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Pascal Breier
Geburtsdatum 02.02.1992
Alter 34
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,85m
Vertrag bis -
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein Vereinslos

Leistungsdaten: 25/26

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 34198
29117
581

Pascal Breier [39]

29.12.2017 - 10:14 Uhr
Zeige Ergebnisse 31-40 von 116.
Pascal Breier [39] |#31
09.01.2021 - 17:21 Uhr
Zitat von Hanseatenjoker
Auch wenn ich gleich wieder Ärger bekomme, aber das war heute gar nichts. Bin ziemlich enttäuscht von ihm


Deine Erwartungshaltung schien heute generell eine hohe gewesen zu sein, wenn man deine Kommentare im Spieltagsthread gelesen hat.

Naja er hatte die dicke Chance aufs 2:0,aber ohne Selbstvertrauen macht man das was er gemacht hat.
Er steckt da fest, wo Verhoek letztes Jahr fest steckte.
Man sieht bei Pascal das er im Kopf nicht frei ist.
Das er es kann wissen wir alle. Das ist der Unterschied zu Verhoek letztes Jahr.
Wir können jetzt den Druck weiter erhöhen und auf ihn verbal einschlagen, oder wir lassen es und sprechen ihm gut zu.

So wie dicke Leute wissen das sie dick sind wissen auch Spieler, wenn sie schlecht gespielt haben, das muss man ihnen nicht ständig sagen.
Pascal Breier [39] |#32
13.01.2021 - 22:02 Uhr
Zitat von HROyal

Doch im Sturmzentrum setzt Härtel auf John Verhoek (sechs Saisontore), Breier muss oft auf die ungeliebte Außenposition ausweichen. Mit der fremdelte er schon, als der Hansa-Trainer noch Pavel Dotchev hieß. „Es wissen alle, dass es nicht meine Wunschposition ist und ich mich dort schwerer tue, als wenn ich vorne spiele“, erklärt der Offensivmann: „Auf Außen habe ich Probleme, gefährlich vors Tor zu kommen. Ich mache viel für die Mannschaft, ich laufe viel, arbeite viel nach hinten, aber nach vorne fehlt mir dann manchmal etwas die Kraft, um in die gefährliche Räume zu kommen.“
Hier ein paar Sätze von Breier zu seiner Situation.


Schon bitter, letztes Jahr war zu Saisonbeginn alles auf Breier ausgerichtet und Verhoek hatte das Problem, dass er dadurch quasi keine Chance hatte zu glänzen und jetzt ist es genau umgekehrt. Ich meine es spricht für Härtel, dass er das damals auch erkannt hat, aber noch bessere wäre es für uns eigentlich, dass wir ein System hätten, wo beide ihre Stärken voll ausspielen könnten, bzw. ein weiteres System, sollte Breier anstatt Verhoek spielen, auch das sehe ich so nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zendo am 13.01.2021 um 22:03 Uhr bearbeitet
Pascal Breier [39] |#33
13.01.2021 - 22:11 Uhr
Zitat von Zendo
Zitat von HROyal

Doch im Sturmzentrum setzt Härtel auf John Verhoek (sechs Saisontore), Breier muss oft auf die ungeliebte Außenposition ausweichen. Mit der fremdelte er schon, als der Hansa-Trainer noch Pavel Dotchev hieß. „Es wissen alle, dass es nicht meine Wunschposition ist und ich mich dort schwerer tue, als wenn ich vorne spiele“, erklärt der Offensivmann: „Auf Außen habe ich Probleme, gefährlich vors Tor zu kommen. Ich mache viel für die Mannschaft, ich laufe viel, arbeite viel nach hinten, aber nach vorne fehlt mir dann manchmal etwas die Kraft, um in die gefährliche Räume zu kommen.“
Hier ein paar Sätze von Breier zu seiner Situation.


Schon bitter, letztes Jahr war zu Saisonbeginn alles auf Breier ausgerichtet und Verhoek hatte das Problem, dass er dadurch quasi keine Chance hatte zu glänzen und jetzt ist es genau umgekehrt. Ich meine es spricht für Härtel, dass er das damals auch erkannt hat, aber noch bessere wäre es für uns eigentlich, dass wir ein System hätten, wo beide ihre Stärken voll ausspielen könnten, bzw. ein weiteres System, sollte Breier anstatt Verhoek spielen, auch das sehe ich so nicht.


