SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden
deadline-day banner

Quo Vadis Dynamo?

29.09.2019 - 16:08 Uhr
Quo Vadis Dynamo? |#901
03.04.2022 - 22:11 Uhr
Zitat von Champi1982

Zitat von Kermit_der_Frosch

Noch sind wir nicht weg, es sind ja nur noch sechs Spiele und dann möglicherweise die Relegation. Der Supergau wäre aber gegen Kaiserslautern dort zu spielen, die schätze ich als sehr gefährlichen Drittligist ein. Wir werden sehen, wo die Reise hingeht. Bleiben wir drin, können wir es besser machen die nächste Saison.


Nee, der FCK geht mit MD direkt hoch, sie sind zu stabil.
Braunschweig oder Saarbrücken. Ich halte Mannheim eigentlich für besser besetzt, sie scheinen aber keine Nerven zu haben...


Samstag kurz vor Schluss wäre 1860 noch möglich gewesen und die beste Option. In 9 von 10 Fällen verlieren die Löwen wenn es darauf ankommt.
Dennoch, Platz 15 ist drinnen. Fokus darauf und Relegation vermeiden.
Es sind 3 Punkte und nicht 8 Punkte.
Dynamo Dresden kann das schaffen.
Wichtig, wird es die lehren daraus zu ziehen.
Drücke die Daumen das es gut wird
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Offensiv84 am 03.04.2022 um 22:16 Uhr bearbeitet
Quo Vadis Dynamo? |#902
03.04.2022 - 22:18 Uhr
Nächste Woche Saarbrücken-Waldhof und übernächste Woche FCK-Saarbrücken werden schon mal richtungsweisende Kracher.
Und am letzten Spieltag ist Lautern dann zum Zuschauen verdammt,weil es Triple Ü nicht mehr gibt. Wird interessant.
Quo Vadis Dynamo? |#903
04.04.2022 - 06:55 Uhr
Zitat von Offensiv84

Zitat von Champi1982

Zitat von Kermit_der_Frosch

Noch sind wir nicht weg, es sind ja nur noch sechs Spiele und dann möglicherweise die Relegation. Der Supergau wäre aber gegen Kaiserslautern dort zu spielen, die schätze ich als sehr gefährlichen Drittligist ein. Wir werden sehen, wo die Reise hingeht. Bleiben wir drin, können wir es besser machen die nächste Saison.


Nee, der FCK geht mit MD direkt hoch, sie sind zu stabil.
Braunschweig oder Saarbrücken. Ich halte Mannheim eigentlich für besser besetzt, sie scheinen aber keine Nerven zu haben...


Wichtig, wird es die lehren daraus zu ziehen.
Drücke die Daumen das es gut wird


Eben daran habe ich grad so ein bisschen meine Zweifel. Wie in unseren letzten Expeditionen in Liga 2 wurde auch diesmal der drohende Abstieg wieder förmlich herbeigespart. Obwohl das dieses Mal nicht so ganz stimmt, denn wir haben ja Geld ausgegeben, teilweise mehr als die direkte Konkurrenz wie Sandhausen und Rostock. Ursächlich sind neben etlichen (Dauer-)verletzten Leistungsträgern eben auch eine Kaderplanung die den Namen nicht verdient, ne ganze Zahl an Fehlinvestitionen in Spieler wie Fein und ne fehlgeleitete Vereinsdefinition als Ausbildungsverein, koste es was es wolle.
All das is mir so ähnlich schon aus El Mingus Zeiten bekannt, nur eben nicht ganz so schlimm.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DynaMit1983 am 04.04.2022 um 07:19 Uhr bearbeitet
Quo Vadis Dynamo? |#904
04.04.2022 - 08:40 Uhr
Ich denke man sollte sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verrückt machen. Es müssen alle Kräfte gebündelt werden, damit Sandhausen uns 3 Punkte überlässt und danach Kiel dem Beispiel folgt! Danach würde die Welt schon ganz anders aussehen! Wir haben die letzten 5 Spiele allesamt gegen Aufstiegsaspiranten gespielt bzw. gegen Mannschaften, deren Blick ober mal sowas von nach oben geht. Da ist eine ganz andere, individuelle Klasse am Start gewesen, als es in den nächsten Spielen der Fall sein wird! Und selbst da haben wir teilweise die Spiele dominant bestritten bzw. dem Gegner zumindest Probleme bereiten können ( Pauli und Bremen 1. Halbzeit bzw., Nürnberg 2. Halbzeit etc. ). Mit einem bisschen mehr Glück hätte man den Rückstand jetzt schon aufgeholt! Bange machen gilt nicht!!! Jetzt muss Rino zeigen, was er kann! Ich traue ihm weiterhin den Klassenerhalt zu auch ohne Relegation! Allerding wäre dafür entscheidend wichtig, dass keine Spieler mehr ausfallen. Das ist das Einzigste, wovor mir es ein bisschen graut ...

