Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Die Zeiten haben sich in der Tat geändert und es liegen auch mal schlappe 17 Jahre in der Fussballfan- und Zuschauerentwicklung dazwischen, wie man sie bei vielen anderen Clubs deutlich wahrnehmen kann. Nur bei uns eben nicht in demselben Ausmass (bzw. wenn tatsächlich nur 15-20k ins Stadion kommen ist die Entwicklung sogar rückläufig).
Sicherlich mag es den ein oder anderen geben, der bei einem anderen Stadion kommen würde aber mal ehrlich, die richtigen Fans eines Clubs gehen zum Spiel egal in welches Stadion (und das Olympiastadion ist ja nun auch nicht gerade das Poststadion, wo selbst einige von uns hier noch Spiele gesehen haben). Ich halte das nach wie vor schlichtweg für eine einfache Ausrede genauso wie zu sagen der Berliner ist nun mal so...
Sicherlich mag es den ein oder anderen geben, der bei einem anderen Stadion kommen würde aber mal ehrlich, die richtigen Fans eines Clubs gehen zum Spiel egal in welches Stadion (und das Olympiastadion ist ja nun auch nicht gerade das Poststadion, wo selbst einige von uns hier noch Spiele gesehen haben). Ich halte das nach wie vor schlichtweg für eine einfache Ausrede genauso wie zu sagen der Berliner ist nun mal so...
Zitat von bimmeLinho
Der Vergleich ist m.E. nicht repräsentativ.
Zu dieser Zeit haben nicht einmal Dortmund und Bayern ihre Stadien voll bekommen.
Da waren wir dritter Platz was das durchschnittliche Fanaufkommen in der Bundesliga angeht.
Das war zu damaligen Verhältnissen gar nicht so schlecht.
Allerdings muss ich zustimmen, dass Hertha ja daran arbeitet mit der Planung der neuen Fußballarena.
Denn es hat sich ja gezeigt, dass durch diese Fußballarenen ein "Boom" entstanden ist. Wüsste keinen Profiverein in Deutschland, wo sich der Wechsel von Stadion auf Arena negativ auf die Zuschauerzahlen ausgedrückt hat.
Tolle Atmosphäre, bessere Sicht...
Sollten die Hauptargumente sein.
Zitat von Basti77
Der Club arbeitet ja dran (neues Stadion). Selbst zu unseren besten Zeiten in der CL war das Stadion nur einmal ausverkauft. Und der Fußball damals war durchaus attraktiv.
CL 99/2000
Hertha - Chelsea 33.623
Hertha - Gala 71.520 (davon gefühlt 50.000 türkische Anhänger)
Hertha - AC Mailand 75.000
Hertha - Porto 30.506
Hertha - Sparta Prag 30.337
Hertha - Barca 60.530
Zitat von Hardliner
Ich finde es persönlich etws verkürzt dargestellt wenn Dardai sagt "so sind die Berliner". Das ist ein Pauschalurteil, das so schlichtweg nicht richtig ist. Es gibt sicherlich viele Gründe, warum das Stadion nur bei bestimmten Gegnern voll ist (in der Buli genauso wie in der EL) und warum sich das auch seit Jahrzehnten nie geändert hat. Daran muss aber in erster Linie der Club arbeiten! Das jetzt auf die Mentalität der "Berliner" zu schieben halte ich für falsch und auch am Stadion allein liegt das sicherlich nicht.
http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/fans-haben-null-bock-auf-europa-53191674.bild.html
Ich finde es persönlich etws verkürzt dargestellt wenn Dardai sagt "so sind die Berliner". Das ist ein Pauschalurteil, das so schlichtweg nicht richtig ist. Es gibt sicherlich viele Gründe, warum das Stadion nur bei bestimmten Gegnern voll ist (in der Buli genauso wie in der EL) und warum sich das auch seit Jahrzehnten nie geändert hat. Daran muss aber in erster Linie der Club arbeiten! Das jetzt auf die Mentalität der "Berliner" zu schieben halte ich für falsch und auch am Stadion allein liegt das sicherlich nicht.
http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/fans-haben-null-bock-auf-europa-53191674.bild.html
Der Club arbeitet ja dran (neues Stadion). Selbst zu unseren besten Zeiten in der CL war das Stadion nur einmal ausverkauft. Und der Fußball damals war durchaus attraktiv.
