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Finanzierung der Hertha

26.01.2010 - 17:25 Uhr
Finanzierung der Hertha |#8541
21.08.2026 - 12:44 Uhr
Ich hab eher die Frage, wie es nun in zukünftigen Saison voraussichtlich aussieht? Wir haben ja jetzt die Kaderkosten bereits massiv gesenkt und es werden ja voraussichtlich die restlichen Großverdiener, die bisher die Gehälter nicht rechtfertigen konnten (Thorsteinsson, Sessa- in Abzügen da ich das Gehalt nicht kenne auch Gersbeck, sowie den gut bezahlten Gechter) rausfallen. Wenn wir nun nicht wieder mit Geld um uns schmeißen (wonach es aktuell aussieht) kann man doch mutmaßen, dass wir vielleicht auch mal nicht mehr auf so große Transfereinnahmen angewiesen sind, oder?
Finanzierung der Hertha |#8542
21.08.2026 - 13:11 Uhr
Zitat von since1892
Das ist vollkommen richtig. Ich weiß jetzt nicht wann die Rückstellungen zu Bobic gebildet wurden und was man sonst so alles aktuell einspart.
Aber über den Daumen gepeilt, hatten wir im 2. hJ 2025 eine null geschrieben bei ca tranfereinnahmen von 12mio.
Wenn man dieses Ergebnis mal 3 Halbjahre rechnet, macht es ein Defizit von ca 36mio.
D.h. Wird sollten ca bei plus 4mio liegen plus minus die erwähnten Unschärfen.
Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass von den Schulden erstmal nichts getilgt wird…
Finde ich auch nicht so schlimm. Zinsen über ca 2mio p.a. Erdrücken einen nicht.
Heißt aber auch man ist lediglich auf dem Weg der Genesung. Aber noch lange nicht am Ziel.


Dieses Szenario mal vorausgesetzt: 12 Mio Defizit sollten in Real dann nicht mehr existieren. Nehmen wir mal an:

Ernst, Winkler, Karbownik, Leistner je 750 k
Brooks, Demme, Eichhorn, Kownacki je 1 Mio
Cuisance, Reese je 2 Mio

Macht circa 11 Mio. EUR Gehaltseinsparung alleine. Ein Defizit sollte dann im nächsten Jahr nicht mehr entstehen aus dem operativen Geschäft.
Finanzierung der Hertha |#8543
21.08.2026 - 13:14 Uhr
Es ist halt schwierig zu sagen, wieviel wir sparen außerhalb der Kader Kosten….
Ansonsten ist die Rechnung recht simple.
Jährliches Defizit von 24mio
Gehaltseinsparungen Kader aktuell 10mio.
Ergebnis -14mio.

Dann kämen halt noch die unbekannten dazu.
Der nächste Finanzbericht wird uns noch etwas mehr Licht bringen….

Weiß jmd wann der veröffentlicht wird?


kurzer Nachtrag:
Da per Ende Juni voraussichtlich kein überbrückungskredit aufgenommen wurde, müsste egtl. ein Liquiditätspuffer von ca. 12 Mio vorliegen. Man KÖNNTE damit dann evtl. doch ein paar Verbindlichkeiten zurückführen. Aber ob das gemacht wird, ist eine andere Frage...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von since1892 am 21.08.2026 um 13:29 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8544
21.08.2026 - 13:31 Uhr
Zitat von Herthanah

Zitat von since1892

Das ist vollkommen richtig. Ich weiß jetzt nicht wann die Rückstellungen zu Bobic gebildet wurden und was man sonst so alles aktuell einspart.
Aber über den Daumen gepeilt, hatten wir im 2. hJ 2025 eine null geschrieben bei ca tranfereinnahmen von 12mio.
Wenn man dieses Ergebnis mal 3 Halbjahre rechnet, macht es ein Defizit von ca 36mio.
D.h. Wird sollten ca bei plus 4mio liegen plus minus die erwähnten Unschärfen.
Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass von den Schulden erstmal nichts getilgt wird…
Finde ich auch nicht so schlimm. Zinsen über ca 2mio p.a. Erdrücken einen nicht.
Heißt aber auch man ist lediglich auf dem Weg der Genesung. Aber noch lange nicht am Ziel.


Dieses Szenario mal vorausgesetzt: 12 Mio Defizit sollten in Real dann nicht mehr existieren. Nehmen wir mal an:

Ernst, Winkler, Karbownik, Leistner je 750 k
Brooks, Demme, Eichhorn, Kownacki je 1 Mio
Cuisance, Reese je 2 Mio

Macht circa 11 Mio. EUR Gehaltseinsparung alleine. Ein Defizit sollte dann im nächsten Jahr nicht mehr entstehen aus dem operativen Geschäft.


