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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#4231
25.11.2024 - 11:20 Uhr
Zitat von Tont85
Natürlich hast du Recht und wir haben das ganze dank den Erlösen der Büffelherde überlebt da bin ich dabei. Dass wir weniger stark von der Pandemie als irgendein anderer Bundesligaklub betroffen waren sehe ich aber eher nicht (Dortmund könnte noch n case machen, Schalke von mir aus).


Das habe ich vielleicht etwas falsch beschrieben.
Es ist natürlich auch eine Leistung gewesen, die Büffelherde dahingehend zu entwickeln, dass sie so teuer verkauft werden konnte. Dennoch hängt der Transfermarkt von ganz vielen Unsicherheiten ab. Kann man mit Jovic den gleichen Transfererlös erzielen, wenn der Lupfer gegen Inter oder der Kopfball gegen Chelsea gegen den Pfosten springen? Oder wenn er mit einem grippalen Infekt gegen Düsseldorf ausfällt und seine Stats in der Liga deutlich schwächer aussehen? Wer hätte wie viel für ihn geboten, wenn Real nicht den für sie zu dem Zeitpunkt fragwürdigen Transfer tätigen?
Gegen wen wäre Rebic getauscht worden, wenn Milan keinen Bedarf gehabt hätte?
Oder man hätte darauf bestehen können, dass einer der 3 bleibt, weil man beim BVB gesehen hat, dass es nicht die beste Idee war Hummels, Gündogan und Mkhitaryan in einem Jahr abzugeben, damit den Trainer zu verstimmen und die Mannschaft zu sehr zu schwächen.

Kann man beliebig weiterspinnen, am Ende kommt man natürlich wieder dabei heraus, dass die Grundlage gute Arbeit der Eintracht war, gepaart mit einer riskanteren Transferstrategie nach Bruchhagen.

Es gibt aber sicherlich eine Parallelwelt, in der da einige Rädchen anders gegriffen hätten und Gladbach (als Beispiel) Fabelangebote zum richtigen Zeitpunkt für Thuram, Zakaria und Co. bekommen hätten.

Von daher gebe ich dir in den Kernaussagen absolut recht. Gute Arbeit zu leisten ist absolut notwendig um irgendwann mal irgendwo oben rauszukommen, man benötigt aber auch den Faktor Glück/Zufall, damit man dort steht, wo die Eintracht gerade gelandet ist (mit EL-Gewinn zwischendurch inklusive).

Um mal eine kurzfristigere Erfolgsgeschichte als Vergleich zu nehmen. Man kann sich denke ich mal darauf einigen, dass Stuttgarts aktuelle Erfolge stark mit der Verpflichtung von Hoeneß zusammenhängen. Hätte der während Corona nicht so große Personalsorgen bei Hoffenheim gehabt, hätte er dort vielleicht schon größeres aufgebaut und wäre nie für Stuttgart zu Verfügung gestanden. Dann wollte man ihn schon holen, als man sich doch erst für Labbadia entschieden hat. Was wäre gewesen, wenn ein anderer Verein in der Zwischenzeit Hoeneß geholt hätte?

Also klar, die Pandemie hat auf jeder Ebene niemand gebraucht und es hat die Eintracht auf ihrer Reise nach oben in der Tabelle deutlich ausgebremst, ich finde aber trotzdem, dass sie dazu geführt hat, dass sich die Eintracht schneller und deutlicher nach unten abgesetzt hat, als es ohne Pandemie möglich gewesen wäre. Ist natürlich reine Spekulation meinerseits.


Zitat von RoyalTL
Die Entwicklung vom Fast-Absteiger 2016 zum 1. Bayern-Verfolger 2024/2025 ist einfach unglaublich und mit fällt aktuell wenig vergleichbares ein. Vor allem nicht bei einem Traditionsverein. Normalerweise geht gerade da die Entwicklung ja eher in die andere Richtung (Hamburg, Schalke, Hertha, 1860, Köln..).


Und dieser Fast-Abstieg 2016 war meines Erachtens die Folge von einer kurzfristigen Fehlentwicklung, die durch schlechte Entscheidungen herbeigeführt wurde. Man war mit spektakulärem Fußball im Mittelfeld der Liga unterwegs, hat sich dann von Schaaf getrennt, Veh zurückgeholt, eine schwache Transferphase hingelegt und hätte beinahe dafür die Quittung bekommen. Ich bin jetzt nicht mehr tief genug im Thema drin, möchte mich jetzt nicht großartig für Schaaf aussprechen oder zu heftig gegen Veh schießen, aber man kann konstatieren, dass da nicht gut gehandelt wurde und direkt brannte wieder der Baum und man war in größter Gefahr wieder den Gang in Liga 2 anzutreten. Kovac war dann zum Glück der richtige Mann und Abraham unfassbar stark in der Rückrunde, sodass das verhindert werden konnte.

Jetzt hat man sich einen Puffer erarbeitet, sowohl finanziell als auch auf sportlicher Basis, dass einen überwiegend schwache Personalentscheidungen wohl vorläufig erstmal nur zurück ins Bundesligamittelmaß befördern würden. Das ist in meinen Augen gold wert, da meines Erachtens der VfB Stuttgart gerade zeigt, dass man innerhalb von kurzer Zeit wieder etwas starten kann. Und da sind die Wege nach oben kürzer, wenn man das von der Bundesliga aus tut, als aus Liga 2 heraus.
Perspektive der Eintracht |#4232
25.11.2024 - 17:17 Uhr
Zitat von Der_Runkler_Rote
Zitat von Tont85

Natürlich hast du Recht und wir haben das ganze dank den Erlösen der Büffelherde überlebt da bin ich dabei. Dass wir weniger stark von der Pandemie als irgendein anderer Bundesligaklub betroffen waren sehe ich aber eher nicht (Dortmund könnte noch n case machen, Schalke von mir aus).


Das habe ich vielleicht etwas falsch beschrieben.
Es ist natürlich auch eine Leistung gewesen, die Büffelherde dahingehend zu entwickeln, dass sie so teuer verkauft werden konnte. Dennoch hängt der Transfermarkt von ganz vielen Unsicherheiten ab. Kann man mit Jovic den gleichen Transfererlös erzielen, wenn der Lupfer gegen Inter oder der Kopfball gegen Chelsea gegen den Pfosten springen? Oder wenn er mit einem grippalen Infekt gegen Düsseldorf ausfällt und seine Stats in der Liga deutlich schwächer aussehen? Wer hätte wie viel für ihn geboten, wenn Real nicht den für sie zu dem Zeitpunkt fragwürdigen Transfer tätigen?
Gegen wen wäre Rebic getauscht worden, wenn Milan keinen Bedarf gehabt hätte?
Oder man hätte darauf bestehen können, dass einer der 3 bleibt, weil man beim BVB gesehen hat, dass es nicht die beste Idee war Hummels, Gündogan und Mkhitaryan in einem Jahr abzugeben, damit den Trainer zu verstimmen und die Mannschaft zu sehr zu schwächen.

