Kader- und Systemthread 2015/2016 (2.Liga)
23.05.2015 - 18:31 Uhr
07.04.2016 - 15:27 Uhr
Zitat von medarex
Oder sind das auch so Phantomspieler wie Mees oder Kübler?
Diese hat man auch Monate schon nicht mehr gesehen.
Oder sind das auch so Phantomspieler wie Mees oder Kübler?
Diese hat man auch Monate schon nicht mehr gesehen.
So ein Phantom ist Mees gar nicht - hat erst gestern wieder 60 Minuten in der 2.Mannschaft gespielt.
Zitat von medarex
Aber mal im Ernst. MMD werden wir nicht mehr im SC Trikot der Profis sehen. Alles andere würde mich stark wundern.
Aber mal im Ernst. MMD werden wir nicht mehr im SC Trikot der Profis sehen. Alles andere würde mich stark wundern.
Ich wünschte du hast Unrecht, aber so langsam beschleicht mich ein ähnliches Gefühl. Wäre zu schade um diesen jungen, talentierten Spieler, aber momentan sind das wieder zu viele Ungereimtheiten, dass auch ich kein gutes Gefühl habe.
07.04.2016 - 16:02 Uhr
Sonntag wird dahingehend richtig wichtig. Oder halt schon die PK zuvor.
Hat er nicht gespielt, weil er verletzt ist? Oder weil er für den Kader der ersten Mannschaft geschont wurde?
Fragen über Fragen, die nur die nahe Zukunft beantworten kann.
Hat er nicht gespielt, weil er verletzt ist? Oder weil er für den Kader der ersten Mannschaft geschont wurde?
Fragen über Fragen, die nur die nahe Zukunft beantworten kann.
07.04.2016 - 19:09 Uhr
Abrashi ist mit 320 km der Spieler, der in der 2. Liga die meisten Kilometer abgespült hat - und das, obwohl er ein Spiel gesperrt fehlte.
Höfler ist mit 316 km unmittelbar hinter ihm auf Platz 2. Fit sind sie, die beiden Fleißigen.
Quelle: Kicker.de - Der Artikel über Behrens von Nürnberg.
Höfler ist mit 316 km unmittelbar hinter ihm auf Platz 2. Fit sind sie, die beiden Fleißigen.
Quelle: Kicker.de - Der Artikel über Behrens von Nürnberg.
08.04.2016 - 08:37 Uhr
Zitat von scooff
Abrashi ist mit 320 km der Spieler, der in der 2. Liga die meisten Kilometer abgespült hat - und das, obwohl er ein Spiel gesperrt fehlte.
Höfler ist mit 316 km unmittelbar hinter ihm auf Platz 2. Fit sind sie, die beiden Fleißigen.
Quelle: Kicker.de - Der Artikel über Behrens von Nürnberg.
Abrashi ist mit 320 km der Spieler, der in der 2. Liga die meisten Kilometer abgespült hat - und das, obwohl er ein Spiel gesperrt fehlte.
Höfler ist mit 316 km unmittelbar hinter ihm auf Platz 2. Fit sind sie, die beiden Fleißigen.
Quelle: Kicker.de - Der Artikel über Behrens von Nürnberg.
Diese Zahlen sehe ich nicht so positiv. Die beiden müssen Räume schließen und damit überflüssige Kilometer laufen. Die Viererkette müsste diese Räume verkleinern indem sie schneller aufrückt. Außerdem helfen die Beiden oft auf den Flügeln aus und dennoch steht Günter oft im 1gegen1. Helfen die 6er irgendwo aus, destabilisieren sie die Mitte.
Diese Zahlen bestätigen meine Aussagen: Freiburg läuft effektiv und nicht effizient! Nach 70min. ist die Mannschaft dann wieder platt. Mit den Kräften haushalten wäre ein Weg, aber sobald Freiburg zurückfährt, erstarkt der Gegner. Kontrolliertes Spiel gelingt der Elf bisher selten. Momentan sollte es mit dem vorhandenen Personal gelingen ein Spiel über 90min. mit spielerischer und physischer Überlegenheit zu kontrollieren. Die Kombination ist wichtig. Durch Ballstafetten und Verlagerungen müsste man die Gegner fordern. Jeder Sprint kostet Körner. Leider sprintet Freiburg große Räume beim Pressing zu oder muss aufgrund überflüssiger Ballverluste auf Gegenstöße reagieren. Da Freiburg selten den Ball schnell laufen lässt, gelingt es den Gegnern ihre Abwehr zu formieren. Das führt dazu dass das Freilaufen für Freiburg anstrengender wird als das Zulaufen für den Gegner. Das ist fatal. Für diese uneffizeinte Spielweise fehlt scheinbar die Fitness. Freiburg hat einen klar bessseren Kader als drei Viertel der Vereine in der zweiten Liga. Mittlerweile kann Streich Spieler wie Nielsen einwechseln, den die Konkurrenz aus Braunschweig nicht finanzieren kann. Pauli verpflichtete Hedenstad der in Freiburg chancenlos ist. Eine mittlerweile eingespielte und unterstellt austrainierte Elf müsste Gegner aus Karlsruhe oder Fürth klar dominiernen.
