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Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27

18.05.2026 - 09:47 Uhr
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#371
28.07.2026 - 16:02 Uhr
Bezüglich unseres aktuellen Kaders teile ich allerdings sowohl große Teile der hiesigen Analyse einiger User, als auch viele im eben verlinkten Artikel angebrachte Punkte.

Grundsätzlich haben wir bei uns nun – nachdem ja knapp zwei Wochen vor Saisonstart ein Großteil des Wiederaufbaus eines neuen Kaders vollzogen wurde – eine schlagkräftig besetzte Truppe beisammen. In der finden sich auch einige Spieler wieder, die vom Namen und vermeintlich von der Qualität durchaus auch eine höhere Liga im Tank hätten. Beispielsweise Dominique Heintz, den wir vermutlich primär (nicht ausschließlich) aufgrund der geografischen Nähe zu seinem gegenwärtigen Wohnort in Köln bekommen haben. Ähnlich verhält es sich bei einem Jorrit Hendrix und der Nähe zu Eindhoven. Auch ein Fabian Schleusener hatte wohl ligatechnisch attraktivere Angebote, aber sich dennoch für uns entschieden.

Allein diese Namen und vermeintlich im ligavergleich höhere sportliche Qualität von Einzelspielern führen aber in der 3. Liga gewiss nicht automatisch per Naturgesetz zu einem top Abschneiden an den Sonnenplätzen der Tabelle. Man kann hierzu mal in den Süden zu 1860 München schauen. Die konnten vor der letzten Saison auch mittels „weicher Transferfaktoren“ in Form von vereinsverbundenen Ex-Spielern einige namentliche Kracher an Land gezogen, konkret Kevin Volland und Florian Niederlechner. Hinzu kamen noch Spieler aus der 2. Bundesliga (z. B. Max Christiansen, Thomas Dähne, Marvin Rittmüller) und aus dem naheliegenden Ausland gestandene Profis (Sigurd Haugen, Manuel Pfeifer, Siemen Voet). Kurzum: Die Löwen sind mit einem, auf dem Papier, Top-Kader an den Saisonstart gegangen. Im (sportlichen) Ergebnis beendeten sie die Saison mit 56 Punkten auf Platz 8, was einen Abstand von 14 Punkten auf die Top-3 entsprach. Will sagen: Man sollte sich vor der Saison nicht uneingeschränkt von den Namen und der Historie der Neuzugänge blenden lassen. Die Vergangenheit (hier mal am Beispiel 1860) hat gezeigt, dass es im Verlauf einer solchen Saison in der 3. Liga deutlich mehr und gewichtigere erfolgsrelevante Faktoren gibt.

Nun aber zurück zu unserem Kader. Ich bin da aktuell etwas zwiegespalten. Wenn ich eine isolierte Individualbetrachtung auf die Neuzugänge vornehmen, dann sind da schon viele Spieler dabei, die ich durchaus ansprechend finde. Natürlich gibt es bei der Fülle der Neuzugänge auch einzelne, bei denen ich etwas skeptisch bin, aber im Gerüst haben wir auf jeden Fall einige neue Spieler, denen ich ein gehobenes sportliches Niveau problemlos zutraue – allen voran Heintz & Schleusener, auch Meiser gefällt mir nach den ersten Eindrücken sehr gut. Das Problem ist nur, dass eine Kaderplanung, die nur eine isolierte Individualbetrachtung vornimmt viel zu kurz greift. Vielmehr geht es ja um einen ganzheitlichen Ansatz. Sprich wesentlich erfolgskritischer ist das gesamte Gefüge, sowohl sozial als auch sportlich. Wer daran zweifelt, dem rate ich nochmals den schmerzhaften Blick in den Rückspiegel der vergangenen Saison. Das soziale Gefüge innerhalb der Mannschaft, das uns in der Ansammlung der Solisten der letzten Saison das Genick gebrochen hat, sehe ich in dem neuen Kader kaum bedroht. Nach ersten Eindrücken sieht das nach einer homogenen, pflegeleichten Mannschaft mit klarer Hierarchie aus. Ich hatte zur bedeutenden Erfolgswirksamkeit des Gefüges allerdings nicht nur die soziale Facette genannt, sondern auch die Sportliche. Und hier verhält es sich anders. Während auf der einen Seite Homogenität das Leben erleichtert, sollte auf dieser Seite eine gewisse Heterogenität angestrebt werden. Hier ist bei uns in meinen Augen leider aktuell so ein wenig der Hase im Pfeffer, als dass (leider) auch in der Hinsicht eine sehr (zu?) starke Homogenität vorliegt. Daran hat unser Cheftrainer natürlich einen starken Anteil.

