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Peter Bosz
Geburtsdatum 21.11.1963
Alter 62
Nat. Niederlande  Niederlande
Funktion Trainer
Akt. Verein PSV Eindhoven

Peter Bosz [Trainer]

06.06.2017 - 13:06 Uhr
Peter Bosz [Trainer] |#2141
20.09.2017 - 22:04 Uhr
Auba, hoffentlich tut der nicht nochmal weh, den muss er machen.

Hups, falscher Thread.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vero-amore am 20.09.2017 um 22:09 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#2142
20.09.2017 - 22:38 Uhr
Bei 13-0 Tore und 13 Punkte nach 5 Spieltagen sollte es eigentlich nichts zu kritisieren geben, allerdings möchte ich zum Spiel heute schon was anmerken.

Ich finde Bosz sollte gucken dass er sich auch was für das hohe Anlaufen von Gegnern einfallen lassen sollte. Zwar wird nicht jeder wie der HSV so mutig versuchen zuzustellen, aber das ein oder andere Team sicherlich und dann kann die Antwort nicht sein dass wir ständig lange Bälle von Bürki bekommen. Da muss sich mit Bewegung ohne Ball, Positionswechsel und auch Raumaufteilung einfach die Optionen schaffen um auch mal rausspielen zu können, natürlich nicht immer, aber kann nicht sein dass man nur noch lang schlägt.

So einziger Kritikpunkt von mir, auch wenn(auch nach Aussagen der Spieler und Zorc) man etwas überrascht war dass der HSV so mutig agieren wird, Bosz muss das auf der Rechnung haben.
Peter Bosz [Trainer] |#2143
20.09.2017 - 22:49 Uhr
Was mir bisher unter Bosz am besten gefällt ist der Matchplan. Er ist sehr klar vorgegeben und wird rund um die Uhr durchgezogen, egal wer spielt oder wie der Gegner eingestellt ist.

Das hatte ich oft bei den Bayern bewundert und bei uns unter Tuchel vermisst. Da haben wir immer die beste Lösung gesucht, auch wenn das manchmal nicht gelingen wollte, machten wir trotzdem so weiter.
Unter Bosz ist das anders. Wir spielen unser Spiel und bringen den Ball durch Zentrum immer schnell auf die Außen und die geben dann Vollgas. Und das machen wir so lange, bis die Tore schlussendlich fallen. Manchmal aufgrund individueller Qualität, manchmal aber auch aufgrund dessen, dass wir die Gegner immer und immer wieder vor die selben Probleme stellen, bis mal einer gelingt oder die Mannschaft mürbe gespielt wird und so der Ball irgendwann im Netz landet.

Bei Bayern hatte man inmer den Eindruck, dass sie so lange ihre Spielzüge durchgehen, bis das Tor fällt. Das scheint bei uns im Ansatz ebenfalls zu funktionieren.

Mal schauen, ob wir das in Zukunft auch gegen große Gegner hinbekommen. An der individuellen Klasse wird es, mMn, zumindest nicht scheitern. daumen-hoch

•     •     •

07.11.2013 - 01.06.2023 †
Jack, der beste Hund der Welt.

ehemals: MR1708

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MR1708 am 20.09.2017 um 22:50 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#2144
20.09.2017 - 23:10 Uhr
Die Rotation scheint ihm ebenfalls gut zu gelingen. Liegt auch daran, dass DAs system bleibt und es eine Achse gibt die immer spielt. Interessant wird sein, ob er mit der Zeit auch sahin oder auba rausrotiert, wenn die langzeitverletzten zurück sind.
Peter Bosz [Trainer] |#2145
21.09.2017 - 02:40 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Zitat von Kloppo2107

Zitat von Fibonacci1123

Mich stört eine Sache an Bosz. Aber das war unter Klopp und Tuchel auch nicht besser sei dazu gesagt.
Wenn die Bayern 1:0 in Führung liegen, ist das Spiel quasi gelaufen. Die schalten dann klug in den Verwalter-Modus.
Wenn wir 1:0 führen, dann spielen wir weiter heillos nach vorn als würde es 0:0 oder 0:1 stehen. Bosz lässt trotz Führung auswärts in Hamburg unverändert hoch verteidigen und lädt den zurückliegenden Gegner zu Kontern ein. Das ist doch eindimensional ohne Ende!
Wir müssen doch unser Spiel an die Spielsituation adaptieren. Ich habe schon Zweifel, dass es lange erfolgreich läuft, falls wir immer nach Plan A spielen sollten. Ist sicherlich noch etwas zu früh für ein Urteil, aber die Tendenz finde ich schon etwas bedenklich.


Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung. Diese Lethargie-Phasen waren unter Klopp ausgeprägt, hatten aber unter Tuchel ihren absoluten Höhepunkt. Letzte Saison war es eher unkonzentriertes Querpassen ohne große Offensive, ich hatte eher das Gefühl das man eine knappe Führung verwalten wollte, es aber nicht konnte.

Unter Bosz bleibt die Intensität in Pressing auch bei Führung hoch, man geht zielstrebig auf das zweite Tor und minimiert so diese BVB typische Lethargie. Unterm Strich gefällt mir diese konstant hohe Intensität sehr gut, ob gleich ich mir noch etwas mehr kontrolliertes Ballbesitzspiel wünschen würde, wie man heute gegen den HSV analog zu Tottenham wieder sieht, sehe wir bei gegnerischem Pressing nicht gut aus.


Mag besser sein als vorher, weil wir nach Führung immerhin vorne gefährlich bleiben. Nur ist es nicht optimal, weil wir hinten auch anfällig bleiben.

Ich wünsche mir schon lange, ein unaufgeregtes, cooles Verwalten wie es die Bayern und Italiener schon immer tun. Das ist auch nicht eine Frage der individuellen Qualität. Schau dir mal die italienische Nationalmannschaft im Laufe der Jahrzehnte an. Die hatten selten die besten Einzelspieler, aber wenn die mal in Führung lagen haben sie uns stürmische Deutsche fast immer auseinander genommen. Diese Spielintelligenz will ich beim BVB sehen. Das gewinnt Meisterschaften.
Wir sind traditionell eher eine 5:1, 4:0, 0:1 Mannschaft, was zwar unterhaltsam aber ergebnistechnisch nicht optimal ist.


Ja, ja, ich wünsche mir schon lange ein total ödes Spiel, wo ich nach der 1:0 Führung in der 13. Minute ins Bett gehen kann. Das ist Fussball wie ich ihn liebe.augen-zuhalten

•     •     •

„So wie GELB immer ein Licht mit sich führt, so kann man sagen, daß BLAU immer etwas Dunkles mit sich führe. Diese Farbe macht für das Auge eine sonderbare und fast unaussprechliche Wirkung. Sie ist als Farbe eine Energie; allein sie steht auf der negativen Seite und ist in ihrer höchsten Reinheit gleichsam ein reizendes Nichts.“

Johann Wolfgang von Goethe



In Klopp we trust
Peter Bosz [Trainer] |#2146
21.09.2017 - 06:39 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Zitat von Kloppo2107

Zitat von Fibonacci1123

Mich stört eine Sache an Bosz. Aber das war unter Klopp und Tuchel auch nicht besser sei dazu gesagt.
Wenn die Bayern 1:0 in Führung liegen, ist das Spiel quasi gelaufen. Die schalten dann klug in den Verwalter-Modus.
Wenn wir 1:0 führen, dann spielen wir weiter heillos nach vorn als würde es 0:0 oder 0:1 stehen. Bosz lässt trotz Führung auswärts in Hamburg unverändert hoch verteidigen und lädt den zurückliegenden Gegner zu Kontern ein. Das ist doch eindimensional ohne Ende!
Wir müssen doch unser Spiel an die Spielsituation adaptieren. Ich habe schon Zweifel, dass es lange erfolgreich läuft, falls wir immer nach Plan A spielen sollten. Ist sicherlich noch etwas zu früh für ein Urteil, aber die Tendenz finde ich schon etwas bedenklich.


Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung. Diese Lethargie-Phasen waren unter Klopp ausgeprägt, hatten aber unter Tuchel ihren absoluten Höhepunkt. Letzte Saison war es eher unkonzentriertes Querpassen ohne große Offensive, ich hatte eher das Gefühl das man eine knappe Führung verwalten wollte, es aber nicht konnte.

