Friedhelm Funkel [ ]
07.09.2013 - 17:14 Uhr
03.03.2014 - 10:34 Uhr
Zitat von jason60:
Zitat von Joker82:
Zitat von jason60:
...und dann nicht das Team vor Bülow schützt (die Rote war abzusehen) muss einfach gehen.
Wie oft dachte ich mir beim Gegner: ja noch ein Foul und Du bekommst ne Gelb-Rote. Aber Pustekuchen, die meisten wurden umgehen ausgewechselt. Bei uns machen alle die Augen zu und Bülow holt sich mit Ansage die Gelb/Rote ab.
Dir is aber schon aufgefallen, dass zwischen der gelben und der gelb-roten gerade mal vier Minuten lagen? Selbst wenn FF direkt bei der Gelben einen Ersatzspieler zum Aufwärmen geschickt hätte, wäre der nicht rechtzeitig auf dem Feld gewesen.
Ja logo. Darum hole ich mir so einen Kameraden an die Seitelinie und mach ne Ansage. Bülow hatte vor der Gelben schon drei umgeholzt, weil er zu langsam und übermotiviert war.
Wenn ich aber in meinem Stühlchen hocke und darauf warte was mein Co-Trainer für Einfälle hat, dann passiert sowas halt.
"Pssst... hey, Kai, komm mal her. Du, ich weiß, Du machst das hier noch nicht so lange. Aber da gibts so ne doofe Regel. Du darfst nur eine gelbe Karte im Spiel bekommen. Bei der zweiten fliegst Du vom Platz. Ja... ja ich weiß, das ist ärgerlich, jetzt hast Du ja schon eine. Aber ich hab ne Idee. Wie wärs, wenn Du vielleicht versuchst, jetzt noch ein paar Minuten einfach fair zu bleiben. Also bis ich dich dann auswechseln kann. Also keinen Gegner Foulen, nicht am Trikot ziehen, nicht mit der Hand an den Ball - ach ja und den Schiri anmeckern solltest Du auch nicht. Wie bitte? Doch, für Meckern gibts auch Gelb.
Ja, Kai, ist in Ordnung, für solche Infos ist ein Trainer ja da. Ich bin ja schon etwas länger im Geschäft, Du musst noch nicht alle Feinheiten dieses Sports kennen. Jetzt, wo Dus weißt, kannst Du ja ein bisschen darauf achten, das wär fein."
Zitat von Joker82:
Zitat von jason60:
...und dann nicht das Team vor Bülow schützt (die Rote war abzusehen) muss einfach gehen.
Wie oft dachte ich mir beim Gegner: ja noch ein Foul und Du bekommst ne Gelb-Rote. Aber Pustekuchen, die meisten wurden umgehen ausgewechselt. Bei uns machen alle die Augen zu und Bülow holt sich mit Ansage die Gelb/Rote ab.
Dir is aber schon aufgefallen, dass zwischen der gelben und der gelb-roten gerade mal vier Minuten lagen? Selbst wenn FF direkt bei der Gelben einen Ersatzspieler zum Aufwärmen geschickt hätte, wäre der nicht rechtzeitig auf dem Feld gewesen.
Ja logo. Darum hole ich mir so einen Kameraden an die Seitelinie und mach ne Ansage. Bülow hatte vor der Gelben schon drei umgeholzt, weil er zu langsam und übermotiviert war.
Wenn ich aber in meinem Stühlchen hocke und darauf warte was mein Co-Trainer für Einfälle hat, dann passiert sowas halt.
"Pssst... hey, Kai, komm mal her. Du, ich weiß, Du machst das hier noch nicht so lange. Aber da gibts so ne doofe Regel. Du darfst nur eine gelbe Karte im Spiel bekommen. Bei der zweiten fliegst Du vom Platz. Ja... ja ich weiß, das ist ärgerlich, jetzt hast Du ja schon eine. Aber ich hab ne Idee. Wie wärs, wenn Du vielleicht versuchst, jetzt noch ein paar Minuten einfach fair zu bleiben. Also bis ich dich dann auswechseln kann. Also keinen Gegner Foulen, nicht am Trikot ziehen, nicht mit der Hand an den Ball - ach ja und den Schiri anmeckern solltest Du auch nicht. Wie bitte? Doch, für Meckern gibts auch Gelb.
Ja, Kai, ist in Ordnung, für solche Infos ist ein Trainer ja da. Ich bin ja schon etwas länger im Geschäft, Du musst noch nicht alle Feinheiten dieses Sports kennen. Jetzt, wo Dus weißt, kannst Du ja ein bisschen darauf achten, das wär fein."
03.03.2014 - 14:16 Uhr
Die Diskussion um die psychologische Unterstützung des Teams, fehlende Leader, Führungsspieler oder das unruhige Umfeld, das einen ungemeinen Druck ausüben/aufbauen würde, sind für mich allesamt Alibi-Diskussionen, die den Kern unserer mittlerweile chronischen Problemlage nicht treffen.
Unsere Planungen beschränken sich immer auf maximal 12 Monate, weswegen mich neben der Funkel-Verpflichtung per se noch die Vertragslaufzeit bis Saisonende gestört hat.Wir hangeln uns von Saison zu Saison, von Enttäuschung zu Enttäuschung.
Bei uns ist angefangen bei den obersten Entscheidungsträgern bis hin zum Spiel unserer Mannschaft kein Plan, kein Konzept erkennbar, nicht einmal ansatzweise. Das Spiel der Mannschaft hat keinerlei Charakter, nichts, das uns von anderen Mannschaften unterscheiden könnte. Die einfachste und zugleich wichtigste Frage lässt sich beim Zuschauen nicht beantworten, und das übrigens seit Jahren: Wie wollen wir ein Tor erzielen? Da war tendenziell Schmidt am nächsten dran, einen erkennbaren Stil zu finden.
Es besteht jetzt die Chance und die Zeit, ein klares Konzept zu erstellen und ausgehend davon die entscheidenden Position (Sportdirektor/Trainer) zumindest mittelfristig(bspw. drei Jahre) zu besetzen. Zu der Erstellung eines zukunftsfähigen Plans muss man sich natürlich sportlich Kompetenz ins Boot holen und zwar heimlich, still und leise.
