| Geburtsdatum | 15.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Niko Kovac [Trainer]
29.01.2025 - 23:50 Uhr
21.05.2026 - 09:59 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du dich in das Thema nicht eingemischt hättest, weil was soll dein Post aussagen?
Wo ist das Problem, dass die Bayern vielleicht mit Ihrer Saison nicht zufrieden sind? Dennoch haben Sie deutlich mehr finanzielle Kraft, einen deutlich besseren Kader und können mal eben 50 Millionen in die Breite investieren. Diese Fakten bleiben ja, unabhängig von der eigenen Bewertung, bestehen und ändern sich nicht.
Der Abstand vom BvB auf die Bayern wird ja nicht durch vollmundige Aussagen geringer.
Und du kannst gerne bei deiner Einschätzung zu Meisterschaft und Pokal bleiben. Dein Anspruch wurde ja durch die fast Meisterschaft (vor drei Jahren) und dem CL-Finale (vor zwei Jahren) gedeckt.
Von daher verstehe ich deinen Post ehrlicherweise nicht...
21.05.2026 - 10:00 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Wenn wir beide Spiele gegen Bayern verlieren und wir es schaffen sollten, 30 Spiele zu gewinnen, wieso sollte Bayern dann plötzlich aus 32 Spielen mit zwei Siegen gegen uns im Rücken 4 Spiele verlieren und in einem weiteren Punkte liegen lassen? Trotzdem hat Bayern es erst zwei Mal geschafft 90 Punkte zu erreichen. Wenn sie es als Nummer 1 es erst zwei Mal geschafft haben, wieso sollten wir es als Nummer 2 eigentlich schaffen?
Wir zahlen 46% der Gehälter von Bayern, haben einen Marktwert, der 51% von dem der Bayern beträgt. Sollen aber wenigstens alle 5 Jahre ebenbürtig sein? Zum Vergleich, Leipzig hat einen Marktwert der 95% von unsren beträgt, Leverkusen 90%, um einen Abstand wie zu den Bayern zu haben sind wir ungefähr bei Wolfsburg angekommen. Das ist die Realität. Sollte Wolfsburg jetzt mindestens alle 5 Jahre bis zum letzten Spieltag um die Vizemeisterschaft kämpfen müssen?
Natürlich kann man den Anspruch haben, dass man jedes Spiel, in dem man einen höheren Marktwert hat, gewinnt. Gerne kann man Leipzig und Leverkusen auswärts auch davon ausklammern. Dann darf man aber nicht von einer spannenden Meisterschaft bis zum letzten Spieltag ausgehen, dann gilt die Erwartungshaltung um so mehr für Bayern. Sprich, die Meisterschaft wäre spätestens nach dem 31. Spieltag (wenn Bayern, Leipzig oder Leverkusen an den letzten 3 Spieltagen sind) entschieden.
Unser Anspruch sollte es sein, Platz 2 einzunehmen. Und unserer Ziel sollte es sein, da zu sein, wenn Bayern schwächelt. Aber das Ziel auszugeben, dass Bayern schwächeln soll oder das man die absolut perfekte Saison spielen möchte ist schlicht nicht ambitioniert, sondern illusorisch.
21.05.2026 - 10:05 Uhr
Sind wir hier überhaupt noch beim Thema, Jungs...? Niko Kovac.
21.05.2026 - 10:07 Uhr
Zitat von derNils
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du dich in das Thema nicht eingemischt hättest, weil was soll dein Post aussagen?
Wo ist das Problem, dass die Bayern vielleicht mit Ihrer Saison nicht zufrieden sind? Dennoch haben Sie deutlich mehr finanzielle Kraft, einen deutlich besseren Kader und können mal eben 50 Millionen in die Breite investieren. Diese Fakten bleiben ja, unabhängig von der eigenen Bewertung, bestehen und ändern sich nicht.
Der Abstand vom BvB auf die Bayern wird ja nicht durch vollmundige Aussagen geringer.
Und du kannst gerne bei deiner Einschätzung zu Meisterschaft und Pokal bleiben. Dein Anspruch wurde ja durch die fast Meisterschaft (vor drei Jahren) und dem CL-Finale (vor zwei Jahren) gedeckt.
Von daher verstehe ich deinen Post ehrlicherweise nicht...
Zitat von Freischuetzbvb
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du dich in das Thema nicht eingemischt hättest, weil was soll dein Post aussagen?
