| Geburtsdatum | 16.04.1995 |
|---|---|
| Alter | 31 |
| Nat. |
Algerien |
| Größe | 1,87m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Innenverteidiger |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 32 | 7 | 3 | ||
![]() | Bundesliga | 21 | 5 | 2 | |
![]() | UEFA Champions League | 9 | 2 | - | |
![]() | DFB-Pokal | 2 | - | 1 | |
Ramy Bensebaini [5]
05.06.2023 - 17:07 Uhr
29.11.2023 - 14:41 Uhr
Zitat von KarlKrabbe
Die große Frage bleibt doch, ob unser lieber Herr Berater Matthias Sammer mit seinem messerscharfem Verstand erkannt hat, dass Bensebaini keine internationale Klasse hat?
Bisher ist das eine große Enttäuschung, ich bin kein großer Guerreiro Verfechter gewesen und war der Meinung, dass wir einen neuen LV brauchen, weil mir Rapha insgesamt einfach zu oft verletzt ist, aber was der Ramy bislang zeigt ist so ziemlich das Gesicht, was man schon einige Spielzeiten vorher in Gladbach zu sehen bekommen hat, biederer Durchschnitt der ab und an mal einen Ausreißer nach oben hat. Da haben wir jetzt den Salat mit all diesen Experten rund um unsere Führungsriege und erkennen erst in diesem Spiel, dass das nicht unseren Ansprüchen gerecht wird?
Ich weiß ja nicht..
Die große Frage bleibt doch, ob unser lieber Herr Berater Matthias Sammer mit seinem messerscharfem Verstand erkannt hat, dass Bensebaini keine internationale Klasse hat?
Bisher ist das eine große Enttäuschung, ich bin kein großer Guerreiro Verfechter gewesen und war der Meinung, dass wir einen neuen LV brauchen, weil mir Rapha insgesamt einfach zu oft verletzt ist, aber was der Ramy bislang zeigt ist so ziemlich das Gesicht, was man schon einige Spielzeiten vorher in Gladbach zu sehen bekommen hat, biederer Durchschnitt der ab und an mal einen Ausreißer nach oben hat. Da haben wir jetzt den Salat mit all diesen Experten rund um unsere Führungsriege und erkennen erst in diesem Spiel, dass das nicht unseren Ansprüchen gerecht wird?
Ich weiß ja nicht..
warum Sammer? Das muss doch jeder erkennen. Auch wir hier als eher Laien erkennen das.
Ich hätte aber nicht gedacht, dass er gestern so viele Fehlpässe gehabt hat!
29.11.2023 - 14:51 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
29.11.2023 - 15:09 Uhr
Zitat von GonzoFronzo
Weißt du, ich fand Ryerson gestern in HZ 1 absolut grottig und dann Durchschnitt, er wurde auch nicht so geprüft wie Bensebaini, eig. war sein Spiel aber sogar schlechter als das von Bensebaini. Deswegen kritisiere ich Bensebaini aber trotzdem nicht mehr, weil Ryerson ein Kämpfer ist, sondern weil Ryerson auch schon deutlich mehr richtig gute Spiele gemacht hat und das gestern eine Ausnahme war. Bei Bensebaini wiederholt sich das seit Anfang der Saison ständig, vor allem diese Stellungsfehler, durch die einfach permanent Tore entstehen, daran erinnert man sich dann auch am meisten. Bei Meunier war es in seiner Anfangszeit ähnlich wie bei Bensebaini, allerdings nicht wegen Stellungsfehlern, sondern sozusagen Kapitalfehlern. Bensebaini könnte sich da ja herausarbeiten, so wie Adeyemi gestern (was mich für ihn gefreut hab obwohl ich Adeyemi auch etwas kritisch sehe) den Weg Richtung gute Leistungen wieder eingeschlagen hat und das halt bestätigen muss. Aber bei Bensebaini kannst du einfach null davon ausgehen, dass er nächstes Spiel wieder Leistung abruft, man weiß es einfach nicht. Ausserdem frage ich mich, wie ein 28-jähriger schon einige Jahre bei einem Topclub in der Bundesliga spielen konnte (zumindest war Gladbach wirklich top am Anfang seiner Zeit) und er dann so ein komplett wirres Stellungsspiel hat und überhaupt nicht fühlt, wann er wohin muss.
Nimm einfach das andere Extrembeispiel gestern, das war Hummels. Der fühlt einfach wann er wo stehen muss. Der weiß wann und wo er draufgeht und wann er sich lieber in andere Räume bewegt. Und auch Schlotterbeck weiß das und auch Ryerson weiß das. Auch Wolf weiß das, auch Meunier wusste das und auch Guerreiro wusste das. Wieso checkt Besnebaini nicht einfach wie er als LV zu stehen hat? Er hat bei Gladbach keine offensivere Rolle gehabt.
Bensebaini, so hieß es ja vor dem Milan-Spiel, (ich weiß es nicht sicher), spielt bei Algerien IV oft. Also gut, das erklärt seine Laufwege und seine Position, aber eben nur dann wenn er mit einer Einstellung ins Spiel geht, dass er nicht als LV sondern als IV aufgestellt wurde. Wenn dein Trainer dich als MS aufstellt und du dann ständig nur auf den Flügeln rumläufst, dann fragen sich halt auch alle Außenstehenden, warum du nicht bei Angriffen in den meisten Fällen im Strafraum stehst sondern Außen, oder?