Wenn man dann zu 100% von der Lösung überzeugt ist, muss man auch in möglicherweise schwierigeren Zeiten voll und ganz zu seiner Lösung stehen. Mir gehts darum, dass einmal etwas mit voller Überzeugung angegangen wird (das war bei der Verpflichtung von Funkel schon aufgrund der Vertragslaufzeit nicht zu spüren) und man entsprechend dieser auch stürmischere Zeiten passiert.
Auf welcher Grundlage könnte man "unseren" Spielstil entwickeln?
Wir sind die Löwen. Das wäre ein Ansatzpunkt. Wir müssten unsere Gegner eigentlich quer über das Spielfeld jagen. Aber das nicht permanent, sondern klug, situativ. Sollte etwas von der Erhabenheit eines Löwen haben. Das setzt eine immense Laufbereitschaft und Aggressivität voraus.Verwechselt wird Aggressivität oft mit dem Einheimsen gelber Karten, wie es bei uns wieder nach dem Spiel gegen Sandhausen war, als die gelben Karten als Indikator für die kämpferische Leistung dienten. :rolleyes
Auch hier aggressiv ja, aber nicht unüberlegt.
Dazu würde auch passen, dass wir - wenn man noch in solchen Kategorien denken kann - ein Arbeiterverein sind. Ehrliche harte Arbeit, Schaffen statt Reden. Physische Stärke.
Letztlich will ich wieder einen Verein, der das widerspiegelt, was er für Tausende in München ist - etwas Besonderes.
Unsere Planungen beschränken sich immer auf maximal 12 Monate, weswegen mich neben der Funkel-Verpflichtung per se noch die Vertragslaufzeit bis Saisonende gestört hat.Wir hangeln uns von Saison zu Saison, von Enttäuschung zu Enttäuschung.
Bei uns ist angefangen bei den obersten Entscheidungsträgern bis hin zum Spiel unserer Mannschaft kein Plan, kein Konzept erkennbar, nicht einmal ansatzweise. Das Spiel der Mannschaft hat keinerlei Charakter, nichts, das uns von anderen Mannschaften unterscheiden könnte. Die einfachste und zugleich wichtigste Frage lässt sich beim Zuschauen nicht beantworten, und das übrigens seit Jahren: Wie wollen wir ein Tor erzielen? Da war tendenziell Schmidt am nächsten dran, einen erkennbaren Stil zu finden.
Es besteht jetzt die Chance und die Zeit, ein klares Konzept zu erstellen und ausgehend davon die entscheidenden Position (Sportdirektor/Trainer) zumindest mittelfristig(bspw. drei Jahre) zu besetzen. Zu der Erstellung eines zukunftsfähigen Plans muss man sich natürlich sportlich Kompetenz ins Boot holen und zwar heimlich, still und leise.
Wenn man dann zu 100% von der Lösung überzeugt ist, muss man auch in möglicherweise schwierigeren Zeiten voll und ganz zu seiner Lösung stehen. Mir gehts darum, dass einmal etwas mit voller Überzeugung angegangen wird (das war bei der Verpflichtung von Funkel schon aufgrund der Vertragslaufzeit nicht zu spüren) und man entsprechend dieser auch stürmischere Zeiten passiert.
Auf welcher Grundlage könnte man "unseren" Spielstil entwickeln?
Wir sind die Löwen. Das wäre ein Ansatzpunkt. Wir müssten unsere Gegner eigentlich quer über das Spielfeld jagen. Aber das nicht permanent, sondern klug, situativ. Sollte etwas von der Erhabenheit eines Löwen haben. Das setzt eine immense Laufbereitschaft und Aggressivität voraus.Verwechselt wird Aggressivität oft mit dem Einheimsen gelber Karten, wie es bei uns wieder nach dem Spiel gegen Sandhausen war, als die gelben Karten als Indikator für die kämpferische Leistung dienten. :rolleyes
Auch hier aggressiv ja, aber nicht unüberlegt.
Dazu würde auch passen, dass wir - wenn man noch in solchen Kategorien denken kann - ein Arbeiterverein sind. Ehrliche harte Arbeit, Schaffen statt Reden. Physische Stärke.
Letztlich will ich wieder einen Verein, der das widerspiegelt, was er für Tausende in München ist - etwas Besonderes.
04.03.2014 - 01:34 Uhr
Zitat von salantar:
von ner trainer entlassung halte ich wie gesagt gar nicht mehr. wir hatten bis auf einen schleifer alles hier in den letzten 10 jahren und keiner kam voran. das ausgrechnet maurer jeweils die besten ergebnisse abgeliefert hat, ist schon fast ironisch...
einfach endlich kontiunität rein bringen, das ist das einzigste was auf lange sicht zum erfolg führt.
Naja was heißt ironisch? Also in Bezug auf Maurer.
Der wurde halt in meinen Augen einfach von knapp 80-90% unserer Anhänger gnadenlos unterschätzt.
Damit will ich jetzt nicht sagen dass seine Entlassung zum damaligen Zeitpunkt falsch oder zumindest unverständlich war, aber so schlecht wie er gemacht wurde und immernoch wird war er einfach nicht.
Und zwar in beiden Amtszeiten.
Ansonsten geb ich dir aber Recht. Von Trainerentlassungen halte ich bei uns auch nichtsmehr. Da kann eigentlich fast schon kommen wer will; besser wirds ja irgendwie eh nicht.
Glaub auch dass das einzige was evtl die Wende bringen könnte Kontinuität wäre.
Allerdings habe ich (leider) mittlerweile nichtmehr das Gefühl dass Funkel diesem Weg mitgehen würde falls er denn dürfte.
Ich glaub der ist froh wenn er weg ist.
Ich glaub falls es so kommt, dass Funkel entweder noch im Laufe der Saison entlassen, oder zumindest sein Vertrag nicht velängert wird, wird es richtig interssant.
Funkel hat vermutlich aufgrund seiner Erfahrung einen relativ guten Ruf in der Szene bzw bei seinen Kollegen. Wenn auch er bei uns gnadenlos scheitert, dann wird es sich endgültig jeder halbwegs erfahrene Trainer mindestens 3 mal überlegen ob er bei uns noch unterschreiben will.
Ein Scheitern Funkels könnte uns meiner Meinung nach tatsächlich nochmal weiter zurückwerfen.
von ner trainer entlassung halte ich wie gesagt gar nicht mehr. wir hatten bis auf einen schleifer alles hier in den letzten 10 jahren und keiner kam voran. das ausgrechnet maurer jeweils die besten ergebnisse abgeliefert hat, ist schon fast ironisch...
einfach endlich kontiunität rein bringen, das ist das einzigste was auf lange sicht zum erfolg führt.
