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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#361
28.01.2017 - 09:32 Uhr
Zitat von MoritzHertha

Ich finde es im Allgemeinen falsch, die Herthafans in "Ihr" und "Wir" zu unterteilen. Unter "denen", den Ultras, gibt es viele intelligente und reflektierte Menschen, die im Gegensatz zu vielen anderen ihren Beschwerden noch Ausdruck verleihen und dafür haben sie meinen Respekt. Es ist ihr gutes Recht, sich gegen ein Trikot oder eine Marketing-Kampagne zu wehren, die ihnen nicht passt und ich finde es wichtig, dass das auch weiter getan wird. Sonst gibt es am Ende nur noch Einheitsbrei im Olympiastadion und von dem haben wir in diesem Land schon mehr als genug.


Es gibt bei diesen beiden Punkten aber eben 2 eklatante Widersprüche seitens der Ultras. Die Trikotfarbe des Ausweichtrikot muss sich von blau oder weiß abheben. Das ist ein Fakt und nicht zu diskutieren.

Gleichzeitig sieht man ausgerechnet Ultras nahezu ausschließlich in schwarz oder selbstgemachten "Fan"-Klamotten. Sie unterstützen demnach den Verein bei Merchendise nicht und regen sich über etwas auf, dass sie nicht wirklich betrifft!

Das 2. Thema ist die Werbe-Kampagne. Die ist aber gar nicht auf die Ultras abgestimmt, da die nicht Zielgruppe sind.

Die Ultras (dessen Intelligenz ich ernsthaft teilweise anzweifel) verschwenden Energie in einen Windmühlenkampf, der sie überhaupt nicht betrifft. Es sind in meinen Augen viele profiliergeile Wichtigtuer.

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"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Basti77 am 28.01.2017 um 09:33 Uhr bearbeitet
Fanszene |#362
28.01.2017 - 10:19 Uhr
Hab mir dann auch mal die Erklärung gegeben. Kurzfassung: die Vereinsführung macht alles falsch und die Ultras alles richtig augen-zuhalten. Kein Wort auch über eigene Verfehlungen (ich erinnere da z.B. an das Spruchband gegen Rangnick). Da läuft es sportlich über den Erwartungen und dann macht man so ein Fass auf. Ich verstehe es nicht rolleyes

Natürlich haben sie in der Vergangenheit viel geleistet (wofür ich ihnen sehr dankbar bin!), und ja natürlich haben sie ein Recht die Vereinspolitik mitzubestimmen. Aber dann sollen sie doch dafür die entsprechenden Gremien nutzen. Ein Beispiel: im November war Mitgliederversammlung. Anstatt dort einen Antrag zu stellen, der die Marketingausrichtung thematisiert, pöbelt man lieber öffentlich rum. Das ist doch Mist! Und zwar vereinsschädigender Mist. Wenn sie meinen, dass so viele Herthaner mit der Ausrichtung nicht konform gehen, dann hätten sie doch auf der MV einen Antrag stellen können. Haben sie nicht. Kurzum: die Ultras haben die Möglichkeit der Mitbestimmung im Verein nicht ausreichend genutzt. Und dann mit einer öffentlichen Stellungnahme den Dialog einzustellen ist doch Kindergarten. Mal vereinfacht ausgedrückt: man hat das Gefühl nicht genug gehört zu werden und stellt daraufhin die Gespräche ein? Die Logik muss man mir mal erklären. Die Ultras inszenieren sich hier als Opfer und anstatt konstruktiv zu arbeiten, machen sie Krawall. Toll augen-zuhalten

Abschließend noch zwei Bemerkungen: 1.) Was man tatsächlich nochmal näher beleuchten sollte, ist die Geschichte um die Festlichkeiten zum 125. Geburtstag. Sollten da Gespräche versprochen worden sein und sollte es nicht gegeben haben oder geben, dann ist das natürlich auch Mist.

