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Markus Krösche
Geburtsdatum 17.09.1980
Alter 45
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Sportvorstand
Akt. Verein Eintracht Frankfurt

Markus Krösche [Sport-Vorstand]

01.05.2021 - 09:06 Uhr
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3601
15.07.2026 - 16:57 Uhr
Zitat von Melech
Zitat von thwasu

Ich verfolge eure Diskussion in beide Richtungen mit großem Interesse und möchte hier mal nachfragen.

Du schreibst zum einen, dass der gesetzliche Rahmen des (potentiellen) Interessenkonflikts für dich nicht das Entscheidende ist? Welcher Rahmen ist es denn dann? Der moralische?
Wenn ja, sind wir dann nicht soweit, dass wir dem kompletten Konstrukt "Profifussball" abschwören müssten, weil es da eine Vielzahl von deutlich groberen Verstößen gibt?

Zum zweiten gehe ich zwar mit der Definition mit, dass private wirtschaftliche Interessen bereits zu einem Interessenskonflikt führen, allerdings stellt sich mir hier die Frage in wie weit diese innerhalb des Systems überhaupt komplett vermeidbar sind?
Klar sollte man sie auf das absolut unvermeidbare beschränken, aber bei den ganzen Verflechtungen sind die Grenzen hier glaube ich gar nicht so eindeutig festzulegen.

Und zum dritten, dein letzter Absatz.
Zum einen ist es schon ein Unterschied, ob ich als Privatperson für mich zu dem Schluß komme "alles harmlos" und das auch so kommuniziere oder ob die Presse Dinge (bewusst?) so schreibt, dass zumindest Zweifel gesäht sind. Und das zumindest für einige gefühlt seit einiger Zeit in einer ungewöhnlichen Häufigkeit.
Zum anderen schreibt (fast?) keiner "alles harmlos", aber manche wollen ja Konsequenzen sehen und da frage ich mich, worauf diese begründet sein sollen?


Ich bin auch häufig kurz davor dem Profi-Fußball abzuschwören, glaub mir zwinker. Trotzdem kann man für sich und den eigenen Verein ja versuchen strengere Maßstäbe anzusetzen, versuchen dafür zu sensibilisieren oder wie auch immer. Das "es machen ja alle" Argument war für mich noch nie eins. Entweder man boykottiert grundsätzlich, oder man versucht innerhalb der eigenen Einflusssphäre eben zu machen was möglich ist.

Zu Deiner Frage: Ist Compliance moralisch? Teilweise sicherlich, aber nicht nur. Meiner Meinung nach gibt es auch nicht justiziable Arten von Fehlverhalten. Man kann für vieles sicherlich nicht gerichtlich belangt werden (außer vielleicht arbeitsrechtlich), was gemäß Compliance Richtlinien trotzdem ein no-go ist. Durch Compliance Richtlinien schützt sich ein Unternehmen ja auch wirtschaftlich. Viele Interessenskonflikte sorgen unterbewusst für einen Schaden. Es kann ein Image-Schaden entstehen. Der Verein kann zukünftig keine Spieler von Bara mehr verpflichten, auch wenn da vielleicht ein Volltreffer dabei wäre. Es ist vielschichtig.

Vermeidbar ist für mich vieles, erst Recht in der skizzierten Größenordnung des vorliegenden Falles. Ich habe selbst lange in Führungspositionen gearbeitet, habe aber mittlerweile mein eigenes Unternehmen, u.a. weil ich Dinge anders machen möchte und dazu gehört u.a. diese ganzen Dinge zu verhindern, die häufig als salonfähig gelten. Wie schon weiter oben mal geschrieben: Wo viel Geld ist wird unglaublich viel getrickst, verschoben und Graubereiche ausgereizt und ich persönlich finde, dass da rigoros kontrolliert werden muss. Deswegen schreibe ich Compliance Maßnahmen eine hohe Priorität zu.

Schlussendlich geht es mir überhaupt nicht darum, dass Krösche jetzt sofort Sanktionen erfährt. Ich möchte aber, dass intern jetzt erst recht ein Fokus darauf liegt und Kontrollmechanismen überprüft werden. Zudem möchte ich für das Thema sensibilisieren und der Salonfähigkeit solcher Geschäfte entgegenwirken.

