Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
17.09.2022 - 17:48 Uhr
28.09.2022 - 23:42 Uhr
Zitat von DortmunderJunge
Wer hat denn wie die Nordstream 1 & 2 beschädigt?
Gefühlt habe ich mittlerweile alle Theorien gelesen, von Russen, Amerikanern, ISIS bis hin zu Al-Kaida.
Taucher, Schiffe, U-Boote, Drohnen, alles dabei.
Wer hat denn wie die Nordstream 1 & 2 beschädigt?
Gefühlt habe ich mittlerweile alle Theorien gelesen, von Russen, Amerikanern, ISIS bis hin zu Al-Kaida.
Taucher, Schiffe, U-Boote, Drohnen, alles dabei.
Die neue Kampftaucher-Abteilung der Taliban Navy natürlich, mit denen haben die Russen jetzt einen Wirtschaftsvertrag ausgehandelt, kein Scherz.
29.09.2022 - 11:23 Uhr
Zitat von Gardemass
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Nach den ersten Berichten waren die Sprensätze ja bereits seit längerer Zeit an den Rohren angebracht, ich denke sonst hätte man das gemerkt, wenn da die letzten Wochen was passiert wäre. Die CIA hat ja im Sommer bereits davor gewarnt und die Ostsee soll angeblich eins der am besten bewachtesteten Meere der Welt sein weil man da viele Unterwasser-Bewegungen im Nachgang festellen kann/wird.
Am Ende des Tages ist es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur der EU, der kurzzeitig für Überwerfungen am Gasmarkt führen kann. Da aber durch die Pipelines eh kein Gas mehr geflossen ist, ist davon auszugehen, dass der psychologische Aspekt schnell weider nachlässt.
Und wie das bei Sprengungen ist, die gehen halt auch nicht immer zu 100% so wie geplant. Vielleicht hat auch der Sprengsatz nicht ausgelöst oder zeitverzögert, wer weiß das schon.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
29.09.2022 - 15:12 Uhr
Zitat von Gardemass
Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
Auch Stade soll ja dank schwimmendem Terminal schon Ende nächstes Jahres an den Start gehen.
Für mich sind die richtigen Schritte gemacht. Jetzt muss man nur noch schauen, dass man das zeitlich auch alles hinkriegt. Man muss diesen Winter ohne die ganz große Eskalation überstehen und danach muss Winter für Winter dafür gesorgt werden, dass die Gasimporte besser und besser laufen, zeitgleich aber auch die Gasverstromung konsequent zurückfahren und durch Erneuerbare ersetzt werden.
Über die LNG Versorgung mache ich mir auch keine Sorgen. Die Welt bekommt gerade mit, wie viel Geld man damit verdient und die Anbieter sind Zahlreicher als beim Erdgas. Da wird man eine gute Versorgung hinbekommen, wie man ja auch an den Vereinbarungen mit Kanada, Australien usw sieht. Dazu wird grüner Wasserstoff irgendwann auch seine Rolle spielen und auf diesen Zug werden sicherlich viele sonnenreiche Länder irgendwann aufspringen.
Und last but not least: Noch kein Krieg ging ewig. Die Lage in der Ukraine ist immer noch sehr dynamisch. Es kann wohl niemand abschätzen, wie es hier am Jahresende und im Frühling aussieht. Aber Russland geht im Moment sehr schnell große Eskalationsschritte. Das muss nun recht schnell zum Erfolg führen oder es muss eine Lösung her. Dass sich die Russen in Ruhe mitanschauen, wie der Großteil der jetzt eingezogenen Männer im Blechsarg wieder nach Hause kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
Und das berechnet ja auch keiner mit ein. Alle Szenarien die Preise usw bis 2024 oder weiter berechnen, gehen immer vom Status Quo im Krieg aus. Aber der wird nicht so bleiben. Und egal in welche Richtung er sich bewegt, es kann und wird immer Einfluss auf diese Themen haben.
Zitat von Savarez03
Nach den ersten Berichten waren die Sprensätze ja bereits seit längerer Zeit an den Rohren angebracht, ich denke sonst hätte man das gemerkt, wenn da die letzten Wochen was passiert wäre. Die CIA hat ja im Sommer bereits davor gewarnt und die Ostsee soll angeblich eins der am besten bewachtesteten Meere der Welt sein weil man da viele Unterwasser-Bewegungen im Nachgang festellen kann/wird.
Am Ende des Tages ist es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur der EU, der kurzzeitig für Überwerfungen am Gasmarkt führen kann. Da aber durch die Pipelines eh kein Gas mehr geflossen ist, ist davon auszugehen, dass der psychologische Aspekt schnell weider nachlässt.
