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From Zero to Biero - s'Löwenstüberl

19.05.2016 - 16:18 Uhr
Zitat von corvee
Tja, ein Verein kann sich seine Fans leider nicht aussuchen - zum Glück genießt diese Band keine große Bühne bei uns Löwen. Sowas gehört in kein Stadion, in kein Jugendzimmer - in kein Ohr dieser Erde.
Ostritz lässt grüßen.

Wer entscheidet das?

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Münchner Löwen - Selber Wölfe - Toffees

Löwenpate seit 11.03.2015
Datenpfleger für die 2. Bundesliga und 3. Liga seit Juli 2018


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Zitat von sternbald
Wusstet ihr, dass Frei.Wild ein Lied über Sechzig gemacht hat?

Ich! grins

Is aber auch, glaub ich, das einzige Lied, dass ich von denen kenn, is nicht so meine Baustelle.

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Weiß und blau sind die Farben, nicht blau weiß, zefix. ugly

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Zitat von fredclever77

Wer entscheidet das?


Lieber Fred,
das entscheidet niemand, nennt sich ja Meinungsfreiheit, dieses wunderbare Kozept der pluralistischen Demokratie.
Dennoch hat meiner Meinung nach, wir befinden uns ja hier in einem Forum, in dem es um Meinungsaustausch geht, diese Band keine Plattform zu genießen.
Meinungsfreiheit heißt nämlich lediglich, dass jeder seine Meinung, ob in Schrift, Kunst oder Musik äußern darf - nicht aber, dass ihr proaktiv eine Bühne geschaffen werden muss.
Und genau diese Gefahr gibt es nunmal, wenn diese Band ein Lied über unseren TSV geschrieben hat - wäre wohl nicht das Abwegigste ein Lied einer leider bekannten Band über den Verein auch im Stadion zu spielen.

Ich will dir auch etwas detaillierter darstellen, warum ich diese Meinung zu halten pflege.

Der Frontsänger Philipp Burger war ehemals Frontsänger der Band Kaiserjäger, welche ganz klar zum Rechtsrock-Spektrum zugehörig ist, und deren Konzerte von einschlägigen Neonazis in der Entourage begleitet wurden. "Sieg-Heil"-Rufe und Führergrüße wurden dabei weder vom Sicherheitsdienst, noch der Polizei unterbunden - ähnlich wie in den Rechtsrockkonzerten in Ostdeutschland auch.

Eine Textzeile aus dem Lied "Scheiß Gesellschaft":
"die wandern bald bei uns ein, dann werden wir hier die Ausländer sein, dann denkt ihr zurück wovor wir euch heute warnen Ich hasse diese ganze Gesellschaft, diese Neger und Yugos, werden sesshaft, doch den größten Teil der Schuld trägt numal ihr, weshalb hab’n wir auch dieses Gesindel hier!“

Mal abgesehen vom absolut unmusikalischem Metrum und der Simplizität der Textstruktur, ist das einfach nur menschenverachtender, stumpfer Nazi-Jargon.

Nach der Auflösung dieses Projektes, welche durch eine riesige Schlägerei zwischen Deutsch- und Italienisch sprechenden Neonazis ausgelöst wurde, war Burger nun also bei Frei.Wild zugange.

Dort sieht man sich dem sogenannten Identitätsrock zugeordnet, eine in der Neonazi-Szene einschlägig beliebte Musikrichtung - das Zeug auf den Schulhof-CDs zum Beispiel.
Nicht nur das Lied "Südtirol" weist hierbei stark völkische Züge auf, sondern gar das ganze Album "Feinde deiner Feinde". Wenn du meinem Wort hierbei keinen Glauben schenken magst, dann lies dir doch bitte durch, was Thomas Kuban, einer der wichtigsten Journalisten gegen Rechts, und ein Kollege, welcher sich seit Jahren durch enormes Engagement unter Eigengefahr und journalistische Nobilität auszeichnet, dazu sagt.

Burger ist zudem bis 2008 Mitglied in der Partei, "Die Freiheitlichen" gewesen - dem südtiroler Pendant zur FPÖ. Diese als rechtsoffen zu bezeichnen ist wahrscheinlich noch sehr milde ausgedrückt.