Und zu guter Letzt geht es mir um eine ausgewogene und reflexbefreite Diskussion. Man kann die Presse schlecht finden und Krösches Handeln verurteilen. Das kann nebeneinander existieren. Es kann auch gute und schlechten Journalismus geben und der erste veröffentlichte Bericht der Bild schien ausnahmsweise mal sehr gut recherchiert. Mir geht diese Lagerbildung hier im Forum (leider ein Abbild der gesellschaftlichen Diskurse) extrem auf die Eier. Entweder ist Krösche super und die gekränkten Journalisten wollen ihn nur absägen, obwohl er doch gar nix gemacht hat, oder er muss morgen eigentlich gleich entlassen werden. So funktioniert das doch nicht.

Damit bin ich aber auch raus, ich habe euch jetzt mit genug Posts belästigt und nehme mich ab jetzt hier mal zurück.


Danke für die ausführliche und sachliche Antwort und auch wenn ich vermutlich keine Antwort mehr bekomme, trotzdem noch ein paar Anmerkungen von mir.

Dem Absatz mit "dem Profi-Fussball abschwören" kann ich vollkommen zustimmen.
Und ja, wo setze ich welchen Maßstab für mich selbst an, ist nicht immer so einfach.
War ich früher noch jemand der sich für eine WM sogar Urlaub genommen hat, hab ich Katar boykottiert, jetzt wieder ein bisschen geschaut und gerade gefallen an der Qualität der Spiele gefunden, als dann die Dinge passiert sind, die selbst uns erschrocken haben, die schon so viel gewohnt sind.
Vereinsfussball, war für mich auch mal CL und nun schaue ich bis auf 3-5 Ausnahmen im Jahr fast nur noch die Eintracht.

Zum Compliance-Thema an sich, auch hier kann ich vieles was du schreibst nachvollziehen.
Auch in meinem Unternehmen ist das ein großes Thema und wahrscheinlich hätte vergleichbares handeln für mich im Beruf irgendwelche Konsequenzen.
Auf der anderen Seite weißt du wenn du Selbständig bist oder auch eine Familie hast, dass nicht jedes Verhalten, dass du nicht ganz optimal findest oder eigentlich schon jenseits deiner Grenzen ist, auch ohne weiteres umsetzen kannst.
Die Grenzen sind halt manchmal fliessend.
Ich war selbst mal in der Situation eines Geschäftsabschlusses bei dem dann auch ein paar Worte fielen und sich herausstellte, dass mein Bruder gerade eine Wohnung suchte und seine Eltern eine anzubieten hatten.
Soll man dann an der Stelle alles abbrechen?

Und last but not least, die Presse ist nicht nur böse und Krösche wahrscheinlich auch nicht nur gut, genau wie wir alle. Und das Szenario das @adler_96 beschreibt ist in unserer heutigen Welt auch ein Szenario, dass zumindest nicht auszuschliessen ist.
Aber auch wenn mir das genau wie dir "auf die Eier geht", ist es umso wichtiger, dass Menschen jenseits der Extreme sich darüber austauschen.

•     •     •

Mind.100 Bundesligaspiele (Positionen laut TM):
Hradecky, Stein, Trapp
Berthold, Binz, Hinteregger, Körbel, Ndicka, Neuberger, Pezzey, Tuta
Bein, Götze, Hölzenbein, Kostic, Möller, Nachtweih, Nickel, Rode
Cha, Grabowski, Meier, Yeboah
***
Ein Experte ist jemand der dir heute vorhersagt, was morgen passieren wird und der dir übermorgen erklärt, warum es gestern anders gekommen ist.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3602
15.07.2026 - 17:05 Uhr
Zitat von adler_96
Ich denke, unstrittig ist, dass Krösche seit längerem im medialen Fokus steht, häufig auch auf Basis von Gerüchten und Theorien. Auch intensiver als in der Vergangenheit, man vergleiche z.B. den Tenor Letzten Sommer als ein Abgang zum BVB im Raum stand.