Mich wundert auch das diese Frage nicht öfter gestellt wird.
Ich meine können wir es uns leisten einen Stürmer von der Qualität eines Breier oder Verhoek draußen zu lassen ? Da jammern wir jahrelang das wir nur einen oder gar keinen treffsicheren Stürmern haben und nun habe ich das Gefühl wir können mit der Luxus Situation nicht umgehen.

•     •     •

„Sit intra te concordia et publica felicitas“
Pascal Breier [39] |#34
20.02.2021 - 18:51 Uhr
Er hat sie definitiv nicht genutzt. Ich mache ihm kein Vorwurf, da er einfach in der Luft hing, aber von einer genutzten Chance zu sprechen, wäre mMn völlig übertrieben. Verhoek hat vorher auch in solchen Spielen immer stark performed (er macht die Bälle besser fest und läuft strukturierter die Verteidiger an). Außerdem hat Lauberbach in 20 Minuten mehr gezeigt als Breier in 70.

So leid es mir tut, denn ich bin ein großer Breier-Fan, aber aktuell ist er formbedingt nur Stürmer Nr. 3 für mich. Ich hoffe aber, dass sich das auch wieder ändert.

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Happiness only real when shared
Pascal Breier [39] |#35
20.02.2021 - 21:11 Uhr
Seine Leistung heute hat gestimmt, aber er musste auch 1 zu 1 die Rolle von Verhoek übernehmen, was er einfach nicht so gut performen kann. Der Pre-Assist zum 1-0 geht auf ihn, ansonsten wurde er aufgerieben. Ich denke schon, dass ein Verhoek da heute besser performt hätte, er hat in der Luft einfach Vorteile. Auf der anderen Seite ist Breier viel laufstärker und schneller und hat durch sein konsequentes, Sisiphos-artiges anrennen für enorm viel Stress gesorgt, das ist zwar scheinbar wenig effektiv, unterbindet aber konsequent den Spielaufbau des Gegners. Heute war Breier unser erster Zerstörer und in diesem Sinne auch ein Puzzlestück zum Erfolg.


Schwierig, das pro/contra zu beurteilen. Breier fällt einfach gerade durchs Systemraster. Verhoek zerstört nicht so viel, kommt aber zu mehr Abschlüssen.

Ich denke, Verhoek rutscht gegen Viktoria wieder herein.

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Glatter Aal
Pascal Breier [39] |#36
21.02.2021 - 00:33 Uhr
Ich will Breier gar keinen Vorwurf machen und schrieb ja auch an anderer Stelle, dass er heute auf verlorenem Posten Stand.

Aber mal ganz im Ernst, wir brauchen uns doch nun wirklich nicht an seinem "Pre-Assist" hochziehen. Er gewinnt ein Kopfballduell nach einem Einwurf und köpft den Ball kerzenartig unkontrolliert weg vom Tor. Gewonnener Zweikampf, ok, aber mit dem Tor hatte er sonst nichts am Hut. Omla verwertet den schwierigen Ball überragend und nur dadurch entsteht eine gefährliche Aktion. Hätte ein Scherff den Kopfball gewonnen, würde hier niemand auch nur ein Wort darüber verlieren.

Wie gesagt, ich war seit jeher Breier-Fan, aber wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen. Denn zur Wahrheit gehört leider auch, dass Breier die Bälle, die Verhoek verarbeitet bekommt und auch Lauberbach heute verarbeiten konnte, eben so gut wie nie unter Kontrolle gekriegt hat und damit seinen Teil zur fehlenden Offensivstruktur beigetragen hat. Klar, das ist nicht einfach, aber gehört in der Position nun mal zu seinem Job. Wenn er es nicht kann, ist er in unserer aktuellen Spielanlage da leider auch falsch aufgehoben. Genauso gibt es auf der 10 locker 3 bis 4 Spieler, die da besser aufgehoben sind als er. Da bleibt nun mal aktuell, bei aller Sympathie, nur der Flügel, wenn er sich reinkämpfen will.