Und wie das bei Sprengungen ist, die gehen halt auch nicht immer zu 100% so wie geplant. Vielleicht hat auch der Sprengsatz nicht ausgelöst oder zeitverzögert, wer weiß das schon.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
Zitat von Gardemass
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Nach den ersten Berichten waren die Sprensätze ja bereits seit längerer Zeit an den Rohren angebracht, ich denke sonst hätte man das gemerkt, wenn da die letzten Wochen was passiert wäre. Die CIA hat ja im Sommer bereits davor gewarnt und die Ostsee soll angeblich eins der am besten bewachtesteten Meere der Welt sein weil man da viele Unterwasser-Bewegungen im Nachgang festellen kann/wird.
Am Ende des Tages ist es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur der EU, der kurzzeitig für Überwerfungen am Gasmarkt führen kann. Da aber durch die Pipelines eh kein Gas mehr geflossen ist, ist davon auszugehen, dass der psychologische Aspekt schnell weider nachlässt.
Und wie das bei Sprengungen ist, die gehen halt auch nicht immer zu 100% so wie geplant. Vielleicht hat auch der Sprengsatz nicht ausgelöst oder zeitverzögert, wer weiß das schon.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
Auch Stade soll ja dank schwimmendem Terminal schon Ende nächstes Jahres an den Start gehen.
Für mich sind die richtigen Schritte gemacht. Jetzt muss man nur noch schauen, dass man das zeitlich auch alles hinkriegt. Man muss diesen Winter ohne die ganz große Eskalation überstehen und danach muss Winter für Winter dafür gesorgt werden, dass die Gasimporte besser und besser laufen, zeitgleich aber auch die Gasverstromung konsequent zurückfahren und durch Erneuerbare ersetzt werden.
Über die LNG Versorgung mache ich mir auch keine Sorgen. Die Welt bekommt gerade mit, wie viel Geld man damit verdient und die Anbieter sind Zahlreicher als beim Erdgas. Da wird man eine gute Versorgung hinbekommen, wie man ja auch an den Vereinbarungen mit Kanada, Australien usw sieht. Dazu wird grüner Wasserstoff irgendwann auch seine Rolle spielen und auf diesen Zug werden sicherlich viele sonnenreiche Länder irgendwann aufspringen.
Und last but not least: Noch kein Krieg ging ewig. Die Lage in der Ukraine ist immer noch sehr dynamisch. Es kann wohl niemand abschätzen, wie es hier am Jahresende und im Frühling aussieht. Aber Russland geht im Moment sehr schnell große Eskalationsschritte. Das muss nun recht schnell zum Erfolg führen oder es muss eine Lösung her. Dass sich die Russen in Ruhe mitanschauen, wie der Großteil der jetzt eingezogenen Männer im Blechsarg wieder nach Hause kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
Und das berechnet ja auch keiner mit ein. Alle Szenarien die Preise usw bis 2024 oder weiter berechnen, gehen immer vom Status Quo im Krieg aus. Aber der wird nicht so bleiben. Und egal in welche Richtung er sich bewegt, es kann und wird immer Einfluss auf diese Themen haben.
Beim Krieg in der Ukraine kommt es mir so vor als würde Russland extrem Schiss vor dem kalten Winter bekommen, den es da in der Region gibt und versucht jetzt durch die Annexion einen Patt herzustellen, den ein Selensky nicht akzeptieren wird.
Dafür holen die Russen alle Drohgebärden heraus, die sie finden und schrecken auch vor dem möglichen Einsatz von Atombomben nicht mehr ab.
Dazu kommt, wie du sagst, die sehr dynamische Situation vor Ort, der Russe läuft ja gerade Gefahr, dass das Land welches er annektiert, in dem Moment gar nicht mehr "sein" Land ist.
Wirtschaftlich gesehen ist Russland ein Zwerg und für internationale Unternehmen kaum von Interesse, daher haben sich da auch alle schnell und vollkommen zurückgezogen.
Jetzt fängt aber das Problem der Russen auch hier an, für ihre eigene Wirtschaft benötigen sie Teile aus dem Westen, die sie aufgrund der Sanktionen aber nicht bekommen. Das ist ja ein weiterer Grund weshalb hier Russland keine Ewigkeiten mehr Krieg führen kann. Daneben noch so Dinge wie Ausrüsteung, Waffen und Munition. Da wurden die anscheinend auch völlig überschätzt.
PS: Zu den Terminals: Klar, das ist keine Raketenwissenschaft. Aber die Unternehmen, die die Terminals bauen haben kaum oder gar keine freien Kapazitäten mehr, das wird eher der Knackpunkt sein.
Und btw, ich dachte auch, dass ein Flughafen keine Raktenwissenschaft ist
29.09.2022 - 17:28 Uhr
Die 561 Marinedivision ist in Kalingrad stationiert. Gehört zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Die haben mehrere Gruppen, die zur gezielten Zerstörung von feindlichen Infrastrukturen ausgebildet wurden.
Dazu ist eine Sprengung einer Pipeline Unterwasser auch keine Atomwissenschaft.
Die Militärischen Geheimdiensteinheiten sind Militärisch top ausgerüstet. Anders als etwa die reguläre Armee.
Militärische Unterwasser Drohnen hat Russland schon seit einiger Zeit.