Den Grund für diese Änderung kennen wir nicht. Ich persönlich glaube nicht, dass es hier um eine persönliche Agenda seitens der FR geht, wenn dann um reißerischen “Journalismus” á la Bild um Klicks zu generieren und von der “bei der Eintracht ist alles scheiße” Stimmung zu profitieren. Da macht meiner Meinung auch der Kicker inzwischen mit.

Ich habe eine andere Meinung, die nochmal teilen werden, auch wenn ich für sie beim letzten Mal gesteinigt wurde. Ich glaube dass Krösche da seine Hand im Spiel hat. Ich glaube folgende Dinge:
- Krösche will in Kürze den nächsten Sprung machen
- der Wechsel zur AC ist nur geplatzt, weil der Aufsichtsrat dem einen Riegel vorgeschoben hat, um die Stimmung rund um die Eintracht nicht weiter kippen zu lassen
- es gibt Unstimmigkeiten zwischen Axel Hellmann und Markus Krösche

Ich halte Krösche für gewieft und clever. Ich schließe nicht aus, dass er bei der veränderten Berichterstattung seine Finger im Spiel hat. Eventuell um seinen Abgang zu forcieren oder nur um ihn einfacher zu machen. In der Branche tut ihm vieles was geschrieben wird nichts ab, aber einige Eintracht Fans (wie ja hier zu sehen ist) sehen ihn kritischer als zuvor.
Dass die Medien als Instrument genutzt werden, um Druck auszuüben, hat man bspw. bei Kovac & Bobic gesehen. Da hat Kovac vor der Kamera seinen Verbleib aufgrund der Infrastruktur angezweifelt. Der Vorstand wollte das vermeiden und zack hat sich was getan. Bobic glaube ich, hat dann später im Interview zugegeben, dass das mit Kovac so abgesprochen war, um die Trägheit rund um das Thema loszuwerden.

Wie ich auf den Gedanken komme: Warum kommt das jetzt auf? Das Ganze liegt schon einige Jahre zurück. Die Bild ist nicht bekannt dafür, herausragende journalistische Arbeit zu machen und reihenweise solcher Dinge auszugraben (war nämlich nicht die FR, die es gefunden hat bzgl. privater Agenda). Das riecht für mich einfach danach, dass da eine Quelle was preisgegeben hat. Warum wöllte Bara oder seine Frau Krösche hier jetzt diskreditieren?

Bevor die Kritik gleich regnet: Ich mutmaße hier nur. Ich verurteile Markus Krösche nicht weder für den Hauskauf selbst, noch falls er es wirklich gezielt platziert, ich mag ihn und ich bin ihm sehr dankbar.


Zur B*** ist Dreck mal eine Anekdote:
Ein berühmter Fernsehjournalist, der jahrzehntelang im TV über die Bundesliga berichtet hat, hat mir mal Folgendes erzählt:
Jahrelang wollte das Hetzblatt Tipps von ihm. Er kannte und kennt viele Persönlichkeiten sehr gut und bekommt viel mit. Er wollte sich weigern.
Dann ist ihn etwas sehr Peinliches passiert. Das Blatt hat ihn wieder gefragt, ob er nicjt künftig mal was druchstecken könne. Er hat wieder nein gesagt.
Am nächsten Tag ging die peinliche Geschichte über ihn auf die Titelseite.

Die haben ihn fertig gemacht. Und die haben ganz viele Geschichten in ihren Schubladen. Und die holen sie hoch, wenn sie sie brauchen. Exakt dann, wenn es ihnen passt. Oder ist die Immobiliengeschichte von Krösche neu? Gerade passiert? Onguene und Jakic gerade gefloppt? Ne. Ist ewig her.
Passt aber gerade ganz gut. Nach den Gerüchten über Dortmund, AC Milan, Leipzig etc.
Und der Krösche ist immernoch da.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3603
15.07.2026 - 19:38 Uhr
Aus dem PayWall Artikel der FAZ

https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-der-druck-auf-markus-kroesche-waechst-201032923.html

Der Aufsichtsrat muss sich generell darüber einig werden, ob ein Sportvorstand erst untragbar wird, wenn ihm Vorteilsnahme nachgewiesen werden kann, oder ob es schon reicht, in dieser Position nicht das Gefühl dafür zu haben, wann ein Interessenkonflikt vorliegt und welche Verflechtungen die Integrität seiner Person und seines Vereins einschränken könnten.