•     •     •

SG Dynamo Dresden und VfB Stuttgart
SV Eintracht Dobritz 1950 e.V.
Quo Vadis Dynamo? |#905
11.04.2022 - 13:11 Uhr
Enttäuschung, Desillusion, Resignation – mit diesen 3 Worten lässt sich meine Heimreise nach dem gestrigen Spiel gut beschreiben. Eine Nacht später hat sich nicht viel getan, sodass ich seit längerer Zeit mal wieder einen Beitrag verfassen muss, der zu meiner Verarbeitung und Bewältigung unseres Auftrittes dient.

Die Gedanken eines Fußballfans sind ein spezielles Gebilde. So rechnete ich bereits im Vorfeld des Spiels mit einer knappen Niederlage, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, weshalb ich mich zumindest mit einer gewissen Vorfreude nach Sandhausen aufmachte. Als ich 15:25 Uhr jedoch auf den Rasen und die umliegenden Tribünen des Hardtwaldstadions blickte, fühlte sich die Situation einfach nur leer an - kein Frust, kein Ärger, lediglich Leere.

Meine Analyse beginnt am 12. Spieltag, ziemlich genau mit dem Hinspiel gegen den SV Sandhausen. Bis zu diesem Zeitpunkt lieferte die Mannschaft gute bis ordentliche Leistungen ab und bewegte sich punktetechnisch vollkommen im Soll. Dem überragenden Start folgten zwar einige Niederlagen, in denen unsere Auftritte jedoch stets sehr anständig aussahen. Selbst die deutlichen Niederlagen in Hamburg und Gelsenkirchen spiegelten unsere Leistungen in den Partien nur unzureichend wider und als Realist wusste ich, dass auf uns eine schwierige Saison zukommt, in der man um den Klassenerhalt kämpfen wird und dabei zahlreiche Niederlagen einberechnen muss. Mit den beiden blutleeren Auftritten gegen Sandhausen und Kiel begann eine steigende Unruhe im Umfeld des Vereins, welche ich zum damaligen Zeitpunkt nicht teilte. Die Verletzungen von Knipping, Vlachodimos, Löwe, Weihrauch und Borrello sorgten für eine stark dezimierte Mannschaft, der es an Erfahrung und vor allem Qualität fehlte. Trotzdem gelang es Schmidt, mit der Umstellung zu einer destruktiven Spielweise, den Turnaround hinzulegen und uns mit drei wichtigen Siegen aus den kommenden Spielen in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Aus meiner Sicht begann zu diesem Zeitpunkt eine gefährliche Dynamik, welche später in unserer derzeitigen Situation mündete. Der Sieg in Aue kam äußerst glücklich zustande, führte unsere einzige Gelegenheit zum Siegtreffer, während Aue teils beste Chancen ungenutzt ließ. Das folgende Spiel in Ingolstadt glich einem Offenbarungseid.