2.) Dennoch denke ich, dass die Vereinsführung insgesamt bislang sehr tolerant mit den Meinungsäußerungen der Ultras umgegangen ist. Ein Beispiel hierfür sind die Spruchbänder und Transparente. Man hat trotz einiger Entgleisungen (man denke an SP 1: "Vom Traditionsverein zum Marketingschwein") sehr viel zugelassen und nicht bei den Spruchbändern eingegriffen, obwohl das m.M.n. längst erforderlich gewesen wäre. Man die Ultras ihre Meinung kund tun lassen. Mit der neuerlichen Stellungnahme der Ultras ist aber denke ich klar: auch auf Seiten der Vereinsführung sollte die Geduld so langsam aufgebraucht sein. Sätze wie "Wir stehen auch noch dann hier, wenn die Verantwortlichen ihren Job getan haben!" werden nicht zur Entspannung beitragen. Die Ultras haben sich und dem Verein abermals einen Bärendienst erwiesen.
Fanszene |#363
28.01.2017 - 13:19 Uhr
Zitat von Basti77

Das 2. Thema ist die Werbe-Kampagne. Die ist aber gar nicht auf die Ultras abgestimmt, da die nicht Zielgruppe sind.


Und das sagt mir bitte was? Wenn ich also bereits Fan eines Vereins bin, darf ich mich nicht über eine Kampagne äußern, die die Außendarstellung DIESES Vereins verändern soll? Sinn?

In dieser Stellungnahme gibt es das altbekannte Thema der Ausrüstungsfarben, welches ich ebenfalls nicht teile, da ich es nicht wirklich für dramatisch halte und es letztlich in 5 Monaten eh wieder Geschichte ist. Zudem gibt es Äußerungen (Bullenschweine, etc.) die in einem solchen öffentlichen Schreiben nichts zu suchen haben, wenn man ernstgenommen werden will. Abgesehen davon gibt es aber eben auch Teile, die sich vollkommen sachlich mit Vereinsinhalten beschäftigen, die man doch wohl auch genauso kritisieren darf.

Teil 1 ist eben die Imagekampagne. Fing mit einem seltsamen Spruch an und endete iwann mit teils wirklich peinlichen Videos in den social Media Kanälen. Dazu ist der Verein nun neuerdings ein Startup. Glaubt hier wirklich jemand, dass uns das neue Fans bringt? Oder gefällt einem diese Außendarstellung? Ich finds nun nicht so schlimm, dass ich deswegen weniger mit dem Team mitfiebere, ich wär aber doch schon sehr froh darüber gewesen, man hätte das sicherlich nicht wenige Geld in eine gänzlich andere Werbekampagne gesteckt. Hipster und Hertha passt für mich nun wirklich nicht so toll. Und kritisieren darf und kann man das. Auch und gerade wenn man schon Fan ist.

Punkt 2 ist RB Leipzig. Ein emotionales Thema, welches sehr polarisiert. Aber der gemachte Vorschlag mit einem Sondertrikot für dieses Spiel hätte MIR sehr gut gefallen. Irgendein schönes, altes Traditionstrikot auf moderne Weise interpretiert. Einfach um die eigene Geschichte in diesem Spiel gegen eine 2009 gegründete Marketingmaschine aufzuzeigen. Das wäre ein vollkommen veretebarer und auch nicht geschmackloser Seitenhieb gewesen. Wir haben im DFB-Pokal Halbfinale ein solche Sondertrikot präsentiert, Köln macht das jedes Jahr zum Karneval, die Bayern zum Oktoberfest. Was hätte da also groß dagegengesprochen? Nur eins, man wäre vermutlich außerhalb von Berlin an einigen Stellen angeeckt. Und das muss dringend vermieden werden. Oberste Priorität. Bloß keine eindeutige Meinung zu polarisierenden Themen! Aber wenns um das Thema Geld geht, ist Hertha plötzlich Mitglied im Team der Traditionsvereine, um mehr Geld zu bekommen, als die Retortenklubs. Schöne Doppelmoral.

