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Peter Bosz
Geburtsdatum 21.11.1963
Alter 62
Nat. Niederlande  Niederlande
Funktion Trainer
Akt. Verein PSV Eindhoven

Peter Bosz [Trainer]

06.06.2017 - 13:06 Uhr
Peter Bosz [Trainer] |#1711
05.09.2017 - 19:05 Uhr
Zitat von Matze_09
Zitat von mba123

Bosz macht auf mich einen sehr positiven Eindruck. Wie sein Verhältnis zur Mannschaft sein wird, warte ich noch ein bisschen ab. Bei Ajax lief wohl auch nicht alles reibungslos. Mal schauen, wie er kritischere Situationen meistern wird.


Die Probleme bei Ajax waren aber eher mit der sportlichen Führung bzw. genauer gesagt den Vereinslegenden, die dort wohl die absolute Wahrheit für sich beanspruchen. Von den Spielern habe ich eigentlich nur positives gelesen

Mit den Spielern, die abgegeben wurden, gab es, glaube ich, ein paar Probleme.
Ich weiß aber nicht, ob dies ausschließlich an den Spielern lag oder Bosz auch schwierig wird, wenn etwas nicht passt.
Peter Bosz [Trainer] |#1712
05.09.2017 - 19:06 Uhr
Zitat von Matze_09
Zitat von mba123

Bosz macht auf mich einen sehr positiven Eindruck. Wie sein Verhältnis zur Mannschaft sein wird, warte ich noch ein bisschen ab. Bei Ajax lief wohl auch nicht alles reibungslos. Mal schauen, wie er kritischere Situationen meistern wird.


Die Probleme bei Ajax waren aber eher mit der sportlichen Führung bzw. genauer gesagt den Vereinslegenden, die dort wohl die absolute Wahrheit für sich beanspruchen. Von den Spielern habe ich eigentlich nur positives gelesen


Er hat aber auch den ein oder anderen (hoffnungsvollen) abgesägt. Bin auch neugierig wie sich das mit der Zeit entwickelt.

Die Vereinslegenden, besonders eine, scheint aber dort auch immer wieder Öl ins Feuer zu gießen bzw. wie du schreibst den Anspruch auf die alleinige Wahrheit zu beanspruchen.

•     •     •

"Die Einstellung ist wichtiger als die Aufstellung.“ - Sammer

"Wer gut über Leute redet, dem geht es gut"

Für ein Netz ohne Hass!
Peter Bosz [Trainer] |#1713
05.09.2017 - 19:22 Uhr
Ich denke das jeder Trainer mit halbwegs Charakter bei einem ~30 Mann-Kader das eine oder andere mal aneckt.


Man kann es nicht jedem Spieler in jeder Situation zu 100% recht machen. Aber man kann alles höflich, logisch und vor allem menschlich erklären. Und ich glaube das Peter Bosz das absolut kann und wird.
Peter Bosz [Trainer] |#1714
06.09.2017 - 14:29 Uhr
Quelle: www.spox.com
Bosz geht mit dem BVB in die erste ernste Saisonphase
Phase zwei beginnt

[...]

Jetzt erst geht es ans Eingemachte, nach Freiburg steht mit dem Champions-League-Spiel in Wembley gegen Tottenham das erste Highlight der Saison an. Auf Bosz werden dann andere, neue Aufgaben zukommen.

Der Niederländer muss nicht nur seine drei Last-Minute-Einkäufe in die Mannschaft integrieren und an die speziellen Abläufe gewöhnen, die sein 4-3-3-Pressingsystem erfordern. Auch die zuletzt verletzten Leistungsträger Julian Weigl sowie Kapitän Marcel Schmelzer kehren nach der Länderspielpause zurück.
Artikel über Bosz und die anstehenden nächsten Spiele.

•     •     •

Impossible is just a big word thrown around by small men who find it easier to live the world they have been given than to explore the power they have to change it. Impossible is not a fact. It is an opinion. Impossible is not a declaration. It is a dare. Impossible is potential. Impossible is temporary. Impossible is nothing.
Peter Bosz [Trainer] |#1715
06.09.2017 - 18:51 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von Harlekin

Zitat von mba123

Zitat von Harlekin

Wenn (!) die Informationen aus dem Blöd-Artikel stimmen, dann passt das zu dem Eindruck, den man bisher gewinnen konnte über Bosz:

Der neue Trainer achtet offenbar auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Trainerteam und Mannschaft. Für mein Gefühl ist das auch unbedingt notwendig, wenn man eine Mannschaft (oder sich selbst) nicht in recht hohem Tempo verbrennen will.

Bosz' Verhalten scheint mir ganz klar darauf abzuzielen, 'menschliche' Lösungen zu finden. Die Trianingszeiten ein paar Tage vorher bekannt zu geben, schadet im Normalfall nicht. Und wenn mal der Baum brennt oder man kurzfristig umplanen muss, dann wird man das natürlich durchziehen und trotzdem kurzfristig was ändern. Es schadet aber der Mannschaft und den Trainingsplänen nicht oder nur im Promillebereich, wenn der Trainer die Trainingskorridore (!) frühzeitig benennt. Das Leben für die Spieler wird so aber planbarer, man fühlt sich weniger 'gegängelt', weniger 'ohnmächtig', respektiert etc.

Bei Geschichten wie Kritik hinter verschlossener Tür gilt das umso mehr. Da wird - offenbar - einfach der Respekt, den man haben muss vor anderen Menschen beachtet. Wir wollen im Betrieb auch nicht vor versammelter Mannschaft zur Sau gemacht werden. Das gehört sich auch nicht.