Mit der sportlichen Heterogenität eines Kadergefüges meine ich konkret das Abbilden eines breiten Fähigkeiten-Spektrums, verschiedene Spielerprofile für die jeweiligen Positionen. Während die Heterogenität unseres Kaders mit Blick auf die Altersstruktur noch ausgewogen scheint, verhält es sich mit den Spielerprofilen anders. Schaut man sich unseren Kader diesbezüglich an, dann ist genau hier ein breites Spektrum bzw. eine Ausgewogenheit nur spärlich zu erkennen. Wir haben ein starkes Übergewicht an (Mittelfeld/Zentrums-)Spielern, die alle ihre Fähigkeiten im Spiel mit dem Ball besitzen. Sie wollen den Ball in den Fuß, nicht in den Lauf. Das hängt natürlich unweigerlich mit Trainer Alexander Ende und seiner präferierten Spielphilosophie zusammen, dass er genau diese Spielerprofile wollte. Man kann sagen es ist ein waschechter Ende-Kader. Schaut man sich in der Datenbank mal den Kader von Preußen Münster in der letztjährigen Saison 25/26 an, dann nahezu baugleich. Nicht nur hinsichtlich sich wiederfindender Spieler (Benger, Bouchama, Hendrix) und damit einhergehender Spielerprofile, sondern auch hinsichtlich der gesamten Struktur. Schaut man jetzt für einen ganzheitlichen Blick noch auf die Kader in Verl (Saison 23/24 & Saison 24/25) und sogar bei Fortuna Köln (Saison 20/21 & Saison 21/22), dann setzt sich dieses Schema fort. Bei sämtlichen der drei genannten Stationen war der Amtsantritt von Alexander Ende übrigens zum 01.07., sprich zum Saisonbeginn und nicht im laufenden Betrieb. Er konnte folglich entsprechenden Einfluss auf die Kaderplanung nehmen. Das was nun bei uns diesen Sommer geschieht ist also kein Zufall, sondern es war mit Blick auf die Vergangenheit gewissermaßen erwartbar, dass Ende auch bei uns „sein“ erstes Transferfenster und den Neuaufbau einer Mannschaft nutzen wird, um „seine“ Spielertypen/-profile zu installieren.

Ich persönlich halte das für ein ziemlich riskantes Spiel. Bei seiner letzten (und karrieretechnisch höchsten) Station in Münster ist er damit ziemlich an seine Grenzen gestoßen. Es kann von außen betrachtet ziemlich versteift, unflexibel und stur anmuten. Allemal kann es jedenfalls irgendwann (auf den Horizont einer gesamten Saison betrachtet) ausrechenbar werden… zu ausrechenbar? In der letztjährigen Saison hat Preußen Münster die Hinrunde auf einen starken 12. Platz beendet. Im weiteren Saisonverlauf wurde Ende dann nach dem 26 Spieltag auf Platz 16 mit 26 Punkten entlassen. Das bedeutet in der Rückrunde (und somit zum jeweils zweitmaligen Aufeinandertreffen gegen die jeweiligen Gegner) holte Ende mit Münster in 9 Spielen noch 6 Punkte. Zum Vergleich: Gegen dieselben Gegner stand man in der Hinrunde nach den ersten 9 Spieltagen bei fast doppelt so vielen (11) Punkten. Der Schluss liegt nahe, dass sich die Gegner schlicht besser auf die Spielanlage einstellen, durch entsprechende Anpassungen darauf reagieren und das System eindämmen bzw. vor Probleme stellen konnten. Nun könnte man meinen, dass genau das der Zeitpunkt ist, an dem Aktion–Reaktion folgt und auch auf der anderen Seite auf die vermeintliche Ausrechenbarkeit und das dekodieren der Gegner Anpassungen folgen. Dem war allerdings schlicht nicht so. Es wurde weiter an Plan A festgehalten und entsprechend konnte auch keine Trendwende mehr gelingen, da die Gegner sich schlicht und ergreifend irgendwann auf Schema F einstellen konnten. Hier ist Ende sowohl an dem Kader, der sehr eindimensional ausgerichtet wurde (simultan zu unserem jetzigen), als auch an der fehlenden Anpassungsfähigkeit bzw. dem Fehlen eines Plan B gescheitert. Die beiden Punkte korrelieren übrigens sehr stark, da das Eine zum Anderen führt.

