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Kevin Vogt
Geburtsdatum 23.09.1991
Alter 34
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,94m
Vertrag bis -
Position Innenverteidiger
Fuß rechts
Akt. Verein Karriereende

Leistungsdaten: 25/26

Kevin Vogt [22]

30.05.2016 - 20:22 Uhr
Kevin Vogt [22] |#381
13.09.2022 - 11:17 Uhr
Zitat von 1899Crocodile
Zitat von mxmlhr

Zitat von 1899Crocodile

Denn trotz seiner Übersicht und den "feinen Pässen" bleibt er ein klassischer Antifußballer: Lauffaul und schwach im Zweikampf.

Gut, in seiner Rolle kann und darf er auch keine Kilometer abspulen, sondern muss die Position halten. Trotzdem meidet er keine Laufduelle, im Gegenteil, immerhin ist seine Schnelligkeit eine seiner großen Stärken, die er auch auszuspielen weiß.

Zweikampfstark ist er dann tatsächlich nicht, am meisten stört mich sein schwaches Kopfballspiel, obwohl er mit 1,94 m einen großen Vorteil in die Wiege gelegt bekommen hat. Aber hier kommen wieder seine Nebenmänner ins Spiel, die in den letzten Saisons ebenfalls schlecht verteidigt haben, ohne dass sie auf anderen Ebenen überdurchschnittlich begabt waren. Kaum stehen da Spieler, die viele Zweikämpfe gewinnen, stehen wir hinten viel sicherer, obwohl Vogt nichts an seiner Spielweise geändert hat.

Sicher ist er nicht der perfekte Innenverteidiger, aber für seine Rolle, die für unser Spiel sehr wichtig ist, finden wir nirgendwo einen besseren Spieler. Die harte Kritik in den letzten Jahren, an der ich mich ja auch tatkräftig beteiligt habe, war gerechtfertigt, aber mittlerweile hat er sich wieder voll gefangen und ist in jeder Woche einer unserer besten Spieler.


Gerade in "seiner Rolle" sollte er entweder ein gutes Stellungsspiel (dazu gehört u.a. das Kopfballspiel, Umgang mit erstem Ball, zweitem Ball, Antizipation) besitzen oder km abspulen, um ebendiese Defizite auszugleichen.

Nicht jeder IV muss der robuste Zweikämpfer sein, aber bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, findet man in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga (natürlich mit ähnlich inkonstanten Leistungen und natürlich auch unterschiedlichen "Nebenmännern")

Vielleicht interpretiere ich seine Rolle ja falsch, aber unter Nagelsmann ist mir sein "risikobehaftetes Spiel" bereits aufgefallen. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, für mich ist die Mannschaft in Unterzahl, wenn er auf dem Platz ist. Wenn seine Rolle bedeutet, sich überlaufen zu lassen und dann weder den Raum, noch den Gegenspieler zu decken, dann will ich aber auch kein Gemecker mehr lesen, wenn andere Spieler, speziell auf dem Flügel mal nen Ball verlieren. Denn häufig sind es seine pomadigen Pässe, die unsere Gegner erst einladen. Hübners Übersicht hat hier vieles im Keim erstickt und so manche unfassbare Grätsche eines jungen Süle noch den Moment gerettet. Ein Poschi hat gute Anlagen, aber gerade Vogts Ungenauigkeiten haben den Jungen oft zu spät kommen lassen. Akpoguma hat Vogt im letzten Jahr bereits in allen Belangen deutlich überholt. Die Hetze gegen diese beiden IV (auch hier im Forum habe ich grenzwertiges bis erheiterndes gelesen) haben mich zuletzt einfach nur noch fassungslos gemacht. Daher musste ich das mal loswerden.
Also möge mir bitte jemand "die Rolle" des Kevin Vogt endlich auch nahe bringen, ich meine es ernst. Ich bin Vogt dankbar, dass er die Knochen hinhält und durch seine Erfahrung btsringt er schon Ruhe rein, aber in den letzten 2 Jahren waren das eher Einladungen zu Gegentoren. Der Beitrag des Kickers gestern war in meinen Augen entlarvend. Als ZIV mit seiner Erfahrung sind seine Leistungen abhängig von den Mitspielern? Andere haben nen tauglichen Kapitän auf der Position! Ich verlange keinen Beckenbauer, aber bundesligatauglich sollte er bei den Ambitionen der TSG dann doch sein. Alex Rosen hatte sicher nicht vor Posch noch so spät abzugeben, aber es war der Situation geschuldet. Ich bin auf Quaresmas Werdegang gespannt und freue mich, dass Nsoki mehr Vertrauen bekommt.