Und zum Pressing bin ich leider auch komplett anderer Meinung. Klar hat Mannheim nicht immer sofort vertikal spielen können und öfter mal nach hinten abdrehen müssen. Aber genau in diesen Momenten haben wir es nicht geschafft den langen Ball oder gar einen direkten Ballgewinn zu erzwingen. So blieb Mannheim stets im Ballbesitz und wir liefen uns eigentlich nur tot. Pressing dient dazu Ballgewinne zu erzwingen, den Spielaufbau zu stören und dadurch auch in Abschlusssituationen zu kommen. Wo der Gegner heute mal richtig Stress hatte, musst du mir bitte noch erklären. Sobald wir auch nur in die Nähe eines Zweikampfes kamen, konnte Mannheim das mit einer Finte oder einem Vertikalpass auflösen. Erst dann kam unser heute starker Bereich, denn Bahn, Rother und Rhein waren diejenigen, die den Gegner heute mal so richtig gestresst haben. An denen hat sich Mannheim die Zähne ausgebissen, ganz sicher aber nicht an Türpitz, Breier und Omla.

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Happiness only real when shared

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BennySweden am 21.02.2021 um 00:42 Uhr bearbeitet
Pascal Breier [39] |#37
21.02.2021 - 09:07 Uhr
Zunächst finde ich es schon mal gut, dass wir uns darüber einig sind, dass unsere momentane Art Fußball zu spielen, nicht gerade für Breier zuträglich ist. Er hat andere Fähigkeiten als Verhoek und ist demzufolge ihm gegenüber im Nachteil, wenn er genau dessen Job ausfüllen soll.
Diese Einigkeit finde ich erstaunlich, da ich mich inzwischen fast daran gewöhnt habe, dass wir aber auch wirklich zu allen Problemen die wir hier so diskutieren, absolut konträre Meinungen vertreten.
Manchmal denke ich, dass auch die Aussage, dass der Himmel über meinem Heimatort gerade strahlend blau ist, auch in Zweifel gestellt werden könnte und mir vehement klar gemacht wird, das das absolut falsch ist.
Breier hat also momentan das Problem, dass es für ihn bei uns gerade keine Position gibt, die seine Spielweise unterstützt. Und das wurde auch gestern wieder mehr als deutlich. Wir hatten besonders in der Anfangsphase überhaupt keinen Zugriff. Und nach meiner Meinung lag das daran, dass vorne keine Bälle fest gemacht wurden, die dann auf unsere anderen Offensivspieler abgelegt werden konnten und diese dann ins Spiel brachten. Leider gelang es erst ziemlich spät, unser Spiel dann von hinten aufzubauen und dann auch mehr Zugriff zu bekommen. Das Tor half uns dabei, auch wenn es eine absolute Zufallsaktion war.
Scherff führt einen Einwurf am Rande der Legalität aus, Breier verlängert irgendwie auch noch weg vom Tor, Omladic bekommt den Hacken ran und Neidhart trifft mit einem Sonntagsschuss. Aber egal, jetzt taten sich ein paar Räume mehr auf und unser Spiel nach vorn wurde besser, auch wenn er noch immer irgendwie holprig aussah. Türpitz kam gar nicht ins Spiel, was nach meiner Meinung aber auch an der fehlenden offensiven Unterstützung von Scherff lag. Neidhart ist da nicht nur wegen seinem Tor ein ganz anderes Kaliber.
Aber diese Verbesserung unseres Spiels hatte nichts mit Breier zu tun, was ich ihm jedoch nicht wirklich vorwerfe, er ist im Moment einfach dumm dran und deshalb konnte er eigentlich nicht wirklich glänzen.
Lauberbach war sofort besser im Spiel, weil er einfach in seinen Anlagen viel dichter an Verhoek dran ist als Breier und er deshalb auch besser klar kam. Schwere Zeiten für Breier!
Pascal Breier [39] |#38
22.02.2021 - 13:57 Uhr
Zitat von spence
Zunächst finde ich es schon mal gut, dass wir uns darüber einig sind, dass unsere momentane Art Fußball zu spielen, nicht gerade für Breier zuträglich ist. Er hat andere Fähigkeiten als Verhoek und ist demzufolge ihm gegenüber im Nachteil, wenn er genau dessen Job ausfüllen soll.
Diese Einigkeit finde ich erstaunlich, da ich mich inzwischen fast daran gewöhnt habe, dass wir aber auch wirklich zu allen Problemen die wir hier so diskutieren, absolut konträre Meinungen vertreten.
Manchmal denke ich, dass auch die Aussage, dass der Himmel über meinem Heimatort gerade strahlend blau ist, auch in Zweifel gestellt werden könnte und mir vehement klar gemacht wird, das das absolut falsch ist.
Breier hat also momentan das Problem, dass es für ihn bei uns gerade keine Position gibt, die seine Spielweise unterstützt. Und das wurde auch gestern wieder mehr als deutlich. Wir hatten besonders in der Anfangsphase überhaupt keinen Zugriff. Und nach meiner Meinung lag das daran, dass vorne keine Bälle fest gemacht wurden, die dann auf unsere anderen Offensivspieler abgelegt werden konnten und diese dann ins Spiel brachten. Leider gelang es erst ziemlich spät, unser Spiel dann von hinten aufzubauen und dann auch mehr Zugriff zu bekommen. Das Tor half uns dabei, auch wenn es eine absolute Zufallsaktion war.
Scherff führt einen Einwurf am Rande der Legalität aus, Breier verlängert irgendwie auch noch weg vom Tor, Omladic bekommt den Hacken ran und Neidhart trifft mit einem Sonntagsschuss. Aber egal, jetzt taten sich ein paar Räume mehr auf und unser Spiel nach vorn wurde besser, auch wenn er noch immer irgendwie holprig aussah. Türpitz kam gar nicht ins Spiel, was nach meiner Meinung aber auch an der fehlenden offensiven Unterstützung von Scherff lag. Neidhart ist da nicht nur wegen seinem Tor ein ganz anderes Kaliber.
Aber diese Verbesserung unseres Spiels hatte nichts mit Breier zu tun, was ich ihm jedoch nicht wirklich vorwerfe, er ist im Moment einfach dumm dran und deshalb konnte er eigentlich nicht wirklich glänzen.
Lauberbach war sofort besser im Spiel, weil er einfach in seinen Anlagen viel dichter an Verhoek dran ist als Breier und er deshalb auch besser klar kam. Schwere Zeiten für Breier!

