Lucien Favre [Trainer]
12.03.2014 - 14:53 Uhr
14.04.2014 - 13:31 Uhr
Kripsmann, ich hab Pipi inne Augen... :D
Endlich mal jemand, der meine Gedanken lesen kann.
Bin seit 40 Jahren Fan und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal 3 Saisons am Stück ein Dauergrinsen im Gesicht hatte...
Was nicht heißen soll, daß es nichts zu kritisieren oder zu verbessern gibt.
Aber ich gehöre nicht zu denen, die sich von einem schlechteren Spiel runterziehen lassen. Man muß immer das Gesamtbild sehen.
Im Übrigen stehen wir bei "Wahre Tabelle" auf Platz 3...
Endlich mal jemand, der meine Gedanken lesen kann.
Bin seit 40 Jahren Fan und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal 3 Saisons am Stück ein Dauergrinsen im Gesicht hatte...
Was nicht heißen soll, daß es nichts zu kritisieren oder zu verbessern gibt.
Aber ich gehöre nicht zu denen, die sich von einem schlechteren Spiel runterziehen lassen. Man muß immer das Gesamtbild sehen.
Im Übrigen stehen wir bei "Wahre Tabelle" auf Platz 3...
14.04.2014 - 13:32 Uhr
@kripsmann: Chapeau, da hast du einen tollen Post abgeliefert. Kann dir leider keine Wertung geben.
Der Grat zwischen CL-Quali, EL-Quali und Platz 8-10 ist sehr schmal.
Wir können froh und glücklich, dass wir so mehr oder minder stabile 2 Saisons gespielt haben.
Sicherlich ist nicht alles Gold was glänz und nicht jede Niederlage eine Katastrophe.
Aber die Bundesliga ist Woche für Woche harte Arbeit und 110%iger Einsatz, stimmt die Einstellung nicht wird es schwer ein Spiel für sich zu entscheiden.
HSV, Stuttgart, Hannover, Frankfurt haben sich sicherlich etwas mehr bzw bessere Platzierung gewünscht.
Wir sind mit LF auf einem guten Weg, der sicherlich steiniger ist wie gewünscht, aber nächste Saison werden wir wieder in der Breite etwas besser sein u der eine oder andere bekommt auf seiner Position Konkurrenz die ihn besser macht und sich nicht auf geleistetem ausruhen lässt.
Der Grat zwischen CL-Quali, EL-Quali und Platz 8-10 ist sehr schmal.
Wir können froh und glücklich, dass wir so mehr oder minder stabile 2 Saisons gespielt haben.
Sicherlich ist nicht alles Gold was glänz und nicht jede Niederlage eine Katastrophe.
Aber die Bundesliga ist Woche für Woche harte Arbeit und 110%iger Einsatz, stimmt die Einstellung nicht wird es schwer ein Spiel für sich zu entscheiden.
HSV, Stuttgart, Hannover, Frankfurt haben sich sicherlich etwas mehr bzw bessere Platzierung gewünscht.
Wir sind mit LF auf einem guten Weg, der sicherlich steiniger ist wie gewünscht, aber nächste Saison werden wir wieder in der Breite etwas besser sein u der eine oder andere bekommt auf seiner Position Konkurrenz die ihn besser macht und sich nicht auf geleistetem ausruhen lässt.
14.04.2014 - 13:34 Uhr
Zitat von bergzwo:
Zitat von rockham:
torfabrik.de:
Natürlich ist ein kühler Kopf immer die erste Pflicht, aber Leidenschaft gehört halt auch dazu, wenn man etwas Großes erreichen will. Und die fehlte gegen den VfB Stuttgart über weite Strecken. Ballbesitz ohne Tempo und Effektivität bauen den Gegner auf und schläfern gleichzeitig das eigene Team und das Publikum ein.wir gucken da zuviel auf Wolfsburg, Dortmund, Bayern...legen uns die Referenzen dann so zurecht, damit die Leistung wieder stimmt.
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
So und nicht anders, volle Zustimmung!
Absolut richtig.
Nur ist das hier wohl der falsche Thread denn eine Boulevard Blatt titelt:
"1:1 GEGEN STUTTGART
Favre sauer auf faule Fohlen"
Und somit erkennt man wohl dass das auch nicht Favres Idee war so zu spielen sondern die Spieler am Samstag einfach zu faul, zu lustlos und zu lethargisch waren.
Zitat von rockham:
torfabrik.de:
Natürlich ist ein kühler Kopf immer die erste Pflicht, aber Leidenschaft gehört halt auch dazu, wenn man etwas Großes erreichen will. Und die fehlte gegen den VfB Stuttgart über weite Strecken. Ballbesitz ohne Tempo und Effektivität bauen den Gegner auf und schläfern gleichzeitig das eigene Team und das Publikum ein.wir gucken da zuviel auf Wolfsburg, Dortmund, Bayern...legen uns die Referenzen dann so zurecht, damit die Leistung wieder stimmt.
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
So und nicht anders, volle Zustimmung!
Absolut richtig.
Nur ist das hier wohl der falsche Thread denn eine Boulevard Blatt titelt:
"1:1 GEGEN STUTTGART
Favre sauer auf faule Fohlen"
Und somit erkennt man wohl dass das auch nicht Favres Idee war so zu spielen sondern die Spieler am Samstag einfach zu faul, zu lustlos und zu lethargisch waren.
14.04.2014 - 13:38 Uhr
und da guckt er dann zu und wartet bis min 70 um da einen Impuls zu geben?
14.04.2014 - 13:42 Uhr
Zitat von rockham:
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
Darüber lässt sich streiten.
Rein statistisch folgende Daten über den 30 Spieltag:
Ballbesitz: Platz 2
Laufstrecke: Platz 5
Zweikämpfe: Platz 8
Topspeed: Platz 16
Anzahl Sprints: Platz 15
Es hat den Anschein, als ob auf dem Spielfeld offenkundige Dinge wie schnelle Sprints den Eindruck vermitteln, dass man sich ins Zeug legt, sich reinhaut, Willen und Leidenschaft zeigt und das Fehlen dieser den gegenteiligen Eindruck vermittelt.
