Kurioses
26.01.2012 - 19:45 Uhr
Zitat von Xacbert:
Zitat von KeVinho22:
YOU MADE MY DAY und das DEFINITIV! :ugly
Den Satz muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Was ist nur aus der Sprache von Goethe und Schiller geworden? :ugly
I think die ist völlig veraltet und gibt es nur noch in Schriftform, gesprochen wird sie schon lange nicht mehr. "U made definitiv my day" hat Potenzial und ist international und definitiv total BVB, we have schließlich auch vor gar nicht langer Zeit a grandios Saison gespielt. Have fun und sei nicht ugly. :D
Zitat von KeVinho22:
YOU MADE MY DAY und das DEFINITIV! :ugly
Den Satz muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Was ist nur aus der Sprache von Goethe und Schiller geworden? :ugly
I think die ist völlig veraltet und gibt es nur noch in Schriftform, gesprochen wird sie schon lange nicht mehr. "U made definitiv my day" hat Potenzial und ist international und definitiv total BVB, we have schließlich auch vor gar nicht langer Zeit a grandios Saison gespielt. Have fun und sei nicht ugly. :D
Zitat von TotalBVB:
Zitat von Xacbert:
Zitat von KeVinho22:
YOU MADE MY DAY und das DEFINITIV! :ugly
Den Satz muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Was ist nur aus der Sprache von Goethe und Schiller geworden? :ugly
I think die ist völlig veraltet und gibt es nur noch in Schriftform, gesprochen wird sie schon lange nicht mehr. "U made definitiv my day" hat Potenzial und ist international und definitiv total BVB, we have schließlich auch vor gar nicht langer Zeit a grandios Saison gespielt. Have fun und sei nicht ugly. :D
Ich sehe das wenigstens einer meinen Wink mit dem Zaunpfahl bemerkt hat...nächstes mal werf ich ihn einfach :D
Zitat von Xacbert:
Zitat von KeVinho22:
YOU MADE MY DAY und das DEFINITIV! :ugly
Den Satz muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Was ist nur aus der Sprache von Goethe und Schiller geworden? :ugly
I think die ist völlig veraltet und gibt es nur noch in Schriftform, gesprochen wird sie schon lange nicht mehr. "U made definitiv my day" hat Potenzial und ist international und definitiv total BVB, we have schließlich auch vor gar nicht langer Zeit a grandios Saison gespielt. Have fun und sei nicht ugly. :D
Ich sehe das wenigstens einer meinen Wink mit dem Zaunpfahl bemerkt hat...nächstes mal werf ich ihn einfach :D
Zitat von 94barrios18_09:
Der Club hat gegen unsere stabile Defensive kaum ein Rezept gefunden.
Der Kader ist breit besetzt und enorm talentiert.
Im Tor haben wir dann den zweitbesten Keeper Deutschlands, ich glaube, das muss man nicht genauer erklären
Wenn man nur sieht was für überragende Talente wir in den Reihen haben...
Wenn BVB bald abstürzt, könnten wir (und vielleicht Leverkusen) Bayernverfolger Nr. 1 werden und ich freue mich jetzt schon
Ich merk nur immer wieder wie HSV von andern Fans systematrisch gemobbt wird.
Überraschenderweise ist es sogar ein Unentschieden geworden. Und das obwohl ich mich bemüht hab objektiv zu urteilen. Das sagt alles über die enorma Qualität die im HSV-Kader steckt.
:ugly
Von den Vergleichen noch ganz abgesehen. Also wenn er das wirklich ernst meint, dann fall ich vom Glauben ab. So daneben kann man doch gar nicht sein...
Der Club hat gegen unsere stabile Defensive kaum ein Rezept gefunden.
Der Kader ist breit besetzt und enorm talentiert.
Im Tor haben wir dann den zweitbesten Keeper Deutschlands, ich glaube, das muss man nicht genauer erklären
Wenn man nur sieht was für überragende Talente wir in den Reihen haben...
Wenn BVB bald abstürzt, könnten wir (und vielleicht Leverkusen) Bayernverfolger Nr. 1 werden und ich freue mich jetzt schon
Ich merk nur immer wieder wie HSV von andern Fans systematrisch gemobbt wird.