CL 99/2000
Hertha - Chelsea 33.623
Hertha - Gala 71.520 (davon gefühlt 50.000 türkische Anhänger)
Hertha - AC Mailand 75.000
Hertha - Porto 30.506
Hertha - Sparta Prag 30.337
Hertha - Barca 60.530
Der Vergleich ist m.E. nicht repräsentativ.
Zu dieser Zeit haben nicht einmal Dortmund und Bayern ihre Stadien voll bekommen.
Da waren wir dritter Platz was das durchschnittliche Fanaufkommen in der Bundesliga angeht.
Das war zu damaligen Verhältnissen gar nicht so schlecht.
Allerdings muss ich zustimmen, dass Hertha ja daran arbeitet mit der Planung der neuen Fußballarena.
Denn es hat sich ja gezeigt, dass durch diese Fußballarenen ein "Boom" entstanden ist. Wüsste keinen Profiverein in Deutschland, wo sich der Wechsel von Stadion auf Arena negativ auf die Zuschauerzahlen ausgedrückt hat.
Tolle Atmosphäre, bessere Sicht...
Sollten die Hauptargumente sein.
Ich hab mir das mal weiter angeschaut. Und da wird es dann interessant. Bayern hatte im Olympiastadion wie wir wissen ähnliche Problem mit der Zuschauerzahl. Hamburg im gleichen Zeitraum nicht. es lässt sich sehr wohl am Stadion als Hauptursache festmachen:
CL 99/00 FC Bayern Zuschauerzahlen Olympiastadion
Bayern - Glasgow 54.000
Bayern - valencia 31.000
Bayern - Eindhoven 30.000
Bayern - Rosenborg 20.000
Bayern - Real 60.000
Bayern - Kiew 16.000
CL 00/01 HSV im umgebauten Volksparksstadion
HSV - Deportivo 48.00
HSV - Panatinaikos 44.363
HSV - Juve 48.500
CL 00/01 Leverkusen Bayarena
alle 3 Spiele Ausverkauft bei max. Kapazität von 22.500
Zu einer Zeit, als wir wirklich ansehnlichen Angriffs-Fußball spielten kamen nicht mehr Leute zu internationalen Spielen. Die Attraktivität des Spiels hat damit scheinbar nicht wirklich was zu tun.
Also wenn vor 17 Jahren (!) in demselben Stadion (ohne Renovierung) gegen Prag oder Porto damals 30k kamen und gegen Bilbao morgen nur 15/20k dann kann man daraus aber auch schliessen, das es wohl nicht am Stadion liegt, sondern an der sich nicht entwickelnden Fanbasis in Berlin (und anderen Faktoren, für die der Club selbst allein verantwortlich ist).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hardliner am 13.09.2017 um 12:49 Uhr bearbeitet Zitat von Hardliner
(bzw. wenn tatsächlich nur 15-20k ins Stadion kommen ist die Entwicklung sogar rückläufig).
(bzw. wenn tatsächlich nur 15-20k ins Stadion kommen ist die Entwicklung sogar rückläufig).
Das musst du mir erklären, wie 20.000 Zuschauer rückläufig wären angesichts dieser EL-Historie:
https://www.morgenpost.de/bin/bmo-211892613.jpg
Würde das gleiche Spiel in der CL stattfinden, wären sicherlich einige mehr dabei, daher sind die CL-Zahlen sicherlich nicht vergleichbar (und auch die sind damals wenig beeindruckend gewesen).
Viel weiterentwickelt hat sich tatsächlich nicht. Damals war man damit noch bei den Zuschauern recht weit oben, mittlerweile ist man mit den gleichen Zahlen eher im Mittelfeld, die Auslastung wiederum ganz unten.