Gefürchtet etwa der Poseidon, mit dem sich Atomwaffen transportieren lassen und der theoretisch in allen Meeren Tsunamis auslösen könnte.
Gibt aber auch welche, die einzig dem Transport dienen. Werden ferngesteuert. Per magnethalterung könnte man die an den Pipelines befestigen und dann Monate später hochjagen. Militärischer Sprengstoff ist hocheffizient, Wasserabweisend.
Wichtig wäre jetzt rauszufinden, ob auch an anderen pipelines in der Ostsee da was angebracht wurde.
Und ob auch überlandleitungen und pipelines geschützt sind.
Die Gefahr, dass Russland geheimdienst Schläfer eingeschleust hat oder einschleusen will, halte ich für real.
Dazu ist eine Sprengung einer Pipeline Unterwasser auch keine Atomwissenschaft.
Die Militärischen Geheimdiensteinheiten sind Militärisch top ausgerüstet. Anders als etwa die reguläre Armee.
Militärische Unterwasser Drohnen hat Russland schon seit einiger Zeit.
Gefürchtet etwa der Poseidon, mit dem sich Atomwaffen transportieren lassen und der theoretisch in allen Meeren Tsunamis auslösen könnte.
Gibt aber auch welche, die einzig dem Transport dienen. Werden ferngesteuert. Per magnethalterung könnte man die an den Pipelines befestigen und dann Monate später hochjagen. Militärischer Sprengstoff ist hocheffizient, Wasserabweisend.
Wichtig wäre jetzt rauszufinden, ob auch an anderen pipelines in der Ostsee da was angebracht wurde.
Und ob auch überlandleitungen und pipelines geschützt sind.
Die Gefahr, dass Russland geheimdienst Schläfer eingeschleust hat oder einschleusen will, halte ich für real.
29.09.2022 - 18:14 Uhr
So jetzt hat die Regierung eine Strom bzw. auch eine Gaspreisbremse beschlossen. Finde ich natürlich sehr gut und hoffe, dass wir damit gut durch die nächsten 1-2 Jahre kommen. Bis dahin wird sich der Preis durch diverse Kontrakte und neue LNG Terminals hoffentlich wieder halbwegs normalisieren. Der Industrie tut es gut, den Bürger, welche auf Gas angewiesen sind sowieso..
Ich bin ja mal gespannt, was dort beschlossen wird, bzw. wie der Deckel aussehen wird. Mit 10-15 Cent könnte man Leben.
Ich bin ja mal gespannt, was dort beschlossen wird, bzw. wie der Deckel aussehen wird. Mit 10-15 Cent könnte man Leben.
29.09.2022 - 19:35 Uhr
Zitat von Gardemass
Ich glaube Russland hat eher Schiss vor dem was ja schon angefangen, der völligen Übermacht der Ukrainer.
Die Russen schicken gerade "Soldaten" ohne Ausbildung an die Front, mit verrosteten Kalaschnikovs und setzen sie in Panzer, die die nicht mal bedienen können.
Das ist reines Kanonenfutter.
Es wird so oft gesagt, dass die Ukraine ja gar nicht gewinnen könnte, etc. Ich frage mich, ob die Menschen, die das behaupten auch auf die Karten schauen, die den Krieg dokumentieren.
Russland reiht seit Monaten Niederlage an Niederlage. Ihre ganzen Top-Regimenter sind aufgerieben, die Frontlinien größtenteils nur in den Städten zu halten.
Die Niederlage vor Kiew mit anschließendem Rückzug wird genauso Stoff für die Geschichtsbücher sein, wie der Sturm der ganzen Region Charkiw an 2 Tagen, die Russland über Monate unter massiven Verlusten eingenommen hatte.
Momentan wird Lyman eingekesselt, hier droht die nächste verheerende Niederlage, die vor allem auch taktisch riesige Auswirkungen haben wird. Die Ukrainer stehen dann ohne, dass es noch große Pufferzonen gäbe direkt vor Lyssytschansk und Sjewjerodonezk, denen dann auch bald eine Einkesselung drohen könnte.
Vor Cherson stehen die Ukrainer seit langem und schneiden immer wieder die Nachschubrouten ab und beschäftigen so auch viele russische Verbände die man nirgends anders einsetzen kann. Eine Frage der Zeit bis Cherson fällt, wobei man das Gefühl hat, dass die Ukrainer hier aus taktischen Gründen gar keinen Zeitdruck verspüren.
Ich frage mich halt wie man so ernsthaft diese Regionen annektieren will, wenn man sie nichtmal komplett beherrscht, teilweise ja nichtmal annähernd.
Im Prinzip will man hier nur die Angst säen, dass Russland aufgrund seiner eigenen Logik dann zu Atomwaffen greift, wenn die neuen russischen Gebiete angegriffen werden. Aber wenn sie wirklich glauben, dass das die Ukrainer aufhält haben sie sich mMn geschnitten.