Und das Kapitel mit der 125Jahresfeier und dem nicht einbeziehen derer, die den Verein in den sehr schweren letzten Jahren immer begleitet haben - und damit meine ich nicht nur die Ultras - ist sicherlich alles andere als ein Glanzpunkt. Sowas müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Letztlich macht man damit ein Thema auf, was auf Grund der guten sportlichen Lage überhaupt nicht existieren müsste. Natürlich ist vieles in dem Schreiben überzogen. Es ist aber eben auch nicht so, als ob man sich das alles aus den Fingern gezogen hat. Ich bin kein Ultra und stehe bei diesem Thema auch sicherlich nicht für den "normalen" Fan, aber trotzdem sehe ich eben genügend berechtigte Kritikpunkte, die ich ja im Dezember schon genauso angeprangert habe. Dementsprechend war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es diesbezüglich zu einer Reaktion kommt. Und an dieser ist der Verein auch nicht unschuldig. Dementsprechend sollten Preetz und co das auch nicht unterschätzen. Denn mit einem Punkt haben die Ultras in diesem Schreiben defintiv recht - der Verein ist nicht Preetz, Gegenbauer oder Dardai. Der Verein ist die Gesamtheit der Fans, denn die kommen in guten und in schlechten Zeite. Und so lange die kommen, wird dieser Verein auch existieren. Daher sollte man eben nicht nur mit tollen Kampagnen versuchen, neue Fans zu generieren, sondern sich besonders um die kümmen, die man hat!

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wacken am 28.01.2017 um 13:21 Uhr bearbeitet
Fanszene |#364
29.01.2017 - 07:52 Uhr
Zitat von Basti77

Es gibt bei diesen beiden Punkten aber eben 2 eklatante Widersprüche seitens der Ultras. Die Trikotfarbe des Ausweichtrikot muss sich von blau oder weiß abheben. Das ist ein Fakt und nicht zu diskutieren.

Gleichzeitig sieht man ausgerechnet Ultras nahezu ausschließlich in schwarz oder selbstgemachten "Fan"-Klamotten. Sie unterstützen demnach den Verein bei Merchendise nicht und regen sich über etwas auf, dass sie nicht wirklich betrifft!


Natürlich betrifft es die Ultras, genauso wie jeden anderen Fan, mit welchem Trikot die Mannschaft aufläuft! Genauso betrifft es ja auch jeden Deutschen, wie die deutsche Regierung uns nach außen hin vertritt.

Dass man sich für schwarze Kleidung im Block entschieden hat, hat damit zu tun, das geschaffene Kollektiv auch nach außen zu präsentieren. Diese Praxis findet auch in vielen anderen Szenen Verwendung und ist schon seit Jahrzehnten etabliert. Und nur weil sie im Block nicht mit Trikot erscheinen, heißt nicht, dass sie den Verein sonst nicht finanziell unterstützen würden - wer weiß, wer zuhause stolz seine Trikotsammlung präsentieren kann, aber im Block in schwarz auftritt, um zum herrschenden Dresscode zu passen? - den ich persönlich sogar ziemlich cool finde.

Was ein völlig zutreffender Kritikpunkt ist, ist, dass das Ausweichtrikot nun mal eine abweichende Farben haben MUSS. Da hätten Verein und Ultras wesentlich früher anknüpfen müssen, um eine möglichst für alle akzeptable Farbe zu finden - vielleicht ja schwarz zwinker

Zum Rest hat wacken eigentlich alles gesagt, besser als ich es könnte.

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Fußball ist politisch.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MoritzHertha am 29.01.2017 um 07:53 Uhr bearbeitet
Fanszene |#365
29.01.2017 - 09:37 Uhr
Das Herumreiten auf der Kleidung scheint mir sowieso nur Mittel zum Zweck zu sein. Die kleingeistige Beschreibung der Trainingskleidung als solche, die den Müllmännern gleicht, ist ein solches Beispiel. Als wäre es unter Ultras verpönt "einfache" Berufe auszuführen. So ein Schwachsinn. Und genug der Fans und deren Kinder tragen inzwischen Fußballschuhe in den knalligsten Farben. Neon-Pink ist da beinahe schon konservativ. Ich behaupte, dass es viel mehr das Marketing ist, das damit verbunden ist. Ohne die "Hertha als Start-Up" und den englischsprachigen Claim "We try. We fail. We win." (am Ende nichts Anderes als "Hinfallen, Aufstehen, Krone richten" und dergleichen) wäre die Gentrifizierungsparanoia hinter dem pinken Trikot wohl auch kleiner.
Die Kampagne muss nicht jedem gefallen und es ist rechtens, sich als Fan über die Außendarstellung "seines" Vereins zu äußern, aber zwischendrin sollte auch in den Spiegel geguckt werden. Wer mit den Vereinsfarben argumentiert, sollte vielleicht tatsächlich hinterfragen, warum man dann selbst schwarz als Uniform trägt.
Da kann sich auch ein Hertha-Offizieller hinstellen und sagen: "Ich trage pink, aber mein Herz schlägt blau-weiß!" Nur eine Phrase, aber auf die scheint es in diesem Kontext mehr zu gehen.
Die sich beschwerenden Gruppen wollen scheinbar mehr Tradition verkörpert sehen. Es wäre allerdings schön, wenn sie daraus weniger eine verbale Hexenjagd gegen andere Bevölkerungsgruppen und Weltvorstellungen machen und sich auf das besinnen, was sie lieben und nicht, was sie hassen.