Unter Bosz bleibt die Intensität in Pressing auch bei Führung hoch, man geht zielstrebig auf das zweite Tor und minimiert so diese BVB typische Lethargie. Unterm Strich gefällt mir diese konstant hohe Intensität sehr gut, ob gleich ich mir noch etwas mehr kontrolliertes Ballbesitzspiel wünschen würde, wie man heute gegen den HSV analog zu Tottenham wieder sieht, sehe wir bei gegnerischem Pressing nicht gut aus.


Mag besser sein als vorher, weil wir nach Führung immerhin vorne gefährlich bleiben. Nur ist es nicht optimal, weil wir hinten auch anfällig bleiben.

Ich wünsche mir schon lange, ein unaufgeregtes, cooles Verwalten wie es die Bayern und Italiener schon immer tun. Das ist auch nicht eine Frage der individuellen Qualität. Schau dir mal die italienische Nationalmannschaft im Laufe der Jahrzehnte an. Die hatten selten die besten Einzelspieler, aber wenn die mal in Führung lagen haben sie uns stürmische Deutsche fast immer auseinander genommen. Diese Spielintelligenz will ich beim BVB sehen. Das gewinnt Meisterschaften.
Wir sind traditionell eher eine 5:1, 4:0, 0:1 Mannschaft, was zwar unterhaltsam aber ergebnistechnisch nicht optimal ist.


Nicht unironisch nach 5 Spielen zu 0 hinten von anfällig zu sprechen. Vor allem, weil die Gegner auch nicht besonders viele gute Chancen hatten, wenn ich mich richtig entsinne.

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Peter Bosz [Trainer] |#2147
21.09.2017 - 07:05 Uhr
Zitat von Faxmonkey

Zitat von Fibonacci1123

Zitat von Kloppo2107

Zitat von Fibonacci1123

Mich stört eine Sache an Bosz. Aber das war unter Klopp und Tuchel auch nicht besser sei dazu gesagt.
Wenn die Bayern 1:0 in Führung liegen, ist das Spiel quasi gelaufen. Die schalten dann klug in den Verwalter-Modus.
Wenn wir 1:0 führen, dann spielen wir weiter heillos nach vorn als würde es 0:0 oder 0:1 stehen. Bosz lässt trotz Führung auswärts in Hamburg unverändert hoch verteidigen und lädt den zurückliegenden Gegner zu Kontern ein. Das ist doch eindimensional ohne Ende!
Wir müssen doch unser Spiel an die Spielsituation adaptieren. Ich habe schon Zweifel, dass es lange erfolgreich läuft, falls wir immer nach Plan A spielen sollten. Ist sicherlich noch etwas zu früh für ein Urteil, aber die Tendenz finde ich schon etwas bedenklich.


Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung. Diese Lethargie-Phasen waren unter Klopp ausgeprägt, hatten aber unter Tuchel ihren absoluten Höhepunkt. Letzte Saison war es eher unkonzentriertes Querpassen ohne große Offensive, ich hatte eher das Gefühl das man eine knappe Führung verwalten wollte, es aber nicht konnte.

Unter Bosz bleibt die Intensität in Pressing auch bei Führung hoch, man geht zielstrebig auf das zweite Tor und minimiert so diese BVB typische Lethargie. Unterm Strich gefällt mir diese konstant hohe Intensität sehr gut, ob gleich ich mir noch etwas mehr kontrolliertes Ballbesitzspiel wünschen würde, wie man heute gegen den HSV analog zu Tottenham wieder sieht, sehe wir bei gegnerischem Pressing nicht gut aus.


Mag besser sein als vorher, weil wir nach Führung immerhin vorne gefährlich bleiben. Nur ist es nicht optimal, weil wir hinten auch anfällig bleiben.

Ich wünsche mir schon lange, ein unaufgeregtes, cooles Verwalten wie es die Bayern und Italiener schon immer tun. Das ist auch nicht eine Frage der individuellen Qualität. Schau dir mal die italienische Nationalmannschaft im Laufe der Jahrzehnte an. Die hatten selten die besten Einzelspieler, aber wenn die mal in Führung lagen haben sie uns stürmische Deutsche fast immer auseinander genommen. Diese Spielintelligenz will ich beim BVB sehen. Das gewinnt Meisterschaften.
Wir sind traditionell eher eine 5:1, 4:0, 0:1 Mannschaft, was zwar unterhaltsam aber ergebnistechnisch nicht optimal ist.