Gerade was deinen letzten Absatz betrifft, bin ich absolut bei dir. Ich habe daher auch absolut nicht verstanden, warum Härtel Breier und nicht Lauberbach von Beginn an aufgestellt hat, weil es eben nur darum ging, Verhoek und dessen Aufgabe im System 1:1 zu ersetzen. Es erscheint sogar mir als einfachem Fan, der mit „abkippendem Zehner, asymmetrischem Linksverteidiger“ (Nürnberg- Trainer Klauß letzte Woche auf der PK) usw. wenig anfangen kann, plausibel, dass ein Stürmer mit ähnlicher Größe, Statur und Technik dieser Aufgabe besser gewachsen scheint, als ein Breier, der mehr übers Tempo kommt und selber Raum für sein Spiel braucht. Ich kann es mir nur als „Respekt- Geste vor einem einigermaßen verdienten Spieler“ vorstellen und dass man Breier nicht vor den Kopf stoßen wollte, in dem man ihm nun auch noch Lauberbach vorzieht, was zwar einerseits für die menschlichen Qualitäten von Härtel spricht, andererseits unserem Spiel alles andere als zuträglich war.
Pascal Breier [39] |#39
22.02.2021 - 22:32 Uhr
Spoiler: es wird jetzt etwas psychologisch.

Die Aufstellung von Breier im letzten Spiel ist vor allem als Signal an den Spieler und ans Team zu verstehen. Es geht innerhalb eines Gruppengefüges - jede zusammenarbeitende Gruppe ist eine enorm komplexe Angelegenheit - eben nicht immer nur um die nackten Zahlen und Statistiken.

Breier ist ein "verdienter" Spieler, der sich mit seiner Vertragsverlängerung klar zum Verein bekannt und sich nach einem Form- und Motivationstief wieder herangearbeitet hat. Da gab es durchaus ein paar Faktoren, die das Loch erklären können, der Verlust des Stammplatzes, die Geburt seines ersten Kindes (was wohl bei jedem frischgebackenen Papa beim ersten Mal eine Weile dauert, bis da die Prioritäten und die Konzentration wieder neu geordnet und das Leben organisiert angegangen wird).