Es ist auch egal, ich hoffe einfach das schnellstmöglich, am besten schon im Winter reagiert wird und ein weiterer LV geholt wird, oder mindestens ein RV und Ryerson und Bensebaini sich dann um LV streiten. Aber irgendwo ist es auch Wurst, es hat mit Bensebaini gestern auch gereicht, Meister wird man eh nicht, Pokal mal schauen, da könnte es aber auch mit Bensebaini reichen und die CL-Ziele sind erreicht und die gewinnt man auch nicht, bloß weil man einen besseren LV hat. Also kann man ihn ruhig machen lassen und eventuell, wenn man schlau ist, nächsten Sommer einfach eine gute Ablöse kassieren und damit noch mit Gewinn aus dem Missverständnis rausgehen. 10 Mio für so einen LV sind heutzutage schon drin, lass es 5-6 Mio sein und das Gehalt ist hoffentlich wieder drin.
Aber nach den letzten Wochen wäre für mich klar, dass das keiner für die Zukunft ist, auch nicht als Backup, sondern einer für diese Saison und dann am besten wieder weg.
Zitat von arche
Sehe es genauso wie du, möchte aber anmerken, dass es gegenüber aufopferungsvollen Kämpfern bei manchen eine Hemmung gibt, sie deutlich zu kritisieren - und gestern war Bensebaini zum Glück ein Kämpfer, denn sonst wäre seine Leistung, die du mMn im Detail genau und richtig beschrieben hast, vollends ungenügend gewesen.
Man erkennt das ja auch an der (immer!) zurückhaltenden Kritik an Ryerson, der gestern bzgl. Stellungs- und Passspiel auch nicht wesentlich besser agierte als Bensebaini, aber eben ein Kämpfer ist. Auch Ryerson war defensiv einige Male in der Mitte zu finden (ab und zu, weil er das nicht nur gestern getan hat, wird er dafür auch von Hummels nachdrücklich zurechtgewiesen). Der Kampfeswille hat gestern Bensebaini einige spektakuläre Abwehraktionen erbracht (von Ryerson kennt man das ja), aber, wenn man es pointiert ausdrucken möchte, dann spielt der BVB in der letzten Verteidigungskette mit zwei vollwertigen Innenverteidigern (außer bei Standards, denn da haben diese auch manchmal Probleme) und zwei halbwertigen Außenverteidigern, deren offensive Begrenztheit obendrein noch signifikanter ist als ihre defensive.
Man kann die AV-Problematik bzgl. Offensive (mangelnde Breitengebung, wenig (Ryerson), gar keine (Bensebaini) Qualitäten im Dribbling sowie nur sehr selten gute Flanken, weil die AV eben nur selten in Flankenpositionen kommen) auch indirekt an den aktuellen Einsätzen von JBG und den seltenen guten Außenaktionen von Malen, Adeyemi oder Brandt erkennen, denn dann wird das BVB-Offensivspiel sofort gefährlicher (wie Gestern durch JBG), was durch Bensebaini nahezu gar nicht und durch Ryerson nur sehr selten geschieht.
Kurz, Bensebaini wird nichts anderes übrig bleiben, als sich am Kampfspiel von Ryerson ein Beispiel zu nehmen, um wenigstens einigermaßen passable Defensivleistungen auf den Platz zu bringen. Das hat er gestern mit zunehmender Spieldauer getan. Dennoch, und auch das unterstreicht noch einmal seine Probleme, hat Milan auch nachdem der Flügeldribbler und Torschütze Chukwueze in der 77. Min. ausgetauscht worden war, fast ausschließlich Bensebainis Abwehrseite bespielt/angegriffen. Das praktiziert eine international erfahrene Mannschaft wie Milan aber nur dann so nachhaltig, wenn sie diese Abwehrseite als die schwächere identifiziert hat.
Es bleibt dabei, der BVB ist auf den AV-Positionen nicht seinen eigenen Ansprüchen gemäß besetzt, besonders auf LV.
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Sehe es genauso wie du, möchte aber anmerken, dass es gegenüber aufopferungsvollen Kämpfern bei manchen eine Hemmung gibt, sie deutlich zu kritisieren - und gestern war Bensebaini zum Glück ein Kämpfer, denn sonst wäre seine Leistung, die du mMn im Detail genau und richtig beschrieben hast, vollends ungenügend gewesen.
Man erkennt das ja auch an der (immer!) zurückhaltenden Kritik an Ryerson, der gestern bzgl. Stellungs- und Passspiel auch nicht wesentlich besser agierte als Bensebaini, aber eben ein Kämpfer ist. Auch Ryerson war defensiv einige Male in der Mitte zu finden (ab und zu, weil er das nicht nur gestern getan hat, wird er dafür auch von Hummels nachdrücklich zurechtgewiesen). Der Kampfeswille hat gestern Bensebaini einige spektakuläre Abwehraktionen erbracht (von Ryerson kennt man das ja), aber, wenn man es pointiert ausdrucken möchte, dann spielt der BVB in der letzten Verteidigungskette mit zwei vollwertigen Innenverteidigern (außer bei Standards, denn da haben diese auch manchmal Probleme) und zwei halbwertigen Außenverteidigern, deren offensive Begrenztheit obendrein noch signifikanter ist als ihre defensive.