Kann man beliebig weiterspinnen, am Ende kommt man natürlich wieder dabei heraus, dass die Grundlage gute Arbeit der Eintracht war, gepaart mit einer riskanteren Transferstrategie nach Bruchhagen.

Es gibt aber sicherlich eine Parallelwelt, in der da einige Rädchen anders gegriffen hätten und Gladbach (als Beispiel) Fabelangebote zum richtigen Zeitpunkt für Thuram, Zakaria und Co. bekommen hätten.

Von daher gebe ich dir in den Kernaussagen absolut recht. Gute Arbeit zu leisten ist absolut notwendig um irgendwann mal irgendwo oben rauszukommen, man benötigt aber auch den Faktor Glück/Zufall, damit man dort steht, wo die Eintracht gerade gelandet ist (mit EL-Gewinn zwischendurch inklusive).

Um mal eine kurzfristigere Erfolgsgeschichte als Vergleich zu nehmen. Man kann sich denke ich mal darauf einigen, dass Stuttgarts aktuelle Erfolge stark mit der Verpflichtung von Hoeneß zusammenhängen. Hätte der während Corona nicht so große Personalsorgen bei Hoffenheim gehabt, hätte er dort vielleicht schon größeres aufgebaut und wäre nie für Stuttgart zu Verfügung gestanden. Dann wollte man ihn schon holen, als man sich doch erst für Labbadia entschieden hat. Was wäre gewesen, wenn ein anderer Verein in der Zwischenzeit Hoeneß geholt hätte?

Also klar, die Pandemie hat auf jeder Ebene niemand gebraucht und es hat die Eintracht auf ihrer Reise nach oben in der Tabelle deutlich ausgebremst, ich finde aber trotzdem, dass sie dazu geführt hat, dass sich die Eintracht schneller und deutlicher nach unten abgesetzt hat, als es ohne Pandemie möglich gewesen wäre. Ist natürlich reine Spekulation meinerseits.


Zitat von RoyalTL

Die Entwicklung vom Fast-Absteiger 2016 zum 1. Bayern-Verfolger 2024/2025 ist einfach unglaublich und mit fällt aktuell wenig vergleichbares ein. Vor allem nicht bei einem Traditionsverein. Normalerweise geht gerade da die Entwicklung ja eher in die andere Richtung (Hamburg, Schalke, Hertha, 1860, Köln..).


Und dieser Fast-Abstieg 2016 war meines Erachtens die Folge von einer kurzfristigen Fehlentwicklung, die durch schlechte Entscheidungen herbeigeführt wurde. Man war mit spektakulärem Fußball im Mittelfeld der Liga unterwegs, hat sich dann von Schaaf getrennt, Veh zurückgeholt, eine schwache Transferphase hingelegt und hätte beinahe dafür die Quittung bekommen. Ich bin jetzt nicht mehr tief genug im Thema drin, möchte mich jetzt nicht großartig für Schaaf aussprechen oder zu heftig gegen Veh schießen, aber man kann konstatieren, dass da nicht gut gehandelt wurde und direkt brannte wieder der Baum und man war in größter Gefahr wieder den Gang in Liga 2 anzutreten. Kovac war dann zum Glück der richtige Mann und Abraham unfassbar stark in der Rückrunde, sodass das verhindert werden konnte.

Jetzt hat man sich einen Puffer erarbeitet, sowohl finanziell als auch auf sportlicher Basis, dass einen überwiegend schwache Personalentscheidungen wohl vorläufig erstmal nur zurück ins Bundesligamittelmaß befördern würden. Das ist in meinen Augen gold wert, da meines Erachtens der VfB Stuttgart gerade zeigt, dass man innerhalb von kurzer Zeit wieder etwas starten kann. Und da sind die Wege nach oben kürzer, wenn man das von der Bundesliga aus tut, als aus Liga 2 heraus.


Ich will erstmal auf Bruchhagen zurückkehren, denn auch wenn Bruchhagen immer als sehr vorsichtig galt, war er es, der zum Schluß mit Fabian, einen Transfer noch machte, der dazu führte, dass Bobic kaum was ausgeben konnte. Wenn man mal die Namen ließt, muss man sich generell FRagen, wie man dort da unten landen konnte. Seferovic, Maier, Aigner, Inui, Gacinovic, Huzsti, Fabian, Zambrano, Abraham Hasebe, Chandler, Hradecky. Mir ging es aber nur darum darauf hinzuweisen, dass ausgerechnet Mister ich drehe jeden Penny um, am Ende leere Kassen hatte.

Bei Corona, weis ich nicht, ob wir wenig betroffen waren. Wir hatten Glück, die Büffelherde losgeworden zu sein, bevor Corona kam. Wir hätten nie das Geld bekommen, evtl. sogar ablösefrei wie N`Dicka? Die Erlöse haben uns den ***** gerettet. In Corona waren wir einnahmetechnisch durch die Zuschauer und Werbegelder mehr getroffen als die kleinen Vereine, die dadurch eine günstige Struktur hatten. Dortmund oder Gladbach mit dem eigenen Stadion, konnten keine Miete kürzen, sondern mussten auch auf Konzerte und Co verzichten. Die waren mehr betroffen. Konzerne wie Wolfsburg, Leverkusen und Co haben imho nur auf Geld verzichtet, um vielleicht Gelder zu generieren, da wurden die Taschen danach wieder gefüllt. Wir haben imho wenig profitiert, aber einfach Glück zum richtigen Zeitpunkt Kohle bekommen zu haben. Die Abgänge Kamada, und N`Dicka oder auch der günstige Sow waren auch teure Coronagründe.

Unser Vorteil war einfach, dass wir ein gutes Händchen bei Spielern hatten und in den Pokalwettbewerben unheimlich profitieren konnten. Das Feuer damals auch in der Kurve, kann ich mir heute nicht so vorstellen, weil der "Erfolg" normal wurde. Die Einnahmen aus DFB Pokal und die internationalen Spielen haben uns das Wachstum finanziert und Spieler gelockt. Diese Regelmäßigkeit war der Grundstock für unseren mittlerweile starken Etat. Und nicht nur das. Spieler die es nicht schaffen, sind trotzdem gefragt. Ein 21 Jähriger ist immer noch gefragt und spielt wieder eine Ablöse ein, so dass der Grundstock mehr als das Konto ist. Wenn man sich mal anschaut, was die Leihspieler bringen könnten, ohne sich zu "verschlechtern". Trotzdem gut, dass ein großteil der Zugänge sitzt, teuer verkaufen macht nämlich mehr Spaß.

•     •     •

Tradition kann man nicht kaufen!
Perspektive der Eintracht |#4233
26.11.2024 - 09:39 Uhr
JA, die Entwicklung vom Fastabsteiger zum Bayern Verfolger ist schon ne schöne Story, aber eine Momentaufnahme.