Dennoch beendete Dynamo die Hinrunde mit 22 Punkten auf Platz 11, woran es für einen Aufsteiger wenig auszusetzen gab. Die Restrunde begann mit einem starken Auftritt gegen den HSV, wo man plötzlich lang vermisste Muster, die uns zu Saisonbeginn stark machten, wiedererkennen konnte: Hohes Angriffspressing, gutes Umschalten nach eigenem Ballverlust, konzentrierte Arbeit gegen den Ball. Bis heute bleibt es mir ein großes Rätsel, weshalb Schmidt von diesem Plan abkam. Was folgte waren drei katastrophale Partien, die das Selbstvertrauen der Mannschaft erheblich beeinträchtigten. In der Hoffnung, dass mit der destruktiven Spielweise zumindest gelegentlich ein Sieg eingefahren werden konnte, klammerte sich Schmidt daran und scheiterte. Denn was in Spielen gegen ein schwaches Düsseldorf, Karlsruhe und Aue noch funktionierte, war nur nicht mehr der Fall. Unser Offensivverhalten erlag der taktischen Ausrichtung nun komplett, mit Dusel erzielte man Punkte in Paderborn und Hannover und verkaufte diese als Erfolg. Man gewann nun nicht mehr den Eindruck, dass ein funktionaler Plan existiert, um die nötigen Siege einzufahren. Es ist Becker aus meiner Sicht hoch anzurechnen, dass er dies erkannte und reagierte. Es waren aus meiner Sicht nicht die Ergebnisse sondern vielmehr die Art und Weise die Schmidt den Job kosteten.

Es folgte die Vorstellung von Capretti. Vorab möchte ich sagen, dass ich ihn für einen spannenden Trainer halte, der eine klare und attraktive Spielidee mitbringt und in den kommenden Jahren seinen Weg als Trainer in der 2. Bundesliga gehen wird. Doch genau die Spielidee rief bereits bei seiner Vorstellung Zweifel bei mir hervor. Sein Auftakt begann mit einer sehr starken und unerwarteten ersten Halbzeit in Bremen samt knapper Niederlage. Gegen Pauli und Nürnberg reichten je eine starke Hälfte immerhin zu zwei Punkten gegen starke Gegner – was durchaus beachtlich war. Was jedoch nicht unter den Tisch fallen sollte, dass wir es sowohl in der zweiten Halbzeit gegen Pauli als auch der Ersten in Nürnberg Glücksgöttin Fortuna respektive Broll zu verdanken hatten, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Es folgten die Partien gegen Schalke und Sandhausen, zwei Spiele zu denen vermutlich alles gesagt wurde. Folglich stehen wir nach 29 Spielen auf Platz 16 mit 6 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer.

Was sind die Gründe für unsere Talfahrt?

Verletzungen: Die Liste an Verletzungen ist lang. Der Ausfall von Knipping tat uns extrem weh, zusätzliche Verletzungen im Offensivbereich (Borrello, Herrmann, Vlachodimos, Weihrauch, Ransi) taten oder tun ihr übriges dazu. Ich will dies gar nicht als Ausrede verstanden wissen, jedoch ist es ein Faktor bei der Betrachtung der Gründe.

Schmidts verfahrene Situation: Schmidt war im Sommer innerhalb des Vereins nicht unumstritten, doch der anfängliche Erfolg sprach für ihn. Eine hochintensive und zum Kader passende Spielweise überraschte unsere Gegner und führte zu einem brutalen Saisonstart. Gezwungen durch Verletzungen und fehlende Ergebnisse passte Schmidt seine Spielidee an, um aus dem vorhandenen Potenzial das Beste rauszuholen. Fortan lag das Augenmerk auf der Defensive, Abwehr- oder Mittelfeldpressing dominierten unser Spiel, Standards oder individuelle Fehler sorgten für unsere Treffer, das nötige Glück war uns hold. Nach der Winterpause wendete sich das Blatt, 50/50-Situationen liefen zugunsten der Gegner, offensive Aktionen gab es nun fast keine mehr, stattdessen nahm man glückliche Punkte in dem Glauben an die eigene Beteiligung dankend mit. Schmidt geriet zunehmend unter Druck, die Ergebnisse stimmten nicht mehr und er brachte angesichts der Gesamtumstände nicht mehr den Mut auf, seine Taktik radikal anzupassen. Wäre in dieser Zeit ein Sieg rausgesprungen, vielleicht würde die Situation jetzt anders aussehen. Das ist jedoch nicht passiert, von Woche zu Woche sank das Selbstvertrauen der Spieler, Schmidt probierte mit Rotationen Impulse zu setzen und das Blatt zu wenden, doch vergebens. Die Gesamtentwicklung der Mannschaft führte zu seiner Entlassung.