Wie soll diese uneffiziente Spielweise in der ersten Liga funktionieren? Der Gegner muss nur abwarten, bis Freiburg müde ist und schlägt in der Schlußphase zu. Eine Taktik die für Freiburg in der zweiten Liga aufgehen sollte. Wer kann schon einen Knipser wie Petersen einwechseln. Gegen Fürth kam diese Überlegenheit nicht zum tragen. Stattdessen trumpfte ein Freis auf, der einst in Freiburg nach typischen 70min platt war. Freiburg hat einen klar überlegenen Spielerkader im Vergleich zu Fürth. Das muss sich auch in der physischen Verfassung ausdrücken. So wie das bei Niederlechner in den ersten Spielen der Rückrunde der Fall war. Mittlerweile ordnet er sich eher ein als über. Die Einsatzbereitschaft von Frantz und Co ist vorbildlich. Das bringt ein paar Prozentpunkte. Das müsste überlegene Spieler noch überlegener machen.
Kleinere Klubs kämpfen in der ersten Liga gegen den Abstieg. Basis für den Erfolg stellen eher die defensive Stabilität als eine überragende Offensive dar. Freiburgs Spielweise erinnerte zuletzt an die wenig erfolgreiche Sorg Ära. Die Art der Gegentore sind fast ein Déjà-vu. Kompaktheit gewinnen, könnte auch bedeuten, dass die Fitness für 90min reicht. Da Höfler fehlt muss gegen Pauli Torrejon spielen. Er sorgt für Ordnung. Ordnung bündelt die Kräfte. Vielleicht gelingt dann wieder in der Schlußphase der Lucky Punch statt Pauli dieses mal Freiburg. Ein Durchhänger wie in der Hinrunde gegen Pauli, Braunschweig und Duisburg wäre im extrem fordernden Aufstiegsrennen fatal. Die Spieltage sind fast identisch mit den Chaosspieltagen der Vorsaison. Zufall?
08.04.2016 - 09:11 Uhr
Richtig erkannt. Viel Rennen für mich auch eine Analogie zur Vorsaison. Aus statistischer Perspektive konnte man aus der letzten Saison ableiten, dass wir ineffizient laufen und zu wenige Zweikämpfe gewinnen. Ersteres scheint sich teilweise fortzuführen. Hat jemand Statistiken zu unseren Zweikampfwerten? Würde mich interessieren wie wir uns in der Hinsicht entwickelt haben.
08.04.2016 - 23:41 Uhr
Das geht aus meiner Sicht in die richtige Richtung, GottfriedStutz, aber überzeugt mich nicht vollends. Die Zahlen belegen nicht, dass falsch gelaufen wird, sondern sind zunächst nur objektiv und sagen, dass einfach sehr, sehr viel gelaufen wird. Ob falsch gelaufen wird, kann nur eine weitere Analyse zeigen, die mir nicht vorliegt.