Stuttgart zB hat es letztes Jahr vom Fastabsteiger auf Platz 2 innerhalb einer Saison geschafft... Das finde ich nicht das eigentlich Whow.

Was ich so gnadenlos gut finde ist dass wir uns immer wieder neu erfinden und damit eine Kontinuität hinbekommen haben. Wir spielten jedes Jahr um Europa mit und haben das in der Liga sogar mal deutlich verpasst hinten raus, aber nur deshalb weil dann der Fokus in Ermangelung von Ressourcen auf andere Wettbewerbe gelegt wurde. Das war die letzten Jahre extrem clever. Wenn ich weiß dass mir andere von den Ressourcen her überlegen sind, muss ich meine um so enger bündeln. Das hat funktioniert und uns in eine Lage versetzt, in der man es wagen kann länger auf 3 Hochzeiten zu tanzen und immer später erst den Fokus zu setzen.

Die kontinuierliche Entwicklung ist es, die mir sehr gut gefällt. Von mir aus auch in kleinen Schritten und nicht so ein Bääm wie Stuttgart letztes Jahr, dafür aber konsistent.

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4234
26.11.2024 - 18:27 Uhr
Was man hier über Bruchhagen liest, da stellen sich bei mir die Nackenhaare.

Irgendwie scheint es vergessen, dass Bruchhagen seinen Job übernommen und erst einmal die SGE vor der Insolvenz gerettet hat. Er hat mit seinen Kurs erst die ganze Entwicklung ermöglicht. Vom hoch verschuldeten Traditionsverein zum finanziell gesunden Verein mit Festgeldkonto.

Bobic hat den nächsten Schritt dann gemacht, aber ist mit Sicherheit weniger Verantwortlich als Bruchhagen und auch Manga als Chefscout.

•     •     •


Perspektive der Eintracht |#4235
27.11.2024 - 15:12 Uhr
Zitat von Gruftchaos
Was man hier über Bruchhagen liest, da stellen sich bei mir die Nackenhaare.

Irgendwie scheint es vergessen, dass Bruchhagen seinen Job übernommen und erst einmal die SGE vor der Insolvenz gerettet hat. Er hat mit seinen Kurs erst die ganze Entwicklung ermöglicht. Vom hoch verschuldeten Traditionsverein zum finanziell gesunden Verein mit Festgeldkonto.

Bobic hat den nächsten Schritt dann gemacht, aber ist mit Sicherheit weniger Verantwortlich als Bruchhagen und auch Manga als Chefscout.


Und mit der Zementierung hat er doch Recht gehabt. Bayern, Leverkusen und der BVB tummeln sich seit zig Jahren oben. Dazu ist nur wirklich Leipzig mit viel Geld gekommen. Ansonsten ist jeder Verein, der nur kurz mitgehalten hat, wieder in der Versenkung verschwunden.
Perspektive der Eintracht |#4236
27.11.2024 - 19:10 Uhr
Zitat von Jochen-Wetterau
Zitat von Der_Runkler_Rote

Zitat von Tont85

Natürlich hast du Recht und wir haben das ganze dank den Erlösen der Büffelherde überlebt da bin ich dabei. Dass wir weniger stark von der Pandemie als irgendein anderer Bundesligaklub betroffen waren sehe ich aber eher nicht (Dortmund könnte noch n case machen, Schalke von mir aus).


Das habe ich vielleicht etwas falsch beschrieben.
Es ist natürlich auch eine Leistung gewesen, die Büffelherde dahingehend zu entwickeln, dass sie so teuer verkauft werden konnte. Dennoch hängt der Transfermarkt von ganz vielen Unsicherheiten ab. Kann man mit Jovic den gleichen Transfererlös erzielen, wenn der Lupfer gegen Inter oder der Kopfball gegen Chelsea gegen den Pfosten springen? Oder wenn er mit einem grippalen Infekt gegen Düsseldorf ausfällt und seine Stats in der Liga deutlich schwächer aussehen? Wer hätte wie viel für ihn geboten, wenn Real nicht den für sie zu dem Zeitpunkt fragwürdigen Transfer tätigen?
Gegen wen wäre Rebic getauscht worden, wenn Milan keinen Bedarf gehabt hätte?
Oder man hätte darauf bestehen können, dass einer der 3 bleibt, weil man beim BVB gesehen hat, dass es nicht die beste Idee war Hummels, Gündogan und Mkhitaryan in einem Jahr abzugeben, damit den Trainer zu verstimmen und die Mannschaft zu sehr zu schwächen.

Kann man beliebig weiterspinnen, am Ende kommt man natürlich wieder dabei heraus, dass die Grundlage gute Arbeit der Eintracht war, gepaart mit einer riskanteren Transferstrategie nach Bruchhagen.

Es gibt aber sicherlich eine Parallelwelt, in der da einige Rädchen anders gegriffen hätten und Gladbach (als Beispiel) Fabelangebote zum richtigen Zeitpunkt für Thuram, Zakaria und Co. bekommen hätten.

Von daher gebe ich dir in den Kernaussagen absolut recht. Gute Arbeit zu leisten ist absolut notwendig um irgendwann mal irgendwo oben rauszukommen, man benötigt aber auch den Faktor Glück/Zufall, damit man dort steht, wo die Eintracht gerade gelandet ist (mit EL-Gewinn zwischendurch inklusive).

Um mal eine kurzfristigere Erfolgsgeschichte als Vergleich zu nehmen. Man kann sich denke ich mal darauf einigen, dass Stuttgarts aktuelle Erfolge stark mit der Verpflichtung von Hoeneß zusammenhängen. Hätte der während Corona nicht so große Personalsorgen bei Hoffenheim gehabt, hätte er dort vielleicht schon größeres aufgebaut und wäre nie für Stuttgart zu Verfügung gestanden. Dann wollte man ihn schon holen, als man sich doch erst für Labbadia entschieden hat. Was wäre gewesen, wenn ein anderer Verein in der Zwischenzeit Hoeneß geholt hätte?

Also klar, die Pandemie hat auf jeder Ebene niemand gebraucht und es hat die Eintracht auf ihrer Reise nach oben in der Tabelle deutlich ausgebremst, ich finde aber trotzdem, dass sie dazu geführt hat, dass sich die Eintracht schneller und deutlicher nach unten abgesetzt hat, als es ohne Pandemie möglich gewesen wäre. Ist natürlich reine Spekulation meinerseits.


Zitat von RoyalTL

Die Entwicklung vom Fast-Absteiger 2016 zum 1. Bayern-Verfolger 2024/2025 ist einfach unglaublich und mit fällt aktuell wenig vergleichbares ein. Vor allem nicht bei einem Traditionsverein. Normalerweise geht gerade da die Entwicklung ja eher in die andere Richtung (Hamburg, Schalke, Hertha, 1860, Köln..).