Qualität: Wir verfügen nicht über die starken Einzelspieler, auch weil ein Verein wie Dynamo Dresden sich diese nur schwer leisten kann. Gerade deshalb fand ich unseren vor der Saison gezeichneten Weg richtig. Doch Verletzungen von wichtigen Stützen führten dazu, dass bestimmte Spieler deutlich mehr Verantwortung übernehmen und Leistungen zeigen mussten, als vorgesehen und als möglich. An dieser Stelle kann man spekulieren, ob man die Mannschaft qualitativ hätte breiter aufstellen müssen, fraglich jedoch, ob dies finanziell überhaupt darstellbar gewesen wäre. Was bleibt ist, dass junge und teilweise unerfahrene Spieler wie Mörschel, Schröter, Kade, Ransi und Ehlers eine zu große Last erhielten, der sie nicht standhalten konnten. Ein Schröter ist für mich das beste Beispiel: in seiner Spielweise sehr limitiert, aber immer mit 100% Einsatz dabei. In einer funktionierenden Mannschaft ein guter Wechsler, der Betrieb macht, aber definitiv kein Stammspieler eines Zweitligisten. Genau daran zeigt sich, dass wir auf den Offensivpositionen nicht über die nötige individuelle Qualität verfügen und dies ab einem gewissen Zeitpunkt ob der Gesamtsituation nicht mehr im kollektiv ausgleichen konnten.

Kaderplanung: Ich wehre mich vehement dagegen, die Kaderplanung vor der Saison zu verteufeln. Unsere Stärke sollte die Geschlossenheit werden, ein gutes Kollektiv, das füreinander kämpft und wo jeder seinen Beitrag zum Klassenerhalt leistet. Vereine wie Regensburg arbeiten damit seit Jahren erfolgreich. Angesichts unserer finanziellen Situation und dem Glauben an die Mannschaft verzichtete man auf namenhafte Verstärkungen. Betrachtet man nur die Tabelle ging dies bis zur Winterpause gut, trotz zahlreichen Verletzungen. Ein entscheidender Fehler wurde aus meiner Sicht jedoch in der Winterpause gemacht. Aufgrund der Tabellensituation und der Ergebnisse verkannte man scheinbar die Gesamtumstände und ergänzte den Kader mit weiteren jungen, entwicklungsfähigen Spielern. An sich reagierte man auch an den richtigen Stellen (konkurrenzfähiger zweiter Stürmer, kreativer OM/AM, spielstarker 6er/8er), doch aus verschiedenen Gründen funktionierte es nicht. In Kombination mit der zuvor beschriebenen obigen Situation wuchs auch der Druck auf die neuen, vor allem jungen Spieler, sodass diese ihr Talent nicht auf den Rasen bringen konnten. Das beste Beispiel ist Batista Meier: in seinen ersten Partien zeigte er gute Leistungen, nun wird es jedoch von Woche zu Woche schlechter. Dazu kommt, dass die Spieler unser Offensivspiel beleben sollten, welches jedoch unter Schmidt zuletzt kaum mehr existierte. Hier ist für mich ein Dissens zwischen Verpflichtung der Spieler und geplanter Spielweise von Schmidt erkennbar, den ich mir nicht erklären kann. Der sportlichen Führung jedoch schlicht schlechte Transfers vorzuwerfen, stimmt meiner Meinung nicht. Ja, etwas mehr Erfahrung hätte uns sicher nicht geschadet, die Frage ist jedoch auch was der Markt überhaupt hergab? Letztlich könnte man dazu noch viel mehr schreiben, Fakt ist allerdings, dass die Verstärkungen aus vielschichtigen Gründen nicht wie gewünscht eingeschlagen haben.