Man kann die AV-Problematik bzgl. Offensive (mangelnde Breitengebung, wenig (Ryerson), gar keine (Bensebaini) Qualitäten im Dribbling sowie nur sehr selten gute Flanken, weil die AV eben nur selten in Flankenpositionen kommen) auch indirekt an den aktuellen Einsätzen von JBG und den seltenen guten Außenaktionen von Malen, Adeyemi oder Brandt erkennen, denn dann wird das BVB-Offensivspiel sofort gefährlicher (wie Gestern durch JBG), was durch Bensebaini nahezu gar nicht und durch Ryerson nur sehr selten geschieht.
Kurz, Bensebaini wird nichts anderes übrig bleiben, als sich am Kampfspiel von Ryerson ein Beispiel zu nehmen, um wenigstens einigermaßen passable Defensivleistungen auf den Platz zu bringen. Das hat er gestern mit zunehmender Spieldauer getan. Dennoch, und auch das unterstreicht noch einmal seine Probleme, hat Milan auch nachdem der Flügeldribbler und Torschütze Chukwueze in der 77. Min. ausgetauscht worden war, fast ausschließlich Bensebainis Abwehrseite bespielt/angegriffen. Das praktiziert eine international erfahrene Mannschaft wie Milan aber nur dann so nachhaltig, wenn sie diese Abwehrseite als die schwächere identifiziert hat.
Es bleibt dabei, der BVB ist auf den AV-Positionen nicht seinen eigenen Ansprüchen gemäß besetzt, besonders auf LV.
Weißt du, ich fand Ryerson gestern in HZ 1 absolut grottig und dann Durchschnitt, er wurde auch nicht so geprüft wie Bensebaini, eig. war sein Spiel aber sogar schlechter als das von Bensebaini. Deswegen kritisiere ich Bensebaini aber trotzdem nicht mehr, weil Ryerson ein Kämpfer ist, sondern weil Ryerson auch schon deutlich mehr richtig gute Spiele gemacht hat und das gestern eine Ausnahme war. Bei Bensebaini wiederholt sich das seit Anfang der Saison ständig, vor allem diese Stellungsfehler, durch die einfach permanent Tore entstehen, daran erinnert man sich dann auch am meisten. Bei Meunier war es in seiner Anfangszeit ähnlich wie bei Bensebaini, allerdings nicht wegen Stellungsfehlern, sondern sozusagen Kapitalfehlern. Bensebaini könnte sich da ja herausarbeiten, so wie Adeyemi gestern (was mich für ihn gefreut hab obwohl ich Adeyemi auch etwas kritisch sehe) den Weg Richtung gute Leistungen wieder eingeschlagen hat und das halt bestätigen muss. Aber bei Bensebaini kannst du einfach null davon ausgehen, dass er nächstes Spiel wieder Leistung abruft, man weiß es einfach nicht. Ausserdem frage ich mich, wie ein 28-jähriger schon einige Jahre bei einem Topclub in der Bundesliga spielen konnte (zumindest war Gladbach wirklich top am Anfang seiner Zeit) und er dann so ein komplett wirres Stellungsspiel hat und überhaupt nicht fühlt, wann er wohin muss.
Nimm einfach das andere Extrembeispiel gestern, das war Hummels. Der fühlt einfach wann er wo stehen muss. Der weiß wann und wo er draufgeht und wann er sich lieber in andere Räume bewegt. Und auch Schlotterbeck weiß das und auch Ryerson weiß das. Auch Wolf weiß das, auch Meunier wusste das und auch Guerreiro wusste das. Wieso checkt Besnebaini nicht einfach wie er als LV zu stehen hat? Er hat bei Gladbach keine offensivere Rolle gehabt.
Bensebaini, so hieß es ja vor dem Milan-Spiel, (ich weiß es nicht sicher), spielt bei Algerien IV oft. Also gut, das erklärt seine Laufwege und seine Position, aber eben nur dann wenn er mit einer Einstellung ins Spiel geht, dass er nicht als LV sondern als IV aufgestellt wurde. Wenn dein Trainer dich als MS aufstellt und du dann ständig nur auf den Flügeln rumläufst, dann fragen sich halt auch alle Außenstehenden, warum du nicht bei Angriffen in den meisten Fällen im Strafraum stehst sondern Außen, oder?
Es ist auch egal, ich hoffe einfach das schnellstmöglich, am besten schon im Winter reagiert wird und ein weiterer LV geholt wird, oder mindestens ein RV und Ryerson und Bensebaini sich dann um LV streiten. Aber irgendwo ist es auch Wurst, es hat mit Bensebaini gestern auch gereicht, Meister wird man eh nicht, Pokal mal schauen, da könnte es aber auch mit Bensebaini reichen und die CL-Ziele sind erreicht und die gewinnt man auch nicht, bloß weil man einen besseren LV hat. Also kann man ihn ruhig machen lassen und eventuell, wenn man schlau ist, nächsten Sommer einfach eine gute Ablöse kassieren und damit noch mit Gewinn aus dem Missverständnis rausgehen. 10 Mio für so einen LV sind heutzutage schon drin, lass es 5-6 Mio sein und das Gehalt ist hoffentlich wieder drin.
