Markus Babbel [Trainer]
17.05.2010 - 15:27 Uhr
18.03.2011 - 16:15 Uhr
@correctly:
Ich verfolge eure Diskussionen über Babbel schon des längeren und möchte gar nicht in eine Partei eintreten. Ich sage doch. Ich werde mir erst ein Urteil über ihn bilden können, wenn wir 10 Buli Spiele hinter uns haben.
@SAMsg:
Wenn du meinen Post eine Seite vorher gelesen hättest dann würdest du wissen, dass man Konter sehr wohl planen kann. Um mich mal selbst zu zitieren:
Zitat von Price:
Bsp.: Wir erobern den Ball kurz nach der Mittellinie -> Ruka, Ebert, Ramos und Lassogga wissen dann was sie zu tun haben und sprinten los. Der Ball wird dann meist sofort zu einem guten Ballverteiler gepasst und dieser wird dann versuchen ihn effektiv zu dem bestpositionierten Mitspieler zu passen. Das das nicht imer gut geht liegt dann eher an mangelnder Qualität als an nichtgreifenden Automatismen.
Um es etwas detailreicher zu beschreiben: Viele Trainer teilen das Spielfeld in Bereiche. Das geht von 5 bis ca 15 Bereiche. Sagen wir ein Spieler erobert den Ball in bereich 6 (als Bsp. ist das ca. 5 Meter hinter der Mittellinie) dann werden sich die Spieler die für Konter verantwortlich sind an die Anweisungen halten wollen und ihre Laufwege gehen. Dass der Konter dann nicht verwertet wird liegt dann ausschließlich an der Qualität des Ballführenden bzw. des Timings. Konter zählen zu den leichtesten Trainingsarten. Denn die Chance, dass 1 Gegenspieler gegen 2 Angrefer verteidigt sollte eigentlich bei 0% liege. Wenn alles perfekt läuft natürlich ;)
Achja...nicht das ihr mich jetzt für bescheuert haltet weil ich kürzlich diese Aussage getroffen habe:
Zitat von Price:
Ich denke, dass es schwer ist Konter zu trainieren.
Ich kläre es gleich auf falls sich jemand frag. Damit meinte ich, dass es schwer ist ein Konterkonzept zu gestalten. Also dass man immer den "selben" Konter läuft. Du kannst als Trainer nicht den ultimativen Konter entwerfen sonder bist immer darauf angewiesen wo deine für Konter eingeteilten Spieler auf dem Spielfeld gerade stehen. Deshal meine ich ist es schwer der Mannschaft einen bestimmten Ablauf eines Konters aufzutagen. Besser ist auf die im Spiel gegebenen Möglichkeiten aufzubauen.
Ich verfolge eure Diskussionen über Babbel schon des längeren und möchte gar nicht in eine Partei eintreten. Ich sage doch. Ich werde mir erst ein Urteil über ihn bilden können, wenn wir 10 Buli Spiele hinter uns haben.
@SAMsg:
Wenn du meinen Post eine Seite vorher gelesen hättest dann würdest du wissen, dass man Konter sehr wohl planen kann. Um mich mal selbst zu zitieren:
Zitat von Price:
Bsp.: Wir erobern den Ball kurz nach der Mittellinie -> Ruka, Ebert, Ramos und Lassogga wissen dann was sie zu tun haben und sprinten los. Der Ball wird dann meist sofort zu einem guten Ballverteiler gepasst und dieser wird dann versuchen ihn effektiv zu dem bestpositionierten Mitspieler zu passen. Das das nicht imer gut geht liegt dann eher an mangelnder Qualität als an nichtgreifenden Automatismen.