Wo ist das Problem, dass die Bayern vielleicht mit Ihrer Saison nicht zufrieden sind? Dennoch haben Sie deutlich mehr finanzielle Kraft, einen deutlich besseren Kader und können mal eben 50 Millionen in die Breite investieren. Diese Fakten bleiben ja, unabhängig von der eigenen Bewertung, bestehen und ändern sich nicht.
Der Abstand vom BvB auf die Bayern wird ja nicht durch vollmundige Aussagen geringer.
Und du kannst gerne bei deiner Einschätzung zu Meisterschaft und Pokal bleiben. Dein Anspruch wurde ja durch die fast Meisterschaft (vor drei Jahren) und dem CL-Finale (vor zwei Jahren) gedeckt.
Von daher verstehe ich deinen Post ehrlicherweise nicht...
Ich könnte jetzt sagen,wenn du ein bisschen mehr Ambitionen an den Tag legen würdest dann würdest Du die Intention meines Posts schon verstehen aber mache ich jetzt mal nicht und bleibe weiterhin bei der Aussage. Das die Roten aus dem Süden fast das doppelte an finanzieller Strahlkraft haben ist mir vollkommen klar, aber wir haben eben halt auch im Vergleich zum Rest der Liga fast dieselbe Strahlkraft oder nicht und darauf bezog sich mein Post ich hoffe es ist jetzt deutlicher geworden.
21.05.2026 - 10:29 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb
Ich könnte jetzt sagen,wenn du ein bisschen mehr Ambitionen an den Tag legen würdest dann würdest Du die Intention meines Posts schon verstehen aber mache ich jetzt mal nicht und bleibe weiterhin bei der Aussage. Das die Roten aus dem Süden fast das doppelte an finanzieller Strahlkraft haben ist mir vollkommen klar, aber wir haben eben halt auch im Vergleich zum Rest der Liga fast dieselbe Strahlkraft oder nicht und darauf bezog sich mein Post ich hoffe es ist jetzt deutlicher geworden.
Zitat von derNils
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du dich in das Thema nicht eingemischt hättest, weil was soll dein Post aussagen?
Wo ist das Problem, dass die Bayern vielleicht mit Ihrer Saison nicht zufrieden sind? Dennoch haben Sie deutlich mehr finanzielle Kraft, einen deutlich besseren Kader und können mal eben 50 Millionen in die Breite investieren. Diese Fakten bleiben ja, unabhängig von der eigenen Bewertung, bestehen und ändern sich nicht.
Der Abstand vom BvB auf die Bayern wird ja nicht durch vollmundige Aussagen geringer.
Und du kannst gerne bei deiner Einschätzung zu Meisterschaft und Pokal bleiben. Dein Anspruch wurde ja durch die fast Meisterschaft (vor drei Jahren) und dem CL-Finale (vor zwei Jahren) gedeckt.
Von daher verstehe ich deinen Post ehrlicherweise nicht...
Zitat von Freischuetzbvb
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Auch finde ich dass der BVB durchaus den Anspruch haben sollte alle fünf Jahre mal ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du dich in das Thema nicht eingemischt hättest, weil was soll dein Post aussagen?
Wo ist das Problem, dass die Bayern vielleicht mit Ihrer Saison nicht zufrieden sind? Dennoch haben Sie deutlich mehr finanzielle Kraft, einen deutlich besseren Kader und können mal eben 50 Millionen in die Breite investieren. Diese Fakten bleiben ja, unabhängig von der eigenen Bewertung, bestehen und ändern sich nicht.
Der Abstand vom BvB auf die Bayern wird ja nicht durch vollmundige Aussagen geringer.
Und du kannst gerne bei deiner Einschätzung zu Meisterschaft und Pokal bleiben. Dein Anspruch wurde ja durch die fast Meisterschaft (vor drei Jahren) und dem CL-Finale (vor zwei Jahren) gedeckt.
Von daher verstehe ich deinen Post ehrlicherweise nicht...
Ich könnte jetzt sagen,wenn du ein bisschen mehr Ambitionen an den Tag legen würdest dann würdest Du die Intention meines Posts schon verstehen aber mache ich jetzt mal nicht und bleibe weiterhin bei der Aussage. Das die Roten aus dem Süden fast das doppelte an finanzieller Strahlkraft haben ist mir vollkommen klar, aber wir haben eben halt auch im Vergleich zum Rest der Liga fast dieselbe Strahlkraft oder nicht und darauf bezog sich mein Post ich hoffe es ist jetzt deutlicher geworden.
Ne, ist es nicht.