Überraschenderweise ist es sogar ein Unentschieden geworden. Und das obwohl ich mich bemüht hab objektiv zu urteilen. Das sagt alles über die enorma Qualität die im HSV-Kader steckt.
:ugly
Von den Vergleichen noch ganz abgesehen. Also wenn er das wirklich ernst meint, dann fall ich vom Glauben ab. So daneben kann man doch gar nicht sein...
auch wenn ich jetzt Gefahl laufe zu klugscheißen:
Als Mensch, der in dem Bereich jobbt, bin ich der ganz dezidierten Meinung, dass es keine 'richtige' oder 'falsche' Sprache gibt. Sprache verändert sich. Ständig.
Was Goethe formuliert hat, könnte heute keiner mehr so formulieren und würde heute ohne den historischen Kontext auch nicht mehr oder kaum mehr gelesen. Weil ein ganz anderer Text (trotz selben Wortlauts) entstünde. Jorge Borges hat sich da mal literarische Gedanken zu gemacht ("Pierre Menard, Autor des Quijote").
Grundsätzlich gilt für Kanak Sprak wie für Anglizismen, dass die sprachschützenden Gesellschaften und konservativere Kreise grundsätzlich den Ausverkauf des Abendlandes und der (Achtung Ironie) leitkulturellen Identität befürchten. Das ist aber völliger Schmarrn - wenngleich die Argumente tatsächlich nicht in jedem Fall schwach sind.
Es gibt einen ständigen "Sprachwandel", die deutsche Sprache (wie die deutsche Kultur insgesamt) besteht aus unzähligen Lehnwörtern (sei es das Fenster, sei es der Keks, sei es der Pullover, usw usf. - wir haben massive Einflüsse aus dem Lateinischen, Französischen, Englischen und Griechischen).
Der sogennante "Sprachpurismus" hat übrigens nationalistische Wurzeln aus den Zeiten des noch nicht oder gerade erst entstandenen deutschen Staates, in dem fremdsprachige Einflüsse zugunsten eines gefühlt größeren Nationalgefühls zurückgedrängt werden sollten.
Übrigens hat bereits Goethe in seinen Xenien den Sprachpurismus kritisiert:
Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zu säubern,
Nun so sage doch, Freund, wie man Pedant uns verdeutscht.
Es entbehrt also nie einer gewissen Komik, wenn man sich auf die großen Dichter und Denker beruft, und ebendiese bereits den Sprachpurismus angriffen.
Für die "Kultur" gilt übrigens ähnliches: Was ist eigentlich 'deutsch'? Kartoffeln? Eingeführt! Ackerbau? Viel zu alt! Deutsche Sprache? Hat nichts mit der Nation zu tun!
Sprachliche Einflüsse sind übrigens wichtig, damit eine Sprache lebendig bleibt.
Viel problematischer als "Kanak Sprak" (btw mag ich den Text von Zaimoglu nicht, ist der doch letztlich tatsächlich ein Kunsttext und keine 'Abbildung des sprachlichen Alltags') und in den sprachlichen Alltag übernommene Anglizismen bzw. Lehnwörter aus fremden Sprachen halte ich zwei Dinge:
Erstens Werbung und Stellenangebote, die mit englischem Vokabular ("facility manager" oder beliebige Aufdrucke auf Duschgels bzw. Shampoos (! :P) euphemistisch bzw. hip wirken sollen.
Zweitens die zunehmende Unfähigkeit, die deutsche Sprache in den richtigen oder wichtigen Momenten richtig zu verwenden. Beispielsweise lässt die Rechtschreibung wie der Satzbau in (seriösen!) Tageszeitungen immer mehr zu wünschen übrig und angehende Germanisten können oft kaum einen korrekten Satz bilden (vgl.: http://www.zeit.de/2012/22/Martenstein).
Zu den amüsanteren "fails" gehören dann natürlich auch ein Günter Oettinger als EU-Komissar und ein Guido Westerwelle als Außenminister. Und zwar, weil beide kein vernünftiges Englisch beherrschen und Deutschland vertreten.
