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Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
Michael Preetz |#3561
30.08.2020 - 23:43 Uhr
Zitat von AnteCovic43
Zitat von Urberliner

Nichtssagend? Hertha stagniert seit Jahren in der Erfolgslosigkeit. Nicht einmal mit einem 400 Mio Invest gibt es einen wirklich erkennbaren Fortschritt. Aber man kann sich die zermürbenden Fakten und diesen miserablen Fußball natürlich Jahr für Jahr positiv reden. Und Nein!, das mache ich nicht an einem Testspiel aus..


Das ist grad die zweite Transferperiode in der wir dieses Geld zur Verfügung haben. Die erste haben wir personell sehr gut genutzt und klasse Leute geholt. Warte doch erstmal ab wie es in einem halben Jahr aussieht bevor du hier anfängst zu sagen die 375 Mio. haben nichts gebracht.
Man krempelt eine Mannschaft nicht einfach so von heute auf morgen um und kann erwarten, dass wir um die CL spielen.

Hertha stagniert seit Jahren? Wir haben uns fest in der BuLi etabliert und waren 1 1/2 mal in Europa (einmal unglücklich in der Quali gescheitert). Dabei hatten wir eigentlich in beiden Jahren keine Mannschaft die normalerweise nach Europa kommt.
Wir haben seitdem Wiederaufstieg nur unter Luhukay 2015 als Dardai uns rettete und letzte Saison etwas mit dem Abstieg zu tun gehabt. Ansonsten waren wird lmmer relativ schnell gerettet, was mit unseren Kadern absolut nicht selbstverständlich war.

Jetzt haben wir einen Investor/ Geld um etwas aufzubauen. Das wird aber ein Marathon und kein Sprint. Natürlich müssen wir mit dem Geld im Rücken abliefern und uns weiterentwickeln, aber lass es doch erstmal soweit kommen zu sagen wir haben es nicht geschafft oder wir haben es geschafft.
Wir werden das Geld investieren, die Mannschaft muss sich dann finden und dann schaut man am Ende der Saison was hat man erreicht. Ein schöner Offensivfußball und ein 8 Platz wäre nicht die EL, aber wäre für mich als erstes Jahr mit der neuen Mannschaft und den vielen Veränderungen vollkommen okay. Wir haben einen extrem jungen Kader (für mich fehlen da einige Haudegen), aber wenn da noch 1-2 Leute kommen, sich die Truppe einspielt und wir am Ende 8 oder 9 werden ist für die darauffolgende Saison einiges zu erwarten. Dennoch hoffe natürlich auch ich auf Europa schon im nächsten Jahr, aber man muss sich einfach mal bewusst machen was wie für eine Mannschaft heute vor einem Jahr hatten und in was für einem Prozess wir grad sind. Erfolg in kürzester Zeit zu erwarten ist kein Unding, aber auch nicht wirklich realistisch


