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ESL - Die Superleague

20.04.2021 - 12:50 Uhr
ESL - Die Superleague |#131
22.04.2021 - 13:11 Uhr
Zitat von Playmaker_N
Zitat von Advokat

Zitat von mastercris

...) Pérez ist für mehr Transparenz im neuen Format, nach amerikanischem Vorbild (Gehälter). Manchmal wirkt er etwas arrogant, aber er spricht doch schon vieles an, was im Fußball falsch läuft.
Diese Monopolstellungen der UEFA oder der FIFA müssen enden. Wettbewerb ist richtig. Durch Wettbewerb haben die Vereine plötzlich 4 Milliarden Euro mehr in der Zukunft, nur durch Wettbewerb entwickeln sich Dinge weiter. Gilt für die superliga, gilt für die Verbände.


Was mir aktuell auch missfällt, ist, dass die UEFA scheinbar als moralischer Sieger aus der Sache hervorgeht, dabei stehen auch sie für Kapitalismus in Reinkultur inkl. Korruption. Dennoch kannst du nicht wirklich ernst meinen, dass "Pérez für mehr Transparenz" steht nach der ganzen Chose. Die Bekanntmachung der SL war mehr als dilettantisch - v.a. wurde die Basis, die Fans, komplett außen vor gelassen.

Eine SL würde die Kluft zwischen Arm und Reich noch vergrößern und der Wettbewerb innerhalb der SL wäre mehr oder weniger tot. Wenn man nicht aus der SL absteigen kann, dann hat es für mich mehr einen Freundschaftsspiel-Charakter. Ich kenne auch nicht die Details (Stichwort Transparenz), aber sollten die Spiele auch noch auf verschiedenen Kontinenten ausgetragen werden und damit zu unterschiedlichen Zeiträumen, wüsste ich auch nicht, was der "Fan" in Europa davon hat.

Zitat von LucimarFerreira

Woher kommt denn diese Info, dass da plötzlich 4 Milliarden aufgetaucht sind?

Ist das irgendwie offiziell oder bezieht sich das alles auf diesen einen Twitter-Post?


Vermutlich ist das gemeint: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/uefa-und-centricus-wollen-die-super-league-mit-milliardendeal-stoppen


Noch mehr als die UEFA stehen die großen Clubs für den Kapitalismus in Reinkultur. Die großen Clubs brauchen das Geld um die immer höheren Spielergehälter zu bezahlen, die brauchen die Kohle um solche Typen wie Raiola zu bezahlen damit man die Spieler rankommt. Da ist jedes Mittel Recht.

UEFA und Fifa haben sich in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Wobei zwischen der UEFA und der FIFA es noch einen großen Unterschied gibt. Aber in Sachen Geldgeilheit kommen die weitem nicht an Real oder Barca dran.


Da fragt man sich aber wo die Uefa innerhalb kürzester Zeit 4,5 Milliarden Euro her hat. Von dem Preisgelder her entspricht dass das 4 fache, wie sonst, was man den Clubs bereitstellt. Bestimmt haben sie eine Goldmine gefunden. Unabhängig davon, finde ich es gut, dass die Fifa in Katar eine WM machen. Wm Deutschland 2006 war auch alles in Ordnung bei der Wahl.
ESL - Die Superleague |#132
22.04.2021 - 13:17 Uhr
Zitat von DelA20

Zitat von Playmaker_N

Zitat von Advokat

Zitat von mastercris

...) Pérez ist für mehr Transparenz im neuen Format, nach amerikanischem Vorbild (Gehälter). Manchmal wirkt er etwas arrogant, aber er spricht doch schon vieles an, was im Fußball falsch läuft.
Diese Monopolstellungen der UEFA oder der FIFA müssen enden. Wettbewerb ist richtig. Durch Wettbewerb haben die Vereine plötzlich 4 Milliarden Euro mehr in der Zukunft, nur durch Wettbewerb entwickeln sich Dinge weiter. Gilt für die superliga, gilt für die Verbände.


Was mir aktuell auch missfällt, ist, dass die UEFA scheinbar als moralischer Sieger aus der Sache hervorgeht, dabei stehen auch sie für Kapitalismus in Reinkultur inkl. Korruption. Dennoch kannst du nicht wirklich ernst meinen, dass "Pérez für mehr Transparenz" steht nach der ganzen Chose. Die Bekanntmachung der SL war mehr als dilettantisch - v.a. wurde die Basis, die Fans, komplett außen vor gelassen.

Eine SL würde die Kluft zwischen Arm und Reich noch vergrößern und der Wettbewerb innerhalb der SL wäre mehr oder weniger tot. Wenn man nicht aus der SL absteigen kann, dann hat es für mich mehr einen Freundschaftsspiel-Charakter. Ich kenne auch nicht die Details (Stichwort Transparenz), aber sollten die Spiele auch noch auf verschiedenen Kontinenten ausgetragen werden und damit zu unterschiedlichen Zeiträumen, wüsste ich auch nicht, was der "Fan" in Europa davon hat.

Zitat von LucimarFerreira

Woher kommt denn diese Info, dass da plötzlich 4 Milliarden aufgetaucht sind?

Ist das irgendwie offiziell oder bezieht sich das alles auf diesen einen Twitter-Post?