Das Defizit von 12Mio bezieht sich auf eine halbes Jahr! Die Gehaltseinsparungen auf ein Ganzes...
Ergo blieben die ca. 14mio Defizit übrig...

Sind aber auf einem guten Weg.
3-5 Mio drum herum einsparen.
3-5 Mio Beraterkosten reduzieren
2,5Mio perspektivisch Zinsen sparen
Bisschen vielleicht noch beim Kadergehalt.

Dann bist die schwarze 0 nicht mehr weit.
Denke wir werden nächste Jahr nochmal einen kleinen Transferüberschuss brauchen und sind danach durch...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von since1892 am 21.08.2026 um 13:40 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8545
21.08.2026 - 20:12 Uhr
Zitat von since1892

Zitat von Herthanah

Zitat von since1892

Das ist vollkommen richtig. Ich weiß jetzt nicht wann die Rückstellungen zu Bobic gebildet wurden und was man sonst so alles aktuell einspart.
Aber über den Daumen gepeilt, hatten wir im 2. hJ 2025 eine null geschrieben bei ca tranfereinnahmen von 12mio.
Wenn man dieses Ergebnis mal 3 Halbjahre rechnet, macht es ein Defizit von ca 36mio.
D.h. Wird sollten ca bei plus 4mio liegen plus minus die erwähnten Unschärfen.
Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass von den Schulden erstmal nichts getilgt wird…
Finde ich auch nicht so schlimm. Zinsen über ca 2mio p.a. Erdrücken einen nicht.
Heißt aber auch man ist lediglich auf dem Weg der Genesung. Aber noch lange nicht am Ziel.


Dieses Szenario mal vorausgesetzt: 12 Mio Defizit sollten in Real dann nicht mehr existieren. Nehmen wir mal an:

Ernst, Winkler, Karbownik, Leistner je 750 k
Brooks, Demme, Eichhorn, Kownacki je 1 Mio
Cuisance, Reese je 2 Mio

Macht circa 11 Mio. EUR Gehaltseinsparung alleine. Ein Defizit sollte dann im nächsten Jahr nicht mehr entstehen aus dem operativen Geschäft.


Das Defizit von 12Mio bezieht sich auf eine halbes Jahr! Die Gehaltseinsparungen auf ein Ganzes...
Ergo blieben die ca. 14mio Defizit übrig...

Sind aber auf einem guten Weg.
3-5 Mio drum herum einsparen.
3-5 Mio Beraterkosten reduzieren
2,5Mio perspektivisch Zinsen sparen
Bisschen vielleicht noch beim Kadergehalt.

Dann bist die schwarze 0 nicht mehr weit.
Denke wir werden nächste Jahr nochmal einen kleinen Transferüberschuss brauchen und sind danach durch...

Da hier viel über einzelne Positionen spekuliert wird, habe ich mal versucht auf Basis der veröffentlichten Zahlen und der bekannten Transfers das kumulierte Ergebnis für 25/26 und 26/27 abzuleiten.

Bewusst über beide Jahre zusammen, weil die Zuordnung der Transfers dieses Sommers zum jeweiligen Geschäftsjahr etwas verwirrend ist.

Ausgangslage vor den Veränderungen dieses Sommers:
  • Veröffentlicht sind die GuV 24/25 sowie H1 25/26. Wenn man daraus H2 25/26 konservativ extrapoliert, komme ich vor den Sommerverkäufen und -abgängen auf rund 5 Mio. Euro Verlust für 25/26. Die bereits in H1 verbuchten Transfererlöse (Maza, Scherhant) sind dabei natürlich enthalten.
  • Nimmt man für 26/27 zunächst dieselbe Personalkostenbasis wie 25/26 und unterstellt keine neuen Transfererlöse, läge das Defizit bei ungefähr 16 Mio. Euro.

→ Ausgangspunkt über beide Jahre: ca. -21 Mio. Euro.

Dann kommen die Veränderungen dieses Sommers:
  • Vertragsenden und auslaufende Leihen: Demme, Brooks, Karbownik, Leistner etc. sowie Kownacki und Krattenmacher reduzieren den Personalaufwand grob um 5–6 Mio. Euro pro Jahr. → kumuliertes Ergebnis verbessert sich von -21 auf ca. -15 bis -16 Mio. Euro.
  • Spielerverkäufe: Reese, Eichhorn, Cuisance, Ernst und Winkler plus die Aseko-Beteiligung bringen zusammen grob 31 Mio. Euro Transfererlöse. Nach Restbuchwerten und sonstigen Transferkosten würde ich konservativ mit einem Netto-Ergebnisbeitrag von ca. 26–28 Mio. Euro rechnen. Gleichzeitig sparen die Verkäufe nochmals grob 4 Mio. Euro Personalaufwand in 26/27. → damit läge das kumulierte Ergebnis bereits bei ungefähr +15 bis +17 Mio. Euro.
  • Neue bzw. verlängerte Verträge / Leihzugänge. Brekalo und Eitschberger sowie Adewumi, Alfa-Ruprecht etc. erhöhen die Kosten gegenüber diesem Zwischenstand wieder um grob 2 Mio. Euro. → Endergebnis über 25/26 + 26/27: konservativ ca. +13 bis +15 Mio. Euro.