Naja was heißt ironisch? Also in Bezug auf Maurer.
Der wurde halt in meinen Augen einfach von knapp 80-90% unserer Anhänger gnadenlos unterschätzt.
Damit will ich jetzt nicht sagen dass seine Entlassung zum damaligen Zeitpunkt falsch oder zumindest unverständlich war, aber so schlecht wie er gemacht wurde und immernoch wird war er einfach nicht.
Und zwar in beiden Amtszeiten.
Ansonsten geb ich dir aber Recht. Von Trainerentlassungen halte ich bei uns auch nichtsmehr. Da kann eigentlich fast schon kommen wer will; besser wirds ja irgendwie eh nicht.
Glaub auch dass das einzige was evtl die Wende bringen könnte Kontinuität wäre.
Allerdings habe ich (leider) mittlerweile nichtmehr das Gefühl dass Funkel diesem Weg mitgehen würde falls er denn dürfte.
Ich glaub der ist froh wenn er weg ist.
Ich glaub falls es so kommt, dass Funkel entweder noch im Laufe der Saison entlassen, oder zumindest sein Vertrag nicht velängert wird, wird es richtig interssant.
Funkel hat vermutlich aufgrund seiner Erfahrung einen relativ guten Ruf in der Szene bzw bei seinen Kollegen. Wenn auch er bei uns gnadenlos scheitert, dann wird es sich endgültig jeder halbwegs erfahrene Trainer mindestens 3 mal überlegen ob er bei uns noch unterschreiben will.
Ein Scheitern Funkels könnte uns meiner Meinung nach tatsächlich nochmal weiter zurückwerfen.
08.03.2014 - 11:19 Uhr
Wir brauchen einen neuen SD, dann wird dieser den Trainer auf den Prüfstand stellen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass er auch FF weiter arbeiten lässt um sich auf die Kaderzusammenstellung zu konzentrieren.
Auch wenn man FF Arbeit kritisch sehen kann und auch die sportliche Ausbeute nicht unbedingt taugt um in dieser Saison aufzusteigen bringt er viel Erfahrung, Ruhe mit.
Für die Mannschaft kann er nichts, seine drei Winterverpflichtungen sind aus meiner Sicht top und helfen der Mannschaft weiter. Dazu kommt, dass er Weigl fest in die Mannschaft integriert.
Das unsere Mannschaft durch die vielen Trainerwechsel in den letzten Jahren schlecht zusammengestellt ist wissen wir auch. Ich denke FF Arbeit kann man erst im nächsten Jahr zu 100% bewerten. Mir macht seine Arbeit dennoch Mut, auch wenn die Ergebnisse in der Winterpause nicht gerade toll waren. Ich wünsche mir Ruhe und fände es gut mal nciht sofort den Trainer in Frage zu stellen.
Braunschweig und Augsburg haben es vor gemacht, wir sollten uns einmal ein Beispiel nehmen.
Auch wenn man FF Arbeit kritisch sehen kann und auch die sportliche Ausbeute nicht unbedingt taugt um in dieser Saison aufzusteigen bringt er viel Erfahrung, Ruhe mit.
Für die Mannschaft kann er nichts, seine drei Winterverpflichtungen sind aus meiner Sicht top und helfen der Mannschaft weiter. Dazu kommt, dass er Weigl fest in die Mannschaft integriert.
Das unsere Mannschaft durch die vielen Trainerwechsel in den letzten Jahren schlecht zusammengestellt ist wissen wir auch. Ich denke FF Arbeit kann man erst im nächsten Jahr zu 100% bewerten. Mir macht seine Arbeit dennoch Mut, auch wenn die Ergebnisse in der Winterpause nicht gerade toll waren. Ich wünsche mir Ruhe und fände es gut mal nciht sofort den Trainer in Frage zu stellen.
Braunschweig und Augsburg haben es vor gemacht, wir sollten uns einmal ein Beispiel nehmen.
08.03.2014 - 21:39 Uhr
Zitat von Carrack:
Zitat von sternbald:
Zitat von Carrack:
...also, ich denke schon, dass auch nach diesem deutlichen Sieg Kritik angebracht ist. Denn die zweite Halbzeit war genauso grottig wie die vergangenen Spiele. Und in der ersten Halbzeit haben sie halt das Unvermögen und die Schlafmützigkeit von Aalen ausgenutzt. Die drei Tore der ersten Hälfte spiegeln nicht unbedingt die tatsächliche Leistung wieder. Das einzige positive bei dem gestrigen Spiel war, dass wir diesmal verdient gewonnen haben. (War bei diesem Gegner aber auch nicht wirklich schwer).
Auf gut Deutsch: Wir spielen eigentlich immer scheiße, egal ob wir gewinnen oder verlieren. Wenn unsere Mannschaft den gegener beherrscht, dann liegt das nicht am Pressing oder an der Laufbereitschaft, sondern am schlechen Gegner. Verliert unsere Mannschaft, dann liegt das nicht an der Stärke der Gegner (wir müssen ja eh jeden schlagen), sondern am Unvermögen der Mannschaft, am Trainer oder an einzelnen Spielern, die sowieso zuviel verdienen und überhaupt.
Sind wir so schlechte Gewinner, dass wir nicht erkennen, dass unser Team gestern Vollgas gegeben hat, dass es den Gegner in Grund und Boden gelaufen hat, dass die drei Chancen der Aalener nach gravierenden individuellen Fehlern passiert sind? Wahrscheinlich sind wir alle so hirnverbrannt, dass wir uns nicht mehr freuen können, dass wir perfekte Spiele erwarten - obwohl wir sechs Spiele nicht mehr gewonnen haben. Ich könnte ewig so weiter poltern und mich darüber ärgern, dass sogar mir die Freude am Sieg vergeht, wenn ich die Wermutsucher hier lese. Ich will meinen Freudenbecher genießen und nicht lesen müssen, dass der Sieg nur an dem und dem lag. Leute, gestern hat unsere Mannschaft doch endlich mal wieder das gezeigt was wir alle fordern: Einsatzbereitschaft, Kampf und Leidenschaft, das muss doch auch mal ein Grund zur Freude sein, oder?
...ich lass das jetzt einfach mal so stehen.