Ich würde dir eigentlich, so leid es mir tut, beinahe bei allem widersprechen wollen. Am meisten verwundert bin ich ob deiner Aussage, dass es "bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, (...) in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga" finden könnte. Denn ich - und ich glaube auch die meisten aller anderen Foristen hier - bin der Meinung, dass ausgerechnet der Spielaufbau sein großes Steckenpferd ist und es, so er denn über genug Selbstbewusstsein verfügt, aus dieser Position heraus zu den besten innerhalb der Bundesliga gehört. Gerade sein Passspiel über die ersten Pressung-Linien des Gegners hinweg ist richtig, richtig gut. Und da kommen sowohl Akpoguma als auch Posch bei weitem nicht hin.
Und vielleicht ist auch genau das die Stelle, an der ich dir eine mögliche Antwort auf deine Frage bieten möchte, was denn eigentlich die Rolle von Vogt sei.
Vielleicht würde ich sogar zustimmen, dass er ein schlechter (das ist definitiv zu hart) IV ist, denn das spielt er bei uns auch gar nicht. Und wenn er es spielen muss, dann merkt man es unserem Defensivverbund sofort an. Denn auf den Halbpositionen unserer 3er-Abwehr sind ganz andere Dinge gefragt, als in dieser zentralen Position. Ich würde sogar so weit gehen, dass das mit einem Innenverteidiger, wie du in dir wünschst, fast gar nichts mehr zu tun haben sollte.
Es gibt ja oft die Vergleiche dieser Rolle mit dem Quarterback im American Football. Der Vergleich hält nicht bis ins letzte Detail, aber ich finde dennoch, dass er etwas sinnvolles vermittelt. Denn der Quarterback hat um sich herum die Spieler, die für ihn gewissermaßen die Drecksarbeit leisten und gerade dafür sorgen, dass der Quarterback Freiheiten hat und überhaupt erst offensiv denken kann. Wenn du den Quarterback mit defensiven Aufgaben belastest, dann limitierst du seine offensiven Fähigkeiten. Beides auf einmal ist im Grunde genommen ausgeschlossen, oder aber du gibst 50 Millionen € aus. Für unser Budget ist Vogt in seiner aktuellen Form aufgrund der Nebenleute ein Top-Mann. Wenn ihm die Sicherheit durch seine Nebenleute gegeben ist, dann hat er in meinen Augen einen enormen Mehrwert für unser Spiel.
In Hoffenheim werden die Schienenspieler ja gerne als Joker bezeichnet, weil sie in der Offensive gerne des Öfteren als zusätzlicher Mann auftauchen und Überzahl bzw. überhaupt Anspielstationen am zweiten Pfosten schaffen.
Ich würde deshalb auch Vogt gerne als defensiven Joker bezeichnen, der gegnerische Offensivspieler bindet und - so meine ich - dabei von seiner wirklich sehr guten Antizipation profitiert. Das sieht man, wenn er nach vorne verteidigt, aber vor allem dann, wenn seine Schnelligkeit einsetzt, um die Bälle hinter die Kette abzulaufen. Denn das wird in meinen Augen oft unterschätzt. Das ist der große defensive Mehrwert, den er für unser Spiel hat. Er kann in diesen Momenten aufgrund seiner Schnelligkeit genau das leisten, was den Halbspielern wie Kabak oder Nsoki nicht möglich ist. Sie müssen direkt am Mann verteidigen und sind in den Aktionen gebunden. Wir spielen immerhin - Gottseidank - wieder Pressing. Wir brauchen somit wieder diesen defensiven Joker, der schnell ist und diese Räume abdeckt und vor allem abläuft. Das ist in meinen Augen elementar, deswegen hat das auch bei Grillitsch funktioniert, und Vogt ist gar noch schneller.

Alles in Allem, ich bin froh, dass wir so einen Spielertypen haben.
Kevin Vogt [22] |#382
13.09.2022 - 11:30 Uhr
Zitat von the-austrian-b
Zitat von 1899Crocodile

Zitat von mxmlhr

Zitat von 1899Crocodile

Denn trotz seiner Übersicht und den "feinen Pässen" bleibt er ein klassischer Antifußballer: Lauffaul und schwach im Zweikampf.