Die Frage wird also sein: Lag es nur an der im ligavergleich geminderten Qualität der Münsteraner, dass die Ausrechenbarkeit irgendwann zu einer sportlichen Bruchstelle geführt hat? Nach jetzigem Stand müsste man hier darauf hoffen, dass die Antwort auf diese Frage „Ja!“ lautet. So könnte man argumentieren, dass wir in mit unserem Kader in Liga 3 zum vergleichsweise qualitativ stärkeren Teilnehmerfeld gehören und entsprechend darauf hoffen, dass sich aufgrund dieser qualitativen Vorteile das für die Gegner erwartbare Spiel trotzdem durchdrücken lässt. Ich sag mal plakativ: Bei Barcelona zu klarsten Tiki-Taka-Zeiten wusste auch jeder Gegner was kommt und dennoch haben sie ihren Stiefel erfolgreich durchgedrückt. So in etwa dürfte auch die Wunschvorstellung von Alexander Ende aussehen. Das Problem: Wir sind nicht Barcelona. Und hinsichtlich der sportlichen Differenz zur Qualität der Konkurrenz werden wir auch gewiss nicht das Barcelona der 3. Liga sein. Nicht mal annähernd. Daher: Ich möchte mich da auf keinen Fall drauf verlassen, dass die Spielphilosophie sich durchsetzen wird und einen entsprechend eindimensionalen und nur darauf ausgerichteten Kader auf die Beine stellen. Tut mir leid, Alexander Ende.

Man kann wirklich nur hoffen, dass er sich hier noch etwas bewegt. Die im Beitrag angesprochene Vergangenheit lässt mich hier allerdings weniger hoffnungsvoll zurück, sowohl mit Blick auf seine Ex-Profitrainer-Stationen als auch mit Blick auf die letzte Saison in Münster. Die Stichprobe ist hier schon zu groß, um von einem Zufallsprodukt zu sprechen. Er hat ein Faible für besagte Zentrumsspieler, die ihr Spiel über den Ball im Fuß und Stationen/Positionierungen im Raum definieren. Flügelspieler finden sich in den Kadern nahezu nie, wobei wir wieder bei der Homogenität der Spielerprofile wäre. Ebenso wenig finden sich temporeiche Spieler, die weniger über das Positionsspiel mit Ball im Fuß und mehr über Tiefenlaufwege und Ball in den Raum kommen. Auch das tangiert leider unmittelbar die nicht vorhandene Heterogenität im Kader. Hier sind wir auch bei einem sehr großen Problem in unserem Kader. Es könnte glaub ich der langsamste Kader werden, den ich je gesehen habe. Dass das ziemlich problematisch ist, brauch ich denke ich niemanden zu sagen. Oder doch, Herr Ende? In Münster verhielt es sich jedenfalls ähnlich. Die hatten in den Top-100 der Top-Speed Spieler letzte Saison ganze 3 Spieler. Zum Vergleich: Bei uns – wo das fehlende Tempo letzte Saison ja auch schon ein massives Problem war – waren es immerhin 5. Auch mit Blick auf die Teamstatistik verfestigt sich das Bild. Münster rangierte auf den drittletzten Platz der Teams bei den kumulierten Sprints. Klar, das ist im Ballbesitz und Positionsspiel – was ja nun mal die klare Handschrift von Ende ist – etwas weniger wichtig, aber dennoch wäre es töricht gänzlich drauf zu verzichten. So landet man wieder bei der Non-Existenz eines Plan B‘s, wenn der Gegner sich entsprechend eingestellt hat und man nicht mehr in die Räume kommt.