Streich geht in der PK auch auf das Problem ein und sieht es ähnlich wie Du, er deutet an, dass Fürth weniger gelaufen ist, und zwar deutlich weniger als Freiburg, aber gefühlt mehr gelaufen ist, weil sie irgendwie überall waren und alles präsent war. Das nennt man Raumaufteilung und ist das, was ich im Spieltagsthread zu Fürth am heftigsten kritisiert hatte, nämlich dass die Raumaufteilung miserabel war. Übrigens etwas, was Meffert für den KSC bei dessen Auswärtsspiel in Freiburg besonders gut hinbekommen hatte... Höfler kann die Räume normalerweise ganz gut zumachen zusammen mit Abrashi. Sicherlich sind da auch einige ineffiziente Läufe dabei. Aber zu einem gewissen Grad ist das taktisch sicherlich gewollt, etwa wenn dadurch Grifo und Petersen (nur als Beispiele!) nicht ganz so viel nach hinten arbeiten müssen, um ihre offensiven Stärken kräftemäßig besser in Geltung bringen zu können, die da wären offensive Dribblings (Grifo) und Abschluss in der Box (Petersen). Beteiligten sich beide mehr und effizienter in der Rückwärtsbewegung, woran sicherlich bzw. sichtlich gearbeitet wird, Erfolge stellen sich schon ein, dann müssen Höfler/Abrashi nicht die Mitte und die Seite zumachen. Daran muss eindeutig noch weiter gearbeitet werden, mehr Qualität auf den vier zentralen Defensivpositionen (zwei Mal IV und zwei Mal ZM) würde dabei helfen, entweder selbst gemacht (Weiterentwicklung der Spieler) oder entwicklungsfähige Qualität von außen. Zudem müssen die offensiven Außen natürlich gut und taktisch clever mit nach hinten arbeiten, insgesamt muss die Kompaktheit besser werden.
Lustigerweise ist das eigentlich, was Streich am besten kann: "langweilige" und unkreative Stabilität in ein Team bringen, wie er in der Rückrunde 2011/2012 gezeigt hat... Es ist halt immer auch eine Frage, welche Spieler er zur Verfügung hat bzw. auf den Platz bringt und ob diese Spieler (Petersen statt Guede?) den Plan entsprechend umsetzen können und wollen, ohne ihre (offensiven) Stärken opfern zu müssen.
Aber, und da gebe ich Dir völlig Recht, diesen Prozess muss Streich weiter vorantreiben, daran wird sich vor allem entscheiden, ob man aufsteigen wird, ggf. eine Relegation gewinnen wird, und letztlich, ob man in der 1. Liga gegen individuell stärkere Gegner bestehen wird - siehe ein bisschen in Richtung Ingolstadt und Darmstadt - die Offensivqualität ist im Kader, nun muss man ihr weiter defensives arbeiten beibringen, vor allem den Offensivspielern - defensiv wird es nicht ohne personelle Veränderungen gehen. Das Schöne ist, dass das die Verantwortlichen wissen und dem Vernehmen nach daran arbeiten.
Streich geht in der PK auch auf das Problem ein und sieht es ähnlich wie Du, er deutet an, dass Fürth weniger gelaufen ist, und zwar deutlich weniger als Freiburg, aber gefühlt mehr gelaufen ist, weil sie irgendwie überall waren und alles präsent war. Das nennt man Raumaufteilung und ist das, was ich im Spieltagsthread zu Fürth am heftigsten kritisiert hatte, nämlich dass die Raumaufteilung miserabel war. Übrigens etwas, was Meffert für den KSC bei dessen Auswärtsspiel in Freiburg besonders gut hinbekommen hatte... Höfler kann die Räume normalerweise ganz gut zumachen zusammen mit Abrashi. Sicherlich sind da auch einige ineffiziente Läufe dabei. Aber zu einem gewissen Grad ist das taktisch sicherlich gewollt, etwa wenn dadurch Grifo und Petersen (nur als Beispiele!) nicht ganz so viel nach hinten arbeiten müssen, um ihre offensiven Stärken kräftemäßig besser in Geltung bringen zu können, die da wären offensive Dribblings (Grifo) und Abschluss in der Box (Petersen). Beteiligten sich beide mehr und effizienter in der Rückwärtsbewegung, woran sicherlich bzw. sichtlich gearbeitet wird, Erfolge stellen sich schon ein, dann müssen Höfler/Abrashi nicht die Mitte und die Seite zumachen. Daran muss eindeutig noch weiter gearbeitet werden, mehr Qualität auf den vier zentralen Defensivpositionen (zwei Mal IV und zwei Mal ZM) würde dabei helfen, entweder selbst gemacht (Weiterentwicklung der Spieler) oder entwicklungsfähige Qualität von außen. Zudem müssen die offensiven Außen natürlich gut und taktisch clever mit nach hinten arbeiten, insgesamt muss die Kompaktheit besser werden.
Lustigerweise ist das eigentlich, was Streich am besten kann: "langweilige" und unkreative Stabilität in ein Team bringen, wie er in der Rückrunde 2011/2012 gezeigt hat... Es ist halt immer auch eine Frage, welche Spieler er zur Verfügung hat bzw. auf den Platz bringt und ob diese Spieler (Petersen statt Guede?) den Plan entsprechend umsetzen können und wollen, ohne ihre (offensiven) Stärken opfern zu müssen.