Gut, in seiner Rolle kann und darf er auch keine Kilometer abspulen, sondern muss die Position halten. Trotzdem meidet er keine Laufduelle, im Gegenteil, immerhin ist seine Schnelligkeit eine seiner großen Stärken, die er auch auszuspielen weiß.

Zweikampfstark ist er dann tatsächlich nicht, am meisten stört mich sein schwaches Kopfballspiel, obwohl er mit 1,94 m einen großen Vorteil in die Wiege gelegt bekommen hat. Aber hier kommen wieder seine Nebenmänner ins Spiel, die in den letzten Saisons ebenfalls schlecht verteidigt haben, ohne dass sie auf anderen Ebenen überdurchschnittlich begabt waren. Kaum stehen da Spieler, die viele Zweikämpfe gewinnen, stehen wir hinten viel sicherer, obwohl Vogt nichts an seiner Spielweise geändert hat.

Sicher ist er nicht der perfekte Innenverteidiger, aber für seine Rolle, die für unser Spiel sehr wichtig ist, finden wir nirgendwo einen besseren Spieler. Die harte Kritik in den letzten Jahren, an der ich mich ja auch tatkräftig beteiligt habe, war gerechtfertigt, aber mittlerweile hat er sich wieder voll gefangen und ist in jeder Woche einer unserer besten Spieler.


Gerade in "seiner Rolle" sollte er entweder ein gutes Stellungsspiel (dazu gehört u.a. das Kopfballspiel, Umgang mit erstem Ball, zweitem Ball, Antizipation) besitzen oder km abspulen, um ebendiese Defizite auszugleichen.

Nicht jeder IV muss der robuste Zweikämpfer sein, aber bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, findet man in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga (natürlich mit ähnlich inkonstanten Leistungen und natürlich auch unterschiedlichen "Nebenmännern")

Vielleicht interpretiere ich seine Rolle ja falsch, aber unter Nagelsmann ist mir sein "risikobehaftetes Spiel" bereits aufgefallen. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, für mich ist die Mannschaft in Unterzahl, wenn er auf dem Platz ist. Wenn seine Rolle bedeutet, sich überlaufen zu lassen und dann weder den Raum, noch den Gegenspieler zu decken, dann will ich aber auch kein Gemecker mehr lesen, wenn andere Spieler, speziell auf dem Flügel mal nen Ball verlieren. Denn häufig sind es seine pomadigen Pässe, die unsere Gegner erst einladen. Hübners Übersicht hat hier vieles im Keim erstickt und so manche unfassbare Grätsche eines jungen Süle noch den Moment gerettet. Ein Poschi hat gute Anlagen, aber gerade Vogts Ungenauigkeiten haben den Jungen oft zu spät kommen lassen. Akpoguma hat Vogt im letzten Jahr bereits in allen Belangen deutlich überholt. Die Hetze gegen diese beiden IV (auch hier im Forum habe ich grenzwertiges bis erheiterndes gelesen) haben mich zuletzt einfach nur noch fassungslos gemacht. Daher musste ich das mal loswerden.
Also möge mir bitte jemand "die Rolle" des Kevin Vogt endlich auch nahe bringen, ich meine es ernst. Ich bin Vogt dankbar, dass er die Knochen hinhält und durch seine Erfahrung btsringt er schon Ruhe rein, aber in den letzten 2 Jahren waren das eher Einladungen zu Gegentoren. Der Beitrag des Kickers gestern war in meinen Augen entlarvend. Als ZIV mit seiner Erfahrung sind seine Leistungen abhängig von den Mitspielern? Andere haben nen tauglichen Kapitän auf der Position! Ich verlange keinen Beckenbauer, aber bundesligatauglich sollte er bei den Ambitionen der TSG dann doch sein. Alex Rosen hatte sicher nicht vor Posch noch so spät abzugeben, aber es war der Situation geschuldet. Ich bin auf Quaresmas Werdegang gespannt und freue mich, dass Nsoki mehr Vertrauen bekommt.