In den letzten Tagen wurde vermehrt berichtet, dass die Ukraine neuerdings massiv Flieger und Hubschrauber vom Himmel holt, aufgrund der neuen Ausstattung mit Gepard Panzern und anderer modernerer Flugabwehr. Damit fällt ein der letzten russischen Überlegenheiten. Am Boden verlieren sie - haushoch.
Daher - um auf den Ursprung zurück zu kommen - halte ich diesen Krieg auch nicht gezwungenermaßen für eine endlose bzw. jahrelange Story. Sollten die russischen Verluste weiter derart zahlreich sein und die Ukrainer weiter so gut vorankommen (und deren Ausrüstung steigt ja eher. IRIS-T z.B. kommt erst noch an. MARS3 und HIMARS bekommen sie immer mehr Nachschub), dann wird Russland irgendwann auch wieder aus diesem Krieg rauswollen und mindestens ein Waffenstillstand zustandekommen.
Und auch wenn Selensky da momentan anders redet, am Ende wäre - glaube ich - ein Verlust der Krim durchaus Verhandlungsmasse. Die Ukrainer wird die Annektion nie anerkennen, aber man kann zurück zum Status vor Februar. Ein Waffenstillstand unter russischer - nicht anerkannter Besatzung.
Klar, noch sind wir nicht so weit, aber ich halte das für nicht ganz so weit weg, wie die meisten glauben. Sollte Putin stur an seiner Linie festhalten und Russland hier jahrelang im Krieg halten wollen, glaube ich auch, dass da auch intern was passieren kann. Es wurden schon ganz andere Herrscher abgesetzt.
Zitat von Savarez03
Beim Krieg in der Ukraine kommt es mir so vor als würde Russland extrem Schiss vor dem kalten Winter bekommen, den es da in der Region gibt und versucht jetzt durch die Annexion einen Patt herzustellen, den ein Selensky nicht akzeptieren wird.
Dafür holen die Russen alle Drohgebärden heraus, die sie finden und schrecken auch vor dem möglichen Einsatz von Atombomben nicht mehr ab.
Dazu kommt, wie du sagst, die sehr dynamische Situation vor Ort, der Russe läuft ja gerade Gefahr, dass das Land welches er annektiert, in dem Moment gar nicht mehr "sein" Land ist.
Wirtschaftlich gesehen ist Russland ein Zwerg und für internationale Unternehmen kaum von Interesse, daher haben sich da auch alle schnell und vollkommen zurückgezogen.
Jetzt fängt aber das Problem der Russen auch hier an, für ihre eigene Wirtschaft benötigen sie Teile aus dem Westen, die sie aufgrund der Sanktionen aber nicht bekommen. Das ist ja ein weiterer Grund weshalb hier Russland keine Ewigkeiten mehr Krieg führen kann. Daneben noch so Dinge wie Ausrüsteung, Waffen und Munition. Da wurden die anscheinend auch völlig überschätzt.
PS: Zu den Terminals: Klar, das ist keine Raketenwissenschaft. Aber die Unternehmen, die die Terminals bauen haben kaum oder gar keine freien Kapazitäten mehr, das wird eher der Knackpunkt sein.
Und btw, ich dachte auch, dass ein Flughafen keine Raktenwissenschaft ist
Zitat von Gardemass
Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
Auch Stade soll ja dank schwimmendem Terminal schon Ende nächstes Jahres an den Start gehen.
Für mich sind die richtigen Schritte gemacht. Jetzt muss man nur noch schauen, dass man das zeitlich auch alles hinkriegt. Man muss diesen Winter ohne die ganz große Eskalation überstehen und danach muss Winter für Winter dafür gesorgt werden, dass die Gasimporte besser und besser laufen, zeitgleich aber auch die Gasverstromung konsequent zurückfahren und durch Erneuerbare ersetzt werden.
Über die LNG Versorgung mache ich mir auch keine Sorgen. Die Welt bekommt gerade mit, wie viel Geld man damit verdient und die Anbieter sind Zahlreicher als beim Erdgas. Da wird man eine gute Versorgung hinbekommen, wie man ja auch an den Vereinbarungen mit Kanada, Australien usw sieht. Dazu wird grüner Wasserstoff irgendwann auch seine Rolle spielen und auf diesen Zug werden sicherlich viele sonnenreiche Länder irgendwann aufspringen.
Und last but not least: Noch kein Krieg ging ewig. Die Lage in der Ukraine ist immer noch sehr dynamisch. Es kann wohl niemand abschätzen, wie es hier am Jahresende und im Frühling aussieht. Aber Russland geht im Moment sehr schnell große Eskalationsschritte. Das muss nun recht schnell zum Erfolg führen oder es muss eine Lösung her. Dass sich die Russen in Ruhe mitanschauen, wie der Großteil der jetzt eingezogenen Männer im Blechsarg wieder nach Hause kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
Und das berechnet ja auch keiner mit ein. Alle Szenarien die Preise usw bis 2024 oder weiter berechnen, gehen immer vom Status Quo im Krieg aus. Aber der wird nicht so bleiben. Und egal in welche Richtung er sich bewegt, es kann und wird immer Einfluss auf diese Themen haben.