Und dieser Fast-Abstieg 2016 war meines Erachtens die Folge von einer kurzfristigen Fehlentwicklung, die durch schlechte Entscheidungen herbeigeführt wurde. Man war mit spektakulärem Fußball im Mittelfeld der Liga unterwegs, hat sich dann von Schaaf getrennt, Veh zurückgeholt, eine schwache Transferphase hingelegt und hätte beinahe dafür die Quittung bekommen. Ich bin jetzt nicht mehr tief genug im Thema drin, möchte mich jetzt nicht großartig für Schaaf aussprechen oder zu heftig gegen Veh schießen, aber man kann konstatieren, dass da nicht gut gehandelt wurde und direkt brannte wieder der Baum und man war in größter Gefahr wieder den Gang in Liga 2 anzutreten. Kovac war dann zum Glück der richtige Mann und Abraham unfassbar stark in der Rückrunde, sodass das verhindert werden konnte.

Jetzt hat man sich einen Puffer erarbeitet, sowohl finanziell als auch auf sportlicher Basis, dass einen überwiegend schwache Personalentscheidungen wohl vorläufig erstmal nur zurück ins Bundesligamittelmaß befördern würden. Das ist in meinen Augen gold wert, da meines Erachtens der VfB Stuttgart gerade zeigt, dass man innerhalb von kurzer Zeit wieder etwas starten kann. Und da sind die Wege nach oben kürzer, wenn man das von der Bundesliga aus tut, als aus Liga 2 heraus.


Ich will erstmal auf Bruchhagen zurückkehren, denn auch wenn Bruchhagen immer als sehr vorsichtig galt, war er es, der zum Schluß mit Fabian, einen Transfer noch machte, der dazu führte, dass Bobic kaum was ausgeben konnte. Wenn man mal die Namen ließt, muss man sich generell FRagen, wie man dort da unten landen konnte. Seferovic, Maier, Aigner, Inui, Gacinovic, Huzsti, Fabian, Zambrano, Abraham Hasebe, Chandler, Hradecky. Mir ging es aber nur darum darauf hinzuweisen, dass ausgerechnet Mister ich drehe jeden Penny um, am Ende leere Kassen hatte.

Bei Corona, weis ich nicht, ob wir wenig betroffen waren. Wir hatten Glück, die Büffelherde losgeworden zu sein, bevor Corona kam. Wir hätten nie das Geld bekommen, evtl. sogar ablösefrei wie N`Dicka? Die Erlöse haben uns den ***** gerettet. In Corona waren wir einnahmetechnisch durch die Zuschauer und Werbegelder mehr getroffen als die kleinen Vereine, die dadurch eine günstige Struktur hatten. Dortmund oder Gladbach mit dem eigenen Stadion, konnten keine Miete kürzen, sondern mussten auch auf Konzerte und Co verzichten. Die waren mehr betroffen. Konzerne wie Wolfsburg, Leverkusen und Co haben imho nur auf Geld verzichtet, um vielleicht Gelder zu generieren, da wurden die Taschen danach wieder gefüllt. Wir haben imho wenig profitiert, aber einfach Glück zum richtigen Zeitpunkt Kohle bekommen zu haben. Die Abgänge Kamada, und N`Dicka oder auch der günstige Sow waren auch teure Coronagründe.

Unser Vorteil war einfach, dass wir ein gutes Händchen bei Spielern hatten und in den Pokalwettbewerben unheimlich profitieren konnten. Das Feuer damals auch in der Kurve, kann ich mir heute nicht so vorstellen, weil der "Erfolg" normal wurde. Die Einnahmen aus DFB Pokal und die internationalen Spielen haben uns das Wachstum finanziert und Spieler gelockt. Diese Regelmäßigkeit war der Grundstock für unseren mittlerweile starken Etat. Und nicht nur das. Spieler die es nicht schaffen, sind trotzdem gefragt. Ein 21 Jähriger ist immer noch gefragt und spielt wieder eine Ablöse ein, so dass der Grundstock mehr als das Konto ist. Wenn man sich mal anschaut, was die Leihspieler bringen könnten, ohne sich zu "verschlechtern". Trotzdem gut, dass ein großteil der Zugänge sitzt, teuer verkaufen macht nämlich mehr Spaß.


Zu deiner HB Passage:

Heriberts kaufmännisches Gen hat in schwieriger Phase zweifellos zu mehr Kontinuität und Konsolidierung geführt, ohne aber auch nur ansatzweise in sportlicher Hinsicht grössere Schritte zu machen. Es lief immerweiterfort im graue Maus Alltag und HB hat sich mehrmals verzockt mit Transfers wie von Bellaid Caio Kweuke Korkmaz Fenin usw. Geschuldet von fehlender Fachkompetenz in sportlicher Hinsicht. Das war an Unprofessionalität schon kaum zu überbieten nach welchen Kriterien und mit was für ärmlichen Scoutingmethoden am Ende Geld in kürzester Zeit rausgeworfen wurde- nachdem es mühsam vorher nach seiner kaufmännischen Art zusammengesammelt wurde.
Dilettantismus in Reinkultur. Mit Veh im ersten Anlauf dann ein Wendepunkt und ein Hauch von mehr Fachwissen was dieser Mann mitbrachte und tatsächlich auch sich sportlich zunächst bemerkbar machte.
HB als Vorreiter oder gar Wegbereiter für Bobics Visionen und Schlagfertigkeit (die Dinge- wenn auch aus der Not heraus- komplett umzukrempeln ) zu betrachten im Nachgang kann ich nicht nachvollziehen wie viele meinen. Er war für mich mit seiner Zement Argumentation ein Stillstandsprediger und rückschrittlich unterwegs wie kein anderer.
Ohne Leute wie Veh (in seiner ersten Amtszeit) Bobic und jetzt MK, auch Hellmann zB brauchst du bei einem Klub wie unserem mit den Möglichkeiten die es bei der SGE noch 2016 gab nicht über Perspektive reden, weil dann gibts/gabs keine.
Zum Glück ist man heute anders aufgestellt.