Du bringst selbst Argumente/Erwartungen (alle fünf Jahre Meisterschaft bis zum letzten Spieltag/Pokal), die der Verein erfüllt hat. Und das ohne die großen Kampfansagen an die Bayern. Da spielt die Strahlkraft doch überhaupt keine Rolle.
Wo ist dein stichhaltiges Argument, dass eine großspurige Ansage, gleich sportlichem Erfolg ist? Es ist doch belegbar, dass dem, nach deinen eigenen Standards, nicht so ist.
Kovac selbst nennt den realistischen Ist-Zustand. Verschweigt dabei aber nicht, dass man eben spielerisch besser werden und in CL und Pokal besser abschneiden muss. Wo ist die belegbare Kritik, dass diese Aussagen gleichbedeutend mit Ambitionslosigkeit sind?
21.05.2026 - 20:18 Uhr
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
21.05.2026 - 21:28 Uhr
Zitat von Perca
Wenn wir beide Spiele gegen Bayern verlieren und wir es schaffen sollten, 30 Spiele zu gewinnen, wieso sollte Bayern dann plötzlich aus 32 Spielen mit zwei Siegen gegen uns im Rücken 4 Spiele verlieren und in einem weiteren Punkte liegen lassen? Trotzdem hat Bayern es erst zwei Mal geschafft 90 Punkte zu erreichen. Wenn sie es als Nummer 1 es erst zwei Mal geschafft haben, wieso sollten wir es als Nummer 2 eigentlich schaffen?
Wir zahlen 46% der Gehälter von Bayern, haben einen Marktwert, der 51% von dem der Bayern beträgt. Sollen aber wenigstens alle 5 Jahre ebenbürtig sein? Zum Vergleich, Leipzig hat einen Marktwert der 95% von unsren beträgt, Leverkusen 90%, um einen Abstand wie zu den Bayern zu haben sind wir ungefähr bei Wolfsburg angekommen. Das ist die Realität. Sollte Wolfsburg jetzt mindestens alle 5 Jahre bis zum letzten Spieltag um die Vizemeisterschaft kämpfen müssen?
Natürlich kann man den Anspruch haben, dass man jedes Spiel, in dem man einen höheren Marktwert hat, gewinnt. Gerne kann man Leipzig und Leverkusen auswärts auch davon ausklammern. Dann darf man aber nicht von einer spannenden Meisterschaft bis zum letzten Spieltag ausgehen, dann gilt die Erwartungshaltung um so mehr für Bayern. Sprich, die Meisterschaft wäre spätestens nach dem 31. Spieltag (wenn Bayern, Leipzig oder Leverkusen an den letzten 3 Spieltagen sind) entschieden.
Unser Anspruch sollte es sein, Platz 2 einzunehmen. Und unserer Ziel sollte es sein, da zu sein, wenn Bayern schwächelt. Aber das Ziel auszugeben, dass Bayern schwächeln soll oder das man die absolut perfekte Saison spielen möchte ist schlicht nicht ambitioniert, sondern illusorisch.
Zitat von Freischuetzbvb
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Also eigentlich will ich mich in dieses leidliche Thema Meisterschaftsambitionen gar nicht mehr einmischen weil da dreht man sich auch ständig im Kreis. Du benennst Punkte das Borussia Dortmund auch nicht uneingeschränkt mit der Saison zufrieden gewesen wäre, ich muss ganz ehrlich sagen, die Roten sind jede Saison nicht uneingeschränkt zufrieden mit ihrer gespielten Saison,vielleicht Ausnahme die 90 Punkte Saison unter Pep Guardiola. Das ist für mich einfach kein Argument.Ich kann auch als Argument anbringen, wenn ich 30 Spiele in der Bundesliga Gewinne und vier verliere,also die beiden gegen die Roten aus München und dann noch in Leipzig und in Leverkusen, werde ich definitiv auch deutscher Meister. Müssten wir vom Kaderwert her eigentlich auch mal schaffen, haben wir aber noch nie geschafft und waren noch nichtmals in der Nähe dieser 90 Punkte. Wobei ich aber bleibe,was ich auch schon in einigen Post vorher mal geschrieben habe, Borussia Dortmund sollte in der Lage sein wenigstens alle fünf Jahre mal bis zum letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Das finde ich darf bzw sollte man schon als Anspruch haben.