Zitat von Savarez03
Nach den ersten Berichten waren die Sprensätze ja bereits seit längerer Zeit an den Rohren angebracht, ich denke sonst hätte man das gemerkt, wenn da die letzten Wochen was passiert wäre. Die CIA hat ja im Sommer bereits davor gewarnt und die Ostsee soll angeblich eins der am besten bewachtesteten Meere der Welt sein weil man da viele Unterwasser-Bewegungen im Nachgang festellen kann/wird.
Am Ende des Tages ist es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur der EU, der kurzzeitig für Überwerfungen am Gasmarkt führen kann. Da aber durch die Pipelines eh kein Gas mehr geflossen ist, ist davon auszugehen, dass der psychologische Aspekt schnell weider nachlässt.
Und wie das bei Sprengungen ist, die gehen halt auch nicht immer zu 100% so wie geplant. Vielleicht hat auch der Sprengsatz nicht ausgelöst oder zeitverzögert, wer weiß das schon.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
Zitat von Gardemass
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Auf Twitter ging ja die Meldung rum, dass Gazprom die Lieferungen über die Ukraine-Pipeline einstellen will.
Das wurde vielfach zusammen mit den Sabotageakten als Erpressung gewertet. Man sprengt alle Rohre bis auf einen Strang von NordStream 2, stellt dann die Landlieferung ein und sagt "NordStream 2 auf oder gar kein Gas mehr"
Heute wurde dann ganz zufällig ein weiteres Leck am zweiten NordStream Rohr entdeckt.
War das jetzt schon tagelang da und keiner hats entdeckt, obwohl sämtliche Marine und Luftaufklärung unterwegs ist?
Oder wird hier militärisches Schach gespielt und man hat auf Putins Schachandrohung reagiert und jetzt selbst die zweite NS2 Pipeline sabotiert? Oder hab ich zu viele Verschwörungsfilme gesehen?
Nach den ersten Berichten waren die Sprensätze ja bereits seit längerer Zeit an den Rohren angebracht, ich denke sonst hätte man das gemerkt, wenn da die letzten Wochen was passiert wäre. Die CIA hat ja im Sommer bereits davor gewarnt und die Ostsee soll angeblich eins der am besten bewachtesteten Meere der Welt sein weil man da viele Unterwasser-Bewegungen im Nachgang festellen kann/wird.
Am Ende des Tages ist es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur der EU, der kurzzeitig für Überwerfungen am Gasmarkt führen kann. Da aber durch die Pipelines eh kein Gas mehr geflossen ist, ist davon auszugehen, dass der psychologische Aspekt schnell weider nachlässt.
Und wie das bei Sprengungen ist, die gehen halt auch nicht immer zu 100% so wie geplant. Vielleicht hat auch der Sprengsatz nicht ausgelöst oder zeitverzögert, wer weiß das schon.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
Auch Stade soll ja dank schwimmendem Terminal schon Ende nächstes Jahres an den Start gehen.
Für mich sind die richtigen Schritte gemacht. Jetzt muss man nur noch schauen, dass man das zeitlich auch alles hinkriegt. Man muss diesen Winter ohne die ganz große Eskalation überstehen und danach muss Winter für Winter dafür gesorgt werden, dass die Gasimporte besser und besser laufen, zeitgleich aber auch die Gasverstromung konsequent zurückfahren und durch Erneuerbare ersetzt werden.
Über die LNG Versorgung mache ich mir auch keine Sorgen. Die Welt bekommt gerade mit, wie viel Geld man damit verdient und die Anbieter sind Zahlreicher als beim Erdgas. Da wird man eine gute Versorgung hinbekommen, wie man ja auch an den Vereinbarungen mit Kanada, Australien usw sieht. Dazu wird grüner Wasserstoff irgendwann auch seine Rolle spielen und auf diesen Zug werden sicherlich viele sonnenreiche Länder irgendwann aufspringen.
Und last but not least: Noch kein Krieg ging ewig. Die Lage in der Ukraine ist immer noch sehr dynamisch. Es kann wohl niemand abschätzen, wie es hier am Jahresende und im Frühling aussieht. Aber Russland geht im Moment sehr schnell große Eskalationsschritte. Das muss nun recht schnell zum Erfolg führen oder es muss eine Lösung her. Dass sich die Russen in Ruhe mitanschauen, wie der Großteil der jetzt eingezogenen Männer im Blechsarg wieder nach Hause kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
Und das berechnet ja auch keiner mit ein. Alle Szenarien die Preise usw bis 2024 oder weiter berechnen, gehen immer vom Status Quo im Krieg aus. Aber der wird nicht so bleiben. Und egal in welche Richtung er sich bewegt, es kann und wird immer Einfluss auf diese Themen haben.