Und zur heutigen Perspektive- darum gehts ja hier- muss man schon sagen, das es kaum ein Beispiel gibt in der BL wo sich ein Verein so entwickelt hat wie unsere Eintracht. Über so einen längerenZeitraum nun schon. Und das hat mit einer klaren Strategie und unglaublichem Zusammenhalt und Ehrgeiz auf allen Ebenen- von höchstem Gremium bis zur Fangemeinde- zu tun.
Das ist nicht nur eine Momentaufnahme wie einige es sehen wollen, für mich ist das ein echter Turnaround, und ein Beispiel wie man es mit Kreativität Intelligenz und innovativem Geist schafft Dinge zu verändern, sich rauszuarbeiten aus dem Mittelmass. Seine wahren potentiellen Chancen und Möglichkeiten abruft. Mit fachlich kompetenten und siegeshungrigen Typen. Mit Leuten die Erfolg wollen und keine Verwaltung des Status quo. Zielstrebige Leute die es in 2 Dekaden vor Bobic nicht gab, wo die Angst ständiger Wegbevleiter und schlechter Ratgeber war.
Können wir diesen neuen Weg jetzt weiter erfolgreich fortsetzen ?
Denken wir daran das nichts von alleine kommt. Ein MK tut deshalb auch so gut, weil er gerade in einer sehr erfolgreichen Zeit genau da den Finger hebt und vor Selbstgefälligkeit warnt.
Bleiben unsere Protagonisten der Zukunft auf diesem Weg haben wir mMn eine glänzende Perspektive in die vordere Phalanx dauerhaft vorzustossen, Spitzenfussba zu konservieren...
Perspektive der Eintracht |#4237
27.11.2024 - 20:32 Uhr
Zitat von Feridy
Zitat von Jochen-Wetterau

Zitat von Der_Runkler_Rote

Zitat von Tont85

Natürlich hast du Recht und wir haben das ganze dank den Erlösen der Büffelherde überlebt da bin ich dabei. Dass wir weniger stark von der Pandemie als irgendein anderer Bundesligaklub betroffen waren sehe ich aber eher nicht (Dortmund könnte noch n case machen, Schalke von mir aus).


Das habe ich vielleicht etwas falsch beschrieben.
Es ist natürlich auch eine Leistung gewesen, die Büffelherde dahingehend zu entwickeln, dass sie so teuer verkauft werden konnte. Dennoch hängt der Transfermarkt von ganz vielen Unsicherheiten ab. Kann man mit Jovic den gleichen Transfererlös erzielen, wenn der Lupfer gegen Inter oder der Kopfball gegen Chelsea gegen den Pfosten springen? Oder wenn er mit einem grippalen Infekt gegen Düsseldorf ausfällt und seine Stats in der Liga deutlich schwächer aussehen? Wer hätte wie viel für ihn geboten, wenn Real nicht den für sie zu dem Zeitpunkt fragwürdigen Transfer tätigen?
Gegen wen wäre Rebic getauscht worden, wenn Milan keinen Bedarf gehabt hätte?
Oder man hätte darauf bestehen können, dass einer der 3 bleibt, weil man beim BVB gesehen hat, dass es nicht die beste Idee war Hummels, Gündogan und Mkhitaryan in einem Jahr abzugeben, damit den Trainer zu verstimmen und die Mannschaft zu sehr zu schwächen.

Kann man beliebig weiterspinnen, am Ende kommt man natürlich wieder dabei heraus, dass die Grundlage gute Arbeit der Eintracht war, gepaart mit einer riskanteren Transferstrategie nach Bruchhagen.

Es gibt aber sicherlich eine Parallelwelt, in der da einige Rädchen anders gegriffen hätten und Gladbach (als Beispiel) Fabelangebote zum richtigen Zeitpunkt für Thuram, Zakaria und Co. bekommen hätten.

Von daher gebe ich dir in den Kernaussagen absolut recht. Gute Arbeit zu leisten ist absolut notwendig um irgendwann mal irgendwo oben rauszukommen, man benötigt aber auch den Faktor Glück/Zufall, damit man dort steht, wo die Eintracht gerade gelandet ist (mit EL-Gewinn zwischendurch inklusive).

Um mal eine kurzfristigere Erfolgsgeschichte als Vergleich zu nehmen. Man kann sich denke ich mal darauf einigen, dass Stuttgarts aktuelle Erfolge stark mit der Verpflichtung von Hoeneß zusammenhängen. Hätte der während Corona nicht so große Personalsorgen bei Hoffenheim gehabt, hätte er dort vielleicht schon größeres aufgebaut und wäre nie für Stuttgart zu Verfügung gestanden. Dann wollte man ihn schon holen, als man sich doch erst für Labbadia entschieden hat. Was wäre gewesen, wenn ein anderer Verein in der Zwischenzeit Hoeneß geholt hätte?

Also klar, die Pandemie hat auf jeder Ebene niemand gebraucht und es hat die Eintracht auf ihrer Reise nach oben in der Tabelle deutlich ausgebremst, ich finde aber trotzdem, dass sie dazu geführt hat, dass sich die Eintracht schneller und deutlicher nach unten abgesetzt hat, als es ohne Pandemie möglich gewesen wäre. Ist natürlich reine Spekulation meinerseits.


Zitat von RoyalTL

Die Entwicklung vom Fast-Absteiger 2016 zum 1. Bayern-Verfolger 2024/2025 ist einfach unglaublich und mit fällt aktuell wenig vergleichbares ein. Vor allem nicht bei einem Traditionsverein. Normalerweise geht gerade da die Entwicklung ja eher in die andere Richtung (Hamburg, Schalke, Hertha, 1860, Köln..).


Und dieser Fast-Abstieg 2016 war meines Erachtens die Folge von einer kurzfristigen Fehlentwicklung, die durch schlechte Entscheidungen herbeigeführt wurde. Man war mit spektakulärem Fußball im Mittelfeld der Liga unterwegs, hat sich dann von Schaaf getrennt, Veh zurückgeholt, eine schwache Transferphase hingelegt und hätte beinahe dafür die Quittung bekommen. Ich bin jetzt nicht mehr tief genug im Thema drin, möchte mich jetzt nicht großartig für Schaaf aussprechen oder zu heftig gegen Veh schießen, aber man kann konstatieren, dass da nicht gut gehandelt wurde und direkt brannte wieder der Baum und man war in größter Gefahr wieder den Gang in Liga 2 anzutreten. Kovac war dann zum Glück der richtige Mann und Abraham unfassbar stark in der Rückrunde, sodass das verhindert werden konnte.

Jetzt hat man sich einen Puffer erarbeitet, sowohl finanziell als auch auf sportlicher Basis, dass einen überwiegend schwache Personalentscheidungen wohl vorläufig erstmal nur zurück ins Bundesligamittelmaß befördern würden. Das ist in meinen Augen gold wert, da meines Erachtens der VfB Stuttgart gerade zeigt, dass man innerhalb von kurzer Zeit wieder etwas starten kann. Und da sind die Wege nach oben kürzer, wenn man das von der Bundesliga aus tut, als aus Liga 2 heraus.


Ich will erstmal auf Bruchhagen zurückkehren, denn auch wenn Bruchhagen immer als sehr vorsichtig galt, war er es, der zum Schluß mit Fabian, einen Transfer noch machte, der dazu führte, dass Bobic kaum was ausgeben konnte. Wenn man mal die Namen ließt, muss man sich generell FRagen, wie man dort da unten landen konnte. Seferovic, Maier, Aigner, Inui, Gacinovic, Huzsti, Fabian, Zambrano, Abraham Hasebe, Chandler, Hradecky. Mir ging es aber nur darum darauf hinzuweisen, dass ausgerechnet Mister ich drehe jeden Penny um, am Ende leere Kassen hatte.