Vermutlich ist das gemeint: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/uefa-und-centricus-wollen-die-super-league-mit-milliardendeal-stoppen


Noch mehr als die UEFA stehen die großen Clubs für den Kapitalismus in Reinkultur. Die großen Clubs brauchen das Geld um die immer höheren Spielergehälter zu bezahlen, die brauchen die Kohle um solche Typen wie Raiola zu bezahlen damit man die Spieler rankommt. Da ist jedes Mittel Recht.

UEFA und Fifa haben sich in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Wobei zwischen der UEFA und der FIFA es noch einen großen Unterschied gibt. Aber in Sachen Geldgeilheit kommen die weitem nicht an Real oder Barca dran.


Da fragt man sich aber wo die Uefa innerhalb kürzester Zeit 4,5 Milliarden Euro her hat. Von dem Preisgelder her entspricht dass das 4 fache, wie sonst, was man den Clubs bereitstellt. Bestimmt haben sie eine Goldmine gefunden. Unabhängig davon, finde ich es gut, dass die Fifa in Katar eine WM machen. Wm Deutschland 2006 war auch alles in Ordnung bei der Wahl.


Gibt es denn jetzt zu den 4,5 Milliarden eine Bestätigung oder zumindest mehrere seriöse Quellen? Gerüchte gibt es viele. Und wenn, der seitens Medien spekulierte Deal mit Centricus soll schon seit Monaten in der Planung sein und wäre auch nicht von jetzt auf nachher aus dem Boden gestampft oder käme aus dubiosen Rücklagen.

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"Fußball sollte man nicht im Fernsehen angucken. Wenn ich in München leben würde, dann will ich Bayern München doch nicht im Fernsehen sehen, dann will ich doch ins Stadion. Es gibt doch nichts Langweiligeres als ein Fußballspiel im Fernsehen anzusehen. Also im Vergleich zum Stadion. Das ist, als würde ich mir einen Liebesfilm anschauen und dabei meinen Hund in den Armen haben."

Die argentinische Legende César Luís Menotti im Gespräch mit dem Deutschlandfunk

Dieser Beitrag wurde zuletzt von ElPresidente585 am 22.04.2021 um 13:25 Uhr bearbeitet
ESL - Die Superleague |#133
22.04.2021 - 13:26 Uhr
Christ hat es treffend formuliert: Diese Skizze, die als vorläufiges Konzept vorgestellt wurde, MUSS dringend und ausführlich überarbeitet werden! Dass die Gründervereine praktisch Narrenfreihet geniessen, ist falsch und führt das Wettbewerbprinzip ad absurdum. Dennoch muss man konstatieren, dass dies nur ein vorläufiges Konzept gewesen ist. Wenn alle Clubs eingestiegen wären - sprich die 20 Vereine - hätten sie die Regeln überarbeitet.

In nur 5 Min hab ich n besseres Konzept entwickelt, welches natürlich nicht perfekt ist:
2 Gruppen a la 10 Vereine - nennen wir diese Gruppen einmal Gruppe A und einmal Gruppe B. Die beiden letzten Platzierten beider Gruppen würden absteigen - ergo Platz 9 und 10. Das wären dann 4 Vereine. Die 3. schlechtesten Vereine beider Gruppen könnten im Relegationsspiel (Hin- + Rückspiel) entscheiden, wer der 5. Absteiger ist. Oder man entscheidet einfach, dass nur 4 Teams absteigen, so dass man die Reli gar nicht braucht. Ob du ein Gründerverein bist, oder nicht, ist es egal, DU kannst absteigen, wenn du schlecht bist! Das Konzept, um den Gewinner der SL zu küren, fand ich hingegen schlüssig. Die 4 besten Teams beider Gruppen spielen im KO-Spielen, wie wir es bei der CL kennen, und ermitteln den Sieger im KO-Verfahren. Von mir aus, kann man das Ganze noch etwas ausreizen, indem man im WM-Manier auch den 3. Platzierten ermittelt (sprich: die beiden Verlierer der HF-Spiele spielen um den 3. Platz).

Die nächste Frage ist, was geschieht dann mir den Absteiger? Tja, in meinem Verständnis hätte es 3 europäische Ligen gegeben:
- Super League
- Champeons League
- Europa League

Die Absteiger der SL würden zur nächsten Saison in der CL spielen. Die 4 Halbfinalisten der CL würden demnach direkt aufsteigen. Falls man sich für das 5er System entscheiden möchte, ermittelt man den 5. Aufsteiger, indem man die 4 VF-Teams, die sich nicht ins HF einziehn konnten, gegeneinander im KO-Format spielen lässt. Mit Hin- und Rückspiel.

Durch dieses Konzept, welches ich mir wirklich in wenigen Minuten ausgedacht hab, hätte man kein geschlossenes System. Im Prinzip kann jeder auf- bzw absteigen. Die SL wäre das Mass aller Dinge, die CL hätte immer noch einen grossen Namen und viele Fans. Manchmal macht es die Marke/ de Name aus und nicht unbedingt die Qualität. Das sieht man bei Manchester United und AC Milan sehr gut. Trotz der ausbleibenden sportlichen Erfolgen sind sie sehr beliebt und haben sehr viele Fans. Wobei man natürlich konstatieren muss, dass diese Vereine in den letzten 2 Jahren einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Mir ist durchaus bewusst, dass mein vorgestelltes Konzept nicht perfekt ist und viele Fragen aufwirft. Aber, wenn sogar ich - nur ein Hobbyfan - sowas in wenigen Minuten konzipieren kann, erwarte ich von den wirklichen Fussballexperten mit mehr Zeit noch ein viel besseres Konzept, welches alle zufrieden stellt.