Wenn ich jetzt tippen müsste, würde ich schon auch sagen, dass genau dieses Verhalten bei Tuchel nicht oder in weit geringerem Maße gegeben war (ob das alles so stimmt, wie von der Blöd behauptet, sei mal dahingestellt). Und natürlich führt das dazu, dass die Mannschaft aufbegehrt. Und zwar vor allem die Spieler, die schon was erfahrener sind, die vernünftig behandelt werden wollen und die nicht noch eigentlich Schulkinder wären (die also auch noch gar nicht zwingend den Anspruch oder Willen haben, selbständig sein zu dürfen).

Wie soll das denn unter Tuchel abgelaufen sein?
Es wird doch kaum so gewesen sein, dass die Spieler keine Ahnung hatten, ob sie nun in zwei Tagen frei haben oder sechs Stunden trainieren müssen. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass es da keine Regelmäßigkeit gab. Vielleicht hat sich Tuchel nur bezüglich der Trainingsinhalte nicht festgelegt, ansonsten aber mehr oder weniger feste Trainingszeiten?

Wie kritisierte Tuchel einzelne Spieler vor der Mannschaft?
Beispielsweise wird quasi jeder Trainer auf dem Platz mal laut und faltet einzelne Spieler mal zusammen. Wahrscheinlich ist das bei Bosz im Vergleich viel weniger der Fall, da er ein ruhiger, umgänglicher Typ zu sein scheint. Aber ob Tuchel's Verhalten im Training deswegen gleich unmenschlich war? Oder, wie Du schreibst, "natürlich dazu führt, dass die Mannschaft aufbegehrt"?

Der Artikel ist für mich zu sehr "Schwarz-Weiß-Zeichnen" (wie bei Bild üblich). Hier soll jeder Aspekt eines ungeliebten Trainers besonders negativ dargestellt werden. Ich denke nicht, dass alles so schlimm für die Spieler war wie von der Bild suggeriert.

Nebenbei bemerkt finde ich es gut, wenn der Trainer auch auf die Ernährung seiner Spieler achtet. Spätestens seitdem Hummel's Fehlverhalten diesbezüglich bekannt ist, bin ich ein starker Befürworter dieser Regelung.


Mehrere Punkte:
- Ich weiß nicht, wie das Zeitmanagement unter Tuchel abgelaufen ist. Wenn ich davon ausgehe, dass die Bild sich nicht komplett etwas aus den Fingern saugt (machen sie zwar auch hin und wieder; meistens spitzen sie ja Informationen extrem zu und 'vereinseitigen' sie im Sinne ihrer Kampagne) und wenn ich das nun auf einen normalen Trainingsalltag beziehe und mir Tuchel als Trainer imaginiere: Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Tuchel die Spieler gerne a) lange und b) mit offenem Ende auf dem Trainingsgelände hatte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er zumindest das Ende eines Trainings erst am Vortag bestimmt hat bzw. dass Tuchel sehr individuell und 'spontan' hat trainieren lassen. Denn Tuchel ist ein Perfektionist, ein Getriebener, der ja gerade nicht in fixierten Bahnen agieren will (was ja auch seine Stärken sind). Ein Beispiel zu c), dem flexiblen Trainingsbeginn: Da bemerkst Du im Training, dass eine Übung noch nicht sitzt, die aber morgen Grundlage für Deine komplexere Übung sein soll. Die wiederum soll das Spiel am nächsten Wochenende vorbereiten. Tuchel hat dann einfach das Training etwas früher angesetzt, um das Programm durchzukriegen. Vergleichbares lässt sich auch für Trainingsintensitäten und -umfänge sagen (Stichwort Belastungssteuerung, die Tuchel ja infolge von ständigem Messen der Daten sehr groß geschrieben hat...).

Tuchel wird sich nicht gedacht haben: Ich Gagamel stecke die Schlümpfe möglichst lange in den Trainingsplatzsack. Das ist natürlich Quark. Sondern er wird sachliche Gründe gehabt haben, die man auch nachvollziehen kann. Dennoch hat ein solches Verhalten ja auch Folgen. Ein Chef, der Dich Arbeitszeiterfassung betreiben lässt, auch wenn Du ständig/mehrheitlich Außendienst hast - und also dann viel Papierkram erledigen musst, nur um die Arbeitszeiterfassung korrekt zu halten, 'nervt'. Das mag wohlbegründet sein - und berechtigt sowie gerechtfertigt. Es 'nervt' trotzdem.

- Spielerkritik: Es geht immer um die Fragen von Grundsatzkritik (salopp z.B.: "da muss mehr kommen, taktisch unkonzentriert in letzter Zeit, lass dich nicht so hängen, was ist los mit dir") und konkreter Kritik in einer Situation auf dem Feld: Bei zweiterem rufst Du als Trainer rein oder besprichst das im Kreis. Natürlich. Aber ersteres ist auch notwendig. Natürlich. Und sowas kannst Du eher 'öffentlich' machen oder eher 'privat'. Und Tuchel hat das - das pfeifen zumindest auch jenseits der Bild die Gerüchtespatzen von den Dächern - eher öffentlich gemacht und wohl bei einigen Spielern durchaus auch mal 'bevorzugt'. Das mag einen psychologischen Sinn gehabt haben (den Spieler gegenüber der Mannschaft verpflichten oder was weiß ich was). Aber es bringt natürlich die Mannschaft einen Stück weit gegen den Trainer auf: Es ist einfach unschöner Umgang.