Beim Krieg in der Ukraine kommt es mir so vor als würde Russland extrem Schiss vor dem kalten Winter bekommen, den es da in der Region gibt und versucht jetzt durch die Annexion einen Patt herzustellen, den ein Selensky nicht akzeptieren wird.
Dafür holen die Russen alle Drohgebärden heraus, die sie finden und schrecken auch vor dem möglichen Einsatz von Atombomben nicht mehr ab.
Dazu kommt, wie du sagst, die sehr dynamische Situation vor Ort, der Russe läuft ja gerade Gefahr, dass das Land welches er annektiert, in dem Moment gar nicht mehr "sein" Land ist.
Wirtschaftlich gesehen ist Russland ein Zwerg und für internationale Unternehmen kaum von Interesse, daher haben sich da auch alle schnell und vollkommen zurückgezogen.
Jetzt fängt aber das Problem der Russen auch hier an, für ihre eigene Wirtschaft benötigen sie Teile aus dem Westen, die sie aufgrund der Sanktionen aber nicht bekommen. Das ist ja ein weiterer Grund weshalb hier Russland keine Ewigkeiten mehr Krieg führen kann. Daneben noch so Dinge wie Ausrüsteung, Waffen und Munition. Da wurden die anscheinend auch völlig überschätzt.
PS: Zu den Terminals: Klar, das ist keine Raketenwissenschaft. Aber die Unternehmen, die die Terminals bauen haben kaum oder gar keine freien Kapazitäten mehr, das wird eher der Knackpunkt sein.
Und btw, ich dachte auch, dass ein Flughafen keine Raktenwissenschaft ist

Ich glaube Russland hat eher Schiss vor dem was ja schon angefangen, der völligen Übermacht der Ukrainer.
Die Russen schicken gerade "Soldaten" ohne Ausbildung an die Front, mit verrosteten Kalaschnikovs und setzen sie in Panzer, die die nicht mal bedienen können.
Das ist reines Kanonenfutter.
Es wird so oft gesagt, dass die Ukraine ja gar nicht gewinnen könnte, etc. Ich frage mich, ob die Menschen, die das behaupten auch auf die Karten schauen, die den Krieg dokumentieren.
Russland reiht seit Monaten Niederlage an Niederlage. Ihre ganzen Top-Regimenter sind aufgerieben, die Frontlinien größtenteils nur in den Städten zu halten.
Die Niederlage vor Kiew mit anschließendem Rückzug wird genauso Stoff für die Geschichtsbücher sein, wie der Sturm der ganzen Region Charkiw an 2 Tagen, die Russland über Monate unter massiven Verlusten eingenommen hatte.
Momentan wird Lyman eingekesselt, hier droht die nächste verheerende Niederlage, die vor allem auch taktisch riesige Auswirkungen haben wird. Die Ukrainer stehen dann ohne, dass es noch große Pufferzonen gäbe direkt vor Lyssytschansk und Sjewjerodonezk, denen dann auch bald eine Einkesselung drohen könnte.
Vor Cherson stehen die Ukrainer seit langem und schneiden immer wieder die Nachschubrouten ab und beschäftigen so auch viele russische Verbände die man nirgends anders einsetzen kann. Eine Frage der Zeit bis Cherson fällt, wobei man das Gefühl hat, dass die Ukrainer hier aus taktischen Gründen gar keinen Zeitdruck verspüren.
Ich frage mich halt wie man so ernsthaft diese Regionen annektieren will, wenn man sie nichtmal komplett beherrscht, teilweise ja nichtmal annähernd.
Im Prinzip will man hier nur die Angst säen, dass Russland aufgrund seiner eigenen Logik dann zu Atomwaffen greift, wenn die neuen russischen Gebiete angegriffen werden. Aber wenn sie wirklich glauben, dass das die Ukrainer aufhält haben sie sich mMn geschnitten.
In den letzten Tagen wurde vermehrt berichtet, dass die Ukraine neuerdings massiv Flieger und Hubschrauber vom Himmel holt, aufgrund der neuen Ausstattung mit Gepard Panzern und anderer modernerer Flugabwehr. Damit fällt ein der letzten russischen Überlegenheiten. Am Boden verlieren sie - haushoch.
Daher - um auf den Ursprung zurück zu kommen - halte ich diesen Krieg auch nicht gezwungenermaßen für eine endlose bzw. jahrelange Story. Sollten die russischen Verluste weiter derart zahlreich sein und die Ukrainer weiter so gut vorankommen (und deren Ausrüstung steigt ja eher. IRIS-T z.B. kommt erst noch an. MARS3 und HIMARS bekommen sie immer mehr Nachschub), dann wird Russland irgendwann auch wieder aus diesem Krieg rauswollen und mindestens ein Waffenstillstand zustandekommen.
Und auch wenn Selensky da momentan anders redet, am Ende wäre - glaube ich - ein Verlust der Krim durchaus Verhandlungsmasse. Die Ukrainer wird die Annektion nie anerkennen, aber man kann zurück zum Status vor Februar. Ein Waffenstillstand unter russischer - nicht anerkannter Besatzung.