Um es etwas detailreicher zu beschreiben: Viele Trainer teilen das Spielfeld in Bereiche. Das geht von 5 bis ca 15 Bereiche. Sagen wir ein Spieler erobert den Ball in bereich 6 (als Bsp. ist das ca. 5 Meter hinter der Mittellinie) dann werden sich die Spieler die für Konter verantwortlich sind an die Anweisungen halten wollen und ihre Laufwege gehen. Dass der Konter dann nicht verwertet wird liegt dann ausschließlich an der Qualität des Ballführenden bzw. des Timings. Konter zählen zu den leichtesten Trainingsarten. Denn die Chance, dass 1 Gegenspieler gegen 2 Angrefer verteidigt sollte eigentlich bei 0% liege. Wenn alles perfekt läuft natürlich ;)
Achja...nicht das ihr mich jetzt für bescheuert haltet weil ich kürzlich diese Aussage getroffen habe:
Zitat von Price:
Ich denke, dass es schwer ist Konter zu trainieren.
Ich kläre es gleich auf falls sich jemand frag. Damit meinte ich, dass es schwer ist ein Konterkonzept zu gestalten. Also dass man immer den "selben" Konter läuft. Du kannst als Trainer nicht den ultimativen Konter entwerfen sonder bist immer darauf angewiesen wo deine für Konter eingeteilten Spieler auf dem Spielfeld gerade stehen. Deshal meine ich ist es schwer der Mannschaft einen bestimmten Ablauf eines Konters aufzutagen. Besser ist auf die im Spiel gegebenen Möglichkeiten aufzubauen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Price am 18.03.2011 um 16:25 Uhr bearbeitet
18.03.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von Price:
@SAMsg:
Wenn du meinen Post eine Seite vorher gelesen hättest dann würdest du wissen, dass man Konter sehr wohl planen kann. Um mich mal selbst zu zitieren:
Zitat von Price:
Bsp.: Wir erobern den Ball kurz nach der Mittellinie -> Ruka, Ebert, Ramos und Lassogga wissen dann was sie zu tun haben und sprinten los. Der Ball wird dann meist sofort zu einem guten Ballverteiler gepasst und dieser wird dann versuchen ihn effektiv zu dem bestpositionierten Mitspieler zu passen. Das das nicht imer gut geht liegt dann eher an mangelnder Qualität als an nichtgreifenden Automatismen.
Um es etwas detailreicher zu beschreiben: Viele Trainer teilen das Spielfeld in Bereiche. Das geht von 5 bis ca 15 Bereiche. Sagen wir ein Spieler erobert den Ball in bereich 6 (als Bsp. ist das ca. 5 Meter hinter der Mittellinie) dann werden sich die Spieler die für Konter verantwortlich sind an die Anweisungen halten wollen und ihre Laufwege gehen. Dass der Konter dann nicht verwertet wird liegt dann ausschließlich an der Qualität des Ballführenden bzw. des Timings. Konter zählen zu den leichtesten Trainingsarten. Denn die Chance, dass 1 Gegenspieler gegen 2 Angrefer verteidigt sollte eigentlich bei 0% liege. Wenn alles perfekt läuft natürlich ;)
Achja...nicht das ihr mich jetzt für bescheuert haltet weil ich kürzlich diese Aussage getroffen habe:
Zitat von Price:
Ich denke, dass es schwer ist Konter zu trainieren.
Ich kläre es gleich auf falls sich jemand frag. Damit meinte ich, dass es schwer ist ein Konterkonzept zu gestalten. Also dass man immer den "selben" Konter läuft. Du kannst als Trainer nicht den ultimativen Konter entwerfen sonder bist immer darauf angewiesen wo deine für Konter eingeteilten Spieler auf dem Spielfeld gerade stehen. Deshal meine ich ist es schwer der Mannschaft einen bestimmten Ablauf eines Konters aufzutagen. Besser ist auf die im Spiel gegebenen Möglichkeiten aufzubauen.
Man kann Anweisungen geben - Rollen verteilen - aber man kann nicht endlich "trainieren", was bei einem Konter passiert. Es gibt "unendlich" viele Konstellationen (Anzahl Gegenspieler hinter dem Ball, Anzahl Angreifer in Überzahl/Unterzahl - wenn Überzahl wieviel..., wer initiiert den schnellen Gegenstoss, wer befindet sich zu diesem Zeitpunkt wo...), daher kann man auch nicht "üben" wie man sich zu verhalten hat. Man kann Rollen definieren - und einige Szenarien spielen/trainieren - das wichtigste bleibt aber, die Art und Weise, wie man eine Überzahl "ausspielt" - und nicht das "Kontern" im allgemeinen. Das mag jetzt ein wenig kleinlich tönen - vielleicht reden wir am Ende auch vom selben - aber man sollte sich schon bewusst sein, dass man da nicht einfach was trainieren kann, bei dem jeder seine Rolle mit seinen definierten Aufgaben hat.