Denn Dir gefällt ja schließlich alles, was unsere Mannschaft spielt. Sie könnten zehn mal hintereinander verlieren, oder auch absteigen, alles kein Problem. Es immer alles bestens. Nur keine Kritik.
Und übrigens, habe auch ich mich gefreut über den Sieg. Aber darf man trotzdem nicht doch etwas bemängeln, oder war wirklich alles so rosig. Ich habe weder über den Trainer, noch über einzelne Spieler hergezogen, dass Du hier so ein Fass aufmachst.
1. in der 2. HZ haben wir nur noch das Allernötigste getan, was aber jedes Profiteam so handhabt und deshalb auch nicht wirklich kritisiert werden kann.
2. man hat bei dem Spiel auch dieses Mal wieder die brutale Verunsicherung wie beispielsweise gegen Paderborn gesehen. Steinhöfer lässt sich nach 10 Minuten einfach von Buballa überlaufen, weil er die Flugkurve des Balls total unterschätzt, ein paar Minuten später dasselbe Spiel und kurz vor dem 1:0 auch mit einem Querschläger direkt vor dem Tor. Vallori und Schindler hatten teilweise auch Fehlpässe oder unsaubere Abspiele dabei, die man sowohl letzte Saison als auch die komplette Hinrunde so noch nie gesehen hat. Und so zieht sich das teilweise dann auch bis ins Mittelfeld nathlos durch, in den ersten 20 Minuten wurden da Abspielfehler nahezu am Fließband produziert gestern. Das ist für mich aber definitiv kein Qualitäts- sondern vielmehr ein Kopfproblem. Denn wenn ein so etwas einem Routinier wie Steinhöfer passiert, dann stimmt irgendetwas nicht.
Der Doppelschlag war dann aber endlich die Befreiung, die den Jungs Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben hat und den Druck genommen hat. Für Aalen, das bis dahin eigentlich 2:0 hätte führen müssen, war das natürlich in gewisser Weise der Genickbruch, nach dem das Spiel fast schon entschieden war. Das Konzept vom VfR beruht nämlich darauf, solange wie möglich die 0 zu halten und durch Nadelstiche bzw. präzise herausgespielte Konter zum Erfolg zu kommen. Bis zum 1:0 hätten sie damit bereits fast Erfolg gegen uns gehabt, wäre nicht Gabor im Tor gestanden. Hier etwas zu sagen wie ''war bei diesem Gegner aber auch nicht wirklich schwer'' ist mir allerdings zu wenig Respekt für eine Mannschaft, die nach einer so kalten Dusche dann natürlich erst einmal geschockt schien.
Wir dagegen sind danach erst ins Spiel reingekommen und hätten auch noch durch Stark etc. auf 3:0 erhöhen können...eine Minute danach sind wir dann durch einen schönen Lupfer von Ludwig nach bösem Schnitzer von Traut mit 3:0 in Führung gegangen und ab da war das Spiel definitiv entschieden. Wir haben einige Gänge runtergeschalten, wollten nicht mehr und Aalen konnte und wollte nicht. So hat sich das Spiel in etwa dann bis zum 4:0 ereignet.
Wie Ama-Lion schon geschrieben hat: übertriebener Grund zum Jubeln besteht nicht, aber die Leistung war zumindest ein Fingerzeig, dass es auch anders geht und die 11 Mann auf dem Platz auch mal 4 Tore in einem Spiel machen können, Zweikämpfe erfolgreich bestreiten können und einfach gewillt sind, das Spiel zu gewinnen. Dass da am Anfang eine gewisse Verunsicherung mitspielt, nachdem man aus den 6 Spielen davor gerade einmal 4 Punkte geholt hat und die Fans für negative Schlagzeilen gesorgt haben und einen Stimmungsboykott abgehalten haben sowie der Sportdirektor überraschend entlassen wurde und die Spieler offenbar beim Training beleidigt wurden, ist absolut nachvollziehbar. Denn was bei uns da hinten in der Abwehr los ist, ist mit fehlender Qualität schlicht und einfach nicht zu erklären. In der Hinrunde war unsere Defensive unser Prunkstück und eine der besten in der Liga, in der Rückrunde wird auf einmal ein Fehlpass nach dem anderen produziert und Spieler lassen sich einfach überlaufen?!
Und noch etwas: wir haben gestern unter anderem deshalb so deutlich gewonnen, weil wir unsere Chancen effektiv genutzt haben (bei maximaler Effektivität wären 2-3 Tore mehr möglich gewesen, Aalen war nach dem 2:0 offen wie ich sie selten gesehen habe diese Saison). Auch das ist ein Qualitätsmerkmal, nebenbei bemerkt. Würde Köln so spielen wie wir gestern, wäre der O-Ton ''im Stile einer Spitzenmannschaft'', bei uns wird dagegen trotzdem noch die Leistung bemängelt, auf den schlechten Gegner geschoben oder auf die ''Schlafmützigkeit'' des Gegners. Dass man selber das aber gut ausgenutzt hat, fällt komplett unter den Tisch. Verstehst du, was ich damit sagen will?
Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Mannschaft nach all den Vorkommnissen in der letzten Zeit so verunsichert und verängstigt reagiert. Es zeigt einem vielmehr, dass das alles doch Menschen sind da unten auf dem Platz. Menschen mit Emotionen und auch einer Psyche, die manchmal eben angeschlagen ist. Keine Maschinen, die auf Abruf funktionieren und immer super funktionieren können. Das ständig vorgebrachte größte Schwachsinnsargument von wegen ''das sind Profis, die dafür bezahlt werden'' wurde gestern zum wiederholten Male eindrucksvoll widerlegt. Einmal auf unserer Seite, nach dem Doppelschlag durch Stark und Osako, auf der anderen Seite beim VfR, der danach halb paralysiert wirkte. Das war gestern für mich ein reines ''Psychospiel'', auch wenn sich der Begriff vielleicht komisch anhört. Ich hoffe, dass die Mannschaft daraus gestärkt hervorgeht und die nächsten Spiele selbstbewusster und ohne diese Unsicherheitsfehler erfolgreich bestreitet. Platz 4-6 sind locker noch zu erreichen, was vor allem mit Blick auf die Fernsehgelder eine wichtige Platzierung wäre.