Wenn wir beide Spiele gegen Bayern verlieren und wir es schaffen sollten, 30 Spiele zu gewinnen, wieso sollte Bayern dann plötzlich aus 32 Spielen mit zwei Siegen gegen uns im Rücken 4 Spiele verlieren und in einem weiteren Punkte liegen lassen? Trotzdem hat Bayern es erst zwei Mal geschafft 90 Punkte zu erreichen. Wenn sie es als Nummer 1 es erst zwei Mal geschafft haben, wieso sollten wir es als Nummer 2 eigentlich schaffen?
Wir zahlen 46% der Gehälter von Bayern, haben einen Marktwert, der 51% von dem der Bayern beträgt. Sollen aber wenigstens alle 5 Jahre ebenbürtig sein? Zum Vergleich, Leipzig hat einen Marktwert der 95% von unsren beträgt, Leverkusen 90%, um einen Abstand wie zu den Bayern zu haben sind wir ungefähr bei Wolfsburg angekommen. Das ist die Realität. Sollte Wolfsburg jetzt mindestens alle 5 Jahre bis zum letzten Spieltag um die Vizemeisterschaft kämpfen müssen?
Natürlich kann man den Anspruch haben, dass man jedes Spiel, in dem man einen höheren Marktwert hat, gewinnt. Gerne kann man Leipzig und Leverkusen auswärts auch davon ausklammern. Dann darf man aber nicht von einer spannenden Meisterschaft bis zum letzten Spieltag ausgehen, dann gilt die Erwartungshaltung um so mehr für Bayern. Sprich, die Meisterschaft wäre spätestens nach dem 31. Spieltag (wenn Bayern, Leipzig oder Leverkusen an den letzten 3 Spieltagen sind) entschieden.
Unser Anspruch sollte es sein, Platz 2 einzunehmen. Und unserer Ziel sollte es sein, da zu sein, wenn Bayern schwächelt. Aber das Ziel auszugeben, dass Bayern schwächeln soll oder das man die absolut perfekte Saison spielen möchte ist schlicht nicht ambitioniert, sondern illusorisch.
Warum fehlt bei Leipzig und Bayer die Gehälterangabe, bei Bayern aber nicht?
21.05.2026 - 21:49 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Ich mische mich auch nochmal ein.
In meinen Augen ist diese Bescheidenheit und das kleine Brötchen backen fehl am Platze. Warum sollte man dies machen? Wen will man damit befriedigen? Will man sich nicht dem Spott der Konkurrenz aussetzen, wenn man 16 Punkte hinter dem Meister einläuft? Der Spott kommt so oder so.
Es ist zu 100% völlig richtig, dass die Kommunikation nach Außen, was diesen Aspekt angeht, ein Spiegelbild der Selbstverständnisses ist. Die Attitüde, die man nach Außen trägt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psychologie der Mannschaft. Wenn man bezogen auf die investierbaren Summen oder im Bezug auf Kritik an den eigenen Spielern tief stapelt und sich bedeckt hält, ist das völlig verständlich. Aber natürlich muss ein Verein wie Bourssia Dortmund antreten um Meister zu werden. Und diese Ambition muss man sowohl Nach Außen als auch in die Mannschaft tragen. Tut man dies nicht, wird man auch weniger attraktiv für Spieler, die Meister werden wollen. Wie will man nach Innen hin die Gier auf Siege erzeugen, wenn man das Gefühl vermittelt, man sei mit wengier als dem Besten zufrieden. Klar kann man im Nachhinein sagen, dass man ein Spiel gegen Leverkusen im Pokal mal verlieren kann. Aber es muss doch vorher das Ziel sein, den Gegner wegzuputzen. Genau wie es das Ziel sein muss, die Bayern aus dem Stadion zu schießen, wenn die zu Gast sind. Da kann kan ruhig einmal große Klappe haben. Wenn man dan doch verliert, kann sich auch keiner was davon kaufen, wenn er freundlich und bescheiden gewirkt hat. Die Bayern machen es vor. Da wird auf die Kac*ke gehauen und da lebt man die hohen Ambitionen auch.
Mit der aktuellen Kommunikation sieht es aus, als fände man es OK, wenn z.B. ein Adeyemi mal lustlos spielt. Nach dem Motto "man kann ja mal einen schlechten Tag haben".
In meinen Augen sollte man das ändern und mit breiterer Brust auftreten.
21.05.2026 - 22:20 Uhr
Zitat von djhaax
Ich mische mich auch nochmal ein.