Einerseits nachvollziehbar, andererseits gehen dabei andere Dinge auch unter.
Spielt man ballbesitzorientieren Fußball, spielt man mehr Pässe, kürzere und sicherere Pässe, weniger lange Bälle wie beim Konterfußball, die zu vielen Sprints führen.
Ist eine Mannschaft aber weniger leidenschaftlich, wenn sie durch Verschieben viel läuft und lange den Ball in den eigenen Reihen hält? Immerhin ist das Team mehr gelaufen als 13 andere Mannschaften an diesem Spieltag (Spitzenreiter war an diesem Spieltag übrigens Stuttgart).
Zeigt eine Mannschaft weniger Einsatz, wenn sie taktisch auf kontrollierten Spielaufbau setzt und nicht auf schnelle Konter?
Vielleicht war auch einfach die Tatsache, dass Favres Taktikplan nicht aufgegangen ist und er es nicht geschafft hat, das Spiel der Mannschaft kurzfristig umzustellen, Grund dafür zu sagen "Es fehlte an Willen und Leidenschaft".
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
Darüber lässt sich streiten.
Rein statistisch folgende Daten über den 30 Spieltag:
Ballbesitz: Platz 2
Laufstrecke: Platz 5
Zweikämpfe: Platz 8
Topspeed: Platz 16
Anzahl Sprints: Platz 15
Es hat den Anschein, als ob auf dem Spielfeld offenkundige Dinge wie schnelle Sprints den Eindruck vermitteln, dass man sich ins Zeug legt, sich reinhaut, Willen und Leidenschaft zeigt und das Fehlen dieser den gegenteiligen Eindruck vermittelt.
Einerseits nachvollziehbar, andererseits gehen dabei andere Dinge auch unter.
Spielt man ballbesitzorientieren Fußball, spielt man mehr Pässe, kürzere und sicherere Pässe, weniger lange Bälle wie beim Konterfußball, die zu vielen Sprints führen.
Ist eine Mannschaft aber weniger leidenschaftlich, wenn sie durch Verschieben viel läuft und lange den Ball in den eigenen Reihen hält? Immerhin ist das Team mehr gelaufen als 13 andere Mannschaften an diesem Spieltag (Spitzenreiter war an diesem Spieltag übrigens Stuttgart).
Zeigt eine Mannschaft weniger Einsatz, wenn sie taktisch auf kontrollierten Spielaufbau setzt und nicht auf schnelle Konter?
Vielleicht war auch einfach die Tatsache, dass Favres Taktikplan nicht aufgegangen ist und er es nicht geschafft hat, das Spiel der Mannschaft kurzfristig umzustellen, Grund dafür zu sagen "Es fehlte an Willen und Leidenschaft".
14.04.2014 - 13:45 Uhr
Zitat von rockham:
und da guckt er dann zu und wartet bis min 70 um da einen Impuls zu geben?
Ich sage ja, die Sturheit und die Eitelkeit von Favre stören ein wenig und hindern ihn.
So eine Aktion wie sie Weinzierl gestern gemacht hat würde ich mir mal von Favre wünschen. Nach 20-25 Minuten einfach mal zu erkennen das er eine falsche Taktik gewählt oder auf die falschen Pferde gesetzt hat und zu reagieren. Er muss ja nicht gleich so radikal sein wie Magath der ein Spieler ein- und nach 15 Minuten wieder auswechselt. Eine gesunde Mischung wäre super.
Nur, man kann halt nicht alles haben. ;-)
und da guckt er dann zu und wartet bis min 70 um da einen Impuls zu geben?
Ich sage ja, die Sturheit und die Eitelkeit von Favre stören ein wenig und hindern ihn.
So eine Aktion wie sie Weinzierl gestern gemacht hat würde ich mir mal von Favre wünschen. Nach 20-25 Minuten einfach mal zu erkennen das er eine falsche Taktik gewählt oder auf die falschen Pferde gesetzt hat und zu reagieren. Er muss ja nicht gleich so radikal sein wie Magath der ein Spieler ein- und nach 15 Minuten wieder auswechselt. Eine gesunde Mischung wäre super.
Nur, man kann halt nicht alles haben. ;-)
14.04.2014 - 13:50 Uhr
Zitat von kripsmann:
Kritik am Tainer ist ja absolut üblich in der Bundesliga.
Aber ich glaube wir dürfen einfach nicht übersehen: Unser Kader und die Qualität unserer Spieler ist - wenn überhaupt - nur geringfügig besser als bei den sonstigen Mannschaften der ersten Liga.
Wenn man die aktuellen Top5 mal ausdrücklich ausklammert (dort hängen die Trauben deutlich höher!)
Wir sind im großen Topf von 5-6 Mannschaften die irgendwo zwischen CL-Quali und EL planen. Gestört wird das dann noch von Überraschungsmannschaften die eine lange Zeit in der Saison empfindlich die Tabelle "stören" oder gar bis zum Schluss durchhalten.
Wir gehen maximal spieltagsbezogen mal leicht favorisiert in den Spieltag, der Borussen Park spielt ggf. bei den Heimspielen noch eine positive Rolle- that's it!
Individuelle, ausserordentlich Klasse haben wir höchstens auf 2-3 Positionen. Und das ist eben zu wenig um gegen gut verteidigen Mannschaften (und das können inzwischen nahezu alle Vereine) mit Glanz und Gloria regelmässig zu bestehen.
Fast alle Spiele sind äußerst knapp, gefühlt ist bei allen Siegen auch eine Niederlage möglich gewesen. Selbst die Spiele die vom Ergebnis her mit 2:0 oder 3:1 recht klar erscheinen, waren auf dem Spielfeld teilweise sehr eng und sind gerne auch mal mit einer Portion Glück zustande gekommen.
Gewinnen kannst du in dieser grauen Masse die Spiele eigentlich nicht, wenn Du ohne Not powerst und angreifst ohne Ende, sondern in dem Du versuchst so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Die machen wir mangels Qualität aber, wenn wir "die Attacke" übertreiben und zu sehr pushen.