Nimm's mir nicht übel oder sei mir nicht böse, ich habe deinen Kommentar nur als Aufhänger benutzt und ausgeführt, wie sich das Ganze aus meiner Sicht darstellt. Mich kotzt Manches in letzter Zeit bei uns nur noch an. Und damit meine ich explizit nicht die Mannschaft oder die Leistung derselben!!!
Zitat von sternbald:
Zitat von Carrack:
...also, ich denke schon, dass auch nach diesem deutlichen Sieg Kritik angebracht ist. Denn die zweite Halbzeit war genauso grottig wie die vergangenen Spiele. Und in der ersten Halbzeit haben sie halt das Unvermögen und die Schlafmützigkeit von Aalen ausgenutzt. Die drei Tore der ersten Hälfte spiegeln nicht unbedingt die tatsächliche Leistung wieder. Das einzige positive bei dem gestrigen Spiel war, dass wir diesmal verdient gewonnen haben. (War bei diesem Gegner aber auch nicht wirklich schwer).
Auf gut Deutsch: Wir spielen eigentlich immer scheiße, egal ob wir gewinnen oder verlieren. Wenn unsere Mannschaft den gegener beherrscht, dann liegt das nicht am Pressing oder an der Laufbereitschaft, sondern am schlechen Gegner. Verliert unsere Mannschaft, dann liegt das nicht an der Stärke der Gegner (wir müssen ja eh jeden schlagen), sondern am Unvermögen der Mannschaft, am Trainer oder an einzelnen Spielern, die sowieso zuviel verdienen und überhaupt.
Sind wir so schlechte Gewinner, dass wir nicht erkennen, dass unser Team gestern Vollgas gegeben hat, dass es den Gegner in Grund und Boden gelaufen hat, dass die drei Chancen der Aalener nach gravierenden individuellen Fehlern passiert sind? Wahrscheinlich sind wir alle so hirnverbrannt, dass wir uns nicht mehr freuen können, dass wir perfekte Spiele erwarten - obwohl wir sechs Spiele nicht mehr gewonnen haben. Ich könnte ewig so weiter poltern und mich darüber ärgern, dass sogar mir die Freude am Sieg vergeht, wenn ich die Wermutsucher hier lese. Ich will meinen Freudenbecher genießen und nicht lesen müssen, dass der Sieg nur an dem und dem lag. Leute, gestern hat unsere Mannschaft doch endlich mal wieder das gezeigt was wir alle fordern: Einsatzbereitschaft, Kampf und Leidenschaft, das muss doch auch mal ein Grund zur Freude sein, oder?
...ich lass das jetzt einfach mal so stehen.
Denn Dir gefällt ja schließlich alles, was unsere Mannschaft spielt. Sie könnten zehn mal hintereinander verlieren, oder auch absteigen, alles kein Problem. Es immer alles bestens. Nur keine Kritik.
Und übrigens, habe auch ich mich gefreut über den Sieg. Aber darf man trotzdem nicht doch etwas bemängeln, oder war wirklich alles so rosig. Ich habe weder über den Trainer, noch über einzelne Spieler hergezogen, dass Du hier so ein Fass aufmachst.
1. in der 2. HZ haben wir nur noch das Allernötigste getan, was aber jedes Profiteam so handhabt und deshalb auch nicht wirklich kritisiert werden kann.
2. man hat bei dem Spiel auch dieses Mal wieder die brutale Verunsicherung wie beispielsweise gegen Paderborn gesehen. Steinhöfer lässt sich nach 10 Minuten einfach von Buballa überlaufen, weil er die Flugkurve des Balls total unterschätzt, ein paar Minuten später dasselbe Spiel und kurz vor dem 1:0 auch mit einem Querschläger direkt vor dem Tor. Vallori und Schindler hatten teilweise auch Fehlpässe oder unsaubere Abspiele dabei, die man sowohl letzte Saison als auch die komplette Hinrunde so noch nie gesehen hat. Und so zieht sich das teilweise dann auch bis ins Mittelfeld nathlos durch, in den ersten 20 Minuten wurden da Abspielfehler nahezu am Fließband produziert gestern. Das ist für mich aber definitiv kein Qualitäts- sondern vielmehr ein Kopfproblem. Denn wenn ein so etwas einem Routinier wie Steinhöfer passiert, dann stimmt irgendetwas nicht.
Der Doppelschlag war dann aber endlich die Befreiung, die den Jungs Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben hat und den Druck genommen hat. Für Aalen, das bis dahin eigentlich 2:0 hätte führen müssen, war das natürlich in gewisser Weise der Genickbruch, nach dem das Spiel fast schon entschieden war. Das Konzept vom VfR beruht nämlich darauf, solange wie möglich die 0 zu halten und durch Nadelstiche bzw. präzise herausgespielte Konter zum Erfolg zu kommen. Bis zum 1:0 hätten sie damit bereits fast Erfolg gegen uns gehabt, wäre nicht Gabor im Tor gestanden. Hier etwas zu sagen wie ''war bei diesem Gegner aber auch nicht wirklich schwer'' ist mir allerdings zu wenig Respekt für eine Mannschaft, die nach einer so kalten Dusche dann natürlich erst einmal geschockt schien.
Wir dagegen sind danach erst ins Spiel reingekommen und hätten auch noch durch Stark etc. auf 3:0 erhöhen können...eine Minute danach sind wir dann durch einen schönen Lupfer von Ludwig nach bösem Schnitzer von Traut mit 3:0 in Führung gegangen und ab da war das Spiel definitiv entschieden. Wir haben einige Gänge runtergeschalten, wollten nicht mehr und Aalen konnte und wollte nicht. So hat sich das Spiel in etwa dann bis zum 4:0 ereignet.
Wie Ama-Lion schon geschrieben hat: übertriebener Grund zum Jubeln besteht nicht, aber die Leistung war zumindest ein Fingerzeig, dass es auch anders geht und die 11 Mann auf dem Platz auch mal 4 Tore in einem Spiel machen können, Zweikämpfe erfolgreich bestreiten können und einfach gewillt sind, das Spiel zu gewinnen. Dass da am Anfang eine gewisse Verunsicherung mitspielt, nachdem man aus den 6 Spielen davor gerade einmal 4 Punkte geholt hat und die Fans für negative Schlagzeilen gesorgt haben und einen Stimmungsboykott abgehalten haben sowie der Sportdirektor überraschend entlassen wurde und die Spieler offenbar beim Training beleidigt wurden, ist absolut nachvollziehbar. Denn was bei uns da hinten in der Abwehr los ist, ist mit fehlender Qualität schlicht und einfach nicht zu erklären. In der Hinrunde war unsere Defensive unser Prunkstück und eine der besten in der Liga, in der Rückrunde wird auf einmal ein Fehlpass nach dem anderen produziert und Spieler lassen sich einfach überlaufen?!