Im Umfeld der Band sieht man bis Heute einschlägige Neonazis und generell sehr viel rechten bis ultrarechten Merch, der Bands Kategorie C, Exitus Letalis oder Sleipnir oder auch von Neonazi-Organisationen, wie "Todesstrafe für Kinderschänder".

Zwar gibt es ein öffentliches Bekenntnis, sich als unpolitisch zuzuordnen und lediglich Heimatliebe zu praktizieren, aber jeder, der sich auch nur 10 Minuten mit der Szene, der Band und deren Geschichte auseinandersetzt, kann klar attestieren, dass rechte Strömungen in ihrem Umfeld nicht nur geduldet sondern auch unterstützt werden.
So gab es vor ein paar Jahren eine Geldspende an die NPD, von welcher man stark annimmt, dass sie durch ein Parteimitglied der Band getätigt wurde - zu 100% bewiesen ist dies zwar nicht, gilt aber in der Szene als offenes Geheimnis. In diesem Zuge würde es mich auch nicht wundern, wenn eine der ominösen Parteispenden an die AfD aus dem Südtirol kam, aber hier kann ich zum jetztigen Zeitpunkt nur spekulieren.

Du siehst also, lieber Fred, dass die Band Frei.Wild einen mehr als wackeliges Toleranz- und Demokratieverständnis hat und zumindest den Mammon der Nazis gerne annimmt.

Ich bin klar der Auffassung, dass jeder, der rechtes Gedankengut duldet ein gewisses Maß an Mittäterschaft an rechten Straftaten hat - siehe die tragischen Ereignisse um Walter Lübcke hier in Kassel, welcher wohl vom stadtbekannten Neonazi Stephan Ernst feige ermordet wurde.

Ich finde so etwas hat nichts in unserem Verein zu suchen, und ja in keinem Jugendzimmer, in keinem Ohr der Erde - denn rechten Worten folgen eben auch rechte Taten.
Rechts tötet.


P.S
Ich schätze mal, dass dein etwas trotziger Einzeiler nicht alles ist, was du zu diesem Thema zu sagen hast und ich würde mich ausdrücklich freuen, wenn du hier mit mir und den anderen Forumsteilnehmenden in eine offene Diskussion treten würdest, welche über mehr als das hinausgeht - auch wenn ich weiß, dass dir meine politischen Posts ein Dorn im Auge sind.

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casselfornia x giasing

Dieser Beitrag wurde zuletzt von corvee am 24.06.2019 um 21:47 Uhr bearbeitet
ich hab mich entschlossen, dir ne pn zu schreiben @corvee

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Dann schreibst du Wacken quasi die Deutungshoheit über den politischen Gehalt solcher unter- und teils überschwellig braunen Kapellen zu? Wow.

Die werden die halt eingeladen haben, weil's Kohle und (noch mehr) Publicity bringt.

Gebe aber auch zu, dass ich, was diese Art von Musik angeht, überhaupt nicht vom Fach bin. Gott sei Dank.
Zitat von corvee
Zitat von fredclever77

Wer entscheidet das?


Lieber Fred,
das entscheidet niemand, nennt sich ja Meinungsfreiheit, dieses wunderbare Kozept der pluralistischen Demokratie.
Dennoch hat meiner Meinung nach, wir befinden uns ja hier in einem Forum, in dem es um Meinungsaustausch geht, diese Band keine Plattform zu genießen.
Meinungsfreiheit heißt nämlich lediglich, dass jeder seine Meinung, ob in Schrift, Kunst oder Musik äußern darf - nicht aber, dass ihr proaktiv eine Bühne geschaffen werden muss.
Und genau diese Gefahr gibt es nunmal, wenn diese Band ein Lied über unseren TSV geschrieben hat - wäre wohl nicht das Abwegigste ein Lied einer leider bekannten Band über den Verein auch im Stadion zu spielen.

Ich will dir auch etwas detaillierter darstellen, warum ich diese Meinung zu halten pflege.