Du schreibst ja, dass es sehr komplex ist. :)
Auch nicht einverstanden bin ich mit deiner Aussage, dass Mainz ähnlich funktioniert wie Hertha. Mainz ist jederzeit in der Lage ein Tor zu erzielen, man ist spielstark und offensiv sehr variabel. Hertha war eher wie Hannover - "hinten dicht" und vorne hilft der liebe Gott. Kombiniert mit sehr konsequentem schnellem Spiel bei Balleroberung. Für dieses brauchst du keine fussballerischen Genies - man braucht Spieler, die solide Pass-Skills haben - und den Ball schnell verarbeiten können. Etwas, das jeder Junior trainiert. Betreffendn den Faktoren Euphorie und Selbstvertrauen bin ich deiner Meinung - die stimmen in Mainz und Hannover mit jenem von Hertha von vor 2 Jahren überein.
Dortmund spielt etwas ähnliches wie Löw in der Nationalmannschaft spielen lässt. Ein Konzept, das auf aggressive Balleroberung und Spielstärke ausgerichtet ist. Dortmund lebt vom ausgezeichneten taktischen Konzept, das defensive Stärke mit offensiver Wucht kombiniert. Man spielt, um Torchancen zu produzieren. Es gibt nur wenige Teams/Trainer, die es schafften irgendwo sowas zu installieren. Der Fussball ähnelt in meinen Augen jenem von Arsenal - auch wenn da inzwischen eine andere taktische Ausrichtung gespielt wird (4-3-3 - ähnlich wie bei Barca).
@SAMsg:
Wenn du meinen Post eine Seite vorher gelesen hättest dann würdest du wissen, dass man Konter sehr wohl planen kann. Um mich mal selbst zu zitieren:
Zitat von Price:
Bsp.: Wir erobern den Ball kurz nach der Mittellinie -> Ruka, Ebert, Ramos und Lassogga wissen dann was sie zu tun haben und sprinten los. Der Ball wird dann meist sofort zu einem guten Ballverteiler gepasst und dieser wird dann versuchen ihn effektiv zu dem bestpositionierten Mitspieler zu passen. Das das nicht imer gut geht liegt dann eher an mangelnder Qualität als an nichtgreifenden Automatismen.
Um es etwas detailreicher zu beschreiben: Viele Trainer teilen das Spielfeld in Bereiche. Das geht von 5 bis ca 15 Bereiche. Sagen wir ein Spieler erobert den Ball in bereich 6 (als Bsp. ist das ca. 5 Meter hinter der Mittellinie) dann werden sich die Spieler die für Konter verantwortlich sind an die Anweisungen halten wollen und ihre Laufwege gehen. Dass der Konter dann nicht verwertet wird liegt dann ausschließlich an der Qualität des Ballführenden bzw. des Timings. Konter zählen zu den leichtesten Trainingsarten. Denn die Chance, dass 1 Gegenspieler gegen 2 Angrefer verteidigt sollte eigentlich bei 0% liege. Wenn alles perfekt läuft natürlich ;)
Achja...nicht das ihr mich jetzt für bescheuert haltet weil ich kürzlich diese Aussage getroffen habe:
Zitat von Price:
Ich denke, dass es schwer ist Konter zu trainieren.
Ich kläre es gleich auf falls sich jemand frag. Damit meinte ich, dass es schwer ist ein Konterkonzept zu gestalten. Also dass man immer den "selben" Konter läuft. Du kannst als Trainer nicht den ultimativen Konter entwerfen sonder bist immer darauf angewiesen wo deine für Konter eingeteilten Spieler auf dem Spielfeld gerade stehen. Deshal meine ich ist es schwer der Mannschaft einen bestimmten Ablauf eines Konters aufzutagen. Besser ist auf die im Spiel gegebenen Möglichkeiten aufzubauen.