Was hat sich verändert? Vor allem die anderen. Mittlerweile ist eine komfortable Fußballarena Standard, das war sie vor 17 Jahren noch nicht. Jeder andere Bundesligist hat so etwas und je besser die Arenen der anderen werden, desto schlechter wirkt irgendwann das veraltete Olympiastadion, das einem vor einigen Jahren vielleicht noch vollkommen ausgereicht hat. Die Erwartungen an ein Spiel sind einfach höher geworden und da rede ich jetzt überhaupt nicht von sportlichen Belangen. Ein Stadionerlebnis besteht aus vielen Faktoren, nicht nur aus dem Spiel an sich. Das, was das Stadion dem Fernsehen voraus hat, ist ja eben gerade nicht das Spiel, sondern das ganze Drumherum. Genug Herthaner werden sich das Spiel heute im Fernsehen angucken und sich bewusst gegen das Stadion entschieden haben. Interesse am Verein ist da durchaus gegeben. Da spielen in diesem Fall teilweise sicherlich praktische Gründe rein - Wochentag, Anstoßzeit etc. Aber für viele bietet das Olympiastadion ganz allgemein auch schlicht nicht den großen Zugewinn zu dem Fußballerlebnis auf der Couch. Es ist kalt, man sitzt weit weg und ungefähr 15.000 Plätze sind mit Sichtbehinderung (wer einmal hinter so ner Säule gesessen hat, hat auch keinen Bock mehr auf den Scheiß). Das Bier und der Toilettengang sind 10 Minuten entfernt und nicht einmal das W-Lan funktioniert. Das sind Dinge, die woanders besser sind und diesen gehobenen, vielleicht verwöhnten Ansprüchen wird das Stadion nicht gerecht. Gerade wenn das sportliche nicht stimmt, muss der Rest drumrum stimmen, denn das ist letztlich das, was einen zu regelmäßigen Stadiongängen animiert. Man kommt nach Hause und sagt "Puh, das Spiel war echt mies, aber die Stimmung: Wahnsinn! Muss man erlebt haben". Dieses Gefühl vermittelt das Olympiastadion einfach nicht und dann muss schon Weltklasse-Fußball gezeigt werden um das wieder wettzumachen - den kann ich aber wiederum auch im Fernsehen angucken.
Ich sage nicht, dass wir mit attraktiveren Fußball und mehr eigenen Talenten in der Startelf, die die Identifikation erhöhen bzw. großen Stars, die für Spektakel sorgen, nicht ein paar mehr Fans ins Stadion locken könnten. Aber es gab auch Zeiten, auch unter Dardai (in den jeweiligen Hinrunden) wo wir durchaus ansehnlichen Fußball gezeigt haben und die Fans trotzdem nicht in Massen angerückt sind.
Es gibt wie gesagt sehr viele Faktoren, die zu dem mangelnden Zuschauerandrang führen. Aber für mich ist das Stadion unter all diesen Faktoren mit der entscheidendste. Mag nach ner billigen Ausrede klingen, um die Hertha-Verantwortlichen aus eben jener Verantwortung zu nehmen. Aber ich finde, dass man derzeit in der Öffentlichkeitsarbeit nur wenig falsch und vieles richtig macht. Ebenso entwickelt sich die Mannschaft positiv, hat wieder große Talente und sogar Nationalspieler in den Reihen und hat sich nun, verdammt nochmal, zweimal hintereinander für das europäische Geschäft qualifiziert, was vor ein paar Jahren noch undenkbar erschien. Ich glaube nicht, dass wir auch nur einen Fan weniger haben, weil wir letzte Saison mit pinken Trikots aufgelaufen sind und "We try. We fail. We win." ein Schuss in den Ofen war.
edit: Der Fakt, dass dank der Oly-Renovierung vor ca. 12 Jahren mittlerweile niemand mehr nass wird, bringt keine neuen Zuschauer, sondern verhindert höchstens, dass alte nicht gehen. Ein Dach ist nun wirklich absoluter Standard heutzutage. Das ist im übrigen auch in etwa das letzte Mal, dass etwas am Stadion getan wurde. Es ist einfach längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit und diese WM-Renovierung hat die Entwicklung höchstens ein paar Jahre kaschieren können.