Bei Corona, weis ich nicht, ob wir wenig betroffen waren. Wir hatten Glück, die Büffelherde losgeworden zu sein, bevor Corona kam. Wir hätten nie das Geld bekommen, evtl. sogar ablösefrei wie N`Dicka? Die Erlöse haben uns den ***** gerettet. In Corona waren wir einnahmetechnisch durch die Zuschauer und Werbegelder mehr getroffen als die kleinen Vereine, die dadurch eine günstige Struktur hatten. Dortmund oder Gladbach mit dem eigenen Stadion, konnten keine Miete kürzen, sondern mussten auch auf Konzerte und Co verzichten. Die waren mehr betroffen. Konzerne wie Wolfsburg, Leverkusen und Co haben imho nur auf Geld verzichtet, um vielleicht Gelder zu generieren, da wurden die Taschen danach wieder gefüllt. Wir haben imho wenig profitiert, aber einfach Glück zum richtigen Zeitpunkt Kohle bekommen zu haben. Die Abgänge Kamada, und N`Dicka oder auch der günstige Sow waren auch teure Coronagründe.

Unser Vorteil war einfach, dass wir ein gutes Händchen bei Spielern hatten und in den Pokalwettbewerben unheimlich profitieren konnten. Das Feuer damals auch in der Kurve, kann ich mir heute nicht so vorstellen, weil der "Erfolg" normal wurde. Die Einnahmen aus DFB Pokal und die internationalen Spielen haben uns das Wachstum finanziert und Spieler gelockt. Diese Regelmäßigkeit war der Grundstock für unseren mittlerweile starken Etat. Und nicht nur das. Spieler die es nicht schaffen, sind trotzdem gefragt. Ein 21 Jähriger ist immer noch gefragt und spielt wieder eine Ablöse ein, so dass der Grundstock mehr als das Konto ist. Wenn man sich mal anschaut, was die Leihspieler bringen könnten, ohne sich zu "verschlechtern". Trotzdem gut, dass ein großteil der Zugänge sitzt, teuer verkaufen macht nämlich mehr Spaß.


Zu deiner HB Passage:

Heriberts kaufmännisches Gen hat in schwieriger Phase zweifellos zu mehr Kontinuität und Konsolidierung geführt, ohne aber auch nur ansatzweise in sportlicher Hinsicht grössere Schritte zu machen. Es lief immerweiterfort im graue Maus Alltag und HB hat sich mehrmals verzockt mit Transfers wie von Bellaid Caio Kweuke Korkmaz Fenin usw. Geschuldet von fehlender Fachkompetenz in sportlicher Hinsicht. Das war an Unprofessionalität schon kaum zu überbieten nach welchen Kriterien und mit was für ärmlichen Scoutingmethoden am Ende Geld in kürzester Zeit rausgeworfen wurde- nachdem es mühsam vorher nach seiner kaufmännischen Art zusammengesammelt wurde.
Dilettantismus in Reinkultur. Mit Veh im ersten Anlauf dann ein Wendepunkt und ein Hauch von mehr Fachwissen was dieser Mann mitbrachte und tatsächlich auch sich sportlich zunächst bemerkbar machte.
HB als Vorreiter oder gar Wegbereiter für Bobics Visionen und Schlagfertigkeit (die Dinge- wenn auch aus der Not heraus- komplett umzukrempeln ) zu betrachten im Nachgang kann ich nicht nachvollziehen wie viele meinen. Er war für mich mit seiner Zement Argumentation ein Stillstandsprediger und rückschrittlich unterwegs wie kein anderer.
Ohne Leute wie Veh (in seiner ersten Amtszeit) Bobic und jetzt MK, auch Hellmann zB brauchst du bei einem Klub wie unserem mit den Möglichkeiten die es bei der SGE noch 2016 gab nicht über Perspektive reden, weil dann gibts/gabs keine.
Zum Glück ist man heute anders aufgestellt.

Und zur heutigen Perspektive- darum gehts ja hier- muss man schon sagen, das es kaum ein Beispiel gibt in der BL wo sich ein Verein so entwickelt hat wie unsere Eintracht. Über so einen längerenZeitraum nun schon. Und das hat mit einer klaren Strategie und unglaublichem Zusammenhalt und Ehrgeiz auf allen Ebenen- von höchstem Gremium bis zur Fangemeinde- zu tun.
Das ist nicht nur eine Momentaufnahme wie einige es sehen wollen, für mich ist das ein echter Turnaround, und ein Beispiel wie man es mit Kreativität Intelligenz und innovativem Geist schafft Dinge zu verändern, sich rauszuarbeiten aus dem Mittelmass. Seine wahren potentiellen Chancen und Möglichkeiten abruft. Mit fachlich kompetenten und siegeshungrigen Typen. Mit Leuten die Erfolg wollen und keine Verwaltung des Status quo. Zielstrebige Leute die es in 2 Dekaden vor Bobic nicht gab, wo die Angst ständiger Wegbevleiter und schlechter Ratgeber war.
Können wir diesen neuen Weg jetzt weiter erfolgreich fortsetzen ?
Denken wir daran das nichts von alleine kommt. Ein MK tut deshalb auch so gut, weil er gerade in einer sehr erfolgreichen Zeit genau da den Finger hebt und vor Selbstgefälligkeit warnt.
Bleiben unsere Protagonisten der Zukunft auf diesem Weg haben wir mMn eine glänzende Perspektive in die vordere Phalanx dauerhaft vorzustossen, Spitzenfussba zu konservieren...


Ergänzend dazu: 2011 (?) kam Hübner für den sportlichen Part. Alle Transfers danach dürften also seine Handschrift tragen.
Perspektive der Eintracht |#4238
28.11.2024 - 11:08 Uhr
kurz und schmerzlos, ich sehe die Perspektiven der EIntracht sehr positiv. Die Mannschaft ist gut aufgestellt, hat entwicklungsfähige Spieler und auch erfahrene Spieler. Selbst bei den nächsten zwangsläufigen Abgängen muss man nicht in OIhnmacht fallen, da die sportliche Leitung immer wieder guten Ersatz holt. Dass dies nicht immer 1:1 aufgeht und man auch mal eine schwächere Saison haben kann, ist für mich logisch, leider für einige nichtCool
Perspektive der Eintracht |#4239
28.11.2024 - 16:46 Uhr
Zitat von Feridy
Zitat von Jochen-Wetterau

Zitat von Der_Runkler_Rote

Zitat von Tont85

Natürlich hast du Recht und wir haben das ganze dank den Erlösen der Büffelherde überlebt da bin ich dabei. Dass wir weniger stark von der Pandemie als irgendein anderer Bundesligaklub betroffen waren sehe ich aber eher nicht (Dortmund könnte noch n case machen, Schalke von mir aus).


