Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
03.02.2024 - 23:45 Uhr
Ich auch.
Zitat von RHEINPFALZ
„Ganz zum Schluss half eine Bürgschaft von Herrn Buchholz, dass der 1. FC Kaiserslautern den Spielbetrieb zu Ende führen konnte.”
FCK-Vorstandsmitglied Johannes Ohlinger, nachdem er daran erinnert hatte, wie knapp der Verein in dervergangenen Saison dem Exitus entgangen ist.
„Ganz zum Schluss half eine Bürgschaft von Herrn Buchholz, dass der 1. FC Kaiserslautern den Spielbetrieb zu Ende führen konnte.”
FCK-Vorstandsmitglied Johannes Ohlinger, nachdem er daran erinnert hatte, wie knapp der Verein in dervergangenen Saison dem Exitus entgangen ist.
Die Rheinpfalz Nr. 283, 4. Dezember 2008 Seite17
Der hochgelobte Herr Ohlinger war als Finanzer für genau diese Situation (mit-)verantwortlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 03.02.2024 um 23:49 Uhr bearbeitet
04.02.2024 - 00:03 Uhr
Ich meinte natürlich alles, was ab den 2010er Jahren passierte. Dass die Situation in den Nullerjahren schlimm war, steht außer Frage. Der erneute Niedergang bezieht sich darauf, dass wir durch unsere zwei Bundesligajahre uns verhältnismäßig gut gesundet haben. Wir haben Millionengewinne geschrieben, das negative Eigenkapital konnte ausgeglichen werden. AB 2012 ging es finanziell erneut bergab, nachdem es durch Kuntz zuvor steil bergauf ging.
Ich weiß nicht, was du Ohlinger dort anlasten willst. Er hat Ende 2007 bei uns angefangen, als der Karren schon so tief im Dreck steckte, dass keiner mehr ran wollte. Dass dann 2008 das Geld alle war, hat wohl am wenigsten mit ihm zu tun.
Zitat von Roon_Bub
Der hochgelobte Herr Ohlinger war als Finanzer für genau diese Situation (mit-)verantwortlich.
Der hochgelobte Herr Ohlinger war als Finanzer für genau diese Situation (mit-)verantwortlich.
Ich weiß nicht, was du Ohlinger dort anlasten willst. Er hat Ende 2007 bei uns angefangen, als der Karren schon so tief im Dreck steckte, dass keiner mehr ran wollte. Dass dann 2008 das Geld alle war, hat wohl am wenigsten mit ihm zu tun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hazou am 04.02.2024 um 00:10 Uhr bearbeitet
04.02.2024 - 00:22 Uhr
Zitat von hazou
Ich meinte natürlich alles, was ab den 2010er Jahren passierte. Dass die Situation in den Nullerjahren schlimm war, steht außer Frage. Der erneute Niedergang bezieht sich darauf, dass wir durch unsere zwei Bundesligajahre uns verhältnismäßig gut gesundet haben. Wir haben Millionengewinne geschrieben, das negative Eigenkapital konnte ausgeglichen werden. AB 2012 ging es finanziell erneut bergab, nachdem es durch Kuntz zuvor steil bergauf ging.
Ich meinte natürlich alles, was ab den 2010er Jahren passierte. Dass die Situation in den Nullerjahren schlimm war, steht außer Frage. Der erneute Niedergang bezieht sich darauf, dass wir durch unsere zwei Bundesligajahre uns verhältnismäßig gut gesundet haben. Wir haben Millionengewinne geschrieben, das negative Eigenkapital konnte ausgeglichen werden. AB 2012 ging es finanziell erneut bergab, nachdem es durch Kuntz zuvor steil bergauf ging.
Könnte man ja auch so sehen, dass die 2 Jahre ein Geschenk waren, das der FCK wegen und nicht trotz Kuntz erhielt. Man kann hier auf TM nachschauen, was der von Kuntz übernommene Kader an Transfergeld gebracht hat und was nach seinem Abgang alleine der Isländer dem FCK in die Taschen spülte.
Vor Kuntz war Göbel und nach Kuntz Klatt. Das waren beides Ahnungslose und nicht in der Lage einen Club dieser Größe zu führen. Und beide waren hörig, fast devot, denen gegenüber, die mit ihren Geldbeutel wedelten.
Es ist kein Wunder, dass man erst seit Hengen wieder den Eindruck hat, dass da einer vom Fach ist. Was nicht heißt, dass auch so einer mal daneben greift.