Offenbar ist man sich darüber uneinig im Vorstand + der ungünstige Zeitpunkt. Sonst wäre Krösche vermutlich schon weg.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3604
15.07.2026 - 20:05 Uhr
Vermutungen dass Krösche selbst an der Berichterstattung interessiert sein könnte,kann ich nicht folgen, ist aber eigentlich egal
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3605
15.07.2026 - 21:32 Uhr
Zitat von adler_96
Ich denke, unstrittig ist, dass Krösche seit längerem im medialen Fokus steht, häufig auch auf Basis von Gerüchten und Theorien. Auch intensiver als in der Vergangenheit, man vergleiche z.B. den Tenor Letzten Sommer als ein Abgang zum BVB im Raum stand.

Den Grund für diese Änderung kennen wir nicht. Ich persönlich glaube nicht, dass es hier um eine persönliche Agenda seitens der FR geht, wenn dann um reißerischen “Journalismus” á la Bild um Klicks zu generieren und von der “bei der Eintracht ist alles scheiße” Stimmung zu profitieren. Da macht meiner Meinung auch der Kicker inzwischen mit.

Ich habe eine andere Meinung, die nochmal teilen werden, auch wenn ich für sie beim letzten Mal gesteinigt wurde. Ich glaube dass Krösche da seine Hand im Spiel hat. Ich glaube folgende Dinge:
- Krösche will in Kürze den nächsten Sprung machen
- der Wechsel zur AC ist nur geplatzt, weil der Aufsichtsrat dem einen Riegel vorgeschoben hat, um die Stimmung rund um die Eintracht nicht weiter kippen zu lassen
- es gibt Unstimmigkeiten zwischen Axel Hellmann und Markus Krösche

Ich halte Krösche für gewieft und clever. Ich schließe nicht aus, dass er bei der veränderten Berichterstattung seine Finger im Spiel hat. Eventuell um seinen Abgang zu forcieren oder nur um ihn einfacher zu machen. In der Branche tut ihm vieles was geschrieben wird nichts ab, aber einige Eintracht Fans (wie ja hier zu sehen ist) sehen ihn kritischer als zuvor.
Dass die Medien als Instrument genutzt werden, um Druck auszuüben, hat man bspw. bei Kovac & Bobic gesehen. Da hat Kovac vor der Kamera seinen Verbleib aufgrund der Infrastruktur angezweifelt. Der Vorstand wollte das vermeiden und zack hat sich was getan. Bobic glaube ich, hat dann später im Interview zugegeben, dass das mit Kovac so abgesprochen war, um die Trägheit rund um das Thema loszuwerden.

Wie ich auf den Gedanken komme: Warum kommt das jetzt auf? Das Ganze liegt schon einige Jahre zurück. Die Bild ist nicht bekannt dafür, herausragende journalistische Arbeit zu machen und reihenweise solcher Dinge auszugraben (war nämlich nicht die FR, die es gefunden hat bzgl. privater Agenda). Das riecht für mich einfach danach, dass da eine Quelle was preisgegeben hat. Warum wöllte Bara oder seine Frau Krösche hier jetzt diskreditieren?

Bevor die Kritik gleich regnet: Ich mutmaße hier nur. Ich verurteile Markus Krösche nicht weder für den Hauskauf selbst, noch falls er es wirklich gezielt platziert, ich mag ihn und ich bin ihm sehr dankbar.


Was du hier betreibst ist Diskreditierung. Du unterstellst jemanden moralisch verwerfliches Handeln. Dabei bist du es der sich hier nur unmoralisch verhält und mit Dreck auf Basis deiner Fantasie auf Krösche wirfst.

Das grenzt schon an einer Verschwörungstheorie das Krösche sich selbst angreifen lässt um irgendwie gehen zu können, obwohl er sich uns gegenüber immer fair und ehrlich Verhalten hat. Du hast KEINE Basis für dein Gedankenkonstrukt und nein da hilft auch keine Ausrede von wegen das wären ja nur Mutmaßungen.