Die menschliche Komponente spielt trotz des Leistungsprinzips in jeder gruppenbezogenen Dynamik eine sehr große Rolle, das kann man nicht einfach so ausklammern, es ist schließlich ein Teamsport, wo jeder einzelne dadurch gewinnt, dass seine Teamkollegen motiviert sind und es auch bleiben und dadurch vollen Einsatz und Solidarität zeigen; da geht es in erster Linie am Ende um Vertrauen. Da kann auch jeder mal auf sich selber schauen und vergleichen, welche Leistung er in seiner jeweiligen Profession ohne Vertrauen und Verantwortung von Arbeitgeber- und Mitarbeiterseite zu liefern imstande ist. Wer da behauptet, trotzdem zufriedenstellend abliefern zu können, war wahrscheinlich noch nicht in einer solchen Situation.

Dazu ist Breiers Job aktuell kein einfacher, da er nicht in einer Rolle aufläuft, in der er seine Stärken zu 100 % abliefern kann, wo er sich flexibel und auch ein Stück weit demütig zeigen muss. Er ist weder ein klassischer Verteiler/Wandspieler wie Verhoek, noch ein Rechts- bzw Linksaußen. Dennoch bietet er sich an und versucht alles, um Impact zu erzeugen; gegen Verl hat er zwei Tore eingeleitet, gegen Waldhof hatte er auch einen Fuß drin beim 1-0. Klar, er ist Profi und dazu gehört auch, dass er flexibel und leistungsbereit sein muss, dass wird von jedem anderen Arbeitnehmer auch erwartet, aber genau das liefert er ja in der Rückrunde auch.

Und wenn er dann trotzdem nicht von Beginn an aufgestellt worden wäre, er also aus seiner momentanen Situation als Vertreter eines anderen, trotz persönlichem Engagement und positivem Einfluss auf das Ergebnis, nicht die erste Wahl als ebendiese Vertretung gewesen wäre, dann hätte das nichts anderes bedeutet, als dass ihm das Vertrauen entzogen worden wäre. Ich denke, unter dem Strich, hat Härtel aus sportlichen und menschlichen Gesichtspunkten gut daran getan, ihn aufzustellen. Wäre ihm Lauberbach vorgezogen worden, so wäre dies für den nüchternen außenstehenden Beobachter vielleicht nachzuvollziehen - "das hat doch keinen Sinn so mit dem, dat bringt doch nix" - für Breier käme es aber einer Ausbootung gleich, was ja in letzter Konsequenz nur auf eine Trennung hinauslaufen kann, denn wenn er nicht dann das Vertrauen bekommt, wenn er "an der Reihe" wäre, wann denn dann?

Unter dieser Prämisse kommen wir auch schon zum Knackpunkt: Härtel hat ein Team aufgebaut, dass zuallererst wegen seiner Organisation und mannschaftlichen Geschlossenheit aktuell erfolgreich Fussball spielt. Jeder beißt sich für jeden rein, ist bereit, Fehler des anderen auszubügeln und in die Bresche zu springen. Fällt ein Verhoek aus, weiß die Mannschaft: "da ist jemand, dem wir hundertpro vertrauen können, der kann nicht nur was, der hängt sich auch für uns rein, das hat er schon bewiesen, das haben wir gemeinsam gelebt und erfahren". Das ist, gruppenpsychologisch gesehen, enorm wichtig, um auf Strecke als Gruppe Erfolge zu generieren. Gerade in einem Betätigungsfeld, in dem sowohl Fehler und Versagensmomente als auch gelungene Aktionen so extrem ins Gewicht schlagen.

Insofern bin ich da wirklich froh, dass Härtel ihn aufgestellt hat.

Sorry, das war jetzt viel Theorie, da sind sicher auch meine persönlichen Erfahrungen als Teamleiter und Papa hereingeflossen. Ausdrücken wollte ich damit eigentlich nur, dass es nicht immer die beste Lösung ist, schnell, rational-kühl und kurzfristig zu denken, sondern auch "das große Ganze" in einer Gruppendynamik zu beleuchten und aufzuzeigen, und damit zu erklären, warum es schon ganz okay ist, dass Breier spielt.