Ich hoffe hier interveniert Samir Arabi ein wenig und fügt dem Kader sehr wohl noch andere Elemente zu. Das ist natürlich sehr schwer, da in den Transfergesprächen ja auch der Cheftrainer den Spieler überzeugen muss, dass er eine Verwendung für ihn hat und welche Rolle er für ihn vorsieht. Bevor das falsch verstanden wird: Ich möchte Alexander Ende selbstverständlich hiermit nicht anzählen, bevor überhaupt ein Pflichtspiel bestritten wurde. Das wäre natürlich großer Quatsch und ich sehr wohl auch viele spannende Facetten an ihm als Trainer hinsichtlich des Spielstils. Ich wollte hiermit lediglich ausführen, dass ich wie eingangs gesagt ziemlich zwiegespalten bin und hoffe, dass sich in der Kaderstruktur noch etwas tut mit Blick auf andere Profile.

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Fortuna Düsseldorf

Football isn't just a sport - it's life.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#372
29.07.2026 - 01:24 Uhr
Einen Antwi-Adjei fände ich nicht schlecht. Wenn er noch den Antritt hat.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#373
29.07.2026 - 12:12 Uhr
Zitat von Block__8
Bezüglich unseres aktuellen Kaders teile ich allerdings sowohl große Teile der hiesigen Analyse einiger User, als auch viele im eben verlinkten Artikel angebrachte Punkte...........


Eine sehr treffende Analyse @Block__8 , die ich inhaltlich teile. 👍️

Beim Blick auf den nun 28 Mann starken Kader frage ich mich jedoch, ob man nicht noch den ein oder anderen Abgang bzw. Abzug zur zweiten Mannschaft hier abziehen sollte. Auch Leihen zu anderen Verein stehen bei 2-3 Spielern noch im Raum, so das sich der heutige Kader möglicherweise noch einmal verringert. 🧐

Und genau hier wäre es sicher nicht nur meine Wunschvorstellung den Kader um einen schnellen LM/LA und RM/RA zu ergänzen. Das würde die taktischen Optionen deutlich erhöhen und auch während des Spiels, bspw. bei Rückstand, weitere Offensivoptionen ermöglichen. Wenn es so wie jetzt bliebe, der noch gesuchte LV als Sascha Risch-Alternative wird sicherlich noch kommen, ist mir das taktisch ebenfalls etwas zu einseitig. Auch geht meine Befürchtung dahin das wir einfach zu berechenbar wären.

Grundsätzlich haben wir für den kurzen Zeitraum und der hohen Anzahl an benötigten Neuzugängen wirklich gute Arbeit geleistet. Wenn es noch um taktische Variationen erweitert werden würde (LM/LA & RM/RA) wäre mir erheblich wohler. Mal sehen was noch so passiert.

Gruß E.-A.

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"Es ist nicht wichtig was die Leute von Dir denken wenn Du kommst.
Es ist wichtig was sie denken wenn Du gehst."

Jürgen Klopp

Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#374
29.07.2026 - 12:45 Uhr
Zitat von ESPRIT-Arena
Zitat von Block__8

Bezüglich unseres aktuellen Kaders teile ich allerdings sowohl große Teile der hiesigen Analyse einiger User, als auch viele im eben verlinkten Artikel angebrachte Punkte...........