Aber nach den letzten Wochen wäre für mich klar, dass das keiner für die Zukunft ist, auch nicht als Backup, sondern einer für diese Saison und dann am besten wieder weg.
Ich finde auch, dass das Stellungsspiel von Bensebaini auffallend schlecht ist.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man das deutlich verbessern kann, wenn man ihn einfachere Aufgaben gibt. So ist es bisher sicherlich gewollt, dass Bensebaini die IVs öfters zu einer Dreierkette komplettiert. Diesen Switch zwischen LV und linken IV bekommt er aber anscheinend nicht hin.
Wenn man Bensebaini die Aufgabe gibt, die Linie als LV zu halten oder ihn in eine echte Dreierkette mit Schienenspieler davor, der die Seite beackert, stellt, dann würde ich diese Stellungsprobleme nicht in dieser Form erwarten.
29.11.2023 - 15:40 Uhr
Auch wenn sein Spiel nicht toll war: Was mir trotzdem gefällt ist, dass er sich permanent anbietet und keine Scheu hat den Ball an sich zu nehmen. Wie ich auch wahrnehmen konnte, gab es einen kleine Diskussion zwischen ihn und Hummels sogar, weil Bensebaini den Ball wollte und meinte Hummels Anweisungen zu geben. Sah so aus als ob das Mats nicht gefallen hat.
Sei es drum: Mir gefällt es trotzdem das der Wille wenigstens da ist etwas beizutragen. Das gibt mir noch die kleine Hoffnung, dass er sich verbessern wird und bessere Leistung abliefern wird. Mal schauen....
Sei es drum: Mir gefällt es trotzdem das der Wille wenigstens da ist etwas beizutragen. Das gibt mir noch die kleine Hoffnung, dass er sich verbessern wird und bessere Leistung abliefern wird. Mal schauen....
29.11.2023 - 16:05 Uhr
Zitat von BVBBC
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern? Speziell Hummels, da ich ihn aktuell in der Saison für unseren besten Verteidiger halte. Kann das deine Statistik bestätigen? Gerne auch per PN wenn es zu OT ist.
29.11.2023 - 16:45 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Zitat von BVBBC
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
30.11.2023 - 09:11 Uhr
Zitat von BVBBC
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Zitat von UlmerBVB1986
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Zitat von BVBBC
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
30.11.2023 - 09:33 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Zitat von BVBBC
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Zitat von UlmerBVB1986
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Zitat von BVBBC
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Bei whoscored kannst du alle Ballkontakte sehen. Wenn Du dort bei einem Spielbericht zum Reiter "Chalkboard" gehst und auf "Touches" klickst, siehst Du alle Ballkontakte auf dem Spielfeld. Klickt man auf einen Ballkontakt, sieht man, was der Spieler für eine Aktion ausführte. Zum Beispiel wird das Klären eines Balles nicht als Pass aufgeführt, meine ich. Ballverluste durch unsaubere Ballannahmen findet man dort auch unter den Kontakten. Kannst Da bei Bensebaini durchklicken und schauen, was er da machte.
30.11.2023 - 10:23 Uhr
Zitat von mba123
Bei whoscored kannst du alle Ballkontakte sehen. Wenn Du dort bei einem Spielbericht zum Reiter "Chalkboard" gehst und auf "Touches" klickst, siehst Du alle Ballkontakte auf dem Spielfeld. Klickt man auf einen Ballkontakt, sieht man, was der Spieler für eine Aktion ausführte. Zum Beispiel wird das Klären eines Balles nicht als Pass aufgeführt, meine ich. Ballverluste durch unsaubere Ballannahmen findet man dort auch unter den Kontakten. Kannst Da bei Bensebaini durchklicken und schauen, was er da machte.
Zitat von UlmerBVB1986
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Zitat von BVBBC
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Zitat von UlmerBVB1986
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Zitat von BVBBC
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Zitat von UlmerBVB1986
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Zitat von Doc_Gonzo
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Zitat von Pascal2806
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Ich glaube das war gestern das beste Spiel von Ramy im BVB Trikot bis jetzt, oder? Also von seinen Flanken war ich zwar echt enttäuscht, weil ich glaube dass er die besser schlagen kann. Hat mich wieder bisschen an Schmelzer zurückerinnert. Aber defensiv sah das schon besser aus, als in den vergangenen Spielen. Hat sich auf jeden Fall überall reingehauen und gekämpft.
Am Ende lief viel über seine Seite, ja. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Chukwueze generell schwer zu verteidigen ist und der sowieso öfter im direkten Duell gegen Bynoe-Gittens war. Ich glaube den kriegen auch namhaft bessere Verteidiger nicht dauerhaft unter Kontrolle.
Also selbst Sammer hat Bensebaini in der Halbzeit verbal zerlegt: "Nicht Champions League tauglich".
Chukwueze ist gut im Dribbling aber auch kein Wunderspieler wie Rafael Leao. Normalerweise sitzt der Nigerianer bei Milan auf der Bank.
Unsere linke Seite war fast das ganze Spiel über ein Schwachpunkt, das wurde auch nicht besser als Malen und Gittens die Seiten tauschten.
Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte, verstehe ich nicht.
Ich weiß nicht was man hier für Ansprüche stellt, aber wenn der Gegner ständig seine Seit mit 2 Mann attackiert und er durch JBG und später dann Malen kaum Unterstützung erhält, weiß ich nicht ob man ihm hier so den schwarzen Peter zuschieben muss.