Und noch etwas: wir haben gestern unter anderem deshalb so deutlich gewonnen, weil wir unsere Chancen effektiv genutzt haben (bei maximaler Effektivität wären 2-3 Tore mehr möglich gewesen, Aalen war nach dem 2:0 offen wie ich sie selten gesehen habe diese Saison). Auch das ist ein Qualitätsmerkmal, nebenbei bemerkt. Würde Köln so spielen wie wir gestern, wäre der O-Ton ''im Stile einer Spitzenmannschaft'', bei uns wird dagegen trotzdem noch die Leistung bemängelt, auf den schlechten Gegner geschoben oder auf die ''Schlafmützigkeit'' des Gegners. Dass man selber das aber gut ausgenutzt hat, fällt komplett unter den Tisch. Verstehst du, was ich damit sagen will?
Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Mannschaft nach all den Vorkommnissen in der letzten Zeit so verunsichert und verängstigt reagiert. Es zeigt einem vielmehr, dass das alles doch Menschen sind da unten auf dem Platz. Menschen mit Emotionen und auch einer Psyche, die manchmal eben angeschlagen ist. Keine Maschinen, die auf Abruf funktionieren und immer super funktionieren können. Das ständig vorgebrachte größte Schwachsinnsargument von wegen ''das sind Profis, die dafür bezahlt werden'' wurde gestern zum wiederholten Male eindrucksvoll widerlegt. Einmal auf unserer Seite, nach dem Doppelschlag durch Stark und Osako, auf der anderen Seite beim VfR, der danach halb paralysiert wirkte. Das war gestern für mich ein reines ''Psychospiel'', auch wenn sich der Begriff vielleicht komisch anhört. Ich hoffe, dass die Mannschaft daraus gestärkt hervorgeht und die nächsten Spiele selbstbewusster und ohne diese Unsicherheitsfehler erfolgreich bestreitet. Platz 4-6 sind locker noch zu erreichen, was vor allem mit Blick auf die Fernsehgelder eine wichtige Platzierung wäre.
Nimm's mir nicht übel oder sei mir nicht böse, ich habe deinen Kommentar nur als Aufhänger benutzt und ausgeführt, wie sich das Ganze aus meiner Sicht darstellt. Mich kotzt Manches in letzter Zeit bei uns nur noch an. Und damit meine ich explizit nicht die Mannschaft oder die Leistung derselben!!!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von paddl1860 am 08.03.2014 um 21:42 Uhr bearbeitet
17.03.2014 - 08:41 Uhr
Wenn er es schafft, dass das Gehalt von Lauth Osako bekommt und der deshalb kommende Saison hier bleibt, dann bin ich zwiegespalten. Die Statistik spricht gegen ihn. Aber die Neuzugänge find ich gut!
In Skyfall gab es einen geilen Satz: Alter ist keine Garantie für Effizienz (Funkel) und Jugend keine Garantie für Innovation (T. Schneider).
Von allen Trainern die wir seit dem Abstieg hatten, ist er der Profesionellste. Ob er der beste ist sei dahingestellt.
Niemand hat ne Glaskugel!
In Skyfall gab es einen geilen Satz: Alter ist keine Garantie für Effizienz (Funkel) und Jugend keine Garantie für Innovation (T. Schneider).
Von allen Trainern die wir seit dem Abstieg hatten, ist er der Profesionellste. Ob er der beste ist sei dahingestellt.
Niemand hat ne Glaskugel!
21.03.2014 - 10:02 Uhr
Meiner Meinung nach:
Mit Funkel verlängern.
Er hat wichtige Kontakte (wie man bei Osako sieht) und wir brauchen Konstanz.
Wir brauchen nicht den nächsten Bruch, das nächste Experiment und den nächsten Grund, warum alles nicht so klappt, wie es soll...
Die Mannschaft/ der Trainerstab muss sich eingewöhnen - den ganzen Kasperle sollten wir uns sparen. Dann will der neue Trainer wieder andere Spieler oder kann mit X nicht, hätte gerne y gewollt... etc. etc. etc.
Ich glaube, dass wir mit Konstanz eher um die Plätze 3 - 6 spielen können, als mit ständigem Wechsel an Schlüsselpositionen.
FF ist glaub ich nicht das, was uns am Ende der Saison die Platzierung/ den Aufstieg kostet, sondern das ständige hin und wieder her.
Mit Funkel verlängern.
Er hat wichtige Kontakte (wie man bei Osako sieht) und wir brauchen Konstanz.
Wir brauchen nicht den nächsten Bruch, das nächste Experiment und den nächsten Grund, warum alles nicht so klappt, wie es soll...
Die Mannschaft/ der Trainerstab muss sich eingewöhnen - den ganzen Kasperle sollten wir uns sparen. Dann will der neue Trainer wieder andere Spieler oder kann mit X nicht, hätte gerne y gewollt... etc. etc. etc.
Ich glaube, dass wir mit Konstanz eher um die Plätze 3 - 6 spielen können, als mit ständigem Wechsel an Schlüsselpositionen.
FF ist glaub ich nicht das, was uns am Ende der Saison die Platzierung/ den Aufstieg kostet, sondern das ständige hin und wieder her.
21.03.2014 - 11:21 Uhr
Ein Nachtrag, weil ich den Zusatz in dem Beitrag vergessen hatte und nun nicht mehr bearbeiten kann (zu spät):
Bei Sechzig hofft man seit 10 Jahren auf den "Messias" der kommt und plötzlich greifen alle Rädchen ineinander, alle Dinge, die prinzipiell funktionieren könnten und dann auch zugegeben toll wären, funktionieren und sind toll.
Und dieses "Erlöser"- Denken setzt ein, sobald es
a) einen neuen Verantwortlichen gibt, egal ob Sportdirektor, Präsident, Trainer
b) einen neuen Spieler gibt, der prinzipiell Potential oder einen Namen hat
c) sobald mal irgendwas funktioniert
Nur leider läuft es so nicht.
ALLE Zahnräder müssen ineinander greifen, es gibt keinen "Alles klappt"- Knopf auf den man drückt und taaadaaaa - alles klappt.