Hertha spielt immer noch in blau-weiß. Hertha spielt in Berlin und derzeit werden keinerlei Entscheidungen über einen neuen Standort getroffen. Es werden lediglich Standorte sondiert. Und der letzte und mir wichtigste Punkt: JEDER ist gerne als Hertha-Anhänger gesehen. Hautfarbe, Beruf und Lieblingsfarbe sind wumpe, wenn das Herz am Ende blau-weiß ist. Das gilt für den Ultra, wie für den Gelegenheitsgänger. Fußballfans müssen nicht alle gleich aussehen und nicht alle gleich denken. Ja, es wird auch immer Erfolgsfans geben. Es wird immer Schönwetterfans geben. Aber wenn die Ultras was Produktives machen wollen, dann sollten Sie diese Leute von der Faszination Hertha überzeugen, statt mit ausgestrecktem Finger zu brüllen "Ihr seid keine echten Fans!". Das ist am Ende tatsächlich die schlechteste Werbung für den Club.
Fanszene |#366
29.01.2017 - 12:49 Uhr
Das ist ja derzeit eine etwas merkwürdige Disskussion.
Was charaktarisiert einen Fan?
Der in jedem Spiel in der Fankurve steht? Der zu jedem Auswärtsspiel fährt? Der sich hauptsächlich in die offizielle Kleidung des Vereins kleidet? Der anderen Fans (weil es ein einzelner ist) verwehrt sein Banner aufzuhängen? Der den Verein regelmäßig Geld kostet, weil er mit Pyro zündelt? der es sich raus nimmt andere Personen öffentlich anzuprangert. Der sich engagiert in soziale Projekte (Bechersammlung etc)? Der sich lieber ein Spiel bei Sky anschaut, weil er das Spiel in Ruhe sehen will? Der der sich bei jedem Pfiff vom Schiri gegen seine Mannschaft lauthals echauffiert, ohne die Situation erkannt zu haben? Der der darauf angesprochen wird, "was willst du denn es war doch ein Foul,Abseits etc) ausfallend und aggresiv wird?

Die Fragen könnte ich jetzt noch eine ganze Weile weiter ausführen.
Was ich einfach nicht verstehe und das übrigens auch hier im Forum nicht mag, warum kann man nicht eine andere Meinung akzeptieren. Toleranz ist toll, wenn man sie lebt. Aber man sollte zumindest über ein gewisses Maß an Empathie verfügen. Meinetwegen auch, wenn möglich, über eine "gute" Erziehung, damit man eben auch mit einer anderen Meinung umgehen kann.
Ich würde es begrüßen, wenn sich jeder einfach mal hinterfragt und überlegt ob er und seine Meinung wirklich der Mittelpunkt der Welt darstellt!

In dem Sinne Euch allen einen tollen Fußballsonntag, mit einem hoffentlich super Abschluß unserer Hertha.

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Genitiv ins Wasser weils Dativ ist

wer ohne sich festzuhalten auf dem boden liegen kann ist nicht betrunken
Fanszene |#367
29.01.2017 - 14:27 Uhr
Zitat von wacken


Teil 1 ist eben die Imagekampagne. Fing mit einem seltsamen Spruch an und endete iwann mit teils wirklich peinlichen Videos in den social Media Kanälen. Dazu ist der Verein nun neuerdings ein Startup. Glaubt hier wirklich jemand, dass uns das neue Fans bringt? Oder gefällt einem diese Außendarstellung? Ich finds nun nicht so schlimm, dass ich deswegen weniger mit dem Team mitfiebere, ich wär aber doch schon sehr froh darüber gewesen, man hätte das sicherlich nicht wenige Geld in eine gänzlich andere Werbekampagne gesteckt. Hipster und Hertha passt für mich nun wirklich nicht so toll. Und kritisieren darf und kann man das. Auch und gerade wenn man schon Fan ist.