Fest steht, dass die CL ausfürhlich überarbeitet werden muss. Eine Dezentralisierung wäre nicht so verkehrt. Weniger Macht für die UEFA und FIFA, mehr Macht für die Vereine (ALLE Vereine versteht sich). Im Prinzip hat UEFA durch die Reform eine SL Light erschaffen. Nur die Bezeichnung ist anders, ergo gleich geblieben. Die CL von 2024 (diese Reform gilt ab 2024) hat nichts mit der CL von vor einigen Jahren zu tun, und noch viel weniger mit der CL der 50iger Jahre.

Alles verändert sich, alles befindet sich im stetigen Wandel. Wenn du nicht mit der Zeit gehst - gehst du mit der Zeit...

Ich war nie ein Freund von Monopolismus. Deshalb hab ich immer Facebook. Amazon und Instagram kritisiert. Viele Staaten, allen voran den USA, ist dies in letzter Zeit ein Dorn im Auge. Sie versuchen dies zu unterbinden. Zwar etwas zu spät, aber besser als nie. Und was machen einige Politiker, wenn es um die Monopolstellung des Fussball geht? Sie schalten ihre Logik aus und handeln emotional. Sie befürworten UND unterstützen die Monopolstellung der UEFA . Wirklich traurig...

Lange Rede kurzer Sinn: Die UEFA erschuff durch die Hintetür eine SL Light mit einer anderen Bezeichnung. Da dieser Wettbewerb immer noch den alten Namen ''Champeons League (CL)'' trägt, ist der Aufschrei nicht so gross. Zudem haben sie es sehr geschickt gemacht. Denn sie lenkten von diesem Thema ab, indem sie die 12 Vereine massiv attackierten und wie kluge Populisten polarisierten. Sie spielten mit den Ängsten der Fans. Die Fans sahen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

FAZIT: Super League? in dieser Form ein deutliches NEIN!!! Mit einem ausfürhlich überarbeitetem und gutem Konzept, wäre ich dabei. Aber nächstes Mal bitte bitte nicht den grössten dilettantische Fehler machen: DIE FANS ausschliessen!!! Man muss die Fans in dem Vorhaben miteinbeziehen und ihre Wünsche in das neue Konzept einschliessen. Denn das ganze Kartenhaus steht und fällt mit den Fans.

Just my 13 Cents...





K

•     •     •

Don Santiago Bernabeu & Don Florentino Perez
ESL - Die Superleague |#134
22.04.2021 - 13:42 Uhr
Zitat von K-Albo
Christ hat es treffend formuliert: Diese Skizze, die als vorläufiges Konzept vorgestellt wurde, MUSS dringend und ausführlich überarbeitet werden! Dass die Gründervereine praktisch Narrenfreihet geniessen, ist falsch und führt das Wettbewerbprinzip ad absurdum. Dennoch muss man konstatieren, dass dies nur ein vorläufiges Konzept gewesen ist. Wenn alle Clubs eingestiegen wären - sprich die 20 Vereine - hätten sie die Regeln überarbeitet.

In nur 5 Min hab ich n besseres Konzept entwickelt, welches natürlich nicht perfekt ist:
2 Gruppen a la 10 Vereine - nennen wir diese Gruppen einmal Gruppe A und einmal Gruppe B. Die beiden letzten Platzierten beider Gruppen würden absteigen - ergo Platz 9 und 10. Das wären dann 4 Vereine. Die 3. schlechtesten Vereine beider Gruppen könnten im Relegationsspiel (Hin- + Rückspiel) entscheiden, wer der 5. Absteiger ist. Oder man entscheidet einfach, dass nur 4 Teams absteigen, so dass man die Reli gar nicht braucht. Ob du ein Gründerverein bist, oder nicht, ist es egal, DU kannst absteigen, wenn du schlecht bist! Das Konzept, um den Gewinner der SL zu küren, fand ich hingegen schlüssig. Die 4 besten Teams beider Gruppen spielen im KO-Spielen, wie wir es bei der CL kennen, und ermitteln den Sieger im KO-Verfahren. Von mir aus, kann man das Ganze noch etwas ausreizen, indem man im WM-Manier auch den 3. Platzierten ermittelt (sprich: die beiden Verlierer der HF-Spiele spielen um den 3. Platz).

Die nächste Frage ist, was geschieht dann mir den Absteiger? Tja, in meinem Verständnis hätte es 3 europäische Ligen gegeben:
- Super League
- Champeons League
- Europa League

Die Absteiger der SL würden zur nächsten Saison in der CL spielen. Die 4 Halbfinalisten der CL würden demnach direkt aufsteigen. Falls man sich für das 5er System entscheiden möchte, ermittelt man den 5. Aufsteiger, indem man die 4 VF-Teams, die sich nicht ins HF einziehn konnten, gegeneinander im KO-Format spielen lässt. Mit Hin- und Rückspiel.