Eine sehr treffende Analyse @Block__8 , die ich inhaltlich teile. 👍️

Beim Blick auf den nun 28 Mann starken Kader frage ich mich jedoch, ob man nicht noch den ein oder anderen Abgang bzw. Abzug zur zweiten Mannschaft hier abziehen sollte. Auch Leihen zu anderen Verein stehen bei 2-3 Spielern noch im Raum, so das sich der heutige Kader möglicherweise noch einmal verringert. 🧐

Und genau hier wäre es sicher nicht nur meine Wunschvorstellung den Kader um einen schnellen LM/LA und RM/RA zu ergänzen. Das würde die taktischen Optionen deutlich erhöhen und auch während des Spiels, bspw. bei Rückstand, weitere Offensivoptionen ermöglichen. Wenn es so wie jetzt bliebe, der noch gesuchte LV als Sascha Risch-Alternative wird sicherlich noch kommen, ist mir das taktisch ebenfalls etwas zu einseitig. Auch geht meine Befürchtung dahin das wir einfach zu berechenbar wären.

Grundsätzlich haben wir für den kurzen Zeitraum und der hohen Anzahl an benötigten Neuzugängen wirklich gute Arbeit geleistet. Wenn es noch um taktische Variationen erweitert werden würde (LM/LA & RM/RA) wäre mir erheblich wohler. Mal sehen was noch so passiert.

Gruß E.-A.


Es wäre zumindest schade, wenn man die taktischen Möglichkeiten mit schnellen Außen nicht nutzt, denn wir haben mit Heintz, Jorrid, und Förster drei Spieler, die auch in der Lage sind die passenden Pässe zu schlagen.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#375
29.07.2026 - 13:00 Uhr
Zitat von 1895-4ever
Es wäre zumindest schade, wenn man die taktischen Möglichkeiten mit schnellen Außen nicht nutzt, denn wir haben mit Heintz, Jorrid, und Förster drei Spieler, die auch in der Lage sind die passenden Pässe zu schlagen.

Auch wenn ich es nicht geschrieben habe, genau das meine ich ebenfalls.
Wir haben erfahrene Spieler mit gutem Auge und starkem Passspiel, die könnten "Flügelflitzer" sehr gut in Szene setzen. Es muss ja nicht die ständige Taktik sein, das wird es unter Alexander Ende sowieso nicht. Aber die Variation auch als Option auf Spielstände und Spielverlauf reagieren zu können, wäre mir als Trainer schon sehr wichtig. Schaun mer mal was noch passiert...... 🧐

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Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#376
29.07.2026 - 13:23 Uhr
Muss denn das Tempo von einem "Flügelflitzer" kommen oder gibt es ggf. Lösungen die Näher an Endes Grundordnung sind und das Tempo über andere Positionen reinholen ?
Blickt man auf Xabi Alonsos Zeit bei Leverkusen zurück, war meine ich auch nicht wahnsinnig viel Tempo vorhanden. Natürlich ist Wirtz ein guter aber eben kein Sprinter.
Ein wirklicher Sprinter war häufig nur Frimpong. Natürlich gab es auch dort weitere auf der Bank, die allerdings häufig dann im Sturmzentrum oder im Halbraum ihren Einsatzbereich fanden. Ehr selten im klassischen Flügelspiel.


Würde man einen ähnlichen Ansatz verfolgen flexibel Dynamik aufzubauen, könnte man es ggf. auch über ein 5-3-2 / 5-4-1 lösen. Oder auch in der engen Raute im 4-4-2. Der 6er ließe sich im Spielaufbau zwischen die IV´s fallen um die AV´s ggf. höher zu positionieren.

Will heißen van der Sloot, sollte er bleiben könnte eine mögliche Lösung des Tempo Nachteils sein.

Für mich als Laien wäre der 3er/5er Spielaufbau in so fern naheliegend, da es uns ermöglichen sollte keine oder nur wenig Man Power im Zentrum zu verlieren. Während eine Umstellung zum klassischen 4-2-3-1 gleich 2 Spieler aus dem Zentrum zieht und auf die Flügel verlagert. Von daher könnte ich mir vorstellen das ein 3er/5er Aufbau irgendwo am kompatibelsten mit den vorhanden Prinzipien ist.