Ich würde dir eigentlich, so leid es mir tut, beinahe bei allem widersprechen wollen. Am meisten verwundert bin ich ob deiner Aussage, dass es "bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, (...) in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga" finden könnte. Denn ich - und ich glaube auch die meisten aller anderen Foristen hier - bin der Meinung, dass ausgerechnet der Spielaufbau sein großes Steckenpferd ist und es, so er denn über genug Selbstbewusstsein verfügt, aus dieser Position heraus zu den besten innerhalb der Bundesliga gehört. Gerade sein Passspiel über die ersten Pressung-Linien des Gegners hinweg ist richtig, richtig gut. Und da kommen sowohl Akpoguma als auch Posch bei weitem nicht hin.
Und vielleicht ist auch genau das die Stelle, an der ich dir eine mögliche Antwort auf deine Frage bieten möchte, was denn eigentlich die Rolle von Vogt sei.
Vielleicht würde ich sogar zustimmen, dass er ein schlechter (das ist definitiv zu hart) IV ist, denn das spielt er bei uns auch gar nicht. Und wenn er es spielen muss, dann merkt man es unserem Defensivverbund sofort an. Denn auf den Halbpositionen unserer 3er-Abwehr sind ganz andere Dinge gefragt, als in dieser zentralen Position. Ich würde sogar so weit gehen, dass das mit einem Innenverteidiger, wie du in dir wünschst, fast gar nichts mehr zu tun haben sollte.
Es gibt ja oft die Vergleiche dieser Rolle mit dem Quarterback im American Football. Der Vergleich hält nicht bis ins letzte Detail, aber ich finde dennoch, dass er etwas sinnvolles vermittelt. Denn der Quarterback hat um sich herum die Spieler, die für ihn gewissermaßen die Drecksarbeit leisten und gerade dafür sorgen, dass der Quarterback Freiheiten hat und überhaupt erst offensiv denken kann. Wenn du den Quarterback mit defensiven Aufgaben belastest, dann limitierst du seine offensiven Fähigkeiten. Beides auf einmal ist im Grunde genommen ausgeschlossen, oder aber du gibst 50 Millionen € aus. Für unser Budget ist Vogt in seiner aktuellen Form aufgrund der Nebenleute ein Top-Mann. Wenn ihm die Sicherheit durch seine Nebenleute gegeben ist, dann hat er in meinen Augen einen enormen Mehrwert für unser Spiel.
In Hoffenheim werden die Schienenspieler ja gerne als Joker bezeichnet, weil sie in der Offensive gerne des Öfteren als zusätzlicher Mann auftauchen und Überzahl bzw. überhaupt Anspielstationen am zweiten Pfosten schaffen.
Ich würde deshalb auch Vogt gerne als defensiven Joker bezeichnen, der gegnerische Offensivspieler bindet und - so meine ich - dabei von seiner wirklich sehr guten Antizipation profitiert. Das sieht man, wenn er nach vorne verteidigt, aber vor allem dann, wenn seine Schnelligkeit einsetzt, um die Bälle hinter die Kette abzulaufen. Denn das wird in meinen Augen oft unterschätzt. Das ist der große defensive Mehrwert, den er für unser Spiel hat. Er kann in diesen Momenten aufgrund seiner Schnelligkeit genau das leisten, was den Halbspielern wie Kabak oder Nsoki nicht möglich ist. Sie müssen direkt am Mann verteidigen und sind in den Aktionen gebunden. Wir spielen immerhin - Gottseidank - wieder Pressing. Wir brauchen somit wieder diesen defensiven Joker, der schnell ist und diese Räume abdeckt und vor allem abläuft. Das ist in meinen Augen elementar, deswegen hat das auch bei Grillitsch funktioniert, und Vogt ist gar noch schneller.

Alles in Allem, ich bin froh, dass wir so einen Spielertypen haben.


Ja in der Theorie alles schön und gut (außer dem Fakt, dass er trotz seiner angeblichen Schnelligkeit immer wieder durch Stellungsfehler glänzt und dann noch wilder umherturnt), nur leider in der Praxis kaum belegbar, daher habe ich bewusst auch Beckenbauer geschrieben. Mir kommt es als vor, dass sich Vogt für den "modernen" Beckenbauer hält. Er ist das jedoch nicht, und tut zu wenig dafür. Also weil er leider in 90% der Spiele genau das von dir oben beschriebene nicht liefert, will ich ihn nicht mehr für die TSG spielen sehen.