Ja, beim 1:1 seh er nicht so gut aus, aber wie auch schon gegen Gladbach war das eine recht gute Leistung die er gezeigt hat. Zum Unterstreichen meiner Wahrnehmung, hat ihn whoscored bei den Abwehrspieler nach Hummels am besten bewertet. Sofascore bewertete ihn nur knapp hinter Hummels (und Sabitzer) als zweitbesten Spieler des Teams (mit Reus und JBG).
"Wie man hier darauf kommt Bensebaini zu loben, weil er in der Schlussphase zwei, drei mal spektakulär klärte" - wie hören sich 64% Zweikampfquote bei 14 Zweikämpfe für dich an? Als AV ist das eine gute Quote!
Ich mache es mal wie du: Diese oberflächlichen Statistiken interessieren mich nicht, weil keine Aussagekraft.
Warum hat Milan wohl unaufhörlich über unsere linke Seite angegriffen? Rechts hat doch mit Malen ebenfalls ein Defensivverweigerer gespielt? Zufall? Haben sie übrigens auch weiterhin so gemacht, wenn Malen und Gittens mal temporär die Seiten tauschten.
Für mich haben übrigens sowohl Gittens als auch Malen im Umfang viel mit zurückgearbeitet. Gittens stand dann halt oft gegen zwei Mann, weil Bensebaini in so einer Art Dreierkette verblieb und erst sehr spät nach außen rausschob. Was für Ansprüche stellst du denn an offensive Außenbahnspieler? Sollen die in defensiven Zweikämpfen genauso stark wie Außenverteidiger sein?
Was ich erwarte, habe ich übrigens schon zum Ausdruck gebracht: Eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung, am liebsten auf dem Niveau von Ryerson. Außerdem gefällt mir Bensebainis Stellungsspiel überhaupt nicht, wobei ich aber eben nicht weiss, was Terzic für Instruktionen gibt. Da sich gestern während des Spiels nichts ändere, war es wohl so gewollt, dass sich Bensebaini gegen den Ball sehr weit innen postierte. Das daraus entstehende Loch hätte der Linksaußen nur füllen können, wenn er dann zur Fünferkette aufgefüllt hätte.
Der Wert von Defensivsstats ist auf alle Fälle trügerisch. Man kann viele Dinge sehr gut machen, aber wenn immer wieder dieselben Probleme letztendlich den entscheidenden Defensivfehler verursachen, der womöglich in keiner Statistik auftaucht, dann sind selbst 100% Zweikampfquote bei extrem hohen Volumina wenig wert. Das ist der undankbare Job in der Defensive, in dem nicht interessiert, wie viel man richtig macht, sondern ob man entscheidende Fehler macht. Das sind bei Bensebaini halt regelmäßig nicht wenige.
Dazu interessiert dann auch, wie die Perspektive ist, dass diese sich reduzieren, falls sie häufiger vorkommen. Diese Perspektive ist bei Bensebaini in meinen Augen gering. Es sind keine Fehler, die auf Grund fehlender Erfahrung passieren. Er ist in eine Alter, in der er hierüber kaum noch Verbesserungen erzielen kann. Es sind zudem immer wieder dieselben Fehler, die er nicht abstellen kann. Meist ist es ein Gegenspieler der über einen Diagonallauf im Rücken entwischt und dann plötzlich die Innenbahn zum Tor hat, wodurch er nicht mehr in den Zweikampf kommen kann, weil er nicht mehr zwischen Tor und Gegner steht und der Ball kaum noch nach außen zu klären ist, falls er überhaupt nochmal eine Chance hat, um in den Zweikampf zu kommen. Bensebaini ist mehr las ordentlich, wenn er eine Situation eng verteidigen kann oder solange in der Innenbahn ist, um ein Laufduell aufzunehmen. Er kommt allerdings immer wieder in Situationen, in denen er die Bewegung des Gegenspielers antizipieren und aufnehmen muss, worin er ziemlich schwach ist, sobald der Ball in die Schnittstelle zwischen ihm und dem IV geht.
Dazu kommen immer wieder Abstimmungsfehler, wie gestern, in denen er auch den Mitspieler, egal wie richtig der agiert, nicht antizipiert bekommt. Das Rausrücken gestern war schließlich nicht mal der gröbste Fehler, sondern vor allem das, wie er es anschließend dann mit Bynoe-Gittens verteidigt. Der macht komplett zur Grundlinie zu, drängt ihn erst ab und Chukwueze kann da nicht durch. Er muss den Haken, den er macht, machen, um überhaupt weitermachen zu können, außer Bynoe-Gittens macht einen Fehler im Zweikampf. Was verteidigt Bensebaini allerdings, als er zur Hilfe kommt? Ebenfalls den Weg zur Grundlinie, um den sich aber schon Bynoe-Gittens kümmert. Bensebaini müsste eigentlich nur den kürzeren Weg zurück machen und sich ins Zentrum absetzen, um Bynoe-Gittens und ebendiesen Haken abzusichern. Dann hat Bensebaini sowohl eine Chance, wenn Chukwueze den Haken macht als auch doch irgendwie an der Grundlinie durchkommt. Dann wäre jeder Weg zum Tor zu und Chukwueze darf entscheiden, wie er aufgibt, ob er den Ball verlieren möchte oder abdreht, falls er nicht etwas komplett Überragendes auspackt.