In meinen Augen ist diese Bescheidenheit und das kleine Brötchen backen fehl am Platze. Warum sollte man dies machen? Wen will man damit befriedigen? Will man sich nicht dem Spott der Konkurrenz aussetzen, wenn man 16 Punkte hinter dem Meister einläuft? Der Spott kommt so oder so.
Es ist zu 100% völlig richtig, dass die Kommunikation nach Außen, was diesen Aspekt angeht, ein Spiegelbild der Selbstverständnisses ist. Die Attitüde, die man nach Außen trägt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psychologie der Mannschaft. Wenn man bezogen auf die investierbaren Summen oder im Bezug auf Kritik an den eigenen Spielern tief stapelt und sich bedeckt hält, ist das völlig verständlich. Aber natürlich muss ein Verein wie Bourssia Dortmund antreten um Meister zu werden. Und diese Ambition muss man sowohl Nach Außen als auch in die Mannschaft tragen. Tut man dies nicht, wird man auch weniger attraktiv für Spieler, die Meister werden wollen. Wie will man nach Innen hin die Gier auf Siege erzeugen, wenn man das Gefühl vermittelt, man sei mit wengier als dem Besten zufrieden. Klar kann man im Nachhinein sagen, dass man ein Spiel gegen Leverkusen im Pokal mal verlieren kann. Aber es muss doch vorher das Ziel sein, den Gegner wegzuputzen. Genau wie es das Ziel sein muss, die Bayern aus dem Stadion zu schießen, wenn die zu Gast sind. Da kann kan ruhig einmal große Klappe haben. Wenn man dan doch verliert, kann sich auch keiner was davon kaufen, wenn er freundlich und bescheiden gewirkt hat. Die Bayern machen es vor. Da wird auf die Kac*ke gehauen und da lebt man die hohen Ambitionen auch.
Mit der aktuellen Kommunikation sieht es aus, als fände man es OK, wenn z.B. ein Adeyemi mal lustlos spielt. Nach dem Motto "man kann ja mal einen schlechten Tag haben".
In meinen Augen sollte man das ändern und mit breiterer Brust auftreten.
Zitat von UnderratedCritic
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Zitat von bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Zitat von UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Zitat von Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Zitat von UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Zitat von Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Zitat von NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Zitat von Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Ich mische mich auch nochmal ein.
In meinen Augen ist diese Bescheidenheit und das kleine Brötchen backen fehl am Platze. Warum sollte man dies machen? Wen will man damit befriedigen? Will man sich nicht dem Spott der Konkurrenz aussetzen, wenn man 16 Punkte hinter dem Meister einläuft? Der Spott kommt so oder so.
Es ist zu 100% völlig richtig, dass die Kommunikation nach Außen, was diesen Aspekt angeht, ein Spiegelbild der Selbstverständnisses ist. Die Attitüde, die man nach Außen trägt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psychologie der Mannschaft. Wenn man bezogen auf die investierbaren Summen oder im Bezug auf Kritik an den eigenen Spielern tief stapelt und sich bedeckt hält, ist das völlig verständlich. Aber natürlich muss ein Verein wie Bourssia Dortmund antreten um Meister zu werden. Und diese Ambition muss man sowohl Nach Außen als auch in die Mannschaft tragen. Tut man dies nicht, wird man auch weniger attraktiv für Spieler, die Meister werden wollen. Wie will man nach Innen hin die Gier auf Siege erzeugen, wenn man das Gefühl vermittelt, man sei mit wengier als dem Besten zufrieden. Klar kann man im Nachhinein sagen, dass man ein Spiel gegen Leverkusen im Pokal mal verlieren kann. Aber es muss doch vorher das Ziel sein, den Gegner wegzuputzen. Genau wie es das Ziel sein muss, die Bayern aus dem Stadion zu schießen, wenn die zu Gast sind. Da kann kan ruhig einmal große Klappe haben. Wenn man dan doch verliert, kann sich auch keiner was davon kaufen, wenn er freundlich und bescheiden gewirkt hat. Die Bayern machen es vor. Da wird auf die Kac*ke gehauen und da lebt man die hohen Ambitionen auch.
Mit der aktuellen Kommunikation sieht es aus, als fände man es OK, wenn z.B. ein Adeyemi mal lustlos spielt. Nach dem Motto "man kann ja mal einen schlechten Tag haben".
In meinen Augen sollte man das ändern und mit breiterer Brust auftreten.