Durch dieses Konzept, welches ich mir wirklich in wenigen Minuten ausgedacht hab, hätte man kein geschlossenes System. Im Prinzip kann jeder auf- bzw absteigen. Die SL wäre das Mass aller Dinge, die CL hätte immer noch einen grossen Namen und viele Fans. Manchmal macht es die Marke/ de Name aus und nicht unbedingt die Qualität. Das sieht man bei Manchester United und AC Milan sehr gut. Trotz der ausbleibenden sportlichen Erfolgen sind sie sehr beliebt und haben sehr viele Fans. Wobei man natürlich konstatieren muss, dass diese Vereine in den letzten 2 Jahren einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Mir ist durchaus bewusst, dass mein vorgestelltes Konzept nicht perfekt ist und viele Fragen aufwirft. Aber, wenn sogar ich - nur ein Hobbyfan - sowas in wenigen Minuten konzipieren kann, erwarte ich von den wirklichen Fussballexperten mit mehr Zeit noch ein viel besseres Konzept, welches alle zufrieden stellt.

Fest steht, dass die CL ausfürhlich überarbeitet werden muss. Eine Dezentralisierung wäre nicht so verkehrt. Weniger Macht für die UEFA und FIFA, mehr Macht für die Vereine (ALLE Vereine versteht sich). Im Prinzip hat UEFA durch die Reform eine SL Light erschaffen. Nur die Bezeichnung ist anders, ergo gleich geblieben. Die CL von 2024 (diese Reform gilt ab 2024) hat nichts mit der CL von vor einigen Jahren zu tun, und noch viel weniger mit der CL der 50iger Jahre.

Alles verändert sich, alles befindet sich im stetigen Wandel. Wenn du nicht mit der Zeit gehst - gehst du mit der Zeit...

Ich war nie ein Freund von Monopolismus. Deshalb hab ich immer Facebook. Amazon und Instagram kritisiert. Viele Staaten, allen voran den USA, ist dies in letzter Zeit ein Dorn im Auge. Sie versuchen dies zu unterbinden. Zwar etwas zu spät, aber besser als nie. Und was machen einige Politiker, wenn es um die Monopolstellung des Fussball geht? Sie schalten ihre Logik aus und handeln emotional. Sie befürworten UND unterstützen die Monopolstellung der UEFA . Wirklich traurig...

Lange Rede kurzer Sinn: Die UEFA erschuff durch die Hintetür eine SL Light mit einer anderen Bezeichnung. Da dieser Wettbewerb immer noch den alten Namen ''Champeons League (CL)'' trägt, ist der Aufschrei nicht so gross. Zudem haben sie es sehr geschickt gemacht. Denn sie lenkten von diesem Thema ab, indem sie die 12 Vereine massiv attackierten und wie kluge Populisten polarisierten. Sie spielten mit den Ängsten der Fans. Die Fans sahen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

FAZIT: Super League? in dieser Form ein deutliches NEIN!!! Mit einem ausfürhlich überarbeitetem und gutem Konzept, wäre ich dabei. Aber nächstes Mal bitte bitte nicht den grössten dilettantische Fehler machen: DIE FANS ausschliessen!!! Man muss die Fans in dem Vorhaben miteinbeziehen und ihre Wünsche in das neue Konzept einschliessen. Denn das ganze Kartenhaus steht und fällt mit den Fans.

Just my 13 Cents...





K


Natürlich ist dein Konzept schon mal besser als das der SL aber geht ja damit auch an dem vorbei was die wollen: das geschlossene System.

Im Endeffekt ist der Kern der Sache, die Top-Clubs haben die mit Abstand meiste weltweite Strahlkraft. Außerhalb von Europa haben die Vereine, welche nie die CL (fast) gewinnen halt so gut wie keine Fans. Die großen Vereine wollen jetzt aber in USA, nahem Osten und Fernost richtig Asche machen und das Geld möglichst mit niemandem teilen. Ist halt komplett asozial wenn du mich fragst, da die Aufmerksamkeit die sich auf die Top-Clubs verteilt ja auch nur möglich ist, weil diese gegen viele mittelgroße und kleinere Clubs antreten die mit viel Leidenschaft Jahr für Jahr den Laden am Laufen halten und den Multi-Millionen-Clubs versuchen Paroli zu bieten und diese dabei auch regelmäßig mit Supertalenten versorgen.

Champions League lassen wie sie ist, eher verkleinern, Verteilung von Geld gerechter gestalten, nationalen und europäischen Wettbewerb steigern und damit die Spannung erhalten und wieder attraktiver werden.

Was für ein Schwachsinn die Clubs werden Tot sein. Ich bin weit davon entfernt Sozialist zu sein oder gar Kommunist, aber der Fußball lebt von und mit seinen Fans und den 1000en Vereinen in Europa die den Sport zu dem machen was er ist, das ist mit das größte Kulturgut des Kontinents und sollte als solches einen besonderen Schutz genießen. Der Knackpunkt aller Vereine sind doch die exorbitanten Gehälter, wenn die Spieler es da nicht gebacken bekommen in der Zeit etwas zurück zu stecken, damit die Vereine eben nicht sterben, dann ist das wirklich asoziales Verhalten. Ich gönne ihnen jeden Euro den sie verdienen, sie sind die wichtigsten Akteure im besten Entertainment-Produkt der Menschheit, also sollen sie demetsprechend entlohnt werden, aber wenn ihre Gier den Fußball in so eine Enge treibt, dann geht es halt nicht weiter nach oben, davon wird ja keiner von ihnen verhungern.