Im Grunde ist auch das wieder das Kernproblem von Bensebaini in der Defensive: Spielverständnis! Er ist nicht gut darin die Räume zu erkennen, die gefährlich werden und die wichtiger sind, als auf den direkten Ballgewinn zu gehen, insbesondere aus einer schlechten Startposition heraus, in die er sich dann oft schon hereinmanövriert hat, wenn es besonders kritisch wird. Er ist nicht gut darin Gegen- und Mitspieler und deren Aktionen zu antizipieren. Am Mann kommen dann fast schon geringfügige Probleme dazu, wenn es um bewegliche Gegenspieler geht, die am Ball stark sind und dann auch da noch größere Probleme bereiten können, die dann aber allzu schnell Spiele bescheren können, in denen Bensebaini an der Unspielbarkeit wandelt. Die gibt es glücklicherweise aber nicht in jedem Spiel, insbesondere in der Bundesliga nicht. Die taktischen Probleme im Spielverständnis sind deswegen dennoch gewichtig. Das macht ihn defensiv eben nicht zu dem Stabilisator, der er sein müsste, angesichts dessen, dass sein Wert im Spiel nach vorne nicht mehr vorhanden ist, sobald es über die Mittellinie geht, außer bei Standards.
Bensebaini müsste defensiv nahezu perfekt sein, um seine offensiven Schwächen zu rechtfertigen. Davon ist er allerdings taktisch weit weg und das Schlimme daran ist: man musste damit rechnen, wenn man ihn sauber gescoutet hätte, was weder offensiv, noch defensiv geschehen sein kann. Wäre er 5-6 Jahre jünger, könnte man vielleicht noch argumentieren, dass man an allen Defiziten noch arbeiten kann, weil gewisse Anlagen definitiv da wären, aber heute ist der Zug lange abgefahren.
P.S.: nach dem 11. Spieltag (habe es also noch nicht upgedatet, es wird sich aber nicht viel geändert haben) korrelierten in der Bundesliga Tackles und Punkte mit einem Koeffizienten von 0,01. Also gar nicht. Gewonnene Tackles und Punkte weisen eine Korrelation von 0,15 auf, also auch sehr niedrig. Selbst ballbesitzbereinigt wird es nicht viel besser, mit 0,13 und 0,23. Viele Tackles haben kaum einen Einfluss auf die Punktausbeute. Sogar nicht mal auf Gegentore, um in derselben Reihenfolge auch dafür noch die Korrelationswerte zu bringen (-0,07 | -0,13 | -0,06 | -0,11)
P.P.S: das Ranking von Whoscored basiert ausschließlich auf dem Volumen von Aktionen und misst daher nur Quantität der Aktionen, aber so gut wie gar nicht deren Qualität, obwohl solche Ratings genau das suggerieren.
Jetzt hast du ihn allgemein bewertet und auch seinen Fehler (der ja auch offensichtlich war) vor dem 1:1 analysiert. Aber was ich nicht rauslesen kann, wie du seine Leistung von gestern bewertest, hat er sich für das Spiel ein Lob verdient oder nicht?
Ich habe kein gutes Spiel von Bensebaini gesehen, unabhängig von der Geschichte zum Gegentor. Milan hat bereits im Aufbau vieles bewusst über Bensebaini laufen lassen, wodurch er viele Ballaktionen gesammelt hat, aber dann keine gute Fortsetzung der Ballaktionen fand. So kam Bensebaini auf 82 Ballkontakte, von denen aber nur 32 wieder beim Mitspieler ankamen. 50 Ballkontakte landeten also im Aus oder beim Gegner. Zum Vergleich Ryerson, der im Aufbau auch kein gutes Spiel hatte und direkt mit einem schweren Aussetzer startete, der einen Konter von Milan einleitete: 38/65 + 1 Abschluss. Da kamen also mehr Bälle wieder beim Mitspieler an und es landeten "nur" halb so viele Bälle im Aus oder beim Gegner. Denn Bensebaini war gestern weniger im Aufbau gefordert, sondern vor allem als Breitengeber, der häufiger als gewöhnlich die Linie entlang geht und den OA unterstützt. Nicht nur war das ungefährlich, sondern mit vielen Ballverlusten verbunden, weil Bensebaini unter Druck nicht besonders gut ist und nicht die größte Präzision, bei Bällen zwischen den Linien.
Defensiv halte ich es, wie Doc_Gonzo bereits beschrieben hat, dann auch nicht für einen Zufall, dass viel über rechts lief, obwohl Milan eigentlich eine Mannschaft ist, die ein recht gut ausbalanciertes Flügelspiel pflegt und Ausfälle beklagen musste. Man hatte sich die Seite ausgeguckt und wollte Chukwueze konsequent in gut unterstützten Isolationen gegen Bensebaini haben. Am Ende auch kein Zufall, dass gestern kein BVB Spieler mehr Zweikämpfe gegen Dribbler verlor - wobei der beim Gegentor gar nicht dazu zählt, da das Bynoe-Gittens statistisch angehängt wurde, obwohl Bensebaini den Fehler macht und Bynoe-Gittens sich taktisch richtig verhält. Allgemein ist es selten ein gutes Zeichen, wenn Defensivstats sich über das Volumen definieren. Überdurchschnittlich viele Tackles können leicht ein Signal sein, dass der Spieler als grundsätzliche Schwäche ausgemacht wird. Unterdurchschnittlich viele Tackles können umgekehrt aber genauso ein Signal dafür sein, dass der Spieler nicht in die Zweikämpfe findet. Auch das macht Defensivstats schwer zu bewerten, weil sie häufig ohne Kontext keinen vollwertigen Informationsgehalt bieten.