Ich würde empfehlen, dass Thema "schreckliche Anglizismen" sofort ad acta zu legen. Von dialektalen Absurditäten habe ich da noch gar nicht angefangen: Frei nach Volker Pispers versteht ja schon ein Kölner beim Eifelausflug die Einheimischen nicht mehr.
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Als Mensch, der in dem Bereich jobbt, bin ich der ganz dezidierten Meinung, dass es keine 'richtige' oder 'falsche' Sprache gibt. Sprache verändert sich. Ständig.
Was Goethe formuliert hat, könnte heute keiner mehr so formulieren und würde heute ohne den historischen Kontext auch nicht mehr oder kaum mehr gelesen. Weil ein ganz anderer Text (trotz selben Wortlauts) entstünde. Jorge Borges hat sich da mal literarische Gedanken zu gemacht ("Pierre Menard, Autor des Quijote").
Grundsätzlich gilt für Kanak Sprak wie für Anglizismen, dass die sprachschützenden Gesellschaften und konservativere Kreise grundsätzlich den Ausverkauf des Abendlandes und der (Achtung Ironie) leitkulturellen Identität befürchten. Das ist aber völliger Schmarrn - wenngleich die Argumente tatsächlich nicht in jedem Fall schwach sind.
Es gibt einen ständigen "Sprachwandel", die deutsche Sprache (wie die deutsche Kultur insgesamt) besteht aus unzähligen Lehnwörtern (sei es das Fenster, sei es der Keks, sei es der Pullover, usw usf. - wir haben massive Einflüsse aus dem Lateinischen, Französischen, Englischen und Griechischen).
Der sogennante "Sprachpurismus" hat übrigens nationalistische Wurzeln aus den Zeiten des noch nicht oder gerade erst entstandenen deutschen Staates, in dem fremdsprachige Einflüsse zugunsten eines gefühlt größeren Nationalgefühls zurückgedrängt werden sollten.
Übrigens hat bereits Goethe in seinen Xenien den Sprachpurismus kritisiert:
Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zu säubern,
Nun so sage doch, Freund, wie man Pedant uns verdeutscht.
Es entbehrt also nie einer gewissen Komik, wenn man sich auf die großen Dichter und Denker beruft, und ebendiese bereits den Sprachpurismus angriffen.
Für die "Kultur" gilt übrigens ähnliches: Was ist eigentlich 'deutsch'? Kartoffeln? Eingeführt! Ackerbau? Viel zu alt! Deutsche Sprache? Hat nichts mit der Nation zu tun!
Sprachliche Einflüsse sind übrigens wichtig, damit eine Sprache lebendig bleibt.
Viel problematischer als "Kanak Sprak" (btw mag ich den Text von Zaimoglu nicht, ist der doch letztlich tatsächlich ein Kunsttext und keine 'Abbildung des sprachlichen Alltags') und in den sprachlichen Alltag übernommene Anglizismen bzw. Lehnwörter aus fremden Sprachen halte ich zwei Dinge:
Erstens Werbung und Stellenangebote, die mit englischem Vokabular ("facility manager" oder beliebige Aufdrucke auf Duschgels bzw. Shampoos (! :P) euphemistisch bzw. hip wirken sollen.
Zweitens die zunehmende Unfähigkeit, die deutsche Sprache in den richtigen oder wichtigen Momenten richtig zu verwenden. Beispielsweise lässt die Rechtschreibung wie der Satzbau in (seriösen!) Tageszeitungen immer mehr zu wünschen übrig und angehende Germanisten können oft kaum einen korrekten Satz bilden (vgl.: http://www.zeit.de/2012/22/Martenstein).
Zu den amüsanteren "fails" gehören dann natürlich auch ein Günter Oettinger als EU-Komissar und ein Guido Westerwelle als Außenminister. Und zwar, weil beide kein vernünftiges Englisch beherrschen und Deutschland vertreten.
Ich würde empfehlen, dass Thema "schreckliche Anglizismen" sofort ad acta zu legen. Von dialektalen Absurditäten habe ich da noch gar nicht angefangen: Frei nach Volker Pispers versteht ja schon ein Kölner beim Eifelausflug die Einheimischen nicht mehr.