Nicht unironisch nach 5 Spielen zu 0 hinten von anfällig zu sprechen. Vor allem, weil die Gegner auch nicht besonders viele gute Chancen hatten, wenn ich mich richtig entsinne.


Ich weiß auch nicht, ob es jedermanns Vorstellung von Fussball sein muß, wie die italienische Nationalmannschaft zu spielen. Zumal deren Erfolgsquote auch höchst unbeständig ist, wenn ich mir ihre Turnierteilnahmen (bzw. nicht-) angucke. Mag sein dass es Meisterschaften gewinnt, mag aber sein dass man dafür auch lange saure Gurken-Phasen mit häßlichem Fussball ertragen würde müssen. Generell finde ich auch, dass man bei einer Führung gerne mal - Dortmund kann ja super kontern - dem Gegner den mühsamen Spielaufbau überlassen sollte. Allerdings finde ich das nicht allzu zielführend, wenn man damit noch mehr als eine Halbzeit überstehen muss. Damit macht man den Gegner stark und man selber ist zum Reagieren gezwungen. Außerdem ist es auch nicht unbedingt kraftsparender, wenn man den Gegner im eigenen Ballbesitz bis zur Mittellinie rein reaktiv vom Weiterkommen abhält - das ist auch ganz schön Laufarbeit. Was dagegen meiner Meinung nach schon und immer Sinn macht: Wenn man führt, darf man gerne mal das Risiko von Ballverlusten reduzieren. Wir haben unter Klopp, aber auch teils unter Tuchel, bei eigener Führung viel zu riskantes Vertikalspiel probiert, statt einfach einmal mehr hinten rum zu verlagern, dem Gegner den Ball zu verwehren und ihn laufen zu lassen. Wenn man führt, hat man Zeit und keinen Druck. Aber natürlich setzt das voraus, dass die ganze Mannschaft im Hinblick auf Positionsspiel und Passischerheit wirklich wirklich stark ist. Und das sind dann vielleicht de Prozente, die einen BVB im Normalfall von Bayern oder Barca unterscheiden. Wir spielen halt weiter, als stünde es 0:0 weil wir geeicht sind, auf Sieg zu spielen und Verwaltung nicht sicher genug beherrschen ... die These könnte man jedenfalls einfach mal aufstellen, weiß nicht, ob die haltbar wäre.
Jedenfalls ist Verwaltung auch immer ein Rhytmus-Ding. Und die Bayern z.B. unter Pep haben, wenn sie den Verwaltungsmodus erstmal anhatten, oft auch den Gang höher nicht mehr eingelegt gekriegt, sollte man evtl. auch mal bedenken.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von gelbschreib am 21.09.2017 um 07:08 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#2148
21.09.2017 - 07:23 Uhr
Egal ob wir erster , zweiter oder dritter werden. Ob wir die CL Gruppe überstehen, oder in der schweren Gruppe nur Rang 3 erreichen.
Wenn mein Kumpel anruft, und sagt ...Hey komm rüber, lass uns sky schauen (weil an Karten zur Zeit kommen ist ja nun nicht janz easy), dann freu ich mich wieder auf BVB Fussball. Das war zuletzt etwas eingeschlafen. Da passiert was auf dem Platz, da ist Tempo drin,...Kampf......und es geht nur mit dem Ziel nach vorne.
Wenn ich facebook hätte, würde ich "dauerliken" Mir gefällts !daumen-hochdaumen-hochdaumen-hochdaumen-hoch

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chapi Povlsen
Möller Reus
Zorc Sousa

Dede Kohler Cesar Piszczek

Klos

BANK: Subotic, Kuba; ,Rosicky ,Freund, Heinrich, Weidenf, Riedle, Mill, Sammer,
"Die Einstellung ist wichtiger als die Aufstellung". (M.Sammer)
Peter Bosz [Trainer] |#2149
21.09.2017 - 07:25 Uhr
Zitat von gelbschreib
Zitat von Faxmonkey