- S/W-Artikel: Natürlich ist das Bild des Artikels zu simpel. Es ist die Blöd. Und ich schreibe ja auch: Sofern man dem Artikel Glauben schenken darf. Ich nehme ihn nicht für voll. Allerdings fügt sich der Artikel auch ins Gesamtbild beider Trainer stimmig ein. Man kann also davon ausgehen, dass die Bild in dem Fall nicht einfach irgendwie 'draufloslügt' (was sie durchaus auch mal macht).

- Spielerernährung: Es gibt eine Differenz zwischen 'Drauf achten' und 'Ernährung vorschreiben'. Wichtig bei Ernäherung ist das, was hinten bei rauskommt. Ernährung ist zudem höchst individuell (das beginnt schon bei der Frage: Wann isst man wie viel?). Da apodiktische Regeln zu setzen, empfinden viele Spieler nicht zu Unrecht als bevormundend. Ein Ernährungsbewusstsein sollten Spieler allerdings schon haben - und ich bin mir sicher, dass Bosz auf einen leicht übergewichtigen Spieler zugehen würde und ihm hinter verschlossenen Türen ( zwinker ) die Leviten läse.

Ich denke auch nicht, dass die Bild alles frei erfunden hat. Die angesprochenen Unterschiede erscheinen mir glaubhaft und wurden eben auch schon von anderen Medien angesprochen. Mich stört halt nur die Interpretation, dass das vorher alles schlecht war und jetzt sind diese Punkte alle gut (und in Zukunft wahrscheinlich wieder schlecht). Bild typisch wird hier wieder Meinung gemacht.

Zum Zeitmanagement:
Dein Beispiel gefällt mir. Ich sehe das aber eher positiv. Wenn ein wichtiger Trainingsinhalt vermittelt werden muss, hängt man eben etwas Zeit hinten ran.
Vergleichbares wird auch den meisten Arbeitnehmern passieren. Das heißt aber noch nicht, dass man andauernd Überstunden abreißen muss oder seine Freizeit nicht planen kann, weil jederzeit die Arbeit rufen kann.
Tuchel wird die Spieler aufgrund der Belastungssteurung nicht überfordert haben und vermutlich nur etwas Flexibilität eingefordert haben. Aber das ist natürlich auch nur eine Einschätzung meinerseits. Mir geht es ja eher darum, dass der Bild Artikel viele Teile von Tuchel's Arbeit verurteilt, obwohl die genannten Fakten das nicht hergeben.

Zur Spielerkritik:
Tuchel wird, denke ich, sicherlich mal sehr unangenehm für einzelne Spieler gewesen sein. So schätze ich ihn auch als Typ ein. Aber waren das Einzelfälle oder war das eher Teil des täglichen Trainings?
Einige Spieler sprechen auch gut über Tuchel und in den Videos aus den Trainingslagern und was sonst noch verfügbar war, schien mir die Stimmung bei der täglichen Arbeit ebenfalls gut zu sein. Das machte auf mich nicht den Eindruck als wäre Tuchel die meiste Zeit als Unmensch unterwegs (vielleicht war es am Ende anders?).
Dieser Punkt wurde von der Bild allerdings nicht sehr drastisch formuliert. Hier bin ich eher darauf angesprungen, dass Du ein Aufbegehren der Mannschaft ins Spiel gebracht hast.

Wie bereits geschrieben, schätze ich Bosz als den im Umgang deutlich angenehmeren Trainer ein.

Zur Ernährung:
Hier kommt es für mich darauf an, was genau vorgegeben wurde. Auch wird Tuchel nicht komplett Kontrolle über die Ernährung der Spieler gehabt haben.
Ich weiß schlicht nicht, ob Tuchel's Vorgaben zu restriktiv waren und ob sie beispielsweise Hummels' "Frustessen" hätten verhindern können.
Ernährung ist aber ein Punkt, der, meiner Meinung nach, nicht vernachlässigt werden sollte. Die beste Art dies anzugehen, kenne ich aber nicht.
Ich erwarte jetzt aber auch keine besonderen Probleme, weil Bosz diesen Aspekt lockerer behandelt (Hummels spielt ja nicht mehr bei uns Zunge raus).


Bild möchte eben immer polarisieren und mich wundert es, dass so viele darauf anspringen (nicht nur auf diesen Artikel bezogen).

PS: Was soll mit "transzendentaler Meditation" gemeint sein?
Saßen die Spieler im Kreis und haben Mantras rezitiert? tongue


Was bringen solche Trainervergleiche? Letztlich sollen gerade von den Medien doch eh nur Trainer gepusht oder angegriffen werden. Wer will denn die Arbeit eines Trainers umfassend bewerten? Ein Journalist oder ein Fan von der Couch aus? Wohl nicht. Pep der Pedant, Magath, der Quälix, Klopp, der Kumpeltyp...das sind nur Schubladen.

Trainer haben unterschiedliche Charaktere. Logisch. Aber trotzdem vereinigen sie alle (zumindest die erfolgreichen) einige Dinge. Kein Trainer wird nur mit fachlichen Fähigkeiten erfolgreich sein. Jeder Trainer braucht Empathie, Motivationsfähigkeit und muss klare Regeln setzen können. Er muss Häuptling sein können und wollen. Eine kleine Rampensau...