Ich hoffe inständig, dass die kleineren Clubs und Fans aus dem SL Fiasko gestärkt hervor gehen und sich zusammen schließen um den Fußball wirklich zu retten, und wenn das bedeutet, dass mal nicht Real oder Barca Meister wird sondern auch wieder Valencia oder Sevilla, vielleicht sogar Bilbao oder Villareal, dann soll mir das auch recht sein.

•     •     •

NDHSV - Hala Madrid
ESL - Die Superleague |#135
22.04.2021 - 14:36 Uhr
Wie schon in einem vorherigen Post von mir erwähnt sehe ich die Super League vor allem wegen des fehlendem sportlichen Charakters kritisch. Eine Liga, in der 15 Mannschaften immer dabei sind, unabhängig von der Platzierung in der heimischen Liga und in der 5 Mannschaften aus Goodwill eingeladen werden ist keine Liga geschweige denn irgendwo ein Wettbewerb. Man hat 0,0 Anreiz sich dort anzustrengen. Und damit konsequenterweise auch 0,0 Anreiz sich im Ligabetrieb anzustrengen.

Wenn sich Real Madrid jetzt schon schwer tut gegen die Getafes und Valladolids dieser Welt, wie soll das erst aussehen wenn es nicht mal mehr um die Qualifikation für einen Wettbewerb geht? Welchen Anreiz haben die Spieler im Ligabetrieb 100% zu geben, wenn das Geld, das ohnehin jetzt schon auf europäischer Bühne verdient wird, durch eine elitäre Liga nochmal mehr befeuert wird?
Ich sehe da keinen Benefit für mich als Konsumenten. Natürlich sehe ich gerne Spiele wie Madrid - Barcelona oder City - PSG, aber auf der einen Seite sind diese Spiele auch deswegen attraktiv, weil sie eben seltener vorkommen und nicht die Regel sind (ganz ehrlich, wenn jede Woche Madrid ein Topspiel hat, dann sind das irgendwann keine Topspiele mehr sondern schlicht und einfach normale Spiele) und auf der anderen Seite sind auch die Spiele gegen die Kleineren attraktiv.

Ich für meinen Teil schaue mir auch gerne Spiele gegen Brügge und Co. an. Diese Mannschaften sind durchaus in der Lage für Überraschungen zu sorgen und der Fußball lebt von den Spannungen und Emotionen, die gerade auch bei solchen Paarungen durch die Fans kleinerer Teams geschaffen wird.
Es gibt noch einen Fußball abseits der 12 Big Player. Und für alle Teams, die gegen diese 12 antreten müssen, sind das die Spiele ihres Lebens. Es ist maximal egoistisch diesen Teams und deren Fans diese Möglichkeit zu nehmen. Es muss machbar sein, dass zumindest eine theoretische Chance besteht, dass sich Malmö qualifizieren kann um gegen die ganz Großen zu spielen. Die Super League, wie sie angedacht war, bietet ihnen diese Chance nicht. Und dadurch wird der Wettkampfsport ad absurdum geführt.

Ein weiterer Punkt, weswegen ich gegen eine Super League mit den kolportierten Summen bin: Die allseits beliebte Schere zwischen Arm und Reich, sie wird nochmal vergrößert. Die Summen, die jetzt schon für Transfers und Gehälter bezahlt werden, sie werden nochmal vergrößert. Und zwar exklusiv durch die Teilnehmer der Super League. Denn klar ist: Bei den Startgeldern, die im Raum stehen, dadurch sind diese Clubs natürlich in der Lage mehr für Spieler auszugeben. Alle anderen Clubs aber nicht. Dadurch würde der Sport noch ungerechter werden, als er es teils jetzt schon ist. Kapseln sich die größten Vereine ab werden die Sponsoren der CL/EL etc. folgen. Dadurch würden also bei CL und EL wieder Gelder fehlen, die am Ende auch bei den Teilnehmern landen. Ergo weniger Geld für diese Vereine. Auch das ist kein Szenario, welches ich unterstütze.

Damit das nochmal klar gesagt wird: UEFA und FIFA sind natürlich scheinheilig, wenn sie sich jetzt als barmherzige Samariter hinstellen. Dass es diesen Verbänden in allererster Linie um das Geld geht, das sollte jedem klar sein. Was da gerade abgezogen wird ist natürlich Heuchelei par excellence.

Trotz alledem kommt von meiner Seite aus ein klares Nein zu diesem Konstrukt, der da im Raum stand/steht. Überarbeitet das Ganze, schafft einen sportlichen Wettbewerb, zu dem sich jeder qualifizieren könnte, dann kann man nochmal reden. So nicht.