DAS ist der Grund warum Granit nicht spielt, das Mittelfeld unsere Offensive nicht druckvoll unterstütz und unsere Abwehr recht konservativ in den Spielaufbau geht.
DAS ist auch der Grund warum ein Arango - trotz unumstrittener Top-Qualität beim offensiven Teil seines Spiels eben - doch kritisch gesehen wird.
DAS ist der Grund warum der Sportkamerad Herrmann regelmässig ausgewechselt wird und in der kommenden Saison reichlich Wettbewerb auf seiner Position bekommt.
DAS ist der Grund warum Favre "Geduld" predigt und selbst in den letzen 10 Minuten eines Spiels nicht auf blinden Aktionismus und das "lange Eisen" bei der Aufholjagd setzt.
DAS ist der Grund, warum Favre erst in allerletzter Sekunde Positionen im Mittelfeld zugunsten erweiterter Offensive auflöst.
DAS ist der Grund, weshalb Favre sehr konservativen Ballbesitz-Fußball spielen lässt bzw.sich bei Mannschaften, die wegen der Tabellensituation was tun "müssen" eher auf Konter als auf Dominanz setzt.
Wir haben noch zu wenig "komplette" Spieler, die taktisches Verständnis, Technik, intuitives Handeln in Verbindung mit Tempo und Kontrolle auf den Platz bekommen.
Das kriegen die Dortmunder und die Bayern regelmässig, wenige Teams sehr häufig hin.
Der "Rest" braucht schon einen guten Tag und einen Gegner der dazu einlädt. Und dazu gehören wir eben auch.
Kritisch wird es bei uns eben auch, wenn - wie am Samstag - nicht mal die Basics funktionieren.
Favre macht im Prinzip gar nichts falsch, wenn er auf eher funktionellen Fußball setzt. Er hat aus meiner Sicht die Lage im Blick und favorisiert lieber das Ergebnis als die Art, wie es zustande kommt. Zumindest so lange, bis wir ausreichend Qualität im Kader haben.
Erst dann wird aus "passiver Dominanz" ein "aktives Beherrschen" des Gegners.
Auch wenn wir einen Kader haben, auf den wir Stolz sein können: Bei Bayern oder Dortmund wären maximal ein oder zwei Spieler davon Stammspieler.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass kein Feldspieler von uns bei den wirklich großen Vereinen "auf dem Zettel" stehen - so wie früher. Die schauen sich eher im Ausland um.
Wir konkurrieren mit den grauem Mäusen im oberen Tabellendrittel um die "Best of the Rest" - Spieler mit limitierenden finanziellen Mitteln.
Die Tabellenplätze 3 und 4 die wir gelegentlich besuchen sind eine tolle Sache und sind sportlich absolut ok. Aber es sind eben noch Besuche - ohne Anspruch auf eine permanente Bleibe.
Alles ist gut und auf einem guten Weg. Ich mag nur den Realismus nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es um internationale Spiel geht. Wie so oft "kacken" die Mannschaften, die unregelmässig international spielen, in der Liga ab? Beispiele gibt es hier genug.
"Englische Wochen" gegen internationale Gegner spielt man nicht mal "eben so". Schon gar nicht wenn es drei Tage später wieder in der Liga zur Sache geht. Das körperliche und mentale Niveau hoch zu halten wird einem nicht in die Wiege gelegt. Das ist eine Erfahrung, die man sich hart erarbeiten muss.
Wohl auch ein Grund, warum Favre immer etwas skeptisch auf die EL schaut und "gefühlt" eher mal die zweite Garde von der Leine lässt. Er weiß ganz genau, dass wir eben wenige Spieler haben, die 3mal in 8 Tagen Topleistung bringen können.
Ich glaube Favre ist ein knochentrockner Realist, der ganz genau weiß was wir maximal leisten können. Um wirklich im oberen Tabellendrittel mitzumachen ist mehr als der "nächste Schritt" notwendig. Das sind noch einige Meter, die der Verein da zurücklegen muss.
Wir Fans vergessen das manchmal, weil die Träume "von mehr" einfach zu süß sind und manchmal sehr realistisch erscheinen.
Wir sollten froh' sein, dass wir nicht mehr zu den Dauerrivalen im Abstiegskampf zählen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich ein Spieltag in dieser Jahreszeit über 15 Jahre lang angefühlt hat………… Da hing man in der Halbzeitpause regelmässig über dem Klo, weil wir dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen sind. Heute kotzen wir schon, weil wir einen Abstiegskandidaten nicht mal eben aus dem Stadion fegen.
Dein Post ist vom Ton her sachlich, in sich schlüssig, nicht polemisch und im Ergebnis sehr lesenswert. Und in der Sache doch so komplett neben der Sache, dass es fast schon erschreckend ist. Deine Ausgangsthese ist, dass die Alternative unseres teilweise mangelhaften Spielaufbaus "die Attacke übertreiben und zu sehr pushen." Übertreiben und zu sehr pushen sagt ja gerade schon das es ZU VIEL ist. Wer aber hier ist der Ansicht, man solle es ÜBERTREIBEN oder ZU SEHR PUSHEN? An wen richtet sich dein Post demnach? An diese fehlerhafte Einstiegsthese reihen sich dann 6 Sätze, die anfangen mit "DAS ist der Grund..." Damit kannst du aber nichts begründen, was zum Beispiel in der Hinrunde vom Trainer noch komplett anders gehandhabt wurde. In der Hinrunde hat Xhaka gespielt, obwohl die Liga genauso ausgeglichen war. In der Hinrunde haben wir nach einer Führung häufig befreit aufgespielt, in der Rückrunde häufig den Schwanz eingezogen. Deine ganze Darstellung geht davon aus, dass es mit den Spielern einfach nicht besser geht, obwohl es aber schon besser gemacht wurde und obwohl sich ein Favre nach den jeweiligen Spielen hinstellt und ganz präzise sagt, dass wir häufig zu langsam spielen und zuletzt, dass wir zu faul waren. Wie man sich vor diesem Hintergrund nach schlechten Spielen hinstellen kann und sagen kann, dass der Trainer es genauso geplant hat und es besser einfach nicht geht, der sollte sich mal hinterfragen. Man neigt offenbar immer dazu, die Gesamtsituation zu beurteilen, vergisst aber die einzelnen Spiele. Nach JEDEM Spiel muss ich mich hinstellen und fragen, was nicht so gut gelaufen ist, das muss ich dann versuchen zu verbessern. Ganz unabhängig davon, ob ich vierter, sechster oder drölfter bin. Genauso macht es der Trainer meines Erachtens auch. Der glaubt mit Sicherheit nicht, dass das gegen Stuttgart unsere maximale Leistungsfähigkeit darstellt. Und ich auch nicht. Vor diesem Hintergrund schätze ich die Art deines Diskussionsbeitrags, könnte dir inhaltlich aber nicht deutlicher widersprechen. Und versteht das bitte nicht als Kritik am Trainer, bis auf Xhaka sehe ich da keine großen Versäumnisse. Aber man tut der Mannschaft (Trainer und Spieler bilden da eine Gemeinschaft) einfach unrecht, wenn man sagt sie könnten es nicht besser.