Top-Trainer haben in aller Regel ein Konzept, das sie möglichst durchziehen wollen. Auch bei Gegenwind.

Zu den besprochenen Punkten. Zeitmanagement. Profis haben keine regulären Arbeitszeiten. Und auch keinen Dienstschluss. Weder Bosc, noch Tuchel, noch Klopp noch Nagelsmann wird mit Stechuhr arbeiten und wird aber auch nicht ständig groß überziehen. So was leiten "Journalisten" aus vermeintlichen Eigenschaften ab...ein Pep ist 24 Stunden am Tag angeblich für den Fußball lebt, erwartet dann eben auch selbstverständlich, dass die Profis noch die Einheit verlängert. Bullshit. Einheiten sind nicht umsonst so geplant, wie sie geplant sind.

Spielerkritik: Kein Spieler kann es sich erlauben, unfair zu Spieler zu sein. Diese zu demütigen oder anderes. Die Sache mit Schrey, die hier lustigerweise inzwischen Tuchel angelastet wird, ist doch auch ganz offenbar eine Erfindung der Bild, um eine Erklärung für das Aus Schrey zu bieten. Und diese muss dann besonders schmutzig sein.

Es gibt immer und überall unzufriedene Spieler. zu 90+ % sind das die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen. Je nach dem, wie angeschlagen ein Trainer gerade und/oder wie bekannt ein Spieler ist, kommen sie in den Medien mehr oder weniger zu Wort. Das ist doch seit Jahrzehnten Alltag.

Wie oft kommt es denn vor, dass sich eine Mannschaften gegen den Trainer stellt. Dieses angebliche gegen den Trainer spielen? Kommt vor. Aber selten. Viel öfter stellen sich die Spieler hinter ihren angeschlagenen Trainer.

Vor allem muss ein Trainer aber Ergebnisse liefern. Neben den fachlichen und sozialen Fähigkeiten braucht es dazu auch Glück und eben auch Vorgesetzten, die im Vertrauen schenken und arbeiten lassen. Man schaue mal nach Hamburg oder zu den anderen Blau/Weißen...so bald sich andere in die Arbeit des Trainers einmischen, ist es schnell vorbei.

Ernährung! Jedem Profi ist sein Essensplan vorgegeben. Mehr oder weniger. Ich weiß von den Bremern unter Schaaf, dass es ein Frühstücksbuffet gab und man gemeinsam Mittag gegessen habe. Abends war dann frei. Aber es gab Vorgaben. Trotzdem kann man hier sicher in der BuLi noch einiges herausholen. Im Extrem könnte man jedem Profi seine Ernährung ganz individuell und vollständig vorgeben.

Früher hat man über Ernährung gelacht. "Sauft´s weiter.." von Merkel. Vor wenigen Jahren hat man noch den Psychologen belächelt. Heute ist es die Meditation. Ein (Top)Trainer muss möglichst seiner Zeit voraus sein. Nicht jeder kann ein Michels, Sacchi oder Pep sein, aber die Top-Leute sind schon am Puls der Zeit. Nicht nur taktisch/strategisch...

Deshalb. Einfach das Schubladendenken der Boulevard-Medien vergessen und am Besten auch etwas mit dem Thema "Fußball" selbst beschäftigt und nicht dem Mainstream nach labert. Daher kommt solcher Unsinn wie eins der Lieblingsthema "Pischu wird immer schlechter/langsamer/älter". Oder zum Thema solche unsinnigen Wertungen, dass unter Tuchel ja so viele Systeme gespielt wurden und unter Bosz nicht und letzteres besser sei. Bullshit...
Peter Bosz [Trainer] |#1716
06.09.2017 - 21:16 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von mba123

Zitat von Harlekin

Zitat von mba123

Zitat von Harlekin

Wenn (!) die Informationen aus dem Blöd-Artikel stimmen, dann passt das zu dem Eindruck, den man bisher gewinnen konnte über Bosz:

Der neue Trainer achtet offenbar auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Trainerteam und Mannschaft. Für mein Gefühl ist das auch unbedingt notwendig, wenn man eine Mannschaft (oder sich selbst) nicht in recht hohem Tempo verbrennen will.

Bosz' Verhalten scheint mir ganz klar darauf abzuzielen, 'menschliche' Lösungen zu finden. Die Trianingszeiten ein paar Tage vorher bekannt zu geben, schadet im Normalfall nicht. Und wenn mal der Baum brennt oder man kurzfristig umplanen muss, dann wird man das natürlich durchziehen und trotzdem kurzfristig was ändern. Es schadet aber der Mannschaft und den Trainingsplänen nicht oder nur im Promillebereich, wenn der Trainer die Trainingskorridore (!) frühzeitig benennt. Das Leben für die Spieler wird so aber planbarer, man fühlt sich weniger 'gegängelt', weniger 'ohnmächtig', respektiert etc.

Bei Geschichten wie Kritik hinter verschlossener Tür gilt das umso mehr. Da wird - offenbar - einfach der Respekt, den man haben muss vor anderen Menschen beachtet. Wir wollen im Betrieb auch nicht vor versammelter Mannschaft zur Sau gemacht werden. Das gehört sich auch nicht.

Wenn ich jetzt tippen müsste, würde ich schon auch sagen, dass genau dieses Verhalten bei Tuchel nicht oder in weit geringerem Maße gegeben war (ob das alles so stimmt, wie von der Blöd behauptet, sei mal dahingestellt). Und natürlich führt das dazu, dass die Mannschaft aufbegehrt. Und zwar vor allem die Spieler, die schon was erfahrener sind, die vernünftig behandelt werden wollen und die nicht noch eigentlich Schulkinder wären (die also auch noch gar nicht zwingend den Anspruch oder Willen haben, selbständig sein zu dürfen).