Caprettis Spielidee: Die Stärken der Mannschaft zeigten sich am besten in einer laufintensiven Spielweise mit Angriffspressing, Kompaktheit gegen den Ball, Zweikampfstärke und der nötigen Leidenschaft/dem nötigen Einsatz. Caprettis Spielidee beruht auf ballorientiertem Spiel, fußballerischen Lösungen gegen kompakte Mannschaften und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ketzerisch könnte man sagen, all das was unseren Kader zurzeit nicht auszeichnet. Angesichts dessen drängt sich die Frage nach seiner Verpflichtung in der aktuellen Situation und bei unserem Kader zwangsläufig auf. Das gestrige Spiel ist ein gutes Indiz. 65 Minuten erspielen wir uns keine Torchance, teilweise passieren selbst bei einfachsten Abspielen krasse Fehler. Als Capretti einen zweiten Sechser bringt sind wir plötzlich im Spiel, gewinnen Zweikämpfe und zweite Bälle, offensiv sorgen wir mit Flanken und hohen Bällen für Unruhe, gar teilweise Gefahr, und erzielen unseren Treffer nach einem Standard. Es lässt mich ratlos zurück.

Was bleibt nun?

Eine verunsicherte Mannschaft, der Selbstvertrauen fehlt, ein Trainer der einen anderen Ansatz verfolgt, als es aus meiner Sicht zum Kader passt, Spieler im Formtief ob des Drucks, daraus resultierend fehlende Qualität und 6 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Puh! Wenn man das so liest kann einem Angst werden und mir persönlich fehlt der Glaube an eine Rettung selbst über die Relegation.

Was macht Mut?

Der Einsatz und die Leidenschaft der Mannschaft. Die Jungs geben immer 100% und ackern im Rahmen der Möglichkeiten. Häufig liest man hier, dass User endlich Kampf und Einsatz sehen wollen. Wenn ich bei der Mannschaft eins sehe, dann genau das, allein fußballerisch funktioniert wenig. Für die kommenden Spiele kann es nur darum gehen, 11 Mann zu finden mit denen man eine halbwegs realistische Chance in der Relegation hat. Und ohne jetzt den Stab über einige zu brechen, Spieler wie Mörschel und Schröter werden es nicht sein. Vielleicht mal mutig einen Jugendspieler reinwerfen, irgendwelche Impulse setzen. Die Hoffnung stirbt am Ende, und ist es noch nicht das Ende, ist sie noch nicht gestorben. In der Hoffnung, dass ich mit meiner Einschätzung falsch liege und wir drin bleiben.

•     •     •

SG Dynamo Dresden - Athletic Bilbao
"Forza Dynamo" - "Aúpa Athletic"
Quo Vadis Dynamo? |#906
11.04.2022 - 14:18 Uhr
Habe herzlichen Dank für diesen tollen Text, @Pasta1953
Bitte schreibe mehr davon!
Quo Vadis Dynamo? |#907
11.04.2022 - 15:26 Uhr
Hast du wirklich gut zusammen gefasst! Ich hoffe, dass gestrige Spiel hat unserem Trainer die Augen geöffnet. Jetzt müsste er wissen, welche Spieler in unserer Situation in die erste Elf gehören. Mir tut es bisschen um Mörschel leid. Eigentlich gute Voraussetzungen, aber kein Biss und keine Dynamik. Dafür werde ich langsam zum Fan von Diawusie. Ihm würde ich mal ein Tor gönnen. Eigentlich erwarte ich diese Saison nichts mehr und mir graut vor einer Relegation. Aber wie war das mit den Wundern…?
Quo Vadis Dynamo? |#908
11.04.2022 - 18:08 Uhr
Wirklich besser kann man es nicht zusammenfassen. Danke @Pasta1953 für deine Arbeit
Ich hoffe die Verantwortlichen bei unserer SGD lesen es und ziehen die entsprechenden Schlüsse daraus
Mich würde wirklich mal interessieren ob das dort einer liest oder die nur in ihrer eigenen Blase agieren augen-zuhalten