Wenn Krösche gehen wöllte würde er einfach gehen und fertig.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3606
15.07.2026 - 21:42 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Aus dem PayWall Artikel der FAZ

https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-der-druck-auf-markus-kroesche-waechst-201032923.html

Der Aufsichtsrat muss sich generell darüber einig werden, ob ein Sportvorstand erst untragbar wird, wenn ihm Vorteilsnahme nachgewiesen werden kann, oder ob es schon reicht, in dieser Position nicht das Gefühl dafür zu haben, wann ein Interessenkonflikt vorliegt und welche Verflechtungen die Integrität seiner Person und seines Vereins einschränken könnten.

Offenbar ist man sich darüber uneinig im Vorstand + der ungünstige Zeitpunkt. Sonst wäre Krösche vermutlich schon weg.


Bitte erkläre mir doch einmal Deinen letzten Satz. Wenn da statt "Vorstand" "Aufsichtsrat" stehen würde, wäre meine erste Frage beantwortet.

Im Aufsichtrat wird meines Wissens mit Mehrheit der Stimmen entschieden und Beschlüsse müssen nicht einstimmiig erfolgen. Ergo könnte man trotzdem handeln. Wenn man sich aber von Krösche trennen will, aber auf einen günstigeren Zeitpunkt wartet, wäre das eventuell vereinschädigend. Muß dann nicht den gesamten Aufsichtrat abwählen, wenn man den selbem Maßstab, wie bei Krösche anlegt? (Man läßt dann einen Mitarbeiter die wichtigsten Entscheidungen für die neue Saison treffen, dem man nicht mehr vertraut.) Das ist Oportunismus pur!

Dann komme ich zur Frage der Trennung. Wie soll das gehen? Ja, in beidseitigem 'Einvernhmen wäre möglich, aber warum sollte Krösche das tun? Man könnte ihn freistellen und sein Gehalt bis Vertragsende weiterzahlen. Dann stellt sich die Frage nach der im deutschen Arbeitsrecht verankerten Beschäftigungspflicht und natrürlich auch, ob die Befristung des Arbeitsvertragess mit geltendem deutschen Recht vereinbar ist.

•     •     •

Die interessantes Mannschaft des Kontinent kommt aus Saarbrücken
Jules Rimet, Präsident der FIFA von 1921 bis 1954
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3607
15.07.2026 - 22:39 Uhr
Zitat von Munga
Zitat von Concor_aquila

Aus dem PayWall Artikel der FAZ

https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-der-druck-auf-markus-kroesche-waechst-201032923.html

Der Aufsichtsrat muss sich generell darüber einig werden, ob ein Sportvorstand erst untragbar wird, wenn ihm Vorteilsnahme nachgewiesen werden kann, oder ob es schon reicht, in dieser Position nicht das Gefühl dafür zu haben, wann ein Interessenkonflikt vorliegt und welche Verflechtungen die Integrität seiner Person und seines Vereins einschränken könnten.

Offenbar ist man sich darüber uneinig im Vorstand + der ungünstige Zeitpunkt. Sonst wäre Krösche vermutlich schon weg.


Bitte erkläre mir doch einmal Deinen letzten Satz. Wenn da statt "Vorstand" "Aufsichtsrat" stehen würde, wäre meine erste Frage beantwortet.

Im Aufsichtrat wird meines Wissens mit Mehrheit der Stimmen entschieden und Beschlüsse müssen nicht einstimmiig erfolgen. Ergo könnte man trotzdem handeln. Wenn man sich aber von Krösche trennen will, aber auf einen günstigeren Zeitpunkt wartet, wäre das eventuell vereinschädigend. Muß dann nicht den gesamten Aufsichtrat abwählen, wenn man den selbem Maßstab, wie bei Krösche anlegt? (Man läßt dann einen Mitarbeiter die wichtigsten Entscheidungen für die neue Saison treffen, dem man nicht mehr vertraut.) Das ist Oportunismus pur!

Dann komme ich zur Frage der Trennung. Wie soll das gehen? Ja, in beidseitigem 'Einvernhmen wäre möglich, aber warum sollte Krösche das tun? Man könnte ihn freistellen und sein Gehalt bis Vertragsende weiterzahlen. Dann stellt sich die Frage nach der im deutschen Arbeitsrecht verankerten Beschäftigungspflicht und natrürlich auch, ob die Befristung des Arbeitsvertragess mit geltendem deutschen Recht vereinbar ist.