Wie soll das denn unter Tuchel abgelaufen sein?
Es wird doch kaum so gewesen sein, dass die Spieler keine Ahnung hatten, ob sie nun in zwei Tagen frei haben oder sechs Stunden trainieren müssen. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass es da keine Regelmäßigkeit gab. Vielleicht hat sich Tuchel nur bezüglich der Trainingsinhalte nicht festgelegt, ansonsten aber mehr oder weniger feste Trainingszeiten?

Wie kritisierte Tuchel einzelne Spieler vor der Mannschaft?
Beispielsweise wird quasi jeder Trainer auf dem Platz mal laut und faltet einzelne Spieler mal zusammen. Wahrscheinlich ist das bei Bosz im Vergleich viel weniger der Fall, da er ein ruhiger, umgänglicher Typ zu sein scheint. Aber ob Tuchel's Verhalten im Training deswegen gleich unmenschlich war? Oder, wie Du schreibst, "natürlich dazu führt, dass die Mannschaft aufbegehrt"?

Der Artikel ist für mich zu sehr "Schwarz-Weiß-Zeichnen" (wie bei Bild üblich). Hier soll jeder Aspekt eines ungeliebten Trainers besonders negativ dargestellt werden. Ich denke nicht, dass alles so schlimm für die Spieler war wie von der Bild suggeriert.

Nebenbei bemerkt finde ich es gut, wenn der Trainer auch auf die Ernährung seiner Spieler achtet. Spätestens seitdem Hummel's Fehlverhalten diesbezüglich bekannt ist, bin ich ein starker Befürworter dieser Regelung.


Mehrere Punkte:
- Ich weiß nicht, wie das Zeitmanagement unter Tuchel abgelaufen ist. Wenn ich davon ausgehe, dass die Bild sich nicht komplett etwas aus den Fingern saugt (machen sie zwar auch hin und wieder; meistens spitzen sie ja Informationen extrem zu und 'vereinseitigen' sie im Sinne ihrer Kampagne) und wenn ich das nun auf einen normalen Trainingsalltag beziehe und mir Tuchel als Trainer imaginiere: Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Tuchel die Spieler gerne a) lange und b) mit offenem Ende auf dem Trainingsgelände hatte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er zumindest das Ende eines Trainings erst am Vortag bestimmt hat bzw. dass Tuchel sehr individuell und 'spontan' hat trainieren lassen. Denn Tuchel ist ein Perfektionist, ein Getriebener, der ja gerade nicht in fixierten Bahnen agieren will (was ja auch seine Stärken sind). Ein Beispiel zu c), dem flexiblen Trainingsbeginn: Da bemerkst Du im Training, dass eine Übung noch nicht sitzt, die aber morgen Grundlage für Deine komplexere Übung sein soll. Die wiederum soll das Spiel am nächsten Wochenende vorbereiten. Tuchel hat dann einfach das Training etwas früher angesetzt, um das Programm durchzukriegen. Vergleichbares lässt sich auch für Trainingsintensitäten und -umfänge sagen (Stichwort Belastungssteuerung, die Tuchel ja infolge von ständigem Messen der Daten sehr groß geschrieben hat...).

Tuchel wird sich nicht gedacht haben: Ich Gagamel stecke die Schlümpfe möglichst lange in den Trainingsplatzsack. Das ist natürlich Quark. Sondern er wird sachliche Gründe gehabt haben, die man auch nachvollziehen kann. Dennoch hat ein solches Verhalten ja auch Folgen. Ein Chef, der Dich Arbeitszeiterfassung betreiben lässt, auch wenn Du ständig/mehrheitlich Außendienst hast - und also dann viel Papierkram erledigen musst, nur um die Arbeitszeiterfassung korrekt zu halten, 'nervt'. Das mag wohlbegründet sein - und berechtigt sowie gerechtfertigt. Es 'nervt' trotzdem.

- Spielerkritik: Es geht immer um die Fragen von Grundsatzkritik (salopp z.B.: "da muss mehr kommen, taktisch unkonzentriert in letzter Zeit, lass dich nicht so hängen, was ist los mit dir") und konkreter Kritik in einer Situation auf dem Feld: Bei zweiterem rufst Du als Trainer rein oder besprichst das im Kreis. Natürlich. Aber ersteres ist auch notwendig. Natürlich. Und sowas kannst Du eher 'öffentlich' machen oder eher 'privat'. Und Tuchel hat das - das pfeifen zumindest auch jenseits der Bild die Gerüchtespatzen von den Dächern - eher öffentlich gemacht und wohl bei einigen Spielern durchaus auch mal 'bevorzugt'. Das mag einen psychologischen Sinn gehabt haben (den Spieler gegenüber der Mannschaft verpflichten oder was weiß ich was). Aber es bringt natürlich die Mannschaft einen Stück weit gegen den Trainer auf: Es ist einfach unschöner Umgang.

- S/W-Artikel: Natürlich ist das Bild des Artikels zu simpel. Es ist die Blöd. Und ich schreibe ja auch: Sofern man dem Artikel Glauben schenken darf. Ich nehme ihn nicht für voll. Allerdings fügt sich der Artikel auch ins Gesamtbild beider Trainer stimmig ein. Man kann also davon ausgehen, dass die Bild in dem Fall nicht einfach irgendwie 'draufloslügt' (was sie durchaus auch mal macht).