Topeinkäufe? Piatek funktioniert in dem System das wir spielen sollen nicht. Cunha bereitet sich selbst die Tore vor und wird jetzt in eine Spielmacher Position gesteckt. Tousart wird sich beweisen müssen, und Ascacibar ist bisher zwei Mal lange verletzt. Genauso wenig wie ich sagen kann, dass die Spieler nicht funktionieren kannst du sie hier als Topeinkäufe hinstellen. Die entscheidenden Einkäufe kommen jetzt und jetzt gilt es etwas richtig zu machen. Dann aber zu hören, wir warten bis zum 05. Oktober und am Ende wird viel passieren klingt für mich eher wie, wir lassen uns Zeit, haben keinen richtigen im Blick und nehmen die, die am Ende günstig zu haben sind, weil ihr Team sie noch unbedingt zu Geld machen muss. Wir brauchen aber Spieler, die ein System erschaffen können. Ein System, dass wir bisher noch nicht haben. Das funktioniert aber nicht mit Schnäppchen, die sich am Ende einer Transferphase ergeben sondern mit Einkäufen, die in einen Plan passen den man verfolgt.
Michael Preetz |#3562
30.08.2020 - 23:49 Uhr
Und wie willst du diese Einkäufe tätigen, wenn der Markt die letzten Wochen tot war und jetzt erst langsam ins Rollen kommt? Soll man einfach auf jede Forderung eingehen?
Michael Preetz |#3563
31.08.2020 - 00:08 Uhr
Zumal es ja noch viel weiter geht im Verantwortungsbereich Sport. Ich bin/war nah dran an der Jugend, weil ich jeweils Familienangehörige in den U-Mannschaften hatte. Da schütteln die Eltern reihenweise den Kopf. Jedes Jahr müssen die Kinder eine neue Spielweise lernen, weil die Trainer ihren eigenen Stiefel spielen. Jedes Jahr die gleichen Probleme im Winter bei den Jugendtorhütern, weil seit Jahren auf viel zu harten Böden trainiert wird. Die medizinische Abteilung ist auch zweitklassig. In einer Stadt, in der die weltberühmte Charité steht. Einzig bei der damaligen Verpflichtung von JK gingen schlaflose Nächte durch die Reihen der Hertha. Weil die Leute, die seit Jahren so fest im Sattel sitzen, auf einmal durchleuchtet wurden. Naja, er ist gescheitert und ich will über JK eigentlich sonst keine Worte mehr verlieren, aber er hatte zumindest dieses Desaster seinerzeit erkannt. Aber die Deckung untereinander ist in diesem Verein so dermaßen hoch, dass viele das hier gar nicht glauben können. Das geht nicht einzig und allein um Preetz und Gegenbauer, sondern viel weiter.

Und dabei geht es mir nicht um den Europapokal oder sonst was. Mir geht es um eine Mannschaft die kämpft, die sich den ***** aufreißt und Fußball lebt. Ein Konzept von Jugend bis in den Profibereich. Aber es mangelt an allen Ecken und Enden. Und ganz besonders im Fachbereich „Sport“. Das hat auch nichts mit unzureichender Geduld zu tun sondern ist seit Jahren so. Absolute Konzeptlosigkeit.
Michael Preetz |#3564
31.08.2020 - 00:17 Uhr
Zitat von ColeWorld
Und wie willst du diese Einkäufe tätigen, wenn der Markt die letzten Wochen tot war und jetzt erst langsam ins Rollen kommt? Soll man einfach auf jede Forderung eingehen?


Bin alles andere als ein Schwarzmaler oder ein nervöses Eichhörnchen, aber andere Vereine haben ihre Schäfchen auch schon ins Trockene gebracht.. Gladbach, die sich wie eigentlich jedes Jahr punktuell top verstärkt haben (Eberl aus meiner sicher der beste Manager der Bundesliga) um nur mal ein Beispiel zu nennen. Union leider aus meiner Sicht auch nicht nur Schrott dazu geholt.. daher finde ich das man das alles schon vorsichtig hinterfragen kann, was unser Micha macht.. was Transfers angeht hat der lange bei mir eigentlich ein Stein im Brett, aber ganz wohl gesonnen ist mir da trotzdem nicht, nach seinen Aussagen, „wir warten ab um dann eventuell ein super Schnäppchen zu machen“.. klar kann alles gut gehen, kann aber auch in die Hose gehen. Ich sehe es wie viele andere auch eher so das du diese Qualität die wir zwingend noch brauchen „SPIELMACHER“ das wir da nicht auf ein Schnäppchen aus sein sollten, den wir gewinnbringend am höchsten verkaufen können irgendwann, sondern jemand der uns sofort auf eine andere Stufe hebt und unser Problem mit dem Spielaufbau löst und unsere Stürmer füttert. Dieses Spielerprofil sind meinstens nicht die Schnäppchen die am Ende nachher hinten runter fallen, meine Meinung. Kann mich auch täuschen und der lange straft mich mit richtigen Krachern, aber hinterfragen tue ich das ganze Verhalten/Muster auch eher kritisch
Michael Preetz |#3565
31.08.2020 - 00:48 Uhr
Zitat von El-lindi
Zitat von ColeWorld

Und wie willst du diese Einkäufe tätigen, wenn der Markt die letzten Wochen tot war und jetzt erst langsam ins Rollen kommt? Soll man einfach auf jede Forderung eingehen?