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Zitat von Harlekin:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Zitat von knoell:
Zitat von Harlekin:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Wie gesagt: es gibt tatsächlich Grausames - und ich habe da eben auf die Schnelle sicher nicht korrekt differenziert: Klar gibt es (zu viele) Leute, die Umgangsformen nicht mehr beherrschen - mit 'Sprachvergewaltigung' hat das dann aber meist nichts zu tun. Die von Dir beschriebenen Fälle in Bewerbungsgesprächen sind ja eher ein Armutszeugnis von Unzulänglichkeiten im privaten wie schulischen und sollten unsere Gesellschaft insgesamt kritisch beleuchten (wie etwa auch Martenstein das bzgl. der Germanistikstudenten in dem von mir geposteten Link macht - letztlich sind das ja wesensgleiche Situationen).
Bzgl. der "Hangout"-Geschichte empfinde ich das tatsächlich als eher lächerlich (vergleichbar mit Werbung, die besonders "hip" sein will). Hier ist die Grenze zwischen "Evolution" und "lächerlich" aber fließend und wahrscheinlich stark abhängig von der Perspektive: Meine Eltern haben auch Baggys lächerlich gefunden oder HipHop Musik und die Generation davor hat die Beatles lächerlich gefunden und die Stones unerträglich. Oder in anderen Worten:
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates. Vor 2500 Jahren.
Gerüchteweise hat auch Sokrates seinen Lehrer tyrannisert. ;)
Zurück zu BVB.de: Wahrscheinlich wäre mit Sebastian Kehl kein "hangout" gemacht worden, sondern eine Runde "Spaziergang im Park mit Kind" und mit Owomoyela wär man in die "Beatslounge" gegangen. Es gibt auch von Götze Videos, in denen er sich bei seinem Lieblingsitaliener ausschließlich Hähnchenkrempel in der Küche des Italieners brutzeln darf: Das spricht natürlich wieder die Muckibudenfraktion an (und ich denk mir: Was soll das denn der Mist und schalte weg).
Und Leitner fährt eben zur Gamescom, spielt Fifa 13 und hängt rum. Und die 17-20jährigen sagen eben "hangout".
Ein Großteil der Sprachkritik hat imo derartige Generationenkonflikte und/oder Sozialkonflikte als Hintergrund: Ersteres ist völlig normal, zweiteres höchst schwierig (wie in den von Dir beschriebenen Bewerbungsgesprächen). Mit "Sprache" an sich hat beides nur insofern zu tun, als sich die Probleme an Sprache festmachen lassen.
Eine "fixe", zu bewahrende Sprache (welch konservative Ansicht übrigens, wobei das Wort konservativ ja selbst Lehnwort ist) gibt es nicht und hat es nie gegeben (edit: weswegen man ja die deutsche Sprache und ihre Variationen nicht nur in Dialekte, sondern auch Sozio-, Regio-, und Ethnolekte u.v.m. gruppiert).
Zitat von Harlekin:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Wie gesagt: es gibt tatsächlich Grausames - und ich habe da eben auf die Schnelle sicher nicht korrekt differenziert: Klar gibt es (zu viele) Leute, die Umgangsformen nicht mehr beherrschen - mit 'Sprachvergewaltigung' hat das dann aber meist nichts zu tun. Die von Dir beschriebenen Fälle in Bewerbungsgesprächen sind ja eher ein Armutszeugnis von Unzulänglichkeiten im privaten wie schulischen und sollten unsere Gesellschaft insgesamt kritisch beleuchten (wie etwa auch Martenstein das bzgl. der Germanistikstudenten in dem von mir geposteten Link macht - letztlich sind das ja wesensgleiche Situationen).
Bzgl. der "Hangout"-Geschichte empfinde ich das tatsächlich als eher lächerlich (vergleichbar mit Werbung, die besonders "hip" sein will). Hier ist die Grenze zwischen "Evolution" und "lächerlich" aber fließend und wahrscheinlich stark abhängig von der Perspektive: Meine Eltern haben auch Baggys lächerlich gefunden oder HipHop Musik und die Generation davor hat die Beatles lächerlich gefunden und die Stones unerträglich. Oder in anderen Worten:
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates. Vor 2500 Jahren.