Der Frontsänger Philipp Burger war ehemals Frontsänger der Band Kaiserjäger, welche ganz klar zum Rechtsrock-Spektrum zugehörig ist, und deren Konzerte von einschlägigen Neonazis in der Entourage begleitet wurden. "Sieg-Heil"-Rufe und Führergrüße wurden dabei weder vom Sicherheitsdienst, noch der Polizei unterbunden - ähnlich wie in den Rechtsrockkonzerten in Ostdeutschland auch.

Eine Textzeile aus dem Lied "Scheiß Gesellschaft":
"die wandern bald bei uns ein, dann werden wir hier die Ausländer sein, dann denkt ihr zurück wovor wir euch heute warnen Ich hasse diese ganze Gesellschaft, diese Neger und Yugos, werden sesshaft, doch den größten Teil der Schuld trägt numal ihr, weshalb hab’n wir auch dieses Gesindel hier!“

Mal abgesehen vom absolut unmusikalischem Metrum und der Simplizität der Textstruktur, ist das einfach nur menschenverachtender, stumpfer Nazi-Jargon.

Nach der Auflösung dieses Projektes, welche durch eine riesige Schlägerei zwischen Deutsch- und Italienisch sprechenden Neonazis ausgelöst wurde, war Burger nun also bei Frei.Wild zugange.

Dort sieht man sich dem sogenannten Identitätsrock zugeordnet, eine in der Neonazi-Szene einschlägig beliebte Musikrichtung - das Zeug auf den Schulhof-CDs zum Beispiel.
Nicht nur das Lied "Südtirol" weist hierbei stark völkische Züge auf, sondern gar das ganze Album "Feinde deiner Feinde". Wenn du meinem Wort hierbei keinen Glauben schenken magst, dann lies dir doch bitte durch, was Thomas Kuban, einer der wichtigsten Journalisten gegen Rechts, und ein Kollege, welcher sich seit Jahren durch enormes Engagement unter Eigengefahr und journalistische Nobilität auszeichnet, dazu sagt.

Burger ist zudem bis 2008 Mitglied in der Partei, "Die Freiheitlichen" gewesen - dem südtiroler Pendant zur FPÖ. Diese als rechtsoffen zu bezeichnen ist wahrscheinlich noch sehr milde ausgedrückt.

Im Umfeld der Band sieht man bis Heute einschlägige Neonazis und generell sehr viel rechten bis ultrarechten Merch, der Bands Kategorie C, Exitus Letalis oder Sleipnir oder auch von Neonazi-Organisationen, wie "Todesstrafe für Kinderschänder".

Zwar gibt es ein öffentliches Bekenntnis, sich als unpolitisch zuzuordnen und lediglich Heimatliebe zu praktizieren, aber jeder, der sich auch nur 10 Minuten mit der Szene, der Band und deren Geschichte auseinandersetzt, kann klar attestieren, dass rechte Strömungen in ihrem Umfeld nicht nur geduldet sondern auch unterstützt werden.
So gab es vor ein paar Jahren eine Geldspende an die NPD, von welcher man stark annimmt, dass sie durch ein Parteimitglied der Band getätigt wurde - zu 100% bewiesen ist dies zwar nicht, gilt aber in der Szene als offenes Geheimnis. In diesem Zuge würde es mich auch nicht wundern, wenn eine der ominösen Parteispenden an die AfD aus dem Südtirol kam, aber hier kann ich zum jetztigen Zeitpunkt nur spekulieren.

Du siehst also, lieber Fred, dass die Band Frei.Wild einen mehr als wackeliges Toleranz- und Demokratieverständnis hat und zumindest den Mammon der Nazis gerne annimmt.

Ich bin klar der Auffassung, dass jeder, der rechtes Gedankengut duldet ein gewisses Maß an Mittäterschaft an rechten Straftaten hat - siehe die tragischen Ereignisse um Walter Lübcke hier in Kassel, welcher wohl vom stadtbekannten Neonazi Stephan Ernst feige ermordet wurde.

Ich finde so etwas hat nichts in unserem Verein zu suchen, und ja in keinem Jugendzimmer, in keinem Ohr der Erde - denn rechten Worten folgen eben auch rechte Taten.
Rechts tötet.