Bin alles andere als ein Schwarzmaler oder ein nervöses Eichhörnchen, aber andere Vereine haben ihre Schäfchen auch schon ins Trockene gebracht.. Gladbach, die sich wie eigentlich jedes Jahr punktuell top verstärkt haben (Eberl aus meiner sicher der beste Manager der Bundesliga) um nur mal ein Beispiel zu nennen. Union leider aus meiner Sicht auch nicht nur Schrott dazu geholt.. daher finde ich das man das alles schon vorsichtig hinterfragen kann, was unser Micha macht.. was Transfers angeht hat der lange bei mir eigentlich ein Stein im Brett, aber ganz wohl gesonnen ist mir da trotzdem nicht, nach seinen Aussagen, „wir warten ab um dann eventuell ein super Schnäppchen zu machen“.. klar kann alles gut gehen, kann aber auch in die Hose gehen. Ich sehe es wie viele andere auch eher so das du diese Qualität die wir zwingend noch brauchen „SPIELMACHER“ das wir da nicht auf ein Schnäppchen aus sein sollten, den wir gewinnbringend am höchsten verkaufen können irgendwann, sondern jemand der uns sofort auf eine andere Stufe hebt und unser Problem mit dem Spielaufbau löst und unsere Stürmer füttert. Dieses Spielerprofil sind meinstens nicht die Schnäppchen die am Ende nachher hinten runter fallen, meine Meinung. Kann mich auch täuschen und der lange straft mich mit richtigen Krachern, aber hinterfragen tue ich das ganze Verhalten/Muster auch eher kritisch

Alles vor ein aber ist bedeutungslos.


Welcher Union spieler hätte uns geholfen da wäre doch höchstens nur Kruse ? Also ganze andere Kategorie spieler.
Gladbach kann CL bieten. Das ist schon mal ein Argument für spieler


Und zwischen mondpreise und Schnäppchen ist noch viel Spielraum. Preetz hat doch schon bestätigt wenn hertha anruft wird es automatisch teuer. Klar kann man jetzt mit vollen Händen das geld aus den Fenster werfen. Der Markt hat noch bis zum 5 Oktober auf. CL/El quli müssen noch gespielt werden. Da können noch so einige Spieler auf dem Markt kommen.
Michael Preetz |#3566
31.08.2020 - 02:29 Uhr
Ohne mich dem ganzen Geheule anzuschließen ist das für mich Preetz letzte Chance in der kommenden Saison. Sollten wir kein solides Jahr hinlegen mit deutlicher Verbesserung zur letzten Saison, sollte man sich von ihm trennen. Jemanden der frischen Wind reinbringt und sich nicht seit Jahren in einer Komfortzone bewegt. Ich mag ihn persönlich nicht sonderlich, aber wenn ein Ralf Rangnick auf dem Markt ist, der schon mit Hoffenheim und Leipzig bewiesen hat wie man etwas erfolgreiches aufbaut, sollte man zuschlagen sofern auch von seiner Seite Interesse besteht. Das ist mit Sicherheit nur ohne Michael Preetz eine Option.

Allerdings hoffe ich das die getätigten Spielereinkäufe zum Start dann doch etwas besser harmonieren, als in den letzten Testspielen zu sehen. Das war auch ohne es über zu bewerten, äußerst enttäuschend
Michael Preetz |#3567
31.08.2020 - 02:58 Uhr
Zitat von Manifesto
Liebe gute Tante Preetz,
schau mich nicht so böse an,
mit Schwolow und Zeefuik hast du mir schon 50% meiner Wunschtransfers erfüllt
deshalb bin ich auch noch nicht erzürnt,
nun tüte auch noch Boubakary Soumare und Mario Götze ein,
dann will ich auch immer artig sein!
Michael Preetz |#3568
04.09.2020 - 20:54 Uhr
Es gehört überwiegend hier in den Preetz thread, natürlich auch zu Teilen in den Schiller oder Finanzthread. Das sportliche Gelingen ist Hauptfaktor auch für wirtschaftlichen Erfolg, Verluste entstehen hauptsächlich aus dem sportlichen Bereich. Letztlich sind Preetz und Schiller sowieso beide als Geschäftsführer für alles verantwortlich.