Ja, ich glaube das. Ich bin sogar überzeugt davon, dass uns die aktuelle Kampagne besser in der Außendarstellung wahrnehmen lässt. Ganz anders, als unsere Ultras. Und das Medienecho dazu spricht einfach für sich. Natürlich werden nicht durch 2-3 Sprüche automatisch mehr Leute Hertha-Fans. Aber das ist ja auch nur ein Teil der gesamten Marketingstrategie.

Zudem "senden" wir jetzt (endlich) in englisch. Damit wird ein internationales Publikum bedient. Das alles zusammen gehört zur aktuellen Kampagne und diese ist aus meiner Sicht sehr gelungen.
Witzig, weltoffen und selbstironisch. Das deckt sich mit meiner bereits im Stadion Thread angesprochenen Richtung, sich des miefigen Westberliner-Eckneipenimage zu entledigen.

Zitat von wacken

Punkt 2 ist RB Leipzig. Ein emotionales Thema, welches sehr polarisiert. Aber der gemachte Vorschlag mit einem Sondertrikot für dieses Spiel hätte MIR sehr gut gefallen. Irgendein schönes, altes Traditionstrikot auf moderne Weise interpretiert. Einfach um die eigene Geschichte in diesem Spiel gegen eine 2009 gegründete Marketingmaschine aufzuzeigen. Das wäre ein vollkommen veretebarer und auch nicht geschmackloser Seitenhieb gewesen. Wir haben im DFB-Pokal Halbfinale ein solche Sondertrikot präsentiert, Köln macht das jedes Jahr zum Karneval, die Bayern zum Oktoberfest. Was hätte da also groß dagegengesprochen? Nur eins, man wäre vermutlich außerhalb von Berlin an einigen Stellen angeeckt. Und das muss dringend vermieden werden. Oberste Priorität. Bloß keine eindeutige Meinung zu polarisierenden Themen! Aber wenns um das Thema Geld geht, ist Hertha plötzlich Mitglied im Team der Traditionsvereine, um mehr Geld zu bekommen, als die Retortenklubs. Schöne Doppelmoral.


Tja und dann kann man das im Nachhinein auch deuten, dass die Marketingmaschine gegen Tradition gewinnt. Was sie ja leider hat. Mit einem entsprechendem Trikot wäre das nur noch unterstrichen worden. Ich halte das die Vorgehensweise am Besten auf dem Platz zu antworten, für die richtige Wahl.

Zitat von wacken

Und das Kapitel mit der 125Jahresfeier und dem nicht einbeziehen derer, die den Verein in den sehr schweren letzten Jahren immer begleitet haben - und damit meine ich nicht nur die Ultras - ist sicherlich alles andere als ein Glanzpunkt. Sowas müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Letztlich macht man damit ein Thema auf, was auf Grund der guten sportlichen Lage überhaupt nicht existieren müsste. Natürlich ist vieles in dem Schreiben überzogen. Es ist aber eben auch nicht so, als ob man sich das alles aus den Fingern gezogen hat. Ich bin kein Ultra und stehe bei diesem Thema auch sicherlich nicht für den "normalen" Fan, aber trotzdem sehe ich eben genügend berechtigte Kritikpunkte, die ich ja im Dezember schon genauso angeprangert habe. Dementsprechend war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es diesbezüglich zu einer Reaktion kommt. Und an dieser ist der Verein auch nicht unschuldig. Dementsprechend sollten Preetz und co das auch nicht unterschätzen. Denn mit einem Punkt haben die Ultras in diesem Schreiben defintiv recht - der Verein ist nicht Preetz, Gegenbauer oder Dardai. Der Verein ist die Gesamtheit der Fans, denn die kommen in guten und in schlechten Zeite. Und so lange die kommen, wird dieser Verein auch existieren. Daher sollte man eben nicht nur mit tollen Kampagnen versuchen, neue Fans zu generieren, sondern sich besonders um die kümmen, die man hat!