Kritik am Tainer ist ja absolut üblich in der Bundesliga.
Aber ich glaube wir dürfen einfach nicht übersehen: Unser Kader und die Qualität unserer Spieler ist - wenn überhaupt - nur geringfügig besser als bei den sonstigen Mannschaften der ersten Liga.
Wenn man die aktuellen Top5 mal ausdrücklich ausklammert (dort hängen die Trauben deutlich höher!)
Wir sind im großen Topf von 5-6 Mannschaften die irgendwo zwischen CL-Quali und EL planen. Gestört wird das dann noch von Überraschungsmannschaften die eine lange Zeit in der Saison empfindlich die Tabelle "stören" oder gar bis zum Schluss durchhalten.
Wir gehen maximal spieltagsbezogen mal leicht favorisiert in den Spieltag, der Borussen Park spielt ggf. bei den Heimspielen noch eine positive Rolle- that's it!
Individuelle, ausserordentlich Klasse haben wir höchstens auf 2-3 Positionen. Und das ist eben zu wenig um gegen gut verteidigen Mannschaften (und das können inzwischen nahezu alle Vereine) mit Glanz und Gloria regelmässig zu bestehen.
Fast alle Spiele sind äußerst knapp, gefühlt ist bei allen Siegen auch eine Niederlage möglich gewesen. Selbst die Spiele die vom Ergebnis her mit 2:0 oder 3:1 recht klar erscheinen, waren auf dem Spielfeld teilweise sehr eng und sind gerne auch mal mit einer Portion Glück zustande gekommen.
Gewinnen kannst du in dieser grauen Masse die Spiele eigentlich nicht, wenn Du ohne Not powerst und angreifst ohne Ende, sondern in dem Du versuchst so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Die machen wir mangels Qualität aber, wenn wir "die Attacke" übertreiben und zu sehr pushen.
DAS ist der Grund warum Granit nicht spielt, das Mittelfeld unsere Offensive nicht druckvoll unterstütz und unsere Abwehr recht konservativ in den Spielaufbau geht.
DAS ist auch der Grund warum ein Arango - trotz unumstrittener Top-Qualität beim offensiven Teil seines Spiels eben - doch kritisch gesehen wird.
DAS ist der Grund warum der Sportkamerad Herrmann regelmässig ausgewechselt wird und in der kommenden Saison reichlich Wettbewerb auf seiner Position bekommt.
DAS ist der Grund warum Favre "Geduld" predigt und selbst in den letzen 10 Minuten eines Spiels nicht auf blinden Aktionismus und das "lange Eisen" bei der Aufholjagd setzt.
DAS ist der Grund, warum Favre erst in allerletzter Sekunde Positionen im Mittelfeld zugunsten erweiterter Offensive auflöst.
DAS ist der Grund, weshalb Favre sehr konservativen Ballbesitz-Fußball spielen lässt bzw.sich bei Mannschaften, die wegen der Tabellensituation was tun "müssen" eher auf Konter als auf Dominanz setzt.
Wir haben noch zu wenig "komplette" Spieler, die taktisches Verständnis, Technik, intuitives Handeln in Verbindung mit Tempo und Kontrolle auf den Platz bekommen.
Das kriegen die Dortmunder und die Bayern regelmässig, wenige Teams sehr häufig hin.
Der "Rest" braucht schon einen guten Tag und einen Gegner der dazu einlädt. Und dazu gehören wir eben auch.
Kritisch wird es bei uns eben auch, wenn - wie am Samstag - nicht mal die Basics funktionieren.
Favre macht im Prinzip gar nichts falsch, wenn er auf eher funktionellen Fußball setzt. Er hat aus meiner Sicht die Lage im Blick und favorisiert lieber das Ergebnis als die Art, wie es zustande kommt. Zumindest so lange, bis wir ausreichend Qualität im Kader haben.
Erst dann wird aus "passiver Dominanz" ein "aktives Beherrschen" des Gegners.
Auch wenn wir einen Kader haben, auf den wir Stolz sein können: Bei Bayern oder Dortmund wären maximal ein oder zwei Spieler davon Stammspieler.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass kein Feldspieler von uns bei den wirklich großen Vereinen "auf dem Zettel" stehen - so wie früher. Die schauen sich eher im Ausland um.
Wir konkurrieren mit den grauem Mäusen im oberen Tabellendrittel um die "Best of the Rest" - Spieler mit limitierenden finanziellen Mitteln.
Die Tabellenplätze 3 und 4 die wir gelegentlich besuchen sind eine tolle Sache und sind sportlich absolut ok. Aber es sind eben noch Besuche - ohne Anspruch auf eine permanente Bleibe.
Alles ist gut und auf einem guten Weg. Ich mag nur den Realismus nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es um internationale Spiel geht. Wie so oft "kacken" die Mannschaften, die unregelmässig international spielen, in der Liga ab? Beispiele gibt es hier genug.
"Englische Wochen" gegen internationale Gegner spielt man nicht mal "eben so". Schon gar nicht wenn es drei Tage später wieder in der Liga zur Sache geht. Das körperliche und mentale Niveau hoch zu halten wird einem nicht in die Wiege gelegt. Das ist eine Erfahrung, die man sich hart erarbeiten muss.