Wenn ihr daraus eine Entweder/Oder Diskussion macht, kommt ihr nie auf einen Nenner. Fuer mich ist eindeutig, dass es nicht nur ein Faktor ist, der dabei eine Rolle spielt.
Wenn man sich die Entwicklung bei Teams anschaut, die in ein neues Stadion gezogen sind, wird sehr deutlich, dass das Stadion ein grosser Faktor bei den Zuschauerzahlen ist. Beste Beispiele sind Schalke, Bayern und der HSV. Grosse Traditionsvereine, die ihre alten Stadien auch nicht voll bekommen haben.
Dazu kommt nocht, dass Hertha, wie schon oft besprochen, eine komplette Generation an Fans verpasst hat, als man jahrelang in der 2. Liga (oder schlimmer) rumgeeiert ist. Die Teilung Berlins hat ihr Uebriges getan, da man nur Zugriff auf die "Insel" Westberlin hatte beim Fanpotential. In Westberlin konnten dann leider auch nicht viele was mit Hertha anfangen, da man den Ruf hatte, die Hertha Fans waeren alle Neonazis. Meine Freunde damals, die fast alle irgendeinen Migrationshintergrund haben, wollte von Hertha auch nichts wissen und ich muss ehrlich sagen, dass man sich nicht wirklich willkommen fuehlen konnte in der Ostkurve, wenn die Freunde sich dann doch mal zum Mitkommen ueberreden lassen haben. Ich kann es ihnen nicht mal uebel nehmen, dass Hertha nicht der Herzensverein wurde. Und das sind alles stolze Berliner mit vollem Herzen.
Mittlerweile kommt noch erschwerend dazu, dass viele Bewohner Berlins gar keine Berliner sind und irgendwelche andere Vereine im Herzen tragen.
Ihr merkt also, wie schnell sich das Fanpotential minimiert.
Fazit: Bei Hertha spielen leider viele Faktoren eine Rolle. Man wir nicht darum herum kommen, ein neues Stadion zu bauen, wenn man die Zuschauerzahlen verbessern will. Das Olympiastadion ist einfach nicht Zuschauerfreundlich und mit vielen alten Clichees behaftet. Die Preise sind meiner Meinung nach ein kleineres Problem, aber muessen natuerlich bedacht warden, wenn man bedenkt, dass nicht viele Berliner gut betucht sind.
Desweiteren sollte man weiterhin am weltoffenen Image arbeiten, was man mMn eigentlich schon macht.
Zuguterletzt muss in diesen Verein endlich mal mehr Selbstbewusstsein. Vom Manager bis zum Trainer und dessen Art, Fussball zu spielen. Aktuell stirbt man fast in Anspruchslosigkeit.
Gibt noch mehr zu schreiben, aber die Arbeit geht los.
Wenn man sich die Entwicklung bei Teams anschaut, die in ein neues Stadion gezogen sind, wird sehr deutlich, dass das Stadion ein grosser Faktor bei den Zuschauerzahlen ist. Beste Beispiele sind Schalke, Bayern und der HSV. Grosse Traditionsvereine, die ihre alten Stadien auch nicht voll bekommen haben.
Dazu kommt nocht, dass Hertha, wie schon oft besprochen, eine komplette Generation an Fans verpasst hat, als man jahrelang in der 2. Liga (oder schlimmer) rumgeeiert ist. Die Teilung Berlins hat ihr Uebriges getan, da man nur Zugriff auf die "Insel" Westberlin hatte beim Fanpotential. In Westberlin konnten dann leider auch nicht viele was mit Hertha anfangen, da man den Ruf hatte, die Hertha Fans waeren alle Neonazis. Meine Freunde damals, die fast alle irgendeinen Migrationshintergrund haben, wollte von Hertha auch nichts wissen und ich muss ehrlich sagen, dass man sich nicht wirklich willkommen fuehlen konnte in der Ostkurve, wenn die Freunde sich dann doch mal zum Mitkommen ueberreden lassen haben. Ich kann es ihnen nicht mal uebel nehmen, dass Hertha nicht der Herzensverein wurde. Und das sind alles stolze Berliner mit vollem Herzen.