•     •     •

"Es ist in der Tat kein einfaches Publikum, das heimische. Da es aber das einzige ist, das wir haben, muss man damit leben und versuchen, das Beste daraus zu machen." Akademiker-Fanclub

"Speaking the truth in times of universal deceit is a revolutionary act" E. A. Blair
Kevin Vogt [22] |#383
13.09.2022 - 13:08 Uhr
Zitat von 1899Crocodile
Zitat von the-austrian-b

Zitat von 1899Crocodile

Zitat von mxmlhr

Zitat von 1899Crocodile

Denn trotz seiner Übersicht und den "feinen Pässen" bleibt er ein klassischer Antifußballer: Lauffaul und schwach im Zweikampf.

Gut, in seiner Rolle kann und darf er auch keine Kilometer abspulen, sondern muss die Position halten. Trotzdem meidet er keine Laufduelle, im Gegenteil, immerhin ist seine Schnelligkeit eine seiner großen Stärken, die er auch auszuspielen weiß.

Zweikampfstark ist er dann tatsächlich nicht, am meisten stört mich sein schwaches Kopfballspiel, obwohl er mit 1,94 m einen großen Vorteil in die Wiege gelegt bekommen hat. Aber hier kommen wieder seine Nebenmänner ins Spiel, die in den letzten Saisons ebenfalls schlecht verteidigt haben, ohne dass sie auf anderen Ebenen überdurchschnittlich begabt waren. Kaum stehen da Spieler, die viele Zweikämpfe gewinnen, stehen wir hinten viel sicherer, obwohl Vogt nichts an seiner Spielweise geändert hat.

Sicher ist er nicht der perfekte Innenverteidiger, aber für seine Rolle, die für unser Spiel sehr wichtig ist, finden wir nirgendwo einen besseren Spieler. Die harte Kritik in den letzten Jahren, an der ich mich ja auch tatkräftig beteiligt habe, war gerechtfertigt, aber mittlerweile hat er sich wieder voll gefangen und ist in jeder Woche einer unserer besten Spieler.


Gerade in "seiner Rolle" sollte er entweder ein gutes Stellungsspiel (dazu gehört u.a. das Kopfballspiel, Umgang mit erstem Ball, zweitem Ball, Antizipation) besitzen oder km abspulen, um ebendiese Defizite auszugleichen.

Nicht jeder IV muss der robuste Zweikämpfer sein, aber bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, findet man in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga (natürlich mit ähnlich inkonstanten Leistungen und natürlich auch unterschiedlichen "Nebenmännern")

Vielleicht interpretiere ich seine Rolle ja falsch, aber unter Nagelsmann ist mir sein "risikobehaftetes Spiel" bereits aufgefallen. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, für mich ist die Mannschaft in Unterzahl, wenn er auf dem Platz ist. Wenn seine Rolle bedeutet, sich überlaufen zu lassen und dann weder den Raum, noch den Gegenspieler zu decken, dann will ich aber auch kein Gemecker mehr lesen, wenn andere Spieler, speziell auf dem Flügel mal nen Ball verlieren. Denn häufig sind es seine pomadigen Pässe, die unsere Gegner erst einladen. Hübners Übersicht hat hier vieles im Keim erstickt und so manche unfassbare Grätsche eines jungen Süle noch den Moment gerettet. Ein Poschi hat gute Anlagen, aber gerade Vogts Ungenauigkeiten haben den Jungen oft zu spät kommen lassen. Akpoguma hat Vogt im letzten Jahr bereits in allen Belangen deutlich überholt. Die Hetze gegen diese beiden IV (auch hier im Forum habe ich grenzwertiges bis erheiterndes gelesen) haben mich zuletzt einfach nur noch fassungslos gemacht. Daher musste ich das mal loswerden.
Also möge mir bitte jemand "die Rolle" des Kevin Vogt endlich auch nahe bringen, ich meine es ernst. Ich bin Vogt dankbar, dass er die Knochen hinhält und durch seine Erfahrung btsringt er schon Ruhe rein, aber in den letzten 2 Jahren waren das eher Einladungen zu Gegentoren. Der Beitrag des Kickers gestern war in meinen Augen entlarvend. Als ZIV mit seiner Erfahrung sind seine Leistungen abhängig von den Mitspielern? Andere haben nen tauglichen Kapitän auf der Position! Ich verlange keinen Beckenbauer, aber bundesligatauglich sollte er bei den Ambitionen der TSG dann doch sein. Alex Rosen hatte sicher nicht vor Posch noch so spät abzugeben, aber es war der Situation geschuldet. Ich bin auf Quaresmas Werdegang gespannt und freue mich, dass Nsoki mehr Vertrauen bekommt.