Das habe ich vielleicht etwas falsch beschrieben.
Es ist natürlich auch eine Leistung gewesen, die Büffelherde dahingehend zu entwickeln, dass sie so teuer verkauft werden konnte. Dennoch hängt der Transfermarkt von ganz vielen Unsicherheiten ab. Kann man mit Jovic den gleichen Transfererlös erzielen, wenn der Lupfer gegen Inter oder der Kopfball gegen Chelsea gegen den Pfosten springen? Oder wenn er mit einem grippalen Infekt gegen Düsseldorf ausfällt und seine Stats in der Liga deutlich schwächer aussehen? Wer hätte wie viel für ihn geboten, wenn Real nicht den für sie zu dem Zeitpunkt fragwürdigen Transfer tätigen?
Gegen wen wäre Rebic getauscht worden, wenn Milan keinen Bedarf gehabt hätte?
Oder man hätte darauf bestehen können, dass einer der 3 bleibt, weil man beim BVB gesehen hat, dass es nicht die beste Idee war Hummels, Gündogan und Mkhitaryan in einem Jahr abzugeben, damit den Trainer zu verstimmen und die Mannschaft zu sehr zu schwächen.

Kann man beliebig weiterspinnen, am Ende kommt man natürlich wieder dabei heraus, dass die Grundlage gute Arbeit der Eintracht war, gepaart mit einer riskanteren Transferstrategie nach Bruchhagen.

Es gibt aber sicherlich eine Parallelwelt, in der da einige Rädchen anders gegriffen hätten und Gladbach (als Beispiel) Fabelangebote zum richtigen Zeitpunkt für Thuram, Zakaria und Co. bekommen hätten.

Von daher gebe ich dir in den Kernaussagen absolut recht. Gute Arbeit zu leisten ist absolut notwendig um irgendwann mal irgendwo oben rauszukommen, man benötigt aber auch den Faktor Glück/Zufall, damit man dort steht, wo die Eintracht gerade gelandet ist (mit EL-Gewinn zwischendurch inklusive).

Um mal eine kurzfristigere Erfolgsgeschichte als Vergleich zu nehmen. Man kann sich denke ich mal darauf einigen, dass Stuttgarts aktuelle Erfolge stark mit der Verpflichtung von Hoeneß zusammenhängen. Hätte der während Corona nicht so große Personalsorgen bei Hoffenheim gehabt, hätte er dort vielleicht schon größeres aufgebaut und wäre nie für Stuttgart zu Verfügung gestanden. Dann wollte man ihn schon holen, als man sich doch erst für Labbadia entschieden hat. Was wäre gewesen, wenn ein anderer Verein in der Zwischenzeit Hoeneß geholt hätte?

Also klar, die Pandemie hat auf jeder Ebene niemand gebraucht und es hat die Eintracht auf ihrer Reise nach oben in der Tabelle deutlich ausgebremst, ich finde aber trotzdem, dass sie dazu geführt hat, dass sich die Eintracht schneller und deutlicher nach unten abgesetzt hat, als es ohne Pandemie möglich gewesen wäre. Ist natürlich reine Spekulation meinerseits.


Zitat von RoyalTL

Die Entwicklung vom Fast-Absteiger 2016 zum 1. Bayern-Verfolger 2024/2025 ist einfach unglaublich und mit fällt aktuell wenig vergleichbares ein. Vor allem nicht bei einem Traditionsverein. Normalerweise geht gerade da die Entwicklung ja eher in die andere Richtung (Hamburg, Schalke, Hertha, 1860, Köln..).


Und dieser Fast-Abstieg 2016 war meines Erachtens die Folge von einer kurzfristigen Fehlentwicklung, die durch schlechte Entscheidungen herbeigeführt wurde. Man war mit spektakulärem Fußball im Mittelfeld der Liga unterwegs, hat sich dann von Schaaf getrennt, Veh zurückgeholt, eine schwache Transferphase hingelegt und hätte beinahe dafür die Quittung bekommen. Ich bin jetzt nicht mehr tief genug im Thema drin, möchte mich jetzt nicht großartig für Schaaf aussprechen oder zu heftig gegen Veh schießen, aber man kann konstatieren, dass da nicht gut gehandelt wurde und direkt brannte wieder der Baum und man war in größter Gefahr wieder den Gang in Liga 2 anzutreten. Kovac war dann zum Glück der richtige Mann und Abraham unfassbar stark in der Rückrunde, sodass das verhindert werden konnte.

Jetzt hat man sich einen Puffer erarbeitet, sowohl finanziell als auch auf sportlicher Basis, dass einen überwiegend schwache Personalentscheidungen wohl vorläufig erstmal nur zurück ins Bundesligamittelmaß befördern würden. Das ist in meinen Augen gold wert, da meines Erachtens der VfB Stuttgart gerade zeigt, dass man innerhalb von kurzer Zeit wieder etwas starten kann. Und da sind die Wege nach oben kürzer, wenn man das von der Bundesliga aus tut, als aus Liga 2 heraus.


Ich will erstmal auf Bruchhagen zurückkehren, denn auch wenn Bruchhagen immer als sehr vorsichtig galt, war er es, der zum Schluß mit Fabian, einen Transfer noch machte, der dazu führte, dass Bobic kaum was ausgeben konnte. Wenn man mal die Namen ließt, muss man sich generell FRagen, wie man dort da unten landen konnte. Seferovic, Maier, Aigner, Inui, Gacinovic, Huzsti, Fabian, Zambrano, Abraham Hasebe, Chandler, Hradecky. Mir ging es aber nur darum darauf hinzuweisen, dass ausgerechnet Mister ich drehe jeden Penny um, am Ende leere Kassen hatte.

Bei Corona, weis ich nicht, ob wir wenig betroffen waren. Wir hatten Glück, die Büffelherde losgeworden zu sein, bevor Corona kam. Wir hätten nie das Geld bekommen, evtl. sogar ablösefrei wie N`Dicka? Die Erlöse haben uns den ***** gerettet. In Corona waren wir einnahmetechnisch durch die Zuschauer und Werbegelder mehr getroffen als die kleinen Vereine, die dadurch eine günstige Struktur hatten. Dortmund oder Gladbach mit dem eigenen Stadion, konnten keine Miete kürzen, sondern mussten auch auf Konzerte und Co verzichten. Die waren mehr betroffen. Konzerne wie Wolfsburg, Leverkusen und Co haben imho nur auf Geld verzichtet, um vielleicht Gelder zu generieren, da wurden die Taschen danach wieder gefüllt. Wir haben imho wenig profitiert, aber einfach Glück zum richtigen Zeitpunkt Kohle bekommen zu haben. Die Abgänge Kamada, und N`Dicka oder auch der günstige Sow waren auch teure Coronagründe.