Mittlerweile kommt noch erschwerend dazu, dass viele Bewohner Berlins gar keine Berliner sind und irgendwelche andere Vereine im Herzen tragen.
Ihr merkt also, wie schnell sich das Fanpotential minimiert.
Fazit: Bei Hertha spielen leider viele Faktoren eine Rolle. Man wir nicht darum herum kommen, ein neues Stadion zu bauen, wenn man die Zuschauerzahlen verbessern will. Das Olympiastadion ist einfach nicht Zuschauerfreundlich und mit vielen alten Clichees behaftet. Die Preise sind meiner Meinung nach ein kleineres Problem, aber muessen natuerlich bedacht warden, wenn man bedenkt, dass nicht viele Berliner gut betucht sind.
Desweiteren sollte man weiterhin am weltoffenen Image arbeiten, was man mMn eigentlich schon macht.
Zuguterletzt muss in diesen Verein endlich mal mehr Selbstbewusstsein. Vom Manager bis zum Trainer und dessen Art, Fussball zu spielen. Aktuell stirbt man fast in Anspruchslosigkeit.
Gibt noch mehr zu schreiben, aber die Arbeit geht los.
Ich denke man muss bei all den (quer-)Vergleichen den Zeit- und Entwicklungsfaktor (EL heute und damals, Zuschauerzahlen im allgemeinen, Qualität des Gegners etc) berücksichtigen. Konnte man 2000 noch gegen die damalige Form der CL gegen Prag spielen ist es heute mit Bilbao in der EL ein um Klassen hochwertigerer Gegner (mit einem Spielermarktwert von 170 Mio). Wenn man dann Spiele wie beispielsweise gegen Ventspils mit dem morgen vergleicht und unter dem Strich nur 5k mehr Zuschauer im Stadion sind dann mag die reine Zahl morgen höher sein, unter Berücksichtigung des Zeit- und Gegnerfaktors ist es für mich eine Negativentwicklung. Kann man ja gerne anders sehen, aber diese Faktoren kann und darf man meiner Meinung nach nicht ausblenden.
Und nein, ich glaube eben nicht das morgen 40 oder gar 50k im Stadion wären, wenn es ein reines neues Fussballstadion wäre.
Und nein, ich glaube eben nicht das morgen 40 oder gar 50k im Stadion wären, wenn es ein reines neues Fussballstadion wäre.
Zitat von Hardliner
Und nein, ich glaube eben nicht das morgen 40 oder gar 50k im Stadion wären, wenn es ein reines neues Fussballstadion wäre.
Und nein, ich glaube eben nicht das morgen 40 oder gar 50k im Stadion wären, wenn es ein reines neues Fussballstadion wäre.
Aber mehr als im Olympiastadion.
Zitat von Hardliner
Wenn man dann Spiele wie beispielsweise gegen Ventspils mit dem morgen vergleicht und unter dem Strich nur 5k mehr Zuschauer im Stadion sind dann mag die reine Zahl morgen höher sein, unter Berücksichtigung des Zeit- und Gegnerfaktors ist es für mich eine Negativentwicklung.
Wenn man dann Spiele wie beispielsweise gegen Ventspils mit dem morgen vergleicht und unter dem Strich nur 5k mehr Zuschauer im Stadion sind dann mag die reine Zahl morgen höher sein, unter Berücksichtigung des Zeit- und Gegnerfaktors ist es für mich eine Negativentwicklung.
