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FC Chelsea

31.07.2012 - 17:46 Uhr
FC Chelsea |#1381
27.09.2012 - 17:32 Uhr
Zitat von england5germany1:
Zitat von Pyrrhus:
Zitat von schuladen:
Zitat von england5germany1:
Nur ein Spiel mehr, als für eine rote Karte. Da ist er wieder der Punkt, den man als arg fragwürdig einstuft.

Ohne von der Sache viel mitbekommen zu haben verwundert es mich, dass man Terry für 4 Spiele für etwas sperrt, für was er von einem ordentlichen Gericht freigesprochen wurde.

Die Rechtsprechung des Staates verfolgt aber andere Grundsätze als eine solche Entscheidung.
So ist es! Und zum Glück ist es weiterhin so, dass sich die Sportgerichtsbarkeit ihren eigenen Zuständigkeitsbereich nicht durch ein anderes Gericht streitig hat machen lassen.

Was mir bei diesem Urteil auffällt ist die Tatsache, dass wieder nur eine Spielsperre und Geldstrafe ausgesprochen worden ist. Wie schon im Fall Suarez wäre in meinen Augen eine zusätzliche Disziplinarmaßnahme a.k.a. Sozialstunden in einem der vielen Bereichen der FA durchaus sinnvoll gewesen.

Mal abgesehen davon, dass ich das Urteil als solala "relativ" mild finde, warum kommt es eigentlich so spät? Habe das Verfahren nicht verfolgt? Was war denn "noch" so alles im Weg einer schnellen Gerichtsbarkeit?

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Zodwars Nr. 1 Fan!
FC Chelsea |#1382
27.09.2012 - 17:33 Uhr
Zitat von england5germany1:
Zitat von Juan10Mata:
Zitat von LucimarFerreira:
Suarez wurde für das gleiche vergehen für 8 spiele gesperrt oder?


Darüber kann man auch lange diskutieren, aber was einige User hören wollen ist wohl, dass Terry schon immer schuldig war und die Strafe nicht hart genug sei, auch wenn John Terry vor Gericht freigesprochen worden ist.
Am Ende des Tages war es womöglich eine mittelgroße Verschwörung und der ehemalige Nationalspieler John Terry war und ist unschuldig.


Das von dir anscheinend so geachtete rechtsverständnis der sportsgerichtbarkeit ist in einigen punkten nur mit viel wohlwollen von reiner willkür zu unterscheiden. Als beispiele seien hier nurdie nichtachtung des prinzips in dubio pro reo und die damit verbundene beweislast der verteidigung genannt. Natürlich unterwerfen sich sportler dieser gerichtsbarkeit durch ihre mitgliedschaft im jeweiligen club der wiederum den regularien des nationalen verbandes untersteht, jedoch muss man sich angesichts solcher entscheidungen schon gedanken über deren legitimation und zu grunde liegenden prinzipien machen.

Völlig daneben ist es, zusätzliche strafen in form von sozialstunden zu fordern, da für eine solche maßnahme einem sportverband in jedem fall die rechtliche grundlage fehlt. Das wäre so, als würde die anwaltskammer einen anwalt zu sozialstunden zwingen, weil er eines vergehens beschuldigt wird, das ihm nicht nachgewiesen werden konnte.

Sei es wie es sei, vier spiele sind jetzt nicht der weltuntergang und damit ist diese leidliche geschichte hoffentlich ein für allemal abgehakt.

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19.5.2012 A night for immortality

Dieser Beitrag wurde zuletzt von JTchelseasherz am 27.09.2012 um 17:38 Uhr bearbeitet
FC Chelsea |#1383
27.09.2012 - 17:43 Uhr
Zitat von JTchelseasherz:
Das von dir anscheinend so geachtete rechtsverständnis der sportsgerichtbarkeit ist in einigen punkten nur mit viel wohlwollen von reiner willkür zu unterscheiden. Als beispiele seien hier nurdie nichtachtung des prinzips in dubio pro reo und die damit verbundene beweislast der verteidigung genannt.

Soweit ich mich erinnere, fällt diese Gerichtsbarkeit unter das englische Zivilrecht, während das Strafrecht anderen Grundsätzen folgt. So muss man zwischen "balance of probabilities" und "beyond reasonable doubt" unterscheiden.