- Spielerernährung: Es gibt eine Differenz zwischen 'Drauf achten' und 'Ernährung vorschreiben'. Wichtig bei Ernäherung ist das, was hinten bei rauskommt. Ernährung ist zudem höchst individuell (das beginnt schon bei der Frage: Wann isst man wie viel?). Da apodiktische Regeln zu setzen, empfinden viele Spieler nicht zu Unrecht als bevormundend. Ein Ernährungsbewusstsein sollten Spieler allerdings schon haben - und ich bin mir sicher, dass Bosz auf einen leicht übergewichtigen Spieler zugehen würde und ihm hinter verschlossenen Türen ( zwinker ) die Leviten läse.

Ich denke auch nicht, dass die Bild alles frei erfunden hat. Die angesprochenen Unterschiede erscheinen mir glaubhaft und wurden eben auch schon von anderen Medien angesprochen. Mich stört halt nur die Interpretation, dass das vorher alles schlecht war und jetzt sind diese Punkte alle gut (und in Zukunft wahrscheinlich wieder schlecht). Bild typisch wird hier wieder Meinung gemacht.

Zum Zeitmanagement:
Dein Beispiel gefällt mir. Ich sehe das aber eher positiv. Wenn ein wichtiger Trainingsinhalt vermittelt werden muss, hängt man eben etwas Zeit hinten ran.
Vergleichbares wird auch den meisten Arbeitnehmern passieren. Das heißt aber noch nicht, dass man andauernd Überstunden abreißen muss oder seine Freizeit nicht planen kann, weil jederzeit die Arbeit rufen kann.
Tuchel wird die Spieler aufgrund der Belastungssteurung nicht überfordert haben und vermutlich nur etwas Flexibilität eingefordert haben. Aber das ist natürlich auch nur eine Einschätzung meinerseits. Mir geht es ja eher darum, dass der Bild Artikel viele Teile von Tuchel's Arbeit verurteilt, obwohl die genannten Fakten das nicht hergeben.

Zur Spielerkritik:
Tuchel wird, denke ich, sicherlich mal sehr unangenehm für einzelne Spieler gewesen sein. So schätze ich ihn auch als Typ ein. Aber waren das Einzelfälle oder war das eher Teil des täglichen Trainings?
Einige Spieler sprechen auch gut über Tuchel und in den Videos aus den Trainingslagern und was sonst noch verfügbar war, schien mir die Stimmung bei der täglichen Arbeit ebenfalls gut zu sein. Das machte auf mich nicht den Eindruck als wäre Tuchel die meiste Zeit als Unmensch unterwegs (vielleicht war es am Ende anders?).
Dieser Punkt wurde von der Bild allerdings nicht sehr drastisch formuliert. Hier bin ich eher darauf angesprungen, dass Du ein Aufbegehren der Mannschaft ins Spiel gebracht hast.

Wie bereits geschrieben, schätze ich Bosz als den im Umgang deutlich angenehmeren Trainer ein.

Zur Ernährung:
Hier kommt es für mich darauf an, was genau vorgegeben wurde. Auch wird Tuchel nicht komplett Kontrolle über die Ernährung der Spieler gehabt haben.
Ich weiß schlicht nicht, ob Tuchel's Vorgaben zu restriktiv waren und ob sie beispielsweise Hummels' "Frustessen" hätten verhindern können.
Ernährung ist aber ein Punkt, der, meiner Meinung nach, nicht vernachlässigt werden sollte. Die beste Art dies anzugehen, kenne ich aber nicht.
Ich erwarte jetzt aber auch keine besonderen Probleme, weil Bosz diesen Aspekt lockerer behandelt (Hummels spielt ja nicht mehr bei uns Zunge raus).


Bild möchte eben immer polarisieren und mich wundert es, dass so viele darauf anspringen (nicht nur auf diesen Artikel bezogen).

PS: Was soll mit "transzendentaler Meditation" gemeint sein?
Saßen die Spieler im Kreis und haben Mantras rezitiert? tongue


Was bringen solche Trainervergleiche? Letztlich sollen gerade von den Medien doch eh nur Trainer gepusht oder angegriffen werden. Wer will denn die Arbeit eines Trainers umfassend bewerten? Ein Journalist oder ein Fan von der Couch aus? Wohl nicht. Pep der Pedant, Magath, der Quälix, Klopp, der Kumpeltyp...das sind nur Schubladen.

Trainer haben unterschiedliche Charaktere. Logisch. Aber trotzdem vereinigen sie alle (zumindest die erfolgreichen) einige Dinge. Kein Trainer wird nur mit fachlichen Fähigkeiten erfolgreich sein. Jeder Trainer braucht Empathie, Motivationsfähigkeit und muss klare Regeln setzen können. Er muss Häuptling sein können und wollen. Eine kleine Rampensau...

Top-Trainer haben in aller Regel ein Konzept, das sie möglichst durchziehen wollen. Auch bei Gegenwind.

Zu den besprochenen Punkten. Zeitmanagement. Profis haben keine regulären Arbeitszeiten. Und auch keinen Dienstschluss. Weder Bosc, noch Tuchel, noch Klopp noch Nagelsmann wird mit Stechuhr arbeiten und wird aber auch nicht ständig groß überziehen. So was leiten "Journalisten" aus vermeintlichen Eigenschaften ab...ein Pep ist 24 Stunden am Tag angeblich für den Fußball lebt, erwartet dann eben auch selbstverständlich, dass die Profis noch die Einheit verlängert. Bullshit. Einheiten sind nicht umsonst so geplant, wie sie geplant sind.