Meine grobe Rechnung für 25 / 26 + 26 / 27 kummuliert wäre damit:

-21 Mio. Ausgangsdefizit
+5–6 Mio. Vertrags-/Leihenden
+26–28 Mio. Netto-Transferbeitrag
+~4 Mio. eingesparte Gehälter der verkauften Spieler
-~2 Mio. neue/verlängerte Verträge
= ~13–15 Mio. Euro kumulierter Überschuss

Noch nicht eingerechnet sind mögliche zusätzliche Zinsersparnisse durch Schuldentilgung. Umgekehrt kennen wir natürlich nicht alle Transfernebenkosten und Sondereffekte, weshalb ich lieber etwas konservativer rechnen würde.

Wenn die Logik ungefähr stimmt, müssten also aus diesen beiden Geschäftsjahren grob 13 Mio. Euro für Eigenkapital/Schuldenabbau übrig bleiben, bevor man jetzt noch weitere größere Transferausgaben tätigt.

Auf Basis dieser GuV aus 26 / 27 wäre dann die GuV in 27 / 28 ohne weitere Transfers und Kostensenkungen bei ca. €7m Verlust. Da im Sommer 27 aber viele Verträge auslaufen und wir wahrscheinlich auch bei anderen Positionen (anderes Personal, Beraterkosten etc.) noch Geld sparen, kommen wir aber wahrscheinlich bei weniger raus.

Seht ihr irgendwo einen Fehler in der Logik bzw. eine Position, die ich übersehe?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alexandrops am 21.08.2026 um 20:28 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8546
21.08.2026 - 22:22 Uhr
Die Frage, die man von außen nicht beantworten kann ist z.B.:

Wenn ein Transfer für 9 Mio. über die Bühne geht, wieviel dieser 9 Mio. landen wirklich beim Verein?

Hier wird dauernd mit den Transferangaben als Einnahmen gerechnet und zwar als komplette Summe - daran würde ich mal leichte Zweifel anmelden......
Finanzierung der Hertha |#8547
21.08.2026 - 23:04 Uhr
Zitat von soki1072_2

Die Frage, die man von außen nicht beantworten kann ist z.B.:

Wenn ein Transfer für 9 Mio. über die Bühne geht, wieviel dieser 9 Mio. landen wirklich beim Verein?

Hier wird dauernd mit den Transferangaben als Einnahmen gerechnet und zwar als komplette Summe - daran würde ich mal leichte Zweifel anmelden......


Aus meiner Sicht ist vor allem das Thema Beraterkosten sehr undurchsichtig.
24/25 sollen das bei der Hertha 16.59% gewesen sein.
Ich gehe davon aus, dass Basis dafür die Summe aller Transfers ist, nicht nur der Zugänge.
Wenn diese in dem von @Alexandrops gewählten Zeitraum ähnlich hoch war, dürfte die Nettoeinnahme entsprechend niedriger ausgefallen sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BallToGo am 21.08.2026 um 23:08 Uhr bearbeitet
Finanzierung der Hertha |#8548
22.08.2026 - 00:25 Uhr

Quelle: RBB

rbb|24: Es haben viele Spieler den Verein verlassen. Sie haben gutes Geld eingenommen, überschlagen rund 25 Millionen Euro. Es ist aber erst ein Spieler geholt worden. Wird da noch etwas kommen in den nächsten Wochen?
Peter Görlich: Lassen Sie mich eingangs nur sagen: Auch Fußballvereine haben Brutto-Netto-Rechnungen. Es mag sein, dass da irgendwelche Summen kursieren, aber am Ende des Tages müssen wir gucken, was ist davon übriggeblieben, was landet tatsächlich bei uns?
Zitat von soki1072_2
Die Frage, die man von außen nicht beantworten kann ist z.B.:

Wenn ein Transfer für 9 Mio. über die Bühne geht, wieviel dieser 9 Mio. landen wirklich beim Verein?

Hier wird dauernd mit den Transferangaben als Einnahmen gerechnet und zwar als komplette Summe - daran würde ich mal leichte Zweifel anmelden......


Ich denke dieser Abschnitt aus dem Interview mit PG untermauert deinen Zweifel massiv.
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