Die Zahnräder müssen feinabgestimmt werden und es bringt nichts, ständig diese Teile auszutauschen, sobald sie anfangen zu funktionieren. In jedem erfolgreichen Unternehmen/ Team weiß und akzeptiert man das oder man bezahlt teuer, bis man es akzeptiert.
Wir haben lange genug bezahlt.
Es geht nur über Konstanz und da halte ich Funkel für geeignet - er gibt offensichtlich richtige und wichtige Impulse. Er ist nicht der oben "Erlöser" und das ist auch okay so, weil es denn einfach nicht gibt.
Kurz: Funkel raus heisst nur, wieder einmal bei Null beginnen. Funkel macht m.E. fast alles, was wir uns erhofft haben:
- er bringt echte Verstärkungen ran (Ludwig, Steinhöfer und Osako)
- er setzt die Leute richtig ein
- er bringt die Jungend ran (Weigl)
- er bringt die Leute, die auch leisten (Lauth mag ich, aber auf der Bank triftt er im Moment einfach genauso gut)
- er führt die Leute an ihre Leistungsbereiche ran (z.B. Adlung als positives Beispiel)
- er bringt uns Stück für Stück in Richtung "ordentlichen" Fussball (ich vermisse die hohen Bälle nämlich nicht)
Mehr kannste nicht erwarten!
Bei Sechzig hofft man seit 10 Jahren auf den "Messias" der kommt und plötzlich greifen alle Rädchen ineinander, alle Dinge, die prinzipiell funktionieren könnten und dann auch zugegeben toll wären, funktionieren und sind toll.
Und dieses "Erlöser"- Denken setzt ein, sobald es
a) einen neuen Verantwortlichen gibt, egal ob Sportdirektor, Präsident, Trainer
b) einen neuen Spieler gibt, der prinzipiell Potential oder einen Namen hat
c) sobald mal irgendwas funktioniert
Nur leider läuft es so nicht.
ALLE Zahnräder müssen ineinander greifen, es gibt keinen "Alles klappt"- Knopf auf den man drückt und taaadaaaa - alles klappt.
Die Zahnräder müssen feinabgestimmt werden und es bringt nichts, ständig diese Teile auszutauschen, sobald sie anfangen zu funktionieren. In jedem erfolgreichen Unternehmen/ Team weiß und akzeptiert man das oder man bezahlt teuer, bis man es akzeptiert.
Wir haben lange genug bezahlt.
Es geht nur über Konstanz und da halte ich Funkel für geeignet - er gibt offensichtlich richtige und wichtige Impulse. Er ist nicht der oben "Erlöser" und das ist auch okay so, weil es denn einfach nicht gibt.
Kurz: Funkel raus heisst nur, wieder einmal bei Null beginnen. Funkel macht m.E. fast alles, was wir uns erhofft haben:
- er bringt echte Verstärkungen ran (Ludwig, Steinhöfer und Osako)
- er setzt die Leute richtig ein
- er bringt die Jungend ran (Weigl)
- er bringt die Leute, die auch leisten (Lauth mag ich, aber auf der Bank triftt er im Moment einfach genauso gut)
- er führt die Leute an ihre Leistungsbereiche ran (z.B. Adlung als positives Beispiel)
- er bringt uns Stück für Stück in Richtung "ordentlichen" Fussball (ich vermisse die hohen Bälle nämlich nicht)
Mehr kannste nicht erwarten!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HHLoewe am 21.03.2014 um 11:23 Uhr bearbeitet
21.03.2014 - 13:16 Uhr
Zitat von HHLoewe:
Ich wollte nie behaupten, dass Funkel alles richtig macht.
Meine Aussage ist im Wesentlichen:
Ich halte Funkel nicht für den limitierenden Faktor bei uns.
Und ich sehe "irgendeinen" neuen Trainer egal wer es ist, eher als kritischen Faktor, als einen Funkel.
Es ist richtig dass man bei Funkel weiß, was man an ihm hat.
Dennoch sollte doch über die Frage des Trainers in aller erster Linie der Sportverantwortliche, egal ob man diesen nun Sportdirektor oder Geschäftsführer Sport nennt, entscheiden.
Es geht doch darum, eine Linie reinzubringen, die dann zumindest mittelfristig verfolgt werden kann. Wenn man sich dazu entschlossen habe sollte, von dem bisherigen (wenig erfolgreichen) Zickzack-Kurs abzuweichen und dafür auch die Voraussetzungen gegeben sind (Einigkeit mit Investor ist für mich eine Grundvoraussetzung), dann wäre die Vorgehensweise, zunächst einen guten Sportchef zu finden, doch nicht verkehrt.
Und der muss dann darüber entscheiden - und hätte die Konsequenzen seiner Entscheidung auch zu verantworten - ob Funkel der Trainer ist, der seine (die des Sportchefs) Vorstellungen umsetzen kann oder ob ein anderer Trainer dafür geeigneter wäre.
Aus dem Grund halte ich es für richtig, zunächst einmal die Frage des Sportdirektors abschließend zu klären und dann über die Vertragsverlängerung mit Funkel zu entscheiden. Deshalb denke ich dass man auch keine vorschnelle Entscheidung bei der Auswahl der für diese Schlüsselposition geeignete Person treffen sollte.
Ich habe das Gefühl dass man auch in dieser Reihenfolge vorgeht, sonst wäre der Vertrag Funkels evtl. schon in der Winterpause verlängert worden, als z.B. Mayrhofer noch total begeistert von Funkel war.
Ich denke dass Funkel in jedem Fall einer der besten Trainer war, die bei 1860 seit Lorant gearbeitet hatten. Ob das auch der Sportchef so sieht, werden wir erleben.
Ich wollte nie behaupten, dass Funkel alles richtig macht.
Meine Aussage ist im Wesentlichen:
Ich halte Funkel nicht für den limitierenden Faktor bei uns.
Und ich sehe "irgendeinen" neuen Trainer egal wer es ist, eher als kritischen Faktor, als einen Funkel.
Es ist richtig dass man bei Funkel weiß, was man an ihm hat.
Dennoch sollte doch über die Frage des Trainers in aller erster Linie der Sportverantwortliche, egal ob man diesen nun Sportdirektor oder Geschäftsführer Sport nennt, entscheiden.