Und wenn ich mich richtig erinnere war es Kuntz noch in seinem ersten Jahr, der Hans Peter Briegel wieder an den Verein gebunden hat, der seinen zwischenzeitlich zurückgegebenen Ehrenring wieder annahm. Das war ebenso ein über Jahre hinweg unhaltbarer Zustand, den Eierköppe in Nadelstreifen zu verantworten hatten. (sorry, aber weniger drastisch vermag ich es gerade nicht auszudrücken
) Kuntz ist daran gescheitert, dass einige meinten er sei der Messias und als sie merkten, dass er auch nur ein Mensch ist, haben sie ihm die Gefolgschaft verweigert und rebelliert. Ist OK, ihm hat es beruflich nicht geschadet und er scheint auch menschlich keine großen Narben davongetragen zu haben.
Er spricht in dem Podcast ja ziemlich locker und mit dem zeitlichen Abstand auch sehr offen.
04.02.2024 - 00:50 Uhr
Zitat von BarcaKL
Die Ära Kuntz würde ich unterm Strich positiv bewerten. Ohne Erstliga-TV-Einnahmen oder Investorengelder wäre die Insolvenz immer nur eine Frage der Zeit gewesen. Ohne ihn wäre man 2008 zu 99 Prozent abgestiegen und dann hätte man bestenfalls das Schicksal von Aachen erdulden müssen. Ihm ist es dann nicht gelungen, Leistungsträger wie Lakic nach dem 7. Platz zu ersetzen. Auch in dem Jahr hätte man die Klasse halten können, aber die Personalentscheidungen saßen einfach nicht. Ähnliches könnte man über Hengen mittlerweile auch sagen, aber den hat lange Zeit die Aufstiegsmannschaft über Wasser gehalten. Lobinger, Bünning, Zolinski, Luthe, Klement, Durm und Rapp kamen alle im ersten Jahr 2. Liga, dürften alle ordentlich Geld gekostet haben, konnten sich aber nicht in die Mannschaft spielen und wenn dann nur aus Alternativlosigkeit. Mit solch schwachen Transfers wäre man wohl schon vor 2018 abgestiegen.
Seine Mission Wiederaufstieg ist drei Mal misslungen, 2013 und 2015 sehr unglücklich und damit war der Verein am Ende. Er wäre es aber auch ohne den ein oder anderen Kuntz-Transfer früher oder später gewesen. Vielleicht wäre man auch schon 2015 abgestiegen, wenn man nach dem Abstieg weniger ins Team investiert hätte. Kuntz hat die Abwärtsspirale in diesen Jahren gestoppt, danach lief sie dafür umso schneller. Deshalb mache ich auch keinem Verantwortlichen nach Kuntz große Vorwürfe. Die sind allesamt in der 89. Minute bei 0:3 eingewechselt worden. Die konnten die Abwärtsfahrt nur bremsen oder beschleunigen, aber eine Kehrtwende hätte ein sportliches Wunder (Aufstieg) benötigt. Am Ende war es genau der richtige Mix an Erfolgen und Misswirtschaft um uns zum richtigen Zeitpunkt an die Wand zu fahren. Früher oder später hätte die Insolvenz höchstwahrscheinlich noch schlimmere Auswirkungen gehabt und man wäre heute nicht in Liga 2 oder 3.
Die Ära Kuntz würde ich unterm Strich positiv bewerten. Ohne Erstliga-TV-Einnahmen oder Investorengelder wäre die Insolvenz immer nur eine Frage der Zeit gewesen. Ohne ihn wäre man 2008 zu 99 Prozent abgestiegen und dann hätte man bestenfalls das Schicksal von Aachen erdulden müssen. Ihm ist es dann nicht gelungen, Leistungsträger wie Lakic nach dem 7. Platz zu ersetzen. Auch in dem Jahr hätte man die Klasse halten können, aber die Personalentscheidungen saßen einfach nicht. Ähnliches könnte man über Hengen mittlerweile auch sagen, aber den hat lange Zeit die Aufstiegsmannschaft über Wasser gehalten. Lobinger, Bünning, Zolinski, Luthe, Klement, Durm und Rapp kamen alle im ersten Jahr 2. Liga, dürften alle ordentlich Geld gekostet haben, konnten sich aber nicht in die Mannschaft spielen und wenn dann nur aus Alternativlosigkeit. Mit solch schwachen Transfers wäre man wohl schon vor 2018 abgestiegen.