Zitat von Fibonacci1123

Zitat von Kloppo2107

Zitat von Fibonacci1123

Mich stört eine Sache an Bosz. Aber das war unter Klopp und Tuchel auch nicht besser sei dazu gesagt.
Wenn die Bayern 1:0 in Führung liegen, ist das Spiel quasi gelaufen. Die schalten dann klug in den Verwalter-Modus.
Wenn wir 1:0 führen, dann spielen wir weiter heillos nach vorn als würde es 0:0 oder 0:1 stehen. Bosz lässt trotz Führung auswärts in Hamburg unverändert hoch verteidigen und lädt den zurückliegenden Gegner zu Kontern ein. Das ist doch eindimensional ohne Ende!
Wir müssen doch unser Spiel an die Spielsituation adaptieren. Ich habe schon Zweifel, dass es lange erfolgreich läuft, falls wir immer nach Plan A spielen sollten. Ist sicherlich noch etwas zu früh für ein Urteil, aber die Tendenz finde ich schon etwas bedenklich.


Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung. Diese Lethargie-Phasen waren unter Klopp ausgeprägt, hatten aber unter Tuchel ihren absoluten Höhepunkt. Letzte Saison war es eher unkonzentriertes Querpassen ohne große Offensive, ich hatte eher das Gefühl das man eine knappe Führung verwalten wollte, es aber nicht konnte.

Unter Bosz bleibt die Intensität in Pressing auch bei Führung hoch, man geht zielstrebig auf das zweite Tor und minimiert so diese BVB typische Lethargie. Unterm Strich gefällt mir diese konstant hohe Intensität sehr gut, ob gleich ich mir noch etwas mehr kontrolliertes Ballbesitzspiel wünschen würde, wie man heute gegen den HSV analog zu Tottenham wieder sieht, sehe wir bei gegnerischem Pressing nicht gut aus.


Mag besser sein als vorher, weil wir nach Führung immerhin vorne gefährlich bleiben. Nur ist es nicht optimal, weil wir hinten auch anfällig bleiben.

Ich wünsche mir schon lange, ein unaufgeregtes, cooles Verwalten wie es die Bayern und Italiener schon immer tun. Das ist auch nicht eine Frage der individuellen Qualität. Schau dir mal die italienische Nationalmannschaft im Laufe der Jahrzehnte an. Die hatten selten die besten Einzelspieler, aber wenn die mal in Führung lagen haben sie uns stürmische Deutsche fast immer auseinander genommen. Diese Spielintelligenz will ich beim BVB sehen. Das gewinnt Meisterschaften.
Wir sind traditionell eher eine 5:1, 4:0, 0:1 Mannschaft, was zwar unterhaltsam aber ergebnistechnisch nicht optimal ist.


Nicht unironisch nach 5 Spielen zu 0 hinten von anfällig zu sprechen. Vor allem, weil die Gegner auch nicht besonders viele gute Chancen hatten, wenn ich mich richtig entsinne.


Ich weiß auch nicht, ob es jedermanns Vorstellung von Fussball sein muß, wie die italienische Nationalmannschaft zu spielen. Zumal deren Erfolgsquote auch höchst unbeständig ist, wenn ich mir ihre Turnierteilnahmen (bzw. nicht-) angucke. Mag sein dass es Meisterschaften gewinnt, mag aber sein dass man dafür auch lange saure Gurken-Phasen mit häßlichem Fussball ertragen würde müssen. Generell finde ich auch, dass man bei einer Führung gerne mal - Dortmund kann ja super kontern - dem Gegner den mühsamen Spielaufbau überlassen sollte. Allerdings finde ich das nicht allzu zielführend, wenn man damit noch mehr als eine Halbzeit überstehen muss. Damit macht man den Gegner stark und man selber ist zum Reagieren gezwungen. Außerdem ist es auch nicht unbedingt kraftsparender, wenn man den Gegner im eigenen Ballbesitz bis zur Mittellinie rein reaktiv vom Weiterkommen abhält - das ist auch ganz schön Laufarbeit. Was dagegen meiner Meinung nach schon und immer Sinn macht: Wenn man führt, darf man gerne mal das Risiko von Ballverlusten reduzieren. Wir haben unter Klopp, aber auch teils unter Tuchel, bei eigener Führung viel zu riskantes Vertikalspiel probiert, statt einfach einmal mehr hinten rum zu verlagern, dem Gegner den Ball zu verwehren und ihn laufen zu lassen. Wenn man führt, hat man Zeit und keinen Druck. Aber natürlich setzt das voraus, dass die ganze Mannschaft im Hinblick auf Positionsspiel und Passischerheit wirklich wirklich stark ist. Und das sind dann vielleicht de Prozente, die einen BVB im Normalfall von Bayern oder Barca unterscheiden. Wir spielen halt weiter, als stünde es 0:0 weil wir geeicht sind, auf Sieg zu spielen und Verwaltung nicht sicher genug beherrschen ... die These könnte man jedenfalls einfach mal aufstellen, weiß nicht, ob die haltbar wäre.
Jedenfalls ist Verwaltung auch immer ein Rhytmus-Ding. Und die Bayern z.B. unter Pep haben, wenn sie den Verwaltungsmodus erstmal anhatten, oft auch den Gang höher nicht mehr eingelegt gekriegt, sollte man evtl. auch mal bedenken.