Im Folgenden gehe ich auf die häufigsten Pro und Kontra der Diskussionen ein.

Zur Mittelverwendung der Investor Millionen. Selbst nach Eingang der ersten Investor Tranche war Hertha noch bilanziell überschuldet. Eben weil noch nicht alle mittel - oder gar langfristigen Verbindlichkeiten aufgelöst sind, wird es noch einige Zeit dauern wo Eigenkapital, also Investorengeld, für die Tilgung von Altlasten verwendet wird. Das ist auch völlig richtig und kfm. notwendig. Nur der ganz gemeine blauäugige Herthafan wird gedacht haben, dass man von dem ganzen Geld nun ganz groß einkaufen gehen kann.

Was gerne verschwiegen wird, das Investorengeld hat nun nach der weiß ich wievielten Tranche endlich gereicht, genügend Eigenkapital zu bilden aus dem, und nur aus dem, die jährlichen Verluste gedeckt werden können bzw. müssen, natürlich auch für neue Spieler.

Wir haben seit Jahren galoppierende Verluste. Ein Rekordjahr jagt das nächste.

So erzählte Schiller doch tatsächlich bei der letzten MV auf Nachfrage eines Mitglieds zu den ständig wachsenden Jahresverlusten, dass man im Geschäftsjahr 19/20 Gewinn machen wollte wenn nicht Corona dazwischen gekommen wäre. Den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen kann auch der gemeine Herthafan erkennen. Lt. Halbjahresergebnis, also noch vor Corona (!) hatte man allein fürs halbe Jahr 20,7 Mio Verlust ausgewiesen. Da wissen wir um die drohende Höhe des Verlustes für das letzte Gesamt-Geschäftsjahr, wenn dann auch noch die coranabedingten Zuschauerverluste hinzu kommen, neuer Rekordverlust in immer mehr galoppierender Höhe.

Von Schiller selbst eingeräumt, auch das neue Geschäftsjahr 20/21 wird coronabedingt wieder Verlust ergeben. Ich wette, dass die Verluste höher sein werden als nur coronabedingt, egal was Schiller dem Volk so vorträgt. Aber bitte, keine Panik, noch ist genügend EK da um die Verluste zu decken.

Die ganz dreisten, auch Gegenbauer, trugen schon vor Windhorst vor, man wäre konsolidiert. Die Zahlen zeigen das krasse Gegenteil, jedes Jahr Jahresverluste bis eben hin zur bilanziellen Überschuldung, letztes Jahr war nicht mal mehr genug Geld für ein übliches Trainergehalt da (das und nur das war der Grund für die billige Lösung aus dem eigenen Hause), Gewinne nicht in Sicht.

Da Hertha ja so gerne auf unsere angeblich nur mittelmässige Höhe im Vergleich mit anderen Bundesligisten bei Aufwendungen u.ä. hinweist, im Saldo hatte Hertha mit Minus 8,9 Mio Euro das schlechteste Finanzergebnis aller Bundesligisten (vgl. DFL)!

Auch wenn mancherorts und von wem auch immer absurd andere Zahlen vorgetragen werden, die aufgelaufenen Verluste zum 31.12.2019 beliefen sich auf 156,6 Mio Euro. Und nein, das liegt nicht am Hoeneß Erbe der im Bereich -50 Mio. übergab.

Bei signing fees, sale und lease back u.a. waren beide immer vollausgelastet und hatten die Zukunftserlöse bereits vorab für die brennende Tilgung von Altlasten benötigt. Anstatt endlich selber vermarkten zu können, was wir von der Liquidität Dank Investor nun könnten, muss nun wieder das Vertragsende (2025) mit dem Rechtevermarkter abgewartet werden. Wer weiss, warum da klamm heimlich schon vor Jahren ein so unüblich langer Vertrag ausgehandelt wurde und wer daran partizipierte. Hier gehen viele Millionen verloren.