Man kann Anweisungen geben - Rollen verteilen - aber man kann nicht endlich "trainieren", was bei einem Konter passiert. Es gibt "unendlich" viele Konstellationen (Anzahl Gegenspieler hinter dem Ball, Anzahl Angreifer in Überzahl/Unterzahl - wenn Überzahl wieviel..., wer initiiert den schnellen Gegenstoss, wer befindet sich zu diesem Zeitpunkt wo...), daher kann man auch nicht "üben" wie man sich zu verhalten hat. Man kann Rollen definieren - und einige Szenarien spielen/trainieren - das wichtigste bleibt aber, die Art und Weise, wie man eine Überzahl "ausspielt" - und nicht das "Kontern" im allgemeinen. Das mag jetzt ein wenig kleinlich tönen - vielleicht reden wir am Ende auch vom selben - aber man sollte sich schon bewusst sein, dass man da nicht einfach was trainieren kann, bei dem jeder seine Rolle mit seinen definierten Aufgaben hat.
Du schreibst ja, dass es sehr komplex ist. :)
Auch nicht einverstanden bin ich mit deiner Aussage, dass Mainz ähnlich funktioniert wie Hertha. Mainz ist jederzeit in der Lage ein Tor zu erzielen, man ist spielstark und offensiv sehr variabel. Hertha war eher wie Hannover - "hinten dicht" und vorne hilft der liebe Gott. Kombiniert mit sehr konsequentem schnellem Spiel bei Balleroberung. Für dieses brauchst du keine fussballerischen Genies - man braucht Spieler, die solide Pass-Skills haben - und den Ball schnell verarbeiten können. Etwas, das jeder Junior trainiert. Betreffendn den Faktoren Euphorie und Selbstvertrauen bin ich deiner Meinung - die stimmen in Mainz und Hannover mit jenem von Hertha von vor 2 Jahren überein.
Dortmund spielt etwas ähnliches wie Löw in der Nationalmannschaft spielen lässt. Ein Konzept, das auf aggressive Balleroberung und Spielstärke ausgerichtet ist. Dortmund lebt vom ausgezeichneten taktischen Konzept, das defensive Stärke mit offensiver Wucht kombiniert. Man spielt, um Torchancen zu produzieren. Es gibt nur wenige Teams/Trainer, die es schafften irgendwo sowas zu installieren. Der Fussball ähnelt in meinen Augen jenem von Arsenal - auch wenn da inzwischen eine andere taktische Ausrichtung gespielt wird (4-3-3 - ähnlich wie bei Barca).
18.03.2011 - 17:00 Uhr
Zitat von SAMsg:
Man kann Anweisungen geben - Rollen verteilen - aber man kann nicht endlich "trainieren", was bei einem Konter passiert. Es gibt "unendlich" viele Konstellationen (Anzahl Gegenspieler hinter dem Ball, Anzahl Angreifer in Überzahl/Unterzahl - wenn Überzahl wieviel..., wer initiiert den schnellen Gegenstoss, wer befindet sich zu diesem Zeitpunkt wo...), daher kann man auch nicht "üben" wie man sich zu verhalten hat. Man kann Rollen definieren - und einige Szenarien spielen/trainieren - das wichtigste bleibt aber, die Art und Weise, wie man eine Überzahl "ausspielt" - und nicht das "Kontern" im allgemeinen. Das mag jetzt ein wenig kleinlich tönen - vielleicht reden wir am Ende auch vom selben - aber man sollte sich schon bewusst sein, dass man da nicht einfach was trainieren kann, bei dem jeder seine Rolle mit seinen definierten Aufgaben hat.