Wir haben da ganz einfach eine andere Philosophie nehme ich mal stark an. Ich nenne es mal den unter Klopp häufig mit teilweise viel Herzblut gespielten Hau Ruck Fußball. Emotionen, Kampf, Konter und immer was für die Zuschauer.

Ich nenne dagenen die Pep ( Bayern ) und Tuchel ( BVB ) Strategie mal die sterile abgekochte Ballquerverschieberei Philosophie. Mit Geduld den Ball so lange hin und her und zurück Schieberei, bis die Chance da war und wenn die Bude gemacht wurde, war der Zuschauer ( ich zumindest ) meist eingepennt.

Mir gefällt Strategie 1 mal als reiner Konsument der Marke Fußball deutlich besser, da attraktiver und unterhaltsamer. Das jedes system auch mal nicht so gut funktioniert ist logisch ( Tuchel in Liverpool 3 zu 4 ) , Bosz in Tottenham 1 zu 3 und bei Klopp war es auch nicht anders.

Es macht so oder so keinen Sinn darüber zu lementieren, wenn jedes System auch Rückschläge birgt. Gehe ich einmal nur davon aus, dass Bosz den einfachen Spaßfußball für die Jungs auf dem feld zurückbringen will, dann macht er alles richtig. Einfache Strukturen und drauf. Für ein Pressing des gegners haben wir schnelle und technisch gute Leute, die auch lamnge Bälle verarbeiten können. Kontern wir, weil wir tief stehen ebenfalls. Und kommen wir ins Pressen, haben wir eine gute Offensive, die das auch sehr gut lösen kann.

Was passiert, wenn man in alte Zeiten zurückfällt, sieht man gut gegegn Freiburg. Da sind wir in die ellenlangen langweiligen Ballstaffetten verfallen, ohne Zug zum Tor. Klar ist das auch dem gegner geschuldet ( massiv verteidigt ) aber genauso unattraktiv sähe doch die Ballsicherung bei Führungsverwaltung aus.

Das muss ich als BVB Fan und Fußballkonsument nicht haben. Zumal der Erfolg Bosz momentan eh bestätigt.
Peter Bosz [Trainer] |#2150
21.09.2017 - 09:51 Uhr
Zitat von Joooergi
Zitat von gelbschreib

Zitat von Faxmonkey

Zitat von Fibonacci1123

Zitat von Kloppo2107

Zitat von Fibonacci1123

Mich stört eine Sache an Bosz. Aber das war unter Klopp und Tuchel auch nicht besser sei dazu gesagt.
Wenn die Bayern 1:0 in Führung liegen, ist das Spiel quasi gelaufen. Die schalten dann klug in den Verwalter-Modus.
Wenn wir 1:0 führen, dann spielen wir weiter heillos nach vorn als würde es 0:0 oder 0:1 stehen. Bosz lässt trotz Führung auswärts in Hamburg unverändert hoch verteidigen und lädt den zurückliegenden Gegner zu Kontern ein. Das ist doch eindimensional ohne Ende!
Wir müssen doch unser Spiel an die Spielsituation adaptieren. Ich habe schon Zweifel, dass es lange erfolgreich läuft, falls wir immer nach Plan A spielen sollten. Ist sicherlich noch etwas zu früh für ein Urteil, aber die Tendenz finde ich schon etwas bedenklich.


Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung. Diese Lethargie-Phasen waren unter Klopp ausgeprägt, hatten aber unter Tuchel ihren absoluten Höhepunkt. Letzte Saison war es eher unkonzentriertes Querpassen ohne große Offensive, ich hatte eher das Gefühl das man eine knappe Führung verwalten wollte, es aber nicht konnte.

Unter Bosz bleibt die Intensität in Pressing auch bei Führung hoch, man geht zielstrebig auf das zweite Tor und minimiert so diese BVB typische Lethargie. Unterm Strich gefällt mir diese konstant hohe Intensität sehr gut, ob gleich ich mir noch etwas mehr kontrolliertes Ballbesitzspiel wünschen würde, wie man heute gegen den HSV analog zu Tottenham wieder sieht, sehe wir bei gegnerischem Pressing nicht gut aus.


Mag besser sein als vorher, weil wir nach Führung immerhin vorne gefährlich bleiben. Nur ist es nicht optimal, weil wir hinten auch anfällig bleiben.

Ich wünsche mir schon lange, ein unaufgeregtes, cooles Verwalten wie es die Bayern und Italiener schon immer tun. Das ist auch nicht eine Frage der individuellen Qualität. Schau dir mal die italienische Nationalmannschaft im Laufe der Jahrzehnte an. Die hatten selten die besten Einzelspieler, aber wenn die mal in Führung lagen haben sie uns stürmische Deutsche fast immer auseinander genommen. Diese Spielintelligenz will ich beim BVB sehen. Das gewinnt Meisterschaften.
Wir sind traditionell eher eine 5:1, 4:0, 0:1 Mannschaft, was zwar unterhaltsam aber ergebnistechnisch nicht optimal ist.


Nicht unironisch nach 5 Spielen zu 0 hinten von anfällig zu sprechen. Vor allem, weil die Gegner auch nicht besonders viele gute Chancen hatten, wenn ich mich richtig entsinne.


Ich weiß auch nicht, ob es jedermanns Vorstellung von Fussball sein muß, wie die italienische Nationalmannschaft zu spielen. Zumal deren Erfolgsquote auch höchst unbeständig ist, wenn ich mir ihre Turnierteilnahmen (bzw. nicht-) angucke. Mag sein dass es Meisterschaften gewinnt, mag aber sein dass man dafür auch lange saure Gurken-Phasen mit häßlichem Fussball ertragen würde müssen. Generell finde ich auch, dass man bei einer Führung gerne mal - Dortmund kann ja super kontern - dem Gegner den mühsamen Spielaufbau überlassen sollte. Allerdings finde ich das nicht allzu zielführend, wenn man damit noch mehr als eine Halbzeit überstehen muss. Damit macht man den Gegner stark und man selber ist zum Reagieren gezwungen. Außerdem ist es auch nicht unbedingt kraftsparender, wenn man den Gegner im eigenen Ballbesitz bis zur Mittellinie rein reaktiv vom Weiterkommen abhält - das ist auch ganz schön Laufarbeit. Was dagegen meiner Meinung nach schon und immer Sinn macht: Wenn man führt, darf man gerne mal das Risiko von Ballverlusten reduzieren. Wir haben unter Klopp, aber auch teils unter Tuchel, bei eigener Führung viel zu riskantes Vertikalspiel probiert, statt einfach einmal mehr hinten rum zu verlagern, dem Gegner den Ball zu verwehren und ihn laufen zu lassen. Wenn man führt, hat man Zeit und keinen Druck. Aber natürlich setzt das voraus, dass die ganze Mannschaft im Hinblick auf Positionsspiel und Passischerheit wirklich wirklich stark ist. Und das sind dann vielleicht de Prozente, die einen BVB im Normalfall von Bayern oder Barca unterscheiden. Wir spielen halt weiter, als stünde es 0:0 weil wir geeicht sind, auf Sieg zu spielen und Verwaltung nicht sicher genug beherrschen ... die These könnte man jedenfalls einfach mal aufstellen, weiß nicht, ob die haltbar wäre.
Jedenfalls ist Verwaltung auch immer ein Rhytmus-Ding. Und die Bayern z.B. unter Pep haben, wenn sie den Verwaltungsmodus erstmal anhatten, oft auch den Gang höher nicht mehr eingelegt gekriegt, sollte man evtl. auch mal bedenken.