Ich würde dir eigentlich, so leid es mir tut, beinahe bei allem widersprechen wollen. Am meisten verwundert bin ich ob deiner Aussage, dass es "bessere IV, die auch ein Spiel lesen und aufbauen können, (...) in Vogts Karrierephase bereits unterhalb der 2. Bundesliga" finden könnte. Denn ich - und ich glaube auch die meisten aller anderen Foristen hier - bin der Meinung, dass ausgerechnet der Spielaufbau sein großes Steckenpferd ist und es, so er denn über genug Selbstbewusstsein verfügt, aus dieser Position heraus zu den besten innerhalb der Bundesliga gehört. Gerade sein Passspiel über die ersten Pressung-Linien des Gegners hinweg ist richtig, richtig gut. Und da kommen sowohl Akpoguma als auch Posch bei weitem nicht hin.
Und vielleicht ist auch genau das die Stelle, an der ich dir eine mögliche Antwort auf deine Frage bieten möchte, was denn eigentlich die Rolle von Vogt sei.
Vielleicht würde ich sogar zustimmen, dass er ein schlechter (das ist definitiv zu hart) IV ist, denn das spielt er bei uns auch gar nicht. Und wenn er es spielen muss, dann merkt man es unserem Defensivverbund sofort an. Denn auf den Halbpositionen unserer 3er-Abwehr sind ganz andere Dinge gefragt, als in dieser zentralen Position. Ich würde sogar so weit gehen, dass das mit einem Innenverteidiger, wie du in dir wünschst, fast gar nichts mehr zu tun haben sollte.
Es gibt ja oft die Vergleiche dieser Rolle mit dem Quarterback im American Football. Der Vergleich hält nicht bis ins letzte Detail, aber ich finde dennoch, dass er etwas sinnvolles vermittelt. Denn der Quarterback hat um sich herum die Spieler, die für ihn gewissermaßen die Drecksarbeit leisten und gerade dafür sorgen, dass der Quarterback Freiheiten hat und überhaupt erst offensiv denken kann. Wenn du den Quarterback mit defensiven Aufgaben belastest, dann limitierst du seine offensiven Fähigkeiten. Beides auf einmal ist im Grunde genommen ausgeschlossen, oder aber du gibst 50 Millionen € aus. Für unser Budget ist Vogt in seiner aktuellen Form aufgrund der Nebenleute ein Top-Mann. Wenn ihm die Sicherheit durch seine Nebenleute gegeben ist, dann hat er in meinen Augen einen enormen Mehrwert für unser Spiel.
In Hoffenheim werden die Schienenspieler ja gerne als Joker bezeichnet, weil sie in der Offensive gerne des Öfteren als zusätzlicher Mann auftauchen und Überzahl bzw. überhaupt Anspielstationen am zweiten Pfosten schaffen.
Ich würde deshalb auch Vogt gerne als defensiven Joker bezeichnen, der gegnerische Offensivspieler bindet und - so meine ich - dabei von seiner wirklich sehr guten Antizipation profitiert. Das sieht man, wenn er nach vorne verteidigt, aber vor allem dann, wenn seine Schnelligkeit einsetzt, um die Bälle hinter die Kette abzulaufen. Denn das wird in meinen Augen oft unterschätzt. Das ist der große defensive Mehrwert, den er für unser Spiel hat. Er kann in diesen Momenten aufgrund seiner Schnelligkeit genau das leisten, was den Halbspielern wie Kabak oder Nsoki nicht möglich ist. Sie müssen direkt am Mann verteidigen und sind in den Aktionen gebunden. Wir spielen immerhin - Gottseidank - wieder Pressing. Wir brauchen somit wieder diesen defensiven Joker, der schnell ist und diese Räume abdeckt und vor allem abläuft. Das ist in meinen Augen elementar, deswegen hat das auch bei Grillitsch funktioniert, und Vogt ist gar noch schneller.

Alles in Allem, ich bin froh, dass wir so einen Spielertypen haben.


Ja in der Theorie alles schön und gut (außer dem Fakt, dass er trotz seiner angeblichen Schnelligkeit immer wieder durch Stellungsfehler glänzt und dann noch wilder umherturnt), nur leider in der Praxis kaum belegbar, daher habe ich bewusst auch Beckenbauer geschrieben. Mir kommt es als vor, dass sich Vogt für den "modernen" Beckenbauer hält. Er ist das jedoch nicht, und tut zu wenig dafür. Also weil er leider in 90% der Spiele genau das von dir oben beschriebene nicht liefert, will ich ihn nicht mehr für die TSG spielen sehen.