Ich denke es geht in erster Linie darum den eigenen Reihen möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Kann jeder von halten was er denkt aber wenn ich sehe wie destruktiv und opportunistisch ein in seiner größe nicht zu unterschätzendes Fanlager ist, dann kann ich das schon verstehen. Innerhalb der Gremien des Vereins wird es diesen Typ Mensch (Hauptsache Köpfe rollen) sicherlich auch geben. Bin mir ziemlich sicher das es vielen in erster Linie darum geht die Verantwortlichen zu kritisieren, weil sie diese nicht mögen oder für inkompetent halten, und das sie bei ausgerufenem Meisterschaftskampf das umgedrehte Argument bringen würden.
Grade Niko Kovac hat genug Erfahrungen mit völlig aus dem Kontext gezogenen Aussagen (z.B. die im Kontext völlig verständliche Ferrari Aussage das ein ü30 Ribery und Robben nicht mit der Intensität eines Liverpool pressen können) die ihm noch bis heute an ihm kleben und die er denke ich nicht mehr loswerden wird ganz egal was er macht. Da ist man lieber der weichgespülte Niko oder Lars, der kleine Brötchen bäckt, als der Sprücheklopfende Albert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 21.05.2026 um 22:22 Uhr bearbeitet
21.05.2026 - 22:20 Uhr
Quote from djhaax
Ich mische mich auch nochmal ein.
In meinen Augen ist diese Bescheidenheit und das kleine Brötchen backen fehl am Platze. Warum sollte man dies machen? Wen will man damit befriedigen? Will man sich nicht dem Spott der Konkurrenz aussetzen, wenn man 16 Punkte hinter dem Meister einläuft? Der Spott kommt so oder so.
Es ist zu 100% völlig richtig, dass die Kommunikation nach Außen, was diesen Aspekt angeht, ein Spiegelbild der Selbstverständnisses ist. Die Attitüde, die man nach Außen trägt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psychologie der Mannschaft. Wenn man bezogen auf die investierbaren Summen oder im Bezug auf Kritik an den eigenen Spielern tief stapelt und sich bedeckt hält, ist das völlig verständlich. Aber natürlich muss ein Verein wie Bourssia Dortmund antreten um Meister zu werden. Und diese Ambition muss man sowohl Nach Außen als auch in die Mannschaft tragen. Tut man dies nicht, wird man auch weniger attraktiv für Spieler, die Meister werden wollen. Wie will man nach Innen hin die Gier auf Siege erzeugen, wenn man das Gefühl vermittelt, man sei mit wengier als dem Besten zufrieden. Klar kann man im Nachhinein sagen, dass man ein Spiel gegen Leverkusen im Pokal mal verlieren kann. Aber es muss doch vorher das Ziel sein, den Gegner wegzuputzen. Genau wie es das Ziel sein muss, die Bayern aus dem Stadion zu schießen, wenn die zu Gast sind. Da kann kan ruhig einmal große Klappe haben. Wenn man dan doch verliert, kann sich auch keiner was davon kaufen, wenn er freundlich und bescheiden gewirkt hat. Die Bayern machen es vor. Da wird auf die Kac*ke gehauen und da lebt man die hohen Ambitionen auch.
Mit der aktuellen Kommunikation sieht es aus, als fände man es OK, wenn z.B. ein Adeyemi mal lustlos spielt. Nach dem Motto "man kann ja mal einen schlechten Tag haben".
In meinen Augen sollte man das ändern und mit breiterer Brust auftreten.
Quote from UnderratedCritic
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Quote from bvb_rockzz
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Quote from UnderratedCritic
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Quote from Noergelgnom
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Quote from UnderratedCritic
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Quote from Coq-au-vin
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Quote from NullNeun
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Quote from Jeffster09
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
https://m.youtube.com/watch?v=qx19LRnALaA&pp=ugUEEgJlbg%3D%3D
Ansich nen schönes Video über die „gelbe Wand“.
Für mich macht es aber auch das Problem mit Kovac klar.
Kovac sagt, wir sind klar zweiter und verwalten das.
Alle ander sagen, mit dem bvb wollen wir um Titel spielen.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Und alle anderen in den letzten Jahren sind daran gescheitert, im Sinne der Ergebnisse quasi doppelt.
Ich glaube indes nicht, dass Kovac keinen Bock hat, keine Titel zu holen, aber ist nur geraten.
Ich finde es ehrlich gesagt eher wohltuend, wenn ein Trainer nicht permanent irgendwelche Parolen raushaut, die am Ende nur Erwartungsdruck erzeugen und bei der ersten Schwächephase wieder gegen ihn verwendet werden. Kovac sagt nicht: „Wir wollen keine Titel.“ Er sagt ja nur, wir müssen erstmal stabil bleiben, Platz zwei absichern und von dort aus weiterarbeiten. Das ist nicht ambitionslos, das ist einfach vernünftig.