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Glatter Aal
Pascal Breier [39] |#40
23.02.2021 - 06:06 Uhr
Zitat von Raulinho7
Zitat von spence

Zunächst finde ich es schon mal gut, dass wir uns darüber einig sind, dass unsere momentane Art Fußball zu spielen, nicht gerade für Breier zuträglich ist. Er hat andere Fähigkeiten als Verhoek und ist demzufolge ihm gegenüber im Nachteil, wenn er genau dessen Job ausfüllen soll.
Diese Einigkeit finde ich erstaunlich, da ich mich inzwischen fast daran gewöhnt habe, dass wir aber auch wirklich zu allen Problemen die wir hier so diskutieren, absolut konträre Meinungen vertreten.
Manchmal denke ich, dass auch die Aussage, dass der Himmel über meinem Heimatort gerade strahlend blau ist, auch in Zweifel gestellt werden könnte und mir vehement klar gemacht wird, das das absolut falsch ist.
Breier hat also momentan das Problem, dass es für ihn bei uns gerade keine Position gibt, die seine Spielweise unterstützt. Und das wurde auch gestern wieder mehr als deutlich. Wir hatten besonders in der Anfangsphase überhaupt keinen Zugriff. Und nach meiner Meinung lag das daran, dass vorne keine Bälle fest gemacht wurden, die dann auf unsere anderen Offensivspieler abgelegt werden konnten und diese dann ins Spiel brachten. Leider gelang es erst ziemlich spät, unser Spiel dann von hinten aufzubauen und dann auch mehr Zugriff zu bekommen. Das Tor half uns dabei, auch wenn es eine absolute Zufallsaktion war.
Scherff führt einen Einwurf am Rande der Legalität aus, Breier verlängert irgendwie auch noch weg vom Tor, Omladic bekommt den Hacken ran und Neidhart trifft mit einem Sonntagsschuss. Aber egal, jetzt taten sich ein paar Räume mehr auf und unser Spiel nach vorn wurde besser, auch wenn er noch immer irgendwie holprig aussah. Türpitz kam gar nicht ins Spiel, was nach meiner Meinung aber auch an der fehlenden offensiven Unterstützung von Scherff lag. Neidhart ist da nicht nur wegen seinem Tor ein ganz anderes Kaliber.
Aber diese Verbesserung unseres Spiels hatte nichts mit Breier zu tun, was ich ihm jedoch nicht wirklich vorwerfe, er ist im Moment einfach dumm dran und deshalb konnte er eigentlich nicht wirklich glänzen.
Lauberbach war sofort besser im Spiel, weil er einfach in seinen Anlagen viel dichter an Verhoek dran ist als Breier und er deshalb auch besser klar kam. Schwere Zeiten für Breier!


Sorry bin da nicht komplett bei euch, was das Thema das es derzeit keine richtige Position für Breier usw. gibt. Auch fand ich das Breier es am Sa. nicht schlecht gemacht hat. Die Frage ist doch bitte, muss denn Verhoek 1:1 ersetzt werden? Wollen bzw. müssen wir uns auf einen Spieler vorne im Zentrum verlassen, der die Bälle vielleicht etwas besser festmachen kann oder kann man das Spiel bei einem Fehlen von JV nicht durch einige Nuancen verändern, dass die Stärken anderer Spieler besser zum Tragen kommen können? Das verstehe ich nicht, dass man sich da plötzlich so abhängig macht. Auch die letzten Spiele von John waren nicht wirklich immer so mega gut, dass er sich immer irgendwie in den Vordergrund gespielt hat. Denke schon, dass uns zum Beispiel bei 1860 ein lauffreudiger schneller Stürmer gg. Erdmann gut getan hätte. Breier hat gg. die 3 großen Abwehrspieler in der gleichen Position mit den gleichen Abspielen wie sonst auf John natürlich erstmal viel Arbeiten müssen am Samstag. Aber er hat sein Anteil daran, dass wir einen besseren Zugriff auf das Spiel Mitte der 1ten HZ bekommen konnten. Er hat den Pre-Assist (Glück des Tüchtigen) gehabt, er hat sehr viel Lücken gerissen. Ob Verhoek da besser ausgesehen hätte, wissen wir alle nicht. Ich bin zufrieden und denke auch, dass Breier noch sehr wichtig wird diese Saison.