Auffälligster Steigerungsposten in der Halbjahres-GuV waren nun die um 10 Mio gesteigerten Personalkosten. Unbestreitbar dominieren Spielergehälter diesen Posten. Man steigerte von 28 auf 38 Mio. Euro/Halbjahr.

Hertha lässt nun vortragen, mit den Personalkosten läge man ja im Mittelfeld der Liga. Das mag vielleicht stimmen (ich mags gar nicht nachprüfen bei wem was einfloß um es überhaupt vergleichen zu können), trotzdem hat man sie also erhöht ohne das ausreichende Einnahmen gegenüber standen. Man ist also bewusst auf neue Jahresverluste eingegangen und das in der Planungsphase bereits vor Windhorst! Oder anders ausgedrückt, Preetz/Schiller gingen bewusst noch weitere bilanzielle Überschuldung und damit noch drohendere Insolvenztatbestände ein.

Ich räume ein, das Rattenrennen Profifußball ist teuflisch. Wie unsere Geschäftsführung dem gewachsen ist, zeigt die immer drastischere negative Entwicklung in über 10 Jahren.

Des Weiteren wird vorgetragen, Schuld ist ja nicht die Ausgabenseite des Managements sondern zu niedrige Einnahmen. Als ob die nicht ebenso vom Management, hauptsächlich Preetz aus Sport und Kommunikation, zu verantworten sind.

Richtig wird erkannt, dass Einnahmen aus Merchandising und Sponsoring im Vergleich zu anderen noch niedrig sind. Wie aber lässt es sich steigern, solange man sportlich graue Maus und schon gar nicht nachhaltig ist, es entsprechend nur mittlere Einnahmen aus den Rechten (gemeint DFL Verteilung aus TV) gibt, man kein ausreichendes nationales geschweige internationales Image für Großsponsoren hat. Und da manche gerne die Zuständigkeit der Handelnden bestreiten, wer ist zuständig für Sport und Kommunikation?

Natürlich ist es eine Binsenweisheit, dass man defizitäre Unternehmen auch ins Plus bekommt, wenn man die Erlöse steigert. Solange das aber nicht gelungen ist, stellt sich die Frage, warum oder in welcher Höhe man mehr ausgeben darf als man einnimmt.

Auch gerne vorgetragen, unser Kaderwert hätte sich doch so erhöht, da muss unser Michi dann doch Spitze sein. Nein, er hat sich bei allen Bundesligisten erhöht weil alle an den stark gestiegenden Einnahmen der letzten Jahre, insbesondere aus TV Rechten, partizipierten.

Erstaunlich aber bezeichnend, trotz der erheblichen Steigerung der Einnahmen verschlechterte sich unsere Finanzsituation, die Jahresverluste stiegen, sportlich blieben wir aber bestenfalls Mittelmaß, das Abstiegsgespenst saß uns schon wieder im Rücken.

Und nein, es gibt auch kein Transferplus, die Gewinn- und Verlustrechnungen 2009 - 2019 weisen negativ aus. Kürzere Zeiträume geben keine sinnvolle Basis, zudem ist das für unsereins ohne Vertragskenntnis kaum genau zu ermitteln, zu viele Faktoren die wir nicht kennen und die auch nicht Verdienst oder Schuld des Managements sein müssen. Ablösefreie Spieler deren Handgeld dann zu Teilen auch über höheres Gehalt kompensiert wird oder nicht, Spieler die ihren Vertrag aussitzen und somit nichts von ihrem fiktiven Transferwert realisieren lassen u.v.m. Ich persönlich schätze Preetz da im unteren grauen Mittelmaß ein, er fällt jedenfalls nicht wie bestimmte andere Bundesligisten dadurch auf, dass erhebliche Teile der Gesamtfinanzierung aus realisierten Mehrwerten der Spieler resultieren.