Da sind wir dann einfach im Bereich differente Wahrnehmung. In der beschriebenen Konstellation mit starken Zweikämpfern ist er ein komplett anderer Spieler als der, den du beschreibst und scheinbar immer noch siehst. Kommt mir deutlich zu schlecht weg.
Kevin Vogt [22] |#384
13.09.2022 - 13:25 Uhr
Entweder hat Vogt beim kicker eine große Lobby, oder viele schätzen hier seine Leistungen falsch ein.

Denn dort hat er bei seinen 6 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison einen tollen Notenschnitt von 2,92.

Er bekam viermal die Note 3,0 und jeweils einmal eine 3,5 und die 2,0 (die übrigens am letzten Spieltag gegen Mainz).
Kevin Vogt [22] |#385
13.09.2022 - 13:59 Uhr
Zitat von Lokonda04

Entweder hat Vogt beim kicker eine große Lobby, oder viele schätzen hier seine Leistungen falsch ein.

Denn dort hat er bei seinen 6 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison einen tollen Notenschnitt von 2,92.

Er bekam viermal die Note 3,0 und jeweils einmal eine 3,5 und die 2,0 (die übrigens am letzten Spieltag gegen Mainz).


Von "Sportjournalisten", die regelmäßig durch Fehleinschätzungen und Polemik glänzen, lasse ich mich nicht beirren. Ganz "Fußballdeutschland", der Kicker und auch andere haben bspw. auch schon Kroos als Querpasskönig tituliert, eine besondere Wahrnehmung bzgl. der TSG und ihres Anhangs, bestimmte Ansichten über den VAR, etc. etc.
Im Übrigen kann oder konnte ich bis jetzt mittel bis langfristig mit meiner Einschätzung von Spielern sehr gut leben, aber das wird jetzt zu viel Offtopic.

•     •     •

"Es ist in der Tat kein einfaches Publikum, das heimische. Da es aber das einzige ist, das wir haben, muss man damit leben und versuchen, das Beste daraus zu machen." Akademiker-Fanclub

"Speaking the truth in times of universal deceit is a revolutionary act" E. A. Blair

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1899Crocodile am 13.09.2022 um 14:01 Uhr bearbeitet
Kevin Vogt [22] |#386
13.09.2022 - 15:58 Uhr
Zitat von 1899Crocodile
Zitat von Lokonda04

Entweder hat Vogt beim kicker eine große Lobby, oder viele schätzen hier seine Leistungen falsch ein.

Denn dort hat er bei seinen 6 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison einen tollen Notenschnitt von 2,92.

Er bekam viermal die Note 3,0 und jeweils einmal eine 3,5 und die 2,0 (die übrigens am letzten Spieltag gegen Mainz).


Von "Sportjournalisten", die regelmäßig durch Fehleinschätzungen und Polemik glänzen, lasse ich mich nicht beirren. Ganz "Fußballdeutschland", der Kicker und auch andere haben bspw. auch schon Kroos als Querpasskönig tituliert, eine besondere Wahrnehmung bzgl. der TSG und ihres Anhangs, bestimmte Ansichten über den VAR, etc. etc.
Im Übrigen kann oder konnte ich bis jetzt mittel bis langfristig mit meiner Einschätzung von Spielern sehr gut leben, aber das wird jetzt zu viel Offtopic.


Ich kann mit deiner meinung leben teile sie aber bzgl Vogt nicht...Breitenreiter übrigens auch nicht

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#####################################
TSGEEE...OLEEE....OLEEEE
Kevin Vogt [22] |#387
13.09.2022 - 18:12 Uhr
Zitat von 1899Crocodile
Zitat von Lokonda04

Entweder hat Vogt beim kicker eine große Lobby, oder viele schätzen hier seine Leistungen falsch ein.

Denn dort hat er bei seinen 6 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison einen tollen Notenschnitt von 2,92.

Er bekam viermal die Note 3,0 und jeweils einmal eine 3,5 und die 2,0 (die übrigens am letzten Spieltag gegen Mainz).