Seine Mission Wiederaufstieg ist drei Mal misslungen, 2013 und 2015 sehr unglücklich und damit war der Verein am Ende. Er wäre es aber auch ohne den ein oder anderen Kuntz-Transfer früher oder später gewesen. Vielleicht wäre man auch schon 2015 abgestiegen, wenn man nach dem Abstieg weniger ins Team investiert hätte. Kuntz hat die Abwärtsspirale in diesen Jahren gestoppt, danach lief sie dafür umso schneller. Deshalb mache ich auch keinem Verantwortlichen nach Kuntz große Vorwürfe. Die sind allesamt in der 89. Minute bei 0:3 eingewechselt worden. Die konnten die Abwärtsfahrt nur bremsen oder beschleunigen, aber eine Kehrtwende hätte ein sportliches Wunder (Aufstieg) benötigt. Am Ende war es genau der richtige Mix an Erfolgen und Misswirtschaft um uns zum richtigen Zeitpunkt an die Wand zu fahren. Früher oder später hätte die Insolvenz höchstwahrscheinlich noch schlimmere Auswirkungen gehabt und man wäre heute nicht in Liga 2 oder 3.
Das ein Gries oder Klatt beim 0:3 in der 89.Minute eingewechselt wurden ist für mich ein Witz, ich glaube nicht, dass es auf diesen Positionen grössere Fehlbesetzungen hätte geben können, in diesem Zusammenhang ist natürlich der AR- Vorsitzende Riesenkampf zu nennen, der sich mit markigen Worten hat wählen lassen, um dann offenbar komplett überfordert gewesen zu sein.
Kuntz hat sicher nicht alles richtig gemacht, bei Weitem nicht.
Darauf möchte ich aber gar nicht groß eingehen und gerade 2015 lag es an Schiri, Runjaic und sonst was, aber nicht an Kuntz, dass wir nicht aufgestiegen sind.
Für mich war Kuntz als Jugendlicher das Idol und das Gesicht des FCK. Mir tut es unendlich leid, dass man offenbar mit ihm noch keinen richtigen Frieden gefunden hat.
Es passt jetzt vielleicht nur bedingt, aber bspw.ein Boyd wird als Held verehrt und, natürlich Eingedenk der eventuellen Umstände seines Wechsels, ohne ein Abschiedswort an die Fans geht er auch noch als fast erste Amtshandlung bei seinem neuen Arbeitgeber hin und erzählt Tatoo- Geschichten, etc., sein Commitment zum FCK war sehr schnell dahin.
Ein Kuntz hat viel, sehr viel für den FCK geleistet und es sollte irgendwann dann auch gut sein und ich nehme ihm seine Liebe zum FCK uneingeschränkt ab.
Gerade mit der Anleihe- Geschichte war ich auch nicht einverstanden, aber glaubt denn irgendeiner, dass wir ohne den Input von Kuntz 2008 die zweite Liga gehalten hätten?
Göbel, Bauckhage, etc., um Gottes Willen!
Ohne Kuntz wären wir mit Sicherheit abgestiegen und dann hätten wir uns über eine Insolvenz im Jahr 2020 wahrscheinlich keine Gedanken mehr machen brauchen. Aber dies alles scheidet die Geister.
04.02.2024 - 08:37 Uhr
Aus dem Umfeld der Arminia habe ich gehört, dass Antwerpen eine Option für Kniat gewesen sein soll. Auch deshalb die plötzliche Reaktion in Mannheim ihn quasi vom Markt zu nehmen.
04.02.2024 - 09:05 Uhr
Korrekt wäre wohl, dass der spätestens 2000 einsetzende Niedergang unter Kuntz für ein paar Jahre aufgehalten werden konnte.
Stefan Kuntz hat mit Johannes Ohliger an der Seite einige Jahre sehr gute Arbeit geleistet und die Mannschaft zusammengestellt, die aufgestiegen ist und souverän die Klasse gehalten hat. Sportlich gab es aber ab 2010 auch eine Vielzahl von Fehlentscheidungen, die in den Abstieg und drei verpasste Aufstiege mündeten. Da das zwangsläufig auf Pump bzw. auf Kosten der Substanz finanziert wurde, ist dann irgendwann kein Geld mehr da.
Was man Kuntz aber vor allem vorwerfen muss, ist die Intransparenz bei der Darstellung der Gesamtlage. Bezüglich der strukturellen Probleme wurde massiv gelogen. Man vergleiche das mal mit den klaren Aussagen von Rainer Keßler. Was man ihm ebenfalls vorwerfen muss und was immer zu Problemen führt, ist die Auswahl von Personal auf Basis persönlicher Loyalitäten statt Kompetenz. Haber, Lelle, Hoffmann, Grünewalt, Schupp, von denen musste er keine Kritik erwarten. Gleichzeitig brachten diese Personen aber auch keine echten Mehrwerte. Das führt am Ende zwangsläufig zu schlechteren Ergebnissen.
