Leistung, half er Roßbach in vollem Tempo fallen lassend häufig aus, im Umschaltspiel der Würzburger war er auch teils gezwungen dann den Flügelverteidiger zu geben. Offensiv dann sein gewohntes Spiel - Ball abschirmen, Bälle ablegen, auf die Möglichkeit hoffen mit Tempo die Flanke runter zu gehen. Teils fehlte dann aber das Tempo um sich vom Gegenspieler entscheidend absetzen zu können, auch fehlte es dann im Falle doch etwas an Präzision. Verschmerzbar wenn man dann so ein tolles Pensum defensiv mit abliefert. Fink gab gegen Würzburg den 10er oder ausweichenden Stürmer. Er hatte mit den Part das Spiel auf dem rechten Flügel aufrecht zu erhalten. Defensiv musste er dann häufiger Wanitzeks Position einnehmen, wenn die Würzburger umschalten konnten und Wanitzek sehr offensiv stand und im Umschaltspiel raus war. Pourie hatte einen körperlich ebenbürtigen Gegenspieler und tat sich als Wandspieler eher schwer. Er hatte Möglichkeiten auf dem Fuß das Spiel früher zu entscheiden, machte dann aber zum Glück doch die entscheidenden Treffer. Wie gewohnt nimmt er sich keine Verschnaufpause, die Zuverlässigkeit sich immer anspielbar zu zeigen, hilft dem KSC im Offensivspiel. Choi war nur kurz drin, versuchte sich offensiv einzubringen, ließ sich aber im Umschaltspiel der Würzburger trotz noch voller Pumpe etwas gemächlich fallen.
Taktik und Spielsysteme |#1635
04.11.2018 - 14:11 Uhr
Zitat von RudiMentaer

Hoffentlich nach längerer Krankheit nächste Woche wieder fit, aber es sieht eher nicht danach aus. Zumindest am SA das Spiel mal wieder durchgehend verfolgen können.


Ey Rudi, das hört sich nicht gut an. Pass auf Dich auf, wir brauchen Dich hier. Am besten das Tolle Spiell von gestern mit Pyro ein paar mal schauen. Was dem Herzen hilft, ist auch für den Körper gut.

Glück Auf, gute Besserung!

•     •     •

Gegen Beleidigungen im Stadion. Sektion Nördliche Hardt

Dieser Beitrag wurde zuletzt von UtzdieWutz am 04.11.2018 um 14:12 Uhr bearbeitet
Taktik und Spielsysteme |#1636
06.11.2018 - 10:18 Uhr
Zitat von The_Killers
Zitat von Botibot

Zitat von Parado

352 ist gerade für langsame IV perfekt geeignet.


Vergleiche Lukas 16/17, Spiel 1 und 2.

Und Kwasniok sprach: 'Wenn du einen langsamen Spieler auf der Vier hast, musst du ihm einen weiteren Innenverteidiger beiseite stellen, auf dass seine Schwäche kaschiert wird und er seine Stärken im Aufbauspiel zur Geltung kommen lassen kann.'

Und zu seinem Jünger Jordi gewandt prophezeite er: "Viel Hohn und Spott ist über dich ausgeschüttet worden. Aber wahrlich wahrlich ich sage dir: wenn du auf meinen Wegen wandelst wirst du aufblühen und kein Ball wird mehr an dir vorbei die Torlinie passieren und mein gesegnet Licht wird auf dich abstrahlen"

Und so geschah es: zwei Unentschieden ohne Gegentore folgten und seit dieser Wunderheilung an einem Lahmen und Fußkranken wusste das Karlsruher Volk um die taktischen Gaben die dem Erlöser Kwasniok innewohnten und sie huldigtem ihm fortan.

... aber das Volk vergisst schnell. Bestand die Taktik doch nur aus Verteidigen, Verteidigen und Verteidigen. Dresden scheitert an Vollath, Braunschweig an der Torlatte, nur für die eigene Offensive findet er kein Mittel.

Und so fand sich ein paar Jahre später ein Nachfolger ein. Lässt er doch so defensiv spielen wie der junge gehuldigte Empörling zuvor, doch wird seine Spielwiese als veraltet und unpassend kritisiert.
Ihm wird sein Können und Wissen abgesprochen, er soll gehen aber alles was ihm fehlt ist eine 3 in seinem Alter und eine Note aus seiner Trainerausbildung, weil wahrlich nur so sich ein Trainer bewerten und vergleichen lässt.

So ziehen Kwasniok und sein Prophetenkollege Tedesco ihre Wege im Glauben den Fußball neu erfunden zu haben, aber alles was sie lehren ist alttestamentlich nur in neuer Sprache nach Wormuth. Es klingt eloquent und überlegen aber am Ende hilft ihnen meist eine Brise Glück, nur zugeben werden sie es nicht, hat man den Gegner doch in allen Belangen mit den "neuen" Mittel ausgecoacht. So werden sie weiter gehuldigt, nur der Prophet im eigenen Land wird verkannt.