Von "Sportjournalisten", die regelmäßig durch Fehleinschätzungen und Polemik glänzen, lasse ich mich nicht beirren. Ganz "Fußballdeutschland", der Kicker und auch andere haben bspw. auch schon Kroos als Querpasskönig tituliert, eine besondere Wahrnehmung bzgl. der TSG und ihres Anhangs, bestimmte Ansichten über den VAR, etc. etc.
Im Übrigen kann oder konnte ich bis jetzt mittel bis langfristig mit meiner Einschätzung von Spielern sehr gut leben, aber das wird jetzt zu viel Offtopic.

Schon bezeichnend, dass man sich in einer sportlich guten Phase auf einen einzelnen Spieler einschießt und ihm so knallhart jegliche Kompetenz abspricht.

Ich sehe Vogt auch nicht durchweg positiv und habe mich schon oft genug über ihn aufgeregt, da er in meinen Augen erhebliche Mängel im Defensivzweikampf und auch im Stellungsspiel in der Box hat.
Aber wieso muss immer alles schwarz oder weiß sein?
Aktuell erfüllt er meiner Meinung nach seine Aufgaben ohne Beanstandungen und ist wichtig für unser Spiel. Sollte die Defensive früher oder später wieder eine sehr instabile Phase haben ist er der Erste, der darunter leiden wird, da seine defensiven Kompetenzen nicht ausreichen um das aufzufangen.
Jedoch kann er in einer halbwegs stabilisierten Defensive seine Stärken ausspielen und das beweist er aktuell von Woche zu Woche. Klar hätte jeder gerne einen Spieler mit den Zweikampf- und Kopfballfähigkeiten eines Kabak in Personalunion mit den technischen Fähigkeiten von Vogt aber das ist schlicht Wunschdenken. Wenn überhaupt müssen wir einen solchen Spieler selbst entwickeln.

Dass du sinngemäß meinst, dass er nicht einmal das Niveau für die 2. Liga hätte hat nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun.
Kevin Vogt [22] |#388
13.09.2022 - 19:13 Uhr
danke für deinen Beitrag!!!!
Kevin Vogt [22] |#389
14.09.2022 - 08:41 Uhr
...Seine Passquote beläuft sich auf 91,67 Prozent, was dem Spieler mit der Rückennummer 22 Platz 10 der Ligastatistik dieser Kategorie einbringt. Bei der Zweikampfquote liegt er in der Ligastatistik dieser Kategorie mit 68,42 Prozent sogar auf dem 3. Platz....

....Sein letztes Spiel hat der 1,94m große Verteidiger am sechsten Spieltag der Saison 2022/23 bestritten (10.09.2022). Mit der TSG 1899 Hoffenheim besiegte er den 1. FSV Mainz 05 mit 4:1. Dieses Spiel hat er in der Verteidigung komplett durchgespielt. Über die gesamte Begegnung hinweg hatte er 104 Ballbesitzphasen, was dem Bestwert aller Spieler im Spiel entspricht. Außerdem bestritt er in der letzten Partie sieben Zweikämpfe. Davon konnte Kevin Vogt vier Zweikämpfe für sich entscheiden. Er konnte darüber hinaus 91 Mal erfolgreich passen – die Bestleistung in dem Spiel. In seiner absolvierten Spielzeit dieses Spiels legte er 9,9 km zurück. Dabei kam Kevin Vogt auf insgesamt zwölf Sprints.

•     •     •

Selbstgebackene Kuchen runden die freundliche Familienatmosphäre ab. Im Spiel aber kippt die Stimmung. Während die Jugendlichen mit Fahnen um das Feld laufen und die Mannschaft anfeuern, dominieren um uns herum silberhaarige Männer das Geschehen, die lautstark den Schiedsrichter kritisieren. Die Beschimpfungen sind so derb und persönlich, dass man meinen könnte, der Referee trage die Schuld an 50 Jahren sportlichen Niedergang.
Quelle: schwatzgelb
Kevin Vogt [22] |#390
14.09.2022 - 08:45 Uhr
Es wurde ja schon erwähnt: Vogt hatte seine beste Phase als Hübner und Süle als Zweikampfmonster um ihn herum abgeräumt haben und der große blonde sich auf Spielaufbau und Ablaufen konzentrieren konnte - beides kann er mMn auf gehobenem Buli Niveau (sprich: für uns absolut ausreichend). Ein Blick auf Kabaks breite Schultern genügte um zu ahnen dass es für Vogt nun wieder einfacher wird...

Und ja @mxmlhr hat recht, ein solcher Hüne sollte auch mal einen offensiv Kopfball in der gegnerischen Box gewinnen. Aber das Thema ist mit fast 31 wohl durch.

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