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Zodwars Nr. 1 Fan!
FC Chelsea |#1384
27.09.2012 - 17:43 Uhr
Zitat von JTchelseasherz:


Das von dir anscheinend so geachtete rechtsverständnis der sportsgerichtbarkeit ist in einigen punkten nur mit viel wohlwollen von reiner willkür zu unterscheiden. Als beispiele seien hier nurdie nichtachtung des prinzips in dubio pro reo und die damit verbundene beweislast der verteidigung genannt. Natürlich unterwerfen sich sportler dieser gerichtsbarkeit durch ihre mitgliedschaft im jeweiligen club der wiederum den regularien des nationalen verbandes untersteht, jedoch muss man sich angesichts solcher entscheidungen schon gedanken über deren legitimation und zu grunde liegenden prinzipien machen.
Ein heftiger Vorwurf, den du bitte mit Fakten/Beweisen etc. beweisen solltest, wenn du ihn schon so locker in den Raum wirfst. :)
Zitat von JTchelseasherz:

Völlig daneben ist es, zusätzliche strafen in form von sozialstunden zu fordern, da für eine solche maßnahme einem sportverband in jedem fall die rechtliche grundlage fehlt. Das wäre so, als würde die anwaltskammer einen anwalt zu sozialstunden zwingen, weil er eines vergehens beschuldigt wird, das ihm nicht nachgewiesen werden konnte.
Sorry, aber warum sollte es nicht möglich sein Spielern das Ableisten solcher Maßnahmen aufzuerlegen, wenn sie zuvor in den Strafenkatalog mit aufgenommen wurden?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von england5germany1 am 27.09.2012 um 17:50 Uhr bearbeitet
FC Chelsea |#1385
27.09.2012 - 17:48 Uhr
Zitat von Pyrrhus:
Zitat von england5germany1:
Zitat von Pyrrhus:
Zitat von schuladen:
Zitat von england5germany1:
Nur ein Spiel mehr, als für eine rote Karte. Da ist er wieder der Punkt, den man als arg fragwürdig einstuft.

Ohne von der Sache viel mitbekommen zu haben verwundert es mich, dass man Terry für 4 Spiele für etwas sperrt, für was er von einem ordentlichen Gericht freigesprochen wurde.

Die Rechtsprechung des Staates verfolgt aber andere Grundsätze als eine solche Entscheidung.
So ist es! Und zum Glück ist es weiterhin so, dass sich die Sportgerichtsbarkeit ihren eigenen Zuständigkeitsbereich nicht durch ein anderes Gericht streitig hat machen lassen.

Was mir bei diesem Urteil auffällt ist die Tatsache, dass wieder nur eine Spielsperre und Geldstrafe ausgesprochen worden ist. Wie schon im Fall Suarez wäre in meinen Augen eine zusätzliche Disziplinarmaßnahme a.k.a. Sozialstunden in einem der vielen Bereichen der FA durchaus sinnvoll gewesen.

Mal abgesehen davon, dass ich das Urteil als solala "relativ" mild finde, warum kommt es eigentlich so spät? Habe das Verfahren nicht verfolgt? Was war denn "noch" so alles im Weg einer schnellen Gerichtsbarkeit?
Man hat es von Anfang an damit begründet, dass alle Beteiligten zu sehr mit ihren fußballerischen "Tätigkeiten" beschäftigt seien. Die FA hat sich damit natürlich selbst hochgradig lächerlich gemacht. Irgendwann ist es dann leider dazu gekommen, dass es nur noch Verlierer gibt und der wichtigste Punkt an der ganze Sache, der Kampf gegen Rassismus, in der öffentlichen Debatte nur noch als Randnotiz auftaucht.
FC Chelsea |#1386
27.09.2012 - 17:55 Uhr
Ahja. Fußballerische Tätigkeiten sind ja nun nix neues für einen Fußballer und sollten in gegebenen Fällen eigentlich recht subsidiär zu der Behandlung von rassistischen Vorfällen sein... aber da hat ja jeder so seine eigene Meinung zu und sicher ganz viele eine andere. Danke für die Antwort.