Klar, er könnte auch erzählen, dass wir nächstes Jahr 90 Punkte holen und Meister werden, denn diese Zahl wäre aktuell notwendig dafür. Allerdings würde das kein klar denkender Mensch machen.
Wenn man nicht besser sein will als Platz 2, dann limitiert man die eigene Entwicklung. Und es macht schon einen großen Unterschied, ob ich es ausspreche oder nicht.
Ich mich gar nicht nochmal gross in diese Diskussion einmischen - aber einen Gedankenanstos an @UnderratedCritic loswerden:
Du bist der Meinung, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man "es" ausspricht oder nicht.
Ja - für DICH.
Für Dich als Fan macht es einen Unterschied. Für die Medien übrigens auch, weil Kovac damit dem jährlichen Versuch, künstliche Meisterschafts-Spannung in einer Liga aufzubauen, in der es bei halbwegs normaler Performance aller 18 Vereine einfach keinerlei Meisterschafts-Spannung gibt, kurzzeitig ein wenig das Wasser abgräbt.
Und weil es für DICH rein psychologisch* einen Unterschied macht, ob es ausgesprochen wird oder nicht, unterstellst Du, dass es für die Spieler und Verantwortlichen auch einen macht.
Diese Meinung teilen andere - auch in diesem Thread - offensichtlich nicht und das ist aus meiner Mitleser-Sicht der Hauptgrund, warum ihr hier seitenlang darüber diskutiert, wie ambitionslos (oder nicht) Kovac & Co sind.
( * "Rein psychologisch" deswegen, weil die Aussage einfach keinen realen Einfluss auf irgendwas hat. Schon gar nicht zwei Monate vor Beginn der neuen Saison - mit WM dazwischen.
Und außerdem auch deswegen, weil ich - vielleicht im Gegensatz zu Dir, keine Ahnung - davon ausgehe, dass nicht jede öffentliche Aussage zu 100% intern genauso vertreten wird. )
Dann hast du meine Intention falsch verstanden. Ich bin beruflich Analyst und weiß aus der Erfahrung her, dass man Dinge je nach Standpunkt ganz unterschiedlich bewertet, obwohl sich an einer Zahl nichts ändert. Und das ist das Entscheidende für mich. Beim BVB herrscht aktuell eine ziemlich defensive und zufriedene Kommunikationsstrategie und so wie es kommuniziert wird, gehe ich stark davon aus, dass es auch deren innerliche Haltung ist, weil man stets betont, dass man ja auf Platz 11 stand, weil man stets betont, dass man erst einmal stabil sein möchte, weil man stets betont, dass man wissen würde, wo man herkommt. Der BVB stand vor zwei Jahren im CL-Finale, vor drei Jahren wurde man fast Meister, letztes Jahr war man im Viertelfinale der CL und der Klub-WM - da ist für mich aktuell die Bewertung des zweiten Platzes einfach viel zu passiv. Und wenn ich in der Analyse zufrieden bin mit dem Ist-Zustand, dann kommen vielleicht Aspekte viel zu gut weg, die für die weitere Entwicklung aber große Hemmnisse sind.
Das ist und bleibt für mich einfach ein komplett theoretisches, völlig substanzloses Gerede, welches zudem in deinem Fall auch einfach wichtige Aspekte weglässt.
Wieso erwähnst du nicht, dass man - auch öffentlich - sagt, dass man selbstverständlich mit dem Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht zufrieden ist?
Oder dass man kommuniziert, dass man zukünftig eine andere Spielweise an den Tag legen will, weil man hier Defizite ausgemacht hat? Oder dass man auf dem Transfermarkt und in der Kaderzusammenstellung eine Rückbesinnung auf alte Tugenden vornehmen will?
Das sind doch alles deutlich Aussagen und Indizien dahingehend, dass man eben nicht uneingeschränkt zufrieden ist mit dem Ist-Zustand.
Man verpackt das aber eben nicht in völlig weltfremde Meisterschaftsambitionen, sondern benennt klare und konkrete Punkte, auf die man selber zu einem Großteil auch Einfluss hat.
Da hast du schön ein paar Strohmänner gelegt. Kein Ahnung, was das soll, weil ich dir explizit geantwortet habe, dass es überhaupt nicht um die Meisterschaft geht. Das ist auch mein letzter Beitrag dazu.