Du schreibst ja, dass es sehr komplex ist. :)
Kann ich unterschreiben. Man kann Konter nicht in einem Forum nur mit Buchstaben beschreiben. Ich denke wenn wir ein Flip-Chart und nen Edding hätten würden wir auf einen Nenner kommen ;)
Zitat von SAMsg:
Auch nicht einverstanden bin ich mit deiner Aussage, dass Mainz ähnlich funktioniert wie Hertha. Mainz ist jederzeit in der Lage ein Tor zu erzielen, man ist spielstark und offensiv sehr variabel. Hertha war eher wie Hannover - "hinten dicht" und vorne hilft der liebe Gott. Kombiniert mit sehr konsequentem schnellem Spiel bei Balleroberung. Für dieses brauchst du keine fussballerischen Genies - man braucht Spieler, die solide Pass-Skills haben - und den Ball schnell verarbeiten können. Etwas, das jeder Junior trainiert. Betreffendn den Faktoren Euphorie und Selbstvertrauen bin ich deiner Meinung - die stimmen in Mainz und Hannover mit jenem von Hertha von vor 2 Jahren überein.
Auch das stimmt. Die Spielstyle von Mainz und Hannover unterscheiden sich drastisch. Nur wollte ich darauf nicht näher eingehen.
Zitat von SAMsg:
Dortmund spielt etwas ähnliches wie Löw in der Nationalmannschaft spielen lässt. Ein Konzept, das auf aggressive Balleroberung und Spielstärke ausgerichtet ist. Dortmund lebt vom ausgezeichneten taktischen Konzept, das defensive Stärke mit offensiver Wucht kombiniert. Man spielt, um Torchancen zu produzieren. Es gibt nur wenige Teams/Trainer, die es schafften irgendwo sowas zu installieren. Der Fussball ähnelt in meinen Augen jenem von Arsenal - auch wenn da inzwischen eine andere taktische Ausrichtung gespielt wird (4-3-3 - ähnlich wie bei Barca).
Oh staune...auch hier stimme ich dir mit 100% zu ;)
Man kann Anweisungen geben - Rollen verteilen - aber man kann nicht endlich "trainieren", was bei einem Konter passiert. Es gibt "unendlich" viele Konstellationen (Anzahl Gegenspieler hinter dem Ball, Anzahl Angreifer in Überzahl/Unterzahl - wenn Überzahl wieviel..., wer initiiert den schnellen Gegenstoss, wer befindet sich zu diesem Zeitpunkt wo...), daher kann man auch nicht "üben" wie man sich zu verhalten hat. Man kann Rollen definieren - und einige Szenarien spielen/trainieren - das wichtigste bleibt aber, die Art und Weise, wie man eine Überzahl "ausspielt" - und nicht das "Kontern" im allgemeinen. Das mag jetzt ein wenig kleinlich tönen - vielleicht reden wir am Ende auch vom selben - aber man sollte sich schon bewusst sein, dass man da nicht einfach was trainieren kann, bei dem jeder seine Rolle mit seinen definierten Aufgaben hat.
Du schreibst ja, dass es sehr komplex ist. :)
Kann ich unterschreiben. Man kann Konter nicht in einem Forum nur mit Buchstaben beschreiben. Ich denke wenn wir ein Flip-Chart und nen Edding hätten würden wir auf einen Nenner kommen ;)
Zitat von SAMsg:
Auch nicht einverstanden bin ich mit deiner Aussage, dass Mainz ähnlich funktioniert wie Hertha. Mainz ist jederzeit in der Lage ein Tor zu erzielen, man ist spielstark und offensiv sehr variabel. Hertha war eher wie Hannover - "hinten dicht" und vorne hilft der liebe Gott. Kombiniert mit sehr konsequentem schnellem Spiel bei Balleroberung. Für dieses brauchst du keine fussballerischen Genies - man braucht Spieler, die solide Pass-Skills haben - und den Ball schnell verarbeiten können. Etwas, das jeder Junior trainiert. Betreffendn den Faktoren Euphorie und Selbstvertrauen bin ich deiner Meinung - die stimmen in Mainz und Hannover mit jenem von Hertha von vor 2 Jahren überein.
Auch das stimmt. Die Spielstyle von Mainz und Hannover unterscheiden sich drastisch. Nur wollte ich darauf nicht näher eingehen.