Zum Thema glorreiches Management welches so erfolgreich umschichtet, Anleihen bemüht etc. (also Gebiet von Schiller). Die GuV weist u.a. Transaktionskosten in Höhe von 13,8 Mio Euro (!) für die Anleihe von 40 Mio. aus. Dieser Betrag entspricht ca. der Hälfte des Verlustes i.H.v. 26 Mio., die andere Hälfte entspricht der Höhe Zahlungen an KKR. Was mag da für eine Vermittlungsleistung an wen geflossen sein? Der Höhe banküblicher Gebühren und Provisionen entspricht es jedenfalls nicht annähernd. Das war ein unerklärlich teures Engagement. Erstaunlich, dass selbst solche Positionen der GuV mit Sensationspotential keinerlei Erwähnung in der Presse finden. Hier macht Hertha einen Spitzenjob, kritische Berichterstattung gibt es nicht mehr.

Mancher jubelt über das Management, andere stellen fest, dass bereits 66,6 % der Anteile verkauft werden mußten, um ausreichend Eigenkapital zu generieren um daraus Altlasten begleichen zu können und natürlich auch um in den Kader investieren zu können. Letzteres gefällt auch mir, wer hat nicht Spaß an besseren Spielern mit denen es endlich klappen soll. Da sind wir wohl alle euphorisiert und träumen von sonstwas.

Das geht aber nicht mehr lange so weiter, ein Investor ist kein Mäzen der laufend zuschiesst. Irgendwann, wann auch immer, wird Windhorst seine Anteile verkaufen und davon hat Hertha nichts, bekommt dann nur einen anderen der die Anteilshoheit (hier Aktienmehrheit) hält. Mögliche Mehrwerte realisiert dann der Investor, das ist ja seine Rendite aus dem Wagnis. Selbst wenn Windhorst lange drin bleibt, viele Anteile kann man ihm nun nicht mehr verkaufen, Überkapitalisierung wird es nicht geben wenn der Investor Renditebetrachtungen hat.

Wer hier unzulässig mit hohem Kaderwert als Sicherheit spekuliert, nein, was im Ernstfall (Verkauf von Spielern) realisierbar ist, ist ungewiss, Sicherten derzeit bei gutem Kapitalstand sowieso gar nicht gefragt, harte Sicherheiten sind sowas schon gar nicht. Spielerwerte sind bei der Unternehmenswertermittlung zur Bestimmung des Werts der KG Anteile natürlich berücksichtigt. Ändern sich stille Reserven, auch aus Beinen, führen sie zur Berücksichtigung bei der Wertermittlung (ich will es nicht komplizieren, inwieweit einfließt, hängt von der Methode der Wertermittlung ab). Unser Tafelsilber sind die KG Anteile.

Preetz Arbeitsbereich ist neben Sport auch Kommunikation. Der Imageaufbau war, auch mangels dafür ausreichendem sportlichem Erfolg, nicht nennenswert. Die Marke Hertha und daraus resultierende Einnahmen trägt bisherige Aufwendungen nicht. Unsere besten Supporter in Fanclubs werden durch mangelnde Kommunikation verprellt und wurden zum Preetz Hasser. Ständiges Behaupten von Preetz, er sei gesprächsbereit, hilft nicht, wenn es anscheinend nicht oder nicht ausreichend geschieht. Aber es waren ja nicht nur unsere Fankreise die mangelnde Kommunikation öffentlich bemängelten.

Auch wenn der Abgang von Klinsmann indiskutabel war, seine Kritik an Preetz in den Protokollen deckt sich mit der Kritik derer, die schon viel länger das Geschehen verfolgen.

Zur Zukunftsperspektive. Herthas Eigenkapital (resultierend aus den Windhorst Investitionen) wird weiter stark durch laufende Jahresverluste verbraucht. Die Jahresverluste drohen zu steigen wenn massiv in den Kader investiert wird, weil das ja üblicherweise auch zu höherem Personalaufwand in der GuV führt. Wann dem durch höhere Einnahmen, z.B. neuen Sponsoren gegen gesteuert werden kann, weiss ich nicht, Hertha anscheinend auch nicht. Hoffen wir also erstmal auf den, den Hertha bald fürs Trikot vorstellt. Die Verzögerungen geben Anlass zu weiteren Spekulationen wie erfolgreich agiert wird.