Mein Punkt ist vielmehr, dass Kommunikation immer auch Ausdruck von Haltung und Selbstverständnis ist – gerade im Profifußball. Und wenn ich kritisiere, dass ständig erwähnt wird, vor allem von Kovac, dass man wüsste wo man herkommen würde (zum Beispiel), dann hat es überhaupt nichts damit zu tun, dass ich irgendwelche "weltfremde Meisterschaftsambitionen" fordern würde. Ich nehme schon eine Verschiebung war und diese kommt mir etwas abenteuerlich vor, aufgrund der Erfolge in der jungen Vergangenheit. Heute wirkt vieles auf mich defensiver, vorsichtiger und verwaltender. Das heißt nicht, dass intern niemand ambitioniert ist – aber die Außendarstellung macht für mich den Eindruck. Deine Beispiele widerlegen es auch überhaupt nicht, weil sie nichts damit zu tun haben. Und wenn du diesen Eindruck nicht teilst, dann ist es okay, aber lasse es einfach auf diese komische Art, weil ich "Meisterschaft" nicht erwähnt habe. Deshalb ist meine Kritik auch keine theoretische Wortklauberei, sondern eher die Frage, ob man sich als Verein mit bestimmten Narrativen auf Dauer selbst ein Stück weit kleiner macht, als man eigentlich sein müsste.
Ich mische mich auch nochmal ein.
In meinen Augen ist diese Bescheidenheit und das kleine Brötchen backen fehl am Platze. Warum sollte man dies machen? Wen will man damit befriedigen? Will man sich nicht dem Spott der Konkurrenz aussetzen, wenn man 16 Punkte hinter dem Meister einläuft? Der Spott kommt so oder so.
Es ist zu 100% völlig richtig, dass die Kommunikation nach Außen, was diesen Aspekt angeht, ein Spiegelbild der Selbstverständnisses ist. Die Attitüde, die man nach Außen trägt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psychologie der Mannschaft. Wenn man bezogen auf die investierbaren Summen oder im Bezug auf Kritik an den eigenen Spielern tief stapelt und sich bedeckt hält, ist das völlig verständlich. Aber natürlich muss ein Verein wie Bourssia Dortmund antreten um Meister zu werden. Und diese Ambition muss man sowohl Nach Außen als auch in die Mannschaft tragen. Tut man dies nicht, wird man auch weniger attraktiv für Spieler, die Meister werden wollen. Wie will man nach Innen hin die Gier auf Siege erzeugen, wenn man das Gefühl vermittelt, man sei mit wengier als dem Besten zufrieden. Klar kann man im Nachhinein sagen, dass man ein Spiel gegen Leverkusen im Pokal mal verlieren kann. Aber es muss doch vorher das Ziel sein, den Gegner wegzuputzen. Genau wie es das Ziel sein muss, die Bayern aus dem Stadion zu schießen, wenn die zu Gast sind. Da kann kan ruhig einmal große Klappe haben. Wenn man dan doch verliert, kann sich auch keiner was davon kaufen, wenn er freundlich und bescheiden gewirkt hat. Die Bayern machen es vor. Da wird auf die Kac*ke gehauen und da lebt man die hohen Ambitionen auch.
Mit der aktuellen Kommunikation sieht es aus, als fände man es OK, wenn z.B. ein Adeyemi mal lustlos spielt. Nach dem Motto "man kann ja mal einen schlechten Tag haben".
In meinen Augen sollte man das ändern und mit breiterer Brust auftreten.
So eine Kultur ensteht bei Vereinen aber aus Aktion und nicht weil man es nur manifestiert. Ich finde es daher genauso billig wenn in Leverkusen oder Leipzig casual das Ziel Meisterschaft ausgerufen wird nur um sich dann in die CL zu zittern.
Irgendwo muss es ja eine Grundlage geben für so eine Kommunikation wie z.B. 19/20. Wenn es die aber nicht gibt dann wird aus meiner Sicht der BVB irgendwann ungläubig. Riera ist das jüngste Beispiel von jemandem, der daran gescheitert ist. Da gab es ordentlich Hoffnung von wegen Intensität, gnadenloser Offensive und Dominanz. Das kann er dir dann nach 7 Spielen ja nicht mehr erzählen wo mehr als reden zählt.
Um jetzt eine Diskussion über die Grundlagen und Möglichkeiten zu führen wurde mir aber der Kader und Trainer die letzten 2 Jahre zu schlecht geredet.
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