Ob sowas für Ende al 4er Ketten Verfechter eine Option ist ? Keine Ahnung.
Eine Option Tempo in den Kader zu bekommen dürfte es meines erachtens trotzdem sein.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#377
29.07.2026 - 14:18 Uhr
Es ging mir bei der Darstellung meiner Gedanken/Bedenken gar nicht mal zwangsläufig um die starre Hauptposition der Spieler in Form von klaren Flügelspielern. Das würde ich persönlich natürlich auch gutheißen, daran glaube ich mit Blick auf unseren Cheftrainer allerdings inzwischen wirklich nicht mehr so richtig. Ich hatte ja in meinen Beitrag auch auf „seine“ Kader bei Münster, Verl und Fortuna Köln verwiesen. Flügelspieler waren da mangelware und wurden bei zweijähriger Amtszeit von Ende (Verl, Fortuna Köln) und somit einem weiteren Sommertransferfenster auch eher ab- als aufgebaut. Er scheint da einfach kaum Verwendung für zu haben. Von dem Gedanken, dass wir jetzt noch plötzlich einen Typ Patrick Zoundi, Maxi Beister, Robbie Kruse, Ben Halloran, Dodi Lukebakio, Khaled Narey oder Christos Tzolis – um mal in freudiger Erinnerung ein paar der wohl erfolgreichsten klaren Flügelspieler der jüngeren Vereinsgeschichte aufzuzählen – bekommen, habe ich persönlich mich schon etwas getrennt. Daran glaube ich nicht mehr so recht, auch wenn ich es ein klein wenig schade fände gar keinen (es muss ja kein breites Aufgebot sein) klaren Flügelspieler im Kader zu haben.

Der Hauptkritikpunkt geht jedoch etwas über die auf dem Papier stehende Position der Spieler hinaus und tangiert eher den tiefergehenden Spielertypen. Denn genau hier haben wir ja wie gesagt auch einfach eine extrem hohe Homogenität hinsichtlich des Fähigkeiten-Profils und Spielstils. Wie gesagt beispielsweise die zentralen Mittelfeldspieler sind nahezu alle aus dem gleichen Holz geschnitzt: Stärken im Ballbesitz- & Passspiel, weniger im Lücken reißen bzw. Räume/Passwege öffnen durch Laufspiel, sie wollen den Ball in den Fuß, hohe Positions-/Raumträue, – um mal ein paar deckungsgleiche Charakteristika unserer Spielertypen aufzuzählen. Am ehesten aus diesem Bild heraus – und das nur marginal – fällt vermutlich noch Jomaine Consbruch, der ja vermutlich eher ein Arabi-Transfer ist. Stellt man demgegenüber die recht offensichtlichen Ende-Transfers Bouchama und Benger, dann ist das schon eine Ansammlung gleicher Spielerprofile. Natürlich ist die Kaderplanung eine Teamarbeit und man kann nicht von Ende/Arabi-Transfers sprechen, bei uns lässt sich in meinen Augen bei ein paar Spielern schon recht offensichtlich zuschreiben, wer da die Triebfeder/Befürworter eines solchen Transfers war.