Dagegen spricht eben, dass es in der Saison 09/10 nicht nur gegen Ventspils nur 13.000 Zuschauer im Stadion waren. Gegen Sporting Lissabon waren es in der gleichen Spielzeit 14.000 und gegen Benfica Lissabon ebenfalls nur 13.000. Das sind Klubs, die eine ähnliche Strahlkraft wie Bilbao haben. Auch der FC Fulham hat anno 2002 nur 14.000 Fans ins Stadion gelockt und damit weniger als Viking Stavanger ein Jahr zuvor.
Lediglich gegen den (damals noch größeren) Inter Mailand kamen in der langen EL-Historie mal fast 40.000 Leute ins Stadion.
Eingermaßen große Namen haben in der Vergangenheit also auch nicht mehr Fans hervorgelockt, nur die ganz großen Klubs sorgen dafür, dass sich mehr Leute ins Stadion mühen. Da muss heutzutage scheinbar schon Arsenal oder Liverpool kommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerrThaner am 13.09.2017 um 14:12 Uhr bearbeitet
Ich habe mich gerade aus Langeweile mal durch die Besucherbeiträge auf der Facebook Seite unserer Hertha gescrollt. Es wird sich dort fast ausnahmslos über schlecht organisierten Ticketverkauf beschwert.
Manche berichten davon, dass sie 2 (!) Wochen nach Bestellung die Tickets nach wie vor nicht erhalten haben. Teilweise wurde Ihnen sogar gesagt, dass sie die Karten an der Tageskasse abholen müssten, trotz der vier Euro Versandgebühr, die bei der Bestellung erhoben werden. Bei der Hotline gab es welche, die bis zu 40 min warten mussten, eh sie mit jemandem sprechen konnten.
Das ist schon krass in Zeiten, in denen man elektonische Großgeräte teilweise nach 2 Tage zugesendet bekommt. Das man da dann keinen Bock mehr hat, zukünftig Karten zu kaufen kann ich dann schon verstehen. Nicht jeder hat wohl die Möglichkeit, mal eben in einen Hertha Shop zu düsen.
Ich denke das auch das ein Faktor sein könnte, wenn auch nur ein kleiner.
Manche berichten davon, dass sie 2 (!) Wochen nach Bestellung die Tickets nach wie vor nicht erhalten haben. Teilweise wurde Ihnen sogar gesagt, dass sie die Karten an der Tageskasse abholen müssten, trotz der vier Euro Versandgebühr, die bei der Bestellung erhoben werden. Bei der Hotline gab es welche, die bis zu 40 min warten mussten, eh sie mit jemandem sprechen konnten.
Das ist schon krass in Zeiten, in denen man elektonische Großgeräte teilweise nach 2 Tage zugesendet bekommt. Das man da dann keinen Bock mehr hat, zukünftig Karten zu kaufen kann ich dann schon verstehen. Nicht jeder hat wohl die Möglichkeit, mal eben in einen Hertha Shop zu düsen.
Ich denke das auch das ein Faktor sein könnte, wenn auch nur ein kleiner.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von herthafantrebbin am 13.09.2017 um 14:26 Uhr bearbeitet
Mit Ein- und Ausloggen verschwand auch die Fehlermeldung, danke für den Tipp.
Es geht hier in der Diskussion jedoch um die Tageskarten, um die Zuschauer, die sich kurzfristig überlegen, mal bei Hertha vorbeizuschauen, und nicht um die Hardcore-Fans. In den Fankurven gibt es übrigens auch in anderen Stadien sehr günstige Dauerkarten, sogar bei Bayern. Und die Frage ist eben, ob ein Zuschauer, der erst an Hertha herangeführt werden muss, Bock hat, sich in die hinterste Reihe im Oberrang zu sitzen. MMn sind es die zentralen Plätze mit guter Sicht und ohne Zugluft, die man vermarkten muss, d.h. also die Blöcke M, N, O und B, C, D, E plus mit Abstrichen P, A, L, F. Ob das mit Ticketpreisen um 75 Euro für ein Spiel gegen Schalke gelingen kann, muss jeder selbst für sich entscheiden.