Gerüchteweise hat auch Sokrates seinen Lehrer tyrannisert. ;)
Zurück zu BVB.de: Wahrscheinlich wäre mit Sebastian Kehl kein "hangout" gemacht worden, sondern eine Runde "Spaziergang im Park mit Kind" und mit Owomoyela wär man in die "Beatslounge" gegangen. Es gibt auch von Götze Videos, in denen er sich bei seinem Lieblingsitaliener ausschließlich Hähnchenkrempel in der Küche des Italieners brutzeln darf: Das spricht natürlich wieder die Muckibudenfraktion an (und ich denk mir: Was soll das denn der Mist und schalte weg).
Und Leitner fährt eben zur Gamescom, spielt Fifa 13 und hängt rum. Und die 17-20jährigen sagen eben "hangout".
Ein Großteil der Sprachkritik hat imo derartige Generationenkonflikte und/oder Sozialkonflikte als Hintergrund: Ersteres ist völlig normal, zweiteres höchst schwierig (wie in den von Dir beschriebenen Bewerbungsgesprächen). Mit "Sprache" an sich hat beides nur insofern zu tun, als sich die Probleme an Sprache festmachen lassen.
Eine "fixe", zu bewahrende Sprache (welch konservative Ansicht übrigens, wobei das Wort konservativ ja selbst Lehnwort ist) gibt es nicht und hat es nie gegeben (edit: weswegen man ja die deutsche Sprache und ihre Variationen nicht nur in Dialekte, sondern auch Sozio-, Regio-, und Ethnolekte u.v.m. gruppiert).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Harlekin am 28.08.2012 um 11:20 Uhr bearbeitet
Zitat von knoell:
Zitat von Harlekin:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Bezüglich des hangouts: Dafür kann der bvb aber nichts. So nennt google bei google+ bzw. Youtube eben die live streams. Das hatte nichts damit zu tun, dass der bvb cool sein wollte und mit Leiter out hangen wollte oder so ein quatsch, die übrigens ganz neue Funktion für live streams heißt einfach so bei google, da musst du dich bei google beschweren. :D
Zitat von Harlekin:
Erlaubt ist, was sich durchsetzt, solange man die Register wahrt und sich bewusst ist, was im Internetforum geschrieben wird und was im juristischen oder journalistischen Schriftsatz. Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Azubi seinem Chef ein "lan!" zugerufen hätte - die Leute beherrschen die Register nämlich besser als gemeinhin angenommen wird.
Grundsätzlich mag es stimmen das viele die Höflichkeitsformen oder Register noch zu beherrschen wissen, allerdings habe ich in meinem Leben schon einige Bewerbungsgespräche mit Bewerbern geführt und dabei hier und da Grausames vernommen. Da gab es Leute die mich mit "Hi Alter, alles klar?" begrüßten, wieder andere beendeten jeden Satz auf "ey". Tatsächlich gibt sogar heute ein beträchtlicher Teil als Hobby "chillen" an und erzählt einem im Gespräch wie "cool" oder "krass" gewisse Dinge doch sind. Andere wiederum haben mir berichtet das sie noch bei ihren "Alten" wohnhaft sind oder "korrekt" ihren Abschluss gemacht haben.
Das wird für mich persönlich auch nicht dadurch besser, dass diese Leute es womöglich mit Anstrengung besser könnten. Ganz im Gegenteil sogar, wieso muss man die deutsche Sprache so missbrauchen wenn man sie doch eigentlich beherrscht? Diesbezüglich ist mir zuletzt auch der BVB schon negativ aufgefallen, die ein "Hangout" mit Moritz Leitner und unserem Stadionsprecher veranstalteten. Was das sein sollte konnte ich bis zu dessen Beginn nicht einmal erahnen :/:
Bezüglich des hangouts: Dafür kann der bvb aber nichts. So nennt google bei google+ bzw. Youtube eben die live streams. Das hatte nichts damit zu tun, dass der bvb cool sein wollte und mit Leiter out hangen wollte oder so ein quatsch, die übrigens ganz neue Funktion für live streams heißt einfach so bei google, da musst du dich bei google beschweren. :D
Zitat von Harlekin:
Wie gesagt: es gibt tatsächlich Grausames - und ich habe da eben auf die Schnelle sicher nicht korrekt differenziert: Klar gibt es (zu viele) Leute, die Umgangsformen nicht mehr beherrschen - mit 'Sprachvergewaltigung' hat das dann aber meist nichts zu tun. Die von Dir beschriebenen Fälle in Bewerbungsgesprächen sind ja eher ein Armutszeugnis von Unzulänglichkeiten im privaten wie schulischen und sollten unsere Gesellschaft insgesamt kritisch beleuchten (wie etwa auch Martenstein das bzgl. der Germanistikstudenten in dem von mir geposteten Link macht - letztlich sind das ja wesensgleiche Situationen).