•     •     •

All feeling, all dreams, all legend, all pride, all passion, all epic, all class, all in one shirt.
One club, one love.
All Real Madrid.
ESL - Die Superleague |#136
22.04.2021 - 14:52 Uhr
Bei 2 Gruppe a 10 Vereine würden zstl zu den 12 noch 8 weitere kommen. Theoretisch: Bayern, BVB, Leipzig, PSG, Lyon, Sevilla, Napoli und Leverkusen. Nur als Beispiel. Wenn nur 4 oder 5 von den 20 Teams absteigen können, werden sich die meisten der 12 Gründervereine durchsetzen. Die Spurs, Arsenal und Milan (um einige zu nennen), würden auf der Kippe stehn. ABER: Die Chancen für Arsenal und die Spurs sich für die CL über die PL zu qualifizieren, sind grösser als von der SL abzusteigen. Das wäre mMn n fairer Kompromiss. Das vorgestellte Konzept von den 12 ist natürlich Humbug und findet zurecht keinen Einklang, aber, wenn es überarbeitet wird, dann vllt schon, zumindest eher. Die Mehrheit von den 12 können idR einfach nicht absteigen, weil sie zu gut sind. Die Spurs, Arsenal, Milan, Inter und vllt Manchester United müssten zittern, aber selbst dann, würden sie nicht alle absteigen. Denn einige dieser 5 Vereine würden vermutlich besser als zB Leverkusen, Napoli und Lyon abschneiden.

PS: gierige Typen sind eklig, aber gierige Heuchler sind noch ekliger. Zur letzteren würde ich die UEFA bezeichnen.



K

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Don Santiago Bernabeu & Don Florentino Perez
ESL - Die Superleague |#137
22.04.2021 - 15:24 Uhr
Laut El Chiringuito, wird die UEFA für die EM mehr Spiele im Wembley austragen. grins

Die FA spielte eine wichtige Rolle für das Scheitern der ESL
Wembley to get more Euro 2020 games as Uefa rewards key role FA played in getting ESL called off
Exclusive: There is 'huge goodwill towards Mark Bullingham, the FA's chief executive, for his work in torpedoing the European rebellion


https://www.joe.co.uk/sport/wembley-to-host-more-euro-2020-games-as-uefa-rewards-fa-for-super-league-stance-270718


Ist wohl etwas naiv zu glauben, dass die Fans einen so großen Einfluss hatten, das Angebot bzw. Entschädigung der UEFA hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Ist halt eine schönere Geschichte wenn Fans, Spieler etc. den Fußball gerettet haben.

•     •     •

Historia que tú hiciste

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Goraan am 22.04.2021 um 15:29 Uhr bearbeitet
ESL - Die Superleague |#138
22.04.2021 - 15:42 Uhr
Wenn wir uns „Zidanes y Pavones“ nicht mehr leisten können, dann muss es eben „Casemiros y Nachos“ heißen. Habe ich kein Problem mit, wenn wir auf diesem Weg nicht mehr genug Geld reinbekommen. Aber dieses übergehen der anderen Mannschaften zum eigenen Wohl und zum Unmut aller anderen außer eben der Teilnehmer kann man nicht allen Ernstes noch gutheißen. Nicht unter diesen Voraussetzungen und die möchte Florentino dann auch noch verteidigen. Lächerlich!

•     •     •

iHala Madrid!

REYES DE EUROPA


ESL - Die Superleague |#139
22.04.2021 - 15:42 Uhr
Zitat von K-Albo

Bei 2 Gruppe a 10 Vereine würden zstl zu den 12 noch 8 weitere kommen. Theoretisch: Bayern, BVB, Leipzig, PSG, Lyon, Sevilla, Napoli und Leverkusen. Nur als Beispiel. Wenn nur 4 oder 5 von den 20 Teams absteigen können, werden sich die meisten der 12 Gründervereine durchsetzen. Die Spurs, Arsenal und Milan (um einige zu nennen), würden auf der Kippe stehn. ABER: Die Chancen für Arsenal und die Spurs sich für die CL über die PL zu qualifizieren, sind grösser als von der SL abzusteigen. Das wäre mMn n fairer Kompromiss. Das vorgestellte Konzept von den 12 ist natürlich Humbug und findet zurecht keinen Einklang, aber, wenn es überarbeitet wird, dann vllt schon, zumindest eher. Die Mehrheit von den 12 können idR einfach nicht absteigen, weil sie zu gut sind. Die Spurs, Arsenal, Milan, Inter und vllt Manchester United müssten zittern, aber selbst dann, würden sie nicht alle absteigen. Denn einige dieser 5 Vereine würden vermutlich besser als zB Leverkusen, Napoli und Lyon abschneiden.

PS: gierige Typen sind eklig, aber gierige Heuchler sind noch ekliger. Zur letzteren würde ich die UEFA bezeichnen.



K

Und du hältst Flo Perez nicht für einen "gierigen Heuchler"? Du glaubst also weiterhin, dass der eigentliche Sinn hinter der SL war, dass man sich gegen den "gierigen Heuchler" UEFA stellt, um den Fußball zu retten, um endlich etwas gegen dieses System zu unternehmen?

Für mich klingt das weiterhin nach einem Vorwand und ich halte dieses Konstrukt SL für eines, welches wirtschaftliche Gründe hatte und nicht primär dem Fußball dienen sollte. Es ging um eigene Interessen, es ging nur darum, dass die beteiligten Vereine mehr vom Kuchen abbekommen und nicht mit der UEFA "teilen" müssen. Für mich war diese Idee gierig und heuchlerisch.

Wenn man wirklich hätte etwas verändern wollen, hätte man sich nicht mit 12 Klubs über eine SL geeinigt, sondern man hätte sich viele Vereine aller Herren Länder ins Boot geholt, um sich gegen die UEFA aufzulehnen, um das unbestritten schlechte System zu verändern.