Wohl auch ein Grund, warum Favre immer etwas skeptisch auf die EL schaut und "gefühlt" eher mal die zweite Garde von der Leine lässt. Er weiß ganz genau, dass wir eben wenige Spieler haben, die 3mal in 8 Tagen Topleistung bringen können.
Ich glaube Favre ist ein knochentrockner Realist, der ganz genau weiß was wir maximal leisten können. Um wirklich im oberen Tabellendrittel mitzumachen ist mehr als der "nächste Schritt" notwendig. Das sind noch einige Meter, die der Verein da zurücklegen muss.
Wir Fans vergessen das manchmal, weil die Träume "von mehr" einfach zu süß sind und manchmal sehr realistisch erscheinen.
Wir sollten froh' sein, dass wir nicht mehr zu den Dauerrivalen im Abstiegskampf zählen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich ein Spieltag in dieser Jahreszeit über 15 Jahre lang angefühlt hat………… Da hing man in der Halbzeitpause regelmässig über dem Klo, weil wir dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen sind. Heute kotzen wir schon, weil wir einen Abstiegskandidaten nicht mal eben aus dem Stadion fegen.
Dein Post ist vom Ton her sachlich, in sich schlüssig, nicht polemisch und im Ergebnis sehr lesenswert. Und in der Sache doch so komplett neben der Sache, dass es fast schon erschreckend ist. Deine Ausgangsthese ist, dass die Alternative unseres teilweise mangelhaften Spielaufbaus "die Attacke übertreiben und zu sehr pushen." Übertreiben und zu sehr pushen sagt ja gerade schon das es ZU VIEL ist. Wer aber hier ist der Ansicht, man solle es ÜBERTREIBEN oder ZU SEHR PUSHEN? An wen richtet sich dein Post demnach? An diese fehlerhafte Einstiegsthese reihen sich dann 6 Sätze, die anfangen mit "DAS ist der Grund..." Damit kannst du aber nichts begründen, was zum Beispiel in der Hinrunde vom Trainer noch komplett anders gehandhabt wurde. In der Hinrunde hat Xhaka gespielt, obwohl die Liga genauso ausgeglichen war. In der Hinrunde haben wir nach einer Führung häufig befreit aufgespielt, in der Rückrunde häufig den Schwanz eingezogen. Deine ganze Darstellung geht davon aus, dass es mit den Spielern einfach nicht besser geht, obwohl es aber schon besser gemacht wurde und obwohl sich ein Favre nach den jeweiligen Spielen hinstellt und ganz präzise sagt, dass wir häufig zu langsam spielen und zuletzt, dass wir zu faul waren. Wie man sich vor diesem Hintergrund nach schlechten Spielen hinstellen kann und sagen kann, dass der Trainer es genauso geplant hat und es besser einfach nicht geht, der sollte sich mal hinterfragen. Man neigt offenbar immer dazu, die Gesamtsituation zu beurteilen, vergisst aber die einzelnen Spiele. Nach JEDEM Spiel muss ich mich hinstellen und fragen, was nicht so gut gelaufen ist, das muss ich dann versuchen zu verbessern. Ganz unabhängig davon, ob ich vierter, sechster oder drölfter bin. Genauso macht es der Trainer meines Erachtens auch. Der glaubt mit Sicherheit nicht, dass das gegen Stuttgart unsere maximale Leistungsfähigkeit darstellt. Und ich auch nicht. Vor diesem Hintergrund schätze ich die Art deines Diskussionsbeitrags, könnte dir inhaltlich aber nicht deutlicher widersprechen. Und versteht das bitte nicht als Kritik am Trainer, bis auf Xhaka sehe ich da keine großen Versäumnisse. Aber man tut der Mannschaft (Trainer und Spieler bilden da eine Gemeinschaft) einfach unrecht, wenn man sagt sie könnten es nicht besser.
14.04.2014 - 13:50 Uhr
Zitat von kripsmann:
Kritik am Tainer ist ja absolut üblich in der Bundesliga.
Aber ich glaube wir dürfen einfach nicht übersehen: Unser Kader und die Qualität unserer Spieler ist - wenn überhaupt - nur geringfügig besser als bei den sonstigen Mannschaften der ersten Liga.
Wenn man die aktuellen Top5 mal ausdrücklich ausklammert (dort hängen die Trauben deutlich höher!)
Wir sind im großen Topf von 5-6 Mannschaften die irgendwo zwischen CL-Quali und EL planen. Gestört wird das dann noch von Überraschungsmannschaften die eine lange Zeit in der Saison empfindlich die Tabelle "stören" oder gar bis zum Schluss durchhalten.
Wir gehen maximal spieltagsbezogen mal leicht favorisiert in den Spieltag, der Borussen Park spielt ggf. bei den Heimspielen noch eine positive Rolle- that's it!
Individuelle, ausserordentlich Klasse haben wir höchstens auf 2-3 Positionen. Und das ist eben zu wenig um gegen gut verteidigen Mannschaften (und das können inzwischen nahezu alle Vereine) mit Glanz und Gloria regelmässig zu bestehen.
Fast alle Spiele sind äußerst knapp, gefühlt ist bei allen Siegen auch eine Niederlage möglich gewesen. Selbst die Spiele die vom Ergebnis her mit 2:0 oder 3:1 recht klar erscheinen, waren auf dem Spielfeld teilweise sehr eng und sind gerne auch mal mit einer Portion Glück zustande gekommen.
Gewinnen kannst du in dieser grauen Masse die Spiele eigentlich nicht, wenn Du ohne Not powerst und angreifst ohne Ende, sondern in dem Du versuchst so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Die machen wir mangels Qualität aber, wenn wir "die Attacke" übertreiben und zu sehr pushen.
DAS ist der Grund warum Granit nicht spielt, das Mittelfeld unsere Offensive nicht druckvoll unterstütz und unsere Abwehr recht konservativ in den Spielaufbau geht.