Spielerkritik: Kein Spieler kann es sich erlauben, unfair zu Spieler zu sein. Diese zu demütigen oder anderes. Die Sache mit Schrey, die hier lustigerweise inzwischen Tuchel angelastet wird, ist doch auch ganz offenbar eine Erfindung der Bild, um eine Erklärung für das Aus Schrey zu bieten. Und diese muss dann besonders schmutzig sein.

Es gibt immer und überall unzufriedene Spieler. zu 90+ % sind das die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen. Je nach dem, wie angeschlagen ein Trainer gerade und/oder wie bekannt ein Spieler ist, kommen sie in den Medien mehr oder weniger zu Wort. Das ist doch seit Jahrzehnten Alltag.

Wie oft kommt es denn vor, dass sich eine Mannschaften gegen den Trainer stellt. Dieses angebliche gegen den Trainer spielen? Kommt vor. Aber selten. Viel öfter stellen sich die Spieler hinter ihren angeschlagenen Trainer.

Vor allem muss ein Trainer aber Ergebnisse liefern. Neben den fachlichen und sozialen Fähigkeiten braucht es dazu auch Glück und eben auch Vorgesetzten, die im Vertrauen schenken und arbeiten lassen. Man schaue mal nach Hamburg oder zu den anderen Blau/Weißen...so bald sich andere in die Arbeit des Trainers einmischen, ist es schnell vorbei.

Ernährung! Jedem Profi ist sein Essensplan vorgegeben. Mehr oder weniger. Ich weiß von den Bremern unter Schaaf, dass es ein Frühstücksbuffet gab und man gemeinsam Mittag gegessen habe. Abends war dann frei. Aber es gab Vorgaben. Trotzdem kann man hier sicher in der BuLi noch einiges herausholen. Im Extrem könnte man jedem Profi seine Ernährung ganz individuell und vollständig vorgeben.

Früher hat man über Ernährung gelacht. "Sauft´s weiter.." von Merkel. Vor wenigen Jahren hat man noch den Psychologen belächelt. Heute ist es die Meditation. Ein (Top)Trainer muss möglichst seiner Zeit voraus sein. Nicht jeder kann ein Michels, Sacchi oder Pep sein, aber die Top-Leute sind schon am Puls der Zeit. Nicht nur taktisch/strategisch...

Deshalb. Einfach das Schubladendenken der Boulevard-Medien vergessen und am Besten auch etwas mit dem Thema "Fußball" selbst beschäftigt und nicht dem Mainstream nach labert. Daher kommt solcher Unsinn wie eins der Lieblingsthema "Pischu wird immer schlechter/langsamer/älter". Oder zum Thema solche unsinnigen Wertungen, dass unter Tuchel ja so viele Systeme gespielt wurden und unter Bosz nicht und letzteres besser sei. Bullshit...

Es sind also alle Trainer in letzter Konsequenz gleich, oder wie ? Zumal ich den Bericht über die Enttuchelung gar nicht groß wertend empfunden habe. Bosz macht wohl ein paar offensichtliche Dinge anders. Und dann ? Gut, oder schlecht ? Das werden im Endeffekt die Ergebniss zeigen.Die Presse muss halt auch Seiten bringen und das was Bosz genau gleich macht wie TT wird wohl niemand interessieren. Dass erfolgreiche Trainer aber sicher Überschneidungen haben müssen, da bin ich schon bei dir - wobei wir noch nicht wissen ob Bosz erfolgreich wird. Aber das Bsp Kloppo und TT schon deutlich unterschiedlich sind kann nicht angezweifelt werden. Das hat dann auch nix mit Schubladen zu tun. Bisher gefällt mir der Bosz Fußball sehr gut und auf mich wirkt das Spiel auch freudiger und motivierter. Ist aber nur mein Eindruck.
Peter Bosz [Trainer] |#1717
06.09.2017 - 21:43 Uhr
Zitat von mbvbq


Es sind also alle Trainer in letzter Konsequenz gleich, oder wie ? Zumal ich den Bericht über die Enttuchelung gar nicht groß wertend empfunden habe. Bosz macht wohl ein paar offensichtliche Dinge anders. Und dann ? Gut, oder schlecht ? Das werden im Endeffekt die Ergebniss zeigen.Die Presse muss halt auch Seiten bringen und das was Bosz genau gleich macht wie TT wird wohl niemand interessieren. Dass erfolgreiche Trainer aber sicher Überschneidungen haben müssen, da bin ich schon bei dir - wobei wir noch nicht wissen ob Bosz erfolgreich wird. Aber das Bsp Kloppo und TT schon deutlich unterschiedlich sind kann nicht angezweifelt werden. Das hat dann auch nix mit Schubladen zu tun. Bisher gefällt mir der Bosz Fußball sehr gut und auf mich wirkt das Spiel auch freudiger und motivierter. Ist aber nur mein Eindruck.


Wo habe ich das bitte geschrieben? Nirgends? Ich habe doch nun wirklich nicht wenig geschrieben.
Pep der Pedant, Magath, der Quälix, Klopp, der Kumpeltyp...das sind nur Schubladen.