So wie er sich jetzt in diesen 2 Interviews präsentiert hat, ist dies doch ersichtlich, weshalb ich mich wundere, dass er hier noch so verteidigt wird, wenngleich mir seine Verdienste um den Verein bekannt sind, aber das legimitiert doch solch ein Verhalten und seine Sichtweisen nicht.

Das System UEFA mit seiner Monopolstellung muss verändert werden und alle Vereine, nicht nur die Big 12 bzw. 15, müssen in Gemeinschaft eine Veränderung vorantreiben. Das, was diese mit der SL vorhatten, war sicherlich nicht die Lösung, ganz im Gegenteil.

In jedem Land dieser Welt wird Fußball gespielt, noch immer auf den Straßen und nicht nur vor der Konsole. Man spielt in Armenien, spielt in Portugal, in Lettland, in den Niederlanden, in Serbien, der Ukraine und in allen anderen europäischen Ländern. Dessen Vereine haben das selbe Anrecht auf den höchsten Wettbewerb, wie die großen Klubs und sollten entsprechend die Möglichkeit besitzen, sich mit diesen messen zu lassen.

Was Perez dazu gesagt hat, kann man nachlesen. Er hält die großen Vereine für etwas Besseres und grenzt diese bewusst vom Rest ab. Wie kann man sowas noch gutheißen?

Ja, die erfolgreichen Vereine sollen mehr profitieren. Das ist verständlich und logisch, aber doch nicht durch einen Wettbewerb, der viele Vereine ausschließt und verhindert, dass andere Vereine sich zu dem entwickeln können, was diese Vereine darstellen.

Ob Real, Barca, Bayern oder PSG bzw. alle anderen Top-Vereine, alle diese hatten Perioden, wo sie nicht zur Elite zählten, sportlich als auch wirtschaftlich. Nun soll es aber ein gottgegebenes Recht geben, gerade in Bezug auf Teams wie Tottenham oder Arsenal, dass sie unabänderbar zur Elite des Fußballs und somit zur SL gehören sollen? Das ist die Veränderung und fairer, als das, was die UEFA macht?

Ich verstehe, dass man seinen Verein beschützt und entsprechend seinen Präsidenten, aber das darf und kann doch nicht völlig unabhängig dessen Handlungen und Äußerungen geschehen.

Perez hat offen gesagt, dass ihn die Socios dahingehend nicht interessieren, er meint, diese nicht fragen zu müssen, ob sie das mit der SL überhaupt wollen und stellt das mit Transfers gleich. Wie kann man das anders bewerten, als das, was es ist?

Viele Spieler von vielen Vereinen haben in der Vergangenheit gesagt, dass sie Fußball für die Fans spielen, dass die Fans diese Vereine erst zu dem werden ließen, was sie jetzt sind, und nun werden sowohl die Spieler als auch die Fans hintergangen und ignoriert. Es war diesen Leuten einfach egal, weil sie gierig waren. Gierig nach Macht und Geld und nicht weil sie den Fußball verändern und fairer machen wollten. Einige von den Besitzern haben sich dafür entschuldigt. Wie ehrlich diese Entschuldigung war, bleibt Spekulation, aber Perez entschuldigt sich nicht, sondern zieht seine Agenda weiterhin durch. Er ignoriert nicht nur die Socios, sondern alle Fans, alle Spieler, alle Mitarbeiter im Verein. Er macht, was er für richtig hält und ignoriert jeglichen Gegenwind.

Das soll richtig sein?

Dieses Projekt war und ist eine Schande für den Fußball und das ändern einzelne Punkte nicht, die man so anstoßen könnte, denn es muss Veränderungen geben.

Jemand, der den Fußball wirklich zum Positiven verändern möchte, handelt nicht so!

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Loriot: "In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Dieter Hallervorden: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen. Und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen."

"Sei Kind, wann immer Du kannst, und nur erwachsen, wenn Du musst"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 3-Ecken-Elfer am 22.04.2021 um 15:51 Uhr bearbeitet
ESL - Die Superleague |#140
22.04.2021 - 16:19 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Zitat von K-Albo

Bei 2 Gruppe a 10 Vereine würden zstl zu den 12 noch 8 weitere kommen. Theoretisch: Bayern, BVB, Leipzig, PSG, Lyon, Sevilla, Napoli und Leverkusen. Nur als Beispiel. Wenn nur 4 oder 5 von den 20 Teams absteigen können, werden sich die meisten der 12 Gründervereine durchsetzen. Die Spurs, Arsenal und Milan (um einige zu nennen), würden auf der Kippe stehn. ABER: Die Chancen für Arsenal und die Spurs sich für die CL über die PL zu qualifizieren, sind grösser als von der SL abzusteigen. Das wäre mMn n fairer Kompromiss. Das vorgestellte Konzept von den 12 ist natürlich Humbug und findet zurecht keinen Einklang, aber, wenn es überarbeitet wird, dann vllt schon, zumindest eher. Die Mehrheit von den 12 können idR einfach nicht absteigen, weil sie zu gut sind. Die Spurs, Arsenal, Milan, Inter und vllt Manchester United müssten zittern, aber selbst dann, würden sie nicht alle absteigen. Denn einige dieser 5 Vereine würden vermutlich besser als zB Leverkusen, Napoli und Lyon abschneiden.

PS: gierige Typen sind eklig, aber gierige Heuchler sind noch ekliger. Zur letzteren würde ich die UEFA bezeichnen.