Ja, mein Fehler. Natürlich ist man sich im Aufsichtsrat uneinig.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3608
15.07.2026 - 23:10 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Zitat von Munga

Zitat von Concor_aquila

Aus dem PayWall Artikel der FAZ

https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-der-druck-auf-markus-kroesche-waechst-201032923.html

Der Aufsichtsrat muss sich generell darüber einig werden, ob ein Sportvorstand erst untragbar wird, wenn ihm Vorteilsnahme nachgewiesen werden kann, oder ob es schon reicht, in dieser Position nicht das Gefühl dafür zu haben, wann ein Interessenkonflikt vorliegt und welche Verflechtungen die Integrität seiner Person und seines Vereins einschränken könnten.

Offenbar ist man sich darüber uneinig im Vorstand + der ungünstige Zeitpunkt. Sonst wäre Krösche vermutlich schon weg.


Bitte erkläre mir doch einmal Deinen letzten Satz. Wenn da statt "Vorstand" "Aufsichtsrat" stehen würde, wäre meine erste Frage beantwortet.

Im Aufsichtrat wird meines Wissens mit Mehrheit der Stimmen entschieden und Beschlüsse müssen nicht einstimmiig erfolgen. Ergo könnte man trotzdem handeln. Wenn man sich aber von Krösche trennen will, aber auf einen günstigeren Zeitpunkt wartet, wäre das eventuell vereinschädigend. Muß dann nicht den gesamten Aufsichtrat abwählen, wenn man den selbem Maßstab, wie bei Krösche anlegt? (Man läßt dann einen Mitarbeiter die wichtigsten Entscheidungen für die neue Saison treffen, dem man nicht mehr vertraut.) Das ist Oportunismus pur!

Dann komme ich zur Frage der Trennung. Wie soll das gehen? Ja, in beidseitigem 'Einvernhmen wäre möglich, aber warum sollte Krösche das tun? Man könnte ihn freistellen und sein Gehalt bis Vertragsende weiterzahlen. Dann stellt sich die Frage nach der im deutschen Arbeitsrecht verankerten Beschäftigungspflicht und natrürlich auch, ob die Befristung des Arbeitsvertragess mit geltendem deutschen Recht vereinbar ist.


Ja, mein Fehler. Natürlich ist man sich im Aufsichtsrat uneinig.


Von dem Missverständnis mal abgesehen.

Das man sich im Aufsichtsrat nicht einig ist, ist erstmal auch kein Drama. Wenn man sich da immer einig wäre, müsste man den Aufsichtsrat nicht mehrköpfig besetzen. Man könnte wenn man wollte sogar argumentieren das es gut ist das nicht immer Einigkeit herrscht. Denn es ist ein Zeichen dafür das dort offen diskutiert wird und Meinungsvielfalt herrscht.
Irgendwie wird mir zu sehr nach dem Negativen gesucht. Fast als wolle man es herbeireden.
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3609
16.07.2026 - 00:34 Uhr
Auch wenn der zuletzt verlinkte FAZ-Artikel nicht schlecht geschrieben ist, denke ich dass man aufgrund der dort benannten Sachverhalte nicht zwingend zum gleichen Schluss kommen muss.

Zunächst mal gab es nicht die wochenlange Medienberichterstattung über einen möglichen Wechsel Krösches zum AC MIlan, wie das im Artikel behauptet wird. Und auch über die tatsächliche Intention Krösches zu den Verhandlungen kann man geteilter Meinung sein. Peter Hess geht hier offenbar davon aus Krösche habe tatsächlich Wechselabsichten gehabt, für seinen Kollegen Konrad Ringleb ging es ihm in einem früheren Artikel darum seinen Marktwert zu testen.