Wie im Eingangsabsatz geschrieben meinte ich gar nicht mal zwingend die in unserem Kader vorherrschende Non-Existenz von Flügelspielern. Ich hätte es auch gerne anders, aber es war gewissermaßen erwartbar. Was darüber hinausgehend jedoch weitaus problematischer ist, ist die Tatsache, dass wir eben bei dieser Non-Existenz gleichzeitig noch nahezu identische Spielertypen auf den Positionen haben. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Varianz gewünscht und bin der Meinung, dass sie unserem Kader und unserem Spiel gutgetan hätte. Fernab der Position. Ich mach es mal an einem prominenten Beispiel deutlich: Sowohl Pedri als auch Fede Valverde sind beides von der reinen Hauptposition auf dem Papier die gleichen Spieler – zentrale Mittelfeldspieler. Und doch könnten sie in ihrem Spielerprofil kaum unterschiedlicher sein. Pedri geht eher in die Richtung Taktgeber/Metronom eines Spiels, der stets anspielbereit ist und es versteht mit kleinen feinen Bewegungen mit Ball am Fuß sowohl Spieltempo als auch die Räume zu bestimmen und bespielen. Valverde hingegen bringt eine extrem starke Dynamik mit, spult viele Kilometer ab und kann ganz ohne Passspiel aus dem Mittelfeld heraus Räume überbrücken – sowohl mit Ball als dynamischer Ballschlepper als auch ohne Ball via Box-to-Box-Laufweg. Ich denke ihr versteht was ich meine: Auf dem Papier die gleiche Position (zentrales Mittelfeld), als Spielertyp aber diametral unterschiedlich. Ich bin der Meinung, dass wenn wir systembedingt gewisse Positionen schon frei lassen, dann sollten wir zumindest schauen, dass wir auf diesen Positionen unterschiedliche Profile haben. Das sehe ich zum jetzigen Stand leider weniger erfüllt. Ohne die genannten Spieler mit unseren vergleichen zu wollen: Wir haben viele Pedri’s, aber keine Valverdes. Das hat gewiss mit dem Faible unseres Chef-Trainers zu tun, der in seiner Wichtigkeit einfach gewisse Profile (wie bei Benger, Bouchama) mehr schätzt als andere. Das ist allerdings nur so lange legitim, so lange es nicht dazu führt, dass andere Profile hinten runterfallen und im Kader gänzlich fehlen. Die Gefahr sehe ich bei uns schon ein wenig hinsichtlich der Ausgewogenheit. Ballbesitzspieler schön und gut, aber wir werden auch mitunter Spielphasen erleben, in denen es die Gegner in der defensiven Ordnung so gut machen, dass wir uns eventuell im Positionsspiel schwertun und sie nicht über eine Erhöhung des Passtempos geknackt bekommen. Manchmal braucht man schlicht auch Spielertypen, die Dynamik, Tiefenläufe, 1vs.1-Lösungen mitbringen und nicht ausschließlich auf den Spielvortrag der Mannschaft angewiesen sind, sondern auch von sich aus etwas erzwingen können. Diese Spielertypen müssen ja dann gar nicht zwingend Flügelstürmer sein, sondern es gibt vereinzelt solche Profile auch aus dem Zentrum/Halbräumen heraus, sodass sie auch in unserem System ihren Platz finden könnten. Sofern man es denn möchte. Bisher macht es auf mich ein wenig den Eindruck, dass man hier auf dem einen Auge etwas blind ist.

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Football isn't just a sport - it's life.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Block__8 am 29.07.2026 um 14:20 Uhr bearbeitet
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#378
29.07.2026 - 18:34 Uhr
Mir geht es bei dem Blick auf den Kader aber auch um eine langfristige Perspektive und einen Plan B.

Die werte auf Ende und eine erfolgreiche Session ist schon sehr hoch. Denn sollte es in die hose gehen mit Ende, der mit einem Abstieg in der Tasche (sogar eigentlich 2) jetzt auch nicht unbeschwert aufschlagen kann.

Da wird der Druck groß sein im Umfeld zügig gute Ergebnisse einzubringen.

Gebt das schief und ein neuer Trainer muss her, dann kann man mit dem Kader nichts anderes anfangen and Endes System zu spielen.

Steigen wir auf, brauchst du, wie von anderen bereits erwähnt, mehr Flexibilität und Qualität. Was auch wieder einen größeren Umbau bedeutet.

Mir wären schnelle Spieler die Flexibilität mitbringen wirklich lieber. Der Stamm sollte Endes System voll und ganz spielen können und dafür gemacht sein. Die Herausforderer hätte ich gerne so flexibel, dass wir auch andere Systeme spielen können.