Zitat von SAMsg:
Dortmund spielt etwas ähnliches wie Löw in der Nationalmannschaft spielen lässt. Ein Konzept, das auf aggressive Balleroberung und Spielstärke ausgerichtet ist. Dortmund lebt vom ausgezeichneten taktischen Konzept, das defensive Stärke mit offensiver Wucht kombiniert. Man spielt, um Torchancen zu produzieren. Es gibt nur wenige Teams/Trainer, die es schafften irgendwo sowas zu installieren. Der Fussball ähnelt in meinen Augen jenem von Arsenal - auch wenn da inzwischen eine andere taktische Ausrichtung gespielt wird (4-3-3 - ähnlich wie bei Barca).
Oh staune...auch hier stimme ich dir mit 100% zu ;)
18.03.2011 - 17:16 Uhr
Zitat von Santorin2001:
Hmm, da würde ich gern mal einhaken. Warum kann man Konter etc. nicht trainieren?
Beispiel: Ich weiß als Trainer, wenn ich als nächstes gegen Bayern spielen lassen muss, das z.B. Lahm immer weit mit aufrückt und Robben nicht gern nach hinten arbeitet (DAS ist jetzt hier nur mal ein Beispiel !!)
Dann kann man doch einstudieren beim Training, das bei eigenem Ballbesitz/Eroberung z.B. der Mittelstürmer sofort auf den linken Flügel geht ..... dann hat der Torwart oder jeder andere sofort eine Anspielstation, praktisch blind, da er ja diesen Laufweg kennt. Das klappt natürlich nicht dauernd, da Lahm ja auch nicht doof ist. Aber man könnte ja noch eine zweite Alternative trainieren.
In diesem Zusammenhang fällt mir jedesmal der Ballverlust bei eigenem Anstoß auf ...........
Meine Interpretation dieses Themas...
Um gleich dein Beispiel zu verwenden: Robben arbeitet nicht gerne nach hinten. Aber das tut eigentlich gar nichts zur Sache, wenn es um den Konter an sich geht. Denn die Basis des Konters ist die Balleroberung. Wo es zu dieser kommt (Robben verliert den Ball auch gegen 2 nicht einfach so), wissen wir nicht.
Die Balleroberung an sich, bedeutet noch lange nicht, dass es dann auch zum Konter kommt. Zu diesem kommt es nur, wenn man direkt bei der Balleroberung - oder mit 1-2 schnellen Pässen "Kontersituationen" schaffen kann. Als solche würde ich mal alles was besser ist als 5 gegen 4 (jede Überzahlsituation => 4 gegen 3, 3 gegen 2, 2 gegen1) aber auch ausgeglichene Situationen in denen man mit Tempo 4 gegen 4 (oder so) gehen kann.
Diese Angriffe kann man aber nicht fix strukturieren, weil man nicht sagen kann, wie sich der Gegner verhält. Man kann also nicht sagen, dass immer der "10er" angespielt wird, der dann den Angriff mit einem guten Pass beschleunigen kann, weil der Gegner wahrscheinlich den Passweg zu diesem zustellt.
Daher bin ich auch der Meinung, dass es dieses "Verhalten" nicht einfach so trainieren kann, bis es "blind" funktioniert. Was man trainieren kann ist die Passqualität und die Reaktion. Das grundsätzliche, welche Rollen in welcher Situation (Balleroberung in welchem Quadrat des Spielfeldes) bestehen - kann auch "angewiesen" werden. Nur sind dies bewusst Rollen - und keine Spieler! Denn jeder kann in jede Rolle schlüpfen müssen. Man kann auch anweisen, dass man bei Balleroberung schnell spielt - und dass man beispielsweise immer schnell auf einen Stürmer spielt, der den Ball ablegt, um den Konter so zu initiieren.
Auch Überzahlsituationen kann man wie Unterzahlsituationen trainieren. Nur kennt man da das Verhalten der gegnerischen Abwehrspieler nie ganz genau. Diese können Fehler begehen - sie können vielleicht zu Fehlern gezwungen werden - sie können aber auch überraschend und sehr gut agieren.