Klar, noch sind wir nicht so weit, aber ich halte das für nicht ganz so weit weg, wie die meisten glauben. Sollte Putin stur an seiner Linie festhalten und Russland hier jahrelang im Krieg halten wollen, glaube ich auch, dass da auch intern was passieren kann. Es wurden schon ganz andere Herrscher abgesetzt.
Ist halt schwer zu beurteilen. Die Ukrainer haben moderne Waffen und werden auch weiterhin ständig damit ausgestattet werden. Nur wird die Armee dadurch nicht größer, hier sollte ganz klar Russland den längeren Atem haben. Der Plan wird es wohl sein die Ukrainische Armee mürbe zu machen durch ständige Angriffe und Rückzüge zu beschäftigen, so dass die sich sich zu keinem Zeitpunkt sicher fühlen können.
Über Jahre wird die Ukraine das nicht aushalten können, da eben die gleichen Soldaten permanent im Krieg sind und 24/7 mit russischen Angriffen rechnen müssen. Da ist es dann egal wie der Krieg auf der Landkarte verläuft.
Die Frage ist nur ob Russland das tatsächlich so lange durchziehen kann, ich vermute auch das Putin in absehbarer Zeit massive interne Probleme bekommen wird. Erst aus der Bevölkerung heraus und dann bis in sein Arbeitszimmer hinein. Vermutlich wird man eine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft erst erleben wenn der Mann im Kreml Geschichte ist.
Aber wann hätte denn die Ukraine den Krieg offiziell "gewonnen" ? Eigentlich doch nur wenn die Russen komplett abziehen und offiziell das Ende der "Spezialoperation" verkünden. Durch Gebietsgewinne kann die Ukraine nicht gewinnen, nicht solange die Russen an ihrem Vorhaben festhalten und einfach immer wieder angreifen und weiter Krieg führen. Gewinnen kann man nur indem man den Gegner besiegt, und das wird wohl tatsächlich nur der Fall sein wenn Russland das offiziell beendet oder die Ukrainer in Moskau einmarschieren
Nein das wird am Ende nur über Verhandlungen und Kompromisse gehen. Oder eben radikal durch einen Putsch in Russland samt Neuausrichtung... wer weiß das heute schon. Putin wird auf jedem Fall noch für reichlich Chaos auf der Welt sorgen.
29.09.2022 - 20:10 Uhr
Zitat von Gardemass
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Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
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Wobei die Terminals eben auch keine Raketenwissenschaft sind. Am Ende geht es hier ja nur um den Zeitfaktor und da muss ich sagen, dass wenn diese Regierung es wirklich hinkriegt und Ende dieses Jahres schon die ersten schwimmenden Terminals ihren Betrieb aufnehmen, das schon ein sehr sehr starkes Signal ist, dass auch die deutsche Demokratie zu kurzfristigen und konsequenten Handlungen fähig ist. Für mich ein Projekt, das in der jüngeren Geschichte Deutschland beispiellos ist.
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Ich bin gestern an Wilhelmshaven vorbei gefahren und habe da die Pipeline-Baustelle gesehen. Da steht nicht nur ein Baustellen-WC und Baucontainer wie auf man einer Autobahnbaustelle. Da wurde schon ordentlich gerödelt und einige Bagger und Arbeiter im Einsatz.
Vor ein paar Wochen war auch mal ein Bericht zu lesen. Da sagte einer (ich glaube der Dipl.-Ings.), dass der Bau samt Anbindung an den Speicher in Etzel in sechs, sieben Monaten erledigt ist, was sonst mit Genehmigungsverfahren, Planungen usw. mindestens 8 Jahre gedauert hätte.
29.09.2022 - 23:18 Uhr
Zitat von Joschi09
So jetzt hat die Regierung eine Strom bzw. auch eine Gaspreisbremse beschlossen. Finde ich natürlich sehr gut und hoffe, dass wir damit gut durch die nächsten 1-2 Jahre kommen. Bis dahin wird sich der Preis durch diverse Kontrakte und neue LNG Terminals hoffentlich wieder halbwegs normalisieren. Der Industrie tut es gut, den Bürger, welche auf Gas angewiesen sind sowieso..
Ich bin ja mal gespannt, was dort beschlossen wird, bzw. wie der Deckel aussehen wird. Mit 10-15 Cent könnte man Leben.
So jetzt hat die Regierung eine Strom bzw. auch eine Gaspreisbremse beschlossen. Finde ich natürlich sehr gut und hoffe, dass wir damit gut durch die nächsten 1-2 Jahre kommen. Bis dahin wird sich der Preis durch diverse Kontrakte und neue LNG Terminals hoffentlich wieder halbwegs normalisieren. Der Industrie tut es gut, den Bürger, welche auf Gas angewiesen sind sowieso..
Ich bin ja mal gespannt, was dort beschlossen wird, bzw. wie der Deckel aussehen wird. Mit 10-15 Cent könnte man Leben.