Es geht doch darum, eine Linie reinzubringen, die dann zumindest mittelfristig verfolgt werden kann. Wenn man sich dazu entschlossen habe sollte, von dem bisherigen (wenig erfolgreichen) Zickzack-Kurs abzuweichen und dafür auch die Voraussetzungen gegeben sind (Einigkeit mit Investor ist für mich eine Grundvoraussetzung), dann wäre die Vorgehensweise, zunächst einen guten Sportchef zu finden, doch nicht verkehrt.
Und der muss dann darüber entscheiden - und hätte die Konsequenzen seiner Entscheidung auch zu verantworten - ob Funkel der Trainer ist, der seine (die des Sportchefs) Vorstellungen umsetzen kann oder ob ein anderer Trainer dafür geeigneter wäre.
Aus dem Grund halte ich es für richtig, zunächst einmal die Frage des Sportdirektors abschließend zu klären und dann über die Vertragsverlängerung mit Funkel zu entscheiden. Deshalb denke ich dass man auch keine vorschnelle Entscheidung bei der Auswahl der für diese Schlüsselposition geeignete Person treffen sollte.
Ich habe das Gefühl dass man auch in dieser Reihenfolge vorgeht, sonst wäre der Vertrag Funkels evtl. schon in der Winterpause verlängert worden, als z.B. Mayrhofer noch total begeistert von Funkel war.
Ich denke dass Funkel in jedem Fall einer der besten Trainer war, die bei 1860 seit Lorant gearbeitet hatten. Ob das auch der Sportchef so sieht, werden wir erleben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Observer am 21.03.2014 um 13:18 Uhr bearbeitet
21.03.2014 - 16:43 Uhr
Zitat von loewe089:
Hätte gerne ein Argument, dass ein Trainerwechsel helfen könnte. Dieser Imperativ macht es einem nämlich immer sehr bequem... die letzten Trainerwechsel haben nachweislich nicht geholfen.
Bei einem Trainer geht es nicht nur um die Leistung in seinem eigenen Resort, sondern auch um die Herangehensweise.
Sollte sich der Verein z.B. in einem extremen Szenario dazu entscheiden, 100 Millionen zu investieren, würde dies zur Folge haben, dass Funkel nicht mehr der richtige Mann wäre. Würden wir aus Sparmaßnahmen alle Profis entlassen und nur noch Amateure/Fans aufs Spielfeld lassen, wäre Funkel auch wieder der falsche Trainerkandidat - unabhängig von der gezeigten Leistung.
Das sind jetzt alles extreme Szenarien, um zu veranschaulichen, was ich meine: Es gibt auch Situationen, wo ein Trainerwechsel Sinn macht, selbst wenn der Trainer mehr oder minder erfolgreich war. Das passiert vor allem, wenn sich das Konzept eines Vereines drastisch ändert und der Trainer diesem nicht mehr entspricht.
Das passiert sogar relativ häufig, nur fehlt meist der Mut, an einem funktionierendem System etwas zu ändern, was definitiv auch nach Hinten losgehen kann.
Um auf Funkel zurück zu kommen: Wir bräuchten eigentlich einen Trainer, der noch deutlich mehr auf Jugend setzt, als es Funkel tut, dabei attraktiven und offensiven Fußball spielen lässt (was auch der Entwicklung der Jugendspieler innerhalb der Profimannschaft gut täte), der mit einem relativ kleinen Kader klar kommt, der keine Probleme mit der doch etwas schwierigen münchner Medienlandschaft hat und der vom Ruf her auch Ismaik zusagen würde.
Dazu kommt das "normale" Anforderungsprofil für einen Trainer, wie Bezahlbarkeit, Erfahrung, Erfolge, etc. und vieles weiteres.
Funkel ist schon ein ordentlicher Trainer für unseren Posten, aber man wäre blauäugig, wenn man sagen würde, er wäre der Ideale. Insofern ist es nur richtig, die Augen offen zu halten - und sowieso sollte man hier abwarten, bis der Sportdirektor verpflichtet wurde, weil der da sicherlich auch ein Wörtchen mitreden will.
Hätte gerne ein Argument, dass ein Trainerwechsel helfen könnte. Dieser Imperativ macht es einem nämlich immer sehr bequem... die letzten Trainerwechsel haben nachweislich nicht geholfen.
Bei einem Trainer geht es nicht nur um die Leistung in seinem eigenen Resort, sondern auch um die Herangehensweise.
Sollte sich der Verein z.B. in einem extremen Szenario dazu entscheiden, 100 Millionen zu investieren, würde dies zur Folge haben, dass Funkel nicht mehr der richtige Mann wäre. Würden wir aus Sparmaßnahmen alle Profis entlassen und nur noch Amateure/Fans aufs Spielfeld lassen, wäre Funkel auch wieder der falsche Trainerkandidat - unabhängig von der gezeigten Leistung.
Das sind jetzt alles extreme Szenarien, um zu veranschaulichen, was ich meine: Es gibt auch Situationen, wo ein Trainerwechsel Sinn macht, selbst wenn der Trainer mehr oder minder erfolgreich war. Das passiert vor allem, wenn sich das Konzept eines Vereines drastisch ändert und der Trainer diesem nicht mehr entspricht.
Das passiert sogar relativ häufig, nur fehlt meist der Mut, an einem funktionierendem System etwas zu ändern, was definitiv auch nach Hinten losgehen kann.
Um auf Funkel zurück zu kommen: Wir bräuchten eigentlich einen Trainer, der noch deutlich mehr auf Jugend setzt, als es Funkel tut, dabei attraktiven und offensiven Fußball spielen lässt (was auch der Entwicklung der Jugendspieler innerhalb der Profimannschaft gut täte), der mit einem relativ kleinen Kader klar kommt, der keine Probleme mit der doch etwas schwierigen münchner Medienlandschaft hat und der vom Ruf her auch Ismaik zusagen würde.
Dazu kommt das "normale" Anforderungsprofil für einen Trainer, wie Bezahlbarkeit, Erfahrung, Erfolge, etc. und vieles weiteres.
Funkel ist schon ein ordentlicher Trainer für unseren Posten, aber man wäre blauäugig, wenn man sagen würde, er wäre der Ideale. Insofern ist es nur richtig, die Augen offen zu halten - und sowieso sollte man hier abwarten, bis der Sportdirektor verpflichtet wurde, weil der da sicherlich auch ein Wörtchen mitreden will.
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