Misst man Kuntz an den Ergebnissen seiner Vorgänger (Friedrich, Wieschemann. Auch wenn die bis 2000 ebenfalls gute bis sehr gute Arbeit abgeliefert haben, wurde durch die der Verein völlig unnötigen Risiken ausgesetzt, die zur desaströsen Situation im Herbst 2002 beigetragen haben, dann Jäggi, Göbel, Buchholz) und Nachfolger (Klatt, Gries, Bader, Riesenkampff, Banf etc.), ist er aber definitiv der Einäugige unter den Blinden.
Kuntz hatte ganz sicher seinen Anteil an der Rettung 2008 und den sportlichen Erfolgen der drei darauf folgenden Jahre. In die Gesamtbewertung seines Schaffens muss man aber auch die folgenden dreieinhalb Jahre einfließen lassen. Und da hat der den Verein quasi in der Situation übergeben, in der er ihn übernommen hat.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 04.02.2024 um 09:29 Uhr bearbeitet
04.02.2024 - 09:12 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Der hochgelobte Herr Ohlinger war als Finanzer für genau diese Situation (mit-)verantwortlich.
Der hochgelobte Herr Ohlinger war als Finanzer für genau diese Situation (mit-)verantwortlich.
Was soll denn der Bullshit? Ohliger war erst ab Ende 2007 im Amt, ehrenamtlich, wohlgemerkt.
Beste Grüße
Lullaby
04.02.2024 - 09:14 Uhr
Das passiert zwangläufig, wenn Einzelpersonen sämtliche wichtigen Entscheidungen treffen, ohne dass irgendwelche Korrekturmechanismen installiert werden.
Beste Grüße
Lullaby
04.02.2024 - 09:19 Uhr
Zitat von RedDevil1900
Tayfun Korkut hatte z.B. irgendwann auch nochmal ein Interview gegeben, in dem er sinngemäß meinte, dass er zusammen mit Stöver ziemlich mittellos eine Mannschaft zusammenstellen musste, weil der Verein aus dem letzten Loch gepfiffen hat.
Tayfun Korkut hatte z.B. irgendwann auch nochmal ein Interview gegeben, in dem er sinngemäß meinte, dass er zusammen mit Stöver ziemlich mittellos eine Mannschaft zusammenstellen musste, weil der Verein aus dem letzten Loch gepfiffen hat.
Der Verein hatte durch Transferüberschüsse und Klatts Horrorkredit genug Geld, um einen konkurrenzfähigen Kader zusammenzustellen. Es reichte immerhin, um die Gehälter von Ewerthon, Stieber und Zoua zu bezahlen. Dass die beiden letztgenannten sportlich wenig bis keinen Mehrwert einbrachten, gehört zu den Problemen. Da redet man zu Saisonbeginn davon, Angriffspressing zu spielen und holt dann den lauffaulsten 10er, den man finden konnte. Im Grunde genommen hatten wir in der Saison Glück, dass Pollersbeck und Koch sich sportlich von 0 auf 100 als hochklassige Zweitligaspieler präsentierten.
Beste Grüße
Lullaby
04.02.2024 - 09:23 Uhr
Zitat von hazou
Für mich ist der einzige Vorwurf, den ich Kuntz machen würde, dass er sich keinen gleichwertigen Finanzfachmann an seine Seite geholt hat.
Für mich ist der einzige Vorwurf, den ich Kuntz machen würde, dass er sich keinen gleichwertigen Finanzfachmann an seine Seite geholt hat.
Es hätte zwingend einen starken Sportdirektor benötigt und eine sprtliche Strategie. Dass man mit Kurz einen Trainer hatte, der voll auf Umschaltspiel gesetzt hat, dann im Abstiegskampf dann auf den Ballbesitztrainer Balakov gesetzt hat, dann mit Foda wieder auf einen Umschalter, mit Runjaic auf einen Ballbesitztrainer und mit Fünfstück auf einen Umschalter, deutet nicht darauf hin, dass man einen Plan hatte, wie das Team zu entwickeln sei. Da wurde absolut kurzfristig geplant. Die Liste an teuren Transferflops ab 2010 ist auch sehr lang, von A wie Amri über O wie Occéan bis Z wie Ziegler.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 04.02.2024 um 09:37 Uhr bearbeitet
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