Ich habe auch Sofascore zurate gezogen, eben weil auch neulich whoscored im Forum nicht so gut weg kam (ob von dir oder einem anderen weiß ich nicht mehr). Was würdest du denn zur Bewertung empfehlen?
Habe mich nie damit beschäftigt, wie sofascore sein Rating aufbaut, würde aber generell davor warnen, dass alle Ratings, mit denen ich mich schon mal inhaltlich beschäftigt habe, nicht die Qualität eines Spielers messen, sondern die Quantität an Aktionen.
Was mich noch interessieren würde, wie ist der Wert Tackles und Punkte bei unseren anderen Abwehrspielern?
Die angegebene Korrelation betrifft die komplette Liga und daher keine bestimmten Mannschaftsteile oder gar Einzelspieler.
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Bei whoscored kannst du alle Ballkontakte sehen. Wenn Du dort bei einem Spielbericht zum Reiter "Chalkboard" gehst und auf "Touches" klickst, siehst Du alle Ballkontakte auf dem Spielfeld. Klickt man auf einen Ballkontakt, sieht man, was der Spieler für eine Aktion ausführte. Zum Beispiel wird das Klären eines Balles nicht als Pass aufgeführt, meine ich. Ballverluste durch unsaubere Ballannahmen findet man dort auch unter den Kontakten. Kannst Da bei Bensebaini durchklicken und schauen, was er da machte.
Ich danke dir für den tollen Tipp!
Etwas schwierig alle Punkte nacheinander auszuwählen ohne extra Liste und während der Arbeit. Aber durch die Seite habe ich noch etwas mehr rausgefunden die mit rein zählen, sogar Fouls, also:
4 Clearances
4 Blocks
2 loss of possession
1 Foul
2 interceptions
1 Bad control
1 Player is dispossessed on the ball by an opponent – no dribble involved
1 Successful dribbles
Also hätte man 16 weiter Ballkontakte geklärt. Fehlen noch 9 Ballkontakte. Aber man merkt, ist nicht mehr so negativ auszulegen, wie bei bei dir @BVBBC noch rüber kam.
30.11.2023 - 11:47 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Danke für deine Antwort, sehe ich zwar etwas anders was die Leistung angeht, aber okay soll und darf ja so sein.
Nur eine Sache noch, das mit den Ballkontakten. Wie genau wird das gewertet? Eine Grätschen bei der am Ende der Ball beim Mitspieler landet zählt als gewonnener Zweikampf, Ballkontakt aber nicht als Pass. Somit ist die Aussage das er 50 Ballkontakte hatte, die im Aus oder beim Gegner gelandet sind doch eventuell nicht richtig, oder? Oder gibt es das in einer Statistik nachzulesen?
Hummels als Beispiel hatte 74 Ballkontakte und 47/50 Pässe kamen an, bleibt eine Differenz von 24 Bälle. Er hatte 18 Zweikämpfe, 17 gewonnen + 4 Luftzweikämpfe geführt, sind noch 3 Ballkontakte übrig die man nicht zuordnen kann.
Bei Bensebaini waren es 32/43 Pässe bei 82 Ballkontakte, 14 Zweikämpfe (zählt ein verlorener Zweikampf, bei dem er den Ball grätscht oder berührt und der Ball beim Gegner bleibt als Ballkontakt? Hummels hatte eine solche Aktion), davon 9 gewonnen, 5 Flanken Differenz bis hierher also 25 bei denen man Ballkontakte nicht zuordnen kann. Wie sieht es mit geblockte Bälle aus? Ballkontakt?
Ich will diese Lücke zwischen Ballkontakte und dem Rest verstehen können. Er hat doch nicht 25 Mal den Ball verloren oder ins Aus gespielt, oder?
Danke für die Rückfragen! Zwar ändert sich für mich an den Grundaussagen wenig, aber dennoch sind das für die Stats wichtige Verständnisfragen, die etwas an meiner Betrachtung verändern müssen, weil mir bis hierhin nicht aufgefallen ist, wie Whoscored die Passstats differenziert. Hierbei sind vor allem Einwürfe problematisch, die in dem Fall bei Bensebaini ungewöhnlich häufig waren und die Statistik verzerren. So zählen Einwürfe grundsätzlich zwar als Pässe, aber nicht im Match Report, auf dessen Grundlage ich die Berechnung durchgeführt habe. Dort sind nur Pässe aus dem laufenden Spiel heraus zu finden, aus denen sich demnach dann auch die Passquote zusammensetzt - heißt im Umkehrschluss, dass 12 Ballaktionen von Bensebaini allein schon auf Einwürfe zurückzuführen sind, während es auf der Gegenseite von Ryerson nur 5 waren. Fbref, auf Basis derer ich sonst mittlerweile die meisten statistischen Analysen mache (Whoscored ist mittlerweile hauptsächlich nur noch wegen der Live-Daten vorteilhaft), inkludiert immer alle Pässe, also auch Einwürfe und bezieht diese also auch in die Passquote ein, was für die richtige Betrachtung nötig ist.