Aber, und da gebe ich Dir völlig Recht, diesen Prozess muss Streich weiter vorantreiben, daran wird sich vor allem entscheiden, ob man aufsteigen wird, ggf. eine Relegation gewinnen wird, und letztlich, ob man in der 1. Liga gegen individuell stärkere Gegner bestehen wird - siehe ein bisschen in Richtung Ingolstadt und Darmstadt - die Offensivqualität ist im Kader, nun muss man ihr weiter defensives arbeiten beibringen, vor allem den Offensivspielern - defensiv wird es nicht ohne personelle Veränderungen gehen. Das Schöne ist, dass das die Verantwortlichen wissen und dem Vernehmen nach daran arbeiten.
09.04.2016 - 18:45 Uhr
Das Jahr 2016 ist fußballerisch ein sehr schlechtes des SCF meines Erachtens. Weil Streich nach der Niederlage gegen Düsseldorf Kick & Rush angeordnet hat. Außer gegen den KSC. Gegen Leipzig blieb aufgrund des Platzes nichts anderes übrig. In den 5 anderen Spielen hat man sich freiwillig für Antifußball enteschieden. Die Verwechslung die hier vorliegt: Man hat nicht wegen des Antifußballs die Serie, sondern trotz. Denn auch trotz dieses Vorsichtkonzeptes hat man immer wieder komplett die Kontrolle verloren und einfach nur Glück gehabt. Das ist nicht nachhaltig. Erinnert mich an Leverkusen unter Hyypiä, die eine Halbserie lang mit Antifußball absurd erfolgreich waren und dann in der Rückserie umso heftiger eingebrochen sind. Oder an Schalke unter Di Matteo, wo der Einbruch schneller kam.
Gegen Fürth hat man die Tore nach einem Zufallsball vom Rücken von Philipp erzielt. Nach einem grenzwertigen Zweikampf von Niederlechner. Nach einem Ballgeschenk des Gegners in dessen Strafraum. Nichts Herausgespieltes. Darauf kann man sich nicht verlassen und dieses "Konzept" ist gegen bessere Gegner zum Scheitern verurteilt. Und man muss nicht mal das Fürth-Spiel heranziehen, um Kontrollverlust zu erkennen.
Man erinnere sich an das Bielefeld-Spiel, das ganz viel vom Fürth-Spiel hatte. Nur gegen einen fußballerisch viel schwächeren Gegner. Aber selbst der hat in der Mitte beider Halbzeiten komplett die Kontrolle gehabt, mit der Folge des 1:1. in der 1. Halbzeit und beim Stand von 1:2 mit einer mehrminütigen Drangphase, als der SCF die Bälle wegbolzte, komplett den Zugriff verlor und ausgespielt wurde. Nur, dass die Bielefelder frei im Strafraum die Bälle gar nicht oder nicht richtig trafen. Und da war Guede auf dem Platz, den der eine oder andere jetzt als Heilsmittel ansieht.
Wenn man nicht schleunigst wieder auf Fußball umstellt, wird Folgendes passieren: Man landet mit nachlassendem Glück und besser auf die hohen Bälle eingestellten Gegnern auf Platz 3 und in der Relegation gibt es einen Klassenunterschied wie damals zwischen Hoffenheim und Kaiserslautern.
Ich muss auch einfach noch mal die negativen Konsequenzen der aktuellen Spielweise aufzeigen. Vorne ist man komplett von individuellen Aktionen und krassen gegnerischen Fehlern abhängig. Die Folge der hohen Bälle ist weniger Ballbesitz, was bedeutet, dass die offensiven Spieler ständig dem Ball nachrennen müssen und so hohen Kraftverbrauch haben, am Ende des Spiels größere Probleme bekommen. Durch den wenigeren Ballbesitz wird die schwache Defensive viel mehr gefordert, weil der Gegner ständig Angriffe fahren kann.
Anstatt den Ball und den Gegner laufen zu lassen, läuft man selbst viel. Mit dem einzigen Vorteil, dass man keine Ballverluste im Aufbauspiel hat, weil es das nicht mehr gibt.
Nun hat man die ganz große Chance mit dem Ausfall von Höfler, einen fußballerisch deutlich besseren Spieler auf der Doppel-6 aufzustellen. (Die Möglichkeit bestünde natürlich generell, aber wir kennen ja Streich.) Also Frantz oder Stenzel. Ich kann nur hoffen, dass das genutzt wird und nicht Stanko einen weitereb Zerstörer geben darf. Endlich wieder Fußball muss das Ziel sein, um von Glück und Zufall wieder weniger abhängig zu sein.