K

Und du hältst Flo Perez nicht für einen "gierigen Heuchler"? Du glaubst also weiterhin, dass der eigentliche Sinn hinter der SL war, dass man sich gegen den "gierigen Heuchler" UEFA stellt, um den Fußball zu retten, um endlich etwas gegen dieses System zu unternehmen?

Für mich klingt das weiterhin nach einem Vorwand und ich halte dieses Konstrukt SL für eines, welches wirtschaftliche Gründe hatte und nicht primär dem Fußball dienen sollte. Es ging um eigene Interessen, es ging nur darum, dass die beteiligten Vereine mehr vom Kuchen abbekommen und nicht mit der UEFA "teilen" müssen. Für mich war diese Idee gierig und heuchlerisch.

Wenn man wirklich hätte etwas verändern wollen, hätte man sich nicht mit 12 Klubs über eine SL geeinigt, sondern man hätte sich viele Vereine aller Herren Länder ins Boot geholt, um sich gegen die UEFA aufzulehnen, um das unbestritten schlechte System zu verändern.

So wie er sich jetzt in diesen 2 Interviews präsentiert hat, ist dies doch ersichtlich, weshalb ich mich wundere, dass er hier noch so verteidigt wird, wenngleich mir seine Verdienste um den Verein bekannt sind, aber das legimitiert doch solch ein Verhalten und seine Sichtweisen nicht.

Das System UEFA mit seiner Monopolstellung muss verändert werden und alle Vereine, nicht nur die Big 12 bzw. 15, müssen in Gemeinschaft eine Veränderung vorantreiben. Das, was diese mit der SL vorhatten, war sicherlich nicht die Lösung, ganz im Gegenteil.

In jedem Land dieser Welt wird Fußball gespielt, noch immer auf den Straßen und nicht nur vor der Konsole. Man spielt in Armenien, spielt in Portugal, in Lettland, in den Niederlanden, in Serbien, der Ukraine und in allen anderen europäischen Ländern. Dessen Vereine haben das selbe Anrecht auf den höchsten Wettbewerb, wie die großen Klubs und sollten entsprechend die Möglichkeit besitzen, sich mit diesen messen zu lassen.

Was Perez dazu gesagt hat, kann man nachlesen. Er hält die großen Vereine für etwas Besseres und grenzt diese bewusst vom Rest ab. Wie kann man sowas noch gutheißen?

Ja, die erfolgreichen Vereine sollen mehr profitieren. Das ist verständlich und logisch, aber doch nicht durch einen Wettbewerb, der viele Vereine ausschließt und verhindert, dass andere Vereine sich zu dem entwickeln können, was diese Vereine darstellen.

Ob Real, Barca, Bayern oder PSG bzw. alle anderen Top-Vereine, alle diese hatten Perioden, wo sie nicht zur Elite zählten, sportlich als auch wirtschaftlich. Nun soll es aber ein gottgegebenes Recht geben, gerade in Bezug auf Teams wie Tottenham oder Arsenal, dass sie unabänderbar zur Elite des Fußballs und somit zur SL gehören sollen? Das ist die Veränderung und fairer, als das, was die UEFA macht?

Ich verstehe, dass man seinen Verein beschützt und entsprechend seinen Präsidenten, aber das darf und kann doch nicht völlig unabhängig dessen Handlungen und Äußerungen geschehen.

Perez hat offen gesagt, dass ihn die Socios dahingehend nicht interessieren, er meint, diese nicht fragen zu müssen, ob sie das mit der SL überhaupt wollen und stellt das mit Transfers gleich. Wie kann man das anders bewerten, als das, was es ist?

Viele Spieler von vielen Vereinen haben in der Vergangenheit gesagt, dass sie Fußball für die Fans spielen, dass die Fans diese Vereine erst zu dem werden ließen, was sie jetzt sind, und nun werden sowohl die Spieler als auch die Fans hintergangen und ignoriert. Es war diesen Leuten einfach egal, weil sie gierig waren. Gierig nach Macht und Geld und nicht weil sie den Fußball verändern und fairer machen wollten. Einige von den Besitzern haben sich dafür entschuldigt. Wie ehrlich diese Entschuldigung war, bleibt Spekulation, aber Perez entschuldigt sich nicht, sondern zieht seine Agenda weiterhin durch. Er ignoriert nicht nur die Socios, sondern alle Fans, alle Spieler, alle Mitarbeiter im Verein. Er macht, was er für richtig hält und ignoriert jeglichen Gegenwind.

Das soll richtig sein?

Dieses Projekt war und ist eine Schande für den Fußball und das ändern einzelne Punkte nicht, die man so anstoßen könnte, denn es muss Veränderungen geben.

Jemand, der den Fußball wirklich zum Positiven verändern möchte, handelt nicht so!


Niemand hier möchte die SL in der Form, in der sie uns vorgestellt wurde, haben. Nur, wenn das Konzept tiefgründig überarbeitet wurde, ist sie legitim. Aber nicht so. Die Wettbewerbmöglichkeit muss vorhanden sein, was es so hier nicht ist. Zudem müssen die Fans in diesem Vorhaben involviert sein, denn ohne sie, klappt nichts. Lies einfach meinen langen Text, denn ich vor einigen Seiten geschrieben hab, dann wirste meinen Gedankengang hoffentlich verstehn.



K

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Don Santiago Bernabeu & Don Florentino Perez
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