Hummels kam bei Whoscored letztendlich auf 74 Ballaktionen, die sich aus 50 Pässen, 11 Tackles, 9 Clearances und 4 Luftzweikämpfe zusammensetzen. Es zählt also jeder Kontakt rein, offensiv und defensiv. Bei Bensebaini setzen sich die 82 Ballaktionen aus 60 Pässen - also nicht nur 43, wie im Match Report vermerkt -, 10 Tackles, 2 Interceptions, 4 Clearances, 4 Blocks, 1 Foul und 1 direkter Ballverlust. Fbref kommt nur auf 77 Ballaktionen von Bensebaini, was für deine weitere Frage relevant ist. Denn Whoscored zählt zwei Ballaktionen, wenn im Anschluss an ein erfolgreiches Tackling ein Pass oder Abschluss folgt, Fbref nur eine, wie es nach meinem Verständnis auch richtig wäre und demnach auch für die obige Betrachtung. Denn es macht keinen Sinn, wenn der Teiler erhöht wird und dadurch von zwei positiven Aktionen effektiv nur noch eine übrig bleibt.
Entsprechend möchte ich mit den Werten von Fbref korrigieren: Bensebaini hatte 57,1% seiner Ballaktionen weitergeleitet, was nur Bynoe-Gittens, Wolf und Malen unterboten, also von deutlich offensiveren Spielern, was demnach auch zu erwarten ist. Ryerson als Gegenpart kam auf 70,5%.
An der Stelle kommt natürlich deine weitere Verständnisfrage zum Tragen, indem es um den Wert eines erfolgreichen Tacklings für diese Statistik geht. Ich möchte hierbei schließlich nur Ballgewinne inkludieren, die aktiv zum Mitspieler befördert wurden, du möchtest jeden Ballgewinn für das Team inkludieren - was Fbref übrigens nicht darstellen könnte, weil Tackles und Challenges, die dort differenziert werden, sich überschneiden, aber nicht notwendigerweise überschneiden müssen, wodurch Fbref letztendlich keine Addition zulässt, um auf die Anzahl aller Tacklings zu kommen (hier hat Whoscored wiederum die bessere Datenbasis dafür). Ich denke hierfür kann es durchaus 2 Meinungen geben und keine wird komplett richtig oder falsch sein, obwohl es einen großen Unterschied machen kann, wie in diesem Fall, indem Bensebainis erfolgreiche Ballaktionen bei deiner Betrachtung dann auf 70,1% hochgehen, was dann relativ nah an Ryersons 73,8% dran wäre.
Trotzdem wäre es einerseits weiterhin kein Topwert im Team, sondern immer noch der fünftschlechteste (Reus läge dann auch noch knapp hinter Bensebaini). Andererseits finde ich die Betrachtung schwächer, weil es mir eben darum geht, dass die Aktionen komplett vom betrachteten Einzelspieler kontrolliert werden, was konsequenterweise nur der Fall sein kann, wenn ein aktiver Pass gespielt wurde und der Ballgewinn nicht davon abhängig ist, was der Mitspieler, der an den Ball kommt, daraus macht. Ich fände es falsch den Spieler vollständig dafür zu belohnen, obwohl der Mitspieler den effektiven Wert des Ballgewinns bestimmt. Zumal nur über den aktiven Pass halbwegs bestimmbar ist, wie kontrolliert das Tackling war. Was bringt schließlich ein Ballgewinn, bei dem ein vom Gegenspieler befreiter Ball letztendlich beim Mitspieler in einer schwer kontrollierbaren Situation landet (bspw. in einer Situation, in der das Tackling auf letzter Rille stattfindet, was meist ja schon einen Fehler zuvor voraussetzt)? In jedem Fall nicht dasselbe, als wenn der Ballgewinn zu einem kontrollierten Pass des Ballgewinners führt. Das kann die Statistik nicht differenzieren, weswegen ich mir eben nur konkret anschauen würde, was der Spieler zu verantworten hat und was nicht, weil Ballgewinne konsequenterweise nicht dieselbe Qualität haben können. Nicht jeder Ballgewinn ist gleich viel wert, für das Kollektiv, aber erst recht für den Einzelspieler. Deswegen möchte ich weiterhin nur Ballgewinne berücksichtigen, die letztendlich auch wieder zu einem angekommenen Pass des Spielers führen, weil nur dann anzunehmen ist, dass der Ball kontrolliert zum Mitspieler kam.
Allerdings kann man das Ganze auch umgehen, indem man die Tackles komplett aus der Rechnung eliminiert, weil man die Ballaktionen darum reduziert und sich daher nur anschaut, was in den Aktionen ohne vorherigen Zweikampf passiert ist. Dann hätte Bensebaini 65,7% aller Aktionen beim Mitspieler angebracht oder abgeschlossen. Gegenpart Ryerson käme auf deutlich stärkere 72,9%. Unabhängig von Zweikämpfen landeten also 23 Bälle nicht mehr beim Mitspieler, da spätestens hiermit ja auch die Ballgewinne ausgeschlossen sind, die nicht aktiv kontrolliert beim Mitspieler landeten. Bei Ryerson waren es 16, was auch schon kein guter Wert ist.
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