Trainer haben unterschiedliche Charaktere. Logisch. Aber trotzdem vereinigen sie alle (zumindest die erfolgreichen) einige Dinge. Kein Trainer wird nur mit fachlichen Fähigkeiten erfolgreich sein. Jeder Trainer braucht Empathie, Motivationsfähigkeit und muss klare Regeln setzen können. Er muss Häuptling sein können und wollen. Eine kleine Rampensau...

Top-Trainer haben in aller Regel ein Konzept, das sie möglichst durchziehen wollen. Auch bei Gegenwind. Es geht nicht um Spielphilosophien.

Enttuchelung? Was für ein unsinniges Wort? Tuchel war mit seiner Entlassung weg. Was macht denn Bosz so offensichtlich anders? 2015 stieg Tuchel mit 15 Punkten aus 5 Spielen ein. Gut, in der Saison hat man sehr stark gespielt. Dies mag bei Bosz auch so sein. Bislang haben wir zwei Spiele überzeugend gewonnen. Gegen sehr schwache Wobber, aber gut gestartete Berliner. Wer da schon gegenüber den zwei Jahren von Tuchel differenzieren kann, hat meinen Respekt. Ich denke aber mal, dass das hier niemand kann.

Ich bin ja hier schon dafür angefeindet worden, dass ich Bosz deutlich näher an Tuchel sehe als an Klopp und dies denke auch nachvollziehbar begründet habe. Aber das geht es ja nicht um die Realitäten, sondern um Sympathien...siehe auch das mit den oben angesprochenen mehreren Systemen Tuchels...

Mir ging es auch überhaupt nicht darum, wer erfolgreicher sein wird. Ich habe keine Kugel. Es ging mir darum klar zu machen, dass Trainer natürlich unterschiedliche Charaktere haben, andere Spielphilosophien (von denen es nicht sooo viele gibt) und diese unterschiedlich umsetzen. Aber ansonsten haben sie notwendigerweise alle ähnliche Skills, wie sie ihre Philosophien vermitteln können, wie man Menschen führt etc. pp....(siehe Schubläden).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bremer_Hesse am 06.09.2017 um 21:43 Uhr bearbeitet
Peter Bosz [Trainer] |#1718
08.09.2017 - 14:17 Uhr
Finde es schon gut, wie das Bosz auch auf PKs macht. Die Journalisten werden es schwer haben, ihm große Schlagzeilen oder Neuigkeiten zu entlocken. Er sagt alles sehr einfach und verständlich, aber im Grunde nichts, was man nicht bereits erwarten konnte.

Neu war heute nur für mich, dass er auch bereit ist, sein 4-3-3 mit einer Doppelsechs zu spielen. Dann ist das im Grunde einem 4-2-3-1 sehr ähnlich, wobei man dann nur noch darüber streiten könnte, ob der offensive Mittelfeldspieler ein 10er oder 8er ist.
Peter Bosz [Trainer] |#1719
08.09.2017 - 14:36 Uhr
Zitat von bavarianhunt
Finde es schon gut, wie das Bosz auch auf PKs macht. Die Journalisten werden es schwer haben, ihm große Schlagzeilen oder Neuigkeiten zu entlocken. Er sagt alles sehr einfach und verständlich, aber im Grunde nichts, was man nicht bereits erwarten konnte.

Neu war heute nur für mich, dass er auch bereit ist, sein 4-3-3 mit einer Doppelsechs zu spielen. Dann ist das im Grunde einem 4-2-3-1 sehr ähnlich, wobei man dann nur noch darüber streiten könnte, ob der offensive Mittelfeldspieler ein 10er oder 8er ist.


Das hatte sich aber schon in der Vorbereitung angedeutet, als Bosz Rode gut Spielzeit gab. Gegen gute Teams macht es ja auch Sinn, wenn Weigl + X einem Götze oder Dahoud den Rücken freihalten smile
Peter Bosz [Trainer] |#1720
08.09.2017 - 14:36 Uhr
jokeswithnames-Headlines Teil 1: In Dortmund gibt es Bosza Nova. ugly

Ich muss ja sagen, ich feiere Bosz mittlerweile hart. Das ist rhetorisch göttlich. Eine Mischung aus Nixsagenwollen und die Frage nicht voll verstehen.

Wie er einfach gar nix inhaltlich sagt über Spieler und komplett ausweicht:
Zu Yarmolenko: "hat viele Qualitäten!"
Zu Sancho: "ein sehr talentierter, sehr sehr guter Spieler"
Zu Sahin/Weigl: "Luxusproblem. Diese Sachen werden kommen, ja"
Zur Kadergröße: "Wir können die kommenden 3 Wochen nicht mit 11 Spielern spielen. Da brauchen wir mehr Spieler." Edit: Haha, am Ende der PK zum Thema: "Wir Trainer müssen da mit umgehen."
zu "Sahin/Weigl-Kombination": "Beide können immer miteinander spielen. Bisher haben wir nicht mit Doppel6er spielen. Alles ist möglich."
zu Freiburg: "Die Saison ist noch nicht lange unterwegs. Die haben zwei Spiele gemacht. Die haben klares Spielsystem mit doch guten Spielern, die können gefährlich auch im Konter sein. Einige Male pressen und doch kompakt stehen. Alle Spieler müsssen top sein für ein gutes Resultat."

Das ist definitiv phrasenbingo-tauglich. Fast schon Comedy.

•     •     •

"der alte Gaukler namens 'Don Quijote'" (mit Dank an Czerkus und THE-GAME)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Harlekin am 08.09.2017 um 14:39 Uhr bearbeitet
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