Also hier muss ich echt nochmal einhaken, da mich viele Aussagen wirklich stören:

- Das Spiel (ich denke du meinst die Taktik) lieber verändern als Verhoek mit einem gleichen Spielertypen zu ersetzen.
Mal ganz im Ernst, wir haben einen mega Lauf und ein Teil des Erfolges ist Verhoek, der lange Bälle festmachen und verteilen kann. Dazu hat er ja auch noch andere Stärken, aber darauf muss ich hier eigentlich noch nicht eingehen. Warum bitte schön soll ich daran rütteln und einen anderen Spielertypen einsetzen, wenn wir mit Lauberbach eben genau den perfekten Ersatz geholt haben. Psychologische Gründe hier bitte außen vorlassen, da es dir darum ja offensichtlich nicht ging.

Frage 2 dazu: Was genau würdest du im Spiel denn bitte verändern, damit Breier Stärken besser zum Tragen kommen? Die langen Bälle auf Verhoek, die gespielt werden, sind ja nicht unser geplanter Spielaufbau. Wir wollen es hinten heraus flach auflösen, egal ob über außen oder durch die Zentrale. Ein langer Ball wird nur geschlagen, wenn Not am Mann ist. Würdest du die brenzligen Situationen also auch lieber flach auflösen? Möchtest du stattdessen unsere nicht vorhandenen Sprinter steil schicken? Also mir fällt da keine Lösung ein. Auf dieses Mittel müssen auch Bayern, Leipzig oder Dortmund mal zurückgreifen und die haben da mit Lewandowski, Poulsen oder Haaland auch Jungs drin, die mit solchen Bällen etwas anfangen können.

- "Die letzten Spiele von Verhoek waren nicht immer mega gut"
Wenn ich deine Aussage wörtlich nehme, hast du natürlich Recht. Keiner unserer Spieler spielt jede Woche mega gut, nicht mal Kolke oder Riedel. Aber John ist in dieser Saison so enorm beständig geworden und war gerade seit der Winterpause in vielen Spielen immer einer der Besten und das ganz bestimmt nicht, weil er Bälle gut festmachen kann. Besonders sein Anlaufen, seine Galligkeit, seine Übersicht und auch seine Führungsfahigkeiten sind auf einem so hohen Niveau, dass Breier ihm aktuell in nichts davon das Wasser reichen könnte. Mal ganz ab davon, dass er ja auch fleißig scored. Er hat in 18 Spielen 8 Tore und 4 Assists gesammelt. Und wir reden hier von richtigen Assists und keinen Pre-Assists-Kopfballkerzen rolleyes Da würden sicher auch noch einige dazu kommen, dann aber auch kontrollierte und überlegte Sachen.

Ich mag Breier vor allem für sein unkonventionelles und unberechenbares Spiel. Wenn er Raum hat und mit Tempo auf den Gegner zugeht, ist er mit dem entsprechenden Selbstvertrauen eine echte Waffe. Im letzten Jahr sind wir nicht so oft auf tiefstehende Gegner gestoßen, sodass Breier Stärken besser zur Geltung kommen konnten und seine Schwächen nicht so ins Gewicht fielen. In diesem Jahr sieht das leider anders aus, hinzu kommt noch sein erschreckendes Formtief.

Zusammenfassend möchte ich dennoch nochmal erwähnen, dass ich fest die Daumen drücke, dass Breier sich wieder ins Team spielt, da er ein echter Sympathieträger ist. Aber dieser Umstand lässt hier viele einfach den Blick aufs Wesentliche verlieren. Wir marschieren stramm Richtung Aufstieg und manche nörgeln echt, dass das System nicht an Spieler angepasst oder fordern generell den Einsatz von Spielern, die nur aufgrund ihrer Beliebtheit gefordert werden. Diese ungleichmäßige Beurteilung zwischen beliebten Spielern wie Breier oder auch bspw. eines Bahns und unbeliebten Spielern wie Scherff ärgern mich einfach enorm. Klar, es hat natürlich keinen direkten Einfluss aufs Team, was wir hier so schreiben. Aber ich habe oft genug erlebt, wie hier negative Stimmungen erzeugt werden, weshalb am Ende nach bspw. zwei Niederlagen wieder alles in Frage gestellt und eine Systemumstellung auf zwei Stürmer gefordert wird, damit die Forumslieblinge irgendwie ihren Platz im Team finden.

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