P.S
Ich schätze mal, dass dein etwas trotziger Einzeiler nicht alles ist, was du zu diesem Thema zu sagen hast und ich würde mich ausdrücklich freuen, wenn du hier mit mir und den anderen Forumsteilnehmenden in eine offene Diskussion treten würdest, welche über mehr als das hinausgeht - auch wenn ich weiß, dass dir meine politischen Posts ein Dorn im Auge sind.


Danke für deine aufschlussreiche Aufklärungsarbeit hinsichtlich Frei.Wild. ich bin froh, dass wir deren Lied nie im Stadion hören müssen und es auch sonst wenig Beachtung gefunden hat. Ich hab in deren Texte bisher nichts eindeutig Rechtsradikales finden können, fand das reine Koketterie, wenn auch dumpfe. Hier wird permanent mit patriotischen Begriffen getriggert und das Klientel lässt nicht lange auf sich warten.

Womit ich wirklich ein Problem habe, das ist eine Doppelmoral hinsichtlich der Bewertung solches "Liedgutes". Die Mechanismen links- wie rechtsextremer bzw. religiös-fanatischer Bands sind immer die gleichen: Opfergestus und Kampf gegen die Unterdrückung, der gemeinsame Feind von außen wird zum inkludierenden Element. Das alles wird mit simplen Botschaften und eingängigen Rhythmen garniert, et voila, wir haben einen Katalysator von Radikalismen. Für Neonazis ist das Feindbild alles antinationale, für Linksradikale ist es der Nazi, aber auch der Patriot und für religiöse Fanatiker sind es die Ungläubigen.
Leider gibt es einen Unterschied hinsichtlich der Bewertung. Während Rechtsrockbands zu Recht inhaltlich kritisiert werden, wird eine Band wie Feine Sahne von Bundesministern beworben, obwohl deren Texte explizit zu Gewalt gegen Polizisten aufrufen, also das Gewaltmonopol des Staates infrage stellen. Das sind keine Stilmittel, dass das ernst gemeint ist, haben wir bim G20-Gipfel hautnah miterleben dürfen.

Ich halte eine Marginalisierung aller radikalen Kräfte für demokratiefeindlich, weil eine einseitige Dämonisierung zu einer Schieflage führt, die den Opfergestus noch weiter unterfüttert. Das soll kein Whataboutismus sein, da die Konzepte nie isoliert nebeneinander stehen.

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"Was ist das? Blaues Licht. Was macht es? Es leuchtet blau."
John Rambo
Ich kann zu Freiwild zwei Dinge sagen 1. Corvee hat vollkommen Recht und auch sehr gut dargelegt warum diese Band das letzte ist.

2. sind das einfach miserable Musiker, und da ich selbst einer bin kann ich zumindest beurteilen ob jemand spielen kann, unabhängig davon ob mir die Musik gefällt oder nicht. Musst mir den Müll mal Zwangsweise auf Wacken antun weil wir auf was gewartet haben. Die sind so schlecht das man echt vom Glauben abfallen könnte.

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~-~ TSV 1860 München ~-~


EINMAL LÖWE IMMER LÖWE
Glückwunsch an die BILD für die mehr als gelungene Auswahl des Fotos mit dem Sünderwappen auf der Brust.

Die können in der Säbener ja bald einen Steuer-Stammtisch aufmachen.


https://m.bild.de/unterhaltung/leute/leute/alfons-schuhbeck-steuer-razzia-bei-starkoch-staatsanwalt-ermittelt-62900652.bildMobile.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F&wt_t=1561574698298
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TR023 am 26.06.2019 um 21:00 Uhr bearbeitet
Zitat von TR023
Glückwunsch an die BILD für die mehr als gelungene Auswahl des Fotos mit dem Sünderwappen auf der Brust.

Die können in der Säbener ja bald einen Steuer-Stammtisch aufmachen.


https://m.bild.de/unterhaltung/leute/leute/alfons-schuhbeck-steuer-razzia-bei-starkoch-staatsanwalt-ermittelt-62900652.bildMobile.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F&wt_t=1561574698298


Dieses "Sünderwappen" hat schön langsam die gleiche Bedeutung für Steuerhinterziehung wie der aufgeklebte Kuckuck für die Pfändung tongue
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