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Zodwars Nr. 1 Fan!
FC Chelsea |#1387
27.09.2012 - 18:20 Uhr
Zitat von CFC4ever:
Unsere HP mit sehr knappen Statement zu der Geschichte, was die Vermutung nahelegt, dass JT in Berufung geht.
Oder man nimmt das ja irgendwie auch nicht ganz ungerechtfertigte Urteil zur Kenntnis, macht im Gegensatz zu anderen keinen für Gesprächsstoff sorgenden Kokolores, putzt sich den Mund ab und versucht die Dinge hinter sich zu lassen, ohne mehr Schaden zu nehmen als nötig.

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Zodwars Nr. 1 Fan!
FC Chelsea |#1388
27.09.2012 - 18:41 Uhr
Zitat von england5germany1:

Ein heftiger Vorwurf, den du bitte mit Fakten/Beweisen etc. beweisen solltest, wenn du ihn schon so locker in den Raum wirfst. :)


Wie bereits gesagt, die anwendung von balance of probabilities in einer sache, die mit nicht per se zivilrechtlichen maßnahmen wie zeitlich begrenzte berufsverbote (nichts anderes ist eine sperre) geahndet wird, ist problematisch. Wenns nur um einen vergleich zwischen terry und ferdinand gegangen wäre, wär das was anderes.

Zitat von e5g1:

Sorry, aber warum sollte es nicht möglich sein Spielern das Ableisten solcher Maßnahmen aufzuerlegen, wenn sie zuvor in den Strafenkatalog mit aufgenommen wurden?


Weil die FA nur ein SPORTVERBAND ist und sozialstunden eine maßnahme außerhalb ihrer kompetenz sind. Ein sportverband kann innerhalb seiner zuständigkeit = fussballspiele eingreifen, selbst geldstrafen sind streng genommen ohne deckung durch ein ziviles ordentliches gericht, das demokratischen kriterien entspricht, fragwürdig.

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19.5.2012 A night for immortality

Dieser Beitrag wurde zuletzt von JTchelseasherz am 27.09.2012 um 18:47 Uhr bearbeitet
FC Chelsea |#1389
27.09.2012 - 18:47 Uhr
Zitat von CFC4ever:

Damit könnte man also noch Zeit gewinnen, sodass JT gegen Arsenal wohl auf jeden Fall noch spielen könnte...

Wobei ich mir unabhängig vom juristischen Teil nicht sicher wäre, ob ich Terrys Einsatz gegen einen schnellen Spieler wie Gervinho (falls er spielt) unbedingt herbeisehnen würde...
FC Chelsea |#1390
27.09.2012 - 19:10 Uhr
Zitat von JTchelseasherz:
Zitat von england5germany1:

Ein heftiger Vorwurf, den du bitte mit Fakten/Beweisen etc. beweisen solltest, wenn du ihn schon so locker in den Raum wirfst. :)


Wie bereits gesagt, die anwendung von balance of probabilities in einer sache, die mit nicht per se zivilrechtlichen maßnahmen wie zeitlich begrenzte berufsverbote (nichts anderes ist eine sperre) geahndet wird, ist problematisch. Wenns nur um einen vergleich zwischen terry und ferdinand gegangen wäre, wär das was anderes.
Ok, also ich nehme daraus, dass du grundsätzlich das Sportrecht als fragwürdig ansiehst. Berichtige mich, wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege.
Zitat von JTchelseasherz:

Zitat von e5g1:

Sorry, aber warum sollte es nicht möglich sein Spielern das Ableisten solcher Maßnahmen aufzuerlegen, wenn sie zuvor in den Strafenkatalog mit aufgenommen wurden?


Weil die FA nur ein SPORTVERBAND ist und sozialstunden eine maßnahme außerhalb ihrer kompetenz sind. Ein sportverband kann innerhalb seiner zuständigkeit = fussballspiele eingreifen, selbst geldstrafen sind streng genommen ohne deckung durch ein ziviles ordentliches gericht, das demokratischen kriterien entspricht, fragwürdig.
S.o. Dass die rechtliche Einordnung der Vereins- Geldstrafe höchst umstritten ist, ist auch mir bekannt. Nichtsdestotrotz sehe ich dadurch keinen Grund, dass man nicht auch endlich neue Wege im Sanktionskatalog gehen könnte, um bspw. bei dem hier vorliegenden Fall, ein deutlich stärkeres Zeichen in Richtung Integration und Nachhaltigkeit zu setzen.
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