Dann hängt Hess sich an der Formulierung des AR auf:

Auch der Eintracht-Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Mathias Beck an der Spitze bat den Sportvorstand um Aufklärung. Das Gremium zeigte sich mit den Antworten in einer offiziellen Mitteilung zufrieden: „Im Rahmen der folgenden Gespräche hat Markus Krösche den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt und entsprechende Unterlagen offen und vollständig zur Verfügung gestellt. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen und der erfolgten Prüfung ergeben sich für den Hauptausschuss derzeit keine Anhaltspunkte, die weitergehende Maßnahmen erforderlich machen.“

Damit ist die Sache aber nicht aus der Welt geschafft. Einerseits gibt es in dem Schreiben die einschränkenden Formulierungen „vorliegende Informationen“ und „derzeit“. Andererseits endet die Stellungnahme des Aufsichtsrates mit dem Satz: „Unabhängig davon bestand Einigkeit (im Aufsichtsrat, die Red.), dass eine frühzeitige Information an den damaligen Hauptausschuss über den Vorgang im Jahr 2022 im Sinne größtmöglicher Transparenz sinnvoll und angemessen gewesen wäre, um den Anschein möglicher Interessenkonflikte frühzeitig auszuräumen.“


Was Hess hier bemängelt („vorliegende Informationen“ und „derzeit“) ist m. E. eine vollkommen übliche Formulierung in solch einer Sache und auch vergangene Stellungnahmen des AR waren in einem ähnlichen Ton gehalten. Erinnert sei hier an die Erklärung nach Rücksprache mit Markus Krösche am 15.6. zu einem möglichen Milan-Wechsel:

"Von Seiten des AC Mailand gab es niemanden, der wegen Markus Krösche auf uns zugekommen ist. Und wir als Hauptausschuss von Eintracht Frankfurt haben nach Rücksprache mit Markus Krösche auch keinen Hinweis darauf, dass er Eintracht vor Ende seiner Vertragslaufzeit 2028 verlassen möchte.“


Schon damals war das einigen ja zu vage. Aber seriös konnte der AR das damals gar nicht anders formulieren - denn er kann ja nur das beurteilen was er weiß.

Genau so ist das nun auch in diesem Fall: Man hat sich alle relevanten Informationen vorlegen lassen und sieht derzeit keine Anhaltspunkte für die Notwendigkeit weitergehender Maßnahmen – den Compliance-Verstoss hat man ja bereits klar benannt. Das ist schlicht seriös und korrekt formuliert. Sollte dem AR in Zukunft etwas bekannt werden was weitergehende Maßnahmen erforderlich macht kann man handeln, aber: nachdem "Markus Krösche den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt" hat ist - abgesehen von dem Fehler den Deal nicht ordnungsgemäß gemeldet zu haben - soweit aus Sicht des AR alles in Ordnung.
Möglicherweise weiß die FAZ etwas was wir nicht wissen, aber anhand dem was im Artikel steht finde ich die Argumentation so weit eher dürftig.

Dann stellen sich für Peter Hess noch zwei weitere Fragen:

Wieso informierte Krösche niemanden bei der Eintracht über seinen Immobilienerwerb in Kroatien, der in Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit zustande gekommen war? Sein Verhältnis zum damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Holzer war ausgesprochen gut und vertrauensvoll.


Auch wenn die Frage berechtigt ist müsste man sie dann aber auch dahingehend erweitern, weshalb von Vereinsseite niemand nachgefragt hat, da der Sachverhalt ja - laut Hess' FAZ-Kollege Ringleb - schon vorher "im Verein halbwegs bekannt gewesen ist". Sollte das so gewesen sein wäre Eintracht Frankfurt, bzw. die informierten Personen (möglicherweise war das ja u.a. Philip Holzer) zwingend in der Verantwortung gewesen proaktiv die Sache zur Sprache zu bringen.

Die zweite Frage lautet: Hätte Krösche die Eintracht zwingend über den Immobilienerwerb informieren müssen, weil das Verschweigen gegen die Compliance-Regeln und die Grundsätze von Good Governance, die sich der Verein gegeben hat, verstößt? Der Aufsichtsrat hat jetzt darüber zu befinden, ob er die Beantwortung der Frage zum Gegenstand eines formellen Prüfprozesses macht oder ob er sich damit zufriedengibt, dass Krösche beim Immobilienkauf nach derzeitigem Kenntnisstand juristisch korrekt gehandelt hat, und zur Tagesordnung übergeht.