DAS ist auch der Grund warum ein Arango - trotz unumstrittener Top-Qualität beim offensiven Teil seines Spiels eben - doch kritisch gesehen wird.
DAS ist der Grund warum der Sportkamerad Herrmann regelmässig ausgewechselt wird und in der kommenden Saison reichlich Wettbewerb auf seiner Position bekommt.
DAS ist der Grund warum Favre "Geduld" predigt und selbst in den letzen 10 Minuten eines Spiels nicht auf blinden Aktionismus und das "lange Eisen" bei der Aufholjagd setzt.
DAS ist der Grund, warum Favre erst in allerletzter Sekunde Positionen im Mittelfeld zugunsten erweiterter Offensive auflöst.
DAS ist der Grund, weshalb Favre sehr konservativen Ballbesitz-Fußball spielen lässt bzw.sich bei Mannschaften, die wegen der Tabellensituation was tun "müssen" eher auf Konter als auf Dominanz setzt.
Wir haben noch zu wenig "komplette" Spieler, die taktisches Verständnis, Technik, intuitives Handeln in Verbindung mit Tempo und Kontrolle auf den Platz bekommen.
Das kriegen die Dortmunder und die Bayern regelmässig, wenige Teams sehr häufig hin.
Der "Rest" braucht schon einen guten Tag und einen Gegner der dazu einlädt. Und dazu gehören wir eben auch.
Kritisch wird es bei uns eben auch, wenn - wie am Samstag - nicht mal die Basics funktionieren.
Favre macht im Prinzip gar nichts falsch, wenn er auf eher funktionellen Fußball setzt. Er hat aus meiner Sicht die Lage im Blick und favorisiert lieber das Ergebnis als die Art, wie es zustande kommt. Zumindest so lange, bis wir ausreichend Qualität im Kader haben.
Erst dann wird aus "passiver Dominanz" ein "aktives Beherrschen" des Gegners.
Auch wenn wir einen Kader haben, auf den wir Stolz sein können: Bei Bayern oder Dortmund wären maximal ein oder zwei Spieler davon Stammspieler.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass kein Feldspieler von uns bei den wirklich großen Vereinen "auf dem Zettel" stehen - so wie früher. Die schauen sich eher im Ausland um.
Wir konkurrieren mit den grauem Mäusen im oberen Tabellendrittel um die "Best of the Rest" - Spieler mit limitierenden finanziellen Mitteln.
Die Tabellenplätze 3 und 4 die wir gelegentlich besuchen sind eine tolle Sache und sind sportlich absolut ok. Aber es sind eben noch Besuche - ohne Anspruch auf eine permanente Bleibe.
Alles ist gut und auf einem guten Weg. Ich mag nur den Realismus nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es um internationale Spiel geht. Wie so oft "kacken" die Mannschaften, die unregelmässig international spielen, in der Liga ab? Beispiele gibt es hier genug.
"Englische Wochen" gegen internationale Gegner spielt man nicht mal "eben so". Schon gar nicht wenn es drei Tage später wieder in der Liga zur Sache geht. Das körperliche und mentale Niveau hoch zu halten wird einem nicht in die Wiege gelegt. Das ist eine Erfahrung, die man sich hart erarbeiten muss.
Wohl auch ein Grund, warum Favre immer etwas skeptisch auf die EL schaut und "gefühlt" eher mal die zweite Garde von der Leine lässt. Er weiß ganz genau, dass wir eben wenige Spieler haben, die 3mal in 8 Tagen Topleistung bringen können.
Ich glaube Favre ist ein knochentrockner Realist, der ganz genau weiß was wir maximal leisten können. Um wirklich im oberen Tabellendrittel mitzumachen ist mehr als der "nächste Schritt" notwendig. Das sind noch einige Meter, die der Verein da zurücklegen muss.
Wir Fans vergessen das manchmal, weil die Träume "von mehr" einfach zu süß sind und manchmal sehr realistisch erscheinen.
Wir sollten froh' sein, dass wir nicht mehr zu den Dauerrivalen im Abstiegskampf zählen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich ein Spieltag in dieser Jahreszeit über 15 Jahre lang angefühlt hat………… Da hing man in der Halbzeitpause regelmässig über dem Klo, weil wir dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen sind. Heute kotzen wir schon, weil wir einen Abstiegskandidaten nicht mal eben aus dem Stadion fegen.
Wieder einmal ein wunderbarer Post, auch wenn ich manche Passagen etwas anders sehe. Ohne Frage ist Favre niemand, der etwas ohne reifliche Überlegung tut. Für meinen Geschmack dabei schon etwas zu penibel ist und er es geradezu hasst, sich auf etwas Neues einzulassen. Ich musste erst lernen, dass für ihn z. B. für Außenstehende nur Nuancen in der Spielausrichtung schon ein anderes System sind.
Von daher glaube ich schon, dass verschiedene Chancen aus diesem Sicherheitsdenken liegen gelassen wurden, er aber insgesamt ein hervorragender Trainer ist, der perfekt sein System spielen kann. Da andere Trainer jedoch auch nicht dumm sind, kommen dann einfach Spiele zustande, wo man die Schlüsselspieler aus dem Spiel nimmt und dann läuft es wie es läuft.
Ich glaube zudem auch, dass der Kader schon etwas mehr hergegeben hätte aber die Spieler seinen Ansprüchen (noch) nicht genügen. Mit etwas mehr Spielanteilen hätte ich zumindest die Hoffnung gehabt, dass diese Ergänzungsspieler wichtig geworden wären.
Kritik am Tainer ist ja absolut üblich in der Bundesliga.
Aber ich glaube wir dürfen einfach nicht übersehen: Unser Kader und die Qualität unserer Spieler ist - wenn überhaupt - nur geringfügig besser als bei den sonstigen Mannschaften der ersten Liga.
Wenn man die aktuellen Top5 mal ausdrücklich ausklammert (dort hängen die Trauben deutlich höher!)
Wir sind im großen Topf von 5-6 Mannschaften die irgendwo zwischen CL-Quali und EL planen. Gestört wird das dann noch von Überraschungsmannschaften die eine lange Zeit in der Saison empfindlich die Tabelle "stören" oder gar bis zum Schluss durchhalten.