Dass man nach 5 angeordneten Rumpelkicks in Folge gegen den KSC mit anderer Spielanlage keine gute Leistung gebracht hat, sollte nicht verwundern. Zumindest gab es in diesem Spiel keinen kompletten Kontrollverlust.
Es geht ja auch nicht darum, keine hohen Bälle mehr zu spielen. Wird es immer wieder aus der Not heraus geben. Kann in Ausnahmefällen (!) auch mal als Stilmittel vernünftig sein. Aber nicht als generelle Vorgehensweise wie seit vielen Wochen.
Gegen Fürth hat man die Tore nach einem Zufallsball vom Rücken von Philipp erzielt. Nach einem grenzwertigen Zweikampf von Niederlechner. Nach einem Ballgeschenk des Gegners in dessen Strafraum. Nichts Herausgespieltes. Darauf kann man sich nicht verlassen und dieses "Konzept" ist gegen bessere Gegner zum Scheitern verurteilt. Und man muss nicht mal das Fürth-Spiel heranziehen, um Kontrollverlust zu erkennen.
Man erinnere sich an das Bielefeld-Spiel, das ganz viel vom Fürth-Spiel hatte. Nur gegen einen fußballerisch viel schwächeren Gegner. Aber selbst der hat in der Mitte beider Halbzeiten komplett die Kontrolle gehabt, mit der Folge des 1:1. in der 1. Halbzeit und beim Stand von 1:2 mit einer mehrminütigen Drangphase, als der SCF die Bälle wegbolzte, komplett den Zugriff verlor und ausgespielt wurde. Nur, dass die Bielefelder frei im Strafraum die Bälle gar nicht oder nicht richtig trafen. Und da war Guede auf dem Platz, den der eine oder andere jetzt als Heilsmittel ansieht.
Wenn man nicht schleunigst wieder auf Fußball umstellt, wird Folgendes passieren: Man landet mit nachlassendem Glück und besser auf die hohen Bälle eingestellten Gegnern auf Platz 3 und in der Relegation gibt es einen Klassenunterschied wie damals zwischen Hoffenheim und Kaiserslautern.
Ich muss auch einfach noch mal die negativen Konsequenzen der aktuellen Spielweise aufzeigen. Vorne ist man komplett von individuellen Aktionen und krassen gegnerischen Fehlern abhängig. Die Folge der hohen Bälle ist weniger Ballbesitz, was bedeutet, dass die offensiven Spieler ständig dem Ball nachrennen müssen und so hohen Kraftverbrauch haben, am Ende des Spiels größere Probleme bekommen. Durch den wenigeren Ballbesitz wird die schwache Defensive viel mehr gefordert, weil der Gegner ständig Angriffe fahren kann.
Anstatt den Ball und den Gegner laufen zu lassen, läuft man selbst viel. Mit dem einzigen Vorteil, dass man keine Ballverluste im Aufbauspiel hat, weil es das nicht mehr gibt.
Nun hat man die ganz große Chance mit dem Ausfall von Höfler, einen fußballerisch deutlich besseren Spieler auf der Doppel-6 aufzustellen. (Die Möglichkeit bestünde natürlich generell, aber wir kennen ja Streich.) Also Frantz oder Stenzel. Ich kann nur hoffen, dass das genutzt wird und nicht Stanko einen weitereb Zerstörer geben darf. Endlich wieder Fußball muss das Ziel sein, um von Glück und Zufall wieder weniger abhängig zu sein.
Dass man nach 5 angeordneten Rumpelkicks in Folge gegen den KSC mit anderer Spielanlage keine gute Leistung gebracht hat, sollte nicht verwundern. Zumindest gab es in diesem Spiel keinen kompletten Kontrollverlust.
Es geht ja auch nicht darum, keine hohen Bälle mehr zu spielen. Wird es immer wieder aus der Not heraus geben. Kann in Ausnahmefällen (!) auch mal als Stilmittel vernünftig sein. Aber nicht als generelle Vorgehensweise wie seit vielen Wochen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butterkeksfan am 09.04.2016 um 18:50 Uhr bearbeitet
09.04.2016 - 19:29 Uhr
Fußballerisch ist es bislang tatsächlich ken gutes Jahr 2016. Aber man muss dem Trainer Team zu gute halten, dass dir Vorbereitung im Winter insgesamt wirklich nix war, viele Verletzungen, kein Rhythmus etc. Eine gute Vorbereitung ist sau wichtig, vor allem wenn man eine neue Mannschaft aufbaut.