Aber eben - vielleicht lieg ich da mit meiner Einstellung auch völlig daneben. :)
Hmm, da würde ich gern mal einhaken. Warum kann man Konter etc. nicht trainieren?
Beispiel: Ich weiß als Trainer, wenn ich als nächstes gegen Bayern spielen lassen muss, das z.B. Lahm immer weit mit aufrückt und Robben nicht gern nach hinten arbeitet (DAS ist jetzt hier nur mal ein Beispiel !!)
Dann kann man doch einstudieren beim Training, das bei eigenem Ballbesitz/Eroberung z.B. der Mittelstürmer sofort auf den linken Flügel geht ..... dann hat der Torwart oder jeder andere sofort eine Anspielstation, praktisch blind, da er ja diesen Laufweg kennt. Das klappt natürlich nicht dauernd, da Lahm ja auch nicht doof ist. Aber man könnte ja noch eine zweite Alternative trainieren.
In diesem Zusammenhang fällt mir jedesmal der Ballverlust bei eigenem Anstoß auf ...........
Meine Interpretation dieses Themas...
Um gleich dein Beispiel zu verwenden: Robben arbeitet nicht gerne nach hinten. Aber das tut eigentlich gar nichts zur Sache, wenn es um den Konter an sich geht. Denn die Basis des Konters ist die Balleroberung. Wo es zu dieser kommt (Robben verliert den Ball auch gegen 2 nicht einfach so), wissen wir nicht.
Die Balleroberung an sich, bedeutet noch lange nicht, dass es dann auch zum Konter kommt. Zu diesem kommt es nur, wenn man direkt bei der Balleroberung - oder mit 1-2 schnellen Pässen "Kontersituationen" schaffen kann. Als solche würde ich mal alles was besser ist als 5 gegen 4 (jede Überzahlsituation => 4 gegen 3, 3 gegen 2, 2 gegen1) aber auch ausgeglichene Situationen in denen man mit Tempo 4 gegen 4 (oder so) gehen kann.
Diese Angriffe kann man aber nicht fix strukturieren, weil man nicht sagen kann, wie sich der Gegner verhält. Man kann also nicht sagen, dass immer der "10er" angespielt wird, der dann den Angriff mit einem guten Pass beschleunigen kann, weil der Gegner wahrscheinlich den Passweg zu diesem zustellt.
Daher bin ich auch der Meinung, dass es dieses "Verhalten" nicht einfach so trainieren kann, bis es "blind" funktioniert. Was man trainieren kann ist die Passqualität und die Reaktion. Das grundsätzliche, welche Rollen in welcher Situation (Balleroberung in welchem Quadrat des Spielfeldes) bestehen - kann auch "angewiesen" werden. Nur sind dies bewusst Rollen - und keine Spieler! Denn jeder kann in jede Rolle schlüpfen müssen. Man kann auch anweisen, dass man bei Balleroberung schnell spielt - und dass man beispielsweise immer schnell auf einen Stürmer spielt, der den Ball ablegt, um den Konter so zu initiieren.
Auch Überzahlsituationen kann man wie Unterzahlsituationen trainieren. Nur kennt man da das Verhalten der gegnerischen Abwehrspieler nie ganz genau. Diese können Fehler begehen - sie können vielleicht zu Fehlern gezwungen werden - sie können aber auch überraschend und sehr gut agieren.
Aber eben - vielleicht lieg ich da mit meiner Einstellung auch völlig daneben. :)
18.03.2011 - 17:53 Uhr
Sehr interessante Diskussion, wenn auch leider leicht OT. Ich möchte trotzdem nochmal eine Aussage in den Raum stellen.
Zitat
Wie Raffael am Montag, der versucht im 2:2 den Stürmer anzuspielen oder einen Doppelpass erwartet, der Stürmer sich aber weder freiläuft noch den Ball schnell genug spielt. Da wusste der eine nicht was der andere macht. DAS kann man durch Training ändern.
Sehr ihr beiden das anders?