Wir gehen maximal spieltagsbezogen mal leicht favorisiert in den Spieltag, der Borussen Park spielt ggf. bei den Heimspielen noch eine positive Rolle- that's it!
Individuelle, ausserordentlich Klasse haben wir höchstens auf 2-3 Positionen. Und das ist eben zu wenig um gegen gut verteidigen Mannschaften (und das können inzwischen nahezu alle Vereine) mit Glanz und Gloria regelmässig zu bestehen.
Fast alle Spiele sind äußerst knapp, gefühlt ist bei allen Siegen auch eine Niederlage möglich gewesen. Selbst die Spiele die vom Ergebnis her mit 2:0 oder 3:1 recht klar erscheinen, waren auf dem Spielfeld teilweise sehr eng und sind gerne auch mal mit einer Portion Glück zustande gekommen.
Gewinnen kannst du in dieser grauen Masse die Spiele eigentlich nicht, wenn Du ohne Not powerst und angreifst ohne Ende, sondern in dem Du versuchst so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Die machen wir mangels Qualität aber, wenn wir "die Attacke" übertreiben und zu sehr pushen.
DAS ist der Grund warum Granit nicht spielt, das Mittelfeld unsere Offensive nicht druckvoll unterstütz und unsere Abwehr recht konservativ in den Spielaufbau geht.
DAS ist auch der Grund warum ein Arango - trotz unumstrittener Top-Qualität beim offensiven Teil seines Spiels eben - doch kritisch gesehen wird.
DAS ist der Grund warum der Sportkamerad Herrmann regelmässig ausgewechselt wird und in der kommenden Saison reichlich Wettbewerb auf seiner Position bekommt.
DAS ist der Grund warum Favre "Geduld" predigt und selbst in den letzen 10 Minuten eines Spiels nicht auf blinden Aktionismus und das "lange Eisen" bei der Aufholjagd setzt.
DAS ist der Grund, warum Favre erst in allerletzter Sekunde Positionen im Mittelfeld zugunsten erweiterter Offensive auflöst.
DAS ist der Grund, weshalb Favre sehr konservativen Ballbesitz-Fußball spielen lässt bzw.sich bei Mannschaften, die wegen der Tabellensituation was tun "müssen" eher auf Konter als auf Dominanz setzt.
Wir haben noch zu wenig "komplette" Spieler, die taktisches Verständnis, Technik, intuitives Handeln in Verbindung mit Tempo und Kontrolle auf den Platz bekommen.
Das kriegen die Dortmunder und die Bayern regelmässig, wenige Teams sehr häufig hin.
Der "Rest" braucht schon einen guten Tag und einen Gegner der dazu einlädt. Und dazu gehören wir eben auch.
Kritisch wird es bei uns eben auch, wenn - wie am Samstag - nicht mal die Basics funktionieren.
Favre macht im Prinzip gar nichts falsch, wenn er auf eher funktionellen Fußball setzt. Er hat aus meiner Sicht die Lage im Blick und favorisiert lieber das Ergebnis als die Art, wie es zustande kommt. Zumindest so lange, bis wir ausreichend Qualität im Kader haben.
Erst dann wird aus "passiver Dominanz" ein "aktives Beherrschen" des Gegners.
Auch wenn wir einen Kader haben, auf den wir Stolz sein können: Bei Bayern oder Dortmund wären maximal ein oder zwei Spieler davon Stammspieler.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass kein Feldspieler von uns bei den wirklich großen Vereinen "auf dem Zettel" stehen - so wie früher. Die schauen sich eher im Ausland um.
Wir konkurrieren mit den grauem Mäusen im oberen Tabellendrittel um die "Best of the Rest" - Spieler mit limitierenden finanziellen Mitteln.
Die Tabellenplätze 3 und 4 die wir gelegentlich besuchen sind eine tolle Sache und sind sportlich absolut ok. Aber es sind eben noch Besuche - ohne Anspruch auf eine permanente Bleibe.
Alles ist gut und auf einem guten Weg. Ich mag nur den Realismus nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es um internationale Spiel geht. Wie so oft "kacken" die Mannschaften, die unregelmässig international spielen, in der Liga ab? Beispiele gibt es hier genug.
"Englische Wochen" gegen internationale Gegner spielt man nicht mal "eben so". Schon gar nicht wenn es drei Tage später wieder in der Liga zur Sache geht. Das körperliche und mentale Niveau hoch zu halten wird einem nicht in die Wiege gelegt. Das ist eine Erfahrung, die man sich hart erarbeiten muss.
Wohl auch ein Grund, warum Favre immer etwas skeptisch auf die EL schaut und "gefühlt" eher mal die zweite Garde von der Leine lässt. Er weiß ganz genau, dass wir eben wenige Spieler haben, die 3mal in 8 Tagen Topleistung bringen können.
Ich glaube Favre ist ein knochentrockner Realist, der ganz genau weiß was wir maximal leisten können. Um wirklich im oberen Tabellendrittel mitzumachen ist mehr als der "nächste Schritt" notwendig. Das sind noch einige Meter, die der Verein da zurücklegen muss.
Wir Fans vergessen das manchmal, weil die Träume "von mehr" einfach zu süß sind und manchmal sehr realistisch erscheinen.
Wir sollten froh' sein, dass wir nicht mehr zu den Dauerrivalen im Abstiegskampf zählen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich ein Spieltag in dieser Jahreszeit über 15 Jahre lang angefühlt hat………… Da hing man in der Halbzeitpause regelmässig über dem Klo, weil wir dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen sind. Heute kotzen wir schon, weil wir einen Abstiegskandidaten nicht mal eben aus dem Stadion fegen.
Wieder einmal ein wunderbarer Post, auch wenn ich manche Passagen etwas anders sehe. Ohne Frage ist Favre niemand, der etwas ohne reifliche Überlegung tut. Für meinen Geschmack dabei schon etwas zu penibel ist und er es geradezu hasst, sich auf etwas Neues einzulassen. Ich musste erst lernen, dass für ihn z. B. für Außenstehende nur Nuancen in der Spielausrichtung schon ein anderes System sind.