Am Ende des Tages muss es ein Preis sein, der weht tut, gleichzeitig aber bezahlbar ist. Wenn man s jetzt zu günstig macht, dann wird auch wieder deutlich mehr verbraucht und wir haben vielleicht nicht genug für den Winter.
Machst du den Preis zu teuer kann sich keiner die Heizung leisten. Von daher irgendwo in der Mitte. Ich hab zwar keine Ahnung wie die das bei den Wohnungen prüfen wollen, gerade wenn man umzieht. Aber auch da wird man eine Lösung finden.
30.09.2022 - 08:58 Uhr
Zitat von Savarez03
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
BTW: Katar baut ja auch schon fließig neue LNG-Terminals, um Gas zu verschiffen, wir bauen die Terminals damit das Gas angenommen werden kann. Ich denke aber, dass am Ende des Tages (hoffentlich ab 2024) der Großteil des LNG-Gases aus den USA importiert wird. Da wird dann der Energiepreisunterschied zu den USA auch wieder steil sinken. Die Amerikaner haben da ja eher eine sehr freie Wirtschaft und die werden ihr eigenes Gas nicht zum dreifachen Preis nach Deutschland verkaufen können, sonst will da ja jeder Exporteur nur noch ins Ausland verkaufen.
Ich denke im Idealszenarion gibt es am Tagesende einen weltweiten Gaspreis analog zu den Ölpreisen, die es da ja heute schon gibt.
Wir in Deutschland müssen halt den ganzen Transport zahlen, womit es etwas teuerer wird, ich gehe aber davon aus, dass die heimische Wirtschaft damit sehr zufrieden sein wird.
Einziger Knackpunkt sind die Terminals, da gibt es nur wenige Anbieter mit freien Kapazitäten und wie wir alle wissen dauern solche Projekte am Ende meist länger als man am Anfang geplant hat, im Katar übrigens ebenfalls.
Der Knackpunkt sind nicht die Terminals, sondern die Transportmöglichkeiten. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Schiffen, die LNG transportieren können, die sind teils schon langfristig verpachtet. Es gibt auch nur wenige Werften in Asien, die die Schiffe herstellen.
Obwohl es auf den ersten Blick attraktiv zu sein scheint, neue Schiffe anzuschaffen, schüttet Flex LNG aktuell überschüssige Liquidität als Sonderdividende aus, anstatt ein neues Schiff zu finanzieren, eben weil man kaum an neue rankommt, es sehr lange dauert, bis die fertig sind und die Knappheit den Preis treibt.
Für mich übrigens ein interessanter Wert, ich bin direkt nach Kriegsbeginn zu 18 Euro rein, einer der wenigen Werte, die dunkelgrün bei mir sind.
30.09.2022 - 12:18 Uhr
Zitat von Gardemass
Die Einkesselung von Lyman ist laut der Kriegsberichterstattung heute abgeschlossen.
Damit dürfte die nächste krachende russische Niederlage eine Frage von Tagen sein.
Die Ukrainer soll auch inzwischen so nahe ran gerückt sein, dass Artilleriebeschuss möglich ist.
Zeigt auch mal wieder wie kaputt die russische Führung ist. Da wurde wohl schon wieder nicht eine Sekunde über taktischen Rückzug nachgedacht. Stattdessen hat man der Einkesselung zugesehen und lässt die komplette Division in Lyman jetzt zerschießen. Anschließend nennt man sie vermutlich Märtyrer. Dabei waren sie nur Kanonenfutter.
Next stop dürfte dann Kreminna sein, um die nördlichen Nachschubrouten nach Lyssytschansk zu kappen.
Die Einkesselung von Lyman ist laut der Kriegsberichterstattung heute abgeschlossen.
Damit dürfte die nächste krachende russische Niederlage eine Frage von Tagen sein.
Die Ukrainer soll auch inzwischen so nahe ran gerückt sein, dass Artilleriebeschuss möglich ist.
Zeigt auch mal wieder wie kaputt die russische Führung ist. Da wurde wohl schon wieder nicht eine Sekunde über taktischen Rückzug nachgedacht. Stattdessen hat man der Einkesselung zugesehen und lässt die komplette Division in Lyman jetzt zerschießen. Anschließend nennt man sie vermutlich Märtyrer. Dabei waren sie nur Kanonenfutter.
Next stop dürfte dann Kreminna sein, um die nördlichen Nachschubrouten nach Lyssytschansk zu kappen.
Ich bin jetzt erstmal gespannt, was nach der Annexion geschieht. Ukraine wird da gewiss weiterkämpfen und Putin wird dies dann womöglich daheim so verkaufen können, dass die Ukraine/der Westen russisches Staatsgebiet angreift. Womöglich dann ein Vorwand, um dann vielleicht doch Nuklearwaffen einzusetzen ...
Dazu Nord Stream 1 und Nord Stream 2 - einfach irre. Wie in einem schlechten Thriller. Was für eine kranke Welt.
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