Hat er (der Aufsichtsrat) das nicht schon entschieden? Laut Stellungnahme gibt es doch "derzeit keine Anhaltspunkte, die weitergehende Maßnahmen erforderlich machen“ - und zwar, nachdem "Markus Krösche den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt" hat. Kann natürlich sein, dass Peter Hess hier mehr weiß als er schreibt. Und es wäre durchaus denkbar, dass die Eintracht das auch lieber intern weiter verfolgt, um endlich Ruhe rein zu bringen. Aber: so, von der Stellungsnahme her, ergeben sich da für mich erst mal keine belastbaren Hinweise auf eine weitere Prüfung - die ja eine weitere Maßnahme darstellen würde, für die man nach eigener Aussage keine Notwendigkeit sieht.

Womit ich definitiv nicht einig bin ist folgende Aussage:

Es ist unlauter und ungerecht, Krösche bei der überraschenden Verpflichtung des Trainers im vergangenen Februar irgendetwas zu unterstellen. Aber durch den Verknüpfungspunkt Immobilienerwerb hat der Sportvorstand nun einmal den Raum für Unterstellungen und Anschuldigungen geöffnet, der in den sozialen Medien auch reichlich mit süffisanten bis erbitterten Kommentaren der Fans ausgefüllt worden ist.


Hess widerspricht sich hier, indem er erst (vollkommen zurecht) feststellt, dass Unterstellungen unlauter sind, um dann zu erklären Krösche habe nun den Raum für ebensolche Unterstellungen und Anschuldigungen geöffnet. Nein das hat er nicht. Natürlich darf jeder seine Meinung frei äußern und sich diesen Raum *nehmen*. Es darf sich aber auch jeder fragen ob er unsere rechtsstaatlichen Prinzipien für achtenswert erachtet und sich entsprechend verhalten. Und gerade von einem FAZ-Journalisten würde ich mir wünschen dass er mit solchen Grundwerten nicht so leger umgeht wie er es hier tut (aber das ist jetzt natürlich nur meine Meinung und jeder der mag darf das anders sehenzwinker).

Was ich mir hingegen durchaus gut vorstellen kann ist, dass die Stimmungslage bei dem ein oder anderen Funktionär der Eintracht - wie Peter Hess schreibt - gereizt ist. Ich verstehe völlig, dass man die Verhandlungen mit dem AC Milan zu einem Zeitpunkt wo der wichtigste Transfersommer der letzten Jahre ansteht als völlig unpassend empfindet. Und natürlich war die Kaderzusammenstellung der letzten Saison, insbesondere aber die Verpflichtung von Albert Riera, etwas was (im Nachhinein) kaum jemanden gefallen hat.
Leider ist es ja oft so, dass bei "Misserfolg" (es fällt mir schwer einen achten Platz nach so tollen Erfolgen als MIsserfolg zu betrachten) auf einmal alle möglichen Leute allerlei Ambitionen verspüren. Ich hoffe aber sehr, dass wir da nicht in alte Muster verfallen. (tatsächlich habe ich die Sorge, dass die aktuelle Geschichte von jemandem "internen" an die Bild gegeben wurde).

Denn wie auch der Artikel betont können wir uns gerade jetzt weitere Unstimmigkeiten absolut nicht leisten!

PS: @adler_96 : Einen Compliance-Verstoss zu lancieren, um den "nächsten Sprung" zu machen wäre relativ dämlich. Welcher seriöse Top-Club würde sowas denn attraktiv finden?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sundancer am 16.07.2026 um 00:50 Uhr bearbeitet
Markus Krösche [Sport-Vorstand] |#3610
16.07.2026 - 06:06 Uhr
Zitat von Adler84
Quelle: www.faz.net
Die Sache ist nicht erledigt
In Teilen der Eintracht-Führung ist die Stimmung gegenüber dem Manager gereizt. Der Verein fühlt sich gezwungen, auf jeden Finger schauen zu müssen. Wie lange arbeiten Krösche und der Frankfurter Bundesligaklub noch zusammen?
Hinter Bezahlschranke
Artikel von Peter Hess.


Bis zum 01.09.26, dass ist mein Tipp und dann werden sich die Wege im beidseitigen Einvernehmen trennen.
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