Finde eure Beiträge ja sehr geil! "...in neuer Sprache nach Wormuth" - Erlöser Lukas, führe uns ans Licht! grins

@UtzdieWutz Wäre der Rotz wenigstens Blau-Weiss. ugly Danke, es geht langsam aufwärts...
Taktik und Spielsysteme |#1637
06.11.2018 - 19:17 Uhr
Da DSE wohl wieder eine Option ist, nun ein taktischer Wunsch von mir... Ist nicht gerade bahnbrechend neu, aber adressiert ein klares Verbesserungspotential bei uns: Kopfballtore nach Standards.

Für diese Spiele, in denen wir nach Minute 65 hinten liegen oder es unentschieden steht, könnte Alois mal auf Lufthoheit in der Offensive setzen. Gerade wenn spielerisch nix läuft (kennen wir ja) und z.B. ein Fink platt ist, sollten wir es mal damit versuchen, noch einen "Langen" einzuwechseln. Jetzt da Groiß sich in die Stammelf gespielt hat, und wir DSE nun mal haben, könnten wir einige große vorne rein stellen.

Ich denke da an Pourié (1,85), Sané (1,87), Stroh-Engel (1,97), Groiß (1,90), Roßbach (1,87), Gordon (1,94) und Pisot (1,86). Mindestens 6 von den genannten können realistischerweise gleichzeitig auf dem Platz stehen (Stoll, Sverko, Kobald hab ich jetzt gar nicht miteinbezogen). Diesen Größenvorteil muss der Gegner erst mal verteidigt kriegen. Selbst wer DSE für harmlos hält wird einsehen, dass er schon mal nen guten IV auf sich zieht.

Was nun die getretenen Standards angeht: Bessere Freistöße und Ecken als aktuell MÜSSEN einfach möglich sein! Vielleicht sollte man zunächst im Training nochmal alternative Schützen zu Lorenz und Wanitzek sichten oder denen Extraschichten verordnen. Und dann verstärkt gemeinsam einüben!

Macht das Sinn?

•     •     •

'24 - ???
'20-'24 Stabilisierung
'15-'20 Abgrund II
'08-'15 Achterbahn
'05-'08 Aufschwung
'98-'05 Abgrund
'87-'98 Golden Era
Taktik und Spielsysteme |#1638
06.11.2018 - 20:17 Uhr
DSE hat sich ja bislang nicht gerade als Kopfballungeheuer hervorgetan. Es kommt einem eher so vor als würde er Luftduelle meiden. Dann lieber ein kleinerer Spieler mit dem man immerhin Pressung spielen kann.
Taktik und Spielsysteme |#1639
06.11.2018 - 22:47 Uhr
Zitat von FCPhoenix
DSE hat sich ja bislang nicht gerade als Kopfballungeheuer hervorgetan. Es kommt einem eher so vor als würde er Luftduelle meiden. Dann lieber ein kleinerer Spieler mit dem man immerhin Pressung spielen kann.

Deshalb schrieb ich: "Selbst wer DSE für harmlos hält wird einsehen, dass er schon mal nen guten IV auf sich zieht." Auch sag ich, der Trainer sollte es gezielt trainieren. Natürlich kann DSE mal seine Stirn 5 Meter vor dem Tor hinhalten und das Ding geht rein.

Er hat aber selbst bei uns schon hohe Bälle so verarbeitet, dass ein Tor daraus entstand.

Aber mir ging es auch mehr darum viele Kopfball-Optionen im Strafraum stehen zu haben. Wir haben diese Saison keine Trümpfe, wenn's mal schlecht läuft.

Zudem sollten wir mit dem Kader diskutieren, den wir haben. Und da sehe ich meinen hohe-Brechstange-Vorschlag realistischer, als den hypothetischen kleinen Offensiv-Wirbler, den wir nicht haben. Und das sag ich als 1,7m Typ. grins Klar, wenn künftig Pressing erfolgreicher sein sollte, nehme ich das gerne.

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Taktik und Spielsysteme |#1640
06.11.2018 - 23:42 Uhr
Hab kein Problem wenn man ihn mal in der Schlussphase reinwirft. Traue ihm schon zu vielleicht mal richtig zu stehen oder einen IV zu beschäftigen. Über volle 90 Minuten ist es mir aber einfach zu wenig was er auf den Platz bringt. Trotzdem schön, dass er trotz minimaler Einsatzzeit im Training mit zieht. Ein Batmaz kann von so einem erfahrenen Spieler bestimmt einiges mitnehmen.
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