Wir haben da ganz einfach eine andere Philosophie nehme ich mal stark an. Ich nenne es mal den unter Klopp häufig mit teilweise viel Herzblut gespielten Hau Ruck Fußball. Emotionen, Kampf, Konter und immer was für die Zuschauer.

Ich nenne dagenen die Pep ( Bayern ) und Tuchel ( BVB ) Strategie mal die sterile abgekochte Ballquerverschieberei Philosophie. Mit Geduld den Ball so lange hin und her und zurück Schieberei, bis die Chance da war und wenn die Bude gemacht wurde, war der Zuschauer ( ich zumindest ) meist eingepennt.

Mir gefällt Strategie 1 mal als reiner Konsument der Marke Fußball deutlich besser, da attraktiver und unterhaltsamer. Das jedes system auch mal nicht so gut funktioniert ist logisch ( Tuchel in Liverpool 3 zu 4 ) , Bosz in Tottenham 1 zu 3 und bei Klopp war es auch nicht anders.

Es macht so oder so keinen Sinn darüber zu lementieren, wenn jedes System auch Rückschläge birgt. Gehe ich einmal nur davon aus, dass Bosz den einfachen Spaßfußball für die Jungs auf dem feld zurückbringen will, dann macht er alles richtig. Einfache Strukturen und drauf. Für ein Pressing des gegners haben wir schnelle und technisch gute Leute, die auch lamnge Bälle verarbeiten können. Kontern wir, weil wir tief stehen ebenfalls. Und kommen wir ins Pressen, haben wir eine gute Offensive, die das auch sehr gut lösen kann.

Was passiert, wenn man in alte Zeiten zurückfällt, sieht man gut gegegn Freiburg. Da sind wir in die ellenlangen langweiligen Ballstaffetten verfallen, ohne Zug zum Tor. Klar ist das auch dem gegner geschuldet ( massiv verteidigt ) aber genauso unattraktiv sähe doch die Ballsicherung bei Führungsverwaltung aus.

Das muss ich als BVB Fan und Fußballkonsument nicht haben. Zumal der Erfolg Bosz momentan eh bestätigt.


Völlig okay diese Ansichten. Nur wünsche ich mir dann auch, dass man konsequent bleibt. Im STT geht's doch reihenweise ab, wenn man nach Führung immer noch hoch verteidigt und Konter einfängt. Da schimpfen die Leute reihenweise auf diesen "Harakiri"-Fußball.
Habe das Gefühl, dass im Fußball sehr viel Opportunismus herrscht. Sobald man eine Führung durch zu offensives Spiel verdaddelt, wird doch dann wieder auf Bosz geschimpft und warum er nicht nach Führung den Gegner auskontern lässt statt umgekehrt.

Ich meine niemanden hier speziell, aber ich denke euch ist dieses Muster auch schon aufgefallen.
Mir gefällt auf jeden Fall auch sehr gut, dass wir alle Angstgegner unter Bosz locker weghauen. Die Spiele gegen Köln, HSV usw. haben uns im Vergleich zu Bayern in den letzten Jahren so viele Punkte gekostet, dass Meisterschaften gar nicht möglich waren.

Interessant wird jedenfalls v.a. die CL unter Bosz. Ich fürchte, da wird er noch etwas Lehrgeld zahlen. Gegen Tottenham hatten wir immerhin ein Warnsignal. So naiv ins offene Messer der Heimmannschaft, die über zwei schnelle Offensivspieler verfügt, zu laufen... das war schon erschreckend.

Ich habe jedoch große Hoffnung, dass wir auch in der CL überzeugen werden sobald die Verletzten zurück sind. Bosz' Spiel wird noch viel besser funktionieren, wenn wir keine Sicherheitslücken wie Pische mehr auf dem Feld haben. Ich weiß nicht mehr wann das bei ihm losging, aber seit ein paar Jahren verliert der andauernd Bälle in der Vorwärtsbewegung (durch riskante Pässe oder wie gestern unnötige Zweikämpfe), die dann direkt zu brandgefährlichen Chancen für den Gegner führen. Sobald Schmelzer, Guerreiro und Toljan zurück sind, dürfte diese Sicherheitslücke ebenfalls geschlossen sein.
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