Möchte an dieser Stelle ergänzen das die eingeladenen Bewerber allesamt entweder studiert hatten oder Abitur mit Deutschnote mindestens 2 gemacht haben. Umso erschreckender fand ich persönlich deren Auftreten.
Ansonsten sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander, auch wenn ich es vielleicht etwas drastischer ausgedrückt haben, mit dem "Missbrauch" der deutschen Sprache. ;)
PS: Danke für die Aufklärung bzgl. des Hangouts und der "Schuld" Googles
Wie gesagt: es gibt tatsächlich Grausames - und ich habe da eben auf die Schnelle sicher nicht korrekt differenziert: Klar gibt es (zu viele) Leute, die Umgangsformen nicht mehr beherrschen - mit 'Sprachvergewaltigung' hat das dann aber meist nichts zu tun. Die von Dir beschriebenen Fälle in Bewerbungsgesprächen sind ja eher ein Armutszeugnis von Unzulänglichkeiten im privaten wie schulischen und sollten unsere Gesellschaft insgesamt kritisch beleuchten (wie etwa auch Martenstein das bzgl. der Germanistikstudenten in dem von mir geposteten Link macht - letztlich sind das ja wesensgleiche Situationen).
Möchte an dieser Stelle ergänzen das die eingeladenen Bewerber allesamt entweder studiert hatten oder Abitur mit Deutschnote mindestens 2 gemacht haben. Umso erschreckender fand ich persönlich deren Auftreten.
Ansonsten sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander, auch wenn ich es vielleicht etwas drastischer ausgedrückt haben, mit dem "Missbrauch" der deutschen Sprache. ;)
PS: Danke für die Aufklärung bzgl. des Hangouts und der "Schuld" Googles
Zitat von knoell:
Möchte an dieser Stelle ergänzen das die eingeladenen Bewerber allesamt entweder studiert hatten oder Abitur mit Deutschnote mindestens 2 gemacht haben. Umso erschreckender fand ich persönlich deren Auftreten.
Ansonsten sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander, auch wenn ich es vielleicht etwas drastischer ausgedrückt haben, mit dem "Missbrauch" der deutschen Sprache. ;)
PS: Danke für die Aufklärung bzgl. des Hangouts und der "Schuld" Googles
Das spricht ja nur wiederum dafür, dass es tatsächlich Unfähigkeiten im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich sind: Umgangsformen werden nicht mehr beherrscht, privates "Verhaltensregister" nicht mehr vom beruflichen getrennt.
Ich glaube auch, dass wir sehr nah beisammen sind ;)
@Hajnal30: :D geil, wieder was gelernt. Ich bin einfach schon zu alt. ;)
Möchte an dieser Stelle ergänzen das die eingeladenen Bewerber allesamt entweder studiert hatten oder Abitur mit Deutschnote mindestens 2 gemacht haben. Umso erschreckender fand ich persönlich deren Auftreten.
Ansonsten sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander, auch wenn ich es vielleicht etwas drastischer ausgedrückt haben, mit dem "Missbrauch" der deutschen Sprache. ;)
PS: Danke für die Aufklärung bzgl. des Hangouts und der "Schuld" Googles
Das spricht ja nur wiederum dafür, dass es tatsächlich Unfähigkeiten im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich sind: Umgangsformen werden nicht mehr beherrscht, privates "Verhaltensregister" nicht mehr vom beruflichen getrennt.
Ich glaube auch, dass wir sehr nah beisammen sind ;)
@Hajnal30: :D geil, wieder was gelernt. Ich bin einfach schon zu alt. ;)
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