Sollte die Strategie sein, den Gewinn zu maximieren, kann diese sogar stimmig sein, wenn man davon ausgeht, dass die Zuschauerzahlen in etwa eh gleich bleiben. Wenn man jedoch die Meinung hat, dass Eintrittspreise und die Zuschauerzahl miteinander korrelieren und man die Zuschauerzahl unter vertretbaren ökonomischen Bedingungen maximieren will, wäre meines Erachtens ein anderer Ansatz sinnvoll. Das gelänge natürlich nur mit einem breiten Marketing vor der Saison, wo am Ende wirklich jeder Berliner weiß, dass Herthakarten günstig sind, am besten noch mit Familienrabatt. Einmalige Aktionen haben meines Erachtens nicht den großen Effekt.
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht! Ein Umzug würde sehr viel verändern, davon bin ich fest überzeugt.
Zitat von Basti77
Du vergisst bei der ganzen Geschichte, dass Hertha mit die günstigsten Dauerkarten anbietet. Gerade was die Ostkurve angeht. Diese Subventions-Kosten müssen irgendwie gedeckt werden. Mehr Zuschauer zu geringeren Ticket-Preisen (wenn denn mal welche kommen würden) bedeutet gleichzeitig mehr personeller Aufwand bei weniger Ertrag.
Du vergisst bei der ganzen Geschichte, dass Hertha mit die günstigsten Dauerkarten anbietet. Gerade was die Ostkurve angeht. Diese Subventions-Kosten müssen irgendwie gedeckt werden. Mehr Zuschauer zu geringeren Ticket-Preisen (wenn denn mal welche kommen würden) bedeutet gleichzeitig mehr personeller Aufwand bei weniger Ertrag.
Es geht hier in der Diskussion jedoch um die Tageskarten, um die Zuschauer, die sich kurzfristig überlegen, mal bei Hertha vorbeizuschauen, und nicht um die Hardcore-Fans. In den Fankurven gibt es übrigens auch in anderen Stadien sehr günstige Dauerkarten, sogar bei Bayern. Und die Frage ist eben, ob ein Zuschauer, der erst an Hertha herangeführt werden muss, Bock hat, sich in die hinterste Reihe im Oberrang zu sitzen. MMn sind es die zentralen Plätze mit guter Sicht und ohne Zugluft, die man vermarkten muss, d.h. also die Blöcke M, N, O und B, C, D, E plus mit Abstrichen P, A, L, F. Ob das mit Ticketpreisen um 75 Euro für ein Spiel gegen Schalke gelingen kann, muss jeder selbst für sich entscheiden.
Sollte die Strategie sein, den Gewinn zu maximieren, kann diese sogar stimmig sein, wenn man davon ausgeht, dass die Zuschauerzahlen in etwa eh gleich bleiben. Wenn man jedoch die Meinung hat, dass Eintrittspreise und die Zuschauerzahl miteinander korrelieren und man die Zuschauerzahl unter vertretbaren ökonomischen Bedingungen maximieren will, wäre meines Erachtens ein anderer Ansatz sinnvoll. Das gelänge natürlich nur mit einem breiten Marketing vor der Saison, wo am Ende wirklich jeder Berliner weiß, dass Herthakarten günstig sind, am besten noch mit Familienrabatt. Einmalige Aktionen haben meines Erachtens nicht den großen Effekt.
Zitat von Basti77
In meinen Augen ist wieder einmal mehr das unattraktive Stadion Hauptursache für den schlechten Zuschauerschnitt. Mit einer reinen Arena bist einfach näher dran und das Ganze bekommt eine vollkommen andere Atmosphäre.
In meinen Augen ist wieder einmal mehr das unattraktive Stadion Hauptursache für den schlechten Zuschauerschnitt. Mit einer reinen Arena bist einfach näher dran und das Ganze bekommt eine vollkommen andere Atmosphäre.
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht! Ein Umzug würde sehr viel verändern, davon bin ich fest überzeugt.
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