Ich spreche auch gar nicht von Kontern als einzigem und allgemeingültigem Konzept. Konter sind für mich nur das Sinnbild dafür, was offenbar falsch läuft im Training (bzw. im Gesammtkonzept). Mit, wie gesagt, Spielern wie Raffael und Ruka / Ramos wären wir prädestiniert z. B. ab Führung konsequent auf Konter zu spielen. Das Potential wird aber brach liegen lassen.
Zitat
Wie Raffael am Montag, der versucht im 2:2 den Stürmer anzuspielen oder einen Doppelpass erwartet, der Stürmer sich aber weder freiläuft noch den Ball schnell genug spielt. Da wusste der eine nicht was der andere macht. DAS kann man durch Training ändern.
Sehr ihr beiden das anders?
Ich spreche auch gar nicht von Kontern als einzigem und allgemeingültigem Konzept. Konter sind für mich nur das Sinnbild dafür, was offenbar falsch läuft im Training (bzw. im Gesammtkonzept). Mit, wie gesagt, Spielern wie Raffael und Ruka / Ramos wären wir prädestiniert z. B. ab Führung konsequent auf Konter zu spielen. Das Potential wird aber brach liegen lassen.
18.03.2011 - 18:43 Uhr
Zitat
"Ich hab mich schon ein bisschen in Hertha verliebt"
Die Stadt Berlin und den Verein Hertha BSC hat Markus Babbel früher nie wirklich wahrgenommen. Seit er den Zweitligisten trainiert, hat sich seine Beziehung zu dem Club verändert. Die Stadt ist ihm weiterhin egal.
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/ich-hab-mich-schon-ein-bisschen-in-hertha-verliebt/
"Ich hab mich schon ein bisschen in Hertha verliebt"
Die Stadt Berlin und den Verein Hertha BSC hat Markus Babbel früher nie wirklich wahrgenommen. Seit er den Zweitligisten trainiert, hat sich seine Beziehung zu dem Club verändert. Die Stadt ist ihm weiterhin egal.
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/ich-hab-mich-schon-ein-bisschen-in-hertha-verliebt/
19.03.2011 - 09:37 Uhr
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
19.03.2011 - 09:39 Uhr
Zitat von Santorin2001:
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
19.03.2011 - 09:43 Uhr
Zitat von Mazze76:
Zitat von Santorin2001:
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
ÄHH - nun haben wir aber gestern eben DIESES Spiel gespielt ........ Welches darf ich denn Deiner Meinung nach als "Referenz" ansehen?
Zitat von Santorin2001:
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
ÄHH - nun haben wir aber gestern eben DIESES Spiel gespielt ........ Welches darf ich denn Deiner Meinung nach als "Referenz" ansehen?
19.03.2011 - 09:46 Uhr
Zitat von Santorin2001:
Zitat von Mazze76:
Zitat von Santorin2001:
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
ÄHH - nun haben wir aber gestern eben DIESES Spiel gespielt ........ Welches darf ich denn Deiner Meinung nach als "Referenz" ansehen?
Da darfst du mal die Rückrunde als Ganze heranziehen.
Hier ist bei dir leider gerade davon auszugehen dass du ein wenig sticheln willst da die Diskussion um einstudierte Spielzüge schon eine Weile anhält.
Wenn ich mich täsuche, dann entschuldige ...
Zitat von Mazze76:
Zitat von Santorin2001:
Ich hatte gestern ja nu mal explizit auf "Systeme" und einstudierte Spielzüge geachtet ....... Ich hab nix gesehn.
Grosses Kino dieses Spiel als Beispiel zu nehmen ...
Einstudiert waren auf jeden Fall die Wechsel. Die hat Babbel nämlich öfters drauf :ugly
ÄHH - nun haben wir aber gestern eben DIESES Spiel gespielt ........ Welches darf ich denn Deiner Meinung nach als "Referenz" ansehen?
Da darfst du mal die Rückrunde als Ganze heranziehen.
Hier ist bei dir leider gerade davon auszugehen dass du ein wenig sticheln willst da die Diskussion um einstudierte Spielzüge schon eine Weile anhält.
Wenn ich mich täsuche, dann entschuldige ...
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