Sportlich ist sicherlich bei den Neuinvests in den Kader nun das int. Geschäft Pflicht, kaufmännisch wird sogar CL notwendig sein denn nur dort wird nennenswert Geld eingenommen und nur über CL und entsprechendem Image kommt man auch an Sponsoren in der Größenordnung, die man gerne hätte und die man bei den bestehenden Kaderträumen auch bräuchte.
Michael Preetz |#3569
04.09.2020 - 22:14 Uhr
@BluRob
Du zählst leider keine Pro und Kontras auf sondern beläßt es bei Kontras.
Deine Mail ist sicherlich interessant, ich gebe auch gern zu, dass ich Vieles von dem, was Du hier anführst nicht so einfach widerlegen kann. Es ist mir auch zu umfangreich mich mit allem auseinander zu setzen.
Eines ist aber sicher falsch. In den Jahren 2009 bis 2019 wurde ein Transferplus erwirtschaftet, das ist relativ leicht zu ermitteln.
Grundsätzlich falsch ist auch die Behauptung, dass wir auch nach Eingang der Investorengelder erste Tranche bilanziell überschuldet seien. Mit der ersten Tranche waren wir theoretisch schuldenfrei.
Richtig ist die grundsätzliche Kritik, dass wir jedes Jahr Verluste eingefahren haben. Diese Entwicklung korrospendiert aber mit einer Wertsteigerung des Vereins. Bilanziell ist das in Ordnung, ich persönlich (und wahrscheinlich sehr viele mit mir) finde das nicht in Ordnung und sehe das mit Sorge. Auf der anderen Seite wurden die Verluste durch z.B. KKR gedeckt. Insgesamt ergab sich aber eine immer weiter steigende Verschuldung. Das wurde jetzt durch den Einstieg von Tennor geheilt. Aber auch wahr ist natürlich, dass man Anteile nur einmal verkaufen kann, eine erneute Verschuldung in nennenswerter Höhe darf nicht mehr passieren.
Wir stehen quasi vor einem Anfang. Wir sind endlich in der Situation schuldenfrei zu sein, im Gegenteil, wir haben sogar noch genügend Eigenkapital, auch nach Ablösung aller Verbindlichkeiten.
Mit einem neuen, besser dotierten Werbepartner auf der Brust vergrößert sich unser Spielraum. Das ist eine Situation, die Hertha seit Gründung noch nie hatte.
Richtig ist sicherlich, dass die Kommunikation mit Teilen der Fans nicht gut ist. Das ist aber auch schwierig, weil Teile der Fans ultimativ auftreten. Ich nenne nur die Diskussion um Pyros, da gibt es eben nur ein ja oder nein. Die Diskussion mit den Ultars ist aber bundesweit ein Problem, trotzdem, das kann man sicher auch besser gestalten als Preetz und Keuter das machen.
Preetz ist sicherlich kein begeisternder Redner, auch kein Mensch mit weitreichenden Träumen. Er ist eher der fleißige Arbeiter, eher der Bürokrat.
Da darf man die Frage stellen, was für den Verein wichtiger ist, ein Klinsmann mit unrealisierbaren Träumen oder der realitätsverbundene Arbeiter. Beides sollte man haben im Verein, aber die Entscheider - und dazu gehört Preetz - sollten eher nahe an der Realität sein.

•     •     •

Hertha for ever

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Berlin71 am 04.09.2020 um 22:24 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#3570
04.09.2020 - 22:38 Uhr
@Berlin71, sorry Du irrst Dich. Bitte belegen, nicht nur behaupten.

Durch die Zuführung des Investors von weiteren 100 Mio. im November 2019 betrug unser Eigenkapital per 12/2019 keine 70 Mio. Euro. Mit anderen Worten, nach der zweiten Tranche des Investors wären wir ohne diese schon wieder mit 30 Mio überschuldet gewesen. Oder mit anderen Worten, selbst nach der ersten Tranche waren wir bilanziell überschuldet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BluRob am 04.09.2020 um 22:40 Uhr bearbeitet
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