•     •     •

Mut zur Lücke, nur die SGD
Quo Vadis Dynamo? |#909
11.04.2022 - 18:59 Uhr
Zitat von Pasta1953

Kaderplanung: Ich wehre mich vehement dagegen, die Kaderplanung vor der Saison zu verteufeln. Unsere Stärke sollte die Geschlossenheit werden, ein gutes Kollektiv, das füreinander kämpft und wo jeder seinen Beitrag zum Klassenerhalt leistet. Vereine wie Regensburg arbeiten damit seit Jahren erfolgreich. Angesichts unserer finanziellen Situation und dem Glauben an die Mannschaft verzichtete man auf namenhafte Verstärkungen. Betrachtet man nur die Tabelle ging dies bis zur Winterpause gut, trotz zahlreichen Verletzungen. Ein entscheidender Fehler wurde aus meiner Sicht jedoch in der Winterpause gemacht. Aufgrund der Tabellensituation und der Ergebnisse verkannte man scheinbar die Gesamtumstände und ergänzte den Kader mit weiteren jungen, entwicklungsfähigen Spielern. An sich reagierte man auch an den richtigen Stellen (konkurrenzfähiger zweiter Stürmer, kreativer OM/AM, spielstarker 6er/8er), doch aus verschiedenen Gründen funktionierte es nicht. In Kombination mit der zuvor beschriebenen obigen Situation wuchs auch der Druck auf die neuen, vor allem jungen Spieler, sodass diese ihr Talent nicht auf den Rasen bringen konnten. Das beste Beispiel ist Batista Meier: in seinen ersten Partien zeigte er gute Leistungen, nun wird es jedoch von Woche zu Woche schlechter. Dazu kommt, dass die Spieler unser Offensivspiel beleben sollten, welches jedoch unter Schmidt zuletzt kaum mehr existierte. Hier ist für mich ein Dissens zwischen Verpflichtung der Spieler und geplanter Spielweise von Schmidt erkennbar, den ich mir nicht erklären kann. Der sportlichen Führung jedoch schlicht schlechte Transfers vorzuwerfen, stimmt meiner Meinung nicht. Ja, etwas mehr Erfahrung hätte uns sicher nicht geschadet, die Frage ist jedoch auch was der Markt überhaupt hergab?


Ich möchte deine wirklich gut formulierte Analyse ja ungern angreifen, aber zum letzten Satz ist schlichtweg zu sagen: Wenn Ingolstadt und Rostock im Winter erfahrene Stürmer verpflichten konnten (trotz bereits höherer Konkurrenz auf der Position in deren Kadern, schlechterer Position beim TV-Geld, schlechterer Tabellenlage und - im Gegensatz zu Dynamo, das für OBM Ablöse erneut hingelegt hat - weitgehend ablöseminimaler Transferpolitik), dann muss es auch für Dynamo möglich gewesen sein.
Hier hat man sich (nicht zum ersten Mal) in falscher Sicherheit gewogen und selbstgefällig agiert.

Sonst hast du viel Richtiges zusammengetragen, was aber auch nicht unbedingt neue Gedanken sind, sondern großenteils bereits zuvor hier kursierte.

•     •     •

Legenden bringen uns nicht weiter, es gilt hart zu arbeiten, statt zu träumen.

Gegen Selbstgerechtigkeit, Spam und Willkür.
Für eine dringende Neubesetzung des "Paten" im Dynamo Dresden-Forum!