Unser Vorteil war einfach, dass wir ein gutes Händchen bei Spielern hatten und in den Pokalwettbewerben unheimlich profitieren konnten. Das Feuer damals auch in der Kurve, kann ich mir heute nicht so vorstellen, weil der "Erfolg" normal wurde. Die Einnahmen aus DFB Pokal und die internationalen Spielen haben uns das Wachstum finanziert und Spieler gelockt. Diese Regelmäßigkeit war der Grundstock für unseren mittlerweile starken Etat. Und nicht nur das. Spieler die es nicht schaffen, sind trotzdem gefragt. Ein 21 Jähriger ist immer noch gefragt und spielt wieder eine Ablöse ein, so dass der Grundstock mehr als das Konto ist. Wenn man sich mal anschaut, was die Leihspieler bringen könnten, ohne sich zu "verschlechtern". Trotzdem gut, dass ein großteil der Zugänge sitzt, teuer verkaufen macht nämlich mehr Spaß.


Zu deiner HB Passage:

Heriberts kaufmännisches Gen hat in schwieriger Phase zweifellos zu mehr Kontinuität und Konsolidierung geführt, ohne aber auch nur ansatzweise in sportlicher Hinsicht grössere Schritte zu machen. Es lief immerweiterfort im graue Maus Alltag und HB hat sich mehrmals verzockt mit Transfers wie von Bellaid Caio Kweuke Korkmaz Fenin usw. Geschuldet von fehlender Fachkompetenz in sportlicher Hinsicht. Das war an Unprofessionalität schon kaum zu überbieten nach welchen Kriterien und mit was für ärmlichen Scoutingmethoden am Ende Geld in kürzester Zeit rausgeworfen wurde- nachdem es mühsam vorher nach seiner kaufmännischen Art zusammengesammelt wurde.
Dilettantismus in Reinkultur. Mit Veh im ersten Anlauf dann ein Wendepunkt und ein Hauch von mehr Fachwissen was dieser Mann mitbrachte und tatsächlich auch sich sportlich zunächst bemerkbar machte.
HB als Vorreiter oder gar Wegbereiter für Bobics Visionen und Schlagfertigkeit (die Dinge- wenn auch aus der Not heraus- komplett umzukrempeln ) zu betrachten im Nachgang kann ich nicht nachvollziehen wie viele meinen. Er war für mich mit seiner Zement Argumentation ein Stillstandsprediger und rückschrittlich unterwegs wie kein anderer.
Ohne Leute wie Veh (in seiner ersten Amtszeit) Bobic und jetzt MK, auch Hellmann zB brauchst du bei einem Klub wie unserem mit den Möglichkeiten die es bei der SGE noch 2016 gab nicht über Perspektive reden, weil dann gibts/gabs keine.
Zum Glück ist man heute anders aufgestellt.

Und zur heutigen Perspektive- darum gehts ja hier- muss man schon sagen, das es kaum ein Beispiel gibt in der BL wo sich ein Verein so entwickelt hat wie unsere Eintracht. Über so einen längerenZeitraum nun schon. Und das hat mit einer klaren Strategie und unglaublichem Zusammenhalt und Ehrgeiz auf allen Ebenen- von höchstem Gremium bis zur Fangemeinde- zu tun.
Das ist nicht nur eine Momentaufnahme wie einige es sehen wollen, für mich ist das ein echter Turnaround, und ein Beispiel wie man es mit Kreativität Intelligenz und innovativem Geist schafft Dinge zu verändern, sich rauszuarbeiten aus dem Mittelmass. Seine wahren potentiellen Chancen und Möglichkeiten abruft. Mit fachlich kompetenten und siegeshungrigen Typen. Mit Leuten die Erfolg wollen und keine Verwaltung des Status quo. Zielstrebige Leute die es in 2 Dekaden vor Bobic nicht gab, wo die Angst ständiger Wegbevleiter und schlechter Ratgeber war.
Können wir diesen neuen Weg jetzt weiter erfolgreich fortsetzen ?
Denken wir daran das nichts von alleine kommt. Ein MK tut deshalb auch so gut, weil er gerade in einer sehr erfolgreichen Zeit genau da den Finger hebt und vor Selbstgefälligkeit warnt.
Bleiben unsere Protagonisten der Zukunft auf diesem Weg haben wir mMn eine glänzende Perspektive in die vordere Phalanx dauerhaft vorzustossen, Spitzenfussba zu konservieren...


Das Problem ist, dass es in der Bundesliga viele Leute gibt, die Visionen haben, aber das Handwerkszeug fehlt es umzusetzen.
Die Bundesliga ist ein Verdrängungswettbewerb mit Falschspielern. Gibt man Geld aus, muss man es reinholen und da ist der Kampf groß. Wenn man also nicht die Taschen voll hat, muss man sein Risiko klein halten. Das hat Bruchhagen gemacht. Er hat am Ende um den Abstieg zu vermeiden Fabian geholt und damit die gesparte Kohle rausgehauen.
Sind wir mal ehrlich Bobic kam ja nicht hier her und sagte, ich hole den Pokal und dann verkaufe ich teure Stürmer und wachse. Bobic hatte mit Manga ein glückliches Händchen und die Pokalerfolge haben eine Basis geschaffen. Unter Krösche hat man schon MIttelmaß geplant, bis wir die EL gewonnen hatten. Am Ende gehört das notwendige Glück dazu und die Bereitschaft in der passenden Situation mal was zu wagen. Das hat Bruchhagen gemacht, Bobic und auch Krösche. Bruchhagen war am Ende dann nicht der Sparer und genauso wenig hat Krösche Risiko gescheut. Am Ende ist es immer ein wenig anders als das öffentliche Bild scheint.
Ohne die gute Arbeit der Vorgänger und Mitarbeiter würden wir heute nicht so gut da stehen, ohne Bruchhagen wahrscheinlich garnicht als Proficlub existieren!

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Tradition kann man nicht kaufen!
Perspektive der Eintracht |#4240
28.11.2024 - 18:37 Uhr
Zitat von Gruftchaos
Was man hier über Bruchhagen liest, da stellen sich bei mir die Nackenhaare.

Irgendwie scheint es vergessen, dass Bruchhagen seinen Job übernommen und erst einmal die SGE vor der Insolvenz gerettet hat. Er hat mit seinen Kurs erst die ganze Entwicklung ermöglicht. Vom hoch verschuldeten Traditionsverein zum finanziell gesunden Verein mit Festgeldkonto.

Bobic hat den nächsten Schritt dann gemacht, aber ist mit Sicherheit weniger Verantwortlich als Bruchhagen und auch Manga als Chefscout.


Bruchhagen war aber gleichzeitig jemand, der die Eintracht ständig klein geredet hat und nichts dagegen tun wollte, die Grenzen mal zu verschieben. Er predigte ständig wie dezimiert alles doch sei und man ruhig alles machen könne, wenn er weg sei. Dennoch hat er wie Funkel mein Eintracht Fan-Sein geprägt und ist irgendwo auch Kult.
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