Von daher glaube ich schon, dass verschiedene Chancen aus diesem Sicherheitsdenken liegen gelassen wurden, er aber insgesamt ein hervorragender Trainer ist, der perfekt sein System spielen kann. Da andere Trainer jedoch auch nicht dumm sind, kommen dann einfach Spiele zustande, wo man die Schlüsselspieler aus dem Spiel nimmt und dann läuft es wie es läuft.
Ich glaube zudem auch, dass der Kader schon etwas mehr hergegeben hätte aber die Spieler seinen Ansprüchen (noch) nicht genügen. Mit etwas mehr Spielanteilen hätte ich zumindest die Hoffnung gehabt, dass diese Ergänzungsspieler wichtig geworden wären.
14.04.2014 - 13:51 Uhr
Zitat von 111JahreBorussia:
Zitat von bergzwo:
Zitat von rockham:
torfabrik.de:
Natürlich ist ein kühler Kopf immer die erste Pflicht, aber Leidenschaft gehört halt auch dazu, wenn man etwas Großes erreichen will. Und die fehlte gegen den VfB Stuttgart über weite Strecken. Ballbesitz ohne Tempo und Effektivität bauen den Gegner auf und schläfern gleichzeitig das eigene Team und das Publikum ein.wir gucken da zuviel auf Wolfsburg, Dortmund, Bayern...legen uns die Referenzen dann so zurecht, damit die Leistung wieder stimmt.
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
So und nicht anders, volle Zustimmung!
Absolut richtig.
Nur ist das hier wohl der falsche Thread denn eine Boulevard Blatt titelt:
"1:1 GEGEN STUTTGART
Favre sauer auf faule Fohlen"
Und somit erkennt man wohl dass das auch nicht Favres Idee war so zu spielen sondern die Spieler am Samstag einfach zu faul, zu lustlos und zu lethargisch waren.
+1 Danke für den Hinweis.
Zitat von bergzwo:
Zitat von rockham:
torfabrik.de:
Natürlich ist ein kühler Kopf immer die erste Pflicht, aber Leidenschaft gehört halt auch dazu, wenn man etwas Großes erreichen will. Und die fehlte gegen den VfB Stuttgart über weite Strecken. Ballbesitz ohne Tempo und Effektivität bauen den Gegner auf und schläfern gleichzeitig das eigene Team und das Publikum ein.wir gucken da zuviel auf Wolfsburg, Dortmund, Bayern...legen uns die Referenzen dann so zurecht, damit die Leistung wieder stimmt.
Entschuldigung, aber egal wie andere Teams besetzt sind...es sollte uns nicht davon abhalten den noetigen Einsatz zu zeigen und alles fuer den Erfolg zu tun. Ich hatte eben diesen Eindruck nicht, leider. Das gilt fuer den Trainer, der praktisch tatenlos dem Spiel beiwohnt. Aber auch fuer die Spieler, die diese Partie abgewickelt haben. Was hat dies mit der Konkurrenz zu tun...es liegt an unserem Willen, an unserer Leidenschaft.
So und nicht anders, volle Zustimmung!
Absolut richtig.
Nur ist das hier wohl der falsche Thread denn eine Boulevard Blatt titelt:
"1:1 GEGEN STUTTGART
Favre sauer auf faule Fohlen"
Und somit erkennt man wohl dass das auch nicht Favres Idee war so zu spielen sondern die Spieler am Samstag einfach zu faul, zu lustlos und zu lethargisch waren.
+1 Danke für den Hinweis.
14.04.2014 - 13:52 Uhr
Zitat von 111JahreBorussia:
Zitat von rockham:
und da guckt er dann zu und wartet bis min 70 um da einen Impuls zu geben?
Ich sage ja, die Sturheit und die Eitelkeit von Favre stören ein wenig und hindern ihn.
So eine Aktion wie sie Weinzierl gestern gemacht hat würde ich mir mal von Favre wünschen. Nach 20-25 Minuten einfach mal zu erkennen das er eine falsche Taktik gewählt oder auf die falschen Pferde gesetzt hat und zu reagieren. Er muss ja nicht gleich so radikal sein wie Magath der ein Spieler ein- und nach 15 Minuten wieder auswechselt. Eine gesunde Mischung wäre super.
Nur, man kann halt nicht alles haben. ;-)
Provokant gefragt - Wer von den beiden Trainern hatte dann final mehr Punkte auf'm Konto? Aktionismus ist für viele ein Zeichen von Engagement und potentiell immer erfolgsversprechend. Fraglich jedoch, wie's dann effektiv auch ausschaut.
Spannend wäre mal ne' Statistik, die darstellt, wie viele Spiele bei Rückstand entscheidend durch Einwechslungen gedreht wurden und wie viele Spiele mit vorhandenem Personal noch mit nem' Sieg abgeschlossen werden konnten.
Zitat von rockham:
und da guckt er dann zu und wartet bis min 70 um da einen Impuls zu geben?
Ich sage ja, die Sturheit und die Eitelkeit von Favre stören ein wenig und hindern ihn.
So eine Aktion wie sie Weinzierl gestern gemacht hat würde ich mir mal von Favre wünschen. Nach 20-25 Minuten einfach mal zu erkennen das er eine falsche Taktik gewählt oder auf die falschen Pferde gesetzt hat und zu reagieren. Er muss ja nicht gleich so radikal sein wie Magath der ein Spieler ein- und nach 15 Minuten wieder auswechselt. Eine gesunde Mischung wäre super.
Nur, man kann halt nicht alles haben. ;-)
Provokant gefragt - Wer von den beiden Trainern hatte dann final mehr Punkte auf'm Konto? Aktionismus ist für viele ein Zeichen von Engagement und potentiell immer erfolgsversprechend. Fraglich jedoch, wie's dann effektiv auch ausschaut.
Spannend wäre mal ne' Statistik, die darstellt, wie viele Spiele bei Rückstand entscheidend durch Einwechslungen gedreht wurden und wie viele Spiele mit vorhandenem Personal noch mit nem' Sieg abgeschlossen werden konnten.
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