"Die Kaderplanung war optimal! Sie hat uns den sofortigen Wiederaufstieg und den Klassenerhalt gebracht."
- Krawallmacher I.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dynamit-Harry am 11.04.2022 um 19:04 Uhr bearbeitet
Quo Vadis Dynamo? |#910
11.04.2022 - 20:03 Uhr
Zitat von Dynamit-Harry

Wenn Ingolstadt und Rostock im Winter erfahrene Stürmer verpflichten konnten (trotz bereits höherer Konkurrenz auf der Position in deren Kadern, schlechterer Position beim TV-Geld, schlechterer Tabellenlage



Verpflichtungen FCI (in der Fernsehgeldtabelle vor uns):
Florian Pick: 10 Einsätze, 1 Tor, 1 Vorlage
https://www.transfermarkt.de/florian-pick/leistungsdatendetails/spieler/191359/wettbewerb/L2/saison/2021

Valmir Sulejmani: 9 Einsätze, 1 Tor, keine Vorlage
https://www.transfermarkt.de/valmir-sulejmani/leistungsdatendetails/spieler/193050/wettbewerb/L2/saison/2021

Beide mögen vom Alter her erfahren sein, haben aber deutlich öfter unterhalb der ersten beiden Ligen gespielt (und Leistung gezeigt).

Verpflichtungen HRO:
Nils Fröling: 7 Einsätze, 3 Tore, keine Vorlage - von den drei Toren sind zwei alleine gegen unseren Hühnerhaufen gewesen. Seit vier Spieltagen verletzungsbedingter Ausfall.
https://www.transfermarkt.de/nils-froling/leistungsdatendetails/spieler/532784/wettbewerb/L2/saison/2021

Danylo Sikan: 9 Spiele, 1 Tor, 1 Vorlage - Hat erst ein einzige Spiel von Beginn an absolviert.
https://www.transfermarkt.de/danylo-sikan/leistungsdatendetails/spieler/417228/wettbewerb/L2/saison/2021

Robin Meißner: 4 Spiele, 1 Tor, keine Vorlage - Hat bisher ein einziges Spiel von Beginn an absolviert. Seit vier Spielen ohne Einsatz (u.a. Corona bedingt)
https://www.transfermarkt.de/robin-meissner/leistungsdatendetails/spieler/326346/wettbewerb/L2/saison/2021


Alle Transfers für die Offensive bei HRO eint etwas: Die Spieler sind nicht erfahren. Sikan ist 20, Fröling 21 und Meißner 22 Jahre alt. Zum Vergleich: Batista-Meier ist 20, Drchal 22, Fein 22.

Ich sehe nicht wo wir bei hier irgendwas verpasst haben im Vergleich zu Konkurrenz. Zumindest nicht mit deinen Maßstäben.

Die Transfers für die Offensive beim FCI mögen vom Alter her erfahren sein, aber diese fußt auf größtenteils aus der dritten Liga, oder tiefer. Hansas Offensivverstärkungen sind nicht mal erfahren gewesen.

Nebenbei will ich nicht wissen was man mit Becker und Walter im Winter hier im Forum gemacht hätte, wenn an mit Fröling den nächsten jungen aus Transfer aus Schweden gemacht hätten.


Interessanter wäre doch nun zu wissen, warum zum Beispiel HRO die Kurve bekommt und das "ohne Hilfe" von den offensiven Winterneuzugängen (also warum diese nicht regelmäßig bei den Scorern mit drin stehen - mehr noch, nicht mal von Beginn an spielen).
Das gilt im übrigen auch für den SV Sandhausen, bei denen Kutucu und Dumic lediglich zwei Tore in der Rückrunde 2022 geschossen haben als Winterneuzugang.

Kiel hat sogar nur zwei Spieler im Winter geholt, wovon nur Wriedt als Verstärkung angesehen kann, dessen 3 Tore in zehn Spielen auch nicht nur den Unterschied ausgemacht haben. Von sechs Siegen bei denen er mitgespielt hat, hat er nur in drei Spielen das entscheidende Tor geschossen (ja, damit hat er drei Spiele mehr entschieden, als wir überhaupt gewonnen haben).

Daher stellt sich mich hier eher die Frage: Was haben die Konkurrenten um Kiel, SVS, FCI (der ja mehr Spiele in der Rückrunde gewonnen hat als wir) und HRO anders gemacht, wenn deren offensive Winterneuzugänge nicht dafür verantwortlich sind, dass sie die Kurve bekommen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 11.04.2022 um 20:19 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.