Strich wollte mehr Fußball spielen lassen. Nach Bochum und Düsseldorf hat er gemerkt, dass er mit seiner Idee des Fußballspielens ohne die Vorbereitung die Mannschaft gegenwärtig nicht erreicht und hat das System im Ergebnis total erfolgreich umgestellt: sieben Siege in Folge und ein neuer Vereinrekord sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt.
Ich finde auch nicht, dass man durch die Spielweise mit den langen hohen Bällen zu viel Kontrolle aufgibt. Im Gegenteil. Stimmt die Ordnung im Mittelfeld, und die stimmt meist wegen Abrashi und Höfler, ist man hinten nicht so anfällig, weil der Ball weit weg ist vom eigenen Tor, und vorne ist der Ball schneller im letzten Drittel, in dem unsere vier Offensiven ihre für die 2. Liga überragende Qualität und Effektivität einsetzen können. Die sind vorne halt auch so gut, dass die dann dort immer was reißen. Im letzten Drittel ist das Spiel des SC in der Rückrunde deutlich besser als in der Hinrunde.
Nachhaltig ist diese Spielweise natürlich nicht. Das ist aber gegenwärtig auch nicht tragisch. Im Sommer kommen so oder so Qualitätsspieler für die IV, das ZM und ggf die AV Positionen. Diese potentiellen Stammspieler müssen sich über die hoffentlich lange Vorbereitung (1. Liga) ins Team einfinden. Jetzt gilt es mit allem an Willen und Qualität noch möglichst viele der 18 noch zu vergebenden Punkte zu holen. Alles andere ist Theorie und gehört der Zukunft.
Strich wollte mehr Fußball spielen lassen. Nach Bochum und Düsseldorf hat er gemerkt, dass er mit seiner Idee des Fußballspielens ohne die Vorbereitung die Mannschaft gegenwärtig nicht erreicht und hat das System im Ergebnis total erfolgreich umgestellt: sieben Siege in Folge und ein neuer Vereinrekord sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt.
Ich finde auch nicht, dass man durch die Spielweise mit den langen hohen Bällen zu viel Kontrolle aufgibt. Im Gegenteil. Stimmt die Ordnung im Mittelfeld, und die stimmt meist wegen Abrashi und Höfler, ist man hinten nicht so anfällig, weil der Ball weit weg ist vom eigenen Tor, und vorne ist der Ball schneller im letzten Drittel, in dem unsere vier Offensiven ihre für die 2. Liga überragende Qualität und Effektivität einsetzen können. Die sind vorne halt auch so gut, dass die dann dort immer was reißen. Im letzten Drittel ist das Spiel des SC in der Rückrunde deutlich besser als in der Hinrunde.
Nachhaltig ist diese Spielweise natürlich nicht. Das ist aber gegenwärtig auch nicht tragisch. Im Sommer kommen so oder so Qualitätsspieler für die IV, das ZM und ggf die AV Positionen. Diese potentiellen Stammspieler müssen sich über die hoffentlich lange Vorbereitung (1. Liga) ins Team einfinden. Jetzt gilt es mit allem an Willen und Qualität noch möglichst viele der 18 noch zu vergebenden Punkte zu holen. Alles andere ist Theorie und gehört der Zukunft.
09.04.2016 - 20:26 Uhr
Es geht ja nicht nur um eine Entwicklung in Richtung neuer Saison, sondern auch um eine Entwicklung für die letzten Spiele. Und bei einer Kick & Rush Relegation lachen sich Vestergaard, Abraham, Klavan oder Sulu doch kaputt.
10.04.2016 - 09:14 Uhr
Bei aller Liebe: eine unzureichende Wintervorbereitung ist keine akzeptable Begründung für unzureichendes spielerisches Konzept. Wir reden hier ja nicht über eine Krisensituation, wo ein Trainer kurz vor Weihnachten notverpflichtet wurde, sondern über einen Trainer, der die Mannschaft seit 4 Jahren trainiert. Wo es in der Winterpauseauch keine Abgänge gab, sondern Verstärkungen, darunter 2 Sofort-Verstärkungen. Leider sehe ich trotz des derzeitigen Tabellenplatzes seit Jahr und Tag keine wesentlichen spielerischen Fortschritte. Und kein geheimnisvolles Konzept, wo angeblich neue Spieler erst mal ein Jahr brauchen, um es zu verstehen.
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