Und da muss man halt einfach schauen, wie die Dinge wirklich sind. Wurden wirklich alle Fans ausgeschlossen? Oder betrifft diese wieder nur bestimmte Gruppen. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn Hertha die Gangart gegenüber einiger Fangruppierungen verschärft.

Ganz nebenbei halte ich es fast für ein Paradoxum, Gespräche einzustellen, die angeblich nicht stattfinden. ugly

Wenn ich möchte, dass mein Gegenüber mit mir auf Augenhöhe verhandelt, stelle ich nicht die Kommunikation ein.

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"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant
Fanszene |#368
02.02.2017 - 11:48 Uhr
Der Abbruch des Dialogs durch einige Ultras sei Ausdruck der Ängste dieser Fans, dass sie künftig bei der schnellen Entwicklung und Modernisierung des Vereins nicht mitgenommen würden, glaubt Manfred Sangel, der Chef des Fanradios „Hertha-Echo“. Man müsse sich dem Neuen stellen, „denn Umwälzungen und dynamische Entwicklungen gibt es in allen Branchen und Bereichen unseres Lebens“, so Sangel. Das sei ein komplizierter Spagat für alle
Ein wie ich finde ganz ausgewogener Artikel über die aktuelle Situation zwischen Ultras und Verein

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"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant
Fanszene |#369
15.02.2017 - 09:34 Uhr
Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz
Herthas Fanbetreuung bietet gemeinsam mit der des KSC eine Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim an.

Berlin – Die Fanbetreuung von Hertha BSC bietet auch dieses Jahr wieder eine Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim (Auschwitz) an - anlässlich der 40-jährigen Fanfreundschaft mit dem Karlsruher SC diesmal gemeinsam mit den Fans aus Karlsruhe.
Das ist wirklich eine sehr gute Aktion. Auch die Spurensuche bzgl. unseres ehemaligen jüdischen Mannschaftsarztes war mir bis dato nicht bekannt.

Auf den Spuren von Hermann Horwitz - Fans schreiben Geschichte

Dr. Hermann Horwitz war Vereinsarzt von Hertha BSC während der Meisterjahre 1930/31. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Jude verfolgt und nach Auschwitz deportiert. Eine Gruppe von Hertha-Fans begab sich nun auf Spurensuche. Ein Zwischenbericht.

Berlin - Kaffeetassen, Textentwürfe und jede Menge Kopien von historischen Dokumenten sammeln sich seit Anfang September auf den Tischen in den Räumlichkeiten des Fanprojekts in Prenzlauer Berg. Rund 15 HerthanerInnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, mehr über das langjährige Vereinsmitglied und Mannschaftsarzt Hermann Horwitz herauszufinden als bislang bekannt ist. Die Historikerin Juliane Röleke und der Leiter des Fanprojekt Lernzentrum @Hertha BSC Söhnke Vosgerau sind die Köpfe des Projektes.

Wühlen in den Archiven

Auf die Person und das Schicksal von Hermann Horwitz machte erstmals der Historiker Daniel Koerfer aufmerksam. Sein Buch 'Hertha unterm Hakenkreuz' erschien 2010 und legte damit einen Grundstein für Forschung zur Geschichte des Vereins im Nationalsozialismus und damit auch für die derzeitige Spurensuche bildet. Vincent Bruckner, ein Teilnehmer der Spurensuche, will mit dem Projekt die Geschichte von Hermann Horwitz weiter aufarbeiten: "Wir wollen detaillierter recherchieren und die Person ins Bewusstsein der Herthaner und Nicht-Herthaner rücken", so Bruckner. Das Team der Spurensuche widmet sich alten Geburtsurkunden, Berichten von Auschwitz-Überlebenden, Fotosammlungen, Berliner Adressbüchern und anderen historischen Quellen.
Fanszene |#370
15.02.2017 - 20:47 Uhr
Tolles Angebot für uns Fans: Morgen um 12.30 Uhr wird die PK live auf fb gesendet und per fb können die Fans währenddessen Fragen an Pal stellen!
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