Weil ich der Meinung bin, dass ein Trainer nicht die Spielkultur des Vereins vorgibt, sondern der Verein eine Idee hat die unabhängig vom Trainer oder Personal verfolgt wird.
Nur so kannst du, meiner Meinung nach, kontinuierlich eine Mannschaft und einen Verein entwickeln. (Ja es darf auch auf den Wunsch des Trainers eingegangen werden, wenn dieser eben die Idee des Vereins lebt) Vielleicht ist die Raute jetzt das Fortuna Ding, keine Ahnung. In einem anderen Leben ist Bremen damit mal meister geworden....
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#379
30.07.2026 - 00:18 Uhr
Zitat von 1895-4ever
Zitat von OneTeam

Mal eine ganz andere Frage. Ich habe bei verschiedenen Threads und Kommentaren die Bedenken gelesen, dass wir zu wenig Tempo und Geschwindigkeit im Kader haben. Meine erste Frage wäre: seht ihr das genauso? Und die zweite Feage wäre: ist die 3. Liga wirklich so krass, dass man mit zu wenig Tempo im Kader kein Land sieht?l bzw wie da ein Problem bekommen? Ich muss sagen, dass ich die dritte Liga nie so recht verfolgt habe und ich das nicht einschätzen kann.


Die Frage ist doch, ob AE Wert auf Tempo legt oder lieber frühes Pressung und später mehr Ballbesitz bevorzugt.
Mir ist es nicht so wichtig, solange sein Plan funktioniert.


Kann man das eigentlich in der Form trainieren, dass eine Mannschaft keine Tempodefizite mehr hat?
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#380
30.07.2026 - 11:37 Uhr
Zitat von OneTeam

Zitat von 1895-4ever

Zitat von OneTeam

Mal eine ganz andere Frage. Ich habe bei verschiedenen Threads und Kommentaren die Bedenken gelesen, dass wir zu wenig Tempo und Geschwindigkeit im Kader haben. Meine erste Frage wäre: seht ihr das genauso? Und die zweite Feage wäre: ist die 3. Liga wirklich so krass, dass man mit zu wenig Tempo im Kader kein Land sieht?l bzw wie da ein Problem bekommen? Ich muss sagen, dass ich die dritte Liga nie so recht verfolgt habe und ich das nicht einschätzen kann.


Die Frage ist doch, ob AE Wert auf Tempo legt oder lieber frühes Pressung und später mehr Ballbesitz bevorzugt.
Mir ist es nicht so wichtig, solange sein Plan funktioniert.


Kann man das eigentlich in der Form trainieren, dass eine Mannschaft keine Tempodefizite mehr hat?


Also mangelnde Spritzigkeit konnte ich wirklich nicht bei dem Test gegen DO erkennen. Da wurde ganz schön Tempo nach vorn gemacht. Sah auch nicht aus wie eine 3.-Liga Mannschaft, war eher was für weiter oben. Hoffe nur, dass wir von den Verletzungen in der verschont bleiben. Ist auch gut, dass wir doch noch einen weiteren Härte-Test dazwischenschieben konnten, 2 Wochen ohne Test, naja. Klar man hat Angst vor Verletzungen, aber mir gefällt das wirklich sehr gut und ich ziehe sicher einige Kommentare zurück. Freue mich auf diese 11 und ja, wird sicher auch mal Dämpfer geben, aber mit der Zeit wird auch das abgelegt. Bin sehr optimistisch in Bezug auf Qualität und auch Tempo-Spritzigkeit. Im Tor, naja, schauen wir mal, da muss sich auch erstmal eingespielt werden, denke am wichtigsten hier, Fehler-Rückpässe gar nicht erst aufkommen zu lassen, da lauert jeder Gegner drauf. Der Rest kommt da auch schon. Für mich, alles ready für einen erfolgreichen Restart! Gute Schwerst-Arbeit 👍️ im Trainer-Team und auch von Management her war es sicher eine irre Herausforderung nach diesem Totalschaden, toll gemacht 👍️. Fehlt nur noch, dass das Glück 🍀🍀🍀 auch mal wieder bei uns vorbeischaut, braucht es am Ende auch einfach.

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Wir alle singen jetzt ein Lied!
Weil es für uns nix Besseres gibt!
Es ist das Letzte auf der Welt,
Was uns noch am Leben hält!
Zu unserer Fortuna zu gehn’
Und hinter unseren Jungs zu stehn’!
Wir hassen *öln und R*E!
Fortuna Düsseldorf Olé!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von F95Sonnenblume am 30